Heimat meines Herzens

von Judith Pella 
4,9 Sterne bei13 Bewertungen
Heimat meines Herzens
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marpijes avatar

Sehr gelungene Familiensaga mit gut recherchierten historischen Hintergrund

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Ein krönender Abschluss der Tetralogie rund um die Hayes Töchter, der mich insgesamt total überzeugt hat.

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Inhaltsangabe zu "Heimat meines Herzens"

1946–48: Der Krieg ist vorüber. Das Leben der Hayes-Schwestern könnte wieder in ruhigeren Bahnen verlaufen – wäre da nicht das ungeklärte Schicksal von Camerons Mann. Nachdem sich der Eiserne Vorhang gesenkt hat, kann er die
Sowjetunion nicht mehr verlassen. Doch aus Liebe zu seiner Frau setzt er alles auf eine Karte: Im Dienst des amerikanischen Geheimdienstes will er die Flucht in die Freiheit erzwingen. Als sein Plan scheitert, können Cameron, Blair und Jackie nicht länger tatenlos abwarten. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in das Reich des roten Zaren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783868276725
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:439 Seiten
Verlag:Francke-Buchhandlung
Erscheinungsdatum:01.05.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    irismarias avatar
    irismariavor 10 Monaten
    gelungener Abschluss einer großen Saga

    Die amerikanische Autorin Judith Pella erzählt mit dem vierbändigen Werk "Sturmzeiten" eine spannende Familiengeschichte aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Im Mittelpunkt stehen drei Schwestern, die Töchter des kalifornischen Zeitungsmoguls Keagan Hayes sind: Cameron, Blair und Jackie. In der Tetralogie sind die drei erwachsen und die Leser können ihre Entwicklung begleiten. Durch die Unterschiedlichkeit der Schwestern werden verschiedene Lebenswege beschritten und die Story entwickelt sich an Orten rund um den Globus.
    Der vierte Teil der Sturmzeiten Reihe, "Heimat meines Herzens" spielt 1946 bis 48. Der Krieg ist vorüber und die drei Schwestern bauen ihr Leben neu wieder auf. Allerdings ziehen sich die Schatten des Krieges bis in die Gegenwart, denn Blair kann nicht vergessen dass sie ihre Kinder verloren hat, Cameron leidet unter der Trennung von ihrem Mann, der weiterhin in Russland ist, und Jackie fühlt sich mit ihrem halbjapanischen Kind weiterhin abgelehnt. Außerdem steht die Suche nach ihrem Halbbruder Semjon in Russland im Raum. Spannend und berührend geschrieben und mit lebendig dargestellten Figuren, die mir schnell ans Herz gewachsen sind, ist das Buch wie schon die ersten Teile ein echter Pageturner, der einlädt, in der Geschichte zu versinken. Nebenbei erfährt man viel über die damalige Zeit und das aus einer für mich ungewohnten Perspektive.
    Ich kann die Sturmzeiten-Reihe nur empfehlen.

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    marpijes avatar
    marpijevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr gelungene Familiensaga mit gut recherchierten historischen Hintergrund
    Lesenswert !!!


    " Heimat meines Herzes " ist die vierte Teil aus der Reihe "Sturmzeiten "  wir begleiten die Schwestern Hayes in Jahren 1946 - 1948.
    Der zweite Weltkrieg ist vorbei, ein bisschen Normalität ist in das Leben von Familie Hayes zurückgekhert , doch die Dämonen aus der Vergangenheit sind noch längst nicht verschwunden.
    Cameron und Alex müssen der Hochzeitstag einsam feiern, weil Alex die Sowjetunion nicht verlassen kann, er ist in eine Spionage verwickelt und nur dank Hilfe von seinem Freund bleibt am Leben.
    Blair kann nicht vergessen was war auf die Philippinen passiert, sie ist glücklich mit Gary aber tief im inneren sie trauert weiter....
    Jackie muss auch nach den Krieg mit den Vorurteilen kämpfen, sie als Frau von japanischen Mann und Mutter von japanischen Kind hat, in meinen Augen , besonders schwer - ihr geliebte Mann ist tot und sie ist ständig mit die Rassismus konfrontiert.
    Die drei Schwestern reisen zusammen nach Russland um Alex zu retten, dort erleben sie sehr intensive und gefährliche  Zeit....


