Judith Pella Geschrieben im Wind

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Inhaltsangabe zu „Geschrieben im Wind“ von Judith Pella

1941: Keagan Hayes, der mächtigste Zeitungsmogul Kaliforniens, ist ein harter und verbitterter Mann. Was seine drei Töchter auch tun – die Anerkennung ihres dominanten Vaters können sie nicht erreichen. So versucht jede auf ihre Art, mit ihrem Schicksal ins Reine zu kommen.
Blair geht den Weg der Rebellion, Jackie sucht Kraft im Glauben und Cameron flieht in die Karriere. Als ehrgeizige Journalistin schlägt sie sich auf die Seite des schärfsten Konkurrenten ihres Vaters. Er schickt sie als Korrespondentin nach Europa. Für Cameron wird ein Traum wahr.

Ein fulminater Auftakt einer Tetralogie um Krieg, Hoffnung, Rassismus, Glaube, Familie und Träume, der mich von Beginn an fesseln konnte

— tinstamp

Beeindruckender historischer Roman!

— mabuerele

Keine einfache Kost… Ein guter Start und ich freue mich bereits auf den zweiten Band.

— peedee

Spannend, fesselnd, subtil und ruhig mit klaren Worten welche das Herz berühren und bleiben lange im Kopf

— marpije

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  • Geschrieben im Wind

    Geschrieben im Wind

    Nik75

    29. October 2017 um 08:14

    Meine Meinung:So schön könnten es die Töchter vom Zeitungsmogul Keagan Hayes haben, wenn nicht der Vater so ein Tyrann wäre. Er hat sich immer Söhne gewünscht und keine Töchter. So sind ihm seine Kinder nie gut genug. Blair rebelliert und fängt in einem Nachtklub an zu arbeiten, Jackie die bravste versteckt sich hinter ihrem Glauben und Cameron reist als Journalistin nach Europa und erlebt dort den zweiten Weltkrieg. Im Buch herrschen immer wieder die Konflikte zwischen Vater und Töchter vor. Man kann es ihm nie recht machen und er versucht auch gar nicht seine Kinder zu verstehen, oder sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Es muss alles so sein, wie er es will.Die Schwestern sind sehr interessante Protagonistinnen. Jede führt eine andere Art von Leben. Sie haben ganz unterschiedliche Charaktere, die die Autorin sehr gut beschrieben hat. In diesem Teil spielt Cameron die Hauptrolle wie ich finde, denn über sie und die Kriegsschauplätze in Europa und Russland wird am meisten berichtet.Der Roman war sehr flüssig zu lesen und hat mich nach kürzester Zeit gefesselt. Die Autorin hat es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Die Erzählungen über den zweiten Weltkrieg und Russland fand ich sehr interessant. Man hatte irgendwie ständig das Gefühl mitten drinnen zu sein im Geschehen. Nicht nur Camerons Geschichte fand ich spannend, auch die der anderen Geschwister ist gut geschrieben. Ich kann mir vorstellen, dass man Jackie und Blair in den drei anderen Bänden noch viel besser kennen lernen kann.Es ist eine wunderbare spannende Serie mit ganz vielen Emotionen und einschneidenden Ereignissen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, denn er hat mich gefesselt, berührt und fasziniert. Das Buch war spannend zu lesen und erst mal angefangen konnte man nicht mehr aufhören zu lesen.Ich kann diesen Roman auf alle Fälle weiterempfehlen und vergebe dafür 5 Sterne.

