Die Phantasie der Schildkröte

von Judith Pinnow 
4,1 Sterne bei51 Bewertungen
Die Phantasie der Schildkröte
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anne_erberts avatar

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende verzaubert! Dieses Buch berührt, regt zum Nachdenken an und lässt kein Auge trocken.

S

Eine zauberhafte, leichte Geschichte, die einen ein Stück in die eigene Kindheit zurückversetzt und an ein modernes Märchen erinnert.

Alle 51 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Phantasie der Schildkröte"

'Manchmal ist das eigene Leben von außen betrachtet ganz anders, als man denkt. Ein zärtliches, kluges Buch, das dabei hilft, Dinge zu verändern.'

Dora Heldt

Was passiert, wenn ein Kind das Leben einer Erwachsenen in die Hand nimmt?

Edith ist Mitte vierzig und wohnt allein in einer kleinen Wohnung in Köln. Ihr Leben verläuft in sehr engen Bahnen. Tagsüber arbeitet sie bei einer Versicherung, abends schaut sie Fernsehen. Außer zu ihrer Mutter, mit der sie sich pflichtschuldig einmal im Monat trifft, um sich von ihr kritisieren zu lassen, hat sie kaum Kontakte. Das ändert sich, als sie mit einer Zehnjährigen im Aufzug stecken bleibt. Die Kleine beginnt ein raffiniertes Spiel mit ihr, der Beginn einer sehr ungewöhnlichen Freundschaft. Jeden Tag muss Edith eine neue Aufgabe erledigen, und ihr Leben verändert sich dabei mehr als sie es je für möglich gehalten hätte.

Eine poetische Geschichte über die Kraft des Wünschens.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783810530356
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:FISCHER Krüger
Erscheinungsdatum:24.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.08.2017 bei Argon Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    schokokaramells avatar
    schokokaramellvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch mit einer sehr schönen Botschaft, aber auch mit einem Ende, was ein wenig vorhersehbar war. Bleibt im Herzen ♥
    Eine Freundschaft zwischen den Zeiten

    Die ganze Montagsbluse ist versaut. Das bekomme ich nie im Leben rausgewischt jetzt auf die Schnelle. Was soll ich bloß machen? Mein Dienstagsoutfit hängt zwar schon bereit, aber so kommt ja die ganze Woche durcheinander.


    Das Leben der 40-jährigen Edith ist vor allem eines. Durchgeplant, systematisch strukturiert und dabei nicht besonders spannend. Bis sie mit dem vermeintlichen Nachbarskind Schneewittchen im Aufzug stecken bleibt, die ihr die Aufgabe stellt, eine wildfremde Person anzusprechen. 

    Was nach einer eigenartigen Begegnung klingt und das wohl auch ist, entwickelt sich nach und nach zu einer wunderschön erzählten, zarten Freundschaft, die Edith mehr Selbstvertrauen schenkt und die Erkenntnis, dass es auch gut sein kann mal aus der Comfort Zone heraus zu agieren.

    Die schrulligen Nachbarn, die immer nur böse vom Balkon schauen, sind am Ende gar nicht so schrullig, die Beziehung zur Mutter ist zwar immer noch verfahren, aber auch hier erkennt man nach dem Buch deutlich, dass es zu allem doch irgendwie eine eigene kleine Geschichte gibt und man den Charakter vielleicht fast versteht.

    Ich muss leider sagen, dass mich das Ende sehr enttäuscht hat. Die Beziehung zwischen Edith und Schneewittchen verläuft für mich leider zu schnell im Sand und endet auf eine Weise, die ich zwar von Beginn an geahnt hatte, die ich mir dann aber doch anders gewünscht hätte. Es gibt viele Bücher über Freundschaften zwischen Erwachsenen und Kindern, die sich immer ein bisschen zwischen Magie und Realität bewegen.... doch hier konnte ich nie so wirklich erkennen, was es denn nun sein soll. Bis zum Schluss...

    Dieses Buch habe ich vor allem gelesen, weil ich viele Personen kenne, die sich nichts trauen und ähnlich wie Edith in den immer gleichen Bahnen laufen und leben. Viele Menschen erkennen sich hier bestimmt wieder und überlegen sich danach (hoffentlich!) etwas zu verändern und ihr Leben wieder ein wenig mehr selbst in die Hand zu nehmen.

