Neujahr

von Juli Zeh 
4,4 Sterne bei36 Bewertungen
Neujahr
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Snordbruchs avatar

Jedes Buch von Juli Zeh ist ein Volltreffer. Bei diesem war es nicht anders. Absolut treffende Beobachtungen und richtig spannender Plot.

L

mich als sonstiger main-stream-leser hat der 2. teil sehr zerstört, oft könnte ich sowas nicht lesen. ich kann das buch iwie nicht bewerten

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Inhaltsangabe zu "Neujahr"

Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning sitzt auf dem Fahrrad und will den Steilaufstieg nach Femés bezwingen. Seine Ausrüstung ist miserabel, das Rad zu schwer, Proviant nicht vorhanden. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, lässt er seine Lebenssituation Revue passsieren. Eigentlich ist alles in bester Ordnung. Er hat zwei gesunde Kinder und einen passablen Job. Mit seiner Frau Theresa praktiziert er ein modernes, aufgeklärtes Familienmodell, bei dem sich die Eheleute in gleichem Maße um die Familie kümmern. Aber Henning geht es schlecht. Er lebt in einem Zustand permanenter Überforderung. Familienernährer, Ehemann, Vater – in keiner Rolle findet er sich wieder. Seit Geburt seiner Tochter leidet er unter Angstzuständen und Panikattacken, die ihn regelmäßig heimsuchen wie ein Dämon. Als Henning schließlich völlig erschöpft den Pass erreicht, trifft ihn die Erkenntnis wie ein Schlag: Er war als Kind schon einmal hier in Femés. Damals hatte sich etwas Schreckliches zugetragen - etwas so Schreckliches, dass er es bis heute verdrängt hat, weggesperrt irgendwo in den Tiefen seines Wesens. Jetzt aber stürzen die Erinnerungen auf ihn ein, und er begreift: Was seinerzeit geschah, verfolgt ihn bis heute.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783630875729
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Luchterhand
Erscheinungsdatum:10.09.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.09.2018 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 8 Tagen
    Familienurlaub

    Diese Rezension fällt mir schwer. Zum Einen, weil bei diesem Roman schnell zu viel erzählt ist und zum Anderen... Ich habe nach diesem Buch ein Kochbuch gelesen, ich hätte auch das Telefonbuch genommen, solange der Text unverfänglich und unbedrohlich ist. Die Beschäftigung mit Mehlmengen und der Anzahl der Eier pro Rezept hat mir geholfen, einige Szenen aus dem Roman zu verdrängen, die für mich an der Grenze zum Unerträglichen waren.
    Ich hatte schon immer ein zu gutes Vorstellungsvermögen, um Bücher aus den Bereichen Horror und blutiger Thriller zu lesen. Man kann darüber lachen, aber ich kann mich noch so richtig kindlich und kein bißchen erwachsen gruseln. Und brauche dann nachts als "Schutzschild gegen böse Geister" meine Hunde im Bett. Ich bin also genau die Leserin, die Juli Zeh sich gewünscht haben muss, die die Beklemmung und Panik der Protagonisten komplett mitlebt und erlebt.
    Zum Inhalt möchte ich nur wenig sagen. Ein junges Paar im Familienurlaub auf Lanzarote, ein Vater, der sich mit der ihm zugedachten Rolle überfordert fühlt, eine Radtour, um den Kopf frei zu bekommen und Zeit allein zu haben.
    Juli Zeh spielt. Wie die Katze mit der Maus. Und ich weiß jetzt, wie die Maus sich fühlen muss. Der Roman beginnt wie so viele Romane über junge Ehepaare, ein bißchen Stress, ein bißchen Streit, das Übliche, wenn die Paarbedürfnisse denen der Kinder weichen müssen und man nicht alles unter einen Hut bekommt. Und wenn der Leser sich gerade auf einen Roman über Paare im Familienstress eingestellt hat, dann, ja dann kommt der Prankenhieb, der einen quer durch den Raum an die Wand schießt. Und das ganz unangestrengt und leichtfüssig und weitestgehend unblutig.
    Der Roman ist recht kurz, aber im Gegensatz zu einigen anderen Stimmen glaube ich nicht, dass er länger und ausgearbeiteter besser geworden wäre. Es ist im Grunde nicht wichtig, was die Charaktere schlußendlich aus ihrer Situation machen. Wir sehen sie in einer Extremsituation, bekommen die Erklärung, wie es dazu kommt und werden dann nett vor die Tür begleitet. Und im Grunde reicht das völlig aus. Man braucht nicht seitenlanges Vorher und Nachher für diese Erzählung. Ich halte sie für eine Fingerübung, einen Könnensbeweis. Und eigentlich ist es schade, dass nicht mehr Schriftsteller sich das trauen, dass nicht mehr Kurzromane und Novellen erscheinen, denn diese Form ist in ihrer punktgenauen Verknappung ja hochinteressant und kann immens spannend sein.
    Von mir kommt eine definitive Leseempfehlung, auch wenn mir die Lektüre stellenweise sehr schwer gefallen ist. Das lag aber an der beschriebenen Situation, nie an der Umsetzung.