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  • GESCHRIEBEN IM WIND

    Geschrieben im Wind

    LEXI

    24. September 2017 um 14:40

    Bei „Geschrieben im Wind“ handelt es sich um den ersten von vier Bänden der Sturmzeiten-Reihe von Judith Pella, in der sie ihre Leserschaft ins Jahr 1941 versetzt. Die Autorin schildert in diesem beeindruckenden Epos die Geschichte der Familie Hayes und beginnt mit einem bitterarmen irischen Jugendlichen namens Keagan Hayes, der sich entschloss, seiner hoffnungslosen Situation in Irland zu entfliehen. Keagans scheint auf den ersten Blick den großen Traum gelebt zu haben – nach seiner Emigration nach Amerika und der Heirat mit Cecilia, der Tochter eines Zeitungsinhabers, avancierte er mit unerschütterlichem Ehrgeiz und Skrupellosigkeit zum mächtigsten Zeitungsmogul Südkaliforniens. Sein beruflicher Erfolg kann jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass sein Privatleben ein reines Desaster ist. Er terrorisiert nicht nur seine sanfte und schüchterne Ehefrau, sondern erweist sich auch seinen drei Töchtern gegenüber als kalt, manipulativ und tyrannisch. Cameron, Blair und Jacqueline hoffen vergeblich auch väterliche Zuneigung und Liebe, und so versucht jede auf ihre Weise, zumindest die Anerkennung oder die Aufmerksamkeit ihres Vaters zu erlangen.Cameron ist mit vierundzwanzig Jahren die älteste Tochter, ihre Leidenschaft gilt ebenso wie jene ihres Vaters dem Journalismus. Die attraktive junge Frau lebt in einem eigenen Apartment in Los Angeles, meidet gesellschaftliche Vergnügungen und arbeitet stets daran, ihre journalistischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Der Krieg in Europa droht täglich weiter zu eskalieren und Cameron möchte die damit verbundenen Abenteuer und den journalistischen Ruhm nicht verpassen. Sie träumt davon, nach Moskau zu reisen und vor Ort über die prekäre Situation zu berichten. Ihr Vater manipuliert jedoch das Leben seiner drei Töchter, und so sabotiert er auch Camerons Pläne. Als Keagans schärfster Rivale Max Arnett Cameron schließlich ein Angebot macht, kündigt sie ihren Job in der Zeitung ihres Vaters und arbeitet für dessen Konkurrenten. Max bietet Cameron eine Stelle aus Auslandskorrespondentin an, und über Umwege erfüllt sich Camerons Traum: als Hitler in Russland einmarschiert, wird sie ins Zentrum des Kriegsgeschehens beordert.Camerons jüngere Schwester Blair wählt den offenen Widerstand gegen ihren Vater. Der schockierende Lebensstil dieses bezaubernden und wunderschönen Mädchens beinhaltet wilde Partys, Alkohol und viele Männer. Blair träumt von einer Karriere als Schauspielerin oder Sängerin, sie bemüht sich, leichtfertig zu wirken, ist jedoch in ihrem Inneren sehr verletzlich.Jacqueline, die jüngste der drei Schwestern, ist eine hübsche und sehr sensible Collegestudentin, deren Lebensziel es ist, Grundschullehrerin zu werden. Blair ist von einem tiefen, unerschütterlichen Glauben an Gott erfüllt. Sie ist es auch, die stets als Vermittlerin fungiert und versucht, die Familie zusammen zu halten.Im vorliegenden Roman veranschaulicht Judith Pella die Familiensituation der Hayes, geht eingehend auf die einzelnen Charaktere ein und erzählt von den Träumen, Plänen und Hoffnungen, Gedanken und Gefühlen der drei Schwestern. In verschiedenen Handlungssträngen konzentriert sie sich dabei abwechselnd auf Cameron, Blair und Jackie. Ihre Protagonisten sind sehr authentisch gezeichnet. Die Autorin stellt ihren Hauptfiguren interessante Nebenfiguren zur Seite. In Johnny Shanahan findet Cameron einen guten Freund, der ebenfalls nach Russland geschickt wird und als hervorragender Journalist bereits durch den Pulitzer ausgezeichnet wurde. Bei einem Bombenangriff lernt Cameron den stattlichen vielschichtigen Arzt Aleksei Roswowschikow kennen, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, Menschen zu heilen. Dem gut aussehenden Offizier namens Gary Hobart wird ebenfalls Aufmerksamkeit zuteil, denn der intelligente und selbstbewusste junge Mann beeindruckt die wilde, ausschweifende Blair und kann sich seinerseits ihrer Anziehungskraft nur schwer entziehen. Der in Amerika geborene und aufgewachsene Sam Okuda teilt Jackies Glauben. Der kluge junge Mann möchte Schriftsteller werden. Seiner Freundschaft mit Jackie steht jedoch seine asiatische Herkunft im Wege.Judith Pella versteht es, die historischen Hintergründe über die Zeit des Zweiten Weltkrieges mit den Schicksalen der Protagonisten ihres Romans zu verweben. Im ersten Teil dieser Buchreihe konzentriert sie sich hierbei vor allem auf die älteste Tochter Cameron, die in der Sowjetunion über den Einmarsch der deutschen Wehrmacht und deren Auswirkungen berichtet. In sehr anschaulicher Weise erfährt der Leser Details über die sowjetische Bürokratie, über furchtbare Ereignisse dieses Krieges und über das Leben der russischen Bevölkerung. Die Autorin hat Fakten über einen ungeheuerlichen Vernichtungskrieg in die Handlung aufgenommen, der diesem Roman eine große Tiefe verleiht. „Geschrieben im Wind“ ist ein sehr beeindruckendes, überzeugendes und an manchen Stellen auch erschütterndes Buch, das in historische Ereignisse eintaucht und den Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit nimmt. Der einnehmende Schreibstil, die überzeugenden Figuren sowie die Handlung dieses Romans haben mir ein hoch spannendes und interessantes Leseabenteuer beschert. Sturmzeiten – Band 1 – eine erstklassige Lektüre – und eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Ich freue mich bereits auf den zweiten Band dieser Reihe.

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    • 3
  • drei Schwestern aus Amerika

    Geschrieben im Wind

    irismaria

    20. August 2017 um 16:44

    Die amerikanische Autorin Judith Pella erzählt mit dem vierbändigen Werk "Sturmzeiten" eine spannende Familiengeschichte aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Im Mittelpunkt stehen drei Schwestern, die Töchter des kalifornischen Zeitungsmoguls Keagan Hayes sind: Cameron, Blair und Jackie. Ihre Namen, die eigentlich Männernamen sind, geben schon einen Hinweis, dass Hayes eigentlich lieber Söhne gehabt hätte und das seine Töchter immer wieder spüren lässt. In der Tetralogie sind die drei erwachsen, leben aber zu Beginn noch daheim und die Leser können ihre Entwicklung begleiten. Durch die Unterschiedlichkeit der Schwestern werden verschiedene Lebenswege beschritten und die Story entwickelt sich an Orten rund um den Globus. Cameron eifert als Journalistin ihrem Vater nach, doch der will sie davon abhalten, als Auslandskorrespondentin aus dem Krieg in Europa zu berichten. Blair möchte am liebsten Schauspielerin werden, was für den Vater eine inakzeptable Berufswahl ist. Nur Jackies Wahl, Lehrerin zu werden, kommt bei ihm gut an und so wird sie zur Vermittlerin.Ein wichtiges Thema für alle der Familie ist der christliche Glaube, der von der Mutter praktiziert wird, vom Vater aber abgelehnt und die Töchter müssen ihr Verhältnis zu Gott und Glauben noch finden. "Geschrieben im Wind" ist der erste Teil der Reihe und spielt 1941. Zu Beginn sind alle in Kalifornien, doch dann geht Cameron zur Konkurrenzzeitung des Vaters und wird als Korrespondentin nach Russland geschickt. Hier fand ich es spannend zu erleben, wie die Journalisten im Krieg unter Zensur und Luftangriffen leiden mussten und doch versuchten, ihre Artikel zu schreiben. Camerons Liebesgeschichte mit einem russischen Arzt scheint hoffnungslos. Ähnlich ergeht es Jackie mit ihrer Beziehung: ihr Sam ist eigentlich als Student ein geeigneter Partner, doch er ist japanischer Abstammung und eine gemischtrassische Beziehung ist undenkbar. An Blair erleben die Leser den Weg einer jungen Frau, die unbedingt im Showbusiness berühmt werden will und dabei viel Unschönes erlebt.Spannend und berührend geschrieben und mit lebendig dargestellten Figuren, die mir schnell ans Herz gewachsen sind, ist das Buch ein echter Pageturner, der einlädt, in der Geschichte zu versinken. Nebenbei erfährt man viel über die damalige Zeit und das aus einer für mich ungewohnten Perspektive.Ich kann die Sturmzeiten-Reihe nur empfehlen!

