Judith Merchant

 3,9 Sterne bei 952 Bewertungen
Autorin von SCHWEIG!, ATME! und weiteren Büchern.
Autorenbild von Judith Merchant (©Atelier Herff / Bonn)

Lebenslauf

Kurze Geschichten: Judith Merchant wurde im Jahr 1976 in Bonn geboren und wuchs in Sankt Augustin auf. Am dortigen Rhein-Sieg-Gymnasium absolvierte sie ihr Abitur. Danach studierte sie in Bonn und Münster Germanistik. Als sie während ihrer Doktorarbeit eine Schreibkrise bekam, begann sie erste Kurzgeschichten zu verfassen. 2008 wurde ihre Kurzgeschichte "Monopoly" für den Kärntner Krimipreis nominiert und sie gewann 2009 dafür den Friedrich-Glauser-Preis, ebenso wie im Jahr 2011 für die Kurzgeschichte "Annette schreibt eine Ballade". 2009 erhielt sie für ihren Krimi „Der Himmel über Krefeld“ den Krefelder Kurzkrimipreis. Merchant ist Mitglied des Syndikats, einer Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren. "Nibelungenmord" ist Judith Merchants erster Kriminalroman. Heute arbeitet Sie als Dozentin für Literaturwissenschaft an der Universität Bonn und lebt auch in der Stadt.

Neue Bücher

Cover des Buches Freddy und der Redenwurm (ISBN: 9783745917789)

Freddy und der Redenwurm

 (2)
Neu erschienen am 19.03.2024 als Gebundenes Buch bei Edition Michael Fischer / EMF Verlag.
Cover des Buches Holly Holunder und der verschwundene Hund (Band 2) (ISBN: 9783745922370)

Holly Holunder und der verschwundene Hund (Band 2)

 (1)
Neu erschienen am 19.03.2024 als Gebundenes Buch bei Edition Michael Fischer / EMF Verlag.

Alle Bücher von Judith Merchant

Cover des Buches SCHWEIG! (ISBN: 9783462005363)

SCHWEIG!

 (375)
Erschienen am 05.10.2023
Cover des Buches ATME! (ISBN: 9783462001822)

ATME!

 (267)
Erschienen am 08.09.2021
Cover des Buches Nibelungenmord (ISBN: 9783426527313)

Nibelungenmord

 (85)
Erschienen am 01.12.2020
Cover des Buches Loreley singt nicht mehr (ISBN: 9783426527375)

Loreley singt nicht mehr

 (38)
Erschienen am 02.08.2021
Cover des Buches Die Lügen jener Nacht (ISBN: 9783426508657)

Die Lügen jener Nacht

 (37)
Erschienen am 01.12.2020
Cover des Buches Rapunzelgrab (ISBN: 9783426527368)

Rapunzelgrab

 (36)
Erschienen am 01.09.2022
Cover des Buches Holly Holunder und der magische Garten (ISBN: 9783745917796)

Holly Holunder und der magische Garten

 (23)
Erschienen am 01.08.2023
Cover des Buches Hanni hat Nikoläuse (ISBN: 9783745907155)

Hanni hat Nikoläuse

 (12)
Erschienen am 20.09.2021

Interview mit Judith Merchant

Interview zwischen Judith Merchant und LovelyBooks // Mai 2011

1) Wann hast Du mit dem Schreiben angefangen und wie kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich habe als Kind sehr gerne geschrieben. Je älter ich wurde, desto kritischer wurde ich als Leserin, und deswegen waren mir meine literarischen Versuche bald entsetzlich peinlich. Das führte dazu, dass ich schließlich nur noch Briefe und Hausarbeiten schrieb – also Texte mit einem klaren sachlichen Ziel. In einer Schreibkrise meiner Doktorarbeit entwickelte ich dann eine regelrechte Schreibtischflucht und wollte gar nicht mehr schreiben. Da kam ich auf die Idee mich mit etwas zu locken, was kurz ist und Spaß macht. So entstand die erste Kurzgeschichte (mit gleich zwei Leichen). Dann schrieb ich noch eine und noch eine. Und da ich gleich ziemlich gutes Feedback in Form von Preisen bekam, traute ich mich auch an einen Roman. Dessen Veröffentlichung ging dann ganz klassisch über meine Agentin, die ihn einem Dutzend Verlage anbot. Die Hälfte wollte ihn haben.

