Jules Verne Der grüne Blitz

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Inhaltsangabe zu „Der grüne Blitz“ von Jules Verne

Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer 'Zieheltern' Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom 'grünen Blitz' erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz – und der großen Liebe. Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als ›Das grüne Leuchten‹ fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist.

Ein herrlicher Liebesroman von Jules Verne aus dem Jahre 1882, brilliert durch eine wunderbare Sprache und ein Hauch Ironie - Herrlich!

— RalfWaiblinger
RalfWaiblinger

Für alle Leser von historischen Romanen ein absolutes Highlight! Unbedingt lesen!

— Bücherwurm
Bücherwurm

Ein sehr lesenswerter Liebesroman, der mit kurzweiligen Reisebeschreibungen für beste Unterhaltung sorgt.

— dorli
dorli

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  • Der Weg ist das Ziel ;)

    Der grüne Blitz
    Phliege

    Phliege

    16. October 2014 um 09:46

    Das Meer - "wie ein lebendiges Wesen, dessen Herz auf der Linie des Äquators schlüge." Jule Vernes einziger Liebesroman erzählt die Geschichte von Helena Campbell, die von ihren Onkeln Sam uns Sib aufgezogen wurde und jetzt mit dem Wissenschaftler Aristobulus Ursiclos vermählt werden soll. Eine Zusage will sie aber nicht geben, bis sie den grünen Blitz gesehen hat - ein Naturphänomen am Meereshorizont, dass denjenigen, der es erblickt, Klarheit in Gefühlsangelegenheiten verschaffen soll. Auch wenn es kein Abenteuerroman ist, klingt Jule Verne hier eindeutig in seinem Schreibstil durch, ebenso wie sein eigenes Interesse an den Naturwissenschaften. Immer wieder streut er kleine Informationen ein, sei es geschichtlich, geologisch oder physikalisch. Und auch wenn der Gute Freund der Naturwissenschaften ist, stellt er den höchst studierten Verlobten in spe so lächerlich wie dessen Name dar. Ursiclos ist arrogant, ungeschickt und entzaubert jeden Moment. Klischeehaft wird nicht eine gute Eigenschaft an ihm gelassen. Als Gegenstück tritt sein Rivale Olivier Sinclair als Künstler und Poet, Romantiker und Gentleman auf. Es entwickelt sich eine vorhersehbare Geschichte, mit etwas überzeichneten Charakteren ein wenig im Stile von Disney, was den ganzen Charme des Buches ausmacht. Und Jule Verne beweist hier, dass er sich nicht nur fantastische Geschichten im Science-Fiktion-Genre ausdenken kann, sondern auch ein poetischen Schreibstil beherrscht, der den Leser auf eine malerische Reise ans Meer und durch Schottland mitnimmt. Die unzähligen Namen von Orten und Personen, die schnell zu viel werden, um sie sich zu merken, sind leicht zu verzeihen. Es handelt sich immer nur um kurze Episoden, in denen Verne sich ein wenig im Informationsfluss verliert. Die Art Liebeserklärung an die schottische Landschaft, mit zerklüfteten Felsen und abgelegenen Inseln macht das wieder wett.

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  • Da leuchten die Augen ...

    Der grüne Blitz
    RalfWaiblinger

    RalfWaiblinger

    06. May 2014 um 18:34

    Ich bin durch eine Rezension in LB auf dieses Buch aufmerksam geworden. Im Gegensatz zu J. Vernes Abenteuerromanen erzählt der Autor hier eine Liebesgeschichte (bzw. deren Anbahnung) von Miss Helena Campbell, aus gutem Hause und dem Künstler Oliver Sinclair. Die beiden Onkel Samuel und Sebastian Melville wollen ihr Mündel Helena unter die Haube bringen - der Glückliche ist schon auserwählt, ein angesehener Naturwissenschaftler, den Helena bis dato noch nicht kennengelernt hat. Als Vorbedingung für eine Heirat verlangt Helena den "Grünen Blitz" zu sehen, eine Naturerscheinung, die sich am Horizont des Meeres beim Untergehen der Sonne einstellen soll und der nachgesagt wird, dass Menschen, die den Blitz gesehen haben, sich in Gefühlen nicht mehr täuschen können. Helenas Auserwählter, der Wissenschaftler mit dem vielsagenden Namen Aristobulus Ursiclos, entzaubert das Mysterium des grünen Blitzes durch die Logik der Naturwissenschaft und raubt Helena dadurch fast ihre Träumereien. Mehr noch - er ist ungeschickterweise mehrmals direkt Schuld daran, dass der Reisegesellschaft die Sicht auf das Naturereignis versagt bleibt. Ganz im Gegensatz zur Reisebekanntschaft Oliver Sinclair. Von ihm wird Helena bestärkt und unterstützt Ihren Traum erfüllen zu können. Während Ursiclos nüchternes und uneinfühlsames Verhalten ihn in seiner Gunst bei Helena sinken läßt, steigt Sinclairs Ansehen als Romantiker bei Helena und durch eine Heldentat auch bei Ihren Onkel. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der ein Faible für schöne Sprache und geistreiche Erzählungen hat, dabei ab und zu ein ironisches Augenzwinkern. Sprichwörtlich für Romantiker aus dem Herzen geschrieben, ist die dargelegte Entzauberung der Natur und der Fantasiewelt durch Fortschritt und Wissenschaft! Ein absoluter Lesegenuß!

