Ca. 750 g Glück – Das kleine Buch über die große Lust sein eigenes Sauerteigbrot zu backen

von Judith Stoletzky und Lutz Geißler
4,1 Sterne bei39 Bewertungen
Ca. 750 g Glück – Das kleine Buch über die große Lust sein eigenes Sauerteigbrot zu backen
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Literarisches Werk für passioniert Brotbäcker und die, die es werden wollen. Mit einer ordentlichen Prise Humor und Leidenschaft.

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A

Gute Rezepte, aber zu viel Text und Geschwafel

Alle 39 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ca. 750 g Glück – Das kleine Buch über die große Lust sein eigenes Sauerteigbrot zu backen"

Die Ur-Kultur des Teilens
Über die urigste, die einzig wahre, die echte Art Brot zu backen – mit selbst gezogenem Sauerteig – ist in den letzten Jahren viel geschrieben worden. Sauerteigbrot ist Trend von Kalifornien bis Kaltenkirchen. Von Zürich bis Zabriskie Point. Der Hippster tut es. Die ernährungsbewusste Selbstversorgerin tut es. Und der burnoutgefährdete Manager tut es. Doch Brotbacken mit Sauerteig ist mehr als ein Lifestyle-Hobby. Es kann unser Leben, unser Selbstverständnis, unsere Weltsicht und unsere Werte verändern.

Anfassbares, essbares, nachwachsendes Glück
Nichts lehrt uns mehr über Beziehungen und Liebe als ein Sauerteig. Dieser hochsensible Lebensgefährte lässt uns achtsamer, geduldiger, bescheidener, fürsorglicher, liebevoller, ordentlicher, zuverlässiger, großzügiger und glücklicher werden. Er macht unser Leben sinnvoller, geschmackvoller und geselliger. Deshalb ist dieses kleine Buch von Lutz Geißler und Judith Stoletzky viel mehr als ein Brotbackbuch. Es ist das Rezept für ein glücklicheres Leben – und zwar mit Geling-Garantie. Weil es daran erinnert, was wirklich wichtig ist. Es ist eine Liebeserklärung an selbst gebackenes Sauerteigbrot und den sinnlichen Weg dorthin. An die Menschen, mit denen wir unsere Zeit und das, was wir haben, teilen möchten. Deshalb ruft dieses Büchlein nicht nur zum Backen auf, sondern dazu, den eigenen Sauerteigansatz und das selbst gebackene Brot mit Freunden oder denen, die es werden könnten, zu teilen.

Postdigital geteilte Freude ist doppelte Freude
Denn in Zeiten uferloser digitaler Reizüberflutung gibt es nichts Schöneres, keine bessere Entspannung und keine effektivere Therapie, als ein selbst hergestelltes Brot aus dem Ofen zu holen: ein duftendes, warmes, vollkommen analoges Stück Glück aus so einfachen Zutaten wie Wasser, Mehl und Salz. Nahrhaft, köstlich und befriedigend und etwas, das man wirklich teilen kann – mit Freunden aus Fleisch und Blut.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954531592
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:100 Seiten
Verlag:Becker Joest Volk Verlag
Erscheinungsdatum:21.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    sternenstaubhhvor 7 Tagen
    Kurzmeinung: Die Liebe zum Brot
    Die Liebe zum Brot

    Wer backt nicht gerne sein Brot oder schätzt wenigstens gut gebackenes Brot? Das Buch "Ca 7500g Glück" ist kein Brotbackbuch im herkömmlichen Sinne. Es ist Mehr. Hier geht es auch um die beinahe meditative Arbeit, um den Akt des Brotbackens an sich. Wer gerne backt und schon immer gut beim Anrühren des Teigs entspannen konnte, der wird verstehen wie schön und angenehm Brotbacken sein kann. Der Autor Lutz Geißler bringt dem Leser das Brotbacken nahe - aber auf eine überraschend andere Art als man es zuerst erwartet hätte. Wer sich eingehend mit dem Teig seines Brotes beschäftigt, der kann auch ein gutes Brot zaubern. Der Schreibstil ist dabei höchst angenehm und unterhaltsam. Nach der Lektüre hat man richtig viel Lust sein eigenes Brot zu backen. Klasse.

