Der Teufel von Eguisheim

von Jules Vitrac 
4,7 Sterne bei6 Bewertungen
Der Teufel von Eguisheim
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Solide Ermittlungsarbeit mit unerwarteten Wendungen und ein spannendes Thema machen den Krimi sehr lesenswert. Bitte mehr davon!

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Ein wahrhaft teuflischer Fall für das sympathische Ermittlerduo

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Inhaltsangabe zu "Der Teufel von Eguisheim"

Rasende Wut, kaltblütiger Mord

Es herrscht beinahe gespenstische Ruhe am spätsommerlichen Morgen im elsässischen Eguisheim, als Jean-Marie Knopfer aus dem Fenster stürzt. Er ist augenblicklich tot. Niemand kann sich erklären, wie es dazu kam. Dann werden Wanderer von einem Reh attackiert. Eine Untersuchung ergibt: Das Tier hatte Tollwut. Wehrt sich die wilde Kreatur gegen den Menschen, wie einige im Dorf glauben wollen? Als ein weiterer Todesfall die Eguisheimer erschüttert, ahnen Céleste Kreydenweiss und Luc Bato von der Police Municipale, dass dieser Fall nur zu lösen ist, wenn man tief in die Abgründe der menschlichen Seele steigt, zu den Ursprüngen von Fanatismus und Aberglaube …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499273254
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:20.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    talishas avatar
    talishavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Solide Ermittlungsarbeit mit unerwarteten Wendungen und ein spannendes Thema machen den Krimi sehr lesenswert. Bitte mehr davon!
    Tolles Thema

    Seit dem Fass-Mordfall geht es in Eguisheim wieder gewohnt ruhig zu und her.  Doch dann geschehen einige komische Dinge: ein Eguisheimer stürzt aus dem Fenster, im Wald wird ein Paar von einem Reh angegriffen, man findet Fallen im Wald und der nackte Hippie und Waldbewohner Jérome gibt sich geheimnisvoll. Kommissar Wolfsberger interessiert sich nicht dafür und lässt Céleste Kreydenweiss und Luc Bato in Ruhe - die beiden haben Blut geleckt, das alles kann doch kein Zufall sein. Sie halten sich bedeckt und haben es in der Folge mit einigen unliebsamen Einwohnern zu tun. Doch alle sind beschäftigt mit Vorbereitungen für das grosse Weinfest. Nun stellt sich aber der neue Pfarrer Schwarzweiler quer, er will nicht, dass der Kirchenchor daran teilnimmt, zumindest nicht, wenn nur Lieder aus der Carmina Burana gesungen werden. Es kommt zum Streit.

    In diesem zweiten Band der Kreydenweiss & Bato-Serie werden Eguisheim und einige der Dorfbewohner vorgestellt: Francine führt den Lebensmittelladen, in dem die 60jährige Rosalie oft einkauft und klaut. Die Greniers haben einen kleinen Zeitschriftenladen, Henri ist Wirt vom Bistro, Julien der Besitzer der Weinstube,  Albert Epfacher leitet das Stadtmuseum und macht Ziegenkäse, die ehrenamtliche Kirchenmitarbeiterin Valerie Crummenacker, Gärtnerin Hortense und Nicolette Pelletier aus der Bäckerei singen im Chor, und Brigitte von der Verkehrsüberwachung lässt auch die Polizei nicht nur die Einbahnstrasse fahren. Sie alle tragen zum Dorfleben aktiv dazu. Céleste muss einige davon befragen, einige werden sogar verdächtigt. Hortense zum Beispiel, sehr zum Leidwesen von Luc Bato, der sich verliebt hat. 

    Auch dieser Fall ist wieder sehr gekonnt geschrieben. Der Leser weiss genau so viel oder wenig wie die Polizei und muss mit den vorhandenen Puzzlesteinen versuchen, das Gesamtbild zu legen, was sehr schwierig und verzwickt ist und auch erst zum Ende gelöst wird.  Unterhaltsam blickt man hinter die Fassaden der Eguisheimer. Ja, und einer davon ist schlussendlich "Der Teufel von Eguisheim". Spannend erzählt, ein s ympathisches Ermittlerteam mit Ecken und Kanten - bitte mehr davon. 