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  • Leserunde zu "Reise um die Erde in 80 Tagen" von Jules Verne

    In 80 Tagen um die Welt
    Hikari

    Hikari

    "Reise um die Erde in 80 Tagen" von Jules Verne ist ein berühmter Abenteuerroman. Wir von der Klassiker-Lesegruppe haben dieses Buch für unsere März-Leserunde auserkoren. Dies ist eine Leserunde für alle, die an dem Klassiker interessiert sind. Jeder, der ein eigenes Exemplar besitzt oder sich ausleiht, kann hier teilnehmen - gewonnen wird aber nichts ;) Wir freuen uns über jeden Mitleser und -diskutierer! Start der Leserunde ist der 01. März. Die Leserunde erstreckt sich über den gesamten März - späteres Einsteigen ist also immer möglich. Mit welchem Exemplar ihr lest - Ausgabe, Sprache, ob eBook oder Buch - ist dabei völlig egal. :)

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  • Leserunde zu "Der grüne Blitz" von Jules Verne

    Der grüne Blitz
    Mare_Verlag

    Mare_Verlag

    Wir möchten wieder eine mare-Leserunde mit Euch starten, und zwar diesmal mit einem echten Klassiker. Denn am 24. September erscheint in unserem Verlag die Neuübersetzung von Der grüne Blitz, dem einzigen Liebesroman von Jules Verne! Zum Buch: Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer »Zieheltern« Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom »grünen Blitz« erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz – und der großen Liebe. Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als »Das grüne Leuchten« fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist. Hier geht's zur Leseprobe Möchtet Ihr zu den 15 Gewinnern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet dazu bis zum 22. September 2013 diese Frage: Welche Klassiker habt Ihr zuletzt gelesen? Welcher steht noch auf Eurer „Leseliste“? Wir freuen uns wie immer auf viele Bewerbungen! Euer mareverlag * Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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  • Typisches Jules Verne Abenteuer mit einer Portion Liebe

    Der grüne Blitz
    selda

    selda

    30. November 2013 um 10:55

    Eine Liebesgeschichte von Jules Verne. Das musste ich lesen. Nach ein paar Seiten stellte sich sofort ein vertrautes Gefühl ein, so als würde ich einen Brief eines guten Freundes lesen. Ich fühlte mich in meine Kindheit versetzt, in der ich die großen Jules Verne Bücher mit klopfendem Herzen verschlungen habe.  Es gibt all die bekannten Zutaten, die ein Jules Verne Abenteuer ausmachen, ein wildes Meer, eine schöne eigenwillige Heldin , kauzige Charaktere und ein geheimnisvolles Phänomen- der grüne Blitz, dem die Figuren auf den Grund gehen wollen und in diesem Fall eben auch noch eine Portion Liebe.  Das Buch kommt als kleine Kostbarkeit daher. Es kleidet sich in einen edlen Leineneinband, hat wie alle guten Bücher ein Lesebändchen und ist in einem Schuber verpackt, der es zum perfekten Geschenk macht. Viele Illustrationen begleiten die Geschichte. So schön kann ein Buch sein!

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  • Schöne Verpackung, außergewöhnlicher Inhalt!

    Der grüne Blitz
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    30. November 2013 um 00:11

    "Der grüne Blitz" von Jules Verne wurde vom Mare Verlag in einer ausserordentlich schönen Ausgabe präsentiert: Im Schuber, als Hardcover mit gdunkelgrünem Leinen und hellgrünem Lesebändchen, passend zum Titel. Wenn der Leser das buch aufschlägt, erwartet ihn nicht nur eine ganz fabelhafte, unerwartete lustige Geschichte, die ich so von Jules Verne nie erwartet hätte, es bestichen allerdings auch zahlreiche Zeichnungen/Stiche, die den Geschichtsverlauf begleiten. Manchmal erwischte ich mich beim stundenlangen Betrachten der Bilder udn vergaß das Lesen, das hier ausgesprochen flüssig und gut von der Hand geht und zudem mit einem abwechslungsreichen Humor sei es Situationskomik, Schlagfertigkeit der Protagonistin oder Verballhornung der Wissenschaft überrascht! Helena wächst bei zwei Onkel auf, die innig zusammenleben, wie eine Art Ehepaar und sich Gedanken machten um die Verehelichung der großgezogenen Nichte. Gut situiert und intelligent sollte der Zukünftige sein, schliesslich ist Helena einen gewissen Komfort gewohnt. Und wie es immer so ist, wenn ledige Herren für Frauen etwas aussuchen, es geht oftmals nicht wirklich gut. Der Außerwählte ist Wissenschaftler, nicht nur sehr belesen und voller Wissensreichtum hinsichtlich der Naturwissenschaften, er ist auch tölpelhaft ungeschickt, unsozial, humorlos, spießig und wenig unterhaltsam, sieht man von seiner Tolpatschigkeit mal ab. 1882 im Original erschienen hätte ich nicht erwartet, dass das Buch so leicht und flüssig lesbar ist, so viel Lesespaß und Lesegenuß bietet und mich völlig verzaubert. Sicher ist es auch die Schmuckausgabe, die einfach zum Lesen einlädt, es ist aber auch die Energie, der Enthusiasmus mit dem uns der längst verstorbene Autor entlang der schottischen Küste führt! Es klaffen Welten zwischen den heutigen sogenannten historischen Romanen und seinem historischen Werk, wobei er sich nur einmal verrät, als er in den Präsens wechselt um dem Leser eindrücklich zu schildern, wie gut ausgebaut der Seeweg und die Verbindung der Inseln vor Schottland per Schiff bereits ist! Ich habe Jules Verne von einer ganz neuen Seite kennengelernt, bin sehr stolz, dieses Schmuckstück von Buch in meinen Regalen zu haben und kann nur jeden Freund historischer Bücher ermutigen dieses Buch unbedingt zu lesen! Vielen Dank an den mare Verlag!

