Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

von Judith Kerr 
3,9 Sterne bei361 Bewertungen
Als Hitler das rosa Kaninchen stahl
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (251):
M_Bs avatar

Finde ich gut. Mussten wir in der Schule lesen. Die autorinhat einen guten Schreibstiil.

Kritisch (30):
CurlyHairedBookworms avatar

Es war eine meiner langweiligsten Schullektüren, die Ich je hatte...Man liest es nur, weil man MUSS und nicht weil man Spaß am Lesen hat

Alle 361 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl"

Berlin, 1933: Die Nazis stehen kurz vor ihrem entscheidenden Wahlsieg. In letzter Minute reist Anna mit ihrer Familie in die Schweiz. Doch ihr Vater, ein bekannter jüdischer Journalist, kann dort ebenso wenig Fuß fassen wie ein halbes Jahr später in Paris.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783473580033
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:239 Seiten
Verlag:Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum:01.02.1997
Das aktuelle Hörbuch ist bei Deutsche Grammophon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Alondrias avatar
    Alondriavor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Berührende Geschichte, die gut zu lesen ist und viel Tiefe hat.
    [Rezension] Judith Kerr: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

    Das Buch

    Neun Jahre ist Anna alt, als sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder fluchtartig Deutschland verlassen muss. Nur das Nötigste kann bei diesem Umzug mitgenommen werden, so bleibt auch das vielgeliebte rosa Kaninchen zurück. Die Umstellung auf das neue Land ist nicht leicht und nochmals muss die Familie den Ort wechseln. Sie ziehen aus der Schweiz nach Paris und dann nach London. Was Anna erlebt hat, haben viele Menschen in der Hitlerzeit durchmachen müssen.

    Meine Meinung

    Judith Kerr hat mit der "Rosa Kaninchen"-Trilogie ihre eigene Geschichte verarbeitet, jedoch nicht in Form von Memoiren, sondern als Romane mit der fiktiven Hauptprotagonistin Anna.

    Das Buch setzt 1933 ein, mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler. Anna, Tochter eines bekannten jüdischen Schriftstellers und Nazigegners, ist sehr authentisch dargestellt und so fällt es einem beim Lesen leicht, die Nazi-Zeit aus Kinderaugen nachzuvollziehen. Die Flucht, das Leben ohne feste Heimat, die ständige Angst - all das bringt Judith Kerr dem Leser sehr realitätsgetreu nahe, hat sie eben dies doch in ihrer Kindheit und Jugend selbst erleben müssen. Es ist zum Teil wirklich sehr bedrückend, die Gefühle und vor allen Dingen Ängste der kleinen Anna so realistisch beschrieben zu bekommen. Man würde ihr am liebsten die Hand reichen und ihr sagen, dass alles wieder gut wird. Aber nicht nur Anna, auch die anderen Charaktere (ihre Familie, Bekannte, Fremde) werden detailliert und authentisch dargestellt.

    Die Geschichte ist, wie bereits erwähnt, in groben Zügen die der Autorin selbst. Und gleichzeitig das Schicksal so vieler anderer, die vor Hitler und seinen Nationalsozialisten fliehen mussten. Viel muss daher nicht dazu gesagt werden. Bedenkt man, dass es sich bei dem Buch um Jugendliteratur handelt, so kann man aber auf jeden Fall anmerken, dass Kerr es ganz hervorragend schafft, dieses schreckliche Thema realistisch, aber nicht zu grausam rüberzubringen.

    Fazit

    Als Standardwerk der Jugendliteratur, anerkannter Klassiker in der Emigrantenliteratur und Jugendliteraturpreisträger 1974 kann ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der sich einmal auf andere Weise mit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigen möchte. Annas Geschichte lässt einen nicht so schnell los, da stellvertretend für Millionen anderer Schicksale. Definitiv jede Lesestunde wert.

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    T
    theresa_stvor 8 Monaten
    Spannende Geschichte

    Das Cover ist ziemlich gelb und bis auf die Uhr wenig geschmückt. Dass das Wort "rosa" im Titel rosa gedruckt wurde gefällt mir sehr.