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    amy-xo21vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Gute Rezepte, aber zu viel Text und Geschwafel
    Originell, aber nicht auf den Punkt getroffen

              Das Buch ist sehr klein für ein Koch- oder Backbuch, kleiner als DINA4 und der Titel lässt nicht unbedingt auf ein Brotbackbuch schließen, was mich am Anfang verwirrt hat. Es hört sich eher an wie ein Ratgeber, wie man zu Glück gelangt oder so.
    Die Rezepte innen sind gut, es haben alle funktioniert und alle waren lecker, jedoch nichts besonders Außergewöhnliches. Außerdem werden die Rezepte mit sehr viel Text außenherum beglückt, was bei einem Backbuch nicht meine oberste Priorität ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ein Brot backen will und dann erst mal einen 200 Wörtertext lese, der daneben steht und beschreibt, wie toll das Brot denn ist. Ich möchte die Rezepte ausprobieren und selbst eine Meinung haben, wie ich das Brot finde.
    Hier wird mir zu viel reingeredet und außerdem viel zu viel in die Kunst des Brotbackens hineininterpretiert. Klar, es ist eine zu würdigende Kunst, aber ich als Laie will das nicht wissen, ich will nur mein Brot!
    Aber die Rezepte sind gut, das muss man ihnen lassen.
           

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    Sonja_Ehrmanns avatar
    Sonja_Ehrmannvor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Philosophische Abhandlung über das Brot backen.
    Brot backen - ein Stück Glück?

    Ich gebe zu, dass ich mit dieser Rezension sehr schwer getan habe. Einmal weil ich mich doch ein bisschen überwinden musste, das Experiment Sauerteigbrot zu wagen und anderseits weil dieses Buch kein typische Backbuch ist.

     

    Als erstes muss ich sagen: Das Experiment ist geglückt und ich habe tatsächlich ein gut duftendes Brot nach wochenlangen füttern und hegen des Sauerteiges aus dem Ofen ziehen können. Ich habe es dann im Zusammenhang mit einem Brettspielabend mit meinen Eltern geteilt und alle waren begeistert und der Abend wunderschön, sodass hier wirklich ein Stück Glück durchgeschienen ist.

     

    Das Rezept ist also super gelungen, das war es aber leider schon mit dem Lob für dieses Backbuch. Als gradlinige Person, habe ich nämlich das Buch aufgeschlagen und wollte gleich loslegen mit dem Backen, doch das ging schon nach hinten los, den auf den ersten 60 Seiten finden sich nur sehr philosophische Abhandlungen über Brot backen und den Zusammenhang mit Glück – das hat leider so gar nicht meinen Geschmack getroffen. Erst auf Seite 61 war dann endlich das ersehnte Rezept. Hier haben mir dann aber als Brotbackneulig auch weiterführende Erklärungen gefehlt (z. B. in welchem Behältnis gärt Sauerteig am besten). Das finde ich sehr schade, allgemein fand ich die Beschreibung etwas unübersichtlich.

     

    Ich denke mein Problem mit dem Buch war, das ich ein typisches Kochbuch erwartet habe d.h. für mich Anleitung, Bildchen, Rezept und evtl. Ausführungen welche Utensilien man braucht. Der Autor hier hebt Brotbacken zu etwas philosophischen hoch und ich konnte damit leider eher weniger anfangen. Zwar ist für mich auch Backen oder Kochen immer Therapie, aber lesen will ich darüber nicht, sondern es lieber selber machen und genießen.

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    lunkatvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist eine Lebensweisheit. Das Brot braucht einffach nur Zeit
    Lebensweisheit

    Das Buchcover sagt schon aus um was es geht. Als ich jedoch das Buch zu lesen begann musste ich feststellen, dass um Brot und Brot backen eine Philosophie gemacht werden kann, die einem zum Träumen statt zum Backen bringt. Ich suchte im Buch eigentlich Rezepte zum Nachbacken. Dabei musste ich erkennen das Brot einfach seine Zeit brauche und ich nicht mal so eben nebenbei eines backen könne. Ich fand auch ein Brotrezpt. Dies wurde natürlich gleich getestet und probiert. Es gelang mir sehr gut. Aber ich nahm einen Sauerteig aus dem Reformhaus dazu. Das Buch ist schön zum Lesen und Träumen aber kein Koch- oder Backbuch im klassischen Sinne. Sehr gut gelungen aber nicht für das was ich meinte.

