Judy I. Lin

 3,9 Sterne bei 285 Bewertungen
Autorenbild von Judy I. Lin (©Aaron Perkins)

Lebenslauf

Judy I. Lin, »New York Times«-Bestsellerautorin der »Tee-Magie«-Dilogie wurde in Taiwan geboren und wanderte als junges Mädchen mit ihrer Familie nach Kanada aus, wo sie noch heute mit ihrem Mann und ihren Töchtern lebt. In ihrer Kindheit steckte sie, wann immer sie konnte, ihre Nase in ein Buch und flüchtete sich in deren imaginäre Welten. Heute arbeitet sie tagsüber als Ergotherapeutin und denkt sich nachts ihre eigenen Fantasywelten aus.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Judy I. Lin

Neue Rezensionen zu Judy I. Lin

Einzigartige Tee-Magie

In A Magic Steeped in Poison ist die Magie eng mit der alten chinesischen Kunst des Teebrauens verbunden – und genau das macht dieses Buch für mich so besonders. Tee ist hier nicht einfach nur ein Getränk, sondern kann heilen, stärken, Gefühle beeinflussen und sogar magische Fähigkeiten verleihen.

Unsere Protagonistin Ning gibt sich die Schuld am Tod ihrer Mutter. Sie hat unwissentlich einen vergifteten Tee zubereitet, den sowohl ihre Mutter als auch ihre Schwester Shu getrunken haben. Während ihre Mutter dem Gift erliegt, kämpft Shu noch um ihr Leben. Ning ist verzweifelt und bereit, alles zu tun, um ihre Schwester zu retten. Ihre einzige Hoffnung bietet sich in Form eines tödlichen Wettbewerbs in der kaiserlichen Hauptstadt. Dort treten die besten Shennong-shi – magisch begabte Teemeister – gegeneinander an. Der Preis: eine Stelle als Hofteebrauerin und ein persönlicher Wunsch bei der Kronprinzessin. Für Ning ist dieser Wunsch unbezahlbar, denn sie braucht ihn, um das Leben ihrer Schwester zu retten.

Ich habe es geliebt, durch dieses Buch mehr über traditionelle chinesische Bräuche und die chinesische Kultur zu erfahren. Judy I. Lin schafft eine faszinierende Welt, in der die asiatische Kultur wunderbar in die Geschichte eingewoben ist. Besonders die ausführlichen Beschreibungen von Tee, Essen, Gewürzen und den verschiedenen Inhaltsstoffen haben mir unglaublich gut gefallen. Man bekommt fast das Gefühl, selbst neben Ning zu sitzen und die unterschiedlichen Tees zu probieren. Auch das Magiesystem fand ich unglaublich kreativ. Stell dir vor, du trinkst eine Tasse Tee, die von einem Shennong-shi gebraut wurde, und plötzlich kannst du dich schneller bewegen, Krankheiten schneller überwinden oder eine tiefere Verbindung zu einem anderen Menschen aufbauen. Die Idee, dass die Wirkung eines Tees von seinen Zutaten und der Kunst der Zubereitung abhängt, fand ich einfach großartig.

Und als wäre der Wettbewerb nicht schon spannend genug, gibt es noch jede Menge Geheimnisse und politische Intrigen. Die königliche Familie verbirgt ihre eigenen Geheimnisse, Aufständische versuchen, ihren idealen Herrscher auf den Thron zu bringen, und gleichzeitig muss Ning herausfinden, wer hinter der Verteilung des vergifteten Tees steckt. Der Wettbewerb selbst bietet ebenfalls jede Menge Rivalitäten, überraschende Wendungen und natürlich den ein oder anderen Versuch, die Konkurrenz zu sabotieren.

Besonders spannend fand ich Nings Loyalitäten. Während der Geschichte fragt man sich immer wieder, wem sie eigentlich vertrauen kann. Steht sie auf der Seite der Prinzessin? Oder auf der Seite des mysteriösen Jungen Kang, der ihr langsam näherkommt und dabei ihr Herz erobert? Oder geht es für Ning am Ende einzig und allein darum, ihre Schwester zu retten? Judy I. Lin hält viele Antworten lange zurück. Selbst als ich mich den letzten Seiten näherte, hatte ich das Gefühl, dass noch immer neue Geheimnisse auf mich warten. Immer wieder wurden kleine Hinweise gestreut, nur um mich anschließend noch neugieriger zu machen. 

Ich liebe Fantasygeschichten, in denen ein Wettbewerb im Mittelpunkt steht, und dieser hier hat mich definitiv nicht enttäuscht. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und spannend gestaltet, und durch die magische Komponente wird jede Prüfung noch interessanter.

Einziger großer Kritikpunkt: Warum endet dieses Buch SO?! 😭

Da es sich um den ersten Band einer Duologie handelt, war mir natürlich bewusst, dass nicht alle Fragen beantwortet werden würden. Aber dieser Cliffhanger ist wirklich gemein. Gerade als einige Dinge langsam Sinn ergeben, wird einem der Boden unter den Füßen weggezogen.

Insgesamt hat mich A Magic Steeped in Poison mit seiner einzigartigen Magie, der chinesisch inspirierten Welt, den politischen Intrigen und dem spannenden Tee-Wettbewerb vollkommen überzeugt. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen und bin unglaublich gespannt darauf, wie es mit Ning weitergeht.

