Judy Blume

 3.9 Sterne bei 199 Bewertungen
Autor von Sommerschwestern, Forever und weiteren Büchern.

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Sommerschwestern

Sommerschwestern

 (77)
Erschienen am 11.04.2016
Im unwahrscheinlichen Fall

Im unwahrscheinlichen Fall

 (25)
Erschienen am 13.06.2017
Forever

Forever

 (29)
Erschienen am 01.01.2007
Zeit der Gefühle

Zeit der Gefühle

 (14)
Erschienen am 13.03.2007
Sheila die Große

Sheila die Große

 (2)
Erschienen am 01.07.1988
Futsch - Das Chaos geht weiter

Futsch - Das Chaos geht weiter

 (2)
Erschienen am 19.07.2007
Futsch - Kleiner Bruder, großes Chaos

Futsch - Kleiner Bruder, großes Chaos

 (0)
Erschienen am 14.03.2007

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Rezension zu "Im unwahrscheinlichen Fall" von Judy Blume

Für den (un)wahrscheinlichen Fall, dass Sie dieses Buch interessiert:
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

New Jersey, Elizabeth in den 50er Jahren: hier ereigneten sich innerhalb weniger Monate gleich mehrere Flugzeugabstürze, mit schlimmen und eingreifenden Folgen für die Passagiere und Bewohner des kleinen Städtchens. Hätte ich nicht zu Beginn der Geschichte bereits gewusst, dass es sich hierbei um reale Ereignisse handelt, hätte ich die Geschichte vermutlich für übertrieben und kalkuliert empfunden. Doch die Autorin selbst erlebte diese Ereignisse hautnah mit, als sie gerade mal in die 8. Klasse ging und verarbeite ihre Erinnerungen in dieser fiktiven Geschichte über mehrere Bewohner der Stadt und ihre verschiedenen Lebenswege.

Anfangs fiel es mir sehr schwer in die Geschichte reinzukommen, da man unglaublich viele verschiedene Personen vorgestellt bekommt, die alle hintereinander jeweils ihr eigenes Kapitel erhalten. Diese Personen konnte ich nur schwer voneinander unterscheiden und verwechselte so immer wieder die Geschichten und Namen. Erst im Laufe der Geschichte kristallisiert sich ein Name immer häufiger heraus, Miri Ammerman, eine 15-jährige Schülerin, die zur Hauptperson der Geschichte wird. Miri und ihre Familie wuchs mir beim Weiterlesen immer mehr ans Herz und ich fand es zum Ende, welches dann erstaunlicherweise doch sehr schnell kam, richtig schade, dass ich mich bald von allen verabschieden muss.

"Das Leben geht weiter für die, die Glück gehabt haben." (S.10)

Judy Blume erzählt von einer Stadt, die ein schweres Schicksal zu tragen hat, ohne jemals ihre lebensbejahende und positive Stimme zu verlieren. Man stellt sich selbst oft die Frage, wie man damit klarkäme, wenn man solche Tragödien mehrmals hintereinander so nah mitbekäme und man fragt sich wie sehr sie Auswirkungen auf die menschliche Psyche und den späteren Lebensweg haben. Jedoch wird es nie zu einem Horrorbericht, der Angst und Unsicherheit vermitteln soll. Zum Schluss bleiben lediglich die Fragen: was ist schon der Unterschied zwischen wahrscheinlich und unwahrscheinlich? Wieso Angst vor dem unwahrscheinlichen oder gar schlimmsten Fall haben, solange wir nicht mal wissen, welche Folgen er für uns letzten Endes haben wird?

"...Aber das ganze Leben ist ja nichts als eine Abfolge von unwahrscheinlichen Fällen, oder? Ihres jedenfalls. Ein unwahrscheinlicher Fall nach dem anderen, die sich zu einem vielschichtigen Ganzen verbinden. Und wer weiß, was da noch alles kommen mag? " (S.501)

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FrolleinJotts avatar

Rezension zu "Im unwahrscheinlichen Fall" von Judy Blume

Ein schicksalshafter Ort im Amerika der 50er Jahre
FrolleinJottvor 2 Jahren

Inhalt / Klappentext:

Wenn ein Moment das ganze Leben ändert

1952: Die 15-jährige Miri Ammermann wächst wohlbehütet im Städtchen Elizabeth, New Jersey, auf. Ihr Vater hat sich zwar früh aus dem Staub gemacht, aber ihre liebevolle und kämpferische Mutter, ihre weise Oma, ihre beste Freundin Natalie und all die anderen Menschen in ihrem Umfeld stehen ihr bei ihren Schritten ins Erwachsenenleben zur Seite. Als sie ihre erste große Liebe Mason kennenlernt, scheint das Glück perfekt zu sein. Doch dann stürzt ein Flugzeug ab, und nichts ist mehr, wie es war.

Meine Meinung:

Das Buch erzählt die Geschichte der 15-jährigen Miri und einiger anderer Bewohner des Städtchens Elizabeth, einen Vorort in der Nähe des Flughafens Newark, USA. Es spielt in den 1950er Jahren und vermittelt sehr die Atmosphäre der damaligen Zeit anhand der Mode, der Musik und vor allem der prüden Lebensweise. Plötzlich stürzt ein Flugzeug im Ort ab, was einige Bewohner aus nächster Nähe miterleben und die Welt ist danach eine andere für diese Menschen. Völlig traumatisiert versuchen sie, mit dem Erlebten und dem Tod von einigen Menschen umzugehen, als kurz darauf nochmals ein Flugzeug abstürzt, auch Wohngebäude zerstört werden und somit weitere Bewohner des Ortes ums Leben kommen.