2) Wie lang hast Du an Deinem ersten Buch geschrieben – wie viel Zeit hast Du für die Recherche und wie viel für die Ausarbeitung gebraucht?

Insgesamt waren es etwa 15 Monate. Ich kann Recherche und Schreiben nicht voneinander trennen, das fließt bei mir ineinander. Ein Beispiel: Als ich den Anfang des Romans schon geschrieben hatte, besuchte ich die Ausstellung „paralysed spaces“. Dort lernte ich die Künstlerin Andrea Lehmann und ihre Bilder kennen, in denen sie neben Acryl auch eigene Haare verwendet. Als Krimiautorin dachte ich sofort: „Wow! Lauter biologische Spuren!“ Diesen Gedanken habe ich dann weiterverfolgt, was damit endete, dass ich mich mich der Frage beschäftigen musste, wie unsere Bonner Museen eigentlich an ihre Künstler kommen und wie der Lebenslauf eines Künstlers auszusehen hat, damit er als erfolgreich gilt. Dieser ganze Exkurs über die Kunstszene war nicht geplant, passte aber im Nachhinein sehr gut – eben weil Museen in Bonn ein ganz wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens sind. (Und natürlich auch, weil mein Kommissar sich immer so schön über die ganzen Künstler aufregt).

3) Du hast für Deine Kurzgeschichten bereits viele Preise bekommen – wie aufgeregt bist Du jetzt bei Erscheinen Deines ersten Romans?

Das ist eine ganz andere Nummer, stelle ich fest. Vor meiner Premierenlesung traf es mich wie ein Schlag: Aus einem Roman zu lesen ist viel, viel schwieriger als eine Kurzgeschichte zu lesen! Eine Kurzgeschichte hat einen eigenen Spannungsaufbau, das Publikum darf bis zur Pointe folgen. Bei einem Roman liefert man ja nur Appetithäppchen. Das kommt mir als einer, die vorher immer Kurzgeschichten vorgelesen hat, geradezu unfair vor, so, als ob ich einem Gast einen halbvollen Teller wegnehme!

4) Welche Vorteile bietet für Dich das Internet und wie nutzt Du hier
 den Kontakt zum Leser, wie z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de

Ich mache das gerade zum ersten Mal und bin sehr gespannt!

5) Bei LovelyBooks tauschen sich Leser und Autoren direkt aus - hiermit ist ein weiterer Platz für Lob und Kritik 
geschaffen. Wie gehst Du damit um?

Nach inzwischen jahrzehntelanger Erfahrung als Leserin weiß ich: Es gibt für jedes Buch einen bestimmten Leserkreis. Ich selbst zum Beispiel mag keine Bücher mit Serienmördern. Das ist keine Kritik am Buch, denn ein Serienmörderbuch kann ja nichts dafür, dass ich keine Serienmörder mag. Insofern bin ich da entspannt.

6) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du
 Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich vertraue auf die Empfehlung von Freunden, die ähnliche Bücher mögen wie ich: psychologische Krimis, bei denen die Figuren im Zentrum stehen. Ich liebe Tana French, Gisa Klönne, Oliver Bottini, Sandra Lüpkes, Helen Fitzgerald, Silvia Roth, um mal einige wenige zu nennen. Natürlich lese ich auch aufmerksam Rezensionen im Internet und in Print.

7) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner 
Bücher wünschen und warum?

Oh, das ist schwer. Das käme dann sehr auf den Roman an. Für „Nibelungenmord“: Ein Nibelungenlied-Experte wäre schmeichelhaft, aber es ist unwahrscheinlich, dass so jemand sich mit meiner Version Siegfrieds abfinden kann ...

8) Man wird als Autor schnell in Schubladen gesteckt.
 Würdest Du gerne mal das Genre wechseln und Deine Leser mit einer 
völlig neuen Seite überraschen, z.B. einen historischen Roman schreiben – oder liegt Dir Mord einfach mehr?