    Wie in vorherigen Bänden schon , auch hier hat Judith Pella meisterhaft die wahre historische Hintergrund mit die Familiengeschichte Familie Hayes verbunden. Die Beschreibungen von zerstörten Russland sind authentisch und sehr bewegend geschrieben, das Leben hinter der eiserne Vorhang war schwer und kontrolliert , die Leute dort haben fast keine Freiheiten mehr und die Zensur hat sich noch breiter gemacht.
    Die Personen sind lebendig dargestellt und die Charaktere mit vielen persönlichen Merkmalen ausgestatet, die unterschiedliche  Gefühle sind gut spürbar und die innerliche Änderungen merkbar.


    Die Reihe soll unbedingt nacheinander gelesen sein, weil der Inhalt dicht verbunden ist.


    Ich kann die Familiensaga nur weiter empfehlen, sehr gute Geschichte mit vielen spannenden Momenten , emotional und gefühlvoll geschrieben.

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    dorlis avatar
    dorlivor einem Jahr
    Rezension zu "Heimat meines Herzens" von Judith Pella

    „Heimat meines Herzens“ ist der vierte und abschließende Band der Sturmzeiten-Reihe. Die letzte Etappe der Geschichte rund um Cameron, Blair und Jackie Hayes beginnt im April 1946 - der Kalte Krieg greift um sich, die Spannungen zwischen Westmächten und Ostblock werden immer stärker.

    Für Cameron und Alex bedeutet dies, dass sie, durch den Eisernen Vorhang getrennt, ihren ersten Hochzeitstag nicht gemeinsam verbringen können. Die zahlreichen von Alex gestellten Ausreiseanträge wurden abgelehnt, Cameron hat auf ihre vielen Visaanträge nicht einmal eine Antwort erhalten. Als sich für Alex unerwartet eine Möglichkeit auftut, die Sowjetunion zu verlassen, zögert er daher nicht und lässt sich auf einen folgenschweren Handel ein…

    Jackie vermisst Sam immer noch sehr. Sie fühlt sich allein und sehnt sich nach einem Mann, der ihre Einsamkeit vertreibt und ihrer halbjapanischen Tochter Emi ein guter Vater ist. Trotz vieler Verabredungen stellt es sich jedoch als schwierig heraus, jemanden zu finden, mit dem sie sich eine Beziehung vorstellen könnte…

    Blair lebt mittlerweile mit ihrem Mann Gary in Washington. Gary hat nach Kriegsende schnell eine Stelle im Pentagon bekommen. Finanziell geht es den beiden gut, doch die grausigen Erlebnisse während ihrer Zeit auf den Philippinen wirken nach und der bisher unerfüllte Wunsch nach einem weiteren Kind macht besonders Blair zu schaffen…

    Judith Pella hat ihre Protagonisten im Laufe der Jahre viel durchmachen lassen und hört auch in diesem Band nicht damit auf, ihre Akteure in Extremsituationen zu katapultieren. Diesmal ist es Alex, der, nachdem er bei einer geheimdienstlichen Aktion aufgeflogen ist, Gewalt und Folter zu spüren bekommt. Für Cameron, die überraschend eine Möglichkeit bekommt, nach Moskau zu reisen und von ihren Schwestern und Gary begleitet wird, beginnt eine lange Zeit des Hoffens und Bangens.

    Neben den Hauptprotagonisten bereichern auch zahlreiche Nebenfiguren die Handlung – einer sticht dabei besonders hervor: Oberst Anatoli Bogorodsk. Der Beamte des MWD entpuppt sich als ein Mann, dem die menschlichen Tugenden und Werte wichtig sind und der sich trotz möglicher persönlicher Konsequenzen gegen ein fast übermächtiges System stellt.

    Judith Pella gelingt es ganz hervorragend, die vorherrschende Stimmung der Nachkriegszeit wiederzugeben und auf den Leser zu übertragen. Die beängstigende Atmosphäre des Kalten Krieges ist durchweg deutlich zu spüren, besonders die Skrupellosigkeit der Geheimdienste wird von der Autorin intensiv geschildert.

    „Heimat meines Herzens“ hat mich genauso begeistert, wie auch schon die vorhergehenden Bände. Die Sturmzeiten-Reihe hat mir nicht nur spannende, unterhaltsame Lesestunden beschert, sondern mir auch facettenreiche Einblicke in den Verlauf des Zweiten Weltkrieges ermöglicht. Es war interessant und mitreißend, die Hayes-Schwestern kennenzulernen, sie auf ihrem Weg durch eine ereignisreiche, aufwühlende Zeit zu begleiten und Verzweiflung, Angst und Schrecken, aber auch Glück und Freude mit ihnen zu teilen.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein krönender Abschluss der Tetralogie rund um die Hayes Töchter, der mich insgesamt total überzeugt hat.
    Einr wunderbare Reihe, die ich nur empfehlen kann

    ******ACHTUNG, KANN SPOILER ENTHALTEN!*****

    Im Abschlussband der Sturmzeitentetralogie befinden wir uns in der Nachkriegszeit. Wie schon in den Vorgängerbänden schließen die Bücher lückenlos aneinander an.