Als dies dann innerhalb von 58 Tagen zum dritten Mal passiert, denkt man als Leser schnell, das gibt's doch gar nicht, dass ist ja sehr unglaubwürdig. Aber die Autorin klärt uns schon im Vorwort darüber auf, dass dies dort wirklich genau so passiert ist und sie es damals selbst erlebt hat. Das Buch ist also größtenteils autobiografisch.

Mit diesem Wissen ist die Story wirklich recht eindrucksvoll, denn es wird deutlich, wie schnell sich alles komplett ändern kann, welchen Einfluss solche dramatischen Ereignisse auf die einzelnen Menschen haben und wie schnell das Leben auch vorbei sein kann, von "jetzt auf gleich".

Der Stil des Buches ist allerdings nicht sehr anspruchsvoll, man kann es deshalb zügig "weglesen". Anfangs haben mich auch die vielen Namen der beteiligten Personen ziemlich verwirrt, da kam ich kaum noch nach, mir alle im Zusammenhang mit den anderen zu merken (wenn z.B. vier Namen in einem Satz vorkommen, von denen man zwei noch gar nicht gehört hat, ist man viel damit beschäftigt, die alle zu sortieren). Das wird dann zwar nach einiger Zeit besser, aber man hätte es strukturierter angehen können und damit angenehmer für den Leser.

Letztlich sind mir die Personen mit ihren verschiedenen Schicksalen und Lebenswegen dann doch noch ans Herz gewachsen. Deshalb würde ich das Buch Freunden der eher leichten Lektüre empfehlen und den 1950er-Jahre-Style zu mögen, kann auch nicht schaden.

Der Titel bezieht sich übrigens auf die ersten Worte der Stewardessen, wenn sie den Passagieren die Sicherheitsvorkehrungen erklären, beginnend mit: "In the unlikely event...".

Bewertet mit 3,5 Sternen (hier auf 4 Sterne aufgerundet).

Und neugierig wie ich bin, habe ich dann auch mal nach diesen Flugzeugabstürzen gegoogelt und diesen Artikel dazu gefunden:

http://www.nj.com/entertainment/arts/index.ssf/2015/05/how_three_planes_crashed_in_elizabeth_in_50s.html

Kommentare: 1
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schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Sommerschwestern" von Judy Blume

Keine heitere Sommerlektüre, sondern ein Roman mit Tiefgang über eine ungewöhnliche Freundschaft
schnaeppchenjaegerinvor 2 Jahren

Seit ihrem 12. Lebensjahr verbringen die ungleichen Freundinnen Caitlin und Victoria "Vix" die Sommer gemeinsam auf der Insel Martha's Vineyard bei der Familie von Caitlin.

Caitlin stammt aus wohlhabenden Verhältnissen und benimmt sich so, als könnte sie sich ihre Freunde aussuchen. Vix kann nicht wirklich nachvollziehen, warum ausgerechnet sie von der Schulkameradin eingeladen wird, die Ferien in dem Haus von Caitlins Vater zu verbringen. Bei ihren Ersatzeltern fühlt sich Vix allerdings angenommener und geborgener als bei ihren leiblichen Eltern. Zu der selbstbewussten Caitlin, die Vix immer wieder von oben herab behandelt, entwickelt sich trotz ihrer herablassenden Art eine enge Bindung, die bis ins Erwachsenenalter anhält.

In den Sommermonaten entdecken die beiden ihre erste Liebe, haben erste Beziehungen und probieren sich sexuell aus.
Vix ist die Bodenständigere und Strebsamere der beiden Mädchen, die einen sehr guten Schulabschluss macht und in Harvard studiert, während Caitlin mit der finanziellen Unterstützung ihres Vaters durch Europa reist und ihre sexuelle Freiheit genießt.

Der Roman handelt im Zeitraum von 1977 bis 1990, in welchem der Leser die Entwicklung der beiden Protagonistinnen und ihrer ungewöhnlichen Freundschaft miterlebt. Vix ist die geradlinigere, sympathischer von beiden, die ihren Weg im Leben geht, auch wenn sie objektiv gesehen die schlechteren Voraussetzungen als Caitlin hatte.
 
Caitlin agiert ohne über Konsequenzen nachzudenken und möchte ihr Leben einfach nur genießen. Auf diese Weise strapaziert sie auch die Freundschaft zu Vix, was bei ihrem Wiedersehen als Erwachsene gegen Ende des Romans überdeutlich wird.

Am Anfang habe ich wenig gebraucht, um mich in das Buch hineinzufinden. Nach einem guten Drittel konnte mich der Roman jedoch fesseln, weil ich wissen wollte, wie sich beide Protagonistinnen menschlich weiterentwickeln.

Den Titel "Sommerschwestern" empfinde ich als sehr passend, da Vix und Caitlin sich nach ihrer Schulzeit nur sporadisch sehen und sie für mein Verständnis nie enge Freundinnen waren, die sich gegenseitig vertrauen konnten. Vix konnte durch Caitlin ihrem Elternhaus und dem behinderten Bruder, den sie jedoch über alles liebte, entfliehen. Caitlin dagegen hat eine "Freundin" gebraucht, gegenüber der sie sich überlegen verhalten konnte und die ohne Widerspruch zu befürchten, das Kommando in der "Freundschaft" angeben konnte.

"Sommerschwestern" ist darum keine heitere Sommerlektüre, sondern ein Roman mit Tiefgang, der statt einer unbeschwerten Mädchenfreundschaft eher die Probleme und Enttäuschungen zwischenmenschlicher Art thematisiert.

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