Judith Vogt

 4,3 Sterne bei 354 Bewertungen
Autor* von Wasteland, Schildmaid und weiteren Büchern.
Autorenbild von Judith Vogt (©J.Ritter)

Lebenslauf

Judith Vogt (geb. 1981) und Christian Vogt (geb. 1979) teilen die Leidenschaft für phantastische Literatur, ungeklärte Rätsel und Luftschiffpiraten. Während Judith sich auf das Schreiben spezialisiert hat, versucht Christian als Physiker, ungelösten Mysterien auf den Grund zu gehen. 

Sie schreiben zusammen Fantasy ("Die 13 Gezeichneten") und Science-Fiction ("Wasteland", "Aces in Space") - sowie Rollenspiele, Kurzgeschichten und Essays, u.a. für ihren Patreon Vogt&Vriends.

Alle Bücher von Judith Vogt

Cover des Buches Wasteland (ISBN: 9783426523919)

Wasteland

 (52)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Schildmaid (ISBN: 9783492705981)

Schildmaid

 (40)
Erschienen am 24.02.2022
Cover des Buches Die zerbrochene Puppe (ISBN: 9783867621564)

Die zerbrochene Puppe

 (27)
Erschienen am 01.09.2012
Cover des Buches Die Geister des Landes: Das Erwachen (ISBN: 9783945025116)

Die Geister des Landes: Das Erwachen

 (28)
Erschienen am 27.06.2014
Cover des Buches Roma Nova (ISBN: 9783404209149)

Roma Nova

 (26)
Erschienen am 27.07.2018
Cover des Buches Die verlorene Puppe (ISBN: 9783867622752)

Die verlorene Puppe

 (19)
Erschienen am 24.11.2016

Neue Rezensionen zu Judith Vogt

Cover des Buches Queer*Welten 10-2023 (ISBN: 9783947720989)
StMoonlights avatar

Rezension zu "Queer*Welten 10-2023" von Judith Vogt

Eine Vielfalt queerfeministischer Phantastik: Jubiläumsausgabe überzeugt mit inspirierenden Geschichten
StMoonlightvor 7 Tagen

"QueerWelten 10-2023" präsentiert eine fesselnde Auswahl an Kurzgeschichten, Essays und Gedichten, die die Leserinnen in unterschiedlichste Welten entführen. Die Jubiläumsausgabe bietet eine gelungene Mischung aus Fantasy und Science Fiction, wobei insbesondere die Science Fiction in dieser Ausgabe im Fokus steht. Die Texte zeichnen sich nicht nur durch ihre Vielfalt in Setting und Stil aus, sondern auch durch ihre thematische Breite, die von sozialen und politischen Themen bis hin zu persönlichen Schicksalen reicht.

"No Filter" von Melanie Vogeltanz beleuchtet eine dystopische Zukunft, in der toxische Positivität herrscht und die Auseinandersetzung mit belastenden Ereignissen tabuisiert wird. Diese Geschichte setzt sich kritisch mit Zensur und der Bedeutung von emotionalen Ausdrücken auseinander, was sie besonders stark und relevant macht.

Eleanor Bardilacs "Brunnenlied" präsentiert eine anspielungsreiche und formal vielfältige Erzählung, die den Leser*innen eine poetische Reise durch eine Science-Fiction-Zukunft bietet. Die sprachliche Schönheit des Textes fasziniert, auch wenn die inhaltlichen Zusammenhänge nicht immer leicht zu erfassen sind.

"Der Seelenpartnertest" von Simon Klemp ist eine klare und prägnante Geschichte, die eine interessante Zukunftsvision präsentiert, in der Paare ihre Kompatibilität testen lassen können. Diese Geschichte regt zum Nachdenken über Beziehungen und gesellschaftliche Normen an.

"Zwischentöne" von Eva-Maria Obermann ist ein starkes Gedicht, das die Nuancen des queeren Erlebens einfühlsam und eindrucksvoll einfängt.

"Unterschied" von Jol Rosenberg bietet eine einfühlsame und sensibel erzählte Geschichte über kulturelle Unterschiede und Vorurteile zwischen verschiedenen Alien-Spezies. Die Darstellung der verschiedenen Perspektiven und die subtile Kritik an Vorurteilen machen diesen Text besonders lesenswert.

Clara Maj Dahlkes "Sarah" ist eine berührende Geschichte über Einsamkeit, Trauer und menschliche Bindungen in einer postapokalyptischen Welt. Die poetische Erzählweise und die emotionale Tiefe machen diesen Text zu einem Höhepunkt der Ausgabe.