    Der Schreibstil flüssig und einfach zu lesen. Das Buch war aus der Perspektive des Erzählers geschrieben, wobei meist mehr auf die Sicht von Anna eingegangen wurde. Die Kapitellänge war sehr ansprechend.

    Anna war ein symptatisches kleines Mädchen, das mit widrigen Umständen gut zurecht zu kommen scheint. Durch die Flucht ihrere Familie aus Deutschland muss sie sich schon früh an unterschiedliche Umgebungen anpassen - was ihr eigentlich auch ziemlich gut gelungen ist. Zudem wirkt sie manchmal sehr reif für ihr Alter. Auch die Nebencharaktere waren sehr ansprechend.

    Die Geschichte selbst war ziemlich spannend zu verfolgen. Annas Familie flieht vor den Nazis. Zuerst einmal in die Schweiz, später nach Frankreich. Es was spannend die Familie bei der Adaoption an die unterschiedlichen Begebenheiten zu beobachten. Zudem zeigt die Geschichte auch die Schwierigkeiten einer solchen Flucht auf.

    Fazit:
    Spannende Geschichte über die Flucht einer Familie  - von mir 4 von 5 Sternen ;)

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    sternbluts avatar
    sternblutvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöne, herzliche Geschichte mit traurigem Hintergrund in leicht verständlicher Sprache.
    "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" - die Flucht einer jüdischen Familie aus Deutschland

    Es ist das Jahr 1933. Anna ist gerade neun Jahre als, als ihr Vater beschließt, dass es besser sei, über Prag in die Schweiz zu flüchten. Er fürchtet sich vor einer möglichen Machtergreifung Hitlers - denn sie waren Juden. Nur mit dem nötigsten Gepäck folgten Anna, ihr Bruder Max und die Mutter dem Vater in die Schweiz. Eine Zeit des Reisens und der Heimatlosigkeit beginnt, denn schon bald versteht Anna, dass sie Flüchtlinge sind, die so schnell nicht mehr in ihr altes Leben zurückkehren können.


    Als ich einmal angefangen habe, mir die unterschiedlichen Bücher-Leserlisten durchzuschauen, ist mir Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl aufgrund seines recht skurilen Titels sofort ins Auge gestochen. Ich selbst hatte es als Kind nie gelesen, kannte es nicht einmal dem Titel nach und war demnach gespannt. Viel konnte ich mir nicht vorstellen. Deswegen freute ich mich, als ich das Buch in einer Kiste voller wilder Bücher entdeckte und damit mein Eigen nennen konnte. Es wurde gleich auf die Liste der als nächstes zu lesenden Bücher gesetzt - und habe mich gefreut, als es endlich an der Zeit war, es in die Hand zu nehmen. 

    Zunächst ist auffällig, dass das Buch einen sehr einfachen Charakter hat, wobei das erstens nicht weiter tragisch ist, weil es ein Jugendbuch, wenn nicht sogar "Kinder"buch ist. Zweitens passt es zu dem Werk selbst, weil es aus der Sicht der kleinen Anna verfasst ist. Aus diesem Blickwinkel heraus konnte ich mich mit dem Schreibstil etwas schneller vertraut machen, der tatsächlich sehr einfach gehalten ist, in seiner Banalität allerdings vollkommen charmant ist. Das Buch spiegelt die Emotionen, die Anna während der ganzen Zeit empfindet, wunderbar wieder, sodass es ein leichtes ist, sich in die Situation selbst hineinzuversetzen und mitzufühlen, auch wenn es aus unserer Sicht vielleicht schwer ist zu verstehen, wie ein Mensch sich in einer solchen Situation fühlt. 

    Ich selbst habe noch beim Lesen darüber nachgedacht, wie naiv Anna in ihrer teilweise positiven Sichtweise ist. Zwar hängt sie oft traurigen Gedanken nach und gerade in ihrem zweiten Schuljahr in Paris ist sie ja viel müde. Trotzdem geht sie immer von der Annahme aus, dass alles gut ist, solange die vier Familienmitglieder nur zusammen seien. Es scheint irgendwie nachvollziehbar, dass sie so denkt, wenn man darüber nachdenkt, was in dieser Zeit so alles passiert ist, wie viele Familien in Lagern oder auch sonst auseinandergerissen wurden... Da ist dieser tiefe Wunsch wirklich nachvollziehbar. Auf der anderen Seite hat es auf mich einen verharmlosenden Eindruck gemacht. Und dann habe ich versucht, weiterzudenken. Sie ist ein Kind von zunächst neun und später zehn und elf Jahren. Ein Mädchen, das vermutlich noch nicht zu viel von der Situation versteht, auch wenn ihr vieles schon geläufig ist. Die nicht weiß, wie es um Politik und ähnliches steht. Und natürlich darf sie in ihrem kindlichen Leichtsinn auch ein bisschen naiv sein. Aber das habe ich erst im Nachdenken verstanden. 

