Judith Reusch

 4,7 Sterne bei 49 Bewertungen
Autorin von Gretas Männer, Anna und weiteren Büchern.
Autorenbild von Judith Reusch (©RENZ FOTOGRAFIE)

Lebenslauf

Judith Reusch wurde im Juni 1973 in Polen geboren. 
Im Zuge der sich zuspitzenden politischen Lage wanderte sie 1982 nach Deutschland aus. Nach dem Abitur begann sie mit einem Studium der Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie an der Universität Stuttgart, das sie mit einer Promotion über "Zeitstrukturen in Goethes Wahlverwandtschaften" abschloss. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in Waiblingen und arbeitet als freie Dozentin für Deutsch. "Anna. Buch der Wörter" war ihr erster Roman, gefolgt von "Liebe Amy". Im Februar 2026 ist nun bei List/Ullstein "Gretas Männer" erschienen.  

Botschaft an meine Leser

Liebe Bücherwelt da draußen, Greta ist nun endlich in die Welt hinausgezogen. Auf Insta und auf Booktok wird sie schon fleißig besprochen - und ich kann mein Glück gar nicht fassen, dass sie so oft so viele gute Rezensionen bekommt. Offensichtlich wächst Greta den Menschen beim Lesen ebenso sehr ans Herz wie mir beim Schreiben.

Solltet Ihr Euch mit mir austauschen wollen, kommt gerne auf mich zu. Auf meiner Website judith-reusch.com gibt es ein Kontaktformular, über das Ihr mich auch jederzeit direkt anschreiben könnt. Ich freue mich auf Eure Stimmen! Herzlichst


Judith Reusch

Alle Bücher von Judith Reusch

Cover des Buches Gretas Männer (ISBN: 9783471370032)

Gretas Männer

(39)
Erschienen am 26.02.2026
Cover des Buches Anna (ISBN: 9783981495379)

Anna

(10)
Erschienen am 13.02.2018
Cover des Buches Liebe Amy (ISBN: 9783982032771)

Liebe Amy

(0)
Erschienen am 02.01.2023

Neue Rezensionen zu Judith Reusch

Cover des Buches Gretas Männer (ISBN: 9783471370032)
theagri_liests avatar

Rezension zu "Gretas Männer" von Judith Reusch

theagri_liest
Eine beeindruckendes Familiengeschichte

Vielfach in den sozialen Medien gesehen, wurde ich neugierig auf diese Großmutter-Mutter-Tochter Geschichte. Und ich wurde nicht enttäuscht. 


Als Lola ihr zweites Kind Greta nennt, provoziert sie damit einen Streit mit ihrer Mutter und der Familie. Denn die erste Greta nach der das Baby benannt wurde ist Lolas Großmutter und in der Familie geächtet, da sie fünf Männer hatte. Mehr erfährt man zunächst nicht. Als Lola dann auch noch beschließt Greta zu besuchen, die auch in Stuttgart in einer Seniorenresidenz lebt, erfahren wir nach und nach was sich zugetragen hat. 


Lola ist eine moderne Frau, die eigene Entscheidungen trifft und sich gegen Manipulationen durch Mutter oder Ehemann wehrt. Sie ist selbstbewusst, fordernd, impulsiv, ungeduldig, aber auch liebevoll und extrovertiert.


Greta ist ein besonderer Charakter. Trotz mancher Schicksalsschläge ist sie optimistisch,  stark, treu. Sie hat ihre Lebenserinnerungen aufgeschrieben. Wir erleben, wie sie sich entwickelte, was ihr Leben ausmachte. Dieser Erzählstrang ist der Autorin sehr gut gelungen. Glaubhaft, authentisch. 


Maria, Greta's Tochter, ist der Charakter,  der mir am wenigsten nahe gekommen ist. So ganz konnte ich ihr Wesen nicht erfassen. Auch ihre Verletztheit konnte ich nicht wirklich nachvollziehen,  sie ist in kindlichen Empfindlichkeiten stecken geblieben, auch besitzergreifend und übergriffig. 


Als ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte dahin zu plätschert beginnt, brachte die Autorin in Form von Briefen neuen Schwung hinein und das Interesse an Gretas wurde noch mehr gepuscht. Schön war, dass Gretas Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wurden. So konnte man ein Stück nachvollziehen, wie Greta sich entwickelte und ihren Charakter gut kennenlernen. 