    Allein dafür würde ich das Buch jederzeit wieder lesen und es empfehlen, aber als Märchen oder Unterhaltungsroman konnte es mich leider nicht vollends überzeugen. Ein angenehmer Lesespaß für zwischendurch.

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    anne_erberts avatar
    anne_erbertvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch hat mich von Anfang bis Ende verzaubert! Dieses Buch berührt, regt zum Nachdenken an und lässt kein Auge trocken.
    Eine Hommage an das innere Kind

    INHALT: Edith ist Versicherungsangestellt, extrem strukturiert, Single und wohnt allein in einer kleinen Wohnung in Köln. Ihr Leben verläuft in sehr engen Bahnen. Außer zu ihrer Mutter mit der sie sich pflichtschuldig einmal im Monat trifft, um sich von ihr kritisieren zu lassen, hat sie kaum Kontakte. Das ändert sich, als sich eine Zehnjährige in ihr Leben drängt und ihr Aufgaben stellt. Edith muss merkwürdige Dinge erledigen, aber vor allem sich anderen Menschen öffnen. Auf dem Weg zu sich selbst hat sie skurrile Begegnungen, lernt ihren Großvater kennen und schließt neue Freundschaften.

    COVER: Die große Schildkröte, die glänzt und mit kleinen Sternchen verziert ist, passt hervorragend zum Inhalt des Buches und ist ein echter Hingucker. An diesem Buch konnte ich daher schon alleine deswegen einfach nicht vorbeigehen.

    SCHREIBSTIL: Der Schreibstil von Judith Pinnow ist total fesselnd und nimmt den Leser sofort mit in Ediths Welt, die total auf den Kopf gestellt wird. Die Autorin beschreibt den Wandel, den die Protagonistin durchmacht, so gut, dass man direkt mitfiebert und auch mitfühlt, wenn sie doch mal einen Rückschlag erlebt.

    MEINUNG: Das Buch ist von vorne bis hinten wundervoll! Ich habe es so schnell durchgelesen, wie schon lange keins mehr. Die verschiedenen Charaktere und ihre Geschichte hat mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Es regt auch viel zum Nachdenken an und ich denke, es wird mich auch noch eine Weile in meinen Gedanken begleiten.
    Jeder Mensch sollte manchmal eine kleine Zehnjährige haben, die sein Leben so komplett auf den Kopf stellt. Kinder sind so anders als Erwachsene. Die Welt durch ihre Augen zu erleben hat etwas sehr Aufregendes an sich und wir sollten alle wieder lernen, viel neugieriger zu sein und das innere Kind zu bewahren.

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    Fantasie_und_Träumereis avatar
    Fantasie_und_Träumereivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Warmherzige und liebevolle Geschichte über den Mut man selbst zu sein.
    Warmherzig und liebevoll

    Wer ein herziges Wohlfühlbuch sucht, das dazu anregt die eigene Lebenseinstellung zu überdenken, der sollte unbedingt zu "Die Phantasie der Schildkröte" greifen. 

    Ediths Leben ist sehr geregelt. Sie weiß ganz genau, wann welche Aktivität ansteht, wann sie welche Sendung anschaut und wann sie welches Essen zubereitet. Das vereinfacht ihr Leben. Zumindest augenscheinlich, denn passiert etwas Unverhofftes, dann wirft es sie so sehr aus der Bahn, dass sie nicht weiß, wie sie damit umgehen oder die Situation retten soll. Was das betrifft ist sie dem Held ihrer Lieblingsfernsehserie "Monk" gar nicht mal unähnlich.

    Eines Morgens begegnet sie im Fahrstuhl einem Mädchen. Einem sehr dreisten kleinen Mädchen, das ihr von nun an eine ganze Flut an irrsinnigen Aufgaben stellt, die Ediths Leben gehörig auf den Kopf stellen. 