    Allgemein ist das Thema ein sehr ernstes und es gefällt mir, wie damit umgegangen ist. Natürlich ist der Titel - nennen wir es "gewagt". Es ist einfach zu sagen, dass das rosa Kaninchen zurückgelassen wurde und demnach nicht gestohlen wurde. Auf der anderen Seite... wollte die Familie ihr Hab und Gut ja unter Umständen nachsenden lassen. Das Konfiszieren der Habseligkeiten der Familie können durchaus als "Diebstahl" gesehen werden, insbesondere aus der Sicht eines kleines Kindes, das aufgrund der Flucht vor einem Mann namens Hitler ihr liebstes Kuscheltier verloren hat. 

    Einige Szenen haben mich im Allgemeinen doch recht herzlich zum Schmunzeln gebracht, was vermutlich gerade an der Naivität der kleinen Anna gelegen haben kann - wobei hier auch im Laufe des Buches ein Wandel eintritt, der vermutlich mit dem Älterwerden Annas begründet werden kann. Eine Stelle fand ich persönlich besonders nett. Sie zeigt auch den allgemeinen Stil sowie die sprachliche Ausgestaltung des Buches:

    "Als Herr Graupe die Aufgaben nachgesehen hatte, hatte er mehrere Fehler gemacht, und auch in der Rechtschreibung schien er nicht allzu sicher zu sein.
    "Nun, das ist nicht so wichtig", sagte Mama. "Es wird dir ganz gut tun, wenn du dich nach deiner Krankheit ein wenig ausruhen kannst." 
    "Das Singen gefällt mir", sagte Anna. "Sie können alle jodeln, und sie wollen es mir beibringen."
    "Um Himmels willen!", sagte Mama und ließ sofort eine Masche fallen." (S. 46)

    Das ist der Charme, von dem ich spreche. Vielleicht ist der sprachliche Stil nicht optimal. Aber es liest sich einfach nett. Es herrscht beinahe durch das ganze Buch eine kindliche Atmosphäre, die sich nicht abschütteln lässt. Am wenigsten verstanden habe ich so die Stelle an der Anna "auf einmal" aus dem Kopf Französisch sprach. Kann ich selbst nicht nachvollziehen, aber vielleicht ist das ja tatsächlich so, wenn man eine Weile im Ausland ist. 

    So ist das Buch also teilweise ein bisschen willkürlich, ja. Es ist naiv, ja. Aber es ist niedlich. Vor dem Hintergrund ist diese Einschätzung unter Umständen etwas gewagt und vielleicht schwer verständlich. Aber meiner Meinung nach ist es ein Buch, das zwar ein großes Unglück beschreibt, das allerdings aus Kinderaugen als gar nicht so dramatisch wahrgenommen wurde. Der kindliche Charakter des Buches macht es irgendwie besonders und hübsch. 


    Als Hitler das rosa Kaninchen stahl ist ein Kinder- bzw. Jugendbuch. Daran lässt sich nicht rütteln. Es sprüht vor Einfachheit, aber auch vor einer herzlichen Sympathie. Nicht immer herrscht darin Friede, Freude, Eierkuchen, aber im Grund herrscht die Grundstimmung, dass am Ende doch irgendwie alles in Ordnung ist. Es zeigt ein Stück weit, dass auch in schwierigen Situationen noch ein Silberstreif am Horizont wartet und es immer schlimmer sein könnte. Es ist ein Buch, auf das man sich in seiner Art einlassen muss - das aber ein wertvolles kleines Juwel ist, das auch auf einfache und für junge Menschen verständliche Art und Weise die Problematik des Lebens auf der Flucht vor Hitler beschreibt.

