Judith Lennox Die Frau des Juweliers

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Inhaltsangabe zu „Die Frau des Juweliers“ von Judith Lennox

Kairo, 1938: Wir werden uns lieben, denkt Juliet, als sie den reichen englischen Juwelier Henry Winterton heiratet und mit ihm nach England geht. Sofort empfindet sie das Herrenhaus Marsh Court als ihr neues Zuhause.Doch ihre Heirat soll sich als großer Fehler herausstellen. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird alles noch schlimmer. Plötzlich schwelgen die Wintertons nicht mehr in Luxus, und Juliet kämpft um das Überleben der Familie. In ihrer Verzweiflung und ihrem Hunger nach Liebe lässt sie sich auf eine Affäre mit dem charismatischen Gillis ein. Doch ihn umgibt ein Geheimnis, das ihr Leben zerstören könnte.

Ein schöner Familienroman, den ich sehr genossen habe.

— Birkel78
Birkel78

dies ist mein 2. buch von j.lennox u. auch dies ist pures lesevergnügen. 5*****. lennox überragt mit ihrem schreibstil l.riley und k.morton!

— LeseSprotte
LeseSprotte

Ein typischer Lennox-Roman: lebensnah, sprachlich hervorragend und interessant aufgebaut. Lesenswert.

— Vecna
Vecna

Rezi folgt!

— SteffisBuecherbloggeria
SteffisBuecherbloggeria

Ein sehr spannender und unterhaltsamer Roman. Die Wintertons haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen...

— Losnl
Losnl

Die Buddenbrooks im englischen Marschland :-)

— Barbarella1209
Barbarella1209

Spannender und sehr unterhaltsamer Roman, der mir viele schöne Lesestunden beschert hat

— Curin
Curin

Eine fesselnde Familiengeschichte

— lenisvea
lenisvea

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  • Die Frau des Juweliers

    Die Frau des Juweliers
    Kleine8310

    Kleine8310

    23. June 2017 um 01:04

    Lesegrund:  Auf dieses Buch bin ich durch den interessanten Klappentext aufmerksam geworden. Geschichten mit Geheimnissen und gerade in Zeiten der Weltkriege sind oftmals so packend und daher habe ich voller Vorfreude zu diesem Titel gegriffen.    Handlung:  Die Geschichte beginnt in Kairo im Jahr 1938. Dort lernt man die Protagonistin Juliet kennen, die sich mit dem reichen, englischen Juwelier Henry Winterton vermählt. Mit ihm gemeinsam geht sie nach England und im Herrenhaus Marsh Court fühlt sie sich schon bald zuhause. Doch schon nach einiger Zeit stellt sich heraus, dass Juliet's Heirat mit Henry ein großer Fehler war und als der zweite Weltkrieg ausbricht muss Juliet plötzlich um das Überleben der Familie kämpfen. Doch Juliet sehnt sich auch nach Liebe, und lässt sich daher auf eine Affäre mit dem geheimnisvollen Gillis ein ...   Schreibstil:  Der Schreibstil von Judith Lennox hat mir gut gefallen und die Geschichte lässt sich durchweg flüssig lesen. Schön fand ich manche bildhaften Beschreibungen, aber die große Begeisterung, diesbezüglich, fehlte mir bei diesem Roman leider ein bisschen, was vorallem an den gehäuft, langatmigen Passagen lag. Charaktere:  Die Charaktere hat die Autorin nicht schlecht ausgearbeitet, aber für meinen Geschmack blieben sie, trotz mancher Details doch ein bisschen zu blass. Besonders bei der Protagonistin Juliet hätte ich mir die ein oder andere Besonderheit gewünscht. So fiel es mir leider schwer einen richtigen Zugang zu ihr und ihren Handlungen zu finden. Die Nebencharaktere ergänzten die Geschichte gut.    Spannung:  Vom Thema Spannung hatte ich mir bei dieser Geschichte leider viel mehr versprochen. Hier fand ich es besonders schade, dass die Handlung vorwiegend langatmige Passagen aufwies, die nicht gerade zum weiterlesen wollen animierten. Auch von der Thematik zu Zeiten des zweiten Weltkriegs hatte ich mir mehr versprochen, denn die Geschehnisse und Auswirkungen werden hier lediglich angerissen, was mir eindeutig zu wenig war.    Emotionen:    Dadurch, dass mir die Protagonistin etwas zu blass geblieben ist, kamen mir auch ihre Emotionen nicht sehr authentisch rüber. Ich hätte mir, allein schon aufgrund der Zeit, in der die Geschichte spielt viel mehr Gefühl erhofft, was diese Handlung leider nicht ausreichend geboten hat. Das fand ich etwas enttäuschend! Insgesamt gibt es von mir daher nur knappe 2,5 Rosen, aufgerundet auf 3.   Von "Die Frau des Juweliers" hatte ich mir deutlich mehr versprochen, als der Inhalt letztlich gehalten hat. Es war eine nette Geschichte, die aber, vorallem durch die langatmigen Passagen, nur bedingt angenehme Lesestunden bescherte!    

