Judith Kuckart Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

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Inhaltsangabe zu „Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück“ von Judith Kuckart

Manchmal verlangt das Leben, ungestüm gelebt zu werden.
Silvester verbringt der achtzehnjährige Leonhard allein im Haus seiner Eltern. Am Neujahrsmorgen kommt das Leben dann einfach zu ihm: Eine fremde Frau schläft auf dem Boden in der Diele. In der nächsten Nacht schläft Leonhard mit ihr im Gästezimmer. Emilie und Maria hingegen, beide über siebzig, sind unternehmungslustig, wenn auch den Ereignissen auf ihrer Reise in ein tschechisches Kurhotel nicht mehr ganz gewachsen. War es wirklich ein Klavierlehrer, der sie dorthin fuhr, und hat er tatsächlich betrunken die Nacht im Bett zwischen den alten Damen verbracht? In einem Reigen aus elf Episoden erleben Judith Kuckarts Figuren Unerhörtes. Es gibt ihrem Leben eine unerwartete Wendung und dem Leser eine Ahnung, dass alles zusammengehört: Lust und Schrecken, Liebe und Tod, Schuld und Glück.

für mich einfach total fraglich

— herrzett

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  • Tolles literarisches werk

    Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

    xotil

    17. April 2018 um 18:11

    Ein tolles Literarisches Werk , das sich durch die kleinen Kapitel bzw Episoden wunderbar in Etappen lesen lässt . Diese Story beinhaltet viele wahre Worte und regt auch zum nachdenken an . Man erlebt die Hoffnungen , Sehnsüchte der Charaktere mit was bewegt sie was sind Ihre Gedanken. Man muss sich auf den Schreibstil einlassen und im auch sich bewusst sein das es sich hier nicht einfach nur um einen Roman handelt sondern auch um ein tolles literarisches Werk , was man schon am Schreibstil merkt. Danke Randomhouse für das Leseexemplar

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  • Toller Ansatz, fragliche Umsetzung

    Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

    Frau_J_von_T

    20. February 2018 um 21:37

    Judith Kuckarts Roman "Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück" klingt zunächst nach einer recht spannenden Geschichte. Der achtzehnjährige Leonhard verbringt Silvester allein in seinem Elternhaus und findet am nächsten Morgen eine fremde Frau, schlafend, mitten in der Diele."Sie hatte gesagt, sie habe letzte Nacht eigentlich nicht ihn, sondern ihre Schwester im neuen Fertighaus unten an der Ecke besuchen wollen. Ausgeflogen, die Gute, hatte die Frau gesagt, also bin ich hier gelandet."Dass diese Frau nun der Anfang von etwas eher skurrilem wird und auch Leonhard nachfolgend beeinflusst, kann man hier noch gar nicht erahnen. Katharina ist Schauspielerin ohne Anstellung. Für kostenlose Fahrten hat sie immer eine alte Polizeiuniform dabei und scheint auch mit 40 noch recht lebenslustig zu sein. Im Gegensatz dazu lernen wir auch die Geschichte der beiden über siebzig jährigen Frauen Emilie und Maria kennen, die eine recht gewagte Reise in ein tschechisches Kurhotel unternehmen."Das späte Glück schaute skeptisch, ohne sich die Szene auf der anderen Straßenseite erklären zu können."Und in diesem Fall, leider nicht nur das späte Glück, sondern auch ich. Dieser Roman ist generell sehr springend, unruhig und mit zahlreichen Fragen behaftet. Nachdem der Einstieg noch logisch erschien, ist spätestens mit dem Auftauchen der Frau der nachfolgende Handlungsstrang für mich nicht mehr nachvollziehbar. Auch die Geschichte der alten Damen war zunächst noch interessant, aber driftete dann gänzlich ab. Vielleicht hat mir in diesem Fall einfach der Zugang gefehlt oder es war nicht der 'richtige Zeitpunkt', aber ich hatte mir von diesem Roman sehr viel mehr versprochen und wurde mehr als enttäuscht.