    Ich habe "Die Phantasie der Schildkröte" so richtig gern gelesen. Das Buch hat mir einfach große Freude bereitet und lässt die Herzen aufgehen. Judith Pinnow hat einen herrlichen Humor. Nimmt ihre Protagonistin Edith gern mal ein bisschen hoch und neigt zu einer gewissen Ironie, die mich daran erinnert, dass ich nicht alles im Leben so kritisch betrachten und manche Sichtweise auflockern sollte. Manchmal ist es nicht schlecht sich an der Perspektive eines Kindes zu orientieren. Unvoreingenommen und neugierig zu sein.

    Edith ist eine wunderbare Protagonistin. Sie ist unsicher, weil sie von ihrer Mutter ständig kritisiert wird und mit wenig bis keiner positiven Verstärkung aufgewachsen ist. Vor Männern hat sie eine gewisse Scheu, denn die haben in ihrem Leben keine Rolle gespielt. Sie hat weder Kontakt zum eigenen Vater, noch zu dem der Mutter, denn die beiden liegen seit Jahren im Clinch. 

    Das kleine Mädchen, das Schneewittchen genannt werden möchte, ist so etwas wie Ediths Lebensretterin. Sie hilft ihr sich dem Leben zu stellen. Dinge anzugehen, die sie vorher mehr oder weniger geschickt umschifft hat. Es ist, als komme mehr und mehr Farbe in Ediths Leben. Als könne sie klarer sehen. Bunter denken. 

    Wir alle haben unsere kleinen Schneckenhäuser, die wir uns über Jahre aufgebaut haben. Komfortzonen, in denen wir uns wohl und sicher fühlen. Doch was machen sie wirklich mit uns? Bereichern sie unser Leben? Sorgen sie dafür, dass wir uns gut fühlen? Oder ist es einfach nur bequem dort zu verweilen? 

    "Die Phantasie der Schildkröte" regt zum Nachdenken an. Möchte, dass wir uns und unseren Lebensweg einmal genauer betrachten. Wo sind wir sehr eingefahren? Wo können wir einen Schritt nach vorn wagen? Wo müssen wir mal wieder über unseren Schatten springen, um etwas zu erleben? Wer etwas wagt, wer Ängste besiegt, wer Mauern überwindet, gewinnt an Kraft, Mut und Stärke. Das ist nicht immer leicht, aber genau das, was unser Leben, unsere eigene Persönlichkeit bereichert und wachsen lässt.

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    Hermione27s avatar
    Hermione27vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wirklich schöner liebevoller Roman, der berührt, unterhält und zum Nachdenken anregt.
    Ein wunderschöner einfühlsamer Roman, der Mut macht

    Edith ist Mitte 40, arbeitet bei einer Versicherung in Köln und lebt als Single allein in ihrer kleinen Dachgeschosswohnung. Sie hat keine Freunde, hatte noch nie eine feste Beziehung und strukturiert ihren Tagesablauf immer ganz genau durch, was sogar so weit geht, dass sie ein paar Schuhe für jeden Wochentag hat.

    Eines Tages tritt ein zehnjähriges Mädchen in ihr Leben, das ihr merkwürdige Aufgaben stellt. Edith muss hierbei einige ungewöhnliche Dinge erledigen, sich vor allem aber anderen Menschen öffnen.

     

    Meine Meinung:

    Der Roman „Die Phantasie der Schildkröte“ von Judith Pinnow ist sprachlich genauso wunderschön und liebevoll gestaltet wie schon das Cover und der Umschlag des Buches. Als Leserin gewinnt man die schrullige Edith, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, sofort lieb und begleitet sie gerne bei ihren merkwürdigen und herausfordernden Aufgaben.

    Besonders schön ist es zu lesen, wie Edith sich anderen Menschen gegenüber öffnet und sich Beziehungen zu ihrer Kollegin Nancy, der Nachbarin Frau Knoppel und anderen entwickeln. Ganz normale Themen (wie schwimmen, shoppen…) werden so behutsam und liebevoll beschrieben, dass man sich beim Lesen einfach nur wohlfühlt.

    Fast ist die Geschichte wie ein kleiner Urlaub und darüber hinaus spiegelt sie so einen netten Humor wider, dass man sich sehr gut unterhalten fühlt. Darüber hinaus hat sie mich aber auch wirklich berührt und mir Stoff zum Nachdenken gegeben.

