Judith Kuckart Wünsche

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Inhaltsangabe zu „Wünsche“ von Judith Kuckart

Silvester in einer kleinen Stadt: Vera geht schwimmen. Es ist ihr 46. Geburtstag, zu Hause warten wie jedes Jahr ihr Mann, ihr Sohn und ihre Freunde, um gemeinsam zu feiern. Da findet sie im Schwimmbad den Ausweis einer anderen Frau und haut ab. Nach London, wo sie sich mehr erhofft, als ihr bisheriges Leben ihr bieten konnte. Am selben Tag feiert Friedrich Wünsche die Wiedereröffnung seines Warenhauses. Er hat es geerbt und hegt große Träume. Was wäre ein besserer Ort für Utopien als das »Haus Wünsche«?

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  • Wünsche und Sehnsüchte

    Wünsche
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    11. August 2014 um 20:03

    Ein eigenartig kühles Buch hat Judith Kuckart verfasst. Dabei verhandelt es tief berührende, nachdenklich machende und wichtige Fragen: von der Möglichkeit eines gelingenden Lebens, der Möglichkeit, sein Leben auch jenseits der Lebensmitte noch zu ändern, von geplatzten Träumen, falsch eingeschlagenen Lebenswegen und nicht zu verdrängenden Wünschen und Sehnsüchten. Da ist Vera, die ihren Pflegevater geheiratet hat, nun in der Mitte ihres Lebens eine sich ihr zufällig bietende, vermeintliche Chance auf einen Ausbruch aus ihrer Ehe und ihrem festgefahrenen Leben ergreift. Da ist Friedrich Wünsche, der das geerbte Kaufhaus zu einem nostalgischen Einkaufsort wandeln will, einem Ort, der ganz auf die Wünsche der Kunden eingeht. Und da ist seine Schwester Meret, extrem lebens- und liebeshungrig und ebenso extrem unglücklich und einsam. Doch bleiben diese Personen dem Leser seltsam fremd. Zu distanziert und gnadenlos geht die Autorin mit ihnen um, zu unglaubwürdig sind sie und ihre Handlungen auch zuweilen. Schade, denn die Fragen, die der Roman aufwirft sind wichtige und berührende.

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  • Schwankend zwischen unheimlich gut und "Was bitte soll das!"

    Wünsche
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    04. November 2013 um 20:26

    Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, das es immerhin zur Buchpreisnominierung geschafft hat und zunächst war ich auch recht begeistert von dieser Frau, die aufbricht in fremde Gefilde und die einfach mal mutig ist und ihre eingefahrene Welt verläßt. Diese Begeisterung ließ aber rasch nach, kaum noch konnte ich Gedanken oder Beweggründe der Charaktere verstehen, wenig interessierten sie mich überhaupt. Hier schien mir jemand unbedingt besonders anstrengend schreiben zu wollen, denn immer wieder blitzte dann doch ein unheimliches Sprachgefühl und ein guter Blick für das Leben und griffige Gedanken auf, leider nicht oft genug, um das Buch für mich lesenswert zu machen. Die meiste Zeit bekämpft die Autorin ihren eigentlich guten Schreibstil durch Absurditäten zu Boden, macht es dem Leser schwer und anstrengend und nennt das dann vermutlich gehobene Literatur. Nun ja, mir zu abgehoben, zu verschwurbelt und deutlich zu kompliziert, um unterhaltsam zu sein. Bis zum Schluß habe ich nicht verstanden, was hier ausgesagt werden soll, nun kann man sagen, wenn der Leser nicht versteht, ist der Leser vielleicht zu dumm, vielleicht drückt sich aber auch der Autor absichtlich konfus aus, weil das eben gerade so in ist. Neben viel Verwirrung hat das Buch mich allerdings an manchen Stellen dann doch überraschen können, ist mir nahe gegangen oder hat mich durch die Wahl der Worte sehr berührt, daher will ich es nicht allzusehr abstrafen mit meiner Rezension, aber Neugier auf ein zweites Buch der Autorin besteht bei mir definitiv nicht. Leider.