    Fazit: Solide Ermittlungsarbeit mit unerwarteten Wendungen und ein spannendes Thema machen den Krimi sehr lesenswert. 
    4 Punkte. 

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wahrhaft teuflischer Fall für das sympathische Ermittlerduo
    Rückkehr der Werwölfe?

    Es ist ein wahrhaft teuflischer Fall, den die kleine Polizeidienststelle im elsässischen Eguisheim zu bewältigen hat. Die quirlige Cèleste Kreydenweiss und ihr schüchterner Untergebener Luc Bato können kaum glauben, was sie erleben. Es beginnt mit dem rätselhaften Selbstmord. Ein Mann springt aus dem Fenster seiner Wohnung, nachdem er zuvor quasi aus dem Nichts seine Frau verletzt hat. Ein Motiv ist nicht erkennbar, auch wenn der Mann insgesamt als jähzornig bekannt war. Kurze Zeit später wird ein Wanderer-Ehepaar von einem Reh angegriffen, das kurze Zeit später nach einem Sprung durch das Fenster in einer Waldhütte, in der ein waldschratiger Aussteiger lebt, stirbt. Bissspuren legen den Verdacht nah, dass das Tier an Tollwut litt, ein Verdacht, der sich schnell bestätigt, der Verursacher, ein Hund, wird jedoch nicht gefunden. 

    Einige Zeit später  stirbt eine stadtbekannte Eguisheimer Kleptomanin, Todesursache: Tollwut. In Kreydenweiss keimt ein Verdacht auf, sie lässt den Selbstmörder exhumieren und tatsächlich stellt sich heraus, dass auch er an Tollwut litt. Doch wie kam diese ausgerottet geglaubte Krankheit ins beschauliche Eguisheim? Geschichten aus dem Aberglauben, wie die vom Werwolf, machen die Runde. Doch Kreydenweiss und Bato haben einen anderen fürchterlichen Verdacht: Kann es sein, dass die beiden Opfer vorsätzlich mit Tollwut infiziert wurden? Schnell wird ihen klar, dass der Täter unter den ihnen bekannten Menschen im bisher friedlichen Dörfchen zu suchen ist.

    Tollwuterreger als Mordwaffe ist mal etwas Neues, aber nicht nur deshalb ist der Roman lesenswert. Der Fall ist spannend, die Ermittler sind sympathisch und die beschriebene elsässische Umgebung einfach malerisch. Wer sich für diesen Roman interessiert, sollte aber zuvor den Vorgänger "Mord im Elsass" lesen, weil bereits dort der dörfliche Kosmos ausführlich beschrieben wird und man einigen Bekannten wieder begegnet.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein ruhiger Krimi, der sich gut als Einstieg in das Genre eignet.
    Der Teufel von Eguisheim

    Die Angst geht um im beschaulichen Eguisheim. Zwei Tote die aus absolut unerklärlichen Gründen unverhofft aus dem Leben geschieden sind, lassen die Gerüchteküche nur so brodeln. Céleste Kreydenweiss und ihr Kollege Luc Bato von der Police Municipale stehen vor einem Rätsel. Als nach der Obduktion feststeht, dass es in beiden Fällen um eine Infizierung mit Tollwut geht, stehen die Zeichen auf Sturm. Während Céleste und Luc einerseits versuchen Schadensbekämpfung zu betreiben, können auch sie sich nicht den alten Geschichten von Werwölfen und Aberglauben verschließen – und so wird der Fall für beide zu einer Gratwanderung.

    Fazit
    Ein ruhiger, geschichtlich interessanter Krimi der spannend und kurzweilig geschrieben, bestens unterhält.