     

    Fazit:

    Das Buch hat mir ausnehmend gut gefallen und habe die Lektüre dieses poetischen und liebevollen Romans sehr genossen.

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    Petite_biches avatar
    Petite_bichevor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine so zärtliche und wunderbare Geschichte habe ich schon lange nicht mehr gelesen :) Spannend, abwechslungsreich und mega Charaktere! ❤️
    Eine zarte und wunderbare Geschichte

    Die Phantasie der Schildkröte

    von Judith Pinnow


    Inhalt:

    Edith ist Mitte 40, Sachbearbeiterin bei einer Versicherung und lebt allein und zurückgezogen in einer kleinen Wohnung in Köln. Sie trifft sich regelmäßig, aus Pflichtgefühl mit ihrer bösartigen Mutter zum Mittagessen und pflegt sonst keine engeren Kontakte. Sie hat streng festgelegte Rituale, die ihr Halt geben - sei es das Frühstück, das täglich identisch abläuft, der Vanillejoghurt, der in der Kantine verzehrt werden muss, die Fliesen, die im Bad gezählt werden müssen, die Kleidung und die Schuhe, die sie den Wochentagen entsprechend trägt oder die Fernsehserien, die abends geguckt werden. Diese Marotten geben Ediths Tag eine Struktur und der von der Mutter von klein auf eingeschüchterten und unter Minderwertigkeitskomplexen leidenden Frau Sicherheit

    Ab dem Zeitpunkt, als sie in ihrem Wohnhaus mit einem zehnjährigen Mädchen im Fahrstuhl stecken bleibt, gerät ihr Leben ins Wanken. Das Mädchen, das sich Schneewittchen nennt, gibt Edith Aufgaben vor, für deren Bewältigung sie sich massiv überwinden muss. Nach jedem Erfolgserlebnis - und sei die Aufgabe noch so kindisch oder unnötig - ist Edith ein kleines bisschen Stolz auf sich, auch wenn es durch ihre Neurosen auch Rückschläge gibt. Dann ist aber wie von Zauberhand immer wieder Schneewittchen zur Stelle, die Edith in ihrer unbedarften, kindlichen Art dazu motiviert, weiterzumachen. Mit jeder Aufgabe entwickelt sich Edith weiter, beginnt sich auch anderen Menschen gegenüber zu öffnen und sich als Frau zu fühlen. Langsam traut sich Edith heraus aus ihrem Schildkrötenpanzer und öffnet sich für ihre Umwelt.



    Meinung:

    Auf der einen Seite ist der Roman sehr unterhaltsam und amüsant zu lesen, da Ediths Zwangsneurosen für manche Menschen nicht nachvollziehbar und ein wenig skurril sind und die Aufgaben von Schneewittchen sie vor ungeahnte Herausforderungen stellen. Andererseits stimmt es aber auch betrübt, Ediths Neurosen mitzuerleben, da sie mit ihren Zwängen ihr Leben stark einschränkt und deutlich wird, dass Edith bisher keine Freunde und keinen Spaß hatte und einfach überhaupt nicht gelebt hat. Der Roman zeigt, dass es alles andere als einfach ist, sich zu überwinden und etwas Neues zu wagen.

    Jeder Mensch hat vermutlich einen kleinen Teil von Edith in sich , bestimmte Rituale, die man bewusst oder unbewusst durchführt und nur schwer ablegen kann. Auf unkonventionelle Art zeigt u.a. Schneewittchen die ihr die schönen Seiten des Lebens.

    "Die Phantasie der Schildkröte" ist ein magisches Buch mit eigenwilligen Charakteren, das empathisch geschrieben ist und das Herz erwärmt. Der Titel verrät bereits, dass sich die Geschichte oder Teile davon nur im Kopf von Edith abspielt, was aber Ediths Schicksal nicht weniger glaubwürdig macht. Die Entwicklung von Edith von der zurückhaltenden Frau, die jeden Kontakt zu fremden Menschen mied und am Schluss vollkommen verändert ist, habe ich gerne mitgelesen. Obwohl ich Edith als Protagonistin spannend in ihrer Entwicklung fand, war sie mir an manchen Stellen einfach zu neurotisch, was aber wahrscheinlich so gewollt ist von der Autorin.

