Judith Kuckart

 3 Sterne bei 77 Bewertungen
Autorin von Café der Unsichtbaren, Der Bibliothekar und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Judith Kuckart wurdein Schwelm geboren. Sie ist Schriftstellerin, Regisseurin, Choreographin und Tänzerin in Berlin und Zürich. Als Schriftstellerin wurde sie mit ihrem ersten Roman "Wahl der Waffen" bekannt. Worauf mehrere Romane, Hörspiele und Drehbücher folgten.

Alle Bücher von Judith Kuckart

Cover des Buches Café der Unsichtbaren (ISBN: 9783832166748)

Café der Unsichtbaren

(13)
Erschienen am 14.02.2023
Cover des Buches Kaiserstraße (ISBN: 9783832165970)

Kaiserstraße

(10)
Erschienen am 16.07.2021
Cover des Buches Der Bibliothekar (ISBN: 9783832188009)

Der Bibliothekar

(12)
Erschienen am 14.11.2014
Cover des Buches Wünsche (ISBN: 9783442747405)

Wünsche

(11)
Erschienen am 13.10.2014
Cover des Buches Die Verdächtige (ISBN: 9783832166373)

Die Verdächtige

(7)
Erschienen am 17.02.2022
Cover des Buches Kein Sturm, nur Wetter (ISBN: 9783832165857)

Kein Sturm, nur Wetter

(3)
Erschienen am 12.03.2021
Cover des Buches Die Autorenwitwe (ISBN: 9783832166557)

Die Autorenwitwe

(4)
Erschienen am 15.11.2022

Neue Rezensionen zu Judith Kuckart

Cover des Buches Die Welt zwischen den Nachrichten (ISBN: 9783832168469)
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Rezension zu "Die Welt zwischen den Nachrichten" von Judith Kuckart

zehr
Kantinengespräche und noch mehr

Judith Kuckart legt mit ihrem Roman 'Die Welt zwischen den Nachrichten' einen autofiktionalen Roman vor, der beim Lesen etwas mehr Aufmerksamkeit verlangt. Neben den Berichten zu privaten und den politischen Ereignissen ihrer Zeit gibt es die zwölf Kantinengespräche in einem Opernhaus zwischen Judith und Eva K., einer der Erzählerin lange bekannten Frau. Rückblicke wirft sie auf ihre Familie, aber auch auf das Leben zwischen RAF-Terrorismus, Ölkrise mit Sonntagsfahrverbot und Mauerfall.

Der Roman ist ein Nachdenken über die Vergangenheit mit dem Wunsch Antworten darauf zu finden, was sie als Persönlichkeit im Hier und Jetzt ausmacht.

Cover des Buches Die Welt zwischen den Nachrichten (ISBN: 9783832168469)
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Rezension zu "Die Welt zwischen den Nachrichten" von Judith Kuckart

Juditha
Und es geht weiter, weiter, weiter …

Das Rezensieren dieses Buches, das das Genre Roman hat, aber sich nicht wie ein Roman flüssig und schon gar nicht leicht gelesen hat. Zu Beginn war ich unsicher, ober ich überhaupt weiterlesen möchte, aber Seite um Seite habe ich mich „dem Mittelpunkt der Erde“ genähert und es war tatsächlich spannend, Judith Kuckarts 12. Roman bis zur letzten Seite zu folgen. Dort findet sich dieses Gedicht „Telegramm – Nicht wichtig / ist / was man aus uns gemacht hat / wichtig ist / was wir aus dem machen / was man / aus uns gemacht hat. *“

Ich habe selbst im letzten Jahr versucht, für meine Tochter einige Erinnerungen aufzuschreiben, die einzelnen Kapitel nannte ich „Gedankensplitter“. Nun begegne ich einem Roman, der aus solchen Erinnerungen an Kindheit, Jugend, Liebe und anderes besteht, aus vielen Gedankensplittern eben. Das hat mich beim Lesen mehr und mehr fasziniert, obwohl der Beginn des Romans schon sehr holperig und sprunghaft erschien. Ja, man muss sich darauf einlassen, dass hier Gedanken, Träume, echte Erinnerungen und fliegende Ideen ineinandergreifen. Ich kenne den Begriff autofiktional, vielleicht trifft er ja zu. Beim Lesen jedenfalls hatte ich das Gefühl, in einen wolkigen Himmel zu schauen und je länger ich schaute und las, um so mehr erschienen Gesichter, Umrisse von Gebäuden, Tiere und Stadtsilhouetten vor meinem geistigen Auge.

