Die geheimnisvolle Insel

von Jules Verne 
4,2 Sterne bei50 Bewertungen
Die geheimnisvolle Insel
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Inhaltsangabe zu "Die geheimnisvolle Insel"

Der amerikanische Bürgerkrieg: Cyrus Smith und einigen Mithäftligen gelingt die Flucht in einem Ballon aus einem Gefangenenlager. Nach einem langen Irrflug stranden sie auf einer scheinbar verlassenen Pazifikinsel. Cyrus und seine Gefährten richten sich auf dem Eiland ein. Doch sie sind nicht alleine. Ein Unbekannter rettet ihnen mehrfach das Leben. Wer ist dieser Fremde, und was führt er im Schilde? Wird Cyrus und seinen Freunden jemals die Flucht von der Insel gelingen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404157099
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:667 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:12.06.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.08.2006 bei SONY BMG MUSIC ENTERTAINMENT (GERMANY) erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    sabistebs avatar
    sabistebvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die geheimnißvolle Insel" von Jules Verne

    Richmond, März 1865. Durch unglückliche Zufälle sind der Ingenieur Cyrus Smith und sein schwarzer Diener Nab, des Kriegsberichterstatter Gideon Spilett, de Seemanns Pencroff mit seinem Adoptivsohn Harbert samt Hunde Top in einem Kriegsgefangenenlager in Richmond gestrandet. Da die Stadt von Generals Ulysses Grant belagert wird und kein Ende dieser Situation in Sicht ist, stehlen die 5 Gefangenen am 18. März, während eines Sturmes einen Heißluftballon, mit dem eigentlich Hilfe für die Belagerten angefordert werden sollte. Sie werden durch den Sturm auf das Meer hinaus getrieben, bis sie am 23. März 1865 auf einer einsamen, unbewohnten Insel im pazifischen Ozean landen mit nichts außer ihren Kleidern am Leib.

    Noch eine Robinsonade. Das dachte sich wohl auch Jules Verne und erklärt im Text, warum sein Buch angeblich so anders ist als andere Robinsonaden
    „Daniel Defoe's und Wiß' erdichtete Helden, ebenso wie Selkirk und Raynal, die bei Juan Fernandez und im Aucklands-Archipel gescheitert waren, sahen sich nie so sehr alles Nothwendigen beraubt. Entweder blieben ihnen reiche Hilfsquellen durch die gestrandeten Schiffe, aus denen sie Getreide, Thiere, Werkzeuge, Munition u. dergl. nachträglich bargen, oder irgend eine Seetrift versorgte sie mit den dringlichsten Lebensbedürfnissen. Nie standen sie so ganz macht-und waffenlos ihrem Schicksale gegenüber. Hier fand sich aber kein Geräth, kein Werkzeug vor. Alles mußte aus Nichts geschaffen werden.“

    Das Buch ist also eine Robinsonade extrem. Statt Werkzeugen und Waffen haben die Kolonisten eine andere Allzweckwaffe: Einen Ingenieur, der aus Faeces Gold macht.

    Das Buch gliedert sich in drei Teile, die im ebook in einem Buch zusammengefasst sind, in der Bertelsmann Reprint Ausgabe jedoch ebenfalls in 3 Bänden gedruckt wurden. Diese drei Teile unterscheiden sich deutlich in den Themen die behandelt werden.

    ==Band 1 Die Schiffbrüchigen des Luftmeeres==
    Die drei Schiffbrüchigen durchlaufen in wenigen Wochen die nahezu komplette industrielle Evolution der Menschheit. Wie es der Zufall will bietet diese Insel ihnen dafür alle Grundchemikalien, damit der Ingenieur im Batchverfahren in selbstgebrannter, unglasierter Keramik schnell mal Nitroglycerin und andere Grundchemikalien der chemischen Industrie herstellen kann. Wo sie scheitern, kommt ihnen ein Geist zu Hilfe, der ihnen das Benötigte einfach irgendwo ablegt.

    ==Band 2 Der Verlassene==
    Nachdem die Kolonisten es sich so richtig schön gemütlich gemacht haben ist es Zeit für einen Ausflug zur Nachbarinsel und für Wohltätigkeit. In diesem Band räumt Verne mit losen Fäden aus seinem Roman „Captain Grant Kinder“ auf, den man vorher gelesen haben sollte, auch wenn es in diesem Teil eine komplette Kurzzusammenfassung der Handlung des Romans gibt.

    ==Band 3 Das Geheimnis==
    Auch in diesem Teil räumt der Autor mit einem losen Faden eines seiner früheren Romane auf, man sollte daher „20.000 Meilen unter dem Meer“ vorher gelesen haben.

