Judith Katz

 4.3 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Der Traum von Freiheit, Der Traum von Freiheit: Roman und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Judith Katz

Judith Katz lebt in Minnesota/USA und unterrichtet unter anderem an der Hamline University und am Minneapolis College of Art and Design. Ihr erster Roman Running Fiercely Toward a High Thin Sound wurde 1993 mit dem renommierten Lambda Literary Award als bestes lesbisches Buch des Jahres ausgezeichnet. Sie hat bereits Kurzgeschichten in einer Reihe amerikanischer Anthologien veröffentlicht. Der Traum von Freiheitist ist ihr erster Roman, der in Deutschland veröffentlicht wird.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Judith Katz

Cover des Buches Der Traum von Freiheit (ISBN: 9783896562784)

Der Traum von Freiheit

 (4)
Erschienen am 02.09.2019
Cover des Buches Der Traum von Freiheit: Roman (ISBN: B07X3MSQBM)

Der Traum von Freiheit: Roman

 (3)
Erschienen am 01.09.2019

Neue Rezensionen zu Judith Katz

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Rezension zu "Der Traum von Freiheit: Roman" von Judith Katz

Der Traum von Freiheit
Klusivor 3 Monaten

Dies ist die tragische Geschichte der jungen Jüdin Sofia, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Warschau aufgewachsen ist. Alles was sie sich vom Leben erhofft, zerbricht in dem Moment, als ihre Eltern einem Heiratsschwindler auf den Leim gehen und ihm ihre Tochter mitgeben. Der reiche Mann aus Buenos Aires, der sich angeblich nach einer liebenden Ehefrau sehnt, ist in Wirklichkeit ein Zuhälter und verkauft alle seine „Bräute“ an seine Schwester Perle Goldenberg, die in Buenos Aires ein Freudenhaus führt. In Madame Perles Etablissement erfährt Sofia viel Kummer und Leid. Sie lebt wie eine Gefangene, und auch wenn sie der persönliche Liebling von Madame Perle ist, so nutzt ihr das recht wenig. In diesem Freudenhaus, lernt sie auch den Magier Hankus kennen und verliebt sich in ihn. Hat sie anfangs schon alle Hoffnung auf ein normales, glückliches Leben aufgegeben, so gewinnt sie durch Hankus wieder Zuversicht. Aber auch der junge Zauberer hat ein Geheimnis, das unter keinen Umständen bekannt werden darf. Dann geschieht so einiges, wodurch sich die Lage der Prostituierten extrem verschlimmert. Wird es Sofia und Hankus gelingen, sich zu befreien und eine glückliche Zukunft aufzubauen?

Sofia ist die Ich-Erzählerin dieser Geschichte. Sie erinnert sich und berichtet Hankus von den Ereignissen, was leicht befremdlich wirkt, da Hankus ja vieles davon selbst mit erlebt hat. Bis auf diese kleine Irritation ist der Erzählstil jedoch brillant. Sofia, die seit ihrem Abschied vom Elternhaus viele schlimme Dinge erleben musste, berichtet mit einer gewissen Distanz und ohne Schuldzuweisungen. Die verschiedenen Charaktere beschreibt sie sehr akribisch und fast liebevoll, selbst wenn es um die Menschen geht, die ihr übel mitgespielt haben. Sofia ist ein fester Charakter, und nur durch ihre innere Stärke kann sie dies alles, was ihr widerfährt, einigermaßen unbeschadet überstehen. Trotz aller geschilderten Tragik hat der Schreibstil eine gewisse Leichtigkeit, die faszinierend ist.

Sofias Schicksal, wie es im Roman geschildert wird, ist leider nicht die pure Fiktion, sondern spiegelt tausende realer Begebenheiten wieder. Wenn man sich ein wenig mit der Geschichte Argentiniens beschäftigt, findet man zahlreiche Berichte über Menschenhandel und Prostitution zur damaligen Zeit, die alle einen ähnlichen Verlauf hatten wie Sofias geschilderte Erfahrungen.

