Judith M. Brivulet Tiranorg: Schwertliebe

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 14 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 10 Rezensionen
(8)
(4)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tiranorg: Schwertliebe“ von Judith M. Brivulet

Die junge Elfe Esmanté kehrt als lebenslustige, aber auch gefürchtete Schwertmeisterin nach langer Zeit in ihre Heimat zurück, um vor anrückenden Orks zu warnen. In einem der Kämpfe wird sie von ihren Gefährten getrennt und schwer verletzt. Sie überlebt nur dank der Hilfe des geheimnisvollen Magiers Loglard, der von den verfeindeten Waldelfen stammt. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ein Machtkampf im Land Tiranorg entbrennt. Gefangen in einem Strudel aus Verrat, Liebe und schwarzer Magie muss sie sich fragen, wem sie noch vertrauen kann. »Schwertliebe« ist der Auftakt zu einer High Fantasy Trilogie um die Zukunft der Elfenvölker in Tiranorg. Der 2. Teil erscheint voraussichtlich im Herbst 2016. Leserstimmen von Lovelybooks "Schöne Geschichte, die einen mitnimmt!" "Eine tolle Fantasy Geschichte die fesselt und nicht mehr weggelegt werden kann" "Phantastisch" "Super Highfantasie" 2. Auflage neu lektoriert, mit neuem Cover und Personenverzeichnis. Ein Karte des Landes Tiranorg findet man auf www.brivulet.com. Leseprobe: Der Mond kämpfte tapfer, bevor er verlor. Dunkle Wolkenberge erstickten den Schein seiner vollen silbernen Scheibe. Nebelfetzen stiegen aus den Wiesen, verbanden sich mit dem Geruch nach Äpfeln, Pilzen und frisch gemähtem Gras. Nur die Flammen des Lagerfeuers vertrieben die Feuchtigkeit, gierig leckten sie an ein paar dürren Ästen. Der Wind frischte auf, lud die Schatten der Bäume zum Tanz. Wolkenwind stutzte. Er hob seinen Kopf, das Wasser lief aus dem Maul und tropfte zu Boden, als er wieherte. Ich hielt den Atem an - kein Zweifel! Ein Kind weinte, nein, kein Kind, vielmehr ein Säugling, herzzerreißend, tieftraurig. Ich konnte das armselige Bündel direkt vor mir sehen, wie es im Gras lag, hilflos der Kälte und Dunkelheit ausgesetzt. Sofort sprang ich auf, um nachzusehen, warum sich hier, mitten in den Hügeln von Cérnowia, niemand um das Kleine kümmerte. Das Weinen erstarb, die Geräusche der Nacht füllten die Lücke. Ich blieb stehen und lauschte. Wo bei allen Göttern war das Kind geblieben? Da - das Schluchzen ertönte erneut, steigerte sich, so als wisse das Baby, in welcher Gefahr es schwebte. »Na, warte! Wenn ich deine Mutter in die Finger kriege!«, schwor ich mir, während ich den Hügel hinaufrannte. Urplötzlich übertönte lautes Bellen das Greinen. Wildhunde! Natürlich hatten auch sie das Jammern gehört und stürzten sich freudig auf die leichte Beute. Aber nicht mit mir! »Uh,hu,hu«, das Schluchzen füllte meine Ohren, beherrschte jeden Gedanken und ließ mich fürchten, zu spät zu kommen. Der Nachtwind brachte das kniehohe Gras zum Rascheln. »Wo bist du nur?«, flüsterte ich in die Nacht. In der Dämmerung stolperte ich über einen Erdhaufen, und das rettete mir das Leben. Rasiermesserscharfe Krallen rissen statt meines Halses, den linken Arm auf. Geistesgegenwärtig warf ich mich nach vorne, zog noch im Fallen Akrya, schnellte herum und stieß zu. Empörtes Fauchen antwortete, grünes Blut tropfte neben mir zu Boden, wo es zischend verdampfte. Die Wolken gaben endlich den Mond frei und zeigten zwei rundliche Silhouetten mit stattlichen Flügeln, die eben kehrtmachten und auf mich zusteuerten. »Hat`n Schwert die Gute, will das Kind beschützen«, krächzte einer und es klang, als schramme ein Messer über Glas. »Wäh, wäh.« Erst jetzt begriff ich, dass diese fliegenden Wesen das Weinen verursacht hatten. »Kommt her ihr Wichser«, Akrya erhoben, wartete ich auf sie. Knapp außerhalb der Reichweite der Klinge flog einer der Angreifer über mich hinweg... Lust auf Urban Fantasy von Judith M. Brivulet? CityWolf hier bei Amazon

Ein fantasievoller komplexer Einstieg in diese Fantasietrilogie!

