Judith Janssen

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Judith Janssen

Simon und der geheimnisvolle Mönch

Simon und der geheimnisvolle Mönch

 (1)
Erschienen am 09.02.2016
Das Versteck im Uhrmacherhaus

Das Versteck im Uhrmacherhaus

 (1)
Erschienen am 12.02.2018

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Rezension zu "Simon und der geheimnisvolle Mönch" von Judith Janssen

Luther und die Reformation
HEIDIZvor 6 Monaten

Ich finde, diese Romanbiografie ist nicht unbedingt nur für Kinder oder Jugendliche geeignet, ich habe sie gelesen und bin einfach nur begeistert, wie die Autorin das Leben Luthers den Lesern und Leserinnen nahe bringt. Spannend geschrieben, authentisch und lebendig taucht man in die Zeit und das Leben Luthers ein.

Bevor der eigentliche Roman beginnt, der in 13 Kapitel gegliedert ist, gibt es eine doppelseitige Karte des heiligen Römischen Reiches von Karl V.

Man steigt gleich lebendig mit einem Dialog in die Handlung ein und so authentisch und flüssig zu lesen geht es über das gesamte Buch weiter. Man kann es nicht aus der Hand legen, es liest sich interessant, spannend und kurzweilig.

Leseprobe:

Der Kaiser und der Mönch

Den ganzen Tag hatte Simon ungeduldig auf diesen Augenblick gewartet. Doch nun waren Geerten und er endlich im großen Saal des päpstlichen Palais`.
Durch das riesige Gedränge und die vielen Fackeln und Kerzen war es ziemlich warm. ...

Hauptcharakter ist nicht Martin Luther, sondern das sind Simon, dessen Mutter an der Pest gestorben ist und sein Cousin Geerten, die sich auf die Reise nach Worms begeben. Dort hören sie von Luther und Simon möchten diesen Mann kennen lernen. Luthers Leben und die Reformation werden thematisiert und in die fiktive Geschichte eingebunden, auch lernen die Leser/Innen das Leben im Jahr 1521 kennen.

Ein wundervolles Buch. Ich habe es genossen zu lesen - schön, wie Spannung hier mit Wissensvermittlung verbunden wurde.

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Rezension zu "Das Versteck im Uhrmacherhaus" von Judith Janssen

Holländische Jugendliche erleben den 2. Weltkrieges
Buchperlentauchervor 2 Jahren

Liebe

Verrat
Jugend-Freundschaft
Geheimnisse

Wenn diese Inhalte ausgewogen und authentisch in einem Roman vorkommen, dann ist der Erfolg eines Buches schon fast gegeben. Dies trifft auf den Jugendroman " Das  Versteck im Uhrmacherhaus" eindeutig zu. 

Wenn es im deutschsprachigen Raum trotzdem  kein Bestseller  wurde, dann hat es zwei Gründe. 
Im Buch geht es um die Besetzung Hollands durch die deutsche Armee und auch um die christliche Familie ten Boom. Weil die ten Booms Juden und andere Verfolgte in ihrem  Haus versteckt hatten, mussten  die Familienmitglieder ins Gefängnis und einige danach in  mehrere Konzentrationslager. Die wahren Begebenheiten wurden in diesem Buch gekonnt mit dem fiktiven Leben von fünf Jugendlichen verknüpft. 

Henk, ein elfjähriger Junge, lebt mit seiner Mutter und der behinderten Liese im holländischen Harlem. Der Vater ist zur Zwangsarbeit in Deutschland verpflichtet worden. Jaap, sein zwei Jahre älterer Freund, fällt durch einige geheimnisvolle Taten auf. Henk vermutet bald (und zu recht), dass Jaap zur Widerstands-bewegung gehört. Gerrit, ein Schulkamerad, nutzt es immer wieder aus, dass seine Familie einer  deutschfreundlichen Organisation nahe steht.  Anna, die überraschend auftretende Schönheit,  bringt das Gefühlsleben von Henk schon bald ziemlich durcheinander. 

Jugendliche und junggebliebene Erwachsene erleben hautnah mit, wie es war, als die deutsche Armee Holland besetzte. Dies mit den Augen und den Gefühlen von Teenagern. Das sehe ich auch als die grösste Stärke des Buches. In der Schule wird  der 2. Weltkrieg oft "trocken" und mit vielen Fakten erzählt. Für Jugendliche selber ist der Bezug dazu oft schwierig. Der Roman schafft durch die Schilderung des Alltagslebens der Kinder eine gute Brücke. 


Ganz ohne Kenntnisse der Geschichte des 2. Weltkrieges verstehen die Leserinnen und Leser einige Vorkommnisse nicht. Das mag zuerst stören,aber dann animiert es einem, den Hintergründen nachzugehen. Wobei die wichtigsten Begriffe am Schluss des erklärt werden. 


Aus meiner Sicht stehe ich als Schweizer im 2. Weltkrieg oft auf der
Täterseite. Den Jugendlichen, die es ertragen, dass  in diesem Buch "die Deutschen" (neben den holländischen Nazi-Sympathisanten)  die "Bösen" sind, kann ich den Roman sehr empfehlen. 

Wer sich mehr für das Leben der Familie ten Boom interessiert, der
kann die überaus spannende Geschichte im Buch " Die Zuflucht" nachlesen. 






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