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  • Familienbande

    Die Frau des Juweliers
    Eliza08

    Eliza08

    05. March 2017 um 10:55

    Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch ein klein wenig zwiegespalten zurücklässt, denn diesmal konnte mich Judith Lennox nicht komplett überzeugen. Aber der Reihe nach… Das Cover ist sehr geschmackvoll gestaltet und gefällt mir sehr gut und passt auch meiner Meinung nach gut zum Inhalt. Den Klappentext allerdings finde ich schon nicht so gelungen, es geht zwar in erster Linie um Juliet, allerdings spielen auch später ihre Kinder eine entscheidende Rolle in der Geschichte. Die Zeitspanne des Buches beträgt fast 30 Jahre, sodass Zeitsprünge unumgänglich sind. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es zwar eine Zeitangabe, allerdings kommen manche Zeitsprünge dennoch überraschend und man würde die Personen lieber ausführlicher begleiten. Die Themen dieses Romans sind Familie, Erbe, Liebe, Streit, Eifersucht, Neid und Geheimnisse, mit anderen Worten eine ziemlich breite Palette des wahren menschlichen Lebens. Genau dies fängt Judith Lennox meisterhaft ein und dieser Aspekt des Romans hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Seine Spannung zieht der Roman aus der Lebensgeschichte von Judith. Wird die Affäre von ihr und Gilles eines Tages ans Licht kommen und ihre Familie somit zerstören? Der Roman ist insgesamt in 4 Teile und 19 Kapitel unterteilt, ganz vorne im Buch gibt es eine Übersicht über die wichtigsten handelnden Figuren. Zu Beginn des Romans musste ich von dieser Aufstellung öfters Gebrauch machen, z.B. um nachzuschauen, welche Kinder zu welchen Eltern gehören, dies war am Anfang leicht verwirrend für mich. Auch war es für mich zu Beginn schwierig, welche Personen wie zueinanderstehen, aber auch hier half die Aufstellung sehr gut weiter. Der Schreibstil von Judith Lennox ist sehr angenehm zu lesen, sie wählte für diesen Roman eine sehr wohl bedachte Sprache, die dem Klientel ihrer Protagonisten entspricht und sie somit authentisch reden lässt. Ein interessanter Familienroman, der gerade zu Beginn von seinem Leser volle Konzentration und Aufmerksamkeit fordert, um die gesellschaftlichen und familiären Beziehungen, sowie die vielen Namen zu beachten und die Figuren „richtig“ sortieren zu können. Ein Roman der als Zielgruppe wieder einmal klar die Leserinnen anspricht, ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ein Mann Spaß an diesem Roman haben könnte. Ich kann aufgrund meiner oben genannten Kritik leider keine klare Leseempfehlung aussprechen, wer aber die Geduld und den Ehrgeiz mitbringen möchte, die Personen zu sortieren, sollte es mit diesem Roman versuchen. Denn wer durchhält wird mit einem wunderschönen Sittengemälde der englischen Upperclass belohnt.

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  • Die Geschichte einer Familie im Wandel der Zeit

    Die Frau des Juweliers
    Vecna

    Vecna

    10. February 2017 um 10:41

    Dieses Buch ist ein typischer Lennox-Roman: psychologisch dicht, sprachlich hervorragend geschrieben, glaubhafte und liebenswerte Charaktere. Lennox schreibt Geschichten über Figuren, die sehr authentisch und lebensnah sind - vielleicht macht das den Reiz ihrer Romane aus. Dieses Buch erzählt die Geschichte der Familie Winterton über mehrere Jahrzehnte hinweg. Am Anfang liegt der Fokus bei Juliet Winterton und ihrer schwieriegn Ehe, später fächert sich die Erzählung auf die nachfolgenden Generationen und deren Lebensgeschichten aus. Die Schicksale der einzelnen Familienmitglieder, wie sie sich miteinander verknüpfen und entzweien im Laufe der Zeit sind nie übertrieben und gewollt dramatisch, sondern so, wie sie das Leben normalerweise schreibt: mal mehr, mal weniger aufregend. Leser, die Bücher mögen, die eher unspektakulär daherkommen, was die "Story" anbelangt, sind hier richtig. Das ist ein Buch, dass man wunderbar an einem verregneten Sonntag auf dem Sofa lesen kann. Wer Bücher von Lennox kennt, für den ist "Die Frau des Juweliers" nichts Neues. Ähnliche Handlungsstränge gab es schon in "Die geheimen Jahre" oder "Ein letzter Tanz". Obwohl dieses Buch lesenwert ist, gibt es bessere Romane von Lennox: "Picknick im Schatten" oder "Die Mädchen mit den dunklen Augen". Wer Judith Lennox also noch nicht kennt, dem lege ich die älteren Romane ans Herz. Alles in allem ist sie eine hervorragende Autorin, die es versteht den Leser mit auf den Lebensweg ihrer Romanfiguren zu nehmen.