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    Angie*s avatar
    Angie*vor 13 Tagen
    Kurzmeinung: Eine traurige Geschichte!
    Eine traurige Geschichte!

    Rezension
    Klappentext/Inhalt/Auszug:
    Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning sitzt auf dem Fahrrad und will den Steilaufstieg nach Femés bezwingen. Seine Ausrüstung ist miserabel, das Rad zu schwer, Proviant nicht vorhanden. Während er gegen Wind und Steigung kämpft, lässt er seine Lebenssituation Revue passsieren. Eigentlich ist alles in bester Ordnung. Er hat zwei gesunde Kinder und einen passablen Job. Mit seiner Frau Theresa praktiziert er ein modernes, aufgeklärtes Familienmodell, bei dem sich die Eheleute in gleichem Maße um die Familie kümmern. Aber Henning geht es schlecht. Er lebt in einem Zustand permanenter Überforderung. Familienernährer, Ehemann, Vater – in keiner Rolle findet er sich wieder.

    MEINE MEINUNG: Vorsicht SPOILER.

    Mein erster Lese-Eindruck erstaunte mich sehr. Wie gut und mit so viel Einfühlungsvermögen hatte Juli Zeh als junge, emanzipierte Frau, Mutter und Schriftstellerin das Porträt eines jungen Familienvaters unserer heutigen Zeit erstellt! Henning kümmert sich vorbildlich um seine kleine Familie, hat die typische Rolle eines Familienvater der früheren Generationen abgelegt.  ER hat seine Arbeitszeit reduziert , hilft seiner jungen, hübschen Frau. ER richtet sich voll nach den Wünschen seiner eigenwilligen Kinder, hat eine tolle Beziehung zu ihnen  und und fühlt sich dennoch - UNGLÜCKLICH.  Zweiundneunzig Seiten verfolge ich gebannt seinen Radausflug auf Lanzarote, erkenne ES , habe Mitleid mit ihm und seinen Panikattacken (ES), die ihn aus heiterem Himmel anfallen und versuche seine plötzlich aufkeimende WUT auf alles, sein Leben, seine Frau und Kinder zu verstehen. Die WUT gesellt sich zu ES als gleichwertiger Partner, die ihn, Henning,  vernichten will.  Die Autorin hat all diese Emotionen des jungen Mannes meisterhaft  und verständlich zum Leser transportiert. Man spürt förmlich seine körperliche Anstrengung, seine Muskelkrämpfe, seinen Durst und Hunger und seine Verzweiflung. Er ist ohne Essen aufgebrochen, aber sein echtes  Leid sind seine inneren Ängste, die ihn überrollen wollen. Meine Spannung steigt in dem Maß, wie die Serpentinen, die Hennig dem Bergdorf Femés auf dem Berg entgegenführen. Der Schreibstil vermittelt mir ein typisches Juli Zeh-Gefühl.

     Doch dann passiert es - ich werde von der Autorin gezwungen die Leseperspektive zu tauschen, tauche in eine neue Geschichte ein und zwar in die Empfindungen eines kleinen Jungen und seiner Schwester.  Juli Zeh verführt mich atemlos und voller Schreckenserkentnisse in einen fesselnden  Psychothriller, den diese kleinen Wesen erdulden müssen. Die Erkenntnis kommt schlagartig. Ich begegne Henning und seiner jüngeren Schwester in ihrer Kindheit, allein gelassen, auf sich gestellt. Sie kämpfen um ihre elementarsten Bedürfnisse und auf Henning, als dem Älteren Kind, liegt eine schwere Verantwortung. Diesen kleinen, unschuldigen Kindern hat die Autorin geschickt und mit viel Wissen um die kindliche Psyche, viele Eigenschaften zugeordnet. Hassgefühle, Aggressionen auf die kleine Schwester wechseln mit unbändiger Zärtlichkeit und Liebe in Hennings Persönlichkeit einen ständigen Kampf miteinander. Er verzweifelt an seiner Unfähigkeit für sie beide sorgen zu können, wie er es von den Eltern gesehen hat. Ich leide, weine und kämpfe mit diesen kleinen Geschwistern. Ich bin geschockt, aber das allerschlimmste für mich folgt noch am Ende des Buches. Meine eigene Erkenntnis, dass nichts wieder gut zu machen ist, oder dass diese seelischen Verletzungen vollständig zu heilen sind.