Sofias und Hankus‘ Geschichte ist wirklich lesenswert, und wie es den beiden letztendlich ergeht, ist lebendig und spannend erzählt. Der Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Er erzählt von schweren Schicksalen und dramatischen Wendungen, von Träumen, die sich erfüllen, aber auch genauso schnell wieder zerplatzen können wie Seifenblasen. Zuletzt gab es ein paar kleine Ungereimtheiten, die ich nicht so ganz einordnen konnte, aber vermutlich war das von der Autorin beabsichtigt, denn ein klein wenig mysteriös bleibt die Geschichte bis zuletzt, aber schließlich ist Hankus ein Magier, der nicht all seine Geheimnisse preis geben kann.

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C

Rezension zu "Der Traum von Freiheit" von Judith Katz

Was bedeutet Freiheit?
cat10367vor 4 Monaten

Diese Geschichte von Sofia beginnt in ihren Teenagerjahren. Sie lebt in Warschau und durch eine schicksalshafte Begegnung soll sich ihr Leben grundlegend ändern und sie findet sich in Argentinien wieder.

Der Leser erhält Einblick in das Leben der Juden in Argentinien und ihrer Geheimniskrämerei. Anders zu sein, war damals nicht gern gesehen und auch nicht gewünscht. 

Als ich dieses Buch las, musste ich an manchen Stellen schon heftig schlucken und die Welt Argentiniens ist auch nicht so einfach zu verstehen. Es geht um Drogen, Machtmissbrauch, Verschleppung und noch einiges mehr.

Die Welt, in der Sofia lebt wird als sehr grausam beschrieben und das machte das Lesen manchmal nicht einfach. 

Die beiden Hauptprotagonisten sind zwei wundervolle Menschen und ich habe mich gefreut zu lesen, wie sie trotz der Schwierigkeiten zu so wundervollen Menschen herangewachsen sind.

Als ich anfing dieses Buch zu lesen, hatte ich so einige Schwierigkeiten mit der Geschichte, da ich nicht so wirklich wusste, wo es noch hingehen wird, aber als ich dann drin war, hat es sich wirklich gelohnt.

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Rezension zu "Der Traum von Freiheit: Roman" von Judith Katz

Freiheit - Jeder Mensch sollte sie haben
danzlmoidlvor 4 Monaten

Meine Meinung:

Bei diesem Buch hat es ein wenig gedauert, bis ich mich mit dem Sprachstil klar gekommen bin und vollkommen in die Geschichte eintauchen konnte. 

So erleben wir eine Geschichte, die zum einen starke Nerven, zum anderen aber auch ein wenig historische Neugier benötigt. Menschen, die anders sind, waren in der damaligen Zeit nicht gewünscht, sie mussten immer versuchen, sich zu verstecken. Nicht alles, ist so, wie es anfangs erscheint. Alles wird gut versteckt und gut geplant, damit alles wie gewünscht seinen Lauf geht. Keinem kann man trauen, am wenigstens heiratswilligen Männern. 

Man muss wirklich viel abkönnen, um diese Geschichte zu lesen. Abgründe tun sich auf und man erfährt viel von der Welt Argentiniens, die wahrscheinlich zu gern, so gut es geht gehütet wird. Sei es Drogen, Menschenmissbrauch, Verschleppung,... Alles ist dabei. Da wundert es nicht, dass sich Frauen teilweise nicht anders zu helfen wissen, als sich zu "betäuben". 

Judith Katz beschreibt eine Welt, die teilweise grausamer nicht sein könnte. Trotzdem wird sie in eine Geschichte verpackt, mit der es sich leichter lesen lässt. Man erwartet eine gute Wendung, und möchte diese auf jeden Fall noch erfahren. 

Die Protagonisten wurden toll ausgewählt, Sofia muss man einfach mögen. Sie ist anders, will ihren eigenen Weg gehen und wird dann in eine ganz andere Richtung gedrängt. Wenn man so viel durchmacht als Frau, muss man sich wundern, wie trotzdem noch so ein wundervoller Mensch übrig bleibt. Das gleiche gilt für Hankus. Geliebt und doch fort geschickt. 

Wie anfangs schon erwähnt, ist es mir am Anfang sehr schwer gefallen in die Geschichte einzutauchen, aber wenn man sich dann einmal "überwunden" hat, wird man belohnt. 

Fazit:
Eine etwas andere Geschichte, die sich lohnt gelesen zu werden.

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

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