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  • Wünsche - Judith Kuckart

    Wünsche
    *Arienette*

    *Arienette*

    12. September 2013 um 15:03

    In "Wünsche" stehen drei Protagonisten im Mittelpunkt, die eines gemeinsam haben: Sie wollen aus ihrem alten Leben ausbrechen, etwas Neues ausprobieren. Alle Drei befinden sich im mittleren Alter und fragen sich, was noch auf sie zukommen wird in ihrem restlichen Leben. Da ist Vera, verheiratet mit Karatsch, der zwanzig Jahre älter ist als sie. Mit ihm hat sie einen mittlerweile erwachsenen Sohn. Karatsch war zuerst mit der mittlerweile verstorbenen Suse, verheiratet. Vera wurde damals von den Beiden als Pflegetochter aufgenommen. Als Jugendliche wurde sie vom Film entdeckt um bekam eine Rolle. Die Schauspielerei bleibt aber nur eine Episode in ihrem Leben. Zitat "Richtig Schauspielerin zu sein, hätte bedeutet, mich anstrengen zu müssen, eine ganz andere zu sein. Ich kann aber nur leben, ohne zu leben." Wie jedes Jahr soll Veras 46. Geburtstag, der auf Silvester fällt, gefeiert werden - mit immer denselben Freunden, denselben Ritualen. Vera würde gerne aus dem Trott ausbrechen und als sie im Schwimmbad die Möglichkeit bekommt, ergreift sie diese. Es verschlägt sie nach London, um ein neues, ein anderes Leben zu beginnen. Zitat Was hat Vera eigentlich die letzten zehn Jahre gemacht? Dem eigenen Leben zugeschaut, wie man Farbe zuschaut, wenn sie trocknet? Auch Friedrich Wünsche erträumt sich Veränderungen in seinem Leben. Bislang war er ein erfolgreicher Manager, aber dieses Leben langweilt ihn. Auch er fragt nach dem Sinn seines bisherigen Lebens. Gemeinsam mit seiner Schwester hat er das Kaufhaus "Wünsche" geerbt und möchte es nun umgestalten - altes Design, eine Art Tante Emma-Laden mit modernem Management. Meret ist die dritte Protagonistin. Sie erscheint etwas verrückt und unberechenbar und hat in ihrem Leben noch nicht viel erreicht. Sie merkt, dass sie mit Mitte 40 nun bald ihre Chancen vertan hat. Alle drei Lebensläufe sind miteinander verknüpft, haben Berührungspunkte. Themen des Romans sind Wünsche und deren Erfüllung und Scheitern, sowie Träume, die im Alltag abhanden kommen. Es geht ums Älterwerden und den Umgang damit. In dem melancholischen Roman wird angedeutet, nicht alles ausgesprochen. So bleibt z.B. die Beziehung Karatsch-Vera nachdenkenswert. Auch erfährt man nicht allzuviel über Veras Leben in London. Stattdessen widmet sich die Autorin nun Friedrich und Meret; diejenigen, die in der Kleinstadt geblieben sind und wo jeder jeden kennt. Die Sprache ist eher unterkühlt und nüchtern, was sich auch in der Figurenzeichnung bemerkbar macht. So richtig konnte ich mich mit dem Roman trotz der interessanten Themen nicht anfreunden. Vielleicht liegt es an den Charakteren, mit denen ich nicht warm wurde und die ein wenig konturlos blieben? Manche Metapher empfand ich als eher merkwürdig, wie z.B. der Alkohol habe "schon graue Margarine aus seinem Hirn gemacht". Aber es gibt viele schöne Sprachbilder und Sätze, die mir gut gefallen haben. 3,5 Sternchen

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  • Deutscher Buchpreis 2013 - DIE SHORTLIST steht fest!