— clary999
clary999

Eine wunderschöne, vielschichtig ausgearbeitete Welt und eine komplexe, spannende Handlung wissen zu überzeugen.

— alice14072013
alice14072013

Die Protagonistin ist stellenweise viel zu zickig, aber ansonsten ein vielschichtiges Fantasy-Abenteuer! Wo bleibt Band 2?!

— Sardonyx
Sardonyx
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Tiranorg - Schwertliebe...

    Tiranorg: Schwertliebe
    clary999

    clary999

    25. March 2017 um 19:40

    Der erste Band aus der Fantasietrilogie „Tiranorg“! „Der Perlende Fluss machte seinen Namen alle Ehre, sprudelnd und gurgelnd zog er an mir vorbei. Die tiefstehende Sonne färbte das Wasser schwarz… Wir Graselfen lieben die Weite von Cernowia, das Gräsermeer, das oft bis zum Horizont reicht…“ Zitat aus dem Buch, Seite 70 „Klappentext: Die junge Elfe Esmanté kehrt als lebenslustige, aber auch gefürchtete Schwertmeisterin nach langer Zeit in ihre Heimat zurück, um vor anrückenden Orks zu warnen. In einem der Kämpfe wird sie von ihren Gefährten getrennt und schwer verletzt. Sie überlebt nur dank der Hilfe des geheimnisvollen Magiers Loglard, der von den verfeindeten Waldelfen stammt. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ein Machtkampf im Land Tiranorg entbrennt. Gefangen in einem Strudel aus Verrat, Liebe und schwarzer Magie muss sie sich fragen, wem sie noch vertrauen kann.“ Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und fließend. Erzählt wird aus verschiedenen Sichten. Durch die ausdrucksvollen Beschreibungen konnte ich mir die Fantasiewelt Tiranorg sehr gut vorstellen. In Tiranorg gibt es verschiedene Elfenvölker. Die Graselfen=Cern, die Waldelfen=Gwydd, die Meerelfen, Bergelfen und Sumpfelfen. Außerdem noch weitere Fantasiewesen, wie Orks, Trolle, Kobolde, Feen, Zwerge, Fonoren…. Ein keltischer Einfluss wird u.a. durch Götter und bestimmte Rituale deutlich. „In der Dämmerung stolperte ich über einen Erdhaufen, und das rettete mir das Leben. Rasiermesserscharfe Krallen rissen statt meines Halses, den linken Arm auf. Geistesgegenwärtig warf ich mich nach vorne, zog noch im Fallen Akrya, schnellte herum und stieß zu. Empörtes Fauchen antwortete, grünes Blut tropfte neben mir zu Boden, wo es zischend verdampfte. Die Wolken gaben endlich den Mond frei und zeigten zwei rundliche Silhouetten mit stattlichen Flügeln, die eben kehrtmachten und auf mich zu steuerten…“ Zitat aus dem Buch, Seite 1 Die Hauptperson ist die Graselfe Lady Esmanté d`Elestre. Eine junge mutige Schwertmeisterin, die nicht nur eine hervorragende Kämpferin ist, sondern auch streitlustig und stur. Ihre Freunde können sich auf sie verlassen, ihre Gegner sollten sich in Acht nehmen. Sie liebt ihre Freiheit, das Leben am Hof der Silbernen Burg ist ihr zuwider, aber notgedrungen muss sie dort hin und wieder anwesend sein. Sie war mir sofort sympathisch! Eine wichtige Rolle spielt der Waldelf Loglard de Gralon, ein Magier und Heiler. Er wirkte auf mich ebenfalls sympathisch, aber sehr geheimnisvoll! Er heilte Esmanté, als er sie schwerverletzt im Wald findet. Darf sie ihm wirklich vertrauen? Bei den Graselfen ist Magie verboten, aber bei den Waldelfen nicht… Zwischen Esmanté und Loglard ist eine Anziehungskraft, der sie nur schwer widerstehen können… Viele weitere Figuren waren sehr interessant, wie beispielsweise die Blumenfee Irina und der Faun Valdark. Auch die unsympathischen Figuren wurden authentisch dargestellt! „Niemand verstand warum die Cern der Zauberei so ablehnend gegenüberstanden. Das Land war mit Magie durchtränkt, man musste nur seine Sinne dafür schärfen.“ Zitat aus dem Buch, Seite 391 Die Geschichte beginnt mit Esmantés Rückkehr nach Cernowia. Die ausführlichen Beschreibungen fand ich zunächst sehr beeindruckend. Im weiteren Verlauf kam es allerdings dadurch manchmal zu unnötigen Längen. Nicht nur die Orks und Trolle sind gefährliche Feinde für die Elfen! Noch viel größer ist die Gefahr von den Arsuri, die schwarze Magie ausüben und machtgierig sind! Sie schüren Unruhe unter den Elfenvölkern… In der zweiten Hälfte des Buches stieg die Spannung kontinuierlich an! „Eines stand jedenfalls fest, man wird mich jagen, jagen wie einen räudigen Troll…“ Zitat aus dem Buch, Seite 264 Intrigen, Verrat, Kämpfe, weiße und schwarze Magie ziehen durch die Geschichte, aber auch eine Liebesgeschichte mit Hindernissen! Die romantischen Szenen wurden sehr gefühlvoll herübergebracht! Die Fantasiewelt von Tiranorg hat mich fasziniert! Ich bin gespannt, wie es mit Esmanté und den anderen weitergeht! Es gibt noch etliche Geheimnisse, die im Verborgenen liegen, und die Gefahr ist noch nicht gebannt! Ein fantasievoller komplexer Einstieg in diese Fantasietrilogie! Leseempfehlung für Fantasy-Fans! 4 Sterne