Den Schreibstil der Autorin empfand ich als angenehm, beobachtend, mit moderner Sprache. Greta erzählte in der typischen Sprache ihrer Generation, dies war authentisch und passte gut. Lola jung  und selbstbewusst. Auch das passt sehr gut. Das Buch liest sich leicht und flüssig. 


Mich hat diese Geschichte stark beeindruckt. Auch wenn ich manche Handlung nicht verstehen konnte und mich empörte, zeigt das, wie sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Ein schönes Zeitzeugnis.

Cover des Buches Gretas Männer (ISBN: 9783471370032)
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Rezension zu "Gretas Männer" von Judith Reusch

esther
Ich habe jede Seite geliebt!

Greta war fünfmal verheiratet. Vier ihrer Ehemänner hat sie durch tragische Unfälle oder Krankheiten verloren. Aus diesen Ehen stammt ihre leibliche Tochter Marie. Diese hat jedoch schon vor vielen Jahren den Kontakt abgebrochen. Für Marie existiert ihre Mutter nicht mehr; sie spricht nicht über sie, unterbindet jede Nachfrage und verbietet sich selbst jegliche Erinnerungen oder Gefühle. Ihre Verbitterung sitzt so tief, dass ihre eigene Tochter Lola sie nicht „Mama“ nennen darf – und auch ihr Enkelkind darf sie nicht „Oma“ rufen. 

Als Lola ihre kleine Tochter nach der ihr unbekannten Großmutter Greta nennt, führt dies zum Zerwürfnis zwischen Mutter und Tochter. 

Lola beschließt, den Kontakt zu ihrer Großmutter Greta zu suchen, und lernt sie nach 30 Jahren endlich kennen. Sie hofft auf Antworten, die ihr die eigene Mutter verwehrt: Warum brach Marie den Kontakt ab? Warum distanziert sie sich so sehr von ihrer Mutterrolle? Durch regelmäßige Besuche nähert sich Lola der Wahrheit an, lernt die Geschichten der fünf Ehemänner kennen und versteht langsam die Vergangenheit ihrer Mutter und Großmutter. 

Gretas Männer ist ein sehr einfühlsamer und zugleich fesselnder Roman. Durch ihren feinfühligen Schreibstil stellt Judith Reusch die einzelnen Figuren sehr authentisch dar. Besonders gut hat mir gefallen, wie selbstbewusst Lola sowohl ihrer Mutter als auch ihrer Großmutter gegenübertritt und ihre eigenen Bedürfnisse klar äußert. 

Gleichzeitig konnte ich Maries Verhalten gut nachvollziehen und verstehen, warum sie die Erinnerungen an ihre Mutter blockiert. Die Geschichte entfaltet sich sehr harmonisch. Jede der drei Frauen ist charakterstark und hat eine berechtigte Sichtweise auf das Familiendrama. 

Ein Buch, bei dem ich jede Seite genossen habe!

Cover des Buches Gretas Männer (ISBN: 9783471370032)
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Rezension zu "Gretas Männer" von Judith Reusch

lisbethsalander2102
Die Bienenkönigin

Mit "Gretas Männer" hat Judith Reusch eine teils spannende, interessante und für mich sehr berührende Geschichte einer wunderbaren Frau verfasst: Im Mittelpunkt steht die titelgebende Greta, aber ebenso auch die drei nachfolgenden Generationen von Frauen, ihre Tochter, Enkeltochter und gerade geborene Urenkelin. Die Handlung beginnt in den 50er Jahren im Süden Deutschlands, wo die sehr junge Greta früh heiratet, eigentlich nur um ihrem Elternhaus zu entfliehen. Doch ihr Ehemann verunglückt relativ schnell nach der Eheschließung. Greta wäre nicht Greta, offenbar eine wahnsinnig charismatische Persönlichkeit, wenn sie nicht schnell wieder einen Grund, bzw einen Mann zur Heirat findet. Schnell sterben auch die anderen Männer, nur der letzte lebt mit Greta nun in einem Seniorenheim. Dort sucht Enkelin Lola sie auf, denn sie möchte herausfinden, was zu dem Bruch zwischen Greta und ihrer Tochter Marie, Lolas Mutter geführt hat. In bewegenden Bildern erfahren wir Stück für Stück aus wechselnden Perspektiven, nach und nach die Ereignisse aus Gretas bewegtem Leben. Mich hat das alles sehr berührt, es war zu keiner Zeit langweilig. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wundervoll. Die Protagonistin Greta ist (ebenso) wie Judith Reusch eine sympathische Person, der ich  mich von Beginn an nahe fühlte. Die alte Dame hatte ihr Leben lang ein großes Herz, so sehe ich es zumindest, auch wenn einige Menschen aus ihrem direkten Umfeld dazu eine etwas andere Meinung hatten. Mich hat dieses Buch sehr berührt, deshalb gibt es von mir natürlich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!         