    Juli Zeh verwehrt dem Leser jede Hoffnung auf  ein Vergeben der schuldigen Eltern - und das zurecht. Diese schlimme Verletzung und Traumatisierung der Kinder um Leib und Leben in jungen Jahren hat sie für ein Leben lang unbewusst und  furchtbar gezeichnet. Sie werden keine Ruhe finden und Ängste in jeder Form werden sie immer wieder heimsuchen. Und doch beginnt nach dieser Erkenntnis für Henning und seine kleine Schwester ein NEUES JAHR im wahren Sinne des Wortes - ein Neubeginn!

    Ein trauriges Buch, aber es ist eine beeindruckende, schriftstellerische Leistung der Autorin. 
    Sie hat zwischen den beiden Geschichten in einem Buch einen verbindenden Bogen zum besseren Verständnis des Protagonisten verknüpft und den Leser zu einem eigenständigen Beurteilen des Geschehens geführt. 

    MEINE BEWERTUNG: VIER **** STERNE für eine traurige Geschichte, die mich sehr deprimiert hat.  

    Trotzdem Danke Juli Zeh für dieses Buch! Mein Dank gilt auch dem Luchterhand Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar.    

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor 15 Tagen
    Kurzmeinung: Sehr berührend und schockierend
    Ein großartiges Buch!

    Henning und Theresa verbringen die Weihnachtsfeiertage und Silvester mit den Kindern Jonas und Bibi auf Lanzarote. Einfach ausspannen, sich nicht zwischen Job und Familie zerreißen müssen, zwischen „Work-Life-Balance“, modernen Familienkonzepten mit arbeitenden Eltern und dennoch rundum versorgten glücklichen Kindern. Ein Leben, das Henning zunehmend einengt und bedrückt. Während er sich an Neujahr mit dem Fahrrad einen Berg hochkämpft, geht ihm all das durch den Kopf, er arbeitet sich durch sein Leben, bis er in der eigenen Kindheit ankommt und erkennt, dass seine Ängste vielleicht gar nicht aus der Gegenwart kommen. Denn er war schon einmal auf Lanzarote und was damals passierte, hat er bis zum heutigen Tag verdrängt. Bis ihn jetzt alles wieder einholt.
    Juli Zeh versteht es meisterhaft, kleinste Situationen zu analysieren und dem Leser quasi auf dem Silbertablett zu präsentieren, in diesem Fall den Mikrokosmos Familie, der zu zerbersten droht an den eigenen Ansprüchen und den gesellschaftlichen Erwartungen. Aber auch am Kindheitstrauma des Familienvaters, das lange verdrängt und unterdrückt immer irgendwo in ihm und seinem Verhalten schlummerte. Man muss Henning nicht mögen, um ihn verstehen zu können, um seinen Gedanken folgen zu können. Er ist nicht wirklich sympathisch, wie Juli Zeh ihn beschreibt, aber er trägt die Geschichte, reißt einen mit und seine Gedanken faszinieren einen von Anfang bis Ende. Das Tempo der Geschichte nimmt zu, je langsamer Henning den Berg herauffährt, die Steigung wird fast unmöglich zu bewältigen und sein Familienleben erscheint ihm genauso beängstigend wie der Berg. Erst oben löst sich für ihn alles auf, die körperliche Belastung ebenso wie die psychische, indem sich seine Erinnerung Stück für Stück in den Vordergrund drängt. Jetzt bekommt er die Chance, das eigene Familienglück neu zu leben und doch noch das glückliche Familienleben zu führen, das eine dunkle Stimme in seinem Inneren ihm zu verwehren schien.
    Es ist ein schmales Buch, das Juli Zeh mit „Neujahr“ geschaffen hat, verglichen mit ihrem großartigen Roman „Unterleuten“ wirkt es wie ein dünnes Wochenblatt. Doch auf diese wenigen Seiten packt die Autorin genauso viel Emotion, Handlung und psychologische Beobachtung, wie auf all die Seiten in „Unterleuten“. Ihr neuester Roman „Neujahr“ ist ein äußerst gelungenes Stück Gegenwartsliteratur, ein Buch, das einen packt und nicht loslässt. Wieder einmal ist Juli Zeh ein wirklich großartiger Roman gelungen. 

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    nicigirl85vor 16 Tagen
    Kurzmeinung: absolut realistisch und fesselnd...
    Wenn die Maske der Erinnerung fällt...

    Schon immer wollte ich ein Buch der Autorin lesen und da mich der Klappentext enorm ansprach, begann ich mit der Lektüre und wurde förmlich in das Buch hineingesogen.

    In der Geschichte geht es um Henning, glücklich verheiratet und Vater zweier Kinder. Doch er ist vom Leben überfordert und Panikattacken quälen ihn. Ein Urlaub auf Lanzarote soll ihm Erholung bringen, doch dort quälen ihn Erinnerungen, die er nicht so recht einordnen kann. Ist es möglich, dass er als Kind schon mal auf der Insel war und damals Schlimmes passiert ist? Aber was?