    sarah_elise

    sarah_elise

    17. August 2013 um 11:33

    Am 7. Oktober 2013 wird der Deutsche Buchpreis im Rahmen einer Gala zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verliehen. Die 5 Bücher umfassende Shortlist für den Preis der Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der mit 25.000 Euro dotiert ist, wird am 11. September bekannt gegeben.  Doch nun zu den 20 Kandidaten auf der Longlist, die in dieser Woche bekannt gegeben wurde, und die alljährliche Frage: Habt ihr einen Favoriten? Und welche der Bücher habt ihr gelesen? Wen vermisst ihr auf der Liste und welche Neuerscheinungen zwischen Oktober 2012 und September 2013 sind auf eurer ganz persönlichen Longlist für den deutschen Buchpreis? • Mirko Bonné: Nie mehr Nacht (Schöffling & Co., August 2013) • Ralph Dutli: Soutines letzte Fahrt (Wallstein, März 2013)  • Thomas Glavinic: Das größere Wunder (Hanser, August 2013)  • Norbert Gstrein: Eine Ahnung vom Anfang (Hanser, Mai 2013)  • Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden (Hanser, Februar 2013)  • Daniel Kehlmann: F (Rowohlt, September 2013)  • Judith Kuckart: Wünsche (DuMont, März 2013)  • Olaf Kühl: Der wahre Sohn (Rowohlt.Berlin, September 2013)  • Dagmar Leupold: Unter der Hand (Jung und Jung, Juli 2013)  • Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren (C. H. Beck, Januar 2013)  • Clemens Meyer: Im Stein (S. Fischer, August 2013)  • Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2013)  • Terézia Mora: Das Ungeheuer (Luchterhand, September 2013)  • Marion Poschmann: Die Sonnenposition (Suhrkamp, August 2013)  • Thomas Stangl: Regeln des Tanzes (Droschl, September 2013)  • Jens Steiner: Carambole (Dörlemann, August 2013)  • Uwe Timm: Vogelweide (Kiepenheuer & Witsch, August 2013)  • Nellja Veremej: Berlin liegt im Osten (Jung und Jung, Februar 2013)  • Urs Widmer: Reise an den Rand des Universums (Diogenes, August 2013)  • Monika Zeiner: Die Ordnung der Sterne über Como (Blumenbar, März 2013) 

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  • Ein leiser Wunsch

    Wünsche
    Monika58097

    Monika58097

    05. May 2013 um 12:53

    Vera sollte eigentlich ihren 46. Geburtstag feiern. Feiern wie jedes Jahr im Kreis ihrer . Immer dieselben Leute, immer derselbe Film, der zu Beginn der Feier angesehen wird. Vera geht schwimmen und Vera kehrt nicht nach Hause zurück zu ihrer Feier. Vera hat Wünsche und Vera lässt sich im Schwimmbad den Schrank einer anderen Frau aufschliessen, einer Frau, die ihr sehr ähnlich sieht. Sie nimmt deren Ausweis an sich und fährt nach London. London, Veras grosser Wunsch. Schon einmal war war sie dort vor vielen, vielen Jahren und immer war es ihr Wunsch, noch einmal zurückzukommen. Vera hat schnell kein Geld mehr, nimmt einen schlecht bezahlten Job an. Ob sie in London ihr Glück findet? Ob sie hier ihre geheimen Wünsche verwirklichen kann? Zeitgleich eröffnet Friedrich Wünsche Zuhause sein Kaufhaus Wünsche. Er möchte die Wünsche seiner Kunden verwirklichen. Die Kunden sollen wieder König sein. Herr Wünsche hat geerbt und erfüllt sich mit der Wiedereröffnung des Kaufhauses einen Wunsch. Ist ein anderes, ein besseres Leben möglich? Veras Sehnsucht ist spürbar. Sie möchte, nein, sie muss dem Einerlei ihres Alltags Zuhause entfliehen. Ihr Sohn ist gross, er wird es verstehen. Ihr Mann, ja, ihr Mann führt irgendwie auch sein eigenes Leben. Ein leiser Roman. Ein Roman über Träume, über Wünsche, über Sehnsüchte, aber auch ein Roman über das Älterwerden und die Frage, ob man noch einmal neu beginnen kann, neu beginnen sollte. Ein Roman, der nachdenklich stimmt und doch leicht daher kommt.

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