Judith Merchant

 3.6 Sterne bei 177 Bewertungen
Autor von Nibelungenmord, Loreley singt nicht mehr und weiteren Büchern.
Judith Merchant

Lebenslauf von Judith Merchant

Judith Merchant wurde im Jahr 1976 geboren und hat in Münster und Bonn Germanistik studiert. Bereits während des Studiums verfasste sie erste Kurzgeschichten. 2008 wurde ihre Kurzgeschichte "Monopoly" für den Kärntner Krimipreis nominiert und sie gewann 2009 dafür den Friedrich-Glauser-Preis, ebenso wie im Jahr 2011 für die Kurzgeschichte "Annette schreibt eine Ballade". "Nibelungenmord" ist Judith Merchants erster Kriminalroman, er spielt im Siebengebirge und ist im Mai 2011 bei Droemer Knaur erschienen.

Alle Bücher von Judith Merchant

Judith MerchantNibelungenmord
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Nibelungenmord
Nibelungenmord
 (79)
Erschienen am 02.05.2011
Judith MerchantLoreley singt nicht mehr
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Loreley singt nicht mehr
Loreley singt nicht mehr
 (36)
Erschienen am 01.06.2012
Judith MerchantRapunzelgrab
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Rapunzelgrab
Rapunzelgrab
 (35)
Erschienen am 01.09.2015
Judith MerchantDie Lügen jener Nacht
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Die Lügen jener Nacht
Die Lügen jener Nacht
 (26)
Erschienen am 21.08.2014
Judith MerchantWitwen beim Tee (neobooks Single): Ein Weihnachtskrimi aus Königswinter (Maria, Mord)
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Witwen beim Tee (neobooks Single): Ein Weihnachtskrimi aus Königswinter (Maria, Mord)
Judith MerchantHalleluja, Opa!: Ein Weihnachtskrimi aus Königswinter
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Halleluja, Opa!: Ein Weihnachtskrimi aus Königswinter

Interview mit Judith Merchant

Interview zwischen Judith Merchant und LovelyBooks // Mai 2011

1) Wann hast Du mit dem Schreiben angefangen und wie kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich habe als Kind sehr gerne geschrieben. Je älter ich wurde, desto kritischer wurde ich als Leserin, und deswegen waren mir meine literarischen Versuche bald entsetzlich peinlich. Das führte dazu, dass ich schließlich nur noch Briefe und Hausarbeiten schrieb – also Texte mit einem klaren sachlichen Ziel. In einer Schreibkrise meiner Doktorarbeit entwickelte ich dann eine regelrechte Schreibtischflucht und wollte gar nicht mehr schreiben. Da kam ich auf die Idee mich mit etwas zu locken, was kurz ist und Spaß macht. So entstand die erste Kurzgeschichte (mit gleich zwei Leichen). Dann schrieb ich noch eine und noch eine. Und da ich gleich ziemlich gutes Feedback in Form von Preisen bekam, traute ich mich auch an einen Roman. Dessen Veröffentlichung ging dann ganz klassisch über meine Agentin, die ihn einem Dutzend Verlage anbot. Die Hälfte wollte ihn haben.

2) Wie lang hast Du an Deinem ersten Buch geschrieben – wie viel Zeit hast Du für die Recherche und wie viel für die Ausarbeitung gebraucht?

Insgesamt waren es etwa 15 Monate. Ich kann Recherche und Schreiben nicht voneinander trennen, das fließt bei mir ineinander. Ein Beispiel: Als ich den Anfang des Romans schon geschrieben hatte, besuchte ich die Ausstellung „paralysed spaces“. Dort lernte ich die Künstlerin Andrea Lehmann und ihre Bilder kennen, in denen sie neben Acryl auch eigene Haare verwendet. Als Krimiautorin dachte ich sofort: „Wow! Lauter biologische Spuren!“ Diesen Gedanken habe ich dann weiterverfolgt, was damit endete, dass ich mich mich der Frage beschäftigen musste, wie unsere Bonner Museen eigentlich an ihre Künstler kommen und wie der Lebenslauf eines Künstlers auszusehen hat, damit er als erfolgreich gilt. Dieser ganze Exkurs über die Kunstszene war nicht geplant, passte aber im Nachhinein sehr gut – eben weil Museen in Bonn ein ganz wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens sind. (Und natürlich auch, weil mein Kommissar sich immer so schön über die ganzen Künstler aufregt).

