Jules Gray

 4,3 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Todschwarze Nacht, Todschwarze Nacht: Thriller und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Jules Gray hatte als Rechtsanwältin unter anderem mit Strafrecht zu tun, bevor sie ihren Beruf an den Nagel hängte, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Krimis und Thriller sind ihre große Leidenschaft. Zuhause ist Jules Gray in einer Großstadt - auch wenn sie von einem kleinen Cottage in Cornwall träumt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jules Gray

Cover des Buches Todschwarze Nacht (ISBN: 9783404192380)

Todschwarze Nacht

(14)
Erschienen am 28.03.2024
Cover des Buches Todschwarze Nacht: Thriller (ISBN: B0C37GYL1N)

Todschwarze Nacht: Thriller

(0)
Erschienen am 28.03.2024
Cover des Buches Todschwarze Nacht (ISBN: 9783754009956)

Todschwarze Nacht

(0)
Erschienen am 28.03.2024

Neue Rezensionen zu Jules Gray

Cover des Buches Todschwarze Nacht (ISBN: 9783404192380)
pardens avatar

Rezension zu "Todschwarze Nacht" von Jules Gray

parden
Atmosphärisch, bedrohlich und bedrückend...

ATMOSPHÄRISCH, BEDROHLICH UND BEDRÜCKEND...

Mitten in einer Winternacht in einer deutschen Großstadt. Die Straßen sind dunkel, kalt und einsam. Eine gefährliche Zeit für die seit kurzem wohnungslose Lou, die Hunger, Krankheiten und Kälte schutzlos ausgeliefert ist. Außerdem verschwinden immer wieder Frauen spurlos von der Straße, was die Situation für Lou noch gefährlicher macht. Als Lou an einem besonders eisigen Abend eine alte Jacke mitgehen lässt, ahnt sie nicht, dass ihre Verzweiflungstat die Pläne eines grausamen Mörders durchkreuzt. Denn die Frauen verschwinden nicht zufällig, und fortan steht Lou im Fadenkreuz des Killers. Doch auch Lou ist dem Mörder auf der Spur, und bald steht nur noch eine Frage im Raum: Wird Lou den Killer finden, bevor er sie tötet? (Verlagsbeschreibung)

Etwas skurril ist es, im Hochsommer bei Temperaturen über 35° Celsius solch einen Thriller zu lesen, der im tiefsten Winter bei klirrender Kälte spielt. Aber diese Diskrepanz vergaß ich bald, denn schon nach wenigen Seiten war ich voll in der Geschichte drin.

Ein ungewöhnliches Setting hat die Autorin gewählt - mit der ehemaligen Journalistin Lou bewegen sich die Geschehnisse konsequent im Obdachlosenmilieu einer deutschen Großstadt, das hier mit allen Problemen (Hunger, Schutzlosigkeit, Kälte, Krankheit, Kriminalität, Sucht) sehr eindringlich und plastisch dargestellt wird. Zu Beginn ist unklar, weshalb Lou abgestürzt und wohnungslos ist, Andeutungen machen aber neugierig und sind mit ein Grund dafür, dass man immer weiter lesen will. 

Lou ist sehr danach bestrebt für sich zu bleiben und niemanden an sich heranzulassen, sie wirkt wie eine einsame Wölfin. Doch an einem der bekannten Treffpunkte lernt sie die junge Jenny kennen, die sich ungewollt an sie klettet und für die Lou im Grunde gegen ihren eigenen Willen so etwas wie ein Verantwortungsgefühl entwickelt. Dabei hat sie genug damit zu tun, sich selbst am Leben zu erhalten.

Als Lou an einem fürchterlich kalten Abend beschließt, eine herrenlose Jacke mitzunehmen, um nicht zu erfrieren, lenkt sie ohne es zu ahnen die Aufmerksamkeit eines Mörders auf sich. Eines Mörders, der zielstrebig seine Ziele verfolgt und dem schon einige Frauen aus dem Obdachlosenmilieu zum Opfer gefallen sind. Da es bisher meist so aussah, als seien die Frauen durch eigenes Verschulden ums Leben gekommen, ist die Polizei noch nicht wirklich aufmerksam geworden. Doch als noch mehr Leichen auftauchen und Lou immer wieder verfolgt wird, ahnt sie, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun hat. Und obwohl sie nie wieder journalistisch arbeiten wollte, besinnt sie sich nun ihrer Stärken. Ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt...