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  • Leserunde zu "Zärtlichkeiten: Prosa fürs Herz & Gedichte fürs Sein" von Patricia Erne

    Zärtlichkeiten: Prosa fürs Herz & Gedichte fürs Sein

    Patricia_Erne

    Liebe Lovelybooker und alle, die Gedichte als Helden haben: Herzlich willkommen zu meiner ersten Leserunde des E-Books „Zärtlichkeiten“ - Prosa fürs Herz und Gedichte fürs Sein.  Wer die Liebe einmal getroffen hat, nur ein einziges Mal, der weiß: Sie ist zart. Aber gleichzeitig auch hart. Sie kann rau sein, einen zur Verzweiflung bringen, an den Rande des Wahnsinns treiben. Wer ihr begegnet ist alles, nur nicht mehr sicher. Sicher ist dabei nur eines: Alles bleibt anders. Dieses Buch ist für all jene da draußen, die trotzdem Bock drauf haben! Und zwar auf große Gefühle, auf mitreißende Worte und auf bewegende Einsichten. Es ist für jene, die auf Wolke sieben schweben: Egal, ob mit sich selbst, der großen Liebe oder der Welt. Es ist für alle, denen Worte etwas bedeuten. Und für alle, die Gedichte als Helden haben. >> Hier geht's zur LESEPROBE auf Amazon // LESERUNDE Ich würde mich über 10 Leser freuen, die das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten. Falls ich nur einen von euch damit berühren kann, bin ich glücklich :) Bewerbungsaufgabe: Schreibt mir, weshalb ihr dem Buch „Zärtlichkeiten“ eine echte Chance geben wollt. Am 16. Juni 2017 verlose und versende ich die 10 eBooks (mobi oder epub Format). // AUTORIN Patricia Erne, Jahrgang 1979, ist gebürtige Österreicherin und lebt in Bregenz am Bodensee. Schreiben, Lesen und Bücher sind seit frühester Kindheit ihre Begleiter. Beeindruckt haben sie bekannte Dichter wie Erich Fried, aber auch unbekanntere Autoren wie Andrea Schwarz hatten großen Einfluss. So verwundert es nicht, dass sie auch beruflich den Weg der „schreibenden Zunft“ eingeschlagen hat und heute als Texterin tätig ist. Ihre Liebe gilt allem, was schön und mit viel Gefühl verbunden ist: dem See, Sonnenuntergängen, der Musik und der Lyrik. ++++ Eine Bitte: Der Erhalt eines Rezensionsexemplars ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des E-Books.

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    • 298
  • Leserunde zu "Geschrieben im Wind" von Judith Pella

    Geschrieben im Wind

    Arwen10

    Für diese Leserunde wurden die Gewinner schon ausgelost. Jeder, der möchte, kann sich mit eigenem Exemplar der Leserunde anschließen. Ich danke dem francke Verlag für die Unterstützung dieser Leserunde  ! Geschrieben im Wind von Judith Pella Zum Inhalt: Sturmzeiten 11941: Keagan Hayes, der mächtigste Zeitungsmogul Kaliforniens, ist ein harter und verbitterter Mann. Was seine drei Töchter auch tun – die Anerkennung ihres dominanten Vaters können sie nicht erreichen. So versucht jede auf ihre Art, mit ihrem Schicksal ins Reine zu kommen. Blair geht den Weg der Rebellion, Jackie sucht Kraft im Glauben und Cameron flieht in die Karriere. Als ehrgeizige Journalistin schlägt sie sich auf die Seite des schärfsten Konkurrenten ihres Vaters. Er schickt sie als Korrespondentin nach Europa. Für Cameron wird ein Traum wahr. Start der Leserunde: 22. Juni Ihr könnt euch gerne terminmäßig absprechen. Band 2 bis 4 werden jeweils im Abstand von 4 bis 6 Wochen gelesen. Das hängt ein wenig von eurem Lesetempo und den Absprachen ab. So gegen Ende Oktober hätte ich gerne die Buchreihe abgeschlossen. Bei Fragen usw. wendet euch an mich.

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    • 146
  • Rezension zu "Geschrieben im Wind" von Judith Pella