    Schließen konnte ich das Buch mit einem breiten Lächeln auf den Lippen und einem glücklichen, erwärmten Herzen – eine wirklich schöne Geschichte!

    ★★★★

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    Luthien_Tinuviels avatar
    Luthien_Tinuvielvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine warmherzige, geistreiche Geschichte um die "Eigenbrötlerin" Edith, die, auch wenn teilweise etwas kitschig, doch wunderschön ist.
    Eine liebevolle, geistreiche Verwandlung von der Schnecke zur Schildkröte.

    "Die Phantasie der Schildkröte" ist eine wunderbar warmherzige, teilweise etwas philosophisch angehauchte Geschichte von Judith Pinnow.

    Inhalt:
    Edith ist Mitte 40, Single, etwas eigenbrötlerisch. Sie hat für jeden Tag spezielle Outfits, bestimmte Tagesrituale und eigentlich keine Freunde. Planänderungen sind ihr zutiefst zuwider, alles hat seine Ordnung, in der es auch ja zu bleiben hat.
    Ihr Leben erfährt eine Wende, als sie mit einem 10-jährigen Mädchen im Aufzug steckenbleibt, das ihr verschiedene Aufgaben stellt. Zunächst widerstrebend erfüllt Edith doch nach und nach, wenn auch aus ihr selbst nicht erklärbaren Gründen, diese Aufgaben und eine Verwandung beginnt.

    Meine Meinung:
    Judith Pinnow erzählt mit "die Phantasie der Schildkröte" eine wirklich herzerwärmende Geschichte. Auch wenn das Buch irgendwann etwas kitschig wird, ist die Geschichte doch einfach wunderschön zu lesen.
    Die Hauptfigur Edith kann man, auch ohne psychologische Diagnose, als sehr eigenbrötlerisch bezeichnen. Sie ist zu Beginn der Geschichte sehr in ihr Schneckenhaus zurückgezogen, sehr nüchtern und empathielos und entsprechend nüchtern und sachlich gelingt es Judith Pinnow, Edith darzustellen. Die Wandlung in Ediths Charakter spiegelt auch der Erzählstil der Geschichte wider. Edith und die anderen Charaktere werden aus Ediths Sicht lebendig, die Geschichte ist spannend und macht eine Freude, weiterzulesen. Man möchte immer mehr von Ediths, teilweise etwas verrückten, Erfahrungen teilen. Der Erzählstil ist durchgehend warm und heiter.

    Fazit:
    Alles in allem kann ich die Geschichte hinter "Die Phantasie der Schildkröte" einfach nur als "schön" bezeichnen. Die lebhaften Charaktere mit all ihren Eigenheiten wachsen dem Leser ans Herz und man möchte Edith einfach nur auf ihrer Reise weiterbegleiten.

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    c_awards_ya_sins avatar
    c_awards_ya_sinvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte wie ein Märchen.
    Eine Geschichte wie ein Märchen

    Langweilig und festgefahren, das ist Ediths Leben. Mitte 40 steckt Edith in ihren Zwängen und ihrem Leben irgendwie fest und sowas wie Liebe lässt auch auf sich warten.

    Zur Handlung möchte ich gar nicht mehr verraten. Aus meiner Sicht hätten ein paar Dinge ruhig noch ausführlicher beschrieben sein können, weil es so schön war, anderes hätte ich auch bei völligem Fehlen nicht vermisst. Auf jeden Fall hat es mir viel Spaß gemacht Edith auf ihrem Weg zu begleiten.

    Die Geschichte kommt fast schon märchenhaft daher - ihr werdet beim Lesen wissen was ich mein - und besticht insgesamt durch die sprachliche Poesie, die Judith Pinow hier wirklich klasse zu Papier gebracht hat.