    Mehr
    • 8
  • Vorurteile bieten nicht selten eine Plattform für Intrigen

    Tiranorg: Schwertliebe
    alice14072013

    alice14072013

    22. January 2017 um 15:10

    „Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. ( Friedrich Nietzsche ) Wie wahr dieser Satz ist veranschaulicht Judith M. Brivulet sehr eindrücklich im ersten Teil ihrer High Fantasy Trilogie „Tiranorg – Schwertliebe“. In einer wunderbaren, komplexen Geschichte beschreibt sie auf sehr feinsinnige Weise, eine uralte Feindschaft zwischen den verschiedenen Elfenvölkern Tiranorgs, die sich ein mächtiger Feind zu Nutzen macht, um durch Verrat und Intrigen seine einstige Macht erneut zu festigen und mit einer Schreckensherrschaft zu manifestieren. Wir begeben uns mit der jungen Elfe Esmanté, einer Schwertmeisterin der kriegerischen Graselfen, auf eine atemberaubende Reise, deren Bedeutung und Entwicklung nicht einmal sie selber zu Beginn ahnen konnte und die mich mit ihrer Spannung und ihrer wundervoll gezeichneten Welt schnell begeistern konnte. Dabei begegnen wir dunkler Magie, einem Einfluss von keltischen Riten, einer Liebe, die eigentlich nicht sein sollte und einer Protagonistin, die in ihrer Art erfrischend anders ist. Inhalt: Die junge Elfe Esmanté kehrt als lebenslustige, aber auch gefürchtete Schwertmeisterin nach langer Zeit in ihre Heimat zurück, um vor anrückenden Orks zu warnen. In einem der Kämpfe wird sie von ihren Gefährten getrennt und schwer verletzt. Sie überlebt nur dank der Hilfe des geheimnisvollen Magiers Loglard, der von den verfeindeten Waldelfen stammt. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ein Machtkampf im Land Tiranorg entbrennt. Gefangen in einem Strudel aus Verrat, Liebe und schwarzer Magie muss sie sich fragen, wem sie noch vertrauen kann. »Schwertliebe« ist der Auftakt zu einer High Fantasy Trilogie um die Zukunft der Elfenvölker in Tiranorg. Meinung: Es führt kein Weg daran vorbei, zunächst auf den herausragenden Weltentwurf der Autorin zu sprechen zu kommen. Denn damit hat sie mich sofort gefangen. Ich bin eingetaucht in die zugleich zauberhafte, gar malerische wie harte, durchaus grausame Welt Tiranorgs und wollte am liebsten nicht mehr in die Realität zurück. Es ist beeindruckend wie viel Fantasie dieser einzigartigen Welt zugrunde liegt, die sich in ihrer gesamten Vielfalt langsam, aber stetig beim Lesen entfaltet. Wir lernen die Cern kennen, Graselfen, die auf eine lange Tradition gut ausgebildeter Schwertkämpfer und siegreich geführter Schlachten zurückgreifen können, der sich selbst die Frauen verschrieben haben. Ein stolzes, kriegerisches Volk, das einer Göttin des Kampfes huldigt und die Ausübung jeglicher Magie untersagt. Seit Ewigkeiten besteht eine uralte Feindschaft zu dem friedlichen und naturverbundenen Volk der Gwydd, Waldelfen, die jenseits des Perlenden Flusses im Flüsternden Wald leben. Im Gegensatz zu den Cern leben sie in Baumhäusern und nutzen Magie zu ihrem Schutz oder heilenden Zwecken. Auf beiden Seiten herrschen Vorurteile, die über Jahrhunderte geschürt wurden und die Völker immer weiter voneinander entfernten. Allein deren