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  • Beeindruckend

    Die Frau des Juweliers
    Losnl

    Losnl

    29. January 2017 um 10:55

    Ägypten 1938: Die junge Juliet ist nach dem Tod ihres Vaters verzweifelt. Sie trifft zufällig auf den reichen englischen Juwelier Henry Winterton und nimmt seinen Heiratsantrag an. Gemeinsam gehen sie nach England und beziehen das Herrenhaus Marsh Court. Doch ihre Heirat stellt sich bald als großer Fehler heraus. Der zweite Weltkrieg bricht aus, was auch die Familie zu spüren bekommt. Juliet kämpft um das Überleben ihrer Familie. In ihrer Verzweiflung sucht sie Trost bei Henrys Freund, Gillis. Doch sie ahnt nicht dass er ein Geheimnis bewahrt, welches sie auch Jahre später wieder einholt.Judith Lennox legt mit ihrem Buch„Die Frau des Juweliers“, einen wunderschönen Roman vor, der mir im Gedächtnis bleiben wird. Dieses Familienepos beginnt 1938 und schreitet zügig voran. Die Ausführungen zum zweiten Weltkrieg, Not , Leid und Hunger, erstrecken sich bis zur Familie Winterton. Auch Einbußen im Juweliergeschäft sind zu verzeichnen. Doch schnell erholt sich die Geschäftslage und die Kinder wachsen heran. Als es jedoch um die Besetzung der Führungskraft des Geschäftes geht, tauchen Neid, Missgunst und Hass innerhalb der Familie auf, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht.Juliet ist fortan bemüht, die Streitigkeiten innerhalb der Familie beizulegen. Die Geschichte zieht sich bis in die sechziger Jahre hinein, was mir sehr gut gefällt. Die Kinder sind bereits erwachsen und Enkel sind geboren. Juliet macht im Verlauf der Geschichte eine unglaubliche Wandlung durch. Anfangs sehr naiv und gutgläubig, wächst sie zu einer starken Frau heran, die es sich zur Aufgabe macht die Familie zusammen zu halten. Im Verlauf des Romans begegnet man vielen interessanten Protagonisten. Diese sind sehr ausgereift, liebevoll und authentisch dargestellt. Judith Lennox gelingt es durch ihre detaillierten und wunderbar dargestellten Charaktere, Gefühle und Emotionen des Lesers zu wecken. Juliet ist mir von Anbeginn sehr sympathisch, Henry hingegen erlangt durch seine unterkühlte Art, immer mehr Ablehnung. Auch Piers tritt in die Fußstapfen seines Vaters und erlangt kaum Sympathiepunkte. Am liebsten hätte ich ihn manchmal geschüttelt um ihm die Augen zu öffnen und ihm die richtige Richtung zu weisen. Gillis, Freund von Henry, bewahrt ein schreckliches Geheimnis. Leider wird Juliet im Verlauf der Geschichte in das Geheimnis eingeweiht. Dies kann ihre Zukunft und die ihrer Kinder aufs Spiel setzen. Die Landschaftsbeschreibungen sind so bildhaft, das der Leser sich alles wunderbar vorstellen kann.Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und lässt den Leser durch die Handlung des Buches fliegen. Unerwartete und unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse, lassen den Spannungsbogen immer wieder in die Höhe schnellen. Dieser beeindruckende Roman hat mich sehr gut unterhalten. Das Familienepos befasst sich mit den Schicksalsschlägen der Familie Winterton. Gemeinsam durchlebt man mit der Familie, Höhen und Tiefen aber auch Freude und Leid. Dafür gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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  • Spannender Familienepos

