Die Vision

von Judith Merkle Riley 
3,5 Sterne bei36 Bewertungen
Die Vision
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Schönes älteres Schätzchen ... hat mir gut gefallen.

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Inhaltsangabe zu "Die Vision"

England, 1358: Die schöne Margaret von Ashbury ist 23 Jahre alt und bereits zum zweiten Mal Witwe. Zu einer dritten Ehe mit Gilbert de Vilers wird sie von dessen Familie gezwungen. Doch Gilbert erweist sich als guter Ehemann und Margaret lernt bald, ihn zu lieben. Als er während des Hundertjährigen Krieges gefangen genommen und auf ein Schloss in den Pyrenäen verschleppt wird, verlässt Margaret ihre Heimat und macht sich auf den langen Weg nach Südfrankreich, um ihren Mann zu retten ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548255262
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:463 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:01.01.2003

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    Ulenfluchts avatar
    Ulenfluchtvor 9 Monaten
    Unvisionär

    Eine geraubte Frau, die dann doch Liebe für ihren Zwangs-Ehemann entwickelt – Keine originelle Idee aber eine, die funktioniert. Wer will schon einen Mittelalteroman lesen, in dem es kein Licht am Ende des Tunnels gibt? Die Autorin hat eine Protagonistin geschaffen, die sich durch ihre Zeit kämpft mit Intelligenz und vor allem mit einer übersinnlichen Gabe und die dabei nie den Weg aus den Augen verliert, den ihr Herz ihr weist.

    Margaret hat also eine Gabe. Sie leuchtet im Dunkeln. Manchmal. Und sie kann heilen, jedoch nur, wenn gerade kein Kind unterwegs ist. Außerdem sieht sie Geister und unterhält sich mit ihnen. Die Grenzen zum Fantasy-Genre verwischen hier ein bisschen und im Grunde kann man das, was Judith Merkle Riley hier geschaffen hat, als Vorläufer der Romantasy-Welle sehen. Ein paar Makel hat das Buch jedoch und die sind nicht unerheblich.

    600 Seiten stark ist das Werk. Wer einen furiosen Mittelalterroman erwartet, wird aber enttäuscht: Spannung kommt eher wenig auf. Zu lange ziehen sich manche Szenen hin und zu lang sind auch so manche Gespräche unter Figuren, die eher unbedeutend sind. So kommt es vor, dass man den Faden verliert und so manche Idee bei der Auflösung dieser verpufft, weil man den Beginn verschlafen hat. Es gibt häufige Perspektivwechsel. Manchmal ist es Margaret, die erzählt, mal ein neutraler Erzähler. Die Abgrenzung ist oft unklar und erschwert das Lesen. Auch fällt ein Hang zum Pathos negativ auf. Zu sehr wird die Gabe auf die Spitze getrieben und die Geister erscheinen wie selbstverständlich.

    Hier setzt jedoch auch das Positive an: Die Autorin bemüht sich um ein authentisches Mittelalterbild. Es wird schmutzig und rüpelhaft und gefährlich. Krankheiten drohen, Kriege gefährden die Sicherheit und Ritter sind alles andere als nur holde Minnesänger. Die Charaktere sind liebevoll dargestellt, auch die weniger Guten, und so mancher erfährt eine echte Persönlichkeitsentwicklung. Alchemie und eben der Glaube an Geister werden mit Authentizität eingeflochten. Dass die Frauenfigur Margaret natürlich eine starke und intelligente Frau ist, was ich als eher mittelalteruntypisch finde, sei hier mal nicht weiter beachtet.

    Man muss es also mögen, ein solches Buch. In den 1990ern ein Bestseller, ist er jetzt eher nicht mehr zeitgemäß, aber auch nicht schädlich zu lesen.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor einem Monat
    Kurzmeinung: Schönes älteres Schätzchen ... hat mir gut gefallen.
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    Mondschein
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    reneevor 8 Monaten

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