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  • Rezension zu "Der grüne Blitz" von Jules Verne

    Der grüne Blitz
    dorli

    dorli

    04. November 2013 um 18:01

    Die 18-jährige Miss Helena Campbell ist bei ihren Onkel Samuel und Sebastian Melvill aufgewachsen. Als Helena einen Artikel über das Naturphänomen „grüner Blitz“ liest, möchte sie dieses selbst sehen, denn eine alte Legende behauptet: „Der Blitz bewirkt, dass derjenige, der ihn gesehen hat, sich in Gefühlsdingen nicht mehr irren kann.“ Da Sam und Sib ihrer Nichte jeden Wunsch erfüllen, ist eine Entdeckungsreise schnell beschlossen. Als Ziel wird das Küstenstädtchen Oban auserkoren – nicht ohne Hintergedanken, denn in Oban befindet sich auch gerade der junge Wissenschaftler Aristobulus Ursiclos, den die Herren Melvill als Heiratskandidaten für Miss Helena ins Auge gefasst haben… Jules Verne verstand es hervorragend, informativ und humorvoll zugleich zu schreiben. Das hat er auch in seinem einzigen Liebesroman „Der grüne Blitz“ bewiesen. Vernes sehr ausführliche Reisebeschreibungen werden zu keiner Zeit langweilig, weil der außerordentlich wortgewandte Autor seine Berichte stets wie mit einem Augenzwinkern geschrieben und die Erlebnisse sehr schelmisch erzählt hat. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Verne die detailreich geschilderte Route durch einen Teil der Inneren Hebriden auch selbst bereist hat - man spürt mit jeder Zeile seine Begeisterung für das Gesehene und Erlebte. Auch wenn es sich hier um einen Liebesroman handelt, darf in einem Werk von Jules Verne natürlich eine gute Portion Abenteuer nicht fehlen. Und auch seine umfangreichen naturwissenschaftlichen Kenntnisse hat der Autor geschickt in die Geschichte einfließen lassen. Nicht nur seine Reise- und Landschaftsbeschreibungen sind faszinierend, Verne glänzt zudem mit seinen humorvollen Personenbeschreibungen. Er wartet dabei zwar mit allerhand Klischees auf, die aber keineswegs langweilig oder fad wirken, sondern witzig und sehr unterhaltend daherkommen. Einfach großartig. Vortrefflich ist auch die Ausstattung des Buches. Das Hardcover kommt mit Lesebändchen und stabilem Schuber daher. Außerdem wurde die Geschichte durchweg mit sehr gelungenen Illustrationen gespickt, die die Handlung äußerst treffend wiedergeben. Ein sehr lesenswerter Liebesroman, der mit kurzweiligen Reisebeschreibungen für beste Unterhaltung sorgt.

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  • Jules Vernes einziger Liebesroman in wunderschöner Ausgabe – ein bibliophiles Kleinod

    Der grüne Blitz
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    02. November 2013 um 17:04