unterschiedliche Lebensformen und Riten, in denen durchaus keltische Einflüsse zu finden sind, zu verfolgen ist interessant genug. Dennoch erwartet den Leser so viel mehr. Es sind die verschiedensten fantastischen Wesen, die wundervoll stimmig in den Verlauf der Geschichte eingebunden sind, Orks, Trolle, Mahre, Schattenwesen und uralte Dämonen, ein Faun, Kobolde, Dschinn, Fonoren die beweisen, wie viel Einfallsreichtum die Autorin ihrem Buch zugrunde legt. Immer wieder tauchen neue Facetten auf, die die Geschichte bereichern und die Welt unendlich komplex darstellen. Der Orden der Arsuri, die sich der schwarzen Magie verschrieben haben und ihre Kraft aus Opfern ziehen, gewinnt plötzlich an Bedeutung, greift verändernd in die Welt der Elfenvölker ein und erschüttert sie in ihren Grundfesten. Dies alles wird untermalt von einem wirklich schönen, bildhaft beschreibendem Schreibstil, der diese Welt in all ihren traumhaften Farben vor dem inneren Auge des Leser lebendig werden lässt. „Der Mond kämpfte tapfer, bevor er verlor. Dunkle Wolkenberge erstickten den Schein seiner vollen silbernen Scheibe. Nebelfetzen stiegen aus den Wiesen, verbanden sich mit dem Geruch nach Äpfeln, Pilzen und frisch gemähtem Gras. Nur die Flammen des Lagerfeuers vertrieben die Feuchtigkeit, gierig leckten sie an ein paar dürren Ästen. Der Wind frischte auf, lud die Schatten der Bäume zum Tanz.“ ( Zitat aus dem Buch S. 1) Ich habe mich sofort in den Beschreibungen verloren und hatte jederzeit das Gefühl mich an Stelle der Protagonisten in der Handlung zu befinden. Ich habe die Welt durch Esmantés Augen gesehen, die uns einen Großteil der Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch wurde ich als Leser sofort persönlich einbezogen und mir war gerade ihr Erleben sehr nah. Ich habe den Duft der Natur aufgenommen, den Gestank der Kerker und getöteten Kreaturen, ich habe körperliche Schmerzen gefühlt und Ängste ausgestanden. Für mich wurde die Geschichte hier real. Die Wahl der Perspektive, die mal aus der Sicht von Esmanté geschrieben ist, aber auch Einblicke in das Erleben des Waldelf und Magier Loglard, sowie den Handlungen der Antagonisten gewährt, macht es dem Leser einfach, einer jederzeit spannenden Handlung zu folgen, die zunächst eine anstehende Bedrohung der Graselfen durch angreifende Orks in den Vordergrund stellt. Doch schon bald muss der Leser mit den einzelnen Erlebnissen und Entdeckungen der Charaktere feststellen, dass dies nur eine untergeordnete Rolle spielt. Zunächst versteckt im Inneren Cernowias, der Heimat der Graselfen, braut sich eine viel größere Bedrohung zusammen, die sich auf das Leben aller Elfenvölker ausweitet und sie in große Gefahr bringt. Das Streben nach Macht eines Einzelnen bietet einem scheinbar längst zerschlagenem Orden, welcher der Göttin der Unterwelt huldigt, die Möglichkeit durch gesponnene Intrigen unter den sich ohnehin nicht freundlich gesonnenen Elfenvölkern und Verrat, zu neuer Stärke zu gelangen. Inmitten dieser Intrigen und Machtbestreben fällt der jungen Kriegerin Esmanté, Schwertmeisterin der Cern, plötzlich eine entscheidende Rolle zu, in die sie ungewollt gedrängt