    Ein beobachtender Erzähler bringt uns Henning und seine Familie näher, die so tickt wie du und ich. Das Leben mit Kindern ist nicht leicht, was hier sehr realistisch und zugleich natürlich beschrieben wird. Es ist nicht alles eitel Sonnenschein und längst vieles nicht mehr wie in der eigenen Kindheit.

     Sehr bildhaft beschreibt Frau Zeh einzelne Szenen und fast hat man das Gefühl selbst der Akteur in der Geschichte zu sein.

     Henning steht im Mittelpunkt der Handlung. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen, mit ihm fühlen und hat vollstes Verständnis für seine Überforderung. Gerade bei seinen Gefühlen nur noch zu funktionieren und wie seine Ehe abläuft, fühlte ich mich direkt angesprochen.

     Die Handlung hat mich so sehr mitgenommen, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen und das Geschriebene innerhalb eines Tages regelrecht weggesuchtet habe. Gerade als es um die Kinder ging, war ich hin und weg und las wahrscheinlich ausschließlich mit offenem Mund.

     Fazit: Tief bewegend und emotional, eine Geschichte, die bei mir noch lange nachwirken wird, da sie mich doch sehr nachdenklich gestimmt hat. Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.

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    WinfriedStanzickvor 23 Tagen
    Ein Roman, der in der zweiten Hälfte zu einem regelrechten Thriller sich verwandelt



    Henning ist ein moderner Mann. Ein Mann, für den Gleichberechtigung nicht nur ein wohlfeiler Slogan ist. Er, der seinen Beruf als Lektor eines Sachbuchverlags liebt, hat sich zusammen mit seiner Frau Theresa für ein Familienmodell entschieden, wie es nach wie vor nur wenige praktizieren. Beide haben sie ihre gut dotierten Arbeitsstellen halbiert und sich auf dem Dachgeschoß ihres Hauses ein Homeoffice eingerichtet, in dem sie zusätzlich (unentgeltlich natürlich) arbeiten können, wenn die Kinder schlafen. Sie kümmern sich im gleichen Maß um die Familie und die Kinder. Eigentlich sind sie zufrieden mit ihrer jeweiligen Situation.
    Doch Henning geht es zunehmend schlecht. Sein Leben überfordert ihn. Familienernährer soll er sein, Ehemann und begehrenswerter Liebhaber und liebevoller Vater seiner Kinder. Jede dieser Rollen möchte er gerne füllen und findet sich in keiner wirklich und befriedigend wieder. Seit sein zweites Kind, seine Tochter Bibbi vor etwa zwei Jahren geboren wurde, leidet er unter schweren Angstzuständen und Panikattacken. Später, als das Buch zu Ende ist, wird dem Leser deutlich werden, warum diese Begegnungen mit dem, was er „ES“ zu nennen gelernt hat, nicht vorher begonnen haben.

    Seine Frau Theresa versucht ihm zunächst aufrichtig zu helfen, sie probieren Vieles, doch dann gibt sie auf. Henning ist mit seinen Attacken allein und verbirgt sie.
    „Manchmal geht er ins Bad und guckt in den Spiegel. Unfassbar, dass man ES nicht sieht. Während das Herz einen irrsinnigen Tanz mit tödlichen Pausen tanzt, sieht sein Gesicht aus wie immer. Natürlich merkt Theresa, was mit ihm los ist. Aber sie sagt nichts dazu. ES ist zu Hennings Privatsache geworden.“

    Vielleicht hofft er durch den Urlaub, den er heimlich im Internet über Weihachten und Neujahr 2017/2018 für seine Familie gebucht hat, davon loszukommen, wieder Kraft zu schöpfen. Schon während er wochenlang nach Unterkünften auf Lanzarote sucht, erfasst ihn eine seltsame Erregung.

    Theresa erklärt sich nach einigen Widerständen einverstanden und so verbringen sie die Weihnachtstage in einem kleinen „Scheibenhaus“ in Playa Blanca. Doch Erholung ist das alles nicht. Die Kinder müssen dauernd beschäftigt werden und nur spät am Abend kommen die Eheleute zu sich selbst.

    Auch ein spontan wenige Tage vor Silvester gebuchtes Silvestermenü stellt sich als Flop heraus, zumal Theresa dort mit einen Franzosen tanzt, und heftig mit ihm flirtet.

    Nach einer unruhigen und kurzen Nacht steht Henning am Neujahrsmorgen sehr früh auf und fährt mit einem geliehenen Fahrrad den steilen Anstieg nach Femes hinauf. Er hat kaum gefrühstückt, der Sekt von Silvester steckt ihm noch in den Knochen und er hat weder Proviant noch etwas zu trinken mitgenommen.
    Auf der Fahrt blickt er in Gedanken zurück auf die Zeit, seit ES ihn besucht. Er weiß, es ist verrückt, kaum zu schaffen. Doch irgendetwas, was während der Fahrt immer stärker wird, treibt ihn nach oben, als hoffe er dort etwas zu finden, was ihn rettet.