3) Du hast für Deine Kurzgeschichten bereits viele Preise bekommen – wie aufgeregt bist Du jetzt bei Erscheinen Deines ersten Romans?

Das ist eine ganz andere Nummer, stelle ich fest. Vor meiner Premierenlesung traf es mich wie ein Schlag: Aus einem Roman zu lesen ist viel, viel schwieriger als eine Kurzgeschichte zu lesen! Eine Kurzgeschichte hat einen eigenen Spannungsaufbau, das Publikum darf bis zur Pointe folgen. Bei einem Roman liefert man ja nur Appetithäppchen. Das kommt mir als einer, die vorher immer Kurzgeschichten vorgelesen hat, geradezu unfair vor, so, als ob ich einem Gast einen halbvollen Teller wegnehme!

4) Welche Vorteile bietet für Dich das Internet und wie nutzt Du hier
 den Kontakt zum Leser, wie z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de

Ich mache das gerade zum ersten Mal und bin sehr gespannt!

5) Bei LovelyBooks tauschen sich Leser und Autoren direkt aus - hiermit ist ein weiterer Platz für Lob und Kritik 
geschaffen. Wie gehst Du damit um?

Nach inzwischen jahrzehntelanger Erfahrung als Leserin weiß ich: Es gibt für jedes Buch einen bestimmten Leserkreis. Ich selbst zum Beispiel mag keine Bücher mit Serienmördern. Das ist keine Kritik am Buch, denn ein Serienmörderbuch kann ja nichts dafür, dass ich keine Serienmörder mag. Insofern bin ich da entspannt.

6) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du
 Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich vertraue auf die Empfehlung von Freunden, die ähnliche Bücher mögen wie ich: psychologische Krimis, bei denen die Figuren im Zentrum stehen. Ich liebe Tana French, Gisa Klönne, Oliver Bottini, Sandra Lüpkes, Helen Fitzgerald, Silvia Roth, um mal einige wenige zu nennen. Natürlich lese ich auch aufmerksam Rezensionen im Internet und in Print.

7) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner 
Bücher wünschen und warum?

Oh, das ist schwer. Das käme dann sehr auf den Roman an. Für „Nibelungenmord“: Ein Nibelungenlied-Experte wäre schmeichelhaft, aber es ist unwahrscheinlich, dass so jemand sich mit meiner Version Siegfrieds abfinden kann ...

8) Man wird als Autor schnell in Schubladen gesteckt.
 Würdest Du gerne mal das Genre wechseln und Deine Leser mit einer 
völlig neuen Seite überraschen, z.B. einen historischen Roman schreiben – oder liegt Dir Mord einfach mehr?

Ich bin eindeutig der Typ für Morde! Wenn ich mal etwas ganz anders versuchen würde, dann wäre das etwas ohne Genrekorsett, also weder Liebes- noch historischer Roman, sondern ein klassischer Gegenwartsroman. Vermutlich würden mir dort dann aber die Morde fehlen!

9) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration für Deine Arbeit?

Ideen liegen auf der Straße! Und „Straße“ meine ich beinahe wörtlich, ich spaziere viel herum, durch Königswinter, Bonn, am Rhein, durch das Siebengebirge. Da sehe ich viele Details, die etwas in mir in Gang setzen, eine seltsame Wurzel, eine deprimierte Weide, eine Höhle. Eine andere Quelle sind Bücher. Viele Teile meines Romans sind entstanden durch Gedanken, die ich mir zu anderen Büchern gemacht habe.

10) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine 
Arbeit für die kommenden Jahre?

