Das Buch versammelt eine bunte Truppe von Menschen, die sich den Wohnraum im großen Haus von Dagmar als Untermieter teilen. Es kommt wie man sich denken kann: jede(r) bringt Geheimnisse und Probleme mit, alle raufen sich zusammen und am Ende wird doch alles gut, das ganze mit viel Drama, Herzschmerz und Gefühl. Manchmal ist so eine einfach gestrickte Geschichte, die hier zugegebenermaßen kaum ein Klischee oder Vorurteil auslässt, trotzdem genau das richtige, um abzuschalten - was für mich eben auch bedeutet, mal nicht viel nachdenken oder grübeln zu müssen, auch nicht über das Gelesene, sondern sich einfach berieseln zu lassen - und ein paar Stunden warmherzige Wohlfühlzeit zu erleben. Und genau das hatte ich mit diesem Buch, insofern bin ich vollauf zufrieden.
Judith Knigge
Lebenslauf
Historischer Flair: Die Autorin wurde 1977 in Osnabrück geboren und machte eine Ausbildung zur Pferdewirtin. Als Reitlehrerin und Pferde Liebhaberin veröffentlichte sie anfangs Pferderatgeber, bis sie sich dann an Romanen versuchte.- Und das mit Erfolg. Ihren ersten historischen Roman schrieb sie unter dem Pseudonym Linda Belago. Nach weiteren Veröffentlichungen schrieb sie auch schließlich unter ihrem echten Namen. Judith Knigge lebt mit ihrem Mann, vier Ponys, einem Hund und zwei Katzen in Osnabrück.
Alle Bücher von Judith Knigge
Zusammen ist der schönste Ort
Die Sonne von Sannar
Zwei mit Fernweh
Neue Rezensionen zu Judith Knigge
Ein kurzweiliges Buch für einen gemütlichen Leseabend oder einen Strandtag... Dagmar erleidet einen Schicksalsschlag mit dem Unfalltod ihres Mannes. Das Verhältnis zu ihrem Sohn ist schon länger sehr kühl. Die Firma ist insolvent, das Haus belastet - all das wusste und ahnte sie nicht mal. Da sie ihr schönes Haus auf jeden Fall erhalten möchte, kommt sie auf die Idee, eine WG zu gründen. Unterschiedlichste Menschen treffen hier zusammen, die kurz vorgestellt werden. Und zum Schluss wird (fast) alles gut.
Aus der Geschichte hätte man vieles machen können. Es bleibt alles sehr leicht und seicht. Nichtsdestotrotz liest es sich gut weg, wenn auch sehr vorhersehbar und leider ohne Tiefgang. Ende gut, alles gut!
Zahina ist neunzehan Jahre alt und ihre Schwester Najah siebzehn. Als Christinnen haben sie es im Jahr 1825 in Ägypten nicht leicht. Sie verstecken sich und ihren Glauben meist unter einem Schleier. Dann ändert sich ihr ärmliches Leben aber komplett. Ägyptische Jäger haben zwei Giraffen eingefangen und diese sollen als Geschenke vom Vizekönig Muhammad Ali Pasch nach Europa gebracht werden. Die Schwestern sollen sie begleiten. Eine Giraffe soll an den englischen Königshof und eine an den französischen gebracht werden. Die jungen Frauen habe große Hoffnungen, Pläne, Ideen und Vorstellungen, aber Europa empfängt sie nicht mit offenen Armen. Liebe, Verzweiflung, Sehnsucht, Angst und doch auch Hoffnung, prägen ihren langen steinigen Weg. Ein grandioser historischer Roman. Drei wunderbare Schauplätze, zwei starke Frauenfiguren und eine wahre Geschichte im Kern und die Eleganz zweier Giraffen. Prall!
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