    Die Frau des Juweliers
    Curin

    Curin

    04. January 2017 um 13:55

    Juliet nimmt den Heiratsantrag des Juweliers Henry Winterton an und zieht mit ihm nach England in das Herrenhaus Mash Court. Zu spät merkt sie, dass die übereilte Eheschließung ein großer Fehler war und sucht Trost in einer Affäre. Doch es warten weitere Schwierigkeiten auf sie: Der zweite Weltkrieg bricht aus und in ihrer Familie gibt es immer mehr Zerwürfnisse... .Judith Lennox ist es mit ihrem neuen Roman gelungen, einen wirklich spannenden Familienepos zu schreiben. Zu Anfang musste ich mich erst einlesen, aber dann mochte ich mich kaum mehr von dem Buch trennen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.Die Figuren lernt man im Laufe der Handlung richtig gut kennen. Juliet, die Hauptfigur war mir am Anfang nicht sehr sympatisch und wirkte etwas farblos, aber dann entwickelt sie sich vom jungen, naiven Mädchen zu einer starken Frau, die auch Ecken und Kanten hat. Mir hat gefallen, dass die Geschichte nicht nur aus ihrer Sicht erzählt wird, sondern auch aus anderen Perspektiven, so dass man ein lebendigeres Bild von der Familie und ihren Bekannten bekommt. Man freut sich mit ihnen, aber leidet auch richtig mit.Frau Lennox schreibt gut lesbar und hat es immer  wieder geschafft, mich als Leserin zu überraschen. Nur wenige Dinge waren absehbar, aber andere hätte ich so nicht erwartet. Was mir zu sehr in dern Hintergrund gerückt wurde, ist die politische und gesellschaftliche Situation in der Zeit von 1938 bis 1966, in der der Roman spielt. Der zweite Weltkrieg wird zwar thematisiert, aber andere Veränderungen nur ganz selten erwähnt.Insgesamt hat mich ,,Die Frau des Juweliers" sehr gut unterhalten und mir viele schöne Lesestunden beschert. Ich kann daher das Buch weiterempfehlen.

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  • Schicksalsträchtige Familiengeschichte

    Die Frau des Juweliers
    Girdie

    Girdie

    27. December 2016 um 21:16

    Juliet Winterton ist „Die Frau des Juweliers“ im gleichnamigen Buch von Judith Lennox. Doch die Erzählung dreht sich nicht nur um sie, sondern es ist die Geschichte der Familie Winterton in der Zeit von 1938 bis Ende 1966. Solch ein Herrenhaus auf dem Land ist auch Marsh Court, das Zuhause von Juwelier Henry Winterton in dem Juliet sich bald nach ihrem Einzug wohlfühlt. Anders dagegen sieht es in ihrer Ehe mit Henry aus.Juliet ist 19 Jahre als sie den 17 Jahre älteren Henry in Kairo zum ersten Mal trifft bei dem Versuch eine wertvolle Perlenkette zu verkaufen um ihre finanziellen Nöte zu mildern. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und heiraten bereits nach kurzer Zeit. Juliet folgt ihrem Ehemann nach Marsh Court und stellt schnell fest, dass Henry zwar im Beruf erfolgreich ist, aber ganz bestimmte Ansichten hat. Er wird schnell wütend, rügt sie wenn sie gegen Konventionen verstößt und möchte, dass sie sich mit ihrer Meinung nach seiner eigenen richtet. Familienmitglieder und Freunde von Henry sind stets gern gesehene Gäste und auch Juliet sind sie meistens angenehm. Ein erstes Kind lässt nicht lange auf sich warten und der 2. Weltkrieg steht bevor. Henry arbeitet viel und lange. In diesen einsamen Stunden zu unsicherer Zeit sehnt sie sich nach Vertrauen, Verständnis und Liebe und glaubt all das bei einem verheirateten Freund von Henry zu finden. Doch der Familienzusammenhalt steht immer im Vordergrund. Juliet ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass ihr Geliebter ein dunkles Geheimnis birgt, das sich erst Jahre später auch ungewollte Auswirkungen auf sie selbst haben wird.Judith Lennox erzählt die Geschichte in zeitlicher Reihenfolge aus einer allwissenden Sicht. Beginnend im Oktober 1939 schreitet die Erzählung zunächst zügig vorwärts. Die Not und das Leid im Weltkrieg werden auf wenigen Seiten thematisiert, jedoch hat auch die Familie Winterton die Einschränkungen zu spüren. Schnell erholt sich danach das Geschäft und die Kinder wachsen heran. Am Anfang des Buches findet der Leser eine Übersicht über die wichtigsten Charaktere und ihre Zugehörigkeit zu den Geschwistern Wintertons und den befreundeten Familien. Die Autorin dehnt ihre Erzählung auf die nun heranwachsenden Kinder der Familie aus und im weiteren Verlauf des Lesens war mir die Auflistung des Öfteren hilfreich. Einerseits ist es einfach, alle Nachkommen innerhalb der Familie zu beschäftigen, aber andererseits ist es schwierig, die Führungspositionen zu besetzen. So ergeben sich Neid, Hass und Missgunst, die sich im Folgenden durch die weitere Schilderung ziehen.Etwa 2/3 der Erzählung spielt in den 1960er Jahren. Juliet reift zwar im Laufe der Jahre an ihrer Aufgabe, schafft sich Freiräume und engagiert sich beruflich und ehrenamtlich, doch ihr fehlen die nötigen Argumente und die Durchsetzungskraft um Streitigkeiten in der Familie beizulegen. Judith Lennox hat einen sehr leicht zu lesenden Schreibstil und eine realistische Darstellungsfähigkeit. Ihre Charaktere haben Ecken und Kanten, vor allem beharren die Mitglieder der Familie Winterton gerne auf ihrer eigenen Meinung. Den äußeren Schein zu wahren avanciert sehr hoch bei ihnen.In all den Jahren wird auch Familie Winterton von einigen Schicksalsschlägen getroffen. So konnte ich beim Lesen Anteil nehmen an Freude und Leid der Familienmitglieder. Gehörten sie in den 1930er Jahren einem herrschaftlichen Stand an so wurden sie im Laufe der Zeit zu einer erfolgreichen Familie mit Geschäftssinn, die bodenständig ist und sich den Sinn für die Realität bewahrt. Das Geheimnis im Rahmen der Affäre Juliets baut zum Ende der Geschichte noch einmal Spannung auf. Der Schluss erscheint mir in Bezug auf das Unternehmen zwar ein wenig unrealistisch, aber den meisten Lesern wird er gefallen. Mir hat der Roman gut gefallen und daher empfehle ich ihn gerne weiter. 