wird und mit der sie in dieser Form nie gerechnet hätte. Eine verbotene Liebe, Hass, Eifersucht und Verrat machen aus einer Jägerin eine Gejagte und wecken eine Gefahr, die ihre bisherigen geschlagenen Schlachten bei weitem übertrifft. Nie hätte ich zu Beginn der Handlung eine derart komplexe Geschichte erwartet, zu der wir Schritt für Schritt geführt werden. „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht“ (Abraham Lincoln) Der Aufbau der Handlung ist wirklich genial. Lange werden wir im Unklaren gelassen, wohin uns die Geschichte führt und was hinter all den Geschehnissen wirklich steckt. Wir bekommen immer nur kleine Häppchen zugeworfen, müssen kombinieren und rätseln, bis es sich in unseren Köpfen zu einem Ganzen zusammenfügt. Und dennoch hat die Handlung durchgängig einen hohen Spannungsbogen, der stetig ansteigt. Bereits zu Beginn steht Esmantés Leben nach einem Kampf gegen feindliche Orks auf des Messers Schneide und immer wieder wird sie in Situationen geworfen, die bei mir für Atemaussetzer sorgten. Dennoch lässt sich die Autorin auch Zeit für ruhige und schöne Momente und Szenen, was mir in der Gewichtung wirklich gut gefallen hat. Somit hat auch die eigentlich unvorstellbare Liebesgeschichte zwischen Esmanté und dem Waldelfen Loglard, die sich unerwartet begegnen und auf das Schicksal der Völker Einfluss nehmen, genau das richtige Maß zur Spannung und fügt sich stimmig in das Geschehen ein. Die Handlung wird neben unseren beiden Hauptprotagonisten von einer Vielzahl Nebencharaktere getragen, die allesamt sehr detailliert und liebevoll ausgearbeitet sind. Dabei sticht vor allem Esmanté als junge Schwertmeisterin hervor, die für eine weibliche Protagonistin erfrischend anders ist. Hier wird schnell deutlich, dass wir es mit einer starken Elfe zu tun haben. Ausgebildet als furchtlose Kriegerin ist sie stolz, hart, berüchtigt im Kampf und liebt ihre Freiheit über alles. Das höfische Leben als Adlige lehnt sie ab. Statt dessen stürzt sie sich in jede Schlacht, trinkt und flucht bei jeder Gelegenheit. Sie bleibt sich im Verlauf der Handlung stets treu und bekämpft unerschrocken jede Bedrohung und trägt somit einen großen Teil der Handlung. „>>Lasst den Schmerz nicht euer Tun bestimmen!<<, hörte ich die ruhige Stimme Meister Montards. Ich nahm alle Kraft zusammen und machte mich auf den letzten Angriff gefasst....“ Zitat aus dem Buch S. 41 „Tief durchatmen, der Schmerz kann dich nicht beherrschen. Du bist immer stärker als er«, hörte ich die ruhige Stimme des Meisters.“ Zitat aus dem Buch Mit dem Magier Loglard einem Waldelf, der sie schwer verletzt findet und heilt, lernt sie jemanden kennen, der charakterlich das genaue Gegenteil von ihr ist. Loglard ist sanftmütig und naturverbunden und scheint auf gewisse Art traurig, als sie ihm begegnet. Esmanté fühlt sich nach anfänglichem Misstrauen und Verwirrung schnell angezogen von dem zärtlichen und rücksichtsvollen Elf. Doch darf eine Liebe zu einem Feind überhaupt sein? Und was verbirgt Loglard vor ihr? „Einsamkeit kroch in ihm hoch wie eine Schlange, doch er riss sich zusammen. Caer allein wusste, warum sie ihn so quälte....