Das Cover finde ich sehr schön und auffallend, es hat aber absolut keinen Bezug zum Inhalt des Buches, der sich mir erschließen würde. Der Thriller ist gespickt mit alten Geschichten, Mystery, aber nicht ein Thriller. Ich fand es ziemlich schwierig hineinzukommen, da zu Beginn Nebensächlichkeiten recht groß ausgebreitet wurden und die Personen wechselten, ohne, dass ich einen Bezug zu ihnen herstellen konnte, das finde ich schade. Inhaltlich spannend wurde es auch erst nach einem Drittel des Buches etwa, da hat die Erzählung an Tempo gewonnen und an Spannung zugelegt. Sarah konnte mich mit ihren Recherchen um ihren verstorbenen Sohn nicht ganz überzeugen. Sie hatte kaum Menschenkenntnisse und auch ihr Auftreten entspricht so gar nicht dem einer Rechtsanwältin, sie wirkt naiv und komplett überfordert mit einfachen Agenden oder Gesprächen. Die Beziehungsgeschichte mit ihrem Mann Ben und der Umgang mit seinen Affären sowie die komische Szene mit ihrem Kollegen fand ich eher unpassend, hat jetzt auch nicht wirklich in das Geschehen gepasst, sondern künstlich gewirkt. Am Ende wurden fast alle Mysterien aufgeklärt und zusammengefügt, aber richtig überzeugen oder gar begeistern konnte mich die Geschichte leider nicht. Ich hatte mir mehr Spannung erwartet.
Judith Kelman
Alle Bücher von Judith Kelman
Thornwood: Thriller: Ist dein Kind ein Monster?
House on the Hill: Thriller: Ein entführtes Mädchen – ein tödliches Spiel
Fürchte dich vor mir: Thriller
Im Falle meines Todes: Thriller
Island of Fear: Thriller: Sie findet ein entführtes Kind - wird sie es beschützen können?
Schrei, wenn du kannst: Thriller
Neue Rezensionen zu Judith Kelman
Emily kehrt mit ihren beiden Kindern und ihrer Adoptivtochter Rachel auf den alten Familiensitz Thornwood zurück, um nach dem Tod ihres Vaters den Nachlass zu regeln. Dort verlor sie als Kind auch ihre Mutter auf tragische Weise. Schon bald passieren auf Thornwood aber wieder seltsame schreckliche Dinge. Was hat ihre Adoptivtochter Rachel damit zu tun?
Am Anfang musste ich mich etwas in die Geschichte rund um Thornwood und die Künstlerkolonie hineinfinden. Es gibt viele Rätsel zu lösen, viele offene Fragen zu klären und immer wieder geschehen seltsame mysteriöse Taten. Rachels Verhalten gegenüber ihrer Stiefmutter macht es Emily nicht gerade leicht. Wem soll sie trauen und warum verhalten sich die Einwohner ihr gegenüber so seltsam?
Zum Ende der Geschichte wird es richtig spannend, hier nimmt die Handlung so richtig Fahrt auf. Endlich kommt Licht in das ganze Geschehen, man ist über vieles überrascht und erstaunt. Ein fesselndes Ende, bei dem man richtig mit Emily mitfühlt und mit einem guten Gefühl auf das Buch zurückblickt.
Zum Inhalt:
Die Rechtsanwältin Sarah Spooner steht unter Schock, als sie Nachricht vom Selbstmord ihres Sohns Nicky erhält: Niemals hätte ihr Junge sich umgebracht! Überzeugt, dass jemand ihn ermordet hat, fliegt sie nach Cromwell, wo Nicky auf dem Campus seiner Universität starb. Hier erfährt sie, dass Nicky vor seinem Tod tatsächlich in psychiatrischer Behandlung – aber warum? Je mehr sie über die letzten Tage im Leben ihres Sohnes herausfindet, desto enger zieht sich ein Netz aus Lügen und Geheimnissen um sie zusammen: Denn er war nicht der einzige vermeintliche Selbstmörder– eine ganze Reihe Studenten stürzte von derselben Klippe in den Tod ...
Meine Meinung:
Der Schreibstil und die Wortwahl entsprechen zwar nicht der neusten Generation, da es sich aber um eine Neuauflage ( Original 1987) ohne Änderungen handelt , ist es zu Beginn recht ungewöhnlich, auch wenn ich selbst in dieser Zeit aufgewachsen bin. Ich kam gut in die Geschichte und konnte mich in Sarah hineinversetzen. Nervenkitzel war für mich persönlich leider nicht vorhanden, für mich war es eher ein guter Krimi. Beim lesen musste ich manchmal über mich selbst schmunzeln, da ich so dachte ja dann google halt,bis mir dann wieder einfiel, ach das spielt ja in den 80er. Also gute alte Ermittlungen ohne technologischen Schnick Schnack. Auch wenn ich ziemlich schnell ne Vermutung hatte war es okay Sarah bei ihren Nachforschungen zu begleiten. Das Ende war jetzt nicht so die große Überraschung für mich aber gut und passend.
Für mich kein Thriller, sondern ein solider Krimi!