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    P
    pizzavor 14 Tagen
    Die Philosophie des Brotbackens

    Das Buch selbst kommt sehr schön daher, durchdacht, mit Liebe gemacht - ein kleines Gesamtkunstwerk, das sich gut als Geschenk oder als ein Abschlussprojekt machen würde. Mit viel Liebe wird über das Sauerteigbrot gesprochen und darüber, wie Brot zu backen auch die Lebenseinstellung verändern kann. Mir war das persönlich alles ein bisschen zu philosophisch angehaucht, viele Texte hab ich letztendlich nur überflogen. Das soll aber nicht heißen, dass sie für manche nicht genau das sind, was sie sein wollen: nämlich ein kurzer Austritt aus der Hektik des Alltags und vielleicht ein wenig Nostalgie. Auch die analogen Fotos fand ich zwar künstlerisch ganz nett, nicht aber unbedingt besonders appetitlich oder ansprechend präsentiert, und so haben sie mich nicht wirklich dazu animiert, selbst einen Sauerteig anzusetzen bzw. ein Brot zu machen. Sie passen aber zur gesamten Aufmachung des Buchs, das sicherlich sehr ansprechend ist, aber meinen Erwartungen leider nicht ganz gerecht wurde.

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    Streiflichts avatar
    Streiflichtvor 20 Tagen
    Die wunderbare Welt des Brotes

    Dieses Buch hat mich direkt angesprochen. Einerseits wegen des Titels, aber auch wegen des Untertitels. Wir backen ebenfalls sehr gerne Brot und probieren dabei immer auch wieder neue Sachen aus, aber ein schönes Sauerteigbrot toppt so schnell nichts. Inzwischen ist selbst Brotbacken auch Kult geworden. Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an das selbstgebackene Brot. Es ist nicht nur ein Backbuch, sondern eine Ode. Das Buch bietet nicht nur Rezepte, sondern auch wunderbare Fotos und gleichzeitig Tipps rund um das Leben.

    Wer nur Rezepte sucht, ist hier falsch. Wer aber gerne backt und sich mit seiner Lust am Backen und der Freude über ein gutes Sauerteigbrot auseinander setzen möchte, der ist hier genau richtig. Sicherlich kein Buch für jedermann, aber für wahre Fans des Sauerteigs. Mir hat der Schreibstil gut gefallen und das Buch ist herrlich, um zu schmökern.  


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    baerins avatar
    baerinvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Ein kleines, aber feines Büchlein über die Kunst des Brotbackens!
    Wer glücklich sein möchte, bäckt ein Brot!

    "Wer glücklich sein möchte. bäckt ein Brot!" Mit diesem Zitat von Lutz Geißler beginnt dieses gebundene Büchlein mit fein strukturiertem Cover und leuchtend roter Schrift. Hier werden philosophische Gedanken dargelegt , es wird die Sinnlichkeit beim Brotkneten beschrieben, die nötige Geduld, bis der Teig aufgeht, die Liebe zum Brotbacken angepriesen und über die Macht des Brotduftmoleküls gesprochen. All das in einer wunderbar humorvollen Sprache!

    Wer nun denkt, dies wäre ein Rezeptbuch, den muss ich leider enttäuschen. Denn es gibt nur ein Rezept samt Anleitung zum Sauerteigstarter. Es folgen noch einige Bilder, die mit einer ganz einfachen Kamera aufgenommen wurden und daher fast antik anmuten. Diese Fotos zeigen vom Ansatz bis zum fertigen Produkt, wie vielfältig ein fertiger Laib Brot aussehen kann, obwohl alle nach dem gleichen Rezept gefertigt wurden.

    Eiin wunderbares Geschenk für alle Brotback-Liebhaber und solche, die es noch gerne werden möchten!


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    Andrea-Karminrots avatar
    Andrea-Karminrotvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Witzig beschrieben, wie man mit einem Sauerteig eine Familie gründen kann. Kein Backbuch, eher vollgepackt mit Weisheiten. Nur 2 Rezepte!
    Sinnlich...