    Der grüne Blitz Ein Liebesroman von Jules Verne ? Gibt es das ? Ja, aber nur einen einzigen und dieser wurde vom Mare-Verlag in einer liebevoll ausgestatteten bibliophilen Ausgabe herausgebracht.Im Schuber mit koloriertem Kupferstich als Titelblatt verbirgt sich ein in wunderschönem grünen Leinen gebundenes Buch, das zahlreiche schwarz-weisse Illustrationen enthält, die Kupferstiche der Erstausgabe. Zum Inhalt: Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer "Zieheltern" Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom "grünen Blitz" erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz und der großen Liebe.Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als Das grüne Leuchten fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist. (Quelle:Lovelybooks) Meine Meinung: Die Geschichte ist sehr liebenswert und humorvoll mit einigen skurrilen Protagonisten: Helenas beide Onkel z.B. und vor allem der Bewerber um Helenas Hand Aristobulus Ursiclos – eine Karrikatur, völlig überzeichnet , ein „Nerd“, der nur den naturwissenschaftlichen Beweis, dass eine Sache existiert gelten lässt. Helena selbst ist ein äusserst willensstarkes, verwöhntes, ein wenig naives junges Mädchen, das zu unbedachten Handlungen neigt, aber so gar nicht zu dem hochgelehrten Aristobulus passt. Da ist es gut, dass sich die Geschichte ein wenig anders entwickelt als von den Onkeln geplant ... Herausragend sind die absolut hinreissenden Beschreibungen der schottischen Landschaft und der Seereisen, in bildhafter Sprache beschreibt Jules Verne diese in allen Einzelheiten.. Ein Buch wie geschaffen für das Verlagsprofil des Mare-Verlags, der sich ,wie sein Name schon aussagt, auf Literatur über das Meer spezialisiert hat. Eine klare Leseempfehlung , besonders als Schmuckausgabe für Liebhaber schöner Bücher und von Romanen aus dem 19. Jahrhundert, natürlich auch für Schottland-Fans,ein bibliophiles Kleinod, 5 Sterne.

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  • Mit Jules Verne auf der Suche nach dem grünen Blitz...

    Der grüne Blitz
    Rosa_Pantoffeltierchen

    Rosa_Pantoffeltierchen

    20. October 2013 um 17:45

    Kaum jemand weiß es, aber Jules Verne hat tatsächlich auch einen einzigen Liebesroman geschrieben, der ursprünglich „das grüne Leuchten“ hieß. Der Mareverlag hat diesen nun in einer Neuübersetzung und einer schönen Schmuckausgabe im Schuber neu herausgebracht. Ein Liebesroman ist es tatsächlich, doch wo Jule Vernes draufsteht, ist dieser auch gänzlich überall zu spüren und so ist es auch ein Abenteuerroman, ein Buch zum Schmunzeln, zum Lachen und natürlich voller Skurrilitäten. Inhalt Die seltsamen alten Onkel, Bruder Sam und Bruder Sib, wollen ihre fast volljährige Ziehtochter Helena vermählen. Ihr Wunschkandidat ist ausgerechnet ein verschrobener Naturwissenschaftler names Aristobulus Ursiclos. So seltsam der Name ist, so seltsam ist auch die Person, und so kommt es das die schöne Helena, sich nur zu einer Heirat entschließen möchte, wenn sie den „grünen Blitz“ gesehen hat. Der grüne Blitz ist ein Phänomen bei Sonnenuntergang, wo man bei schönem klaren Wetter, ein grünes Aufblitzen nach den letzten Sonnenstrahlen erhaschen kann. Der Legende nach soll jeder, der dieses beobachtet hat, sich in Liebesdingen nie mehr täuschen..So werden rasch die Sachen gepackt und mit den Dienstboten wird sich Richtung Meer begeben. Doch dort weilt zufällig (oder auch nicht) Aristobulus Ursiclos... Meinung Obwohl es ein Liebesroman ist, würde ich sagen, er liest sich wie ein typischer Jules Verne in dem es „zufällig“ um Liebe geht. Humorvoll und ein wenig skurril reist man mit Helena, den Bediensteten, den Onkeln und Ursiclos und macht sich auf die Suche nach dem grünen Blitz. Aber natürlich ist Helena auch auf der Suche nach der großen Liebe und ich verrate wohl nicht zuviel wenn ich sage, dass der verschrobene Physiker zwar durchaus mein Liebling in dem Roman ist und einem ständig zum Lachen bringt, aber Heiraten werden die beiden vielleicht nicht unbedingt.... Die Figur Aristobulus Ursiclos ist einfach herrlich unsympatisch arrogant, neunmalklug, aber ohne ihn wäre die Geschichte wohl eine ganz andere geworden, und hätte so nicht zu Jules Verne gepasst. „Ein Bartkranz umrahmte seine Wangen und sein Kinn, was ihm ein affenähnliches Antlitz verlieh. Wäre er ein Affe gewesen, wäre es ein schöner Affe gewesen.“ Auch die Brüder Sam und Sib haben mich sehr unterhalten. Ein wenig naiv und verschroben, aber sehr liebevoll und sehr um das Wohl ihrer Nichte bemüht, die stets weiß wie sie ihre Onkel um den Finger wickeln kann. Ein wenig haben sie mich ein Dideldei und Dideldum oder Pat und Patterchon erinnert. Auch wenn sie immer einer Meinung sind und durchaus sehr ähnlich Aussehen. Der ganze Roman liest sich flüssig und hat mir sehr viel Freude bereitet. Helena selbst ist sehr modern und erfrischend für diese Zeit und bringt herrliche Sätze zum Vorschein. Zum Ende hin wird es durchaus noch sehr spannend und auch ein wenig Kitschromantik ist dabei. Wie auch schon in einem anderen Werk von Jules Verne hatte ich hin und wieder das Problem mit der fehlenden Ernsthaftigkeit, oder der Humor liegt mir einfach fern. Dennoch ein schönes Buch, welches nicht zu meinen Lieblingsbüchern gehören wird, aber durchaus sehr lesenswert ist.