    Geschrieben im Wind

    dorli

    24. July 2017 um 13:49

    In ihrer historischen Romanreihe „Sturmzeiten“ nimmt Judith Pella den Leser mit in die Zeit des Zweiten Weltkriegs und erzählt die Geschichte der Schwestern Cameron, Blair und Jackie Hayes.In diesem ersten Band der Reihe hat die Autorin die historischen Ereignisse zwischen Februar und November 1941 mit den spannenden Erlebnissen der Hayes-Töchter verknüpft und damit ein umfassendes, vielschichtiges und vor allen Dingen sehr glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet.Schon nach wenigen Seiten zeigt sich, dass die Autorin nicht nur intensiv recherchiert und ein fundiertes Wissen angesammelt hat, sondern auch in der Lage ist, dieses Wissen spannend und mitreißend zu verpacken und unterhaltsam an den Leser weiterzugeben. Judith Pella beschreibt nicht nur die einzelnen Schauplätze ausführlich und schildert die Vorkommnisse detailliert, es gelingt ihr auch, dem Leser die Gefühle und Empfindungen ihrer Figuren zu vermitteln.Die drei Töchter des mächtigen Zeitungsmoguls Keagan Hayes aus Beverly Hills sind zu Beginn dieser Geschichte zwischen 20 und 24 Jahre alt. Die jungen Frauen haben es in ihrem Elternhaus nie leicht gehabt, da Keagan sie immer hat spüren lassen, dass ihm Söhne lieber gewesen wären. Keagan ist ein selbstsüchtiger, unnachgiebiger Mann, der seinen Töchtern mit einer kaum zu ertragenden Kälte begegnet und ihnen nie eine Anerkennung für ihre Leistungen entgegengebracht hat bzw. entgegenbringt. Ehefrau und Mutter Cecilia Hayes ist bemüht, zwischen ihrem Mann und ihren Töchtern zu vermitteln und zu schlichten, doch ihre Versuche, für ein harmonisches Familienleben zu sorgen, wollen nicht gelingen.Obwohl unter den gleichen Bedingungen aufgewachsen, haben sich Cameron, Blair und Jackie zu grundverschiedenen Frauen mit unterschiedlichen Interessen und Zielen entwickelt.Cameron ist eine kompetente, äußerst ehrgeizige Journalistin. Sie arbeitet zunächst beim „Los Angeles Journal“, dessen Herausgeber Keagan ist, wechselt dann aber zum „Globe“, weil ihr hier die angestrebte Tätigkeit als Auslandskorrespondentin ermöglicht wird. Camerons Weg von L.A. über Rom, Jugoslawien, Griechenland und Ägypten nach Moskau wird sehr anschaulich und mitreißend geschildert. Ihre Reise ist geprägt von der politischen Lage und dem Kriegsgeschehen in Europa. Die Bombenangriffe, das Leid der Bevölkerung und besonders der verletzten Soldaten sowie die mangelnde Pressefreiheit machen ihr arg zu schaffen. Cameron lernt den Arzt Alex Rostow kennen und lieben, doch die Verbindung wird vom Regime in Moskau nicht gern gesehen.Camerons Erlebnisse stehen zwar in diesem Band im Vordergrund, aber auch über Blair und Jackie erfährt der Leser einiges. Blair ist eine chaotische Schauspielerin und Sängerin, die versucht, in der schillernden Welt des Showgeschäfts Fuß zu fassen. Sie lebt ein wildes, ausschweifendes Leben, doch beim Lesen ist deutlich zu spüren, dass sie sich nach Normalität und Bodenständigkeit sehnt. Dieses ist für Blair zum Greifen nah, als sie den Offizier Gary Hobart kennenlernt. Doch das Trugbild, das Blair Gary von sich vorgaukelt, zerbröselt schon bald und lässt ihre Beziehung zu dem sehr gottesfürchtigen Mann auf äußerst wackeligen Füßen stehen. Jackie ist eine intelligente, strebsame Studentin und engagierte Christin. Ihre Freundschaft zu Sam Okuda, einem Kommilitonen mit japanischen Wurzeln, wird von der Gesellschaft in Beverly Hills und ganz besonders von Keagan nicht gutgeheißen und wird im Verlauf der Romanreihe sicherlich noch für ausreichend Wirbel sorgen.„Geschrieben im Wind“ hat mich durchweg begeistert. Der Roman ist eine hervorragende Mischung aus Historie, Spannung, Emotionen und Unterhaltung – es hat Spaß gemacht, die Hayes-Schwestern kennenzulernen und sie auf dieser ersten Etappe der Tetralogie zu begleiten. Ich bin schon gespannt, was das Schicksal für die jungen Frauen bereithält und freue mich auf die weiteren Bände.

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  • Sehr tiefsinnig

    Geschrieben im Wind

    Starry-sky

    16. July 2017 um 14:06

    Das Buch, das der erste Teil einer vierteiligen reihe dieser Autorin ist, beschreibt die Geschichte der Familie Hayes. Das Buch beginnt damit, dass wir das Familienoberhaupt Keagan Hayes kennenlernen. Er ist Inhaber einer großen, bekannten Zeitung und dementsprechend ein mächtiger Mann in Kalifornien. Keagan hat drei Töchter (Blair, Jackie, Cameron), was sich für ihn wie eine schwere Strafe anfühlt, weil er lieber drei Söhne gehabt hätte. Zu seinen Töchtern hat er deswegen seit jeher ein sehr unterkühltes Verhältnis. Die drei Töchter versuchen stets, ihrem Vater alles recht zu machen und so endlich Anerkennung von ihm zu bekommen - allerdings wenig erfolgreich. Was mir an diesem Buch sehr gut gefallen hat, ist dass Judith Pella sehr authentisch die historischen Umstände der Zeit beschreibt, in der das Buch spielt. Sie geht intensiv auf die damalige politische Lage und die Lebensumstände der Menschen im Krieg ein, wodurch man tief in das Geschehen eintaucht. Trotz der Manchmal traurigen Umstände fließt immer spürbar positives mit ein, wie beispielsweise Hoffnung und Liebe.  Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat sind die authentisch beschriebenen Charaktere. Die drei Schwestern Blair, Jackie und Cameron haben zwar alles das ziel, ihren Vater zu beeindrucken, sie gehen aber alle völlig anders an dieses Ziel heran. Obwohl mir nicht immer alle Handlungen der Schwestern sympathisch waren, so kann man doch die Beweggründe der Schwestern verstehen und fühlt mit ihnen mit. Besondern Cameron war für mich ein interessanter Charakter, weil sie aus den Gepflogenheiten der damaligen Zeit ausbricht und es schafft, die aktuelle Situation auf eine positive Weise für sich zu nutzen.  Anfangs war das Buch für mich eher schwer zu lesen, weil die Seiten recht eng bedruckt sind und die Wortwahl der Autorin für mich stellenweise schwer zu lesen war. Mit der Zeit habe ich mich aber an beides gewöhnt, sodass ich mich voll und ganz auf die schöne Handlung des Buches konzentrieren konnte, und es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

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  • Fulminater Auftakt der Sturmzeit Tetralogie

