Jules Vitrac

 4.5 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Mord im Elsass, Der Teufel von Eguisheim und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jules Vitrac

Mord im Elsass

Mord im Elsass

 (9)
Erschienen am 26.08.2016
Der Teufel von Eguisheim

Der Teufel von Eguisheim

 (6)
Erschienen am 20.02.2018
Tödliches Elsass

Tödliches Elsass

 (0)
Erschienen am 17.09.2019

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Rezension zu "Mord im Elsass" von Jules Vitrac

Tod im beschaulichen Eguisheim
Caesingvor 3 Monaten

Drei Morde gilt es aufzuklären. Einer gräußlicher als der andere. Das erste Opfer steckt in einem Sauerkrautfass, das zweite Opfer in einer mittelalterlichen Foltermaschine und das dritte Opfer ist verdurstet. Eigentlich kein Fall für die beiden Dorfpolizisten Céleste Kreydenweiss und Luc Baton aber da sich der eigentlich zuständige Capitän Wolfsberger von der Brigade Criminel in Colmar recht ignorant und arrogant anstellt, fällt ihnen die Aufklärung zwangsläufig leichter als dem A... aus Colmar.
Kreydenweiss und Baton treffen die richtigen Leute, drücken die richtigen Knöpfe und nähern sich dem Täter über die Opfer. Da ist Wolfsheimer weit davon entfernt. Und überhaupt hat Céleste mit dem noch eine Rechnung offen, von früher.
Nachdem sich Kreydenweiss und Baton durch den Fall gegessen und gertrunken haben und Wolflinger immer mehr ins Hintertreffen gerät, bekommt Céleste von ihrem Lover Max, einem deutschen Journalisten, den endgültigen Hinweis auf den Mörder. Wolfshuber ist sauer, das Eguisheimer Polizistenduo verhaftet einen Mörder, der einem eher leid tut.
Und wenn Sie jetzt vier verschiedene Namen für den Capitän aus Colmar gelesen haben, so war das Absicht, denn das ist ein Runnig Gag im Buch – das Ihnen sicher gefallen wird.

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Rezension zu "Der Teufel von Eguisheim" von Jules Vitrac

Tolles Thema
talishavor 7 Monaten

Seit dem Fass-Mordfall geht es in Eguisheim wieder gewohnt ruhig zu und her.  Doch dann geschehen einige komische Dinge: ein Eguisheimer stürzt aus dem Fenster, im Wald wird ein Paar von einem Reh angegriffen, man findet Fallen im Wald und der nackte Hippie und Waldbewohner Jérome gibt sich geheimnisvoll. Kommissar Wolfsberger interessiert sich nicht dafür und lässt Céleste Kreydenweiss und Luc Bato in Ruhe - die beiden haben Blut geleckt, das alles kann doch kein Zufall sein. Sie halten sich bedeckt und haben es in der Folge mit einigen unliebsamen Einwohnern zu tun. Doch alle sind beschäftigt mit Vorbereitungen für das grosse Weinfest. Nun stellt sich aber der neue Pfarrer Schwarzweiler quer, er will nicht, dass der Kirchenchor daran teilnimmt, zumindest nicht, wenn nur Lieder aus der Carmina Burana gesungen werden. Es kommt zum Streit.

In diesem zweiten Band der Kreydenweiss & Bato-Serie werden Eguisheim und einige der Dorfbewohner vorgestellt: Francine führt den Lebensmittelladen, in dem die 60jährige Rosalie oft einkauft und klaut. Die Greniers haben einen kleinen Zeitschriftenladen, Henri ist Wirt vom Bistro, Julien der Besitzer der Weinstube,  Albert Epfacher leitet das Stadtmuseum und macht Ziegenkäse, die ehrenamtliche Kirchenmitarbeiterin Valerie Crummenacker, Gärtnerin Hortense und Nicolette Pelletier aus der Bäckerei singen im Chor, und Brigitte von der Verkehrsüberwachung lässt auch die Polizei nicht nur die Einbahnstrasse fahren. Sie alle tragen zum Dorfleben aktiv dazu. Céleste muss einige davon befragen, einige werden sogar verdächtigt. Hortense zum Beispiel, sehr zum Leidwesen von Luc Bato, der sich verliebt hat. 