Gespräche aus der Community

Fünf Männer haben Gretas Namen neben den ihren gestellt. Fünf Versprechen, fünf Anfänge, fünf Abschiede - und dazwischen eine Frau, die zwischen Hingabe und Verlust nie aufhörte, nach sich selbst zu fragen. Lasst uns darüber sprechen, wie viel eine Frau für das Familienleben und gesellschaftliche Anerkennung opfern muss, und inwieweit sie dabei sich selbst und ihren Gefühlen treu bleiben darf!



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Letzter Beitrag von  buecherwurm1310

Greta hat kein einfaches Leben, aber sie hatte auch Glück. Dass sie in der Pfarrersfamilie bleiben und Abitur machen kann, ist in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich.

Durch Uli kann sie sich von der Pfarrersfamilie lösen und ihr Leben gewinnt an Leichtigkeit. Aber sie ist zielstrebig und zieht ihr Ding durch, wird auch selbstbewusster. Schade, dass diese Liebe tragisch endet.

Gretas Brief an ihre Urenkelin ist berührend. Ich bin gespannt, warum Gretas Familie sie so behandelt. Was ist da vorgefallen? Lola wird durch das Schweigen neugierig auf ihre Großmutter. Es ist schön, dass Greta sie so herzlich behandelt.

Mir gefällt auch, wie Greta zu ihrem letzten Mann steht. Das ist bestimmt nicht einfach.

Polen 1981: Ania ist acht Jahre alt, als sie morgens
in ihrem Zuhause nur die Großmutter vorfindet. Ihre Mutter Theresa hat sie und ihre Schwester in Polen allein zurückgelassen und ist ihrem vorher geflohenen Ehemann nach Deutschland gefolgt.  Ania bleibt bei ihren Großeltern und rettet sich in der folgenden, chaotischen Zeit in eine Welt der scheinbaren Ordnung, indem sie sich ein Buch der Wörter erstellt. Darin versucht sie, alle für sie nicht begreifbaren Begebenheiten wie in einem Lexikon aufzulisten und zu erklären. Die anfangs nur auf wenige Wochen hin geplante Trennung der Familie dauert fast ein Jahr an, da in der Zwischenzeit in Polen der Kriegszustand ausgerufen wird und alle Ausreisen damit verhindert werden. 

Als nach einem Jahr endlich auch beide Kinder außer Landes gelassen werden, gelangen sie in Deutschland in eine vollkommen neue Welt, in der das von Ania aufgesetzte Buch der Wörter keinen Nutzen mehr bringt, da dem kleinen Mädchen die polnische Sprache abhandenkommt. Alles
ist anders, aus Ania ist eine Anna geworden, und diese muss neue Wörter lernen, ein neues Buch erstellen, in welchem sie die unbekannte Welt zu begreifen lernt. 

Die zwei Jahre im Leben Annas und ihrer Mutter spiegeln sich in kleinen, alltäglichen Details wiederum 35 Jahre später in einem einzigen Tag der Lektorin Thea wider, die diese Geschichte als Manuskript auf ihrem Schreibtisch vorfindet. Durch die Lektüre der gelungenen Integration Annas gelingt es Thea unbewusst, sich aus der eigenen, selbst erwählten Isolation zu befreien.



49 BeiträgeVerlosung beendet
Jessica_Dianas avatar
Letzter Beitrag von  Jessica_Diana
mich hat das buch sehr berührt hier meine Rezis: https://www.lovelybooks.de/autor/Judith-Reusch/Anna-1517022528-w/ http://www.lesejury.de/rezensionen/deeplink/126813/Product bei Amazon wartet es noch auf die Freigabe wird aber den gleichen titel haben wie bei diesen Rezis :) danke für das Buch ♥

Zusätzliche Informationen

Judith Reusch wurde am 28. Juni 1973 in Tarnowitz (Polen) geboren.

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