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    Claudias-Buecherregals avatar
    Claudias-Buecherregalvor einem Jahr
    Die Phantasie der Schildkröte

    Edith ist Mitte Vierzig und in ihrem Leben sowie in ihrem Handeln ziemlich gefangen. Sie lebt nach strengen Abläufen, schaut nie über den Tellerrand hinaus, hat kaum soziale Kontakte und verhält sich sehr zwanghaft, ähnlich dem Asberger Syndrom. Dann platzt ein zehnjähriges Mädchen in ihr Leben, breitet sich dort aus, stellt ihr Aufgaben und verändert durch diese Herausforderungen Ediths Leben.

    Judith Pinnow hat sich für ihren dritten Roman eine Protagonistin ausgedacht, die per se kein Sympathieträger ist. Ich habe sie jedoch sofort gemocht und mit jeder ihrer Eigenarten hat sich dieses Gefühl verstärkt. Edith ist sehr authentisch gezeichnet. Besonders glaubwürdig empfand ich, wie sich Edith eigentlich immer wieder von dem kleinen Mädchen abkapseln will, sich dann aber irgendwie doch mitten in den von ihr gestellten Aufgaben befindet. Sie lässt sich also nicht sofort darauf ein á la ,,okay, dann bin ich eben nicht mehr zwanghaft“, sondern sie durchläuft einen (zum Teil schmerzhaften) Prozess.

    Die Autorin geht sensibel mit dem Thema des zwanghaften Verhaltens um. Die Entwicklung ihrer Protagonistin, die sich so langsam aus ihrem Kokon befreit, war unglaublich interessant und einen kleinen Hauch Magie habe ich bei der Handlung verspürt, was ein nettes Extra war.

    Das Buch animiert dazu Neuem gegenüber offen zu sein, denn selbst wenn man nicht so zwanghaft ist wie Edith, sollte man sein Verhalten einmal genauer beleuchten und schauen, ob sich dort nicht doch ein paar Verhaltensmuster eingeschlichen haben, die festgefahren sind.

    Fazit: Ein wunderschönes Buch, das lebensbejahend ist, das eine tolle Entwicklung der Protagonistin beinhaltet und das mich regelrecht verzaubert hat.

    Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
    Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 1 (24. August 2017)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3810530352
    ISBN-13: 978-3810530356

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    killmonotonyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Liebevolle Idee, interessantes Konzept, schöne Umsetzung — mit dem Wermutstropfen einer zu schnellen Charakterentwicklung.
    Rezension: Die Phantasie der Schildkröte

    „Die Phantasie der Schildkröte“ von Judith Pinnow ist wieder mal ein Buch, das mich vor allem aufgrund seines Covers angelockt hat. Positive Rezensionen und ein fluffig anmutender Plot haben mich dann komplett abgeholt. Pinnow erzählt hier die Geschichte der Eigenbrötlerin Edith, die soziophob ist und vielleicht auch eine kleine Zwangsstörung hat. Eines Tages bleibt sie mit Schneewittchen im Aufzug stecken. Schneewittchen ist ein junges Mädchen, das Edith auffordert, eine Kaugummiblase zu machen, damit der Aufzug weiterfährt — was Edith natürlich in ihrem Wesen widerspricht. Die Kleine verfolgt sie auch nach diesem Vorfall weiterhin und stellt ihr immer neue Aufgaben, die Edith gehörig gegen den Strich gehen. So soll sie doch einen Fremden in der Bahn ansprechen oder etwas Gutes für die alte, kauzige Hexe aus dem Erdgeschoss tun. Nachdem sich Edith zunächst ziert, merkt sie, dass Schneewittchens Aufgaben ihren doch sehr positiven Folgen ihr doch sehr gut tun. Durch heldenhafte Schildkröten-Rettungen, verteilte Küchlein oder die nach und nach erblühende Selbstakzeptanz schafft Edith es, aus ihrem festgefahrenen Alltagstrott auszubrechen und sich endlich für das Leben zu öffnen.

    Ich gebe auf. Dieses Kind werde ich nicht los. Sie ist mir zugelaufen wie ein kleiner Hund. Sie bringt mich dazu, völlig absurde Dinge zu tun und wider alle Vernunft fühlt sich das richtig an.

