Nullzeit

von Juli Zeh 
3,9 Sterne bei248 Bewertungen
Nullzeit
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Positiv (182):
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Spannend, gnadenlos, ein großartig durchkonstruiertes Spiel mit der Erwartungshaltung des Lesers.

Kritisch (14):
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Man ist storymäßig von Juli Zeh viel besseres gewohnt.

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Inhaltsangabe zu "Nullzeit"

Der Spiegel-Bestseller jetzt im Taschenbuch

Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf die nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich aus einem harmlosen Flirt eine fatale Dreiecksbeziehung, die alle bisherigen Regeln außer Kraft setzt. Wahrheit und Lüge, Täter und Opfer tauschen die Plätze. Sven hat Deutschland verlassen und sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Keine Einmischung in fremde Probleme – das ist sein Lebensmotto. Jetzt muss Sven erleben, wie er vom Zeugen zum Mitschuldigen wird. Bis er endlich begreift, dass er nur Teil eines mörderischen Spiels ist, in dem er von Anfang an keine Chance hatte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442745692
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:13.01.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.08.2012 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Tintensports avatar
    Tintensportvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: So liest sich Thriller - wenn es Literatur ist. Und dennoch (oder gerade deshalb) absolutes Abtauchen garantiert! Bester Roman der Autorin!
    So lesen sich Thriller - wenn es Literatur ist!

    Absolutes Abtauchen garantiert!

    Juli Zeh war für mich bisher zu sehr auf `die Intellektuelle' abonniert gewesen, als dass ich sie als Thrillerautorin auf dem Schirm gehabt hätte. Ihre bisherigen Romane kamen mir inhaltlich etwas verspannt und gedanklich ein wenig zu verquast vor, als daß ich sie hätte vollaufs genießen können. Das klassische Phänomen Hochbegabter: zu viel Grips steht denen oft ganz schön im Weg.

    Auch wenn dieser Roman nun scheinbar schlicht daher kommt, "mittelmäßig" (wie eine andere Rezensentin vermeint) ist hier nichts! Da steht nichts zufällig, sondern ist meisterlich gesetzt. Und das mit einer Leichtigkeit, wie sie in der Literatur ihresgleichen sucht. Im Gegenteil, gerade diese scheinbare Absichtslosigkeit ist die schwerste Disziplin überhaupt. Und Funde wie diese sind - seufz - sooo selten ....

    Nullzeit ist eine fast schon zeitlose Novelle, die an Martin Walsers `Ein fliehendes Pferd' erinnert .... und zugleich das Kunstwerk schafft moderne Spannungsliteratur in bester kinokompatibler Manier zu sein. Der Roman trifft den Grat zwischen Anspruch und Umsetzung, psychologischer/gesellschaftlicher Beobachtungsgabe und feinstem Thrill meisterlich. Hier wird - sogar dem taucherisch unbedarften Leser - eine Welt spürbar gemacht, wie sie sonst nur filmisch zu vermitteln ist. Genauso erging es mir mit den großartig profilierten Figuren, die noch in ihren Verstrickungen angenehm jenseits von Klischee und Schablone funktionieren, den Leser packen und mitnehmen ...
    Mit anderen Worten: absolutes Abtauchen garantiert - und das trotz des hohen intellektuellen Anspruchs? Oh ja, Wunder sind möglich!

    Mit Nullzeit ist die Autorin für mich schriftstellerisch endlich "auf dem Punkt" angelangt. Ich erhoffe mir eine dem Roman würdige Verfilmung, warum nicht international? Und bis dahin beglückt die Zeh ihre Leserschaft hoffentlich mit weiteren literarischen Thriller-Geniestreichen!? Die möchten dann bitte wenigstens - bis der Kinofilm erscheint - ebenso kongenial eingelesen werden wie hier.

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    rkuehnes avatar
    rkuehnevor 4 Monaten
    Beklemmend gut

    Ein überaus beklemmender Roman. Juli Zehs Geschichte vom ausgewanderten Tauchlehrer Sven, seiner Freundin Antje und den beiden neurotischen Tauchschülern Jola und Theo hat mich teilweise sehr angestrengt. Nicht, weil Zeh hier irgendetwas schlecht gemacht hätte, vielmehr ist es ihr besonders gut gelungen einerseits die Beklemmungen des Tauchsports zu transportieren und andererseits die Spannung zwischen den dreieinhalb Protagonisten (Antje spielt fast nur eine Nebenrolle) derartig aufzuladen, dass es wirklich anstrengend war. Große Kunst und ein wirklich herausragender Thriller.

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    Iris_Hells avatar
    Iris_Hellvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Absolut lesenswert, wenn auch nicht das beste Buch der Autorin.
    Wie gewohnt ein sprachliches Meisterwerk – mit Distanz zum Leser.

    Nachdem ich begeistert