Juha Nurminen , Ulla Ehrensvärd Die Ostsee

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Inhaltsangabe zu „Die Ostsee“ von Juha Nurminen

2000 Jahre Seefahrt, Handel und Kultur Die Ostsee - 422.200 Quadratkilometer Wasser, das seine neun Anrainerstaaten Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen und Polen seit mehreren tausend Jahren miteinander verbindet. Das Buch erzählt nicht nur deren von Wechselbeziehungen geprägte Geschichte, sondern auch die eines Meeres, das einst die schönsten und schnellsten Schiffe der Wikinger trug. Vor allem den deutschen Hansestädten verhalf der blühende Seehandel zu einer wirtschaftlichen Vormachtstellung. So kamen 1590 in Lübeck auf 22.570 Einwohner 2.000 Schiffe. Nicht nur die Chronik der wichtigsten 50 Seegefechte, sondern auch die Positionskarte mit den 68 bedeutendsten historischen Wracks in der Ostsee dürften das Herz jedes Schiffsliebhabers höher schlagen lassen. Zum Teil bisher unveröffentlichte Karten, Gemälde, Drucke und Zeichnungen illustrieren die Bedeutung einer Region, deren Handelsbeziehungen weit nach Europa hineinreichten.Die 2000-jährige Geschichte der Ostsee und ihrer Anrainerstaaten - Highlights zu Nautik, Seeschlachten, Wikinger und Hanse - Einmaliges Bildmaterial aus Archiven, Museen und Bibliotheken - Erstveröffentlichungen aus der privaten Sammlung der finnischen John-Nurminen-Stiftung

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  • Geschichte und Kultur der Ostseevölker

    Die Ostsee

    R_Manthey

    28. June 2015 um 17:06

    Beim Format dieses Buches vermutet man einen Bildband. Doch diese Annahme ist falsch. Stattdessen erwartet den Leser ein leicht textlastiges Buch mit vielen Bildern. Die drei finnischen Autoren erzählen uns dabei weniger etwas über die Ostsee, sondern vielmehr vieles über die Geschichte der Völker, die sich im Laufe von 2000 Jahren rund um das Baltische Meer ansiedelten und miteinander in verschiedenartiger Weise in Kontakt kamen. Und weil man oft erst einmal über dieses Meer fahren muss, um zu handeln oder Machtansprüche durchzusetzen, spielen natürlich Schiffe auch eine gewisse, wenngleich am Ende untergeordnete Rolle. Dafür steht die Geschichte der Seekartografie überraschenderweise sehr detailliert im Mittelpunkt zahlreicher Kapitel. Das Buch beginnt mit einem kurzen Abschnitt zur Geophysik und Hydrographie der Ostsee. Leider bemerkt der Leser hier, dass die Bilder zum Text zwar schön sind, aber nicht immer zur Erleuchtung beitragen. Denn was man in diesem Abschnitt zur sicher interessanten topografischen Gliederung der Ostsee lesen kann, hätte eine gut strukturierte Karte mit den Unterwasserbecken und Wassertiefen viel besser erklärt als ein reiner Text, der Orte nennt, die ich noch nie vorher gehört habe. Auch später findet man ab und zu Bilder, an deren Stelle man sich andere gewünscht hätte, die einen direkteren Textbezug haben. Das ist aber auch die einzige kleine Kritik an diesem Buch. Schon zu Zeiten des Römischen Reiches gab es Handelskontakte zwischen Ostseevölkern und Bewohnern der Mittelmeerregionen. Später drangen die Wikinger mit ihren Booten auf Flüssen von der Ostsee bis ins Schwarze und Kaspische Meer vor. Mit der ersten Jahrtausendwende erreichte die Christianisierung auch den Norden Europas. All diese historischen Prozesse beschreibt das Buch ausführlich, ebenso wie das Entstehen größerer Küstenstädte und der Hanse. Zwischendurch geht es dann immer mal wieder um die Seefahrt auf der Ostsee, die entsprechenden historischen Schiffe und vor allem um die Kartografie der Meere und insbesondere der Ostsee. Kleinere Einschübe sind Themen wie der Fischerei, Seezeichen, dem Bergbau an der Ostseeküste, dem Getreidehandel, dem Küstenschutz, dem Bergungs- und Taucherwesen, Leuchttürmen, dem Holzhandel, den Klimaverhältnissen im betrachteten historischen Zeitrahmen oder dem Lotsentum gewidmet. Und natürlich muss ein Buch über die Geschichte der Ostseevölker auch den Dauerkonflikt zwischen Dänemark und Schweden beschreiben. Das Buch endet mit einer Karte und einer kurzen Beschreibung der wichtigsten Seegefechte auf der Ostsee sowie Fundorten bedeutender historischer Wracks. Fazit. Ein sehr schönes Buch über die Geschichte und Kultur der Ostseevölker. Gemessen an meinen Erwartungen vielleicht etwas zu textlastig und zu sehr auf die Geschichte der Kartografie orientiert. Ganz unabhängig davon kann man diesem Buch nicht weniger als fünf Sterne geben, weil es einfach gut gemacht, fundiert und sehr lehrreich ist.