    Geschrieben im Wind

    tinstamp

    14. July 2017 um 17:53

    Die Sturmzeiten Tetralogie wurde im Mai 2017 vom Francke Verlag neu verlegt und ich finde die neuen Cover sehen richtig toll aus und passen auch sehr gut zusammen.Im ersten Teil "Geschrieben im Wind" machen wir die Bekanntschaft der Familie des mächtigen Zeitungsmoguls Keagan Hayes, welcher als irischer Einwanderer in die Staaten kam. Er arbeitete sich zur Nummer Eins in Kalifornien hoch, doch trotz seines Erfolges ist er ein verbitterter und herzloser Mann: ein Tyrann. Sein Wunsch nach einem Sohn wurde ihm nie erfüllt und so hat er seinen drei Töchtern einfach Jungennamen gegeben: Cameron, Blair und Jackie. Das Versagen keinen männlichen Erben vorzeigen zu können, lässt er nicht nur seinen Töchtern, sondern auch seiner eher stillen Ehefrau Cecilia spüren, die sich Stärke im Glauben holt.Die drei Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein. Cameron, die Älteste, tritt in die Fußstapfen des Vaters und ihre Liebe gehört ebenfalls dem Journalismus. Als ihr Vater ihr immer weniger Anerkennung in der Firma zukommen lässt und ihr Steine in den Weg legt, verlässt sie die väterliche Firma und geht zu Keagans größten Konkurrenten. Dort erhält sie endlich die erhoffte Chance als Auslandskorrespondentin zuerst nach Europa und dann nach Russland zu gehen und direkt von den Kriegsschauplätzen zu berichten. Denn es ist das Jahr 1941 und die Deutschen stehen vor Moskaus Türen....Blair hingegen möchte Schauspielerin werden und kämpft genauso verbissen für ein bisschen Anerkennung ihres Vaters wie Cameron und Jackie. Dabei gerät sie aber immer tiefer in den Sumpf Hollywoods und die große Schauspielkarriere bleibt aus. Als sie schließlich in einer Bar als Nachtclubsängerin landet und sich ihr Vater ebenfalls von ihr lossagt, verfällt sie immer mehr dem Alkohol...Jackie ist die Ruhigste der Schwestern und studiert noch. Sie ist sehr gläubig und setzt sich für andere Menschen ein. So hilft sie auch Blair immer wieder aus der Patsche und freundet sich mit ihrem Mitstudenten Sam, einem Amerikaner mit japanischen Wurzeln, an. Wer etwas von der Geschichte Amerikas während des Zweiten Weltkrieges kennt, weiß was diese Freundschaft bedeutet....Diese Tetralogie hat mich bereits mit dem ersten Band, der in der Zeit von Februar bis Dezember 1941 spielt, "eingefangen". Das Leben der Familie Hayes und diese abgrundtiefe Kälte des Vaters gegenüber seines eigen Fleisch und Blut hat mich zutiefst berührt. "Kotzbrocken" ist noch ein viel zu harmloses Wort für diesen herzlosen Tyrann, der seine Familie nach und nach von sich stößt.Obwohl die Geschichte von allen Familienmitgliedern erzählt, steht Cameron in diesem Band im Mittelpunkt. Sie ist dem Vater noch am ähnlichsten und leidet doch am allermeisten. Durch die fehlende Anerkennung und Liebe hat auch sie eine Mauer um ihr Herz aufgebaut und geht keine tiefe Beziehung zu Männer ein. Mit ihrem Kollegen Johnny verbindet sie aber eine tiefe Freundschaft. Ihre Liebe zu Russland entstand durch die einzige Zeit, die sie ihrem Vater ein klein bisschen näher gebracht hat, als er selbst in Russland als Journalist tätig war und Cameron ab und zu mitgenommen hat.Vom Weltkrieg ist zu diesem Zeitpunkt in den Staaten kaum etwas zu bemerken. Das Leben der Amerikaner geht noch den gewohnten Lauf. Nur die Medien rücken die Geschnisse ins Blickfeld, doch der Krieg ist weit weg. Cameron versucht die Lage in Russland ihren Landsmännern zu übermitteln, doch die straffe Zensur macht ihr einen Strich durch die Rechnung....Blair gibt sich nach außen hin stark und ist doch unheimlich weich. Sie gibt sich für alles die Schuld und als sie endlich glaubt den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, stößt auch sie als Buße den einzigen Menschen von sich, den sie liebt.Jackie spielt im ersten Teil eine noch kleine Rolle und fällt vorallem als Vermittlerin und ruhigste Schwester auf. Sie spielt noch nach den Regeln des Vaters und scheint auch gegen seine Hartherzigkeit mehr immun zu sein, als ihre beiden Schwestern. Doch auch sie kommt eines Tages an dem Punkt, sich von ihm loszusagen.. Judith Pella zeigt in ihrer Geschichte auch unangenehme Seiten der Amerikaner, wie zum Beispiel den Rassismus auf, der auch heute noch ein Thema ist. Die Kriegsschauplätze werden sehr bildhaft beschrieben und auch die Eigenart der Russen und ihre Liebe zum Vaterland wird sehr authentisch erzählt.Besonders gut hat mir die Passage gefallen, als Cameron im Krankenhaus Kriegsverletzte aus Russland und Deutschland interviewt, und deutlich wurde, wie wenig sich das eigentlich Fußvolk unterscheidet. Einfache Soldaten, die sich nur nach ihrer Familie sehnen und keinen Sinn im Krieg sehen....egal auf welcher Seite sie stehen. Dieser Teil hat mich sehr berührt.Schreibstil:Die Autorin besitzt die Fähigkeit von Beginn an den Leser zu fesseln. Man taucht sehr schnell in diese interessante Familiengeschichte ein, deren über 500 Seiten, die leider sehr klein gedruckt und dicht beschrieben sind, trotzdem schnell gelesen sind. Man mag nämlich das Buch gar nicht mehr zur Seite lesen, sondern möchte einfach wissen, wie es weitergeht. Auch die Beschreibung der Figuren ist Judith Palla großartig gelungen. Vielleicht sind einige auch ein wenig klischeehaft, aber alleine meine Gefühle gegen Keagan Hayes haben mein Blut während des Lesens in Wallung gebracht!Fazit:Ein fulminater und interessanter Auftakt einer Tetralogie um Krieg, Hoffnung, Rassismus, Glaube, Familie und Träume, der mich von Beginna an fesseln konnte. Ich bin schon sehr auf die nachfolgenden Bände gespannt und freue mich auf ein Wiedersehen mit Cameron, Blair und Jackie.

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  • Spannender Beginn einer historischen Reihe über den 2. Weltkrieg