“ Zitat aus dem Buch S. 176 Beide Charaktere haben mir sofort gefallen. Gerade die unerwartete Rollenverteilung fand ich sehr gelungen. Ich konnte mit beiden sehr gut fühlen und zittern, da die Autorin ihre Gefühle und ihr Leiden über all die Hindernisse, die sich ihrer Liebe in den Weg stellen, sehr eindrucksvoll darstellen konnte. Durch den Perspektivenwechsel erhielten beide Protagonisten sehr viel Tiefe. Dennoch änderte sich dies zu einem Punkt in der Geschichte, ab dem Esmanté ein wenig ihrer sanften Emotionen verlor und nur noch die wütende Kriegerin übrig blieb. Das war etwas schade, da ich an einen Punkt kam, an dem Esmanté bei mir an Sympathie eingebüßt hat und ich manchmal den Bezug zu ihr verlor. Ich hätte mir gewünscht hier deutlichere Angst oder Trauer zu spüren, in Situationen, in denen es angebracht gewesen wäre. Und auch von Loglard hätte ich mir den ein oder anderen ergänzenden Abschnitt gewünscht, bei dem sein Erleben und seine Emotion deutlicher gewesen wäre. Auf die einzelnen Szenen kann ich hier allerdings nicht eingehen, ohne zu spoilern. Dies ist natürlich Geschmacksache, denn die Geschichte bleibt auch so sehr spannend und überzeugend. Doch ich bin ein Leser, der sehr viel Wert auf tiefe Emotionen der Charaktere legt. Ich möchte beim Lesen leiden, zittern und lieben, als wäre ich an ihrer Stelle. Denn gerade dadurch wird die Geschichte für mich lebendig. Daher wünsche ich mir für den zweiten Band noch deutlichere und authentische Emotionen. Es gab auch die ein oder anderen Ausdrücke und Flüche, die nicht ganz in die altertümliche Welt von Tiranorg passten. Hier hätte ich mir eine etwas weniger moderne Sprache gewünscht. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Gegen Ende steigert sich die ohnehin sehr fesselnde Handlung in einem atemberaubenden, packenden Finale, dass für ein oder andere erschreckende Momente sorgte und auch bei mir nicht ohne Tränen endete. Hier kamen nochmal einige Emotionen hoch, die mich sehr berührten. Auch wenn es Verluste gab, war ich doch sehr zufrieden mit dem Ausgang des Geschehen und bin froh, dass die Autorin ohne großen Cliffhanger auskam. So konnte ich das Buch mit einem zufriedenen Lächeln schließen. Es bleiben aber genug Fragen offen, die Raum für einen Folgeband liefern, auf den ich mich jetzt schon sehr freue. Denn ich werde Esmantés und Loglards Geschichte gerne weiter verfolgen. „Eine Voraussetzung für den Frieden ist der Respekt vor dem Anderssein und vor der Vielfältigkeit des Lebens.“ (Dalai Lama) Fazit: Eine wirklich großartige und komplexe Geschichte, deren Pluspunkte in einer wunderschön ausgearbeiteten Welt und einer rasanten, spannenden Handlung liegen, der man sich nur schwer entziehen kann. Eine Geschichte, der nie die Luft ausgeht und die den Leser trotz ihrer Länge jederzeit mit angehaltenem Atem zu fesseln vermag, der ich aber an einigen Stellen tiefere und authentische Gefühle der Protagonisten gewünscht hätte. Dennoch kann ich nur sagen, dieser High Fantasy Roman ist eine beachtliche Leistung für ein Debüt. Ich kann ihn jederzeit empfehlen und sehe noch sehr viel Potential für eine Fortsetzung.