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    Jashrins avatar
    Jashrinvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach großartig!
    Einfach großartig

    Es ist Spätsommer im Elsass und in dem beschaulichen Örtchen Eguisheim ist alles ruhig. Für Céleste Kreydenweiss und Luc Bato von der Police Municipale gibt es kaum etwas zu tun. Dann jedoch stürzt Jean-Marie Knopfer unter seltsamen Umständen aus dem Fenster. Céleste und Luc können sich immer noch keinen Reim darauf machen, als der nächste eigenartige Vorfall gemeldet wird: Zwei Wanderer behaupten, von einem Reh angegriffen worden zu sein. Als das Tier kurz darauf tot aufgefunden wird und eine weitere Eguisheimer Bürgerin stirbt, reift in Céleste und Luc so langsam ein ungeheurer Verdacht.

    Doch wer könnte solch einen Plan ersinnen und vor allem warum? Geschichten über Aberglauben und Dämonen machen die Runde und es wird immer dringlicher, dass Luc und Céleste Licht ins Dunkel bringen und den Täter fassen.

    Nachdem mich bereits der erste Elsass-Krimi von Jules Vitrac begeistert hat, habe ich mich sehr gefreut, dass es nun einen neuen Fall für die Police Municipale von Eguisheim gibt. Mit Céleste Kreydenweiss als Chef der Police Municipale und ihrem Brigadier Luc Bato hat die Autorin ein wunderbares Ermittlerduo geschaffen. Während Céleste eher unkonventionell ist, ist Luc Bato in vielen Dingen genau das Gegenteil: stets akkurat gekleidet, meist zurückhaltend und mit perfekt aufgeräumtem Schreibtisch. Doch beide haben einen flexiblen Verstand und setzen sich mit allen Kräften für die Eguisheimer und ihr Dorf ein.

    Der neue Fall für die beiden ist ebenso spannend wie ungeheuerlich. Da ich hier nicht zu viel verraten möchte, unterschlage ich einfach mal die „Tatwaffe“, kann aber sagen, dass mir diese spezielle Idee bislang noch nie begegnet ist. Jules Vitracs Idee ist kreativ, heimtückisch und vor allem sehr gut recherchiert. Auch Céleste muss sich erst einmal genauere Informationen beschaffen und so waren ihre Erkenntnisse nicht nur spannend, ganz nebenbei habe ich noch eine ganze Menge gelernt. Schon relativ früh hatte ich einen Verdacht, wer der Täter sein könnte, aber da war ich völlig auf der falschen Fährte. Umso interessanter war dann die tatsächliche Lösung des Falls. Dieser war in sich logisch, geschickt aufgebaut, spannend erzählt und durch die wunderbare Dynamik zwischen Céleste und Luc gab es auch immer wieder etwas zu schmunzeln.

    Auch wenn dies erst der zweite Fall für Kreydenweiss und Bato ist, schon auf den ersten paar Seiten hatte ich das Gefühl ein Teil von Eguisheim zu sein. Die Erinnerungen an den ersten Fall waren direkt wieder präsent, vor allem an die teils doch sehr eigenen Bewohner des Dorfes. Umso mehr habe ich mich gefreut, einigen von ihnen wieder begegnet zu sein. Bürgermeister Dédé war natürlich ebenso wieder mit von der Partie, wie Célestes Mutter oder auch Henri, der Besitzer des Café du Marché. Die Leichtigkeit, mit der Jules Vitrac es schafft, die unterschiedlichsten Charaktere zum Leben zu erwecken und diese trotz ihrer Eigenheiten – vielleicht auch gerade deswegen – so authentisch zu beschreiben, dass ich das Gefühl habe, sie persönlich zu kennen, hat mich wieder restlos begeistert.

    Hoffentlich kann ich noch oft nach Eguisheim reisen und Céleste und Luc dabei über die Schulter schauen, wie sie weitere Fälle lösen.

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    glanzentes avatar
    glanzentevor 4 Monaten
    T
    tanjapvor 6 Monaten

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