    Geschrieben im Wind

    mabuerele

    14. July 2017 um 17:18

    „...Deutschland schießt sich den Weg durch Europa frei, während der Russische Bär auf seinen Hinterpfoten sitzt und den Göttern, oder wen immer dieser atheistische Idiot anbetet, dankt, dass er verschont bleibt...“ Wir schreiben das Jahr 1941. In Beverly Hills feiert der Zeitungsherausgeber Keagan Hayes seinen 50. Geburtstag. Anwesend sind auch seine drei Töchter. Cameron, die Älteste, arbeitet im Verlag des Vaters. Blair träumt von einer Karriere als Schauspielerin und Jackie, die Jüngste, besucht die Highscool. Die Autorin hat einen fesselnden und beeindruckenden historischen Roman geschrieben. Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Keagan ist einst aus Irland gekommen. Im Zeitungsgeschäft hat er sich zuerst nach oben gearbeitet und dann die Tochter seines Arbeitgebers geheiratet. Dass diese ihm nur Mädchen geboren hat, hat ihn hart getroffen. Er lässt dies seine Töchter auch immer wieder spüren, das er sie nicht für vollwertig hält. Cameron hat nur einen Wunsch. Sie möchte ihrem Vater gefallen. Deshalb kniet sie sich voll in jede ihrer Reportagen. Als sie Keagan bittet, sie als Korrespondentin nach Europa zu schicken, lehnt er eiskalt ab. Sie kündet und nimmt das Angebot seines Konkurrenten an. Während Cameron und Blair sich vom Glauben abgewendet haben, findet Jackie genau darin Kraft. Der Schriftstil des Buches ist ausgereift. An Camerons Seite erlebe ich die Schrecken des Kriegsgeschehens in Europa. Außerdem begleite ich sie in die Sowjetunion. Hier begreift Cameron nicht nur, was Krieg bedeutet, sondern wird einerseits mit der sowjetischen Bürokratie und Zensur konfrontiert und andererseits heimlich über das Vorgehen der SS informiert. Dabei macht Cameron einen Reifeprozess durch und verliert ihre Naivität. Gut herausgearbeitet wird hier insbesondere die unterschiedliche Mentalität und Lebenseinstellung von Amerikanern und Russen. Währenddessen wird Blair mit den Schattenseiten der Filmindustrie konfrontiert und muss erleben, dass ihr aus Lügen aufgebautes Leben zerbricht. Geschickt werden christliche Fragen in die Handlung eingebettet. Das geschieht zum einen, wenn Jackie den Kontakt zu Blair sucht, aber auch bei Begegnungen von Cameron in der Sowjetunion. Besonders das Gespräch mit Anna, einer Russin, geht in die Tiefe. Obiges Zitat stammt aus dem ersten Teil des Buches. Unter den Journalisten wurde heftig diskutiert, ob es Deutschland wagt, die Sowjetunion anzugreifen. Das Zitat gibt die Mehrheitsmeinung wider. Neben dem Krieg durchzieht ein weiteres Thema wie ein roter Faden die Geschichte. Das ist Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Davon ist auch Amerika nicht gefeit. In Camerons und Blairs Äußerungen schwingt ab und an ein Hauch von Zynismus mit. Gleiches gilt für den Journalisten Shanahan. Die Gespräche zwischen Cameron und Shanahan variieren entsprechend der aktuellen Lage. Mal benehmen sie sich wie Konkurrenten, in anderen Situationen stehen sie zueinander. Die Geschichte verfügt über einen hohen Spannungsbogen. Das ist zum einen den historischen Ereignissen geschuldet, zum anderen den komplexen Beziehungen der Protagonisten. Hinzu kommen Ereignisse aus der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart nachwirken. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeichnet sich neben all den schon genannten Punkten durch eine exakte Recherche aus. Das helle Cover mit den Sehenswürdigkeiten von Moskau wirkt edel. Ich möchte meine Rezension mit einem Zitat von Anna schließen. Zuvor wurde sie von Cameron gefragt, wie sie mit all den Veränderungen in ihrem Leben zurechtgekommen ist. „...Dort heißt es, dass ein Samenkorn, das in die Erde gelegt wird, zuerst sterben muss, bevor es Frucht bringen kann. Und genauso ist es auch mit einer Veränderung. Sie tötet so manches in uns, damit etwas Neues wachsen kann...“

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    • 7
  • Keine einfache Kost…

    Geschrieben im Wind

    peedee

    12. July 2017 um 16:06

    Sturmzeiten, Band 1: Keagan Hayes kam als Einwanderer nach Amerika und wurde zum mächtigsten Zeitungsmoguls Kaliforniens. Er ist ein harter und verbitterter Mann, obwohl er eine nette Frau an seiner Seite und mit ihr drei Töchter hat. Doch egal, was die Töchter machen, es ist nie das Richtige: Cameron ist Journalistin und möchte unbedingt als Korrespondentin nach Europa; Blair, als angehende Schauspielerin, rebelliert gegen alles, was der Vater gutheisst; Jackie sucht Halt im christlichen Glauben. Im Jahr 1941 wird sich das Leben aller Hayes‘ drastisch verändern…Erster Eindruck: Mir gefällt das Cover sehr gut; es ist von den Farben her zurückhaltend, die imposanten Gebäude mit den Zwiebeltürmen im Hintergrund – sehr schön. Mir gefällt zudem, dass schon auf dem Cover ersichtlich ist, dass es sich bei dieser Geschichte um eine Reihe handelt; es werden klar der Reihenname sowie der Teil (Band 1) genannt. Eine Bemerkung zum Buchlayout: Die kleine Schrift und die dicht beschriebenen Seiten fallen mir leider direkt negativ auf.Mir hat es gut gefallen, die Familie Hayes kennenzulernen und sie von Februar 1941 – Dezember 1941 zu begleiten. Keagan hat beruflich und gesellschaftlich viel erreicht und könnte stolz darauf sein. Aber er ist verbittert, offenbar auch über die Tatsache, dass seine Kinder „nur“ Mädchen sind. Ich denke (hoffe!), dass er seine Töchter dennoch liebt, es nur nicht zeigen kann. Die drei scheinen mir sehr unterschiedlich. Cecilia, die Mutter, wirkt zuerst ein wenig „farblos“, sehr zurückgenommen. Ihre Position als Puffer zwischen ihrem Mann und den Töchtern ist wahrlich nicht einfach.Cameron ist ihrem Vater wahrscheinlich ähnlicher, als sie es zugeben möchte. Sie ist sehr karriereorientiert und es trifft sie hart, dass ihr Vater sie nicht unterstützt, ihr den Korrespondentenjob nicht zutraut. Sie kündigt sogar den Job bei ihm! Aufgrund Camerons Jobwechsel kommt sie doch noch zu einem Korrespondentenjob in Europa – für sie geht ein Traum in Erfüllung, insbesondere dann, als sie nach Russland reisen kann. Ich finde es sehr mutig von ihr, sich diesen Job ausgesucht zu haben. Die lesetechnische Reise in Kriegsgebiete wird sehr aufregend, dramatisch. Cameron lernt Russlands Bürokratie und Zensur kennen: Als sie ihren ersten 1‘000 Wort starken Artikel verschicken will, ist sie nach der Zensur völlig niedergeschmettert, denn es bleibt nur „Gestern Abend habe ich meinen ersten Luftangriff in Russland erlebt“ übrig! Nur noch 10 Wörter!Blair ist auf der Suche – wonach, weiss sie wahrscheinlich selbst nicht. Aber ob sie das auf den zig Partys finden wird? Die erhoffte Schauspielkarriere gelingt nicht so einfach, ganz im Gegenteil: Ihre „Karriere“ läuft mit einigen Zwischenhochs schwer bergab. Und ihr Kartenhaus, das aus vielen Lügen besteht, droht einzustürzen.Jackie ist sehr gläubig und harmonieliebend, und sie versucht immer, zu vermitteln – auch mit Hilfe von Gott. Aber von ihm wollen die beiden Schwestern meistens nichts hören. Sie glaubt stets an das Gute im Menschen, muss aber dann am eigenen Leib die Auswirkungen von Rassismus erfahren.Krieg, Familie, Liebe, Träume (die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt), Rebellion, Geheimnisse, Glaube… – dies sind nur einige der Themen dieses Buches. Mir hat es gut gefallen, die Reifeprozesse der Frauen während der Geschichte zu verfolgen. Für mich war es das erste Buch von Judith Pella und daher habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Mir gefällt ihr Schreibstil sehr, sie beschreibt die Personen und Örtlichkeiten sehr gut, so dass ich ein gutes Bild vor Augen hatte. Einen historischen Roman zu schreiben, stelle ich mir immer sehr aufwändig vor, da dies einen immensen Rechercheaufwand bedeutet. Die Geschichte ist sehr interessant und – wenn man einmal drin ist – auch sehr mitreissend. Für die Story selbst würde ich 5 Sterne vergeben, aber für das grosse Manko der kleinen Schrift und der zu dicht beschriebenen Seiten muss ich 1 Stern abziehen. Somit 4 Sterne. Ich freue mich auf den zweiten Band.