    Schade finde ich, dass das Buch so abrupt mit der Reise nach London endet. Mit dem Klappentext hatte ich mir da ein bisschen mehr erwartet - zumindest einige Episoden aus London selbst. Vermutlich würde ich dafür die Fortsetzung lesen müssen, von der ich bisher noch nichts wusste. Zumindest habe ich diese jetzt auf dem Schirm. 

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    Eonaramars avatar
    Eonaramarvor 2 Jahren
    Zwischen stehlen und zurück lassen ist ein unterschied!

    Leider hat sich das Buch mehr als Flop erwiesen, als ein dramatischer Einblick ins Nazi-Deutschland. Nach Titel geht man davon aus, das ein kleines Mädchen ins KZ muss und Ihr Stoffhäschen daher abgenommen wird. Nein. Sie hat es einfach zurück gelassen. So hat mich das Buch sehr kalt gelassen, klang wie 'Jetz erzähl ichs zum 500sten mal und ändern tut sich auch nichts.. WÜRG!'
    Andere erzählungsweise und man hätte viel mehr aus dem Buch holen können, schade drum!

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    MalaikaSanddollers avatar
    MalaikaSanddollervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr schönes Buch!
    Ein sehr schönes Buch!

    Ein sehr schönes Buch!
    Manchen Leuten gefällt es und manchen Leuten nicht ich fand es aber toll!

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    fififo2030vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schulliteratur aus Klasse 6... LAAANGWEEIILIIGG
    Ferienlektüre Klasse 6...

    Das ist noch lange nicht das beste, aber auch nicht das schlechteste Buch, das ich gelesen habe... Wie man in der Rezision sieht , lese ich das Buch, weil wir es in der Schule über die Ferien aufhaben... Die Geschichte an sich ist eigentlich ganz süß aber ... mir fehlt das gewisse "ETWAS"... da passiert halt nichts "schlimmes" , bzw. wird es unspannend erzählt... Aber man kann es schoon lesen.

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    fififo2030vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Schulliteratur aus Klasse 6... LAAANGWEEIILIIGG
    Ferienlektüre Klasse 6...

    Das ist noch lange nicht das beste, aber auch nicht das schlechteste Buch, das ich gelesen habe... Wie man in der Rezision sieht , lese ich das Buch, weil wir es in der Schule über die Ferien aufhaben... Die Geschichte an sich ist eigentlich ganz süß aber ... mir fehlt das gewisse "ETWAS"... da passiert halt nichts "schlimmes" , bzw. wird es unspannend erzählt... Aber man kann es schoon lesen.

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    Orishas avatar
    Orishavor 3 Jahren
    Eine Flucht durch Europa

    Berlin, 1933, Hitler steht vor seinem entscheidenden Wahlsieg. Anna verlässt mit ihrer Familie - Vater, Mutter und Bruder Max - Deutschland in Richtung Schweiz. Immer auf der Hut. Denn ihr Vater ist Journalist und sie sind Juden. In der Schweiz bauen sie sich ein neues Leben auf, doch Annas Vater kann keine Anstellung finden: Die Schweizer Medien wollen neutral bleiben, und geben einem Juden, der gegen die neue deutsche Regierung schreibt, keine Anstellung. Drum zieht die Familie weiter und geht nach Paris.

    Ich habe viel von Judith Kerrs Buch gehört und wollte es nun endlich auch einmal lesen. Die Geschichte, ist in Auszügen ihre Eigene und wurde 1971 erstmals veröffentlicht. Das Buch liest sich wunderbar weg, ist leicht verständlich und eignet sich vor allem für Kinder. In einfachen Worten schafft Kerr es dem Leser den Beginn von Hitlers Macht und das Thema Flucht nahe zu bringen. Besonders letzteres ist eindrücklich aus der Sicht Annas geschildert und hat mich einmal mehr zum Nachdenken gebracht, was es heißt seine Heimat zu verlassen und sich an anderen Orten eine Neue aufzubauen.

    Fazit: Das Buch sollte wieder auf die Pflichtlektüre-Liste jeder Schule oder zumindest einmal mit seinen Kindern gelesen worden sein. Wirklich empfehlenswert.


