Judith W. Taschler Apanies Perlen

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Inhaltsangabe zu „Apanies Perlen“ von Judith W. Taschler

Der erste Erzählband von der Glauser-Preisträgerin und Autorin des Bestsellers "Die Deutschlehrerin": Mit achtzehn Jahren findet Oskar bei einem Aufenthalt in den USA seinen Großvater, der nach dem ersten gemeinsamen Abendessen ein Gewehr auf ihn richtet, ihn drei Tage in den Keller sperrt und ihn anschließend mit schrecklichen Wahrheiten konfrontiert. Aufgrund ihrer rasanten Fahrkünste verliebt sich ein Mercedesverkäufer Hals über Kopf in die bildschöne, religiöse Maria. Sein Leidensweg beginnt: Obwohl er eifrig den Ablauf der katholischen Messe auswendig lernt und seine russische Exfrau beseitigt, scheint er Marias Liebe zu verlieren. Das hat tödliche Konsequenzen. Dezember 2015 der Euro existiert nicht mehr, alle Geschäfte schließen, in der Stadt bricht Chaos aus. Julius beschließt, in sein Elternhaus auf dem Land zurückzukehren und findet dort eine Welt vor, in der er glaubt, verrückt zu werden. Das Aborigine-Mädchen Apanie taucht hundert perfekt geformte Perlen aus den Tiefen des Meeres, die als Kette von nun an über ein Jahrhundert lang die Geschicke ihrer Trägerinnen bestimmen werden.

Vier Erzählungen - die letzte Erzählung lautet wie der Buchtitel. Lesenswert!

— Sunny02
Sunny02

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    Apanies Perlen
    PrinceXL

    PrinceXL

    04. August 2015 um 19:33

    Vier sehr unterschiedliche Geschichten haben den Weg in den Erzählband von Judith W. Taschler gefunden. Die erste davon hat mich gleich aus dem Sattel gehauen. Die Schilderung von Oskars Leben und dem was er über seinen Großvater erfährt sind äußerst wuchtig, ziemlich gewalttätig und in einer schnörkellosen, direkten Sprache gehalten. Diese schonungslose Art liegt sicher nicht jedem, mir hat sie jedenfalls großes Lesevergnügen bereitet. Auch die zweite Erzählung ist in diesem knappen aber tödlichen Stil gehalten. Die Darstellung der Diskrepanz zwischen einem gläubigen und einem atheistischen Partner in einer Beziehung, die Versuche, diese zu überwinden, Kompromisse zu finden und die Konsequenz am Ende dieser Geschichte finde ich sehr gelungen. Ein Leckerbissen für Freunde des schwarzen Humors in einem Kontext, der zum Nachdenken anregt. Die Ereignisse im dritten Abschnitt sind eher ruhig und unaufgeregt beschrieben. Die Konsequenzen des Scheiterns des Euros werden in kleinem Bereich ausgeführt. Trotzdem wird mir, wenn ich hier etwas zwischen den Zeilen lese und die Details beachte, die Tragweite dieser Fiktion sehr bewusst. Die letzte und dem Buch den Namen gebende Story ist ein gekonnt und klug erzähltes Märchen, bei dem wir Apanies Perlen praktisch durch die Zeit und über Kontinente begleiten. Wie ein Kreis endet die Geschichte an ihrem Anfang. Mein Fazit: Es gelingt der Autorin, mich von Anfang an mitzureißen. Sie erschafft skurrile Charaktere und macht sie mit ihrem tollen Schreibstil lebendig. Leider ist das Buch recht kurz, aber für mich war es ein besonderer Genuss. Ich kann es jedem, der Erwachsenenliteratur mag, empfehlen. © Rezension: 2015 Marcus, buecherkaffee.de

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