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  • Die Frau des Juweliers

    Die Frau des Juweliers
    lenisvea

    lenisvea

    09. December 2016 um 16:47

    € 20,00 [D], € 20,60 [A] Erschienen am 02.11.2016 528 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag Übersetzt von: Mechtild Sandberg ISBN: 978-3-86612-296-3 Zum Buch: https://www.piper.de/buecher/die-frau-des-juweliers-isbn-978-3-86612-296-3 »Judith Lennox weiß, wie man Leser glücklich macht.« Für Sie Kairo, 1938: Wir werden uns lieben, denkt Juliet, als sie den reichen englischen Juwelier Henry Winterton heiratet und mit ihm nach England geht. Sofort empfindet sie das Herrenhaus Marsh Court als ihr neues Zuhause. Doch ihre Heirat soll sich als großer Fehler herausstellen. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, wird alles noch schlimmer. Plötzlich schwelgen die Wintertons nicht mehr in Luxus, und Juliet kämpft um das Überleben der Familie. In ihrer Verzweiflung und ihrem Hunger nach Liebe lässt sie sich auf eine Affäre mit dem charismatischen Gillis ein. Doch ihn umgibt ein Geheimnis, das ihr Leben zerstören könnte. Meine Meinung: Mir wurde dieses Rezensionsexemplar unangefragt vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich habe von Judith Lennox bisher leider noch nichts gelesen, so habe ich jetzt die Gelegenheit bekommen, dies nachzuholen. Lucinda Riley und Kate Morton etc. lese ich ja sehr gerne. Das Cover ist sehr schön gestaltet. Ich bin von Anfang an gut in die Geschichte reingekommen, den Schreibstil habe ich als sehr flüssig empfunden. Man lernt die junge Juliet 1938 in Kairo kennen, die nach dem Tod ihres Vaters keine Zukunftsperspektiven hat und da kommt ihr der plötzliche Heiratsantrag des englischen einige Jahre älteren Juweliers Henry Winterton natürlich sehr recht und geht mit ihm nach England. Man lernt auch den Rest der Familie kennen und die Geschichte nimmt dann ihren Lauf. Mir hat es sehr gut gefallen, Juliet auf ihrem weiteren Lebensweg durch gute und schlechte Zeiten zu begleiten. Ich liebe ja die Bücher von Lucinda Riley und auch Kate Morton und Judith Lennox kann man durchaus damit vergleichen, auch wenn Lucinda Rileys Geschichten meistes in mehreren Zeitebenen spielt, was hier nicht wirklich der Fall war. Alles in allem hat mir das Buch aber sehr gut gefallen, ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben und bewerte dieses Buch mit sehr guten 4 Sternen.

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