    Alle drei Hayes-Schwestern sind in die USA zurückgekehrt und versuchen ihr Leben wieder aufzunehmen. Blair und Gary leben in Washington, nachdem Gary eine Festanstellung im Pentagon erhalten hat. In ihrem Leben fehlt es an nichts, außer an Kindern. Doch der ersehnte Nachwuchs stellt sich nicht ein.

    Cameron feiert ihren ersten Hochzeitstag alleine, ebenso Alex. Ihre Ausreise- bzw. Einreisebewilligungen werden immer wieder abgelehnt. Dazu trägt auch die neue Spannung zwischen den beiden Supermächten bei, die immer größer wird. Die Aussichten auf eine gemeinsame Zukunft sehen düster aus....

    Jackie sollte sich langsam wieder nach einem Partner umsehen, ist die Meinung ihrer Mutter und auch ihrer Schwiegermutter. Doch die Amerikaner sehen in den Japanern noch immer ihre Feinde und das fremdländische Aussehen ihrer Tochter ist nicht unbedingt ein Vorteil. Doch Jackie ist auch noch nicht bereit einen neuen Mann in ihr Leben zu lassen und die potentiellen Bewerber tragen auch nicht wirklich dazu bei, sich neu zu verlieben.

    Alex erhält in der Zwischenzeit ein verlockendes Angebot, um endlich an eine Ausreisebewilligung zu kommen und lässt sich auf einen Deal mit einem zwielichtigen US-Geheimagent ein. Doch Alex Unternehmungen bleiben nicht unentdeckt und er wird festgenommen. Sein Schicksal ist somit besiegelt....
    Als Cameron diese Neuigkeit erfährt, setzt sie alles daran endlich nach Russland zu gelangen und Alex herauszuholen. Das "wie" ist ihr noch ein Rätsel, aber sie muss einfach vor Ort bei ihrem Mann sein. Durch eine unverhoffte Hilfe bekommt sie die langersehnten Papiere und reist sofort nach Moskau. Blair und Gary lassen sich in die Botschaft nach Moskau versetzen, um Cameron beizustehen und auch Jackie hat sich dazu entschieden Cameron zu helfen. Überraschender Weise erhält auch sie eine Einreisebewilligung und geht nach Moskau. Diese "Zufälligkeit", dass plötzlich alle drei Schwestern einreisen dürfen, nachdem Cameron vorher jahrelang erfolglos darum gekämpft hat, war mir etwas zu unrealistisch. Dies stellt aber das einzige Manko am Buch dar.

    In Russland treffen wir auf einige alte Bekannte und bangen mit Cameron und ihren Schwestern um das Leben von Alex. Aber auch Semjon kommt wieder ins Spiel und bringt noch mehr Schwung in die Geschichte, genauso wie zwei plötzliche Verehrer von Jackie.

    Der Großteil des Romans spielt diesmal in Moskau. Der Autorin gelingt es wieder meisterhaft die Zeit des Kalten Krieges zwischen Amerika und der Sowjetunion darzustellen. Die Hoffnung, dass nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Normalität wieder einkehrt, zerschlägt sich sehr rasch. Cameron entdeckt schnell, dass die Spitzeleien und die Überwachung noch härter durchgeführt werden, als bei ihrem letzten Besuch. So sieht sie anfangs auch überhaupt keine Chancen an Alex ranzukommen.

    Der Schreibstil ist gewohnt bildhaft. Die Figuren sind mir schon im ersten Band ans Herz gewachsen und sind so real und liebenswert, dass ich nun einen richtigen Abschiedsschmerz verspüre, diese nun gehen zu lassen. Zum Abschluss der Tetralogie rund um die Hayes-Töchter kann ich nur sagen, dass ich diese Reihe jedem empfehle, der Familiensagen, die im Zweiten Weltkrieg spielen, liebt. Die Bücher sollten aber unbedingt der Reihe nach gelesen werden!