Ich bin eindeutig der Typ für Morde! Wenn ich mal etwas ganz anders versuchen würde, dann wäre das etwas ohne Genrekorsett, also weder Liebes- noch historischer Roman, sondern ein klassischer Gegenwartsroman. Vermutlich würden mir dort dann aber die Morde fehlen!

9) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration für Deine Arbeit?

Ideen liegen auf der Straße! Und „Straße“ meine ich beinahe wörtlich, ich spaziere viel herum, durch Königswinter, Bonn, am Rhein, durch das Siebengebirge. Da sehe ich viele Details, die etwas in mir in Gang setzen, eine seltsame Wurzel, eine deprimierte Weide, eine Höhle. Eine andere Quelle sind Bücher. Viele Teile meines Romans sind entstanden durch Gedanken, die ich mir zu anderen Büchern gemacht habe.

10) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine 
Arbeit für die kommenden Jahre?

Im Moment will ich nur den Abgabetermin für Jan Seidels zweiten Fall schaffen! Und dann würde ich gern mal einen Roman schreiben, in dem die Sonne scheint. Irgendwie regnet es bei mir immer und alle frieren. Aber auf Petrus hat man ja keinen Einfluss, nicht einmal als Autorin ... ;-)

Videos

Neue Rezensionen zu Judith Merchant

Cover des Buches Freddy und der Redenwurm (ISBN: 9783745917789)
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Rezension zu "Freddy und der Redenwurm" von Judith Merchant

✎ Judith Merchant - Freddy und der Redenwurm
a_different_look_at_the_bookvor 12 Tagen

Kinder quatschen gerne - meins auch. Und manchmal wünsche ich mir tatsächlich jemanden, der für mich das Reden (mit ihr) übernimmt.

Freddy möchte ebenfalls reden. Am liebsten den ganzen Tag lang. Mit jedem, der in seiner Nähe ist. Doch die Erwachsenen haben leider so gar keine Zeit. Einer arbeitet im HomeOffice, eine backt, ein anderer erledigt Gardenarbeit.

Also wünscht sich Freddy einen Papagei. Schließlich reden sie den ganzen Tag. Doch was er stattdessen bekommt? Einen ReDenwurm. Wir haben nicht schlecht gestaunt. Und uns gefreut, dass er regenbogenbunt ist.

Die Illustrationen sind knallbunt und doch wirken sie nicht überladen.

Die Geschichte ist mit ihren knapp 60 Seiten schon relativ lang - auch, weil manchmal ein wenig mehr Text auf einer Seite steht. Als Gute-Nacht-Geschichte hätten wir sie fast zweigeteilt, aber wir wollten dann doch noch wissen, wie es ausgeht.

Für die empfohlene Altersgruppe ab 3 Jahren könnte es vielleicht ein wenig viel auf einmal werden. Für mein Kind wäre es in diesem Alter von der Textmenge her nicht machbar gewesen.

Nach ein paar Tagen beobachtete meine frisch 6-Jährige einen Vogel, der Würmer aus unserem Garten wegholte.
Sie fragte: „Was fressen Papageien?“
Ich: „Vielleicht ebenso Würmer? Auf alle Fälle Obst.“
Sie: „Und Körner. Das haben wir doch bei Freddy gelernt!“

Wie so oft bei solchen Büchern, kommt hier ein kleiner Seitenhieb an die Erwachseneny hinzu: Viel zu oft vertrösten wir unsere Kinder und hören ihnen nicht (richtig) zu. Es ist jedoch wichtig, sich Zeit füreinander zu nehmen. Doch ich finde, die Kleinsten dürfen ebenso lernen, dass man nicht immer (direkt) Zeit haben kann. Aber mein größtes Argument (für Quatschzeit) ist immer: Irgendwann hören sie auf, mit uns zu reden - genießen wir die Zeit, in der sie es noch gerne tun, auch wenn es manchmal anstrengend ist/erscheint.