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  • Eine unvorhersehbare, zum Schmunzeln bringende Liebesgeschichte!

    Der grüne Blitz
    MeLi94

    MeLi94

    20. October 2013 um 16:56

    Helena Campbell soll nun, nachdem sie ihr 18. Lebensjahr erreicht hat, heiraten. Ihre Onkel, Sib und Sam, hätten da schon ein Auge auf jemanden geworfen und zwar auf den Absolvent der Universitäten von Oxford und Edinburgh, Aristobulus Ursiclos. Die eigenwillige, verträumte Miss Campbell möchte diesem Wunsch ihrer Onkel nachgehen, aber zuerst möchte sie den grünen Blitz sehen. Dieser grüne Blitz sieht man, wenn die Sonne am Horizont den letzten Sonnenstrahl aussendet. Die Reise beginnt. Zusammen mit ihren Onkel und zwei Bediensteten machen sie sich auf und erkunden eine Insel des Vereinigten Königreichs nach der anderen, auf der Suche nach einem wolkenlosen Horizont. Anfangs taucht Aristobulus Ursiclos mit Absicht ständig in Miss Campbells Nähe auf, aber sie hat kein Interesse an ihm. Auf einer Schiffsfahrt entdeckt Miss Campbell ein Boot in Nöten mit zwei Passagieren. Sie werden gerettet und es scheint so, als hätte sich Miss Campbell in den Schiffbrüchigen Mr. Sinclair verliebt. Eines Tages stoßen diese zwei aufeinander und kommen in ein für beide Seiten interessantes Gespräch. Immer wieder funkt dieser Mr. Ursiclos dazwischen, aber Miss Campbell ignoriert diesen. Die Onkel, Miss Campbell, Olivier Sinclair und die zwei Bediensteten entscheiden sich einstimmig, auf Vorschlag Mr. Sinclair's, für eine weitere Schiffsreise. Auf einer einsamen Insel angekommen, erkunden sie die Gegend und nachdem sie zweimal fast den grünen Blitz gesehen hätten, fast, weil immer Aristobulus Ursiclos dazwischen kam und die Sicht auf den grünen Blitz versperrt hat, hofften sie, hier nicht auf Mr. Ursiclos zu treffen. Auf der Insel kommt es zu einem Unglück, wobei Miss Campbell und Mr. Sinclair sich näher kommen. Nach diesem Unglück ist es dann soweit, der grüne Blitz wird an diesem Abend zu sehen sein. Alle treffen sich und starren auf den Horizont. Als es dann soweit ist und der grüne Blitz zu sehen ist, sehen ihn alle, bis auf Miss Campbell und Olivier Sinclair. Diese zwei schauen sich genau in diesem Augenblick tief in die Augen und vergessen alles um sich herum. Obwohl beide den grünen Blitz nicht gesehen hatten, waren sie überglücklich. Nachdem sie alle wieder zurück in Edinburgh waren, wurde dort einige Tage später geheiratet. Fazit: Schön geschrieben. Interessante Geschichte mit vielen Überraschungen und unvorhersehbaren Ereignissen. Durch die Bilder in dem Buch kann man sich bestimmte Situationen vor Augen führen und es wurde auch alles sehr detailliert beschrieben, aber trotz allem konnte ich keine eigenen Bilder in einem Kopf zusammenstellen, also es gab kein Kopfkino ;) was ich bei mir echt sehr komisch finde... Aber alles in allem ein sehr gutes Buch!