Im Moment will ich nur den Abgabetermin für Jan Seidels zweiten Fall schaffen! Und dann würde ich gern mal einen Roman schreiben, in dem die Sonne scheint. Irgendwie regnet es bei mir immer und alle frieren. Aber auf Petrus hat man ja keinen Einfluss, nicht einmal als Autorin ... ;-)

Neue Rezensionen zu Judith Merchant

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mamenus avatar

Rezension zu "Rapunzelgrab" von Judith Merchant

Rapunzelgrab
mamenuvor 5 Tagen

Klapptext

Ein Märchenmord! Das ist Kriminalhauptkommissar Jan Seidels erster Gedanke,als er zum Tatort nach Rheinbach gerufen wird.Am Fuße des verwunschenden Hexenturms liegt eine Frauenleiche mit langen blonden Zöpfen.Bald stellt sich heraus,dass das Opfer an einer rätselhaften Krankheit litt:dem Rapunzelsyndrom.Die Ermittlungen führen zu einem Zirkel von Schriftstellern,die einiges zu verbergen haben.Und zu einem Roman,der nie besser geschrieben werden wäre.

 

Meine Meinung

Zuerst einmal möchte ich anmerken, das ich die ersten beiden Vorherigen Bücher nicht gelesen habe, aber das war für mich kein Problem, denn ich kam auch so gut in diese Geschichte rein. Was mich ein wenig gestört hat, war, das es doch zu viele Charakteren in dieser Geschichte gibt und das man sich beim lesen dann doch sehr Konzentrieren muss, um nicht bei jedem Einzelnen den Faden zu verlieren. Was dann schon mal für mich an manchen stellen ein wenig zu langatmig beim lesen war. Trotzdem fand ich das Thema im Buch sehr interessant. Auch das die Autorin mir kleine Einblicke in die Schriftsteller-Welt gezeigt hat. Denn man liest auch hier, das hinter den Kulissen nicht immer alles so glatt läuft, wie man denkt, das auch hier immer wieder der bessere gewinnt, was ich wirklich nicht gedacht hätte.

Auch wenn die ganzen Personen in der Geschichte mich manchmal etwas verwirrt haben und ich mich dann doch manchmal wieder neu beim lesen Sammeln musste, fand ich die Spannung in dieser Geschichte ganz gut. Auch das ganze drum herum war für mich sehr interessant, was mich dann doch noch etwas Überrascht hat. Das Ende wurde dann so schnell herbeigeholt,  das ich doch ein wenig verblüfft war und ich mich gefragt habe, war es das jetzt schon?

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Daphne1962s avatar

Rezension zu "Nibelungenmord" von Judith Merchant

Drachenhöhle
Daphne1962vor 5 Monaten

Königswinter im Rhein-Main Gebiet gelegen, die Stätte der Nibelungensaga,  die sich um Siegfried dem Drachentöter dreht. Hier wird in einer Höhle  eine Frauenleiche gefunden. Zunächst ist erst einmal unklar, um wen  es sich handelt. Zeitgleich ist eine Frau verschwunden, die eigentlich  eine große Geburtstagsparty feiern wollte. Handelt es sich womöglich  bei der Toten um diese Frau? 

Obwohl ich diesen Krimi recht zügig durchgelesen hatte, muss ich sagen, die  Geschichte ist nicht annähernd gut oder eines guten Krimis würdig. Die  Autorin hat zwar einen Schreibstil, der sich gut weg lesen lässt, aber inhaltlich  gesehen kann man sagen, die Niebelungen-Saga macht noch keinen guten  Krimi aus. Zu viele Fragen kommen auf, die Handlung ist nicht gut ausgefeilt.

Der Kommissar ist ein Trottel sondergleichen, der nicht mal auf seine Dienstwaffe  aufpassen kann und mehr mit seinen eigenen privaten Problemen beschäftigt ist.  Statt zum Tatort zu eilen, fährt er nach Hause und zieht sich um, weil er sich  unwohl fühlt in seinen Klamotten. Er nimmt seinen Job nicht ernst. Seine  Kollegin ist auch nicht besser. Seine betagte Großmutter Edith beschäftigt sich  mehr mit dem Verschwinden der Ehefrau und Mutter, als die ansässige Polizei.

