Jules Schelvis Eine Reise durch die Finsternis

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Inhaltsangabe zu „Eine Reise durch die Finsternis“ von Jules Schelvis

Jules Schelvis, 1921 in Amsterdam geboren, wurde im Mai 1943 zusammen mit seiner Frau Rachel und deren Familie in Amsterdam festgenommen und über das Durchgangslager Westerbork nach Sobibor deportiert. Schelvis wurde als Arbeitshäftling in das Torflager Dorohucza, später über Lublin in das Ghetto von Radom gebracht. Von dort kam er nach Auschwitz, wo er während einer Selektion zum zweiten Mal dem Vergasungstod entging.

Jules Schelvis kehrte in die Niederlande zurück und begann erst nach seiner Pensionierung, sich intensiv mit der Geschichte der Vernichtung der niederländischen Juden zu beschäftigen. Aus seinem Engagement entstand das im Oktober 2003 bei rat in Deutsch erschienene Standardwerk zur Geschichte des Vernichtungslagers Sobibór.
Jules Schelvis lebt heute in Amstelveen und engagiert sich in der niederländischen Sobibór-Stichting.

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  • Rezension zu "Eine Reise durch die Finsternis" von Jules Schelvis

    Eine Reise durch die Finsternis

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2011 um 13:07

    Zum Inhalt: Jules Schelvis, Überlebender des Vernichtungslagers Sobibor, schreibt hier seine Lebensgeschichte. Beginnend von der Deportation seiner Familie bis hin zur Befreiung. Meine Meinung: Der Autor, der bereits durch sein Buch "Vernichtungslager Sobibor", auf den erfolgreichen Aufstand in jenem Lager, welches eher zu den unbekannteren KZ gehört, aufmerksam machte, schildert hier sein Schicksal, welches ihn zweimal vor der Gaskammer rettete. Insgesamt zwei Jahre wird Schelvis durch die Todeslager der Nazis geschickt, bevor er 1945 in Vaihingen befreit wird. Was in den zwei Jahren passierte muss hier nicht weiter ausgeführt werden, ist bekannt. Seine Reise durch die Finsternis beginnt in Westerbork, wo am 1. Juni 1943 3006 Menschen verhaftet und deportiert werden. Nach vier Tagen kommen sie in Sobibor an. Am Ende des Tages leben nur noch 81 junge Männer. Alle anderen wurden sofort in der Gaskammer getötet, darunter auch Rachel, Schelvis´ Frau. Sobibor gehörte zu den drei Lagern, in denen während der "Aktion Reinhard" zwischen 1942 und 1942 1,7 Millionen Juden ermordet wurden. Die "Aktion Reinhard" war die geplante vollständige Vernichtung der jüdischen Bevölkerung im heutigen Ostpolen. Schelvis schrieb das Buch kurz nach seiner Befreiung nieder. Er wollte Zeugnis gegen das Vergessen ablegen. Das ebenfalls angesprochene Buch "Vernichtungslager Sobibor" gilt als Standardwerk. Der Autor hat mit beiden Büchern dafür gesorgt, dass der Name Sobibor nicht in Vergessenheit gerät und den Opfern Namen gegeben.

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