    Fazit:
    Ein krönender Abschluss der Tetralogie rund um die Hayes Töchter, der mich insgesamt total überzeugt hat. Natürlich ist nicht jeder Band der Reihe gleich stark, aber ich habe die 5 Sterne immer sehr gerne vergeben. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiede ich mich von dieser Reihe, die einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal einnehmen wird.

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    LEXIs avatar
    LEXIvor einem Jahr
    HEIMAT MEINES HERZENS

    Mit dem vierten und letzten Band der Sturmzeiten-Reihe präsentiert Judith Pella eine Geschichte, die es mit den drei Vorgängerbüchern durchaus aufnehmen kann. Die Autorin versetzt ihre Leser in die Zeit nach der Beendigung des Krieges, die gesamte Handlung erstreckt sich auf einen Zeitraum von drei Jahren, nämlich von 1946 bis 1948. Der Schauplatz des Geschehens ist im Gegensatz zu den vorangehenden Büchern diesmal jedoch vorrangig Russland.

    Während Cameron, die älteste Tochter von Keagan Haye, sich immer noch im von den Sowjets besetzten Berlin befindet und alles versucht, endlich wieder nach Russland einreisen zu dürfen, lebt ihre Schwester Blair mittlerweile mit ihrem Ehemann Gary in Washington. Gary fand eine Anstellung im Pentagon und es fehlt den beiden an nichts. Einzig die unerfüllte Hoffnung auf ein Kind trübt das Glück der beiden. Jacqueline, die jüngste der Hayesschwestern, trauert immer noch tief um ihren vor eineinhalb Jahren verstorbenen Ehemann Sam. Sie liebt ihre kleine Tochter Emi und arbeitet als Lehrerin, fühlt sich jedoch trotz ihrer engen Familienbande oft einsam. Die Tatsache, dass ihr verstorbener Ehemann japanischer Herkunft war und auch ihre gemeinsame Tochter asiatische Gesichtszüge aufweist, sorgen nicht nur für Vorurteile und rassistische Anfechtungen, sie scheinen zudem auch ihre Chancen auf eine neue Partnerschaft unmöglich zu machen. Noch dazu vergleicht Jackie jeden potentiellen Bewerber mit ihrer großen Liebe – ein Vergleich, dem bislang noch kein Mann standhalten könnte. Jackies Ansicht nach kann niemand ihrem geliebten Ehemann und Seelengefährten Sam das Wasser reichen.
    Nach Camerons unzähligen gescheiterten Versuchen, ein Einreisevisum in die Sowjetunion zu erhalten, sickern plötzlich Informationen über dramatische Entwicklungen Camerons Ehemann Dr. Alexej Rostowschikow betreffend durch. Alex galt in seinem Heimatland als Kriegsveteran und Held des Großen Vaterländischen Krieges. Seine Auswanderungsanträge wurden jedoch kategorisch abgelehnt, die Spannungen zwischen den ehemaligen Verbündeten Amerika und Russland wachsen permanent. Als Alex ein verlockendes Angebot von einem amerikanischen Geheimdienstagenten bekommt, setzt er schließlich alles auf eine Karte, um aus der Sowjetunion ausreisen und mit seiner Ehefrau vereint zu sein. Das lebensgefährliche Unterfangen wird jedoch aufgedeckt, Alex wird inhaftiert und verhört. In ihrer tiefsten Verzweiflung bietet sich Cameron unverhofft eine Möglichkeit, zu ihrem Mann zu gelangen. Spontan beschließen Blair, Gary und Jackie, sie dabei zu begleiten. Auf diese Weise beginnt ein großes und äußerst gefährliches Abenteuer mit dem Ziel, Dr. Alexej Rostowschikow aus Russland zu befreien. Die Protagonisten dieses Buches erhalten jedoch durch Robert Wood, den stellvertretenden Konsul der Botschaft, Hilfestellung. Zudem bietet ein sehr mächtiger ehemaliger Freund von Alex seine Unterstützung an, begibt sich damit indessen selbst ebenfalls in höchste Gefahr. Ein atemberaubender Wettlauf gegen die Zeit beginnt, und niemand weiß, wem er noch trauen darf.

    Die Autorin hat sich in ihrem vierten und letzten Band dieser Buchreihe allergrößte Mühe gegeben und wartet mit einem hohen Spannungsbogen auf. Das Leben im Land hinter dem Eisernen Vorhang ist gefährlicher als je zuvor, unablässige Überwachung und Bespitzelung sind an der Tagesordnung. Man darf sich als Leser zudem auch darauf freuen, bekannte Figuren aus den Vorgängerbüchern wiederzutreffen. Judith Pellas einnehmender Schreibstil, die exzellente Charakterzeichnung und die hohe Wertigkeit des christlichen Glaubens sind ganz große Merkmale dieser imposanten Reihe, die durch „Heimat meines Herzens“ ihren krönenden Abschluss findet.

