Rezension zu "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl. Das Buch zum Film" von Judith Kerr
LibrariansguidetogalaxyKurz vor der Reichstagswahl 1933 flieht Annas Familie in die Schweiz, da ihr Vater ein berühmter jüdischer Schriftsteller ist. Später ziehen sie weiter nach Paris und schließlich London, wodurch Anna und ihr Bruder immer wieder von vorne anfangen und neue Sprachen lernen müssen. Zudem vermisst sie ihre Heimat und ihr zurückgelassenes Zuhause samt ihrem rosa Stoffkaninchen...
Judith Kerrs Buch war eines, das ich mir schon lange vorgenommen habe zu lesen. Und nun, da ich es gemacht habe, verstehe ich, warum es ein erklärter Kinderbuchklassiker ist. Sie berichtet von der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg mit der Naivität eines Kindes und lässt zugleich keinen Zweifel daran, dass sich in Deutschland etwas Schlimmes zusammenbraut. Die Informationen, die die Protagonistin Anna immer wieder aufschnappt und die ihr Angst machen, sind eben jene, die Kinder damals tatsächlich mitbekamen und zeigt den Zwiespalt zwischen der heilen Welt der Kindheit und dem beängstigenden Geschehen in der Welt. Das Ganze verpackt in eine gut lesbare Sprache ergibt ein Buch, das Kindern die Schrecken des Nationalsozialismus ein Stück weit zeigt. Und das aus der Feder einer Zeitzeugin, die vieles aus ihrem Buch selbst so erlebt hat.






