    Mehr
    • 3
  • Tiranorg: Schwertliebe Teil 1

    Tiranorg: Schwertliebe
    SanNit

    SanNit

    04. May 2016 um 14:03

    Graself, Schwertmeister, Krieger, Waldelf, Magiermeister, Bergelf, Meerelf, Waldkobold, Orks, Trolle, Blumenfeen, Oger, Faun, Nymphen, Nixen, Zwerge, Sumpfelf, Dschinn,... Verpackt mit einer schwierigen, aber wunderschönen Liebe. Dunkle Magier, die an die Macht wollen. Völker, die eigentlich verfeindet sind. Was braucht ein Fantasyherz mehr? Die Schreibweise in den verschiedenen Sichtweisen fand ich sehr gelungen. So war man immer bei Esmanté und Loglard, aber auch bei den anderen verschiedenen Mitstreiter und Widersacher. Freue mich schon auf Teil 2

    Mehr
  • Schöne Geschichte, die einen mitnimmt!

    Tiranorg: Schwertliebe
    Jjeanny

    Jjeanny

    Das Buch ist toll, am Anfang begleitet man nur Esmanté bei ihrer Reise. Nach und nach kommen verschieden andere handelnde Personen dazu. Man kann sich von Anfang an gut die verschiedenen Völker mit ihren Kulturen und Ansichten vorstellen. Auch als noch eine weitere Personen die agieren dazukommen, schadet das nicht der Story. Alles wirken authentisch und haben die nötige Tiefe. Das Buch liest sich trotz seiner 660 Seiten sehr flüssig, der Schreibstil ist klar und leicht zu lesen.  Im gesamten Buch war man von der Spannung gefesselt, die erotischen Komponenten waren da aber standen ganz eindeutig im Hintergrund. Die Welt ist eine lebhafte Welt, die von der Autorin mit leben gefüllt wurde -  so das man es sich wirklich gut vorstellen konnte. Jetzt muss ich noch was zum Titel und Cover sagen, wobei ich das sonst nur sehr selten tue. Der Titel hätte mich nicht angesprochen, ich konnte mir kaum etwas darunter vorstellen. Dann das Cover dazu, auch hier muss ich sagen  das ich danach wohl eher nicht gegriffen hätte. Ich würde mir wünschen das diese beiden Dinge nochmal überdacht würden. Denn es ist ein gelungenes Fantasy Buch, was unbedingt mehr Leser brauch. Hätte man mir das Buch nicht empfohlen, wäre ich daran vorbeigegangen bzw. hätte es im Ebook Store überblättert. Von mir gibt es eine Kauf- und Leseempfehlung......

    Mehr
    • 2
    SanNit

    SanNit

    20. April 2016 um 16:22
  • Rezension zu "Schwertliebe"

    Tiranorg: Schwertliebe
    Asmodina66X

    Asmodina66X

    09. October 2015 um 13:40

    Schwertmeisterin bin ich, Esmanté d´Elestre. Mein Leitsatz lautet: »Ein ruhmreiches Leben bis zum ehrenvollen Tod«. Solange es noch nicht so weit ist, feiere ich zünftig mit harten Kämpfern und ein paar Humpen Bier beim Würfelspiel. Bis vor kurzem dachte ich, dass mir niemand in Tiranorg im Kampf das Wasser reichen kann. Doch auf der Silbernen Burg geschehen bedrohliche Dinge. Dunkle Mächte greifen heimlich nach der Herrschaft im geliebten Cérnowia. Zu allem Übel kreuzt ein schier unwiderstehlicher Magiermeister meinen Weg. Er kommt aus Gwyneddion, dem Nachbarland im Westen, mit dem wir seit Ewigkeiten in Feindschaft leben. Ist er es wert, die Hinrichtung wegen Hochverrats zu riskieren? Gut, dass mir in diesen harten Zeiten wahre Freunde beistehen. Nur wer echte Kumpel hat, wie ich, darf hoffen, die bevorstehenden Abenteuer zu bestehen ...