    Ich wage nicht zu behaupten, dass dieser finale Band tatsächlich der schönste und emotionalste dieser Reihe wäre, denn sie haben mir allesamt hervorragend gefallen. „Heimat meines Herzens“ weist jedoch meines Erachtens den größten Spannungsbogen auf und bescherte mir ein wundervolles, tief berührendes, absolut stimmiges und an manchen Stellen auch tränenreiches Finale. Ich schloss dieses eindrucksvolle Buch mit dem tiefen Bedauern darüber, dass ich nun von den mir im Verlauf der Geschichte lieb und vertraut gewordenen Personen Abschied nehmen musste. Der Ausgang einiger Schicksale war für mich zunächst nicht ganz zufrieden stellend. Nach Beendigung dieser Reihe muss ich der Autorin jedoch zugestehen, dass Judith Pellas gesamte Inszenierung im Sinne des Erschaffens von Authentizität geschuldet war und ihr dies auf vortreffliche Weise gelungen ist.

    Fazit: Die Sturmzeiten-Reihe von Judith Pella stellt ein erstklassiges Lese-Highlight dar, das ich uneingeschränkt weiter empfehlen kann. Da die einzelnen Bücher jedoch aufeinander aufbauen, sollten sie meiner Meinung nach nicht unabhängig voneinander gelesen werden.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schade - die Strumzeit-Tetralogie ist damit zu Ende! Unbedingte Leseempfehlung von mir!
    Hinter dem eisernen Vorhang

    „...Aber hinter allen steht die einfache Tatsache, dass ich weiß, wie wichtig es ist, Menschen danach zu beurteilen, wer sie sind, nicht danach, was sie sind oder welche Hautfarbe oder Religion sie haben...“


    Wir schreiben das Jahr 1946. Seit dem Krieg ist fast ein Jahr vergangen. Cameron feiert ihren ersten Hochzeitstag allein. Für diesen Fall hatte sie mit Alex einen Ablauf festgelegt. Auch Alex richtet sich danach. Eine gemeinsame Zukunft liegt in weiter Ferne, denn Alex` Ausreiseantrag aus der Sowjetunion wurde abgelehnt.

    Jackie sehnt sich wieder nach einem Partner. Doch sobald sie ihre Tochter erwähnt, ziehen sich die Männer, die sie trifft, zurück.

    Blair und Gary leben in Washington. Obwohl es ihnen finanziell gut geht und sie in der gehobenen Gesellschaft angekommen sind, fühlen sie sich nicht wohl. Die ruhe bekommt ihnen nicht.

    Es handelt sich um den vierten Teil der Sturmzeit – Tetralogie. Die Autorin hat eine gewohnt fesselnde Handlung kreiert. Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen.

    In der Sowjetunion trifft Alex den amerikanischen Geheimagenten Marquet, der ihm ein Angebot macht, das er nicht ablehnen kann, obwohl er die Gefahren sieht und dem Mann nicht traut, wie das folgende Zitat beweist:

    „...Eine solche Arroganz machte Alex mehr Sorgen als ausgesprochene Dummheit...“

    Der Schriftstil des Buches ist ausgereift. Sehr gut wird die Atmosphäre in den ersten Jahren des kalten Krieges wiedergegeben. Viele Freiheiten, die es während der Kriegszeit in der Sowjetunion gab, wurden zurückgenommen. Es ist ein Wunder, dass es allen drei Schwestern gelingt, dorthin einzureisen.

    Während Gary und Blair ihren Verpflichtungen als Angestellte der Botschaft nachkommen müssen und Cameron verzweifelt versucht, Kontakt zu Alex zu bekommen, bemühen sich zwei Männer um Jackie. Obiges Zitat stammt von einem der beiden.

    Auch die Nebenrollen werden von der Autorin gut charakterisiert und in ihrer Lebenswirklichkeit dargestellt.

    Die Zugreise nach Moskau und die Beschreibung des vom Kriege zerstörten Landes werden ausführlich beschrieben. Ein Abstecher zu Tschaikowskis Haus gibt der Handlung eine Spur Normalität.