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  • Filmreife Lebensgeschichten

    Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

    YukBook

    07. January 2018 um 12:48

    Zufällig habe ich dieses Buch genau an Silvester gelesen, an dem auch die erste Erzählung beginnt. Der 18-jährige Leonhard verbringt diesen Tag ganz unspektakulär. Seine Eltern sind in den Urlaub gefahren, und er macht sich einen Topf Nudeln und hängt seinen Gedanken nach. Als Leser hat man jedoch schon eine Vorahnung, dass gleich etwas Ungewöhnliches passieren wird. Und so kommt es auch: Am nächsten Morgen liegt eine wildfremde Frau in der Diele.Das ist ganz typisch für die elf Erzählungen von Judith Kuckart. Es liegt etwas in der Luft und man ist nur einen Hauch davon entfernt, eine positive oder negative Überraschung zu erleben. „Was für ein Vorrat an Leben liegt in der Luft“, heißt es einmal und bringt die Hoffnungen und Sehnsüchte der Figuren zum Ausdruck. An Fantasie mangelt es ihnen dabei wahrlich nicht. Als Leonhard für seinen unerwarteten Gast einen Koffer aus dem Schließfach holt, kommt er sich vor wie in einem Krimi. Auch die pensionierten Lehrerinnen Maria und Emilie, die jedes Jahr zu einer Kur nach Tschechien fahren, lassen sich gern zu Träumereien verleiten. Schon eine Kleinigkeit wie ihren Taxifahrer in Stuttgart, der „so schön ist, dass man ihn vertonen müsste“, Ali Baba zu nennen, verleiht ihrem Leben ein wenig Nervenkitzel.Judith Kuckart erwähnt immer wieder das Kino und zitiert Filme, so als ob sie die Grenzen zwischen fiktiven und realen Geschichten aufweichen wollte. Tatsächlich sorgen aufregende Begegnungen und Wendungen in Dresden, Stuttgart, Costa Brava oder Shanghai für Szenen, die durchaus filmreif sind. Auch der Polizist Sven kann den Verheißungen, die die Schuhverkäuferin Marilyn verkörpert, nicht widerstehen. Und Karl erlebt nach einer Affäre in Shanghai eine unerwartete Wende in seiner Ehe. Kuckart hat ein interessantes Konstrukt aus verschiedenen Episoden geschaffen, in denen sich die Wege der Figuren kreuzen. Nicht alle Geschichten haben mir gleich gut gefallen, doch ihr ganz eigener Sprachstil und die Art und Weise, wie sie die Glückssuche der Figuren schildert, faszinieren.

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  • Durch Belgien ins Glück!

    Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

    MarinaB

    13. October 2015 um 23:19

    Judith Kuckarts neuer Roman ist aus Geschichten zusammengesetzt, die ineinander greifen und Verbindungen herstellen. Das fühlt sich beim Lesen gut an, wenn plötzlich Protagonisten aus vorhergehenden Kapiteln aufeinander treffen und sozusagen “Teil der Lösung” werden, wenn sich manches fügt, was vorher doch allzu rätselhaft blieb. Aber auch die einzelnen Kapitel stehen für sich und sind oft überraschend gestaltet. Es ist ein Vergnügen sich durch Kuckarts Sprache tragen zu lassen, den vielen verschrobenen Figuren zu folgen, allen voran Katharina, einer Schauspielerin, die sich nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Alltag in die verschiedensten Rollen hineinspielt oder Josef, dem schönen Klavierlehrer, dessen Zurückhaltung was Beziehungen betrifft, aus dunkler Familienvergangenheit herrührt. Sie sind die beiden, die am stärksten präsent sind und deren Wege sich schließlich und endlich auch kreuzen. Manche Episoden sind stärker als andere, aber alle sind mit viel Sprachwitz und in Kuckarts ganz eigener Stimme erzählt. Manche Figuren sind mir sehr nah gekommen, manche nicht, doch alle sind sie wie in ein Schicksal hineingeworfen und man darf als Leser nah dabei sein, wie jeder auf andere Weise mit den Merkwürdigkeiten des Lebens umgeht oder eben auch nicht. “Ausnahmsweise rauchte sie bevor es Abend wurde, um einer plötzlich aufsteigenden Sonntagstraurigkeit eine bläuliche Gestalt zu geben. Vielleicht war die Hitze Schuld, dass es ihr so vorkam, als verliefe das Leben nicht mehr vorwärts, sondern in immer gleichen Schleifen. War das eigentlich noch ein richtiges Leben? Waren das nicht nur dessen Nachwehen, die das melancholische Einverständnis mit dem Scheitern leichter machten? Nicht mit dem kleinen Scheitern im Beruf oder in der Liebe, sondern mit dem großen? Sie zündete sich die nächste Zigarette an.” Ob das Glück nun wirklich etwas mit Belgien zu tun hat? Möge jeder sein persönliches Belgien entdecken! Judith Kuckart publizierte bereits mehrere Romane und Erzählungen, gerade auch die vorherigen Romane “Die Verdächtige” und zuletzt “Wünsche”, beide auch bei Dumont erschienen, kann ich sehr empfehlen!