Judith Kuckart ist fünf Jahre jünger als ich, aber wir gehören beide dieser ominösen sogenannten Babyboomergeneration an, habe Ähnliches und doch ganz Verschiedenes erlebt. Sie vor der Mauer im Ruhrgebiet, ich in Ostberlin. Oder war sie hinter der Mauer und ich davor? Eine Frage der Perspektive. Sie sagt Grenzübergang Moritzplatz, ich sage Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße. Ich kannte bis heute Judith Kuckarts Namen nicht, Tanz ist nicht unbedingt in meinem Fokus (gewesen) und ihre Romane sind leider alle ungelesen an mir vorbeigezogen. Umso froher bin ich, Judith Kuckart jetzt kennengelernt zu haben. In einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche, wie sie in der Bundesrepublik auch nur selten so sichtbar waren, stellt sie sich der Frage nach dem Woher und Wohin. Und sie beschreibt auf sehr eigene Art den Weg dazwischen. Vom Kind, vom Mädchen zur Frau, immer mit eigenem Kopf und eigenen Gedanken. Nur so konnte sie etwas werden, was sich von anderen abhebt und beachtet wird.

Der bruchstückhafte Erzählstil wird unterbrochen von den zwölf „Kantinen“-Kapiteln. Und mit diesen Kapiteln kommen die Begegnungen mit Eva K., geheimnisvoll, verwirrend, anziehend, ermunternd, wie auch immer, Eva K. bleibt beinahe bis zum Schluss. Mir hat diese Art, den (Lebens)-Kreis zu schließen dann doch sehr gefallen. Auch die anderen Protagonisten sind liebevoll und zugewandt beschrieben, selbst Methusalem, den älteren und jahrelangen Lebensgefährten kann ich mir hundertprozentig vorstellen. Einfach berührend, wie Judith Kuckart auf ihre Freunde, Bekannten und Zeitgenossen blickt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sehr schwer ist, über die eigenen Eltern oder Verwandten zu schreiben, das ist immer auch eine Gratwanderung. Der Autorin gelingt auch das gut, es gibt eben einfach nicht immer nur eitel Sonnenschein in den Erinnerungen an ein ganzes Leben.

Eingestreut in die Texte sind Fotos, bei manchen erschließt sich der Sinn, manche hätten vielleicht einen kleinen Bildtext benötig.

Das Cover kenne ich nur durch das E-Book, wie es gedruckt wirkt, weiß ich nicht, es ist nicht ganz mein Geschmack, aber der Buchtitel ließ mich bei der Ankündigung aufhorchen. Jeder kann da seine Empfindungen hineininterpretieren. Irgendwann ist die Mauer weg und es zieht um alle Ecken in Berlin, dazwischen eben das Leben, der aufgewirbelte Staub und die Liebe und der Tod.

Ich hoffe, Judith Kuckart, braucht noch keine Stützstrümpfe, und wenn, bringt sie das hoffentlich nicht um. Aber was ich mir wünsche, ist, dass sie niemals wieder eine Lehrerin verbessert und meint, es heiße nicht Lehrerzimmer, sondern LehrerInnenzimmer. Oder sollte das ein Witz sein? Da kann ich leider nicht drüber lachen. Auch Studierende und Tanzende muss ich nicht unbedingt haben, wenn es sich um schlichte Studenten oder Tänzer handelt.

Trotz Kritiken: Gern empfehle ich das Buch, es könnte aber sein, dass manche Leser es wieder weglegen, weil sie mit dieser Zeit zwischen Ost und West und den zwölf Kantinen nichts anfangen können. Bei mir hat das Buch jedenfalls viele Erinnerungen getriggert, Dinge, an die ich schon Jahre nicht mehr gedacht habe.

Gute vier Sterne

#dumontbuchverlag #NetGalleyDE

Cover des Buches Café der Unsichtbaren (ISBN: 9783832181567)
Clarissa03s avatar

Rezension zu "Café der Unsichtbaren" von Judith Kuckart

Clarissa03
Nicht ganz überzeugend

Dieser Roman handelt von sieben Personen, die beim Sorgentelefon e.V. arbeiten. Jede Person in diesem Café der Unsichtbaren hat eine Geschichte. Die Sätze zu verworren und mich konnten die einzelnen Personen nicht überzeugen. Das Thema fand ich ganz spannend, aber leider fehlte mir in diesem Buch der rote Faden und ich hatte Mühe es zu beenden.

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Zusätzliche Informationen

Judith Kuckart wurde am 17. Juni 1959 in Schwelm (Deutschland) geboren.

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