Auch dieser Fall ist wieder sehr gekonnt geschrieben. Der Leser weiss genau so viel oder wenig wie die Polizei und muss mit den vorhandenen Puzzlesteinen versuchen, das Gesamtbild zu legen, was sehr schwierig und verzwickt ist und auch erst zum Ende gelöst wird.  Unterhaltsam blickt man hinter die Fassaden der Eguisheimer. Ja, und einer davon ist schlussendlich "Der Teufel von Eguisheim". Spannend erzählt, ein s ympathisches Ermittlerteam mit Ecken und Kanten - bitte mehr davon. 

Fazit: Solide Ermittlungsarbeit mit unerwarteten Wendungen und ein spannendes Thema machen den Krimi sehr lesenswert. 
4 Punkte. 

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Rezension zu "Mord im Elsass" von Jules Vitrac

Vielschichtiger 1. Fall mit ungewöhnlichen Tatorten
talishavor 7 Monaten

2016/17 sind gleich zwei neue Krimiserien erschienen, die in einer bisher kriminalliterarischen noch nicht abgedeckten Region spielen: dem Elsass. Die andere Serie hatte mich nicht ganz überzeugt, und so war ich vor der Lektüre von "Mord im Elsass" schon ein wenig skeptisch.

Unnötigerweise, wie ich schon auf den ersten 20 Seiten feststellte. Der Schreibstil hat mich gepackt - kein Wunder, denn wie sich später herausstellte ist Jules Vitrac ein Pseudonym einer deutschen Autorin, die ich auch unter ihrem anderen Pseudonym "Fiona Blum" und ihrem richtigen Namen Veronika Rusch sehr gerne lese. 

Aber auch die Charaktere haben mich gleich eingenommen: Céleste Kreydenweiss, die junge Chef de Police, die in ihrem Heimatort arbeitet, und ihr Brigadier Luc Bato.  Er redet nicht viel,  stammt aus den Vogesen und ist Wochenaufenthalter in Eguisheim. Seine erste Stelle nach der Polizeischule, die er als Jahrgangsbester abgeschlossen hat.  Sie sind ein noch nicht eingespieltes, aber passendes Team, die es auch mit ihren Vorgesetzten aufnehmen, wenn es erforderlich ist. Dafür haben sie die volle Unterstützung von Bürgermeister André Ginglinger.  Es ist generell ruhig und n icht viel los auf der Polizeistation. Viel Verwaltungsarbeiten, ab und an Alkoholkontrollen, Diebstähle, selten entlaufende Diebe - keinen Mord bisher. 

Eguisheim ist etwa 80km von Strassbourg entfernt, viel näher liegt Colmar. Von dort kommt die Kripo mit ihrem unbeliebten Kapitän Wolf sberger um das tickende Fass zu untersuchen, das eine Leiche birgt. Der Tote ist ein Biobauer aus der Gegend. Das Fass wurde vom fetten Frosch weggeklaut, das Restaurant ist im Besitz von Célestes Mutter Catherine. Diese traute dem toten Biobauern nicht, sie hat ihr Fleisch anderswo gekauft.  Bald wird der Fall undurchsichtiger für alle, denn es werden weitere Mordopfer gefunden und in Strassburg wird ein Anwalt vermisst. Alles hängt irgendwie zusammen - nur Wolfsberger, Typ "ich hab immer recht", findet schnell einen Schuldigen, der Fall ist für ihn gelöst. Doch er hat nicht mit Célestes Hartnäckigkeit und Etienne Walter, dem Commandant der Police Nationale in Strassburg gerechnet...

In "Mord im Elsass" geht es um Gerüchte, Betrügereien, Sexspiele, Untreue und vieles mehr.  Besonders die ungewöhnlichen Tatorte sprechen für den Ideenreichtum der Autorin. Viele aussergewöhnliche Details zeigen, dass sie ausserdem sehr gut recherchiert hat. Der Krimi ist packend zu lesen, sehr stimmig und besticht durch Situationskomik. 

Fazit:  Ein fesselnder und vielschichtiger erster Fall für Kreydenweiss & Bato. Dazu eine Ermittlerin, die weiss was sie will und sich nicht länger unterdrücken lässt. 
4 Punkte.
 

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