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  • Der grüne Blitz

    Der grüne Blitz
    tristessa83

    tristessa83

    16. October 2013 um 00:59

    „Der grüne Blitz“ ist Jules Vernes einziger Liebesroman – und dennoch ist es ein Buch, das absolut typisch für den französischen Schriftsteller ist. Wir befinden uns an der Westküste Schottlands, wo die beiden Brüder Sam und Sib in einem Landhaus leben. Die Brüder sind einander so ähnlich, dass sie die Sätze des jeweils anderen beenden können. Mit ihnen leben die Hausdame Bess und der Verwalter Partridge, der uns als Schotte wie er im Buche steht vorgestellt wird. Sam und Sib sind Onkel und Vormund – und gewissermaßen auch Eltern – für die schöne Helena, eine junge Dame mit Herz und Verstand sowie einem festen Willen. Dankenswerterweise und auch untypisch für die Zeit lassen die beiden Onkel Miss Helena viele Freiheiten, finden jedoch, dass es allmählich Zeit wird, dass sie den Bund der Ehe eingeht. Und einen geeigneten Kandidaten scheinen die beiden auch schon gefunden zu haben: In dem Gelehrten Aristobulus Ursiclos, einem Wissenschaftler durch und durch, dem jeglicher Sinn für das Schöne völlig entgeht. Helena hat jedoch etwas völlig anderes im Sinn: Sie hat in einer Zeitung vom grünen Blitz, einem Naturphänomen, das nur bei Sonnenuntergang am Meereshorizont auftritt, gelesen und macht sehr deutlich, dass sie zuerst den grünen Blitz sehen will, bevor sie über eine Heirat nachdenken wird. Und so begeben sich die Onkel, die Dame Bess, Partridge und die schöne Helena auf eine Reise, um den grünen Blitz zu sehen, und finden nicht nur atemberaubende schottische Küsten vor, sondern erleben sogar eine Beinah-Tragödie, die auch für die Onkel und Helena nicht ohne Folgen bleiben soll. "Der grüne Blitz" ist ein typischer Jules Verne: Ausgedehnte Landschaftsbeschreibungen, die überall durchscheinende Faszination für die Wissenschaft und der Witz, den alle Protagonisten auf ihre jeweils eigene Art innehaben sowie Jules Vernes geschickte Rhetorik, durch die es manchmal scheint, als spiele Verne mit seinen Lesern. Und mit Leichtigkeit und einer gewissen Zuneigung erschafft Jules Verne (wieder einmal) die unterschiedlichsten, interessantesten und exzentrischsten Charaktere. Die Neuübersetzung übernimmt – zum Glück – die für die damalige Zeit typische Sprache und Ausdrucksweise, die für den modernen Leser möglicherweise arrogant oder hochgestochen klingen mag, aber die auch gleichzeitig zum stimmigen Gesamteindruck beiträgt. Daher an dieser Stelle ein großes Lob an die Übersetzerin Cornelia Hasting. Mit der Gestaltung des Buches hat sich der Mare Verlag große Mühe gegeben: Ein Schuber in cremeweiß und ein Leineneinband in tannengrün sowie zahlreiche Illustrationen Léon Benetts aus der Originalausgabe von 1882 machen die Neuübersetzung zu etwas Besonderem.

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  • Humorvolle Suche nach dem "grünen Blitz": 4.5 Sterne!

    Der grüne Blitz
    Keeweekat

    Keeweekat

    10. October 2013 um 16:36

    Nichts liegt den betagten Brüdern Sam und Sib Melvill mehr am Herzen als das Wohl ihrer Nichte Helena, die bei ihnen aufgewachsen und wie eine Tochter für sie beide ist. Zu einer jungen und schönen Frau erblüht, scheint es den Brüdern an der Zeit, einen passenden Ehemann für sie zu finden. Mit dem jungen Gelehrten Aristobulus Ursiclos scheint ihnen der perfekte Kandidat gefunden. Doch Helena, die just einen Artikel in der Morning Post gefunden hat über ein bei Sonnenuntergängen auftretendes Phänomen namens “grüner Blitz”, will nichts von einer Heirat wissen, ehe sie nicht mit eigenen Augen dieses seltene Wunder der Natur gesehen hat. Ergeben machen sich die Brüder gemeinsam mit ihrer Nichte und ihren zwei Dienern auf an die Küste ihrer schottischen Heimat, wo sie unter den dort günstigen atmosphärischen Bedingungen den “grünen Blitz” zu erspähen hoffen. Nicht von ungefähr wird dafür der Kurort Oban ausgewählt, an dem sich, wie Sam und Sib wissen, zur selben Zeit Aristobulus Ursiclos aufhalten soll. Zwei Fliegen mit einer Klappe, so denken sie sich, denn so kann Helena ihren gewünschten “grünen Blitz” sehen und gleichzeitig ganz nebenbei ihren zukünftigen Gatten kennenlernen. Doch bereits auf der Überfahrt lernen sie den charmanten Reisenden Olivier Sinclair kennen und von da an scheinen alle Pläne durcheinander zu geraten. Wird Helena den “grünen Blitz” zu Gesicht bekommen? Und wem wird sie am Ende ihr Herz schenken? Meine Meinung: “Le Reyon-vert” (ursprünglich “Der grüne Strahl” oder “Das grüne Leuchten”) erschien erstmals 1882 und gilt als Jules Vernes einziger Liebesroman. Diese im Mareverlag erschienene Neuübersetzung von Cornelia Hasting kommt im (passenden) grünen Leinen und einem wunderschönen Schmuckschuber daher, inklusive sämtlicher Kupferstiche von Léon Benett aus der Originalausgabe. Mit wunderbarer Leichtigkeit und vor allem sehr humorvoll zeichnet Verne seine Protagonisten, allen voran die Brüder Sam und Sib, die über die Jahre zu einer Person verschmolzen zu sein scheinen, die Sätze des jeweils anderen vollenden und sich eine riesige Schnupftabakdose zu teilen pflegen, ein “tragbares Möbel”, das unentwegt von der Tasche des einen die Tasche des anderen wandert und aus der jeder abwechselnd eine große Prise nimmt. Meine liebste Figur ist aber die des Aristobulus Ursiclos, ein pedantischer, verkopfter und unglaublich eitler Wissenschaftler (“es fehlte nicht viel, und er wäre ein Dummkopf gewesen”), der es nicht lassen kann, jede noch so unwahrscheinliche Gelegenheit zu ergreifen, seine Mitmenschen mit naturwissenschaftlichen Vorträgen zu langweilen. Meine liebste Beschreibung über seine unvorteilhafte Erscheinung ist diese: “Von den hundertdreißigtausend Haaren, die, den letzten Statistiken zufolge, jeder menschliche Kopf tragen soll, blieben ihm kaum noch sechzigtausend. Ein Bartkranz umrahmte seine Wangen und sein Kinn, was ihm ein affenähnliches Antlitz verlieh. Wäre er ein Affe gewesen, wäre es ein schöner Affe gewesen – vielleicht der, welcher der Stufenleiter der Darwinisten fehlt, um den Anschluss der Tierwelt an die Menschenwelt zu schaffen.” Der unsägliche Aristobulus ist es auch, der die Suche nach dem “grünen Blitz” zur Farce macht – an den wenigen Tagen, an denen das Wetter den Reisenden zur Beobachtung des Sonnenuntergangs wohlgesonnen ist, kommt er dazwischen. Desweiteren gelingt es ihm immer wieder – mehr oder weniger unbeabsichtigt – mit seiner nervtötenden Art jede Romantik, die sich zwischen Helena und Olivier anbahnt, zunichte zu machen. Ein unglaublich komischer und köstlich überzeichneter Charakter, der mich sehr zum Schmunzeln gebracht hat. Bleibt noch die Jagd nach dem “grünen Blitz”, die vor allem in der zweiten Hälfte des Buches, da sich Olivier Sinclair der Unternehmung der Melvill-Brüder und Helenas angeschlossen hat, immer spannender wird. Die führt die Reisenden auf die schottischen Inseln Iona und Staffa, die Verne mit spürbarer Faszination und detailreichen Beschreibungen vor den Augen des Lesers erscheinen lässt. Besonders Staffa hat es ihm angetan, eine Insel vulkanischen Ursprungs, die größtenteils aus riesigen Basaltsäulen besteht und durch ihre atemberaubende Höhle “Fingal’s Cave” berühmt wurde. Hier trägt sich auch der große Showdown der Geschichte zu, in der Olivier Sinclair seine Qualitäten als unerschrockener Held beweisen muss. Fazit: Eine humorvolle Geschichte voller lustiger Charaktere, die anfangs etwas gemächlich daher kommt, zum Ende hin aber immer spannender und schließlich zu einem klassischen Abenteuer wird, so, wie man es eben von einem Jules Verne erwartet.