Der Essay "Auf Nimmerwiedersehen, Mittelerde" von T. B. Persson bietet eine kritische Auseinandersetzung mit rassistischen Stereotypen in Tolkiens Werk und regt zum Nachdenken über die Repräsentation von Minderheiten in der Fantasyliteratur an.

Die Jubiläumsausgabe von QueerWelten beeindruckt nicht nur durch ihre vielfältigen und inspirierenden Geschichten, sondern auch durch ihre kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und Normen. Das Magazin bietet einen spannenden Einblick in die Welt der queerfeministischen Phantastik und lädt die Leserinnen dazu ein, sich mit neuen Perspektiven und Ideen auseinanderzusetzen.




Cover des Buches Queer*Welten 10-2023 (ISBN: 9783947720989)
Witnesss avatar

Rezension zu "Queer*Welten 10-2023" von Judith Vogt

Gelungene Jubiläumsausgabe
Witnessvor 4 Monaten

Wie in den vorherigen Ausgaben enthält dieses Magazin Texte aus Fantasy und Science Fiction mit queerfeministischen Inhalten, wobei dieses Mal eindeutig die Science Fiction überwiegt – was mir entgegenkommt, denn dieses Genre ist mir von beiden das Liebere. Die ausgewählten Kurzgeschichten sind dabei in Setting, Stil und Thematik so unterschiedlich, dass auch diese zehnte Jubiläumsausgabe ein breites Spektrum abbildet:

No Filter von Melanie Vogeltanz spielt in einer nahen Zukunft, in der eine Kultur der toxischen Positivität herrscht: Belastende Ereignisse werden von Menschen ebenso ferngehalten wie Medien, die sich mit solchen beschäftigen. Selbst Trauer um nahe Angehörige wird nur für einen kurzen Zeitraum akzeptiert, wie die Protagonistin nach dem Tod ihrer Mutter feststellen muss. Trost findet sie bei Eris, die ein illegales Kino betreibt und dort regelmäßig verbotene Filme zeigt. Diese Kurzgeschichte finde ich unglaublich stark, denn sie realisiert innerhalb der fiktiven Welt die Forderung nach der Abschaffung von emotional belastendem Material und zeigt auf, wie wichtig es ist, auch negative Gefühle zuzulassen. Damit positioniert sich der Text indirekt gegen Zensurvorwürfe, die die progressive Phantastik immer wieder treffen. Im Verlauf wird außerdem deutlich, dass Inhaltswarnungen – die oft den gleichen Vorwürfen ausgesetzt sind – im Grunde das Gegenteil von Zensur sind, weil sie vielen Menschen erst den informierten Medienkonsum ermöglichen.

Brunnenlied von Eleanor Bardilac ist leider die Geschichte in dieser Ausgabe, zu der ich den geringsten Zugang gefunden habe. Die sprachliche Schönheit ist faszinierend und die Atmosphäre auf gekonnte Weise verdichtet, aber die inhaltlichen Zusammenhänge habe ich kaum verstanden. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich das zugrunde liegende Iwein-Material nicht kenne.

Der Seelenpartnertest von Simon Klemp hingegen zeichnet sich durch eine klare Sprache und Prämisse aus: Der Text spielt in einer Zukunft, in der Paare einen sogenannten Seelenpartnertest durchführen lassen können. Dieser ist jedoch nur auf heterosexuelle Paare zugeschnitten, daher wundert es den Protagonisten eigentlich nicht, dass der Test von ihm und seinem Mann negativ ausfällt. Doch in der Konsequenz hinterfragt er in nächster Zeit immer häufiger, ob sie überhaupt zueinander passen und steigert sich in seine Seelenpartnertest-Obsession immer weiter hinein. Ein spannendes Konzept mit gelungener Umsetzung.

Zwischentöne von Eva-Maria Obermann ist ein starkes kleines Gedicht, das in wenigen Worten vom Existieren in (queeren) Nuancen erzählt.

Unterschied von Jol Rosenberg dreht sich hauptsächlich um eine Gesprächsszene, die sich zwischen Vertreter*innen zweier Alien-Spezies abspielt, zwischen denen einst Krieg herrschte. Die Perspektivfigur ist ein Vertreter der Spezies Kophan, der davon überzeugt ist, dass seine Art allein aufgrund ihrer Veranlagung gefährlich ist und zu Gewalt neigt – diese Annahme erfährt jedoch während des Gesprächs einen interessanten Twist. Besonders gelungen fand ich hier die Darstellung der kulturellen Unterschiede der beiden Spezies, beispielsweise die unterschiedliche Konnotation von Blickkontakt.