    Mehr
  • Eine tolle Fantasy Geschichte die fesselt und nicht mehr weggelegt werden kann

    Tiranorg: Schwertliebe
    Jjeanny

    Jjeanny

    26. September 2015 um 16:32

    Das Buch ist toll, am Anfang begleitet man nur Esmanté bei ihrer Reise. Nach und nach kommen verschieden andere handelnde Personen dazu. Man kann sich von Anfang an gut die verschiedenen Völker mit ihren Kulturen und Ansichten vorstellen. Auch als noch eine weitere Personen die agieren dazukommen, schadet das nicht der Story. Alles wirken authentisch und haben die nötige Tiefe. Das Buch liest sich trotz seiner 660 Seiten sehr flüssig, der Schreibstil ist klar und leicht zu lesen.  Im gesamten Buch war man von der Spannung gefesselt, die erotischen Komponenten waren da aber standen ganz eindeutig im Hintergrund. Die Welt ist eine lebhafte Welt, die von der Autorin mit leben gefüllt wurde - so das man es sich wirklich gut vorstellen konnte. Jetzt muss ich noch was zum Titel und Cover sagen, wobei ich das sonst nur sehr selten tue. Der Titel hätte mich nicht angesprochen, ich konnte mir kaum etwas darunter vorstellen. Dann das Cover dazu, auch hier muss ich sagen das ich danach wohl eher nicht gegriffen hätte. Ich würde mir wünschen das diese beiden Dinge nochmal überdacht würden. Denn es ist ein gelungenes Fantasy Buch, was unbedingt mehr Leser brauch. Hätte man mir das Buch nicht empfohlen, wäre ich daran vorbeigegangen bzw. hätte es im Ebook Store überblättert. Von mir gibt es eine Kauf- und Leseempfehlung......

    Mehr
  • Phantastisch

    Tiranorg: Schwertliebe
    Krissi_19

    Krissi_19

    17. September 2015 um 16:04

    Mir hat das Buch von der ersten Seite an gefallen. Ich liebe Fantasy und alles was mit Magie zu tun hat. Weiters finde ich es toll wenn eine Frau Kriegerin ist.   Esmanthé ist eine tolle Hauptfigur. Ich mag ihren Mut und ihr selbstbewusstsein. Sie zeigt den Männern mal, dass auch Frauen kämpfen können. Weiters ist sie auch ein bisschen zickig, was ich an manchen Stellen sehr lustig fand   Die Autorin hat eine wunderschöne, tolle und fantastische Welt erfunden. Mir hat die Welt sehr gut gefallen.   Der Schreibstil ist sehr gut. Manchmal fand ich, dass es zu viele Eigenschaftswörter waren, doch ich fand es jetzt nicht zu schlimm. Die Autorin hat große und weite Fantasy in die man sich sehr leicht hineinversetzen kann.   Ich find das Buch einfach toll. Das Buch sollte man unbedingt gelesen haben. Jeder der es mag eine mutige, tapfere und etwas zickige Hauptfigur zu haben, sollte dieses Buch unbedingt lesen !!!  

    Mehr
  • Beeindruckend!

    Tiranorg: Schwertliebe
    lucyle

    lucyle

    26. August 2015 um 19:46

    Die Autorin schaft es in nur einem Buch eine faszinierende Neue Welt zu kreieren, die seinesgleichen sucht. Das Buch ist spannend und Wendungsreich geschrieben. Kompliment! 
    Lg Lucyle

  • Super Highfantasie

    Tiranorg: Schwertliebe
    Laurely

    Laurely

    26. August 2015 um 13:34


  • Vielversprechender Erstling

    Tiranorg: Schwertliebe
    Naasch

    Naasch

    24. August 2015 um 20:48

    Ein heißer Tipp für alle die die Kombi aus Fantasy & Romantik genauso lieben wie ich.