Das Ende des Krimis hat mich auch nicht milde gestimmt, ganz im Gegenteil.  Eine ausgefeilte Auflösung des Falls hat mir gefehlt. Gute Krimis gehen anders. 

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Bluesky_13s avatar

Rezension zu "Nibelungenmord" von Judith Merchant

Die Oma wird zu Detektivin
Bluesky_13vor einem Jahr

INHALT


Im Siebengebirge, in einem
Naturschutzgebiet, gab es einen Mordfall. Vier Stunden hatte es
geregnet, bevor die Polizei am Tatort war.


Das war für den Täter
gut, denn alle Spuren waren weggeschwemmt.





Jan Seidel war
Kriminalhauptkommissar und er kam nach seinen Kollegen an dem Tatort
an.


Bei dem Opfer handelte es
sich um eine Frau, die erschlagen in einer der kleinen Höhlen lag.


Die Tote war elegant
gekleidet, aber für die Jahreszeit viel zu leicht. Sie hatten keine
Papiere oder ähnliches bei ihr gefunden. Jan ging mit seiner
Kollegin Elena zurück zum Bus. Sie würden ins Präsidium fahren und
warten was die Spurensicherung sagte.





In der Zeit in der sie zum
Auto liefen, rief Jan Edith an, seine Großmutter. Jan wohnte mit
seinen 30 Jahren mit seiner Großmutter zusammen und das fanden viele
Menschen sehr seltsam.


Edith war eine rüstige
und wachsame Frau.


Sie erzählte ihrem Enkel,
dass sie Besuch von einer Dame hatte, die ihr ein Altersheim
schmackhaft machen wollte. Und Edith wusste genau, dass die Frau von
ihrer Tochter, der Mutter von Jan, geschickt wurde.


Sie wollte aber nicht in
ein Altersheim gehen, da konnte sich die Tochter noch so anstrengen.





In der Zwischenzeit wird
eine Frau vermisst gemeldet.


Cecilia, die alles für
den Geburtstag von Margit Sippmeyer vorbereitet hatte, wunderte sich,
dass die Hausherrin noch nicht da war. Sie hatte etwa 70 Gäste
geladen und Margit war nicht da. Als Cecilia im Zimmer nachschaute,
entdeckte sie, dass das Fenster offen stand, ein Stuhl umgekippt war,
die Handtasche noch da war und das Bett unberührt war.


Wo war Margit?


Sie war die Frau des
Notars von Königswinter und ihr Mann wusste auch nicht, wo seine
Frau war. Er war sichtlich beunruhigt.








MEINE MEINUNG


Dieser Roman hat mich von
Anfang an gefesselt.


Die Geschichte ging
harmlos und unscheinbar los, legte dann aber an Spannung rasant zu
und hielt auch an.


Zwischendrin kommt immer
wieder kurzweilig Entspannung auf, die aber der Gesamtspannung nichts
anhaben kann. Dieses Buch ist ein Krimi, der einen mitfiebern lässt.





Jede einzelne Person wird
super beschrieben und die Handlungen werden in den Fall mit
verwickelt.


Ein sehr interessanter
Krimi. Dieses Buch lässt das Ende völlig offen und umso
überraschender ist es dann auch.





Man hätte beim Lesen ja
mit allem gerechnet, aber nicht mit diesem Ende.





Die Oma von unserem doch
sehr gestressten Polizisten Jan, entwickelt sich zu einer wahren
Detektivin.


Die Geschichte ist sehr
wandelbar, sie hat auch einen familiären Hintergrund und es wird
auch nicht mit Emotionen gespart.


Ich habe dieses Buch
förmlich verschlungen, obwohl es mir zu Beginn etwas seicht
erschien.





Ich wollte dann aber
unbedingt wissen, wie es ausgeht und war angenehm überrascht. Dieses
Ende oder sogar die Entwicklung hab ich so nicht erwartet.


Es lohnt sich also dieses
Buch zu lesen, wenn man ein Krimifan ist.


Für alle waschechten
Thrillerfans hingegen wird es wohl doch etwas zu lahm sein. Es ist
halt eindeutig kein Thriller sondern nur ein Krimi.








Eure Bluesky_13


Rosi   

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