Judith Rossell

 4.3 Sterne bei 29 Bewertungen

Lebenslauf von Judith Rossell

Empfehlung für alle, die gut geschriebene Kinderbücher schätzen: Die australische Autorin hat zunächst einige Jahre als Wissenschaftlerin für die australische Regierung und in einer Baumwollspinnerei gearbeitet. Im Anschluss daran machte sie sich als Autorin und Illustratorin selbstständig. Inzwischen hat sie unzählige Kinder- und Jugendbücher geschrieben und illustriert. In Deutschland ist sie vor allem für ihre Rätselbücher und die Reihe „Stella Montgomery“ bekannt. Sowohl Band 1 „Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert“ als auch der zweite Band „Stella Montgomery und der schaurige See von Wormwood Mire“ erschienen im Jahr 2018 und überzeugen vor allem durch die sorgfältig ausgearbeiteten Details, die den Leser mit Leichtigkeit, Humor und der richtigen Prise Grusel in das Viktorianische Zeitalter Englands zurückversetzen. Mit einer Walross-großen Katze lebt Judith Rossell in Melbourne und ist kreativ noch lange nicht erschöpft, ihre Fans mit wunderschönen Illustrationen und spannenden Geschichten zu beschenken.

Alle Bücher von Judith Rossell

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Piratenfluch

Piratenfluch

 (1)
Erschienen am 03.02.2010
Das Rätsel des goldenen Krokodils

Das Rätsel des goldenen Krokodils

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Erschienen am 23.01.2009
Piratenfluch

Piratenfluch

 (1)
Erschienen am 15.01.2008
Sam and the Killer Robot

Sam and the Killer Robot

 (0)
Erschienen am 03.12.2008
Inspector Rockfort & the Missing Jewels

Inspector Rockfort & the Missing Jewels

 (0)
Erschienen am 28.03.2007
Withering by Sea

Withering by Sea

 (0)
Erschienen am 01.01.1867

Neue Rezensionen zu Judith Rossell

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Rezension zu "Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert" von Judith Rossell

Nett, aber etwas langatmig
Nadezhdavor 7 Tagen

An sich hat Judith Rossell hier eine nette Geschichte in einem interessanten Setting (Luxushotel und Vergnügungspier in einem englischen Kurort) und mit magischen Momenten abgeliefert.

Ich halte es von der Grundidee her allerdings für wenig realistisch und nachahmenswert, dass ein Kind von einem ihm nahezu Unbekannten ein Fläschchen mit einer geheimnisvollen Substanz anvertraut bekommt, verspricht, es zu verstecken und zu beschützen, und dieses Versprechen dann auch noch unter Einsatz des eigenen Lebens und seiner Gesundheit hält. Meine eigenen Kinder würde ich lieber dazu ermutigen, solche Versprechen, deren Ausmaß und Konsequenzen man nicht absehen kann, und dann auch noch eingefordert von sich suggestiv verhaltenden Erwachsenen, gerade nicht zu geben.

Die Heldin des Buches, Stella Montgomery, ist ein sympathisches, mutiges und aufgewecktes Mädchen, Vollwaise, in einem leider komplett klischeebeladenen Umfeld. Sie darf nichts als sich gerade halten, sticken, französische Konversation pauken und ansonsten schweigen; Trost und kleine Fluchten findet sie in nur einem alten Atlas. Etliche Figuren, v.a. ihre Tanten, sind schmerzhaft stereotyp gezeichnet und es steht zu hoffen, dass die Folgebände das vielleicht noch ein wenig aufbrechen.

Von diesen Abstrichen abgesehen, hat die Geschichte mir durchaus gefallen, sie hätte jedoch für meinen Geschmack weniger ermüdende Beschreibungen und deutlich mehr Spannung vertragen können. Gerade bei Kinderbüchern, finde ich, sollte eine Geschichte schneller an Fahrt aufnehmen, damit die junge Leserschaft auch „dranbleibt“. Das wird im letzten Drittel des Buches besser.

Mächtig geärgert hat mich der Cliffhanger. Ich habe grundsätzlich nichts gegen kleine Cliffhanger (bei diesem Buch z.B. die genaue Klärung der Familienverhältnisse), wenn die Geschichte an sich weitgehend abgeschlossen ist – aber hier fehlt auch die Antwort auf die bereits zu Beginn des Buches aufgeworfene Frage, von welchem magischen Völkchen die Heldin möglicherweise zur Hälfte abstammt, und das hätte ich am Ende des Buches, wo diese Frage nochmal vertieft wird, dann doch gern aufgelöst gesehen. Auch die Reaktion der Tanten auf den „Ausflug“ hätte mich sehr interessiert. Hier ist also meiner Ansicht nach zu viel Stoff in den Folgeband geschoben worden, und so habe ich diese an sich nette Geschichte unbefriedigt und ein wenig grummelig zugeklappt. Dem zweiten Teil würde ich aber auf jeden Fall eine Chance geben und schauen, ob die Figuren sich noch entfalten dürfen und ein wenig mehr Spannng aufkommt.

Die schönen Illustrationen von Nina Dulleck, besonders die singenden Katzen und das opulente Cover, habe ich mit großem Vergnügen betrachtet.

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Kaitos avatar

Rezension zu "Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert" von Judith Rossell

Stella Montgomery - fantasievoll, intelligent, spannend und etwas gruselig
Kaitovor 17 Tagen

Ein junges Mädchen erlebt in viktorianischen England ein Abenteuer voll Fantasy. 