    Keines der besseren Bücher Vernes. Die Überhöhung der Allwissenheit des Ingenieurs, der mit Chemie und Ingenieurskunst jede Situation rettet und vom Seemann Pencroff regelrecht wie ein Gott verehrt wird nervt schon bald. Auch der gute Geist der Insel, der immer wieder als Deus ex Macchia auftaucht, wenn der Ingenieur mangels fehlender Chemikalien und Ausrüstung doch nicht weiterkommt, war über einen Großteil der Handlung hinweg nervig, auch wenn es eines der Leitmotive der Geschichte ist. Im Übrigen streut Verne wie gewohnt die lateinischen Artnamen über den Text, statt die gebräuchlicheren Trivialnamen zu verwenden.
    Jules Verne war selber ein passionierter Segler. Immer wenn im Frau und Sohn auf die Nerven gingen, verzog er sich auf sein Boot. Daher quält er wohl auch den Leser so gerne mit seitenweise nautischen Begriffen und Erklärungen.

    Des Weiteren hat das Buch so einige Logiklöcher, die mich stören.
    - Warum jammern die Kolonisten über zu wenig Kleidung, verwenden aber nicht die Felle der Tiere, die sie geschossen haben?
    - Woher kommen die Tiere auf der Insel, wie Jaguar oder Quagga, die da definitiv weder hingehören noch selber hingekommen sein können und im Falle des Quagga schon damals kurz vor dem Aussterben standen?
    - Das gleiche gilt für diverse Pflanzen aus unterschiedlichsten Regionen der Erde, die „zufällig“ alle auf dieser Insel wachsen.
    - Die Kolonisten scheren die Schafe vor dem Winter, wollen sie, dass diese Erfrieren?
    - Wie konnte Nemo ein Kabel verlegen, wo er im Sterben liegt?

    Das Kindle eBook basiert auf der anonymen Übersetzung der gemeinfreien Zeno.org Ausgabe von 1876 und hat auch die Bilder aus dieser in guter Qualität übernommen. Leider gibt es auch diesmal OCR Fehler, die zu Verschiebungen von f zu s (seiner Sand statt feiner Sand, oft zu ost, gesunden statt gefunden) s zu f (unsern statt unfern), b zu d (mitgedracht statt mitgebracht), o zu a (Nardwest statt Nordwest) ü zu k (klebrigen statt übrigen) führen.
    Des Weiteren basiert das Buch auf der Rechtschreibung vor der Rechtschreibreform vor der Rechtschreibreform und wartet mit vielen, heute nichtexistenten ths auf, wie Theil, Athem, gethan, Rath, That, oder Colonie mit C statt k, da liest man sich aber recht schnell ein.

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    Cendravor 8 Jahren
    Rezension zu "Die geheimnisvolle Insel" von Jules Verne

    Schwierig ein Buch zu bewerten, was man als Kind geliebt hat, ich versuch es trotzdem mal. Mittlerweile habe ich es an die zehn Mal gelesen und auch heute gefällt es mir noch ziemlich gut, wie mir wahrscheinlich alles von Jules Verne noch immer gefallen würde. Das Buch verbreitet von der ersten Seite an einen Hauch von Abenteuer und entfacht mit jedem weiteren Lesen den tief vergrabenen Wunsch nach dem Aussteigen aus dem konventionellen Leben aufs neue. Schnell ist man mittendrin in der Geschichte und fiebert mit den Gestrandeten, zähmt Tiere, baut gemeinsam mit ihnen Lebensmittel und Tabak an, erfindet Schießpulver, Telefonmasten und alles, was man sonst noch zum Leben in der ansonsten vollkommenen Wildniss braucht. Ein Buch, welches ich auch noch als Erwachsener von der ersten bis zur letzten Zeile lesenswert finde. Es kann natürlich an nostalgischer Verklärung liegen, ich würde es aber viel lieber auf Vernes absolut fantastische Erzählkunst schieben, vor der ich auch heute noch den Hut ziehe.

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    Moni 3007vor 9 Jahren
    Rezension zu "Die geheimnisvolle Insel" von Jules Verne

    Während des amerikanische Bürgerkrieges gelingt Cyrus Smith gemeinsam mit einigen Mithäftlingen die Flucht aus einem Gefangenenlager. Nach einem Irrflug
    stranden sie auf einer einsamen Pazifikinsel. Doch sie sind nicht alleine. Sie müssen sich gegen Piraten zur Wehr setzen und den natürlichen Gefahren der Insel trotzen. Ein Unbekannter rettet ihnen dabei mehrfach das Leben. Wer ist dieser Fremde, und was führt er im Schilde? Wird Cyrus und seinen Freunden jemals die Flucht von der Insel gelingen?

    Jules Verne beschreibt in diesem wunderbaren und spannenden Klassiker sehr realistisch das Erkunden, Besiedeln und Leben auf der Insel mit seinen Gefahren.
    Ein guter Klassiker, der heute noch empfehlenswert ist.

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    TheRavenkingvor einem Jahr

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