Judith Kern Der Tanz der Kraniche

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Inhaltsangabe zu „Der Tanz der Kraniche“ von Judith Kern

Stralsund Ende des 19. Jahrhunderts: Wenn es nach dem Willen ihrer Eltern ginge, würde die junge Ida sich einen Mann suchen, dem sie eine brave Ehefrau ist. Doch Ida hat ganz andere Träume: Sie will Künstlerin werden. Ida setzt ihren Kopf durch und erkämpft sich Zeichenstunden bei einem anerkannten Lehrer. Dies führt sie auf die kleine Insel Hiddensee, die auf dem besten Weg ist, zur Künstlerkolonie zu werden. Auch Ida kann sich dem Zauber der wild-romantischen Landschaft nicht entziehen – ebenso wenig wie der Anziehungskraft des berühmten Malers Klausen. Doch der ist verheiratet …

Rosamunde Pilcher auf Hiddensee

— janett_marposnel

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  • Rosamunde Pilcher auf Hiddensee

    Der Tanz der Kraniche

    janett_marposnel

    20. January 2016 um 17:07

    Die Geschichte der jungen Ida aus Stralsund, die auf Hiddensee ihr Glück sucht, lebt und atmet vor allem durch großartige Landschaftsbeschreibungen. Dass der Autorin die kleine Insel ans Herz gewachsen ist, spürt der Leser durch die Zeilen hindurch. Der Kontrast zwischen dem ungestümen Berlin und der ruhigen Insel hat mir besonders gefallen. Anscheinend war das vor einhundert Jahren nicht anders als heute. Vor dem Hintergrund der Kunst des Malens geht es in diesem Buch um verschiedenartige Liebesbeziehungen, um bewegende Konflikte und um Emanzipation. Während ich die Figur sowohl von Idas Vater als auch von Herbert, Idas Idol aus der Kunstbranche, beim Lesen deutlich vor Augen hatte, fehlte es Ida als Protagonistin ein wenig an Authentizität und Farbe. Ida ist einerseits selbstbewusst genug, ihr Elternhaus zu verlassen und sich ihrem Vater zu widersetzen, um ihren Traum als Künstlerin leben zu können, aber in anderen Lebenssituationen ist sie ängstlich und überfordert. Das ist zwar echt, weil es uns im normalen Leben oft genauso ergeht, aber wir Leser möchten nichts Herkömmliches lesen, denn wir lesen, um unserem konventionellen Leben zu entfliehen. Wir möchten über die Hauptfigur staunen, sie bewundern oder hassen - egal, Hauptsache sie ist außergewöhnlich. Das fehlte mir ein wenig bei Ida. Streckenweise war sie mir etwas zu normal. Darüber hinaus denke ich, dass gute einhundert Seiten weniger eine positive Wirkung auf die Geschichte gehabt hätten. Sie wäre dadurch straffer und somit spannender geworden. Aber das ist feinstes Jammern auf höchstem Niveau. Man kann dieses Buch mit den Romanen von Rosamunde Pilcher vergleichen und die waren sehr erfolgreich. Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben, da das nicht möglich ist, vergebe ich vier, denn die Tendenz geht nach oben.

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  • Schöne Kulissen und nette Charakter - Mehr aber leider auch nicht.

    Der Tanz der Kraniche

    Christin87

    30. March 2014 um 13:32

    Die junge Ida steckt in den gesellschaftlichen Vorstellungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts fest. Dabei möchte sie doch nichts mehr als Malerin werden. Also bricht sie aus, aus dem für sie vorgesehenen Leben als zukünftige Ehefrau und Mutter. Geht gegen den Willen ihrer Familie nach Hiddensee und Berlin, beginnt sich zu verwirklichen, verliebt sich, zweifelt zwischendrin an ihren Entscheidungen und rappelt sich wieder auf... Ein stetiges Auf und Ab verteilt auf ca. 570 Seiten. Die Idee der Autorin ist schön. Die Kurzbeschreibung sprach mich an. Das Cover ist toll gestaltet. Also dachte ich, lies es doch mal. Bei dem was ich las, fehlte es mir an Tiefe und Innovation. Die Charaktere blieben mir das gesamte Buch über fremd. Keiner hat es geschafft mein Herz richtig zu berühren. Alles plätscherte die ganze Zeit mehr oder weniger vor sich hin. Als leichte Lektüre für zwischendurch taugt es durchaus. Allersdings hätten es 100 Seiten weniger auch getan.

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