    Als Henning dann endlich, nach langer Qual das 500 m hoch gelegene Femes erreicht, da trifft es ihn wie einen Schlag und er erkennt, dass er schon einmal hier gewesen ist.  Er schiebt sein Fahrrad bis zu einem hoch über dem Ort gelegenen Haus, das ihn magisch anzieht.

    Dort oben, so erkennt er, war er einmal mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Luna im Urlaub, zu der ihn bin heute eine ganz besonders enge, aber auch komplizierte Beziehung verbindet. Und er erinnert sich daran, wie sich damals etwas ganz Schreckliches zugetragen hat - so schlimm, dass er es bis heute verdrängt hat, bis ES nach der Geburt von Bibbi wieder hoch kommt.  Was damals geschehen ist, von Juli Zeh über weite Strecken des Buches gekonnt beschrieben, verfolgt ihn  bis heute.

    Juli Zeh beschreibt in einem gut aufgebauten Familienroman, wie stark unsere Kindheit unser Lebensgefühl bestimmt. Ein Roman, der in der zweiten Hälfte zu einem regelrechten Thriller sich verwandelt, den man atemlos verschlingt. Gekonnt und fast spielerisch arbeitet sie immer wieder mit verschiedenen Ebenen von Zeit und Wahrnehmung. Ihr Psychogramm einer modernen und emanzipierten Ehe und Familie geht unter die Haut, weil es so nahe am eigenen Leben sich abspielt.

    Auch mit „Neujahr“ zeigt Juli Zeh wieder neu, dass man einen unterhaltsamen Roman schreiben kann, ohne die literarische Qualität aus dem Auge zu verlieren. Ich wünsche mir, dass viele berufstätige Familienmänner und – frauen dieses Buch lesen, sowohl zur Unterhaltung, als auch als Anregung, öfter einmal darüber nachzudenken, wie ihre Kindheit und ihre vielleicht ungeklärte Beziehung zu den Großeltern ihrer Kinder ihr eigenes Leben umschattet und behindert.





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    Booklove91s avatar
    Booklove91vor 24 Tagen
    Erster-Erster

    Inhalt

    Lanzarote, am Neujahrsmorgen: Henning will mit dem Rad den Steilaufstieg nach Femés bezwingen.Seine Ausrüstung ist miserabel, Proviant nicht vorhanden. Während er gegen Wind und Steigung kämpft,rekapituliert er seine Lebenssituation. Eigentlich ist alles in Ordnung, die Kinder gesund, der Job passabel.Aber Henning fühlt sich überfordert. Familienernährer, Ehemann, Vater – in keiner Rolle findet er sich wieder.Seit einiger Zeit leidet er unter Panikattacken, die ihn heimsuchen wie ein Dämon. Als er schließlich völlig erschöpft den Pass erreicht,führt ihn ein Zufall auf eine gedankliche Zeitreise in seine Kindheit. Schlagartig durchlebt er wieder, was ihn einmal fast das Leben gekostet und bis heute geprägt hat.

     Meine Meinung

    Nach „Nullzeit“, „Unterleuten“ und „Leere Heren“ ist dies mein nun vierter Roman der Autorin und ich wurde erneut nicht enttäuscht von Juli Zeh’s neustem Werk.

     Die klaren Strukturen und der prägnanter Erzählstil von Juli Zeh, geben dem Leser sofort die Möglichkeit,  in die Geschichte einzutauchen, obwohl oder gerade weil Sie ruhig und sachlich geschildert wird, herrscht eine grandiose Spannung – die große Frage nach dem Warum und was ES ist.

     "ES befällt ihn mittlerweile nicht nur nachts, sondern auch am helllichten Tag. Zwischen den Attacken ringt er mit der Angst vor der nächsten Attacke. Abgesehen davon gelingt es ihm nicht, seinen Platz zwischen Job und Kindern zu finden. Sein Leben  gleicht  einer  Flucht,  er  kann  nichts  zu  Ende  bringen,  hat  für  nichts richtig Zeit.“ (ZITAT)

     "Seitdem besucht ihn ES, wann immer es will. Es beginnt mit einem Brennen im  Zwerchfell,  wie  eine  Mischung  aus  Lampenfieber  und  Flugangst.  Sein Herz fängt an zu rasen, dann zu stolpern. Hennings Körper und Geist geraten außer  Kontrolle. Manchmal weckt ES  ihn mitten  in der  Nacht.“ (ZITAT)

     Man ist fixiert von der Handlung und neugierig wie es weiter geht, was nun passiert, was Henning so stark belastet, dass es ihm beinahe „die Luft nimmt“.