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  • Elf Erzählungen mit losen Verbindungspunkten

    Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück

    Girdie

    04. October 2015 um 21:08

    In elf unterschiedlich langen Erzählungen führt Judith Kuckart den Leser nach Stuttgart, Berlin, Dresden, nach Sylt und ja, auch nach Belgien. Denn hier hat einer der Protagonisten sein Glück in der Kindheit gefunden, auf einem Kettenkarussel. So wie er sich dort im Kreis gedreht hat, so drehen sich die Geschichten in diesem Buch, das Rad des Lebens dreht sich immer weiter. Dass es denn doch am Ende stehen bleibt, erfahren einige der Mitwirkenden selbst oder aber im Verlust einer bekannten, manchmal nahestehenden Person. Doch nicht nur der Tod ist Thema im Buch. 'Jeder ist seines Glückes Schmid' könnte auch für einige Charaktere gelten. Liebe, Schuld, Zufall und Absicht gehen Hand in Hand. Die Erzählungen stehen lose nebeneinander, scheinbar ohne Zusammenhang. Aber der achtsame Leser wird immer wieder auf bekannte Namen stoßen. Es sind Nachbarn, Verwandte, Freunde, Bekanntschaften, über die die handelnden Personen in den verschiedenen Schilderungen nachdenken, reden oder die sich begegnen. Die Geschichten sind chronologisch, überschneiden sich oder gehen in der Zeit einen Schritt zurück. Sie sind wie die Rauten auf dem Cover des Buchs und fordern die Aufmerksamkeit vom Leser, denn alle Verbindungen wollen gefunden werden, auch in kleinen Andeutungen und flüchtigen Gedanken. Der Schreibstil der Autorin ist distanziert, ihre Charaktere zeichnet sie mit wenigen Strichen. Es sind Menschen wie jedermann, Mittelschichtbürger. Obwohl einige Mitwirkende noch nach ihrem Platz im Leben suchen, sind andere dort bereits angekommen. Und immer wieder überrascht Judith Kuckart mit einem unerwarteten Ereignis. Sie schreibt beispielsweise über den gerade erst Studenten Leonhard, der morgens überraschenderweise eine schlafende Frau im Flur des Elternhauses vorfindet und nach diesem Erlebnis auszieht in seine eigene Wohnung. Eine nicht vorhergesehene Trennung im Urlaub, eine plötzliche schwere Krankheit und ein Unfall sind weitere Geschehnisse die den Protagonisten der Geschichten zustoßen. Heitere Momente erleben die Beschriebenen meist nur in Erinnerungen. Das Buch ist keine locker leichte Kost. Einige Szenen wirken verstörend. Dennoch hat es mir Freude gemacht, die einzelnen Erzählungen in Gedanken in eine Reihenfolge zu bringen und Querverbindungen zu ziehen, bis die lockeren Verknüpfungspunkte der elf Erzählungen gefunden waren.

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