Inhalt:
Stella hat sich aus dem Hotelzimmer ihrer drei schrulligen Tanten geschlichen, um ihren Atlas zu retten. Aber warum schlafen in der Eingangshalle die Hotelgäste merkwürdig verrenkt in ihren Sesseln? Ob das mit dem Kerzenleuchter in Form einer Hand zusammenhängt? Und wie kann es sein, dass ein angeblich toter Mann sich in eine Vogelscheuche verwandelt?

Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Man taucht direkt in Stellas Leben ein, erlebt ihren Alltag mit ihren Tanten und macht einen Ausflug in ihre Fantasy-Welt. Mit der Zeit entwickelt Stella viel Mut, findet Freunde und entdeckt spannende Geheimnisse. Trotz einige übernatürlicher und magischer Ereignisse wirkt die Geschichte dabei aber immer sehr realistisch. Durch die Hotelbewohner erleben wir hautnah, wie das Leben im viktorianischen England für ein junges Mädchen gewesen sein muss.

Judith Rossell nimmt sich immer die Zeit um Schauplätze und Personen anschaulich und lebendig zu beschreiben.
Die Handlung hält einige Überraschungen bereit und ist vom Anfang bis zum Ende fesselnd und spannend. Trotz der vielen schönen Details hat sie keine Längen und lässt sich angenehm flüssig lesen. 
Man merkt recht schnell, dass die Abenteuer von Stella auf mehrere Bände angelegt sind, denn einige Geheimnisse wollen sich einfach nicht lösen lassen.
Das ist aber nicht schlimm, denn es gibt auch genug Rätsel, die gelöst werden und Abenteuer die bestanden werden wollen.

Ergänzt wird die Geschichte von den zauberhaften Illustrationen der Autorin selbst.
Die hübschen, detailreichen Zeichnungen bilden wichtige und besonders interessante Szenen ab, oder ergänzen den Text durch Bilder von Gegenständen, Tieren und vielem mehr. Die Bilder laden auch immer wieder zum Blättern durch das Buch ein, um alle Details zu erforschen.

Was mich etwas irritiert hat, war der Titel des Buches „… und die bedauerliche Verwandlung des Mr. Filbert“.
 Zwar spielt der erwähnte Mr Filbert eine ziemlich wichtige Rolle, kommt insgesamt aber nur ziemlich kurz vor. 
Vielleicht brauchte der Verlag für die jungen, deutschen Leser einfach einen abenteuerlicheren Titel als "Withering-by-Sea" und auch ein "spannenderes" Cover. Das deutsche Cover unterscheidet sich dadurch stark von den Illustrationen im Inneren des Buches. Aber wenigstens hat der Verlag diese Änderungen auch beim zweiten Band durch gezogen.

Fazit:
Spannend, fantasievoll und überraschend, all das ist das Abenteuer von Stella Montgomery. Obwohl ich eigentlich schon etwas zu alt für Bücher dieser Zielgruppe bin, hatte ich großen Spaß beim lesen und habe richtig mit Stella mitgefiebert. Ich freue mich schon sehr auf ihr nächstes Abenteuer.

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ConnyKathsBookss avatar

Rezension zu "Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert" von Judith Rossell

Viktorianischer Fantasy-Krimi für Kinder mit ein paar Schwächen
ConnyKathsBooksvor 17 Tagen

Withering-by-Sea, ein kleines viktorianisches Städtchen: Die 11-jährige Stella lebt gemeinsam mit ihren drei Tanten im Hotel Majestic, das direkt über dem Meer thront. Doch anstatt Französische Konversation und Haltung zu üben, stöbert das Mädchen lieber heimlich in ihrem Atlas und träumt von fernen Welten. Eines Tages beobachtet sie, wie Hotelgast Mr Filbert ein kleines Päckchen in einem Blumentopf versteckt. Kurz darauf wird Stella Zeuge eines mysteriösen Verbrechens und gerät in ein gefährlich-magisches Abenteuer.

"Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert" stammt aus der Feder von Judith Rossell. Kinderbücher lese ich immer mal wieder gern, doch so richtig überzeugt hat mich das Ganze leider nicht, auch wenn ich die Zielgruppe berücksichtige.

Zum einen hatte ich eine andere Erwartung. Nach der Inhaltsangabe und den erwähnten Auszeichnungen war ich eher auf einen Krimi aus, doch die Geschichte beinhaltet überraschend viele Fantasyelemente.

Zum anderen ist der Roman recht einfach gestrickt und schnell durchschaubar. Großen Tiefgang darf man hier nicht erwarten. Durch den kindgerechten Schreibstil mit kurzen Sätzen liest sich das Buch zwar schnell weg, doch so richtig fesseln konnte mich die Handlung nicht. Vor allem in der zweiten Hälfte schwand meine Leselust immer mehr dahin.

Auch die Figuren sind noch ausbaufähig, beispielsweise die drei  schrulligen Tanten. Mit Protagonistin Stella konnte ich dennoch mitfiebern. Ein sympathisches Mädchen, das zudem ein Geheimnis umgibt. Leider bleiben am Ende viele Fragen offen - meine Lust auf die Fortsetzung hält sich trotzdem in Grenzen.

Positiv erwähnen möchte ich aber noch die wunderbar-gelungenen Illustrationen der australischen Autorin. Dafür gibt es auf alle Fälle einen Pluspunkt.

Insgesamt kann ich daher die "Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert" nur eingeschränkt empfehlen. Ein viktorianischer Fantasy-Krimi, der Kindern bis 10 Jahre vielleicht noch Spaß machen könnte. Älteren Lesern würde ich eher abraten. Daher 3 Sterne von mir.

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