    Einen breiten Rahmen nehmen tiefgründige Gespräche ein. Ich denke dabei an die Unterhaltung zwischen Cecelia und ihren Töchtern. Blair und Jackie haben danach ein Problem, wie sie mit der Information umgehen sollen.

    Die für mich allerdings stilistisch und inhaltlich wertvollste Unterhaltung fand in Moskau zwischen den drei Schwestern statt. Dabei kamen alle Ressentiments auf den Tisch. Es ging nicht nur um die Aufarbeitung der unterschiedlichen Kriegserlebnisse, auch um Vergeben und Verzeihen.

    An vielen Stellen wird deutlich, dass ihnen nur Gottes Hilfe die Wege ebnen kann, damit Alex und Cameron eine Zukunft haben. Dabei muss Cameron erleben, dass sich Leute zurückziehen, auf deren Hilfe sie gehofft hat, sich dafür aber unerwartet ganz neue Türen öffnen. Es geht um Freundschaft, Vertrauen und Dankbarkeit, die über das übliche Maß hinausgeht. Gleichzeitig lässt mich die Autorin an den inneren Kämpfen ihrer Protagonisten teilnehmen .Die innere stärkste Entwicklung in diesem Teil nimmt Keagan, obwohl er am eigentlichen Geschehen nur marginal beteiligt ist. Dafür vollzieht er am Ende eine unerwartete Wendung. Die vergangenen Jahre haben nicht nur den Glauben gestärkt, sondern die Familie zusammenwachsen lassen.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, eine spannende Handlung mit einem vom Glauben geprägten Leben zu verknüpfen und dabei nicht außer acht zu lassen, dass auch Christen nicht vollkommen sind.

    Kommentare: 5
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    peedees avatar
    peedeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nun habe ich die Hayes‘ so lange begleitet und es fällt mir nicht leicht, sie gehen zu lassen. Spannend und aufwühlend!
    Spannend und aufwühlend

    Sturmzeiten, Band 4: Der Krieg ist endlich vorbei. Nun könnte sich alles normalisieren, wenn da nicht das ungeklärte Verbleiben von Camerons Mann Alex wäre. Er kann nicht aus Russland raus, Cameron kann seit zwei Jahren nicht rein. Diese Ausweglosigkeit lässt Alex dazu verleiten, für den amerikanischen Geheimdienst zu arbeiten – sein Lohn: die Flucht. Doch es läuft nicht alles nach Plan. Gary, Blair und Jackie wollen Cameron unbedingt helfen, Alex zu retten und machen sich nach Russland auf…

    Erster Eindruck: Mir gefällt das Cover mit den alten Koffern hinter dem Vorhang sehr gut; es ist von den Farben her zurückhaltend und passt hervorragend zu den anderen Bänden.

    Dies ist Band 4 der Reihe und ich empfehle unbedingt, mit Band 1 zu beginnen. In dem vorliegenden Band begleiten wir die Hayes‘ von April 1946 – November 1948.

    Cameron: Eine wirklich schwierige Situation für Cameron, lange nicht zu wissen, was mit ihrem Mann ist. Später erfährt sie, dass er verhaftet wurde. Jeder weiss, dass es in russischen Gefängnissen keine „Kuschelpolitik“ gibt. Als ich die Beschreibungen der Folter gelesen habe, die Alex (stellvertretend für viele andere Menschen auch) erleiden musste, wurde mir schier schlecht. Wirklich grauenhaft!
    Blair: Rein äusserlich geht es Blair und ihrem Mann Gary gut – er hat einen guten Job und sie führen ein angenehmes Leben. Doch etwas fehlt…
    Jackie: Sowohl ihre Mutter als auch ihre Schwiegermutter sind der Meinung, dass Jackie sich ein neues Leben – mit einem neuen Mann – aufbauen sollte. Aber die bisherigen Männer waren alle nichts für sie: sobald sie sagte, dass sie ein Kind hat und dieses auch noch halb-japanisch ist, ist alles aus. Tragisch, oder? Da kommt ihr die Abwechslung mit der Reise nach Russland gerade recht.