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  • Rezension zu "Die Ostsee" von Ulla Ehrensvärd

    Die Ostsee

    michael_lehmann-pape

    18. February 2011 um 13:33

    Geschichtsträchtige Kulturlandschaft Das baltische Meer, die Ostsee, jene geschichtsreiche und wirtschaftlich über Jahrhunderte entscheidende Land- und Meerlandschaft im Nordosten Deutschlands, über das Baltikum bis hinein nach Russland und, auf der anderen Seite des Meeres, Skandinavien mit einbeziehend ist das umfassende Thema dieses Buches. Von der Zeit der Hanse über die wirtschaftliche Öffnung Russlands durch St. Petersburg bis hin zu auch kriegerischen Rivalitäten der Anrainerstaaten hat die Ostsee eine gewichtige, zu Zeiten auch entscheidende Rollen im europäischen Mächteverbund inne gehabt. Die finnischen Autoren setzen Ihren Schwerpunkt allerdings nicht nur auf die vielfältige Geschichte und Querverbindungen der Staaten rund um die Ostsee, sondern betrachten dieses eher ruhige Binnenmeer zudem fundiert einerseits in nautischer Hinsicht und anderseits in den geographischen Eigenheiten. In der Struktur ihrer Darlegungen gehen die Autoren in all dem chronologisch vor. Ergänzend zu diesem Hauptthema gehen die Autoren als „Buch im Buch“ an vielfachen Stellen zudem einigen Sonderthemen wie Navigation, Schiffe, Handel und Seefahrt nach. Diese Teile sind farblich abgesetzt, eine Vielzahl von Themen zu Schiffarten, Navigationstechniken, Schutzmaßnahmen der Küste, Instrumentenherstellung und -Entwicklung, und, und, und sind wie in Magazinform an vielfachen Stellen eingeschoben. Da sich diese Einschübe leider häufiger nicht auf einige Zeilen oder eine einzelne Seite beschränken, erschwert dies den Umgang mit dem großformatigem Buch, da der laufende Text zum eigentlichen, chronologischen roten Faden durchläuft und somit 1,2 oder 3 Seiten weiter nahtlos weiter verläuft. Bei der Vielzahl der Sondereinschübe wäre hier ein einfacher, zweiter Teil im Buch sicher die angenehmere formale Lösung gewesen. Ansonsten eröffnen sich in den Texten und vielfachen Bildmaterialien des Buches faszinierende, oft unbekannte, teils erstaunliche Blicke auf das Meer, die Küsten und die wechselvolle Geschichte rund um die Ostsee. Nach der Begriffserläuterung und der formalen Bestimmung der Ostsee bergen schon die Darstellungen der antiken Kontakte mit dem Mittelmeerraum interessante Details, ebenso wie die weitverzweigten Routen der Wikinger und die Darstellung der Eigenheiten der Seefahrt durch die Wikinger. Die Hanse und der deutsche Orden, die Entfaltung der holländischen Seefahrt, geographische Gegebenheiten mit kulturellen Folgen wie der Bottnische Meerbusen und der Handelszwang wechseln einander ab mit Blicken auf die Geschichte der Seefahrt, die Entwicklung nautischer Orientierungen und nautischer Instrumente, die durchaus interessante Geschichte der Erstellung von Seekarten mit ihren divergierenden Ansätzen rund um die Ostsee. Selbst eher unbekannte Feinheiten wie die „Bauernschifffahrt“ sind im Buch zumindest kurz erwähnt. Gut gelungen ist zudem der eher knappe, aber übersichtlich dargestellte Blick auf die wesentlichen Seegefechte, die auf der Ostsee ausgetragen wurden mitsamt einer Darstellung der bedeutendsten Wracks, die in Teilen heute noch betrachtet werden können. Einen ungemein breiten Blick auf die Ostsee bietet das Buch. Akribisch recherchiert enthält es eine Vielzahl von gut aufbereiteten Informationen zur Geschichte, den Handelsgütern und Handelswegen, zu geographischen Gegebenheiten bis hin zur durchschnittlichen Eisdecke der Ostsee im Winter und einen Abriss der Geschichte der Seefahrt mit Darstellungen des Schiffbaus, der nautischen Entwicklungen und der Seekartenerstellungen. All dies paart sich mit vielfachen Abbildungen, Gemälden, Zeichnungen, Karten, und Fotos. Kein Buch zum schnellen durchblättern, sondern ein gewichtiges Werk, dass seine Zeit zur Erfassung durchaus benötigt, dafür aber nach der Einarbeitung nur mehr wenig Fragen unbeantwortet lässt.

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