4,5/5 ⭐

Cover des Buches A Magic Steeped in Poison (Book of Tea, 1) (ISBN: 9781250767080)
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Rezension zu "A Magic Steeped in Poison (Book of Tea, 1)" von Judy I. Lin

Liselu
For tea lovers

A Magic Steeped in Poison has a genuinely beautiful and unique magic system rooted in the art of tea making, and that alone carried a lot of the experience for me. The descriptions of tea, food, and preparation are lush and sensory, especially when you're listening to the audiobook. I also really liked the core story idea and what the book was trying to do.

That said, the characters felt a bit bland, and the story drags in the middle. I found myself wishing the book leaned more fully into cosy fantasy because the action and high-tension scenes often felt forced rather than natural. The world building could have been stronger as well, I never felt like I truly understood the empire or its politics.

Overall, this is a solid YA fantasy with a unique magic system that tea lovers will appreciate, but it didn’t quite sweep me away.

Cover des Buches A Magic Steeped in Poison – Was uns verwundbar macht (ISBN: 9783733507596)
Jennifer-Gneitings avatar

Rezension zu "A Magic Steeped in Poison – Was uns verwundbar macht" von Judy I. Lin

Jennifer-Gneiting
Ein Tropfen Tee, ein Schluck Magie und ein Meer aus Geheimnissen 🍵🏯🌿

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Zitat:

Ich dachte immer, der Palast wäre eine Zuflucht vor der harten Realität des Lebens, aber inzwischen ist mir klargeworden, dass er ein Gefängnis ist.

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Schreibstil:

Der Stil von Judy I. Lin schafft es, Magie fühlbar zu machen: Die Teezeremonien, Aromen, Zutaten und Rituale werden so lebendig beschrieben, dass ich beim Lesen fast den Duft der Teeblätter riechen konnte. Auch das historische China mit seinen bunten Facetten trug zur atmosphärische Stimmung bei, die mich sofort in diese Welt gezogen hat.

Gleichzeitig bleibt der Stil klar und fokussiert, ohne in übertriebene Dramatik zu verfallen, was gerade bei der Mischung aus Magie, Intrige und emotionalem Leid gut funktioniert.

4/5 ⭐

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Charaktere:

Mir hat an den Figuren besonders gefallen, wie vielfältig und lebendig sie gestaltet sind. Es gibt unglaublich viele verschiedene Charaktere, jeder mit eigenen Eigenheiten, Stärken, Schwächen und Macken — selbst Nebenfiguren, die nur kurz auftauchen, haben einen Namen und erkennbare Charakterzüge. Die Freundschaft zwischen Ning und Lian hat mir besonders gut gefallen, weil sie sich langsam und glaubhaft entwickelt hat. Es wirkte nie gezwungen oder künstlich, sondern sehr organisch, wie echte Freundschaften entstehen.

Gleichzeitig wusste ich als Leser lange nicht, wem ich trauen kann und wer wirklich böse ist. Dieses ständige Rätseln, diese Unklarheit, wer auf welcher Seite steht, bleibt bis zum Ende erhalten und steigert die Spannung enorm. Das scheinbare Durcheinander der Figuren und Allianzen am Kaiserhof hat mir dabei sehr gut gefallen — es spiegelt die Intrigen und Machtspiele am Hof auf eine realistische und packende Weise wider. Insgesamt entsteht dadurch eine komplexe, lebendige Welt voller moralischer Grauzonen, in der die Charaktere nie eindimensional wirken.

4/5 ⭐ 

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Geschichte:

Die Geschichte von „A Magic Steeped in Poison“ bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend und mitreißend. Es ist immer etwas los - sei es im Wettkampf der Shénnóng-shi, durch Intrigen am Kaiserhof oder durch überraschende Wendungen, die ich nicht vorhersehen konnte. Gleichzeitig gibt es eine emotionale Tiefe, die die Handlung trägt: Nings Schuldgefühle, und ihre Sorge um ihre Schwester, sind zwei zentrale Motive, die ihr Handeln und ihre Entscheidungen leiten. 

Ich hatte nie das Gefühl, dass die Handlung zäh ist oder ins Stocken gerät - im Gegenteil: Alles entwickelt sich dynamisch, überraschend und sehr mitreißend. Die Handlung fliegt nur so dahin, weil die Spannung konstant hoch ist und immer neue Facetten der Welt und der Magie aufgedeckt werden. 

5/5 ⭐

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Fazit:

„A Magic Steeped in Poison“ hat mich absolut überrascht und begeistert. Obwohl es ein Jugendbuch ist, war es für mich als erwachsene Leserin unglaublich spannend, emotional mitreißend und abwechslungsreich. Die Handlung ist voller unerwarteter Wendungen, die Charaktere sind lebendig und facettenreich, und die Freundschaften, besonders die zwischen Ning und Lian, wirken echt und glaubwürdig. Das Magiesystem rund um Tee ist originell und mit emotionalen Motiven verwoben, wodurch die Geschichte sowohl faszinierend als auch tiefgründig wird.

4/5 ⭐

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Gespräche aus der Community

Cover des Buches A Magic Steeped in Poison – Was uns verwundbar macht
Daniliesings avatar
Daniliesing

Im ersten Band von Judy I Lins packendem Zweiteiler "A Magic Steeped in Poison" erwartet euch eine berauschende Mischung aus asiatischer Mythologie und Fantasy, Liebe und Tod. Ning ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das die Kunst der Tee-Magie studiert. Doch kann sie auch den größten magischen Wettkampf des Reiches gewinnen? 

Seid ihr bereit für dieses fantastische Abenteuer mit einer ganz besonderen Atmosphäre?

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