    ... so könnte man es beschreiben, wenn man sein erstes Brotbackabenteuer begeht. Lutz Geißler ist einer der führenden Brotbäcker in unserem Land. (Manche reden sogar von Brotbackpabst oder gar -gott. Das hört er aber nicht so gerne) Dafür, beschreibt Judith Stoletzky ihn und seine Arbeit mit sinnlichen Worten. In dem kleinen Büchlein über den Sauerteig, und wie es sich anfühlt, den perfekten Sauerteig, bzw. das perfekte Brot zu backen, kommt man auf seine kosten.

    Glück

    ca. 750 g Glück“ so heißt das kleine Buch. Es sind nicht viele Seiten und es läuft über vor Glück und Sinnlichkeit. Man braucht nicht viel, um Glücklich zu sein. So behauptet der ehemalige Geologe. Er selber, ist eher wortkarg und genießt einfach nur das Glück, machen zu können, was er liebt. Das Glück in Worte zu fassen, überließ er lieber Judith Stoletzky. Und sie beschreibt es mit so viel Witz und Freude, dass man nicht anders kann, seinen eigenen Sauerteig anzusetzen. Ihn zu füttern und mit freudigen Blick auf das Schraubdeckelglas zu schauen, „er ist wieder gewachsen“, zu denken. Ich selber habe es ausprobiert und mich an seinem Geruch erfreut. Schon einige Sauerteige, wollten nicht in meinem Haushalt leben. Aber nach der Anleitung von Lutz Geißler, mit der besonderen Note, einen Bezug und Glück zu empfinden, ist mir der Sauerteig unserer Familie gelungen. Ich hoffe, er begleitet mich nun eine Weile. Denn je älter er wird, der Sauerteig, um so gefälliger, bringt er mich zu dem perfekten Brot.



    Rezepte



    Wirst du nicht viele auf den 100 Seiten finden. Dafür aber eine Anleitung zu dem Sauerteig, den du pflegen und füttern darfst. Ein einziges Rezept, zu einem besondern Roggenbrot, das du lieben wirst. Und sonst so viele lebensbejahende Texte, dass dir das Herz übergehen wird. Denn das Kneten des Teiges, ist Glück, Sinnlichkeit, Genuss! Gefühlvoll und liebevoll, wird dir Einblick gewärt, in die Brotbackkunst. Du wirst zu einem geduldigen und schöpferischen Wesen, das sich an jedem neuen Laib erfreuen kann. Kannst du dich noch an den Duft vom frisch gebackenen Brot erinnern. Damals, als Bäcker noch selber gebacken haben und die ganze Straße nach Brot roch? Kindheit unverfälscht.

    Viel braucht es nicht

    Die Texte sind witzig und flott lesbar. Anfangs, hatte ich mich geärgert, dass so wenige Rezepte in diesem Buch zu finden sind. Aber das war dann auch gar nicht mehr wichtig. Erheiternd, las ich von der Kunst einen Sauerteig aufzuziehen und ihn in das Leben zu integrieren. Könntest du dir vorstellen, mit deinem Sauerteig in der Hängematte zu liegen oder ihn mit in den Urlaub zu nehmen? Schmunzeld und laut lachend las ich die Texte.
    Die Bilder, in dem 100 Seiten starken Büchlein, sind von Hubertus Schüler mit einer selbstgebauten Lochbildkamera gemacht. Keine gestochen scharfen, eher verpixelt und unscharf, bekommen wir einen interessanten Blick auf Brot und Sauerteig.

    Wenn ich den nächsten unglücklichen Menschen treffe, bekommt er von mir diese Buch zu lesen. Vielleicht, schafft er sich dann einen Sauerteig an und wird wieder glücklich!