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    VroniMarsvor 3 Jahren
    Schönes Jugendbuch zu den Anfängen des Nationalsozialimus

    "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" ist ein Roman von Judith Kerr, der 1971 in englischer Sprache erschienen ist (Originaltitel: When Hitler Stole Pink Rabbit). Das Kinder- und Jugendbuch mit autobiografischen Zügen galt lange Zeit als Standardwerk für den Schulunterricht zur Einführung in das Thema Anfänge des Dritten Reiches und Flüchtlingsproblematik. Von dem her habe ich mir schon lange vorgenommen, diesen Klassiker zu lesen. Der Roman bildet den Auftakt einer Trilogie, in deren Verlauf Anna, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, zu einer erwachsenen Frau heranwächst. Die Trilogie beginnt im Jahr 1933 und endet in den 1950er-Jahren.

    Anna, die in einem behütenden und wohlhabenden Zuhause aufwächst, muss 1933 mit ihrer Familie in die Schweiz fliehen, um den Fängen der Nazis zu entgehen. Ihr Vater, ein jüdischer Journalist, ist nämlich ein bekannter Kritiker Hitlers. Noch ahnt keiner, dass die Schweiz nicht die Endstation der Flüchtlingsfamilie sein wird. 

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht das junge Mädchen Anna, die die Handlung aus ihrer Sicht erzählt. Dementsprechend erfährt man weniger um die Hintergründe des Nationalsozialismus, sondern eher über die Auswirkungen. Man kann sich sehr gut in das kleine Mädchen hineinversetzen. Es wird deutlich, mit welchen Problemen und Vorurteilen die Familie zu kämpfen hat und es ist einfach schön zu lesen, dass die Kinder sich trotzdem zum Positiven entwickeln.


    Gerade heute ist das Thema hinsichtlich der Flüchtlingsproblematik wieder aktuell. 


    1974 wurde der Roman mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis als „herausragendes Kinderbuch“ ausgezeichnet. Die Titel der Fortsetzungen lauten: "Warten bis der Frieden kommt" und "Eine Art Familientreffen".

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    Arachn0phobiAs avatar
    Arachn0phobiAvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Einerseits interessant, über das Leben einer Flüchtlingsfamilie im 2. Weltkrieg zu erfahren... leider inhaltlich recht unspektakulär.
    Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

    Mit diesem Jugendbuch, das der erste Teil einer Trilogie ist, hat die Autorin Judith Kerr ihre eigene Geschichte als jüdischer Flüchtling wiedergegeben.

    Die Rolle des Erzählers übernimmt im Buch die zu Beginn neunjährige Anna, die mit ihren Eltern und ihrem Bruder Max vor Hitlers Machtergreifung aus Deutschland zuerst in die Schweiz emigriert und später in der Hoffnung auf besseren Verdienst nach Frankreich zieht.

    Der Schreibstil ist relativ simpel und somit angesichts des Alters von Anna angemessen. Man merkt, dass sie viele Dinge und große Zusammenhänge noch nicht begreift und mit ihrer kindlichen Logik herangeht. Beispielsweise macht sie Hitler persönlich für den Verlust ihres titelgebenden Plüschkaninchens verantwortlich oder stellt sich bildlich vor, wie auf ihren Vater Münzen geschüttet werden, als ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird.

    Insgesamt beschreibt das Buch sehr anschaulich und aus der Nähe das neue Leben der Familie in der Fremde, allerdings wirkt es durch die eher kindliche Sichtweise Annas bis auf einige Ausnahmen auf mich fast wie ein Urlaubsbericht. Für meinen Geschmack fehlte der Spannungsbogen fast vollständig, es gleicht eher einer Art Tagebuch, in dem Anna ihre Erlebnisse mit ihrer Familie und neuen Freunden aufschreibt. Vor allem die Zeit in Paris zieht sich stellenweise ziemlich in die Länge.

    Letztendlich mag es schon für jüngere Kinder ein leichter Einstieg in die Geschichte des Nationalsozialismus sein, aber es könnte schwierig sein, mit diesem Buch Lesemuffel bei der Stange zu halten. Insgesamt also ein keinesfalls schlechtes Buch, aber für meinen Geschmack zu langatmig, deshalb durchschnittliche drei Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    muchobookloves avatar



    Hallo ihr Lieben!