    Judith Pinnow hatte hier eine sehr süße Idee, und alle Charaktere im Buch waren liebevoll und detailliert gezeichnet. Die Erzählsprache war locker-flockig und schnell zu lesen, sodass man ruck-zuck das Buch ausgelesen hatte. Die Grundidee der Handlung, dass plötzlich ein kleines Mädchen das Leben einer erwachsenen Frau dirigiert, hat mir toll gefallen, jedoch war ich etwas weniger begeistert von der relativ schnellen Wandlung Ediths. Viel zu schnell war sie nicht mehr sie selbst und viel zu schnell hat sie ihre Gewohnheiten aufgegeben. Das war so leider nicht glaubwürdig, da jemand mit so strengen Regeln in seinem Leben sich nicht einfach überzeugen lässt, verrückte Dinge zu tun. Dieser Aspekt hat mich etwas gestört. Der Part mit Ediths Flaschenpost hat mich auch nicht komplett abgeholt, aber wenn man „Die Phantasie der Schildkröte“ als reines Wohlfühl-Buch ansieht, funktioniert es doch ganz wunderbar. Die Handlung plätscherte auf 410 Seiten freudig vor sich hin, es gibt keine größeren Aufreger oder Dinge, die mich arg gestört hätten, jedoch finden hier wohl eher Freunde der seichten Unterhaltung ihr nächstes Buchschätzchen.

    Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.de

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    FrauTinaMuellers avatar
    FrauTinaMuellervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bezauberndes, mutmachendes, herzerwärmendes, poetisches Buch .. unbedingt lesen ...
    Judith Pinnow: Die Phantasie der Schildkröte

    Wie gerne habe ich diesen wunderbaren, sehr poetischen und sprachlich wunderbar formulierten Roman “Die Phantasie der Schildkröte” von Judith Pinnow gelesen. Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte verschlungen …


    Und darum geht es: Edith, eine 45-jähriges Versicherungsangestellte aus Köln, lebt tagein, tagaus ihr zwanghaftes Leben nach festen Regeln. Sie hat kaum Kontakte, außer zu ihrer Mutter, zu der sie kein innigs Verhältnis hat und mit der sie sich aus Pflichtgefühl einmal im Monat zum Thai-Essen verabredet. Ihr Alltag ist sehr strukturiert und sie bereitet ihre Arbeitswoche akribisch vor: Was sie an welchem Tag anzieht, isst, im Fernsehen schaut (ich sage nur Ella Neumann im Frühstücksfernsehen – herrlich!) etc.


    Doch dann tritt plötzlich ein zehnjähriges Mädchen in ihr Leben und beginnt, Edith immer neue Aufgaben zu stellen. Edith ist überfordert, mag sie doch Kinder noch weniger als Erwachsene. Aber durch Schneewittchen, so nennt sich das mysteriöse Mädchen, lernt Edith, sich langsam anderen Menschen zu öffnen und mutiger zu werden.

    Es ist sehr komisch zu lesen, wie Edith (man muss sie einfach sehr gerne haben ;-)) die skurrilsten Begegnungen hat und auch die Dialoge mit ihrem Großvater und anderen Menschen sind einfach herrlich. Und ich habe mich auch gefragt, wie viel Edith auch in mir steckt, frei nach dem Motto: “Sind wir nicht alle ein wenig Edith?”


    Der erste Satz:

    “Mein Gefühl sagte mir schon den ganzen Morgen, dass irgendetwas in der Luft lag.” (Seite 7)


    Betreten Sie Neuland: Es ist nie zu spät für Veränderungen 😉 und neuen Schritten auf dem Lebenspfad ;-)! Also stehen Sie Ihrem Glück nicht länger im Weg, sondern laden Sie es aktiv in Ihr Leben ein und machen Sie sich auf den Weg ;-)! Und schauen Sie auch einmal Mittwoch in Ihren Briefkasten ;-):


    “Freitags nach dem Büro leere ich  immer meinen Briefkasten. Ich habe mir das so angewöhnt. Immer zweimal die Woche, dienstags und freitags. So kann ich sicher sein, dass ich nicht umsonst hineinschaue. Es ist so deprimierend, in den kleinen leeren Kasten zu gucken, während der Schlüssel noch im Schloss steckt und der Bund hilflos hin und her baumelt.” (Seite 54)

     

