Juha Itkonen Ein flüchtiges Leuchten

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Inhaltsangabe zu „Ein flüchtiges Leuchten“ von Juha Itkonen

Mit "Ein flüchtiges Leuchten" hat Juha Itkonen einen Familienroman von enormer Kraft geschaffen, dessen Figuren so nah an unserem eigenen Leben gezeichnet sind, dass wir uns im Spiegel der vergangenen fünfzig Jahre selbst zu beobachten meinen. Itkonen erzählt in Rückblenden von drei Generationen der Familie Vuori: Beständig ändern sich die äußeren Bedingungen, das Leben wird immer fortschrittlicher – und doch müssen die Untiefen zwischenmenschlicher Beziehungen von jedem aufs Neue ausgelotet werden.

Ein gewaltiger Erzähler.

— vuokko

Kraftvolle Familiengeschichte - sensibel, facettenreich, unterhaltsam !

— Penelope1

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    Ein flüchtiges Leuchten

    vuokko

    17. April 2015 um 08:47

    Ein anderer Rezensent hat schon die Handlung geschildert, deshalb bleibe ich an dieser Stelle bei meinem persönlichen Eindruck über das Buch. Meine Meinung über den Schriftsteller und diesem Werk ist etwas zwiespältig. Als genau Beobachter kann Itkonen genau  Einzelheiten schildern, die manch anderen nicht mal in den Sinn kämen. Seine Sprache ist exakt,  reichliche historische Details genau recherhiert und stimmig. Er lässt den Leser die letzten fünfzig Jahren nochmal Revue passieren, allerdings nicht in einer chronologische Reihenfolge, welches das Verstehen der Geschichte etwas komplizierter macht. Teilweise wird aus der Sicht eines auktorialen Erzählers erzählt, teils ist der Erzähler Esa, eine Romanfigur, der seiner Tochter die Familiengeschichte aus seiner Sicht erzählt. "Ein flüchtiges Leuchten" ist ein nahezu perfektes Roman. Die Figuren sind und Handlungen sind glaubhaf und mitreißend. Der Leser schmeckt den Geschmack des gelebten Lebens der Romanfiguren. Manchmal ist dieser Geschmack zu stark, zu trübselig, man spürt den Weltschmerz mit. Im Finnischen ist die Sprache des Romans sehr exakt, es hört sich genau so an wie im richtigen Leben dort im hohen Norden. Tatsächlich hat Itkonen für den Kenner mehr finnisches Lebensgefühl in das Buch eingepackt, als ein Außenstehender vermuten könnte. Andererseits sind viele Handlungen und Gefühle auch überall in der  Welt nachvollziehbar und verständlich. Meine Leserfahrung war sowohl qualitativ als auch "quälitativ", denn obwohl der Roman erzähltechnisch erstklassig ist, ist die Grundstimmung der Geschichte bedrückend, mit Melancholie ummantelt. Juha Itkonen ist ein beachtenswerter nordischer Schriftsteller, aber die Grundstimmung des Romans wirkte auf mich persönlich zu beklemmend, deshalb nur drei Sterne.

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  • 5 Jahrzehnte Familiengeschichte – von Angst bis Zweifel

    Ein flüchtiges Leuchten

    Penelope1

    23. February 2015 um 21:02

    Inhalt: Esko Vuori ist ein unverbesserlicher Optimist, und genau diese Wesensart verhilft ihm zu einer lieben Frau, Familie, einem eigenen Elektrogeschäft. Dass er dafür seinen Traum von Amerika erst einmal aufgeben muss, fällt ihm nicht schwer – er hat alles, was er braucht. Doch Optimismus ist eine Sache, die Realität eine andere, wie auch er im Laufe seines Lebens feststellen muss: während er glücklich und zufrieden ist, sucht seine Frau Liisa mehr Aufmerksamkeit und seine Kinder gehen nach und nach ihre eigenen Wege. Was bleibt für Esko…? Meine Meinung: „Ein flüchtiges Leuchten“ ist ein Generationenroman einer finnischen Familie, beginnend im Jahr 1964 und über 5 Jahrzehnte verlaufend. Der Leser wird nicht nur Zeuge der ersten Mondbegehung, des technischen und globalen Fortschritts, der sich in dieser Zeit rasant entwickelt, sondern ebenso begleitet er die finnische Familie Vuori bei ihrer ganz persönlichen Entwicklung. Als Erzähler fungiert Esa, der sich seiner erwachsenen Tochter zu erklären versucht - das Verhältnis zu ihr ist gespannt, und so holt er weit aus, beginnt mit seinem Vater, dessen Karriere, gibt tiefe Einblicke in die Hintergründe und Charaktere seiner Familie. Dabei ist er schonungslos, aber auch ehrlich – nicht nur mit Vater und Mutter, sondern auch mit sich selbst. Obwohl er selbst eher pessimistisch klingt, erkennt der den großen Optimismus und Euphorie seines Vaters, hängt an vielen freudigen und rührenden Erinnerungen, um dann jedoch meist wieder zu den negativen Rückblicken, Wehmut und Niedergeschlagenheit zu wechseln. Dabei ist es nur nebensächlich, dass wir es hier mit einer finnischen Familie zu tun haben – der Handlungsort ist im Grunde beliebig austauschbar: egal, ob Finnland, Deutschland, Amerika, oder wo auch immer - es geht nämlich nicht konkret um die „typisch finnische“ Familie, nicht um Klischees, sondern vielmehr um den Menschen, um Gefühle, um Zusammenhalt, Vertrauen, Liebe, aber auch Zweifel und Hoffnung. Und auch wenn man als Leser hin und wieder das Gefühl hat, dass sich der Erzähler oft in Details verliert, ihnen zu viel Aufmerksamkeit zuteil wird, so wird im weiteren Fortschreiten klar, dass sich genau dadurch die Geschichte als Ganzes weiterentwickelt . Interessant ist es mitzuerleben – und sich dadurch selbst in Erinnerung zu rufen – dass z.B. Kulturelle Ereignisse von jedem anders wahrgenommen werden. Der eine ist euphorisch, der andere gleichgültig, das Kind wiederum hat wiederum einen anderen Blickwinkel… Dies gelingt dem Autor geschickt durch die Darstellung komplexer Persönlichkeiten, die authentisch und lebendig sind – Menschen wie Du und ich, in denen sich der Leser durchaus wiedererkennen kann. Fazit: Ein unterhaltsamer, kraftvoller und facettenreicher Familienroman von einem jungen finnischen Autor, der zu den talentiertesten jungen Autoren seines Landes zählt !

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