    Wer kennt nicht die berühmte blaue Ecke mit der weißen Schrift? Vielen ist Ravensburger bestimmt durch die Spiele, Puzzles und Bücher aus Kindertagen bekannt. Die Ravensburger Taschenbücher sind für Millionen von Jugendlichen der Zugang zur Literatur – durch das Lesen in der Schule oder erste selbstgekaufte Bücher. Die Geschichten sollen die Leser bewegen, aufklären und gleichzeitig unterhalten. 

    Seit 1963 gibt es das beliebte Taschenbuchprogramm und mittlerweile blickt Ravensburger auf über 2700 Titel und über 900 Autoren zurück. In diesem Jahr feiert der Verlag also ein großes Jubiläum: 50 Jahre Ravensburger Taschenbücher. Gemeinsam mit Ravensburger haben wir mehrere tolle Aktionen geplant.

    Heute geht es mit der ersten Aktion von Ravensburger los: 



    Ravensburger hat zum Jubiläum zwanzig Meilensteine des Programms als Sonderedition zum Aktionspreis von 5 Euro herausgebracht. Das finden wir eine tolle Idee und eine super Möglichkeit die beliebten Titel als neues Lesefutter zu entdecken! 

    Aus diesem interessanten Programm haben wir 5 Bücher ausgewählt über die ihr bis zum 22. Mai 2013 abstimmen könnt! Das könnt ihr machen, in dem ihr unter diesem Thema kommentiert, zu welchem der Bücher es eine Leserunde geben soll und warum. Unter allen Leseratten, die abstimmen, werden 10 Buchpakete von Ravensburger verlost, in denen die drei Bücher enthalten sind, für die am häufigsten abgestimmt wurde. 

    Die Welle - Morton Rhue:
    Faschistoides Denken und Handeln ist immer noch und überall vorhanden. Ein Lehrer beweist es seinen Schülern in einem aufsehenerregenden Experiment, da sie es sich selbst nicht vorstellen können, wie so ein System funktioniert. Die Schüler teilen sich schnell in Opfer und Täter, bis die Situation schließlich eskaliert. 

    Der Drachenfisch - Pearl S. Buck:
    Lan-may weiß, dass Drachenfische Glück bringen. Deswegen freut sie sich, als sie einen Drachenfisch aus grünem Stein aus dem Fluss angelt. Das Glück lässt tatsächlich nicht lange auf sich warten: Lan-may trifft Alice und hat endlich eine Freundin.

    Charlie Bone und das Geheimnis der sprechenden Bilder - Jenny Nimmo:
    Charlie Bone ist ein ganz normaler Junge. Zumindest glaubt er das, bis eines Tages ein Foto zu ihm spricht. Grandma Bone freut sich: Ihr Enkel Charlie ist im Besitz einer magischen Gabe! Sie schickt ihn auf die Bloor-Akademie, eine Schule für sonderbegabte Kinder. Hier begegnet Charlie seinen neuen Freunden, Olivia und Fidelio, seinem ärgsten Widersacher, dem zwielichtigen Sohn des Direktors, und einem sehr großen Geheimnis...

    Als Hitler das rosa Kaninchen stahl - Judith Kerr:
    Berlin, 1933: Die Nazis stehen kurz vor ihrem entscheidenden Wahlsieg. In letzter Minute reist Anna mit ihrer Familie in die Schweiz. Doch ihr Vater, ein bekannter jüdischer Journalist, kann dort ebenso wenig Fuß fassen wie ein halbes Jahr später in Paris.

    Zebraland - Marlene Röder:
    Ein tragisches Unglück. Keine Zeugen. Ein Schweigegelübde, das für vier Freunde zur Zerreißprobe wird. Angst und Schuldgefühle wiegen immer schwerer - verkehren Vertrauen in Misstrauen und Liebe in Hass...

    Hier findet ihr auch nochmal alle 20 Meilensteine der Ravensburger Taschenbücher in einer Buchliste, wo ihr gerne für eure Lieblinge abstimmen könnt!

    Ich wünsche euch viel Spaß bei der Aktion und wir sind schon gespannt, welches Buch es werden wird! :-)

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