    Fazit: Ein bombastisches, kraftvolles Buch mit Herz, für alle, die gerne einmal ihre Komfortzone, ihre Gewohnheiten durchbrechen möchten. Während des Lesens werden Sie gar nicht anders können, als irgendetwas in Ihrem Leben zu verändern oder sich selbst kleine Aufgaben zu stellen, die Sie auf jeden Fall mutiger machen. Und Sie werden sich unsterblich in wunderbar eigenwilligen Charaktere verlieben ;-)! Judith Pinnow ist ein bezaubernder, sehr poetischer Roman über die magische Kraft unserer Wünsche und des Wünschens an sich gelungen und ich kann es kaum erwarten, diese wunderbare Autorin am Donnerstag live auf der Buchmesse zu treffen!!! Unbedingte Kaufempfehlung (natürlich auch um zu erfahren, was es mit der Phantasie von Schildkröten auf sich hat ;-)) und bitte zahlreich verschenken – ihr wisst ja, Weihnachten und so 😉 …

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    Manchmal kann eine einzige Begegnung ein ganzes Leben verändern.

    Habt ihr vielleicht auch eine ähnliche Erfahrung gemacht? Ist schon mal jemand in euer Leben getreten, der eure Existenz auf den Kopf gestellt hat?
    Genau das ist Edith eines Tages passiert.
    Edith ist die unscheinbare Heldin von "Die Phantasie der Schildkröte", dem neuesten Roman von Judith Pinnow. Und die Person, die ihr Leben verändert hat, ist überraschenderweise ein zehnjähriges Mädchen namens Schneewittchen.
    Denkt ihr, solche lebensverändernden Begegnungen gibt es nicht?
    Dann müsst ihr unbedingt an dieser Leserunde teilnehmen und euch vom Gegenteil überzeugen lassen!

    Zum Inhalt
    Was passiert, wenn wir die Chance bekommen, unserem inneren Kind zu begegnen? Der dritte Roman von Judith Pinnow ist eine zärtliche, poetische Geschichte über die Kraft des Wünschens.
    Edith ist Mitte vierzig, Single und wohnt allein in einer kleinen Wohnung in Köln. Ihr Leben verläuft in sehr engen Bahnen. Tagsüber arbeitet sie bei einer Versicherung, abends schaut sie Fernsehen. Außer zu ihrer Mutter, mit der sie sich pflichtschuldig einmal im Monat trifft, um sich von ihr kritisieren zu lassen, hat sie kaum Kontakte. Das ändert sich, als sich eine Zehnjährige in ihr Leben drängt und ihr Aufgaben stellt. Edith muss merkwürdige Dinge erledigen, aber vor allem sich anderen Menschen öffnen. Auf dem Weg zu sich selbst hat sie skurrile Begegnungen, lernt ihren Großvater kennen und schließt Freundschaften.

    Lust auf eine Leseprobe?

    Zur Autorin
    Judith Pinnow, geboren 1973 in Tübingen, besuchte die Schauspielschule in Ulm und studierte am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. Als Schauspielerin war sie in Fernsehserien und in Filmen zu sehen. Bekannt wurde sie als Fernsehmoderatorin. Mit ihrem Ehemann und Kollegen Stefan Pinnow und ihren drei Kindern lebt die Autorin in der Nähe von Köln. Bei FISCHER erschienen ihre Romane "Läuft da was?" und "Versprich mir, dass es großartig wird".

    Zusammen mit FISCHER Krüger möchten wir euch die Chance geben, Edith und ihre neue kleine Freundin kennenzulernen und verlosen daher 25 Exemplare von "Die Phantasie der Schildkröte".

    Wenn ihr euch im im Rahmen dieser Leserunde über diese fabelhafte Geschichte austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben wollt, dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 20.08., und antwortet auf folgende Frage:

    Ediths neue Freundin bringt ihr mittels "merkwürdiger Aufgaben" bei, sich anderen Menschen zu öffnen.
    Jetzt seid ihr dran! Welche Aufgabe würdet ihr Edith stellen? Und was möchtet ihr mit eurer Aufgabe
    bei ihr bezwecken?

    Ich bin sehr gespannt auf eure Aufgaben und wünsche euch viel Glück!

    * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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