Mein liebster Text in dieser Ausgabe ist aber Sarah von Clara Maj Dahlke. Es ist eine bittersüße, wunderschön erzählte Geschichte aus der Sicht einer Androidin, die eine Frau aus der Einöde rettet und sich um sie zu kümmern zu versucht. Die Androidin wird von ihr Sarah genannt, nach ihrer verstorbene Frau, und zwischen all der Einsamkeit und Trauer kommen die beiden sich näher. In diesem Text wohnt eine poetische Kraft, die in mir noch lange nachhallt.

Wie immer gibt es auch einen Essay, dieses Mal Auf Nimmerwiedersehen, Mittelerde von T. B. Persson, der sich vor allem mit rassistischen Stereotypen in Tolkiens Werk auseinandersetzt. Das habe ich zwar nicht gelesen (und habe es auch nicht vor), aber ich konnte dem Text auch so gut folgen, und die kritischen Analysen und Erkenntnisse sind auch gut auf andere Werke anwendbar.

Zum Schluss folgt noch Ein Queer*Welten-Werkstattbericht von den Herausgeber*innen Lena Richter, Judith Vogt und Heike Knopp-Sullivan, in dem es zum 10. Jubiläum des Magazins einige interessante Einblicke in die Arbeit der Redaktion gibt.

Und am Ende steht der Queertalsbericht mit Veranstaltungstipps und spannenden Buchempfehlungen. Zwischen den Geschichten sind dieses Mal außerdem handschriftliche Postkarten aus queer-phantastischen Welten abgedruckt, die auf eine Mini-Ausschreibung zu diesem Thema eingesandt worden sind. Es ist interessant zu sehen, wie vielfältig das umgesetzt wurde.

Fazit: Eine rundum gelungene Jubiläums-Ausgabe.

Cover des Buches Queer*Welten 10-2023 (ISBN: 9783947720989)
noosphaeres avatar

Rezension zu "Queer*Welten 10-2023" von Judith Vogt

Ein tolles Jubiläum wird mit dem Band 10/2023 von Queer*Welten gefeiert: Die 10. Ausgabe.
noosphaerevor 6 Monaten

Auch beim aktuellen queer*welten-Band vom Amrûn Verlag haben sich die drei Herausgeberinnen Judith Vogt, Lena Richter und Heike Knopp-Sullivan etwas Besonderes ausgedacht und im Vorfeld der 10. Ausgabe Leser*innen dazu aufgerufen, Postkarten aus queeren Welten einzureichen. Diese wurden alle abgedruckt und symbolisieren Grüße, Sehnsüchte und Eindrücke aus fremden und bekannten Welten, die es schon gibt, womöglich einmal geben wird oder auch ausschließlich der Phantasie/Phantastik vorbehalten bleiben.

Die diesmal ausgewählten Kurzgeschichten, Essays und ein Gedicht berühren, inspirieren und laden ein zum Nach- und Überdenken. Meine Eindrücke zu den einzelnen Werken folgen in Kürze.

Zudem verweist der Band auf eine Lesung der besonderen Art. Am 6. Juni 2023 lasen Anna Zabini, Melanie Vogltanz, Nora Bendzko und Eleanor Bardilac im Weltmuseum Wien aus ihren Geschichten vor. Im Rahmen der dortigen Ausstellung “Science Fiction(s)” wurden queer*welten und sie gebeten, eine Lesung anzubieten, die zudem auf “Vienna Pride” (1.-18. Juni) fiel. Noch dazu fiel die Lesung genau in die Zeit, in der ich zufällig in Wien war … eine glückliche Koinzidenz 🙂


Ein paar Fan-Art-Illustrationen finden sich hier:
https://noosphaere.de/queerwelten-10-2023/

Gespräche aus der Community

Wir haben uns zum Jubiläum unseres Magazins überlegt, dass wir die Ausgabe 10 der Queer*Welten gemeinsam lesen könnten: Über die Texte diskutieren, gemeinsam über das Magazin reden oder Fragen an Autor*innen und Redaktion stellen.
Wir sind gespannt, was sich hier entwickelt und wie ihr die Ausgabe 10 findet. 

84 Beiträge
JolRosenbergs avatar
Letzter Beitrag von  JolRosenbergvor 6 Monaten

Oh vielen Dank! Diese Rückmeldung berührt mich sehr.


Und Chambers-Fan bin ich auch!

Ab ins Ödland! In dieser Leserunde reisen wir mit dem Motorrad durch die Postapokalypse.

94 BeiträgeVerlosung beendet
Atalantes avatar
Letzter Beitrag von  Atalantevor einem Jahr

Danke dir für die Rezension, habe sie heute Morgen auf Amazon gefunden und mich gefreut. :)

Das Schiff ist ein unträumbarer Traum. Und es hat nur eine Richtung: fort. 

Fahrt ihr mit?

355 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Judith Vogt wurde am 15. April 1981 in Deutschland geboren.

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