     „Henning  folgt  wie  von  selbst,  das  Gehirn  erteilt  dem  Körper  keine bewussten  Befehle  mehr.  Sein  System  steht  kurz  vor  dem  Not-Aus.  Er versteht  schon  seit  einer  ganzen  Weile  nicht  mehr,  was  passiert.  Er  zieht  in Erwägung, gar nicht wach zu sein, aber das ist ausgeschlossen, er weiß, dass er  nicht  träumt.  „ (ZITAT)

     In der Handlung geht es um eine Familie die Urlaub in Lanzarote macht. Das wären Hennig mit seiner Frau Theresa und den beiden Kindern Bibbi und Jonas.

    Das Buch handelt nicht nur von dem Ferienparadies, sondern auch um die Krise eines Mannes, der zwischen ungeklärten Geschlechterrollen zerrieben und von Burnout geplagt wird. Es geht darin auch um die Frage, ob unser Leben bereits in den Kindheit vorbestimmt wird oder ob wir selbst es sind, die über Glück und Unglück entscheiden.

    Es geht um das Aufarbeiten der Vergangenheit und um die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen.

     „Henning  sagt,  dass  frühe  Erinnerungen  oft  auf  Fotos  oder  Erzählungen beruhen.  Man  kann  sie  sogar  erzeugen,  indem  man  erwachsenen  Menschen manipulierte Bilder  aus ihrer  Vergangenheit  zeigt.“ (ZITAT)

    „Neujahr“ – für mich eine ganz besondere Geschichte mit sehr emotionalen Momenten, die nachdenklich machen mit einem relativ abrupten Ende, bei dem man das Geschriebene nochmals Revue passieren lässt.

    Möglicherweise sogar das beste Buch der Autorin.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 25 Tagen
    Konnte mich leider nicht so richtig überzeugen


    Juli Zehs „Neujahr“ lässt mich schwanken. Vielleicht bin ich nicht sensibel genug für diese Art von Geschichten, vielleicht fehlt mir das psychologische Verständnis. Ich weiß es nicht, aber dieses dünne Büchlein konnte mich nicht so richtig überzeugen. 

    Die Geschichte war für mich zu konstruriert. Der Schreibstil wirkte auf mich eher emotionslos und die Geschichte schleppte sich durch die Seiten (wie Henning den Berg hoch). Die Verdrängen-Geschichte an sich ist sehr bedrückend. Jedoch die Charaktere waren mir nicht sympathisch. Besonders mit Henning konnte ich mich nicht anfreunden. Er hatte viele Gedanken, die ich als anstrengend und teilweise nervend empfand. Phasenweise war er sehr wehleidig und für mich zu egoistisch. Natürlich hat er ein schlimmes Erlebnis in der Kindheit gehabt und dies auch nicht vernünftig verarbeitet, trotzdem war mir sein Gedankenkarussell manchmal nicht nachvollziehbar. Auch seine Überforderung als Vater konnte mich nicht so richtig überzeugen.

    Ich weiß, dass das Buch und die Autorin sehr gelobt wurden und ich wahrscheinlich eine der wenigen Leser sein werde, die sich nicht so sehr für dieses Buch erwärmen können, aber leider ist dies manchmal so.

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    miss_mesmerizeds avatar
    miss_mesmerizedvor einem Monat
    Kurzmeinung: Panikattacken auf Lanzarote - wenn einmal das ganze Leben in Frage gestellt wird.
    Juli Zeh - Neujahr

    Henning und Theresa haben mit den Kindern zwei Wochen Urlaub auf Lanzarote gebucht; ideal, um der kalten Jahreszeit in Deutschland zu entfliehen. Dass auf den Kanarischen Inseln Weihnachten und Neujahr wenig feierlich ausfallen wird als sie es gewohnt sind und dass eine Ferienwohnung weniger Spielraum bietet als das eigene Heim, hatten sie jedoch nicht bedacht und so ist die Stimmung am ersten Januar ziemlich am Boden. Henning beschließt einen der guten Vorsätze in die Tat umzusetzen, was ihm zudem eine Auszeit von der Familie ermöglicht. Er steigt auf das Leihfahrrad und stemmt sich gegen den Wind den Berg hinauf. Alleine dem Wetter ausgesetzt kommen plötzlich auch die Gedanken auf Touren und je mehr er gegen den schweren Anstieg kämpft, desto mehr beginnt er sein Leben zu hassen: der Job, mit dem er nicht zufrieden ist und der ihn überfordert, die Kinder, die permanent etwas von ihm wollen, auch Theresa, die offenbar alle anderen Männer attraktiver findet als ihren eigenen. Ausgelaugt und mental am Ende erreicht er das Ziel, doch was ihn dort erwartet, wird sein Leben in einem anderen Licht erscheinen lassen.

    Juli Zeh hat einen weiteren Lanzarote Roman geschrieben, der sich nicht so ganz in ein literarisches Genre pressen lässt. Er beginnt als typischer Gesellschaftsroman mit einem Protagonisten, der stellvertretend für viele sein Leben in Frage stellt und kurz davor steht, vor dem überwältigenden Alltag zu kapitulieren. Seit einiger Zeit schon leidet er unter Panikattacken, die er jedoch vor seiner Frau verheimlichen muss, da sie dafür nur Verachtung übrig hat. Seine Ankunft auf der Bergspitze und die physische Erschöpfung scheinen zunächst eine gewisse Ruhe in ihm auszulösen, doch das abgeschiedene Haus löst plötzlich eine Erinnerung, von der er nicht wusste, dass er sie hatte, und der Roman entwickelt sich zu einem beklemmenden Thriller.

    Die Konzentration auf Henning bringt die Zwänge unserer Tage ungehindert auf den Punkt: der Mensch muss funktionieren, pflichtbewusst seine Rollen in Beruf, Familie und Gesellschaft erfüllen und dabei Kritik wegstecken, oder besser: weglächeln, können. Ist die Autorin für ihre gesellschaftskritischen Romane bekannt, so zeigt sich dieses Mal die Kritik im Nukleus der Familie. Es beginnt schon bei der Frage, was eigentlich eine „echte“ Familie ist und gnadenlos lässt Zeh den Schein der Bilderbuchfamilie mit zwei liebreizenden Kindern mit Hennings Wahrnehmung und seiner Rolle als Vater kollidieren. Er schreit das hinaus, was ihm eigentlich verboten ist: er hasst sein Leben und seine Kinder. Sein eigenes Dasein, seine Panikattacken werden nicht ernstgenommen und er muss zurückstecken – immer und immer wieder.

    Die Episode im abgeschiedenen Haus lässt sich zunächst schwer einordnen, phantasiert Henning, hat sich dies wirklich zugetragen und vor allem so zugetragen? Waren er und seine Schwester über Tage als Kleinkinder alleingelassen? Er scheint eine Erklärung für seine psychischen Probleme gefunden zu haben – wie schön, denn endlich gibt es einen Schuldigen und es ist nicht sein Alltag. Doch genau diesem müsste er sich eigentlich stellen und das in Ordnung bringen, was im Argen liegt.

    Der Roman braucht einige Zeit, bis er einem als Leser packt, doch dann zeigt sich das Könnend r Autorin. Als Ganzes betrachtet ist er dramaturgisch überzeugend aufgebaut, nichtsdestotrotz bleibt aber ein Bruch zwischen den Ereignissen des Neujahrstages und den Erinnerungen. Dies tut dem Gesamturteil aber keinen Abbruch.

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor einem Monat
    Wie sich Narben auf die Gegenwart auswirken

    Die Autorin hat einen angenehmer Schreibstil – gut beobachtet, präzise wieder gegeben.


    Das Buch hat keine Kapitel – nicht einmal Absätze – es gibt nur 4 ungleichmäßig verteilte Abgrenzungen – das macht es etwas schwierig, wenn man es nicht in einem Rutsch lesen kann.


    Als Ankerpunkt dient die Radtour von Henning auf Lanzarote – dabei wird immer wieder in die Nahe oder weitere Vergangenheit geblickt.


    Ich fand es toll, wie das Familienleben mit zwei Kindern eingefangen wurde.

    Es ist ehrlich und so vermittelt, dass man wirklich ein Bild davon bekommt und das mit wenigen Worten.

    Es zeigt sowohl die Liebe zu der Familie, als auch dass sich alles nach den Kindern ausrichtet – das Management, die Monotonie, manchmal die Resignation die dahinter steht. Auch wie Überforderung beschrieben wurde, fand ich sehr gut und sehr mitfühlend.


    Dabei sind solche Alttagessituationen in einer Weise aufgegriffen, dass sich sehr viele irgendwie darin wiederfinden werden – vielleicht sogar Gefühle und Gedanken zu Papier gebracht wurden, die viele sich nicht trauen würden sie aussprechen, aber vermutlich gut kennen.


    Was mich etwas gestört hat war, dass das Wort „ES“ - das großgeschriebene, die Penetranz. Damit sollte natürlich aus Dramaturgiegründen verschleiert werden, was sich hinter „ES“ (also die Angst Attacken) verbirgt – und das fand ich anstrengend.


    Diese rühren aus der Vergangenheit – in der etwas schreckliches passiert ist, was Henning jedoch vergessen hatte – nun jedoch zurück kommt.

    Wie dieses Ereignis geschildert wurde, fand ich wirklich toll und sehr eindringlich – die Liebe zu seiner Schwester, die Angst, die Überforderung, das Brechen von Urvertrauen.


    Wie es dazu kam, war natürlich von konstruierten Zufällen behaftet – auch wie es sich ganz zum Schluss auflöst: ich bin mir nicht sicher ob ich es richtig deuten kann – warum das jetzt die Lösung sein sollte.


    Aber trotzdem ist es eine sehr gut erzählte Geschichte, so großartig beobachtet und wiedergegeben und sehr eindringlich erzählt – gerade auch wie sich das Trauma von damals auf das Leben heute für den Protagonisten auswirkt.

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    gsimaks avatar
    gsimakvor einem Monat
    Kleiner Henning-Großer Henning.


    Kleiner Henning-Großer Henning.

    Henning ist ein Mann, der ein gutes Leben führt. Trotzdem plagt ihn seit Jahren ES! ES macht sich als Panikattacken bemerkbar. Schweißausbrüche und Herzstolpern rauben ihm den Schlaf. Henning arbeitet halbtags für einen Sachbuchverlag. Mit seiner Frau Theresa teilt er sich die Kindererziehung. Alles ist gut. Alles ist wunderbar. Doch ES ist immer dabei. Bei einem Urlaub in Lanzarote kommt Henning ES auf die Spur.  Henning ist ein etwas unscheinbarer Charakter. Ich konnte lange nicht einschätzen, ob er sein Leben mag, wie es ist. Bei seiner anstrengenden Radeltour nach Femes kommt er seinem wahren Ich immer näher. Mit jedem Tropfen Schweiß findet er mehr zu sich. Mit der falschen Kleidung, einem geliehenen Rad, welches ungeeignet ist für den steilen Aufstieg ist und ohne Getränk, landet er bei einem Haus. Völlig dehydriert bekommt er einen Schwächeanfall. Die Besitzerin des Hauses lädt ihn ein zu Speis und Trank.
     

    In dieser Geschichte macht Henning Bekanntschaft mit seinem inneren Kind.  Die Autorin beschreibt, mit ihrem unnachahmlichen Schreibstil, was Kindheitserlebnisse mit einem Menschen anstellen können. Die Idee mit der Radeltour finde ich total passend. Gerade körperliche Anstrengung hilft oftmals seelische Blockaden zu lösen. Seine Vergangenheit annehmen und im Jetzt leben funktioniert jedoch nur dann, wenn man die Wahrheit kennt. Dem Grund für seine Ängste bewusst begegnen kann. Es mutet oftmals unheimlich an, mit Henning diese Wahrheit zu ergründen. Die Geschichte spielt aus der Sicht von Henning. Mal in der Gegenwart-, mal in der Vergangenheit. Man fragt sich, wohin die Geschichte einen führen wird. Welches Drama sich dahinter verbirgt.  

    Mit knapp 200 Seiten hat die Autorin eine Geschichte erzählt, die nichts vermissen lässt. Spannung ist hier mehr gegeben, als bei manchem Thriller. Wir lernen einen Mann kennen. Henning! Das besondere an dieser Story: Henning lernt sich selber kennen. Er lernt den kleinen Henning kennen und verstehen. Es handelt sich hier um ein Familiendrama. Es hätte keins sein müssen. Eigentlich hätte man die Dinge nur beim Namen nennen brauchen! Der Vergangenheit ein Gesicht geben. 

    Das ist der dritte Roman, den ich von Juli Zeh gelesen habe. Neujahr ist wieder eine Glanzleistung. Auch der Humor findet wieder seinen Platz. Zeh-Humor! Ich liebe die direkte Art.

    Danke Juli Zeh. Ich habe jedes einzelne Wort genossen.

     

    Silvester. Henning telefoniert mit seiner flippigen Schwester Luna:

    Natürlich war Luna auf einer Party. Laute Musik im Hintergrund, Stimmengewirr. Gelegentlich wehrte sie sich kichernd gegen jemanden, der etwas von ihr wollte, vielleicht tanzen oder Raketen abschießen oder vögeln.

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    Angelfish1000vor 3 Monaten
    Ich die Inhaltsangabe packen finde und gespannt bin was Juli Zeh da wieder aus dem Hut zaubert.
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    Mrs_Strangevor 4 Monaten
    Mit "Leere Herzen" konnte sie mich begeistern, jetzt freue ich mich natürlich auf jedes weitere Buch der Autorin.
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    ulrikerabevor 4 Monaten
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    black_horsevor 4 Monaten
    Juli Zeh hat eine ganz besondere Sicht auf die Welt. Ich finde ihre Gedanken, die sie in ihren Büchern verarbeitet sehr spannend.
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    sarah_elisevor 4 Monaten
    Juli Zeh zählt zu meinen absoluten Lieblingsautoren, deshalb ist auch das neue Buch ein Muss - ich bin gespannt!
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