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  • Rezension: Der grüne Blitz - Jules Verne

    Der grüne Blitz
    Hikari

    Hikari

    10. October 2013 um 09:34

    Der grüne Blitz ist der wohl einzige Liebesroman von Jules Verne. Das Phänomen des grünen Blitzes gibt es tatsächlich und man kann es nur zu bestimmten Bedingungen beobachten: an einem Meereshorizont ohne ein Wölkchen oder Nebel beim Sonnenuntergang, kurz vor dem Verschwinden der Sonne. Dieses Phänomen ist der Aufhänger zu der Geschichte. Denn die junge Helena, die von ihren gutmütigen Onkeln aufgezogen wird, möchte unbedingt diesen Blitz sehen. Erst danach will sie über eine Heirat sprechen. Während ihre Onkel eine völlig falsche Partie für sie im Sinne haben (sie sind wirklich zu reizend und zu naiv!), lernt man den wahren Mann dann während der Reise zum grünen Blitz kennen. Jules Verne versteht es hier wunderbar, Humor, Landschaftsbilder, wissenschaftliche Phänomene und skurrile, liebenswürdie und charmante Charaktere miteinander zu verbinden. Die Geschichte ist sehr lebendig und man kann tief hineintauchen. Diese besondere Ausgabe kommt daher in einem Schuber, mit einem schönen Hardcover und Lesebändchen sowie vielen tollen Zeichnungen, die das Geschehen noch einmal verdeutlichen. Es macht sehr viel Spaß zu lesen, man muss ständig schmunzeln und auch das ein oder andere Abenteuer gilt es zu erleben. Gewürzt ist es mit der wunderbaren schottischen Natur und ein bisschen Romantik. Ein wirklich wunderbares Buch.

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

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    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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  • Humorvoll und lesenswert