    In Russland gibt es für den Leser ein Wiedersehen mit anderen „alten“ Bekannten: Juri, Sophia, Anatoli, Robert „Bob“ – und auch Semjon. Die Zeit in Russland ist für alle drei Schwestern sehr intensiv. Sie sind froh, dass sie einander haben. Es wird auch das eine oder andere Problem angesprochen, das seit langem für Missstimmung bei den Schwestern geführt hat. Der Glaube und die Liebe eint die Schwestern. Ich würde gerne viel erzählen, doch will ich auch nicht spoilern. Es gab für mich wirklich sehr viele intensive und bewegende Momente… einer davon ist sicherlich die Rede, die Keagan am Ende des Buches hält… schluck.
    Band 1 habe ich in der Print-Version gelesen, dann ab Band 2 als E-Book, da mir die kleine Schrift und die zu dicht beschriebenen Seiten im ersten Band wirklich Mühe gemacht haben. Mit E-Book ist alles prima. Ich kann mich hier nur von den Vorgängerbänden wiederholen: Einen historischen Roman zu schreiben, stelle ich mir immer sehr aufwändig vor, da dies einen immensen Rechercheaufwand bedeutet. Die Autorin hat es meisterhaft geschafft, die Personen lebendig erscheinen zu lassen. Nun habe ich die Hayes‘ so lange begleitet und es fällt mir nicht leicht, sie gehen zu lassen. Ein unwahrscheinlich spannender und aufwühlender letzter Band. Von meiner Seite gibt es ganz klar 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung! Danke.

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    SiColliers avatar
    SiColliervor 4 Jahren
    Sturmzeit im Kalten Krieg

    „Dann bedeutet Ihr Wort also nichts?“
    Der amerikanische Agent lachte. „Natürlich bedeutet es nichts, ich bin ein Spion.“
    (Seite 134)

    Meine Meinung

    „Und nur die Hoffnung läßt überleben“, so habe ich meine Rezi zum dritten Band der Tetralogie beendet. Über weite Strecken des abschließenden Buches bleibt den Figuren auch nicht viel mehr als Hoffnung - und irgendwann nicht mal mehr diese.

    Ich habe eine Weile mit diesem Buch gezögert, weil ich wußte, daß das bis zu einem gewissen Grade ein Agentenroman wird - und dies sind nun nicht unbedingt mein Fall. Andererseits wollte ich unbedingt wissen, wie alles ausgeht - und habe das Buch nun innerhalb weniger Tage quasi verschlungen. Obwohl es etliche Wochen her ist, seit ich das Vorgängerbuch gelesen habe, hatte mich die Geschichte sehr schnell wieder gefangen. Zwar sind mir nicht mehr alle Details präsent, aber noch erstaunlich viel aus den drei vorherigen Romanen ist im Gedächtnis geblieben. Judith Pella hat starke Figuren geschaffen, die mir vermutlich noch sehr lange präsent bleiben werden.

    Auch hier hat mich gewundert, wie offen die Autorin für die Amerikaner unerfreuliche Dinge wie die Behandlung der US-Staatsbürger mit japanischen Wurzeln während des 2. Weltkrieges und danach angesprochen hat, oder den latenten Antisemitismus in den USA, der bis hin zur offenen Diskriminierung ging. Aber auch die traumatischen Folgen für die Überlebenden spielen immer wieder eine Rolle. Von Vergebung reden ist eine Sache - eine ganz andere jedoch, wenn es an die Praxis geht. So ist das Verhältnis von Blair zu Jacqueline über weite Teile des Buches mehr als gespannt, denn sie ist noch immer nicht über die von den Japanern erlittenen Qualen hinweg.

    „In Russland soll sich ihr Schicksal erfüllen“, so heißt es auf dem Buchrücken. Über weite Strecken spielt die Handlung auch eben dort, und es ist nicht nur das Schicksal der Hayes-Schwestern, das sich dort erfüllen wird. Judith Pella ist es gut gelungen, die Stimmung in der Sowjetunion jener Tage einzufangen. Etwa die Vorsicht, weil immer und überall ein Aufpasser vom MWD gegenwärtig war, den man bei bestimmten Gelgegenheiten erst mal abschütteln mußte. Oder der Zwang, daß man vertrauliche Gespräche stets im Freien führen mußte - denn die Gebäude waren verwanzt. Bis hin zur amerikanischen Botschaft.

    Das ganze Buch hindurch empfand ich eine Art gespannter Melancholie. Gespannt, weil es streckenweise überhaupt nicht gut für die Haupt- und manche Nebenfiguren aussah; und Melancholie ist in Russland irgendwie allgegenwärtig. Allerdings merkte man dem Buch an, daß die Autorin eine Amerikanerin ist. Die richtige „russische Schwermut“ stellt sich doch nicht so ganz ein. Aber vielleicht liegt das zu einem Teil auch an der Übersetzung, die ich hier nicht so ganz rund empfand.