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    Alexandra_Rehakvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Backbuch, das nicht nur das Backen von Sauerteigbrot lehren, sondern den/die LeserIn verliebt machen will. Verliebt in Brot <3
    Eine Liebeserklärung an das Brot

    Rezension zu "ca. 750g Glück" von Judith Stoletzky & Lutz Geißler

    Zum Buch
    "ca. 750g Glück" kommt kleiner daher als erwartet. Es ist auch sehr dünn und groß geschrieben. Das macht aber nichts, denn die AutorInnen haben ganz einfach alle unwichtigen Wörter weg gelassen, was im Vergleich zu anderen Kochbüchern sehr erfrischend ist. Oft werden lang und breit Familiengeschichten und Hintergründe zum Buch und der Idee aufgerollt, die allerdings nicht wirklich viel zum Thema beitragen. Bei "ca. 750g Glück" ist das ganz anders: Mit unglaublichem Witz, Ehrlichkeit und sehr geistreich sowie kurz und knapp vermitteln die AutorInnen ihre Liebe und Hingabe zum Backen von Sauerteigbrot.

    Fazit
    Schon ab der ersten Seite war ich von der Sprache und Ausdruckweise verzaubert. Dieses Buch liest sich mehr wie ein Liebesbrief denn eine Backanleitung und ich hätte nicht für möglich gehalten, dass Brot backen für jemanden so intensiv und sinnlich sein kann. An der Stelle ein Zitat: "Der Tag wird kommen und ihr Sauerteig will sich, das ist nun mal seine Natur, vermehren - und zwar nicht zu knapp. Er will es mit allen machen. Er will mit jeder Milchsäurebakterie und jeder Hefe, die gerade zu haben ist, Brotkinder machen, die Brotkinder machen sollen."
    Wundervoll oder?

    Allerdings habe ich es selber (bis dato) nicht probiert, was ich nach der Lektüre von "ca. 750g Glück" ändern werde. Es wirkt so einfach, so pur. Deshalb habe ich auch sofort angefangen mir einen eigenen Sauerteigstarter zu "basteln". Ganz so einfach ist es nicht - das darf ich schon mal verraten ;-) Wird einem in dem Buch aber auch nicht versprochen - es ist nicht einfach backen, sondern offensichtlich eine Kunstform, die es zu erlernen gilt.

    Von mir gibt es nur deshalb einen Stern Abzug, weil ich mir die Back- und Kochanleitungen ein bisschen umfangreicher wünschen würde. Als Anfängerin fühle ich mich von dem Buch ein wenig zu allein gelassen auf weiter "Sauerteigflur". Knappe 9 Seiten widmen sich der Zubereitung des Sauerteigstarters, des Sauerteigs, des Hauptteigs und der Vermehrung. Für Menschen, die mit dem Thema das allererste Mal in Berührung kommen, ist das leider etwas zu wenig. Auch eine bildliche Untermalung der einzelnen Schritte wäre toll, damit man weiß, wie das Ganze am Ende des Tages ausschauen soll.

    Das ist aber auch schon meine einzige Kritik - ansonsten ein wundervolles Buch und mal eine ganze andere, besonders schöne Herangehensweise!
           

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    BarbaraMvor einem Monat
    Oh, du mein geliebtes Sauerteigbrot!

    Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass „Ca. 750 Glück – Das kleine Buch von der großen Lust, sein eigenes Sauerteigbrot zu backen“ von Judith Stoletzky und Lutz Geißler ein Rezeptbuch wäre, aber dem ist nicht so bzw. nicht hauptsächlich.

    Die beiden Autoren bringen in ihrem Buch dem Leser eine wahre Philosophie näher: „Wer glücklich sein möchte, bäckt Brot“.
    Auf den ersten 60 Seiten teilen sie so ihre Leidenschaft und große Liebe zum Brotbacken mit und erläutern dabei sehr genau, wie wichtig es beim Backen eines Sauerteigbrotes ist, Geduld und Achtsamkeit mitzubringen.
    Ich hatte als Leser fast das Gefühl in einer angenehmen Meditation über das Brotbacken zu versinken. Gefallen hat mir hier auch die poetisch manchmal auch humorvoll wirkende Sprache. Besonders sind mir die schlichten, wunderschönen Fotos ins Auge gestochen, die sich im zweiten Teil des Buches befinden. Ich finde es faszinierend, welch unterschiedliche Brote mit dem gleichen Ansatz entstanden sind.

    Fazit: Ein kleines, feines Büchlein - mit viel Herzblut geschrieben und voller Lebensweisheit und Witz. Es duftet förmlich nach frischgebackenem Sauerteigbrot!

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