    Der grüne Blitz
    SiCollier

    SiCollier

    05. October 2013 um 17:41

    Für gewöhnlich wird gewarnt, bevor man ein Bombardement beginnt. Man lebt hier gefährlich! (Seite 123) Meine Meinung Mit Jules Verne verbinde ich in erster Linie Abenteuer, Science Fiction, Reise - ob nun „20.000 Meilen unter den Meeren“ oder zu Land mit dem „Kurier des Zaren“. Ganz sicher aber habe ich nicht an einen Liebesroman gedacht. Bisher jedenfalls. Nun, es hat sich vielleicht nicht gerade als Bildungslücke, auf jeden Fall aber als Fehler herausgestellt. Denn Jules Verne konnte auch das: einen leichtfüßigen, humorvollen, von der ersten bis zur letzten Seite gut unterhaltenden Liebesroman schreiben. Schade, daß es anscheinend nur diesen einen, der früher schon unter dem Titel „Der grüne Strahl“ erschienen ist, gibt. Zu Beginn möchte ich besonders die äußerst gediegene Ausstattung des Buches hervorheben: Leineneinbahd, Fadenheftung (!), Lesebändchen, stabiler Pappschuber - eine wahrhaft bibliophile Ausstattung, die das Herz eines jeden Bücherfreundes höher schlagen läßt. Dabei sollte man dann auf Seite 83 ein Lesezeichen einfügen - dort befindet sich nämlich die Landkarte zu den im Buch beschriebenen Reisen. Es handelt sich um eine Neuübersetzung, inwieweit selbige sich von der früheren unterscheidet, vermag ich nicht zu beurteilen. Das gute an dieser Übersetzung ist, daß sie zu keiner Zeit als solche erkennbar ist. Beim Lesen hatte ich stets das Gefühl, einen im Original deutschen Text zu lesen, der schon durch die Wortwahl und den Schreibstil in die Zeit der Handlung entführt. So bin ich auch relativ schnell „in der Geschichte angekommen“, die schon zu Beginn einen humorvollen Roman mit teilweise schrulligen Figuren verspricht. Diese Erwartungen werden nicht enttäuscht. Die beiden Onkel Sam und Sib etwa ergänzen sich so gut, daß sie meist nur in Halbsätzen sprechen, die vom jeweils anderen ergänzt werden. Nicht zu vergessen die Schnupftabaksdose, die immer gut gefüllt sein sollte. Aber im Vergleich zu Aristobulus Ursiclos, dem von ihnen ausgesuchten Heiratskandidaten sind sie von geradezu ausnehmender Normalität! Es wäre gewißlich eine eigene Untersuchung wert, wie denn Aristobulus Ursiclos zu seinem Namen gekommen ist. Denn weder konnte ich etwas aristokratisches in seinem Gehabe noch allgemein etwas an einen Bären erinnerndes bei ihm entdecken, zumal der Autor geruht, ihn eher mit einem Affen zu vergleichen. So herrlich überspitzt dieser staubtrockene, jeglicher Romantik abholde Wissenschaftler auftritt, ist dem geneigten Leser vermutlich bald klar, daß er eher nicht die Wahl der ihm zugedachten Braut wäre. Diese, Miss Helena Campbell, ist eine aufgeweckte junge Frau, die durchaus weiß, was sie will - und wie sie es erreichen kann. Vor allem bei ihren beiden Onkeln, die ihr keinen Wunsch abschlagen können. Und so willigt sie auch ein, zu heiraten - aber nicht bevor sie den „Grünen Blitz“ gesehen hat, dessen Sichtung nach einer alten Legende befähigen soll, sich in Gefühlsdingen nie mehr zu täuschen und nicht mehr getäuscht zu werden. Nach der Beobachtung dieses Ereignisses können man dann auch über Aristobulus Ursiclos sprechen. Der weitere Roman besteht in der Reise zu einem zur Beobachtung geeigneten Meeresufer sowie den Versuchen, den grünen Blitz zu sehen. Es wäre kein Roman von Jules Verne, wären nicht eine Unzahl von - gut lesbaren! - Beschreibungen verschiedenster Naturphänomene (die sich im Nachwort als durchweg richtig herausgestellt haben) bis hin zu dramatischen Rettungsaktionen vorhanden. Wobei die erste auf See schon eine Ahnung für den Ausgang des Buches aufkommen läßt. Im Nachwort von James Hamilton-Paterson erfährt man einiges zur zeitlichen Einordnung und den historischen Hintergründen des Romans, dessen Handlung zwar frei erfunden ist, aber deren grünen Blitz es zu meinem Erstaunen tatsächlich gibt! In der Folge dieses Buches wurde er mehr und mehr bekannt und schaffte es sogar bis nach Hollywood, etwa in den dritten „Fluch der Karibik“-Film. Eric Rohners Film „Le rayon vert“ (Das grüne Leuchten), der bei den Filmfestspielen Venedig den Goldenen Löwen gewann, beruht übrigens ebenfalls auf diesem Buch von Jules Verne. Und dieses Nachwort bringt mich auch zu meinem einsamen Kritikpunkt: Das Einzige, was ich am Ende nicht gebraucht hätte, war die persönliche Bemerkung von James Hamilton-Paterson in seinem letzten Absatz. In ihrer Nüchternheit kommt die den Äußerungen und Erklärungen eines Aristobulus Ursiclos näher, als ich es mir zum Abschluß dieses ansonsten wundervollen Buches wünschen würde. Denn, das ergibt sich schon aus der Bezeichnung „Liebesroman“, am Ende gibt es ein erfreuliches Ereignis zu vermelden, das sowohl die beiden Onkel Sam und Sib, als auch Miss Campbell und ihren Bräutigam aufs Höchste zufriedenstellt. Wer aber denn nun dieser Bräutigam ist - nun, ich möchte niemanden des Vergnügens berauben, das in diesem wohlfeilen Buche selbst nachzulesen, und werde an dieser Stelle daher eisern schweigen. Kurzfassung Ein humorvoller Liebesroman des Altmeisters Jules Verne, der in die Welt der schottischen Hebriden des späten 19. Jahrhunderts entführt. Auch heute noch liebens- und lesenswert.

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