Dieser Thriller lebt in erster Linie von seiner bedrohlichen und bedrückenden Atmosphäre. Er ist durchaus spannend konzipiert, hat aber im Mittelteil kleine Längen. Gegen Ende ziehen Tempo und Spannung erwartetermaßen an, und es wird noch einmal richtig gefährlich. Im Verlauf erhält man immer wieder kleine Einblicke in das Denken des Mörders, der mir insgesamt allerdings zu klischeehaft charakterisiert wurde - ein Psychopath eben. Störender noch empfand ich allerdings eine Person aus dem Umkreis des Täters, die für mich so gar nicht vorstellbar war. Näheres kann ich hier nicht verraten ohne zu spoilern, aber dies kostete dann doch den fünften Stern.

Das Ende liest sich für mich, als könnte eine Reihe geplant sein. Sollte dies so sein, würde ich gerne weiterlesen. In jedem Fall ist "Todschwarze Nacht" ein insgesamt gelungener Reihenauftakt. 


© Parden

Cover des Buches Todschwarze Nacht (ISBN: 9783404192380)
makamas avatar

Rezension zu "Todschwarze Nacht" von Jules Gray

makama
Die Journalistein

Lou war früher Journalistin, doch jetzt lebt sie auf der Straße, irgendwo in einer deutschen Großstadt. Kein einfaches Leben -- Hunger, Krankheiten und Kälte schutzlos ausgeliefert - es ist gefährlich, zumal immer wieder Frauen spurlos verschwinden....
Dann lässt Lou an einem besonders kalten Abend eine alte Jacke mitgehen - und landet prompt im Fadenkreuz eines durchgeknallten Mörders.
Jetzt muss Lou den Mörder finden, bevor er sie findet und tötet.
FAZIT UND MEINUNG :
Ein Thriller, der es in sich hat. Das Leben auf der Straße wird schonungslos geschildert. Und dann noch der Mörder - kein einfaches Thema, aber sehr aktuell. Wohnungslose gibt es in jeder Stadt und oft genug werden sie übersehen.
Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück - da ist das aktuelle Thema, aber irgendwie hat mir die Umsetzung nicht so gefallen. Es ist meist sehr spannend, hat aber auch eher langatmige Anteile.
Trotzdem noch 4 Sterne für dieses Buch.

Cover des Buches Todschwarze Nacht (ISBN: 9783404192380)
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Rezension zu "Todschwarze Nacht" von Jules Gray

c-bird
Ungewöhnlicher Thriller - dennoch spannend

Erst seit Kurzem lebt die ehemalige Journalistin Lou Endres auf der Straße. Hier lernt sie auch die junge Jenny kennen, die ebenfalls wohnungslos ist. Gerade in der Winterzeit ist das Leben auf der Straße hart, die Menschen sind schutzlos der Kälte und Dunkelheit ausgesetzt. Jenny ist auf der Suche nach Anschluss, denn alleine lebt es sich noch gefährlicher. Es verschwinden neuerdings immer wieder andere obdachlose Frauen und tauchen tot wieder auf. Dies weckt den Journalistengeist in Lou. Sie beginnt zu recherchieren und ahnt dabei nicht, dass sie schon längst ins Visier des Killers geraten ist.

 

„Tiefschwarze Nacht“ ist ein spannender Thriller, der durch sein ungewöhnliches Setting, dem Obdachlosenmilieu, aus der Menge sticht. Sehr schnell merkt man, dass das Leben als Wohnsitzloser kein einfaches ist. Die vielen Alltagsprobleme wie Hunger, die Suche nach einem Platz zum Schlafen oder einfach nur Schutz vor dem widrigen Winterwetter fordern jede Menge Kraft und Energie. Um so beeindruckender fand ich den Zusammenhalt, der zwischen den Obdachlosen herrscht. 

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lou, die durch anfänglich geheimnisvolle Umstände tief gefallen ist. Warum und wieso wird aber im Verlauf der Handlung noch erklärt. Insgesamt eine starke Figur, die nicht nur sehr entschlossen handelt, sondern auch hartnäckig sein kann. Noch sympathischer fand ich allerdings Jenny, eine junge Frau, die aber schon einiges in ihrem Leben mitmachen musste. Als Täter kommen mehrere Verdächtige in Frage. Man erfährt auch in einigen Abschnitten etwas über die Denkweise des Täters und was ihn antreibt. Doch wer schließlich dahintersteckt erfährt man erst ganz am Ende.

Insgesamt ein spannender und sehr gut erzählter Thriller, der nicht nur unterhält, sondern auch so manchen Denkanstoß liefert.

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