    Figuren wie Schauplätze konnte ich mir gut vorstellen, das Kopfkino sprang recht schnell an. Die aus den drei vorherigen Romanen offenen Enden werden hier aufgegriffen und alle zu einem Ende geführt, so daß schließlich von allen klar ist, was aus ihnen bisher geworden ist. Und sei es, daß sie, auf welche Weise auch immer, verstorben sind.

    Eine wesentliche Thematik, die in dem Buch immer wieder auftaucht, ist Schuld, Sühne, Vergebung. Und gerade Letztere ist, wie angedeutet, oft nicht einfach, und gelingt nicht immer. Etwas, was heute so aktuell ist wie damals.

    Als ich den letzten Satz gelesen hatte, fühlte ich mich wie von einer langen, aufregenden Reise zurückgekehrt. Voller Eindrücke, überwältigt von den Erinnerungen - gleichzeitig ausgepumpt und leer, weil nun alles endgültig vorbei ist. Dieses „Zurückkommen“ ging mir auch etwas zu schnell. Zwar hat sich das Erzähltempo gegen Ende hin nicht unbedingt verändert, aber - um einen Vergleich zu gebrauchen - waren die Bücher bisher wie ein prächtiges Ölgemälde, so war es gegen Ende mehr eine kolorierte Zeichnung. Alles Wesentliche war da, aber nicht mehr so ausführlich wie bisher gewohnt. Das fand ich etwas schade, denn wenn man die Figuren über so einen langen Zeitraum (zeitlich der Handlung wie auch seitenmäßig gesehen) begleitet hat, wäre ihnen wie auch dem Leser ein langsameres und deutlicheres Ausklingen zu wünschen gewesen.

    „Es wird lang und hart werden“, sagte er, als hätte er ihre Vision ebenfalls gesehen. (Geschrieben im Wind, Seite 227). Es wurde lang, und es wurde hart. Wenn die Sturmzeiten-Saga dann nach knapp zweitausendzweihundert Seiten an ihr Ende kommt, heißt es endgültig Abschied nehmen. Spätestens jetzt - auch wenn die Schlußszene in L.A. angesiedelt ist - kam sie denn doch, die russische Schwermut; vielleicht ist es aber doch eher eine gewisse Wehmut, sich von Figuren, die man durch mehr Leid denn Freud begleitet hat, ein für allemal verabschieden zu müssen. So lasse ich sie denn ziehen auf ihrem weiteren Lebensweg, von dem ich nichts mehr erfahren werde. Mögen sie lange und glücklich leben. Es ist lang und hart erkämpft.


    Kurzfassung

    Im heißen Krieg begonnen, geht die Sturmzeiten-Saga im Kalten Krieg zu Ende. Noch einmal müssen die Hayes-Schwestern viel, vielleicht zu viel, riskieren, um auf den physischen wie psychischen Trümmern der vergangenen Jahre die Grundlagen für das künftige Leben zu legen.

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    Ruth_Freyvor 7 Monaten
    Arwen10s avatar
    Arwen10vor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Arwen10s avatar
    Und hier nun der finale Band der Reihe von Judith Pella. Die Leserundenteilnehmer stehen schon fest. Leser/innen mit eigenem Exemplar dürfen sich gerne anschließen. Ich danke dem francke Verlag für die Unterstützung der Leserunde !

    Heimat meines Herzens von Judith Pella




    Zum Inhalt:

    Sturmzeiten 4
    1946–48: Der Krieg ist vorüber. Das Leben der Hayes-Schwestern könnte wieder in ruhigeren Bahnen verlaufen – wäre da nicht das ungeklärte Schicksal von Camerons Mann. Nachdem sich der Eiserne Vorhang gesenkt hat, kann er die Sowjetunion nicht mehr verlassen. Doch aus Liebe zu seiner Frau setzt er alles auf eine Karte: Im Dienst des amerikanischen Geheimdienstes will er die Flucht in die Freiheit erzwingen. Als sein Plan scheitert, können Cameron, Blair und Jackie nicht länger tatenlos abwarten. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in das Reich des roten Zaren.



    Ihr könnt euch gerne terminmäßig absprechen. Alle Bände werden jeweils im Abstand von 4 bis 6 Wochen gelesen. Das hängt ein wenig von eurem Lesetempo und den Absprachen ab. So gegen Ende Oktober hätte ich gerne die Buchreihe abgeschlossen. Bei Fragen usw. wendet euch an mich.


    Zur Leserunde

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