©2024 a_different_look_at_the_book

Cover des Buches Holly Holunder und der verschwundene Hund (Band 2) (ISBN: 9783745922370)
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Rezension zu "Holly Holunder und der verschwundene Hund (Band 2)" von Judith Merchant

Ein weiteres magisches Abenteuer
book22vor 21 Tagen

Arwid bekommt überraschend Besuch von seiner Cousine Nell und deren Zwillingsbruder Teo. Zunächst freut er sich gar nicht, da er Sorge davor hat, ob die Geschwister sich mit seiner Geisterfreundin Holly verstehen werden. Doch die Sorge bleibt unbegründet, besonders aus dem Grund, da die beiden heimlich den Nachbarshund Schnuffi mitgebracht haben. Zu allem Unglück wird Schnuffi auch noch geklaut. Doch der Dieb hat glücklicherweise etwas am Tatort verloren. Mit einer großen Portion Detektivgespür und Gartenzauber sind die Kinder ihm bald auf der Spur.

 

Mit dem zweiten Band „Holly Holunder und der verschwundene Hund“ hat die Autorin Judith Merchant eine spannende Fortsetzung rund um den Jungen Arwid und seiner Geisterfreundin Holly geschrieben. In diesem Teil kommen mehr Charaktere ins Spiel, wodurch die Geschichte für mich persönlich spannender und lebhafter ist als Band 1. In dem Buch werden viele verschiedene Themenpunkte, wie beispielsweise Magie, Action, Freundschaft und Zusammenhalt thematisiert. Demnach dürfte für alle Leser*innen etwas dabei sein, was sie interessiert.

 

Die Geschichte ist für geübte Leseanfänger*innen konzipiert, da sie kurze Kapitel und eine große Schrift mit einfachen Wörtern und Satzstrukturen beinhaltet. Aber auch zum Vorlesen eignet sich die Geschichte bestens. Begleitet wird die Geschichte durch manchmal kleinere, manchmal größere Illustrationen, die beim Verständnis des Gelesenen unterstützen können.

 

Insgesamt ist der zweite Teil der Reihe für mich persönlich noch einen Ticken spannender als Band 1 und verspricht (genau wie Band 1) eine Menge Lesevergnügen und Spaß!

Cover des Buches Nibelungenmord (ISBN: 9783426508633)
Sternenstaubfees avatar

Rezension zu "Nibelungenmord" von Judith Merchant

Nibelungenmord
Sternenstaubfeevor 22 Tagen

Ein solider Krimi und der erste Band einer Buchreihe. 

Angesprochen hat mich zunächst der Bezug zu der Sage um Siegfried, den Drachentöter. Wenn solche Sagen oder Märchen irgendwie eingebunden sind, macht mich das grundsätzlich schon mal neugierig :) 

Der eigentliche Kriminalfall hat mir dann auch durchaus gut gefallen, nur mit den Charakteren - mit dem Ermittlerduo - bin ich nicht so recht warmgeworden. 

Dennoch eine gute Unterhaltung, auch wenn mir für einen Krimi hin und wieder ein bisschen Spannung gefehlt hat. 

Es gibt also noch Luft nach oben, aber ich denke, den zweiten Band werde ich noch lesen. 

29.04.2024 

Gespräche aus der Community

Ungewöhnliche Freundschaften, ein Rätsel, das es zu lösen gilt und ein magischer Twist. Die neue Geschichte von Arwid und seinen übernatürlichen Freunden garantiert ein spannendes Abenteuer für den Sommer.
Eine Welt voller liebenswerter Charaktere und Zauber für alle ab 8 Jahren.
Bewerbt euch jetzt!

367 BeiträgeVerlosung beendet
K
Letzter Beitrag von  katjaLvor 7 Monaten

Illustrationen von Anna-Lena Kühler sind sehr schön geworden. Die Kinder fanden gerad die Illustration auf Seite 112 mega witzig und am Ende die wo alle Beeren und Zweige etc noch einmal standen und erklärt werden schauen sie sich gerne zwischendurch immer mal an... Generell finde ich es sehr stimmig und schön gezeichnet.

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