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  • Viel mehr als nur Familiengeschichte

    Geschrieben im Wind

    marpije

    09. July 2017 um 14:58

    " Geschrieben im Wind " ist der erste Teil aus vier von Judith Pella, eigentlich geht hier um eine Familiengeschichte, aber dahinter steckt viel mehr. Keagan Hayes, ein mächtige Zeitungsmogul aus Kalifornien hat der Töchter - Cameron, Blair und Jackie - die drei statt einen verständnisvollen und unzufriedenen  Vater haben einen verbitterten Mann welche kommt nicht klar dass der Los hat ihm drei weibliche Nachkommen geschenkt, statt  die männlichen . Cameron, Blair und Jackie spüren die große Kälte und Unverständnis, die probieren um die Anerkennung von ihres Vater kämpfen, doch die Versuche scheitern. Cameron probiert mit Jouranilsmus, , Blair mit Rebellion und Jackie sucht Hilfe beim Gott - der Frauen, drei Schicksale, ein Ziel...Judith Pella hat wunderschönes Buch über Liebe Geschrieben - die Eltern Liebe, die Kinder Liebe, die Liebe zum Gott und die Liebe zwischen Mann und Frau haben hier viel Platz, aber das ist nicht alles, Judith Pella hat auch wunderschönes Buch geschrieben wo die historische Hintergrund ist gründlich recherchiert, wo die Politik entscheidet über Los von Millionen Leuten , wo die Grausamkeiten aus den Krieg bekommen besonders menschlichen Riss, wo die Rassismus  gut spürbar ist und wo der Gebet und Gott hilft in besonders schwierigen Situationen.Die drei Schwestern haben sehr unterschiedliche Charaktere - Cameron ist mutig, selbstbewusst und sie geht gerade zum Ziel, Blair ist ein " gefallener Engel ", weich und mit Zweifeln geplagt, außen hart und stark, innen verletzlich und wie kleine Kind welche hat der Weg nach Hause vergessen, Jackie ist ruhig, inteligent  und sie sorgt sich mehr um andere Leute als um sich selbst - die drei haben mein Leser Herz erobert, obwohl nicht alle  ihre Handlungen sind für mich nachvollziehbar. Die Autorin beschreibt die Protagonisten besonders detailreich und mit tiefen Blick in die Gefühle und die Gedanken von denen, ich fühle von Anfang an die große Nähe zu den drei Schwestern und die große Sympathie. Auch die Nebenfiguren sind gut ausgebaut , die sind sehr facettenreich und auf die Geschehene gut angepasst.Zwischen den Zeilen hat die Autorin vielen wichtigen Botschaften für uns versteckt, sie schreibt über Lüge und Wahrheit, über Feind und Freund, über die  Unverständnis und Hoffnung und über die Veränderungen in unseren Leben - sie schreibt subtil und ruhig aber ihre klare Worte erreichen das Herz und der Kopf, die regen zum nachdenken und spenden Wärme mit Trost und noch dazu das ganze ist sehr spannend und fesselnd geschrieben, das Buch ist kaum aus der Hand weg zu legen.SEHR LESENSWERTES BUCH !!!!!

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  • "Sturmzeit" mit Tiefgang

    Geschrieben im Wind

    SiCollier

    01. October 2014 um 22:17

    Sie legte die Arme fest um ihren Körper und hätte am liebsten geweint. Um eine Frau, die sie nicht kannte? Es war ein dreckiger Krieg, und sie versuchte sich zu erinnern, warum sie vor Äonen von Jahren so erpicht darauf gewesen war, daran teilzunehmen. Sie konnte sich nicht erinnern. (Seite 424) Meine Meinung „Es wird lang und hart werden“, sagte er, als hätte er ihre Vision ebenfalls gesehen. (Seite 227) Beides trifft auch auf die Sturmzeiten-Tetralogie, von der dieses der erste Band ist, zu. Lang aber nur zu verstehen auf die Gesamtseitenzahl von knapp zweitausendzweihundert, lang oder gar langweilig ist mir beim Lesen jedoch zu keiner Zeit geworden. Im Gegenteil. Das Buch ist gut und flüssig lesbar geschrieben, so daß die Seiten nur so dahinflogen wie schon seit längerem bei keinem Roman mehr. Selbst wenn ich, was mehrfach vorkam, nur jeweils kurze Zeit zum Lesen hatte, war ich beim nächsten Mal sofort und nahtlos wieder in der Handlung drin. Als ich mir die Buchrückentexte der vier Bände ansah, fiel mir auf, daß diese Serie vom üblichen Schema (Hauptperson des einen Bandes ist Nebenperson im nächsten usf.) abweicht. Zwar ist im ersten Band der Schwerpunkt eher auf den Handlungssträngen um Cameron und Blair, während Jaqueline noch etwas im Hintergrund bleibt, aber mit welchen Problemen in den nächsten Bänden sie zu kämpfen haben wird, deutet sich bereits an. Keagan ist ein Despot, der es nie verwunden hat, „nur“ Töchter zu haben. Egal, was sie tun, sie können weder Aufmerksamkeit, geschweige denn so etwas wie Achtung von ihrem Vater erwarten. Kein Wunder, daß es die beiden ältesten aus dem Haus treibt. Während Blairs Protest in der Ablehnung der Lebensweise der Eltern besteht; sie sich, nachdem eine Hollywoodkarriere gescheitert ist, als Nachtclubsängerin verdingt, und immer mehr in einem Sumpf aus schlechtem Umgang und Alkohol versinkt, zieht Cameron zuhause aus und beginnt als Auslandskorrespondentin für die Konkurrenzzeitung zu arbeiten. Nach Stationen in Jugoslawien, Griechenland und Ägypten kommt sie schließlich ans das ersehnte Ziel: Moskau. Es ist Jahre her, daß sie hier mit Ihren Eltern lebte, als ihr Vater noch Korrespondent war. Sie hält das für die schönste Zeit ihrer Kindheit, aber was ist das für eine Stadt, in die sie voller Freude zurück kehrt? Fast jede Nacht Bombenangriffe, der Kampf gegen die sowjetische Bürokratie und vor allem die Zensur, die eine Berichterstattung fast unmöglich macht. Nicht zuletzt wegen der Erfahrungen mit Ihrem Vater hat sie sich für Beziehungen quasi immunisiert und ist umso mehr geschockt, als sie ausgerechnet hier einem Mann begegnet, der ihre Welt zum Wanken bringt, auch wenn sie sich vehement dagegen wehrt. Mit den Einzelheiten des Zweiten Weltkrieges habe ich mich nie so recht beschäftigt, so daß hier manches für mich neu und vielleicht genauso unfaßbar wie die damaligen Zeitgenossen war. Der Autorin ist es gelungen, ungemein viele Aspekte in ihrem Roman unterzubringen, aber dennoch wirkt es nie überfrachtet, alles muß einfach so sein. Wenn man weiß, wie die USA in der Folge von Pearl Harbour mit einem Teil ihrer eigenen Mitbürger umgegangen ist, ahnt man, welche Schrecken in den Folgebänden noch kommen müssen. Die Schrecken des Krieges kommen vor, doch erspart uns die Autorin glücklicherweise allzu viele Details. Am (emotional) schlimmsten sind ohnehin die eher ruhigen Szenen abseits der Front. An manchen Stellen habe ich mich an die vor vielen Jahren gelesenen Rußland-Bücher von Heinz G. Konsalik erinnert gefühlt; nicht den Stil, sondern den Handlungsverlauf betreffend. Das meine ich jetzt durchaus positiv verstanden. Zwar atmet das Buch nicht die „russische Schwermut“, aber die Unterschiede zwischen Amerikanern und Russen, zwischen den Denk- und Lebensweisen werden doch immer wieder deutlich. Ich fand es erstaunlich, wie offen die Autorin auch (für die Amerikaner) eher unangenehme Themen, wie Rassismus, anspricht. Ungewohnt für ein solches Buch auch, daß die meisten Protagonisten wenig bis gar nichts mit dem Glauben zu tun haben (wollen). Sicherlich gibt es den einen oder anderen aktiven Christen, aber nicht in der Häufung, wie man das sonst im Genre vorfindet. Zweifel und „Gott nicht brauchen“ kommen immer wieder zentral vor. Das ging so weit, daß ich mich an manchen Stellen, wenn sich dann zwei gläubige Menschen trafen, unwillkürlich gefragt habe, ob das nicht des Zufalls zu viel sei. Wenn dann jedoch selbst bei hartgesottenen Gottesleugnern „Zweifel am Zweifel“ zutage traten, geschah das in durchaus nachvollziehbaren Situationen. Immer wieder gab es Gespräch über Gott und Glauben, und diese fand ich dann überhaupt nicht unpassend oder gar aufgesetzt; sie ergaben sich nahezu zwangsläufig aus den jeweiligen Situationen und Geschichten der Figuren. Sicher hat man eine Ahnung, wie manche Entwicklung wohl enden wird, aber bis dahin ist es ein weiter und vermutlich schmerzhafter Weg - wenn es denn so kommt. Auch wenn die Schauplätze immer wieder zwischen Los Angeles und der UdSSR wechseln, liegt der Schwerpunkt hier eindeutig bei den Ereignissen, in die Cameron verwickelt wird. Dabei muß sie sich nicht nur mit den Problemen der sowjetischen Bürokratie und des Mangels in Rußland herumschlagen, sondern für sie völlig unerwartet, fast schon unerwünscht, beginnt Sie Gefühle für einen jungen Arzt namens Alex zu entwickeln. Aber kann eine solche Beziehung, mißtrauisch beäugt vom NKWD, in Zeiten des Krieges überhaupt eine Chance haben? So sind denn am Ende des ersten Bandes mehr Fragen offen als beantwortet, die Hayes-Schwestern durch Kontinente getrennt und, wie wir heutigen wissen, die schlimmsten Ereignisse stehen ihnen noch bevor. Der Auftakt zur Reihe hat sich für mich zum Pageturner entwickelt und ich werde mich wohl sehr bald ins (Lese-) Flugzeug nach Moskau setzen, um zu erfahren, wie die Geschichte weiter geht. Kurzfassung Der lesenwerte Auftakt zu einer spannenden Saga, die vor schwierigen Themen und Konflikten nicht Halt macht. Reihe „Sturmzeiten“ 1) Geschrieben im Wind 2) Von Ferne klingt ein Lied 3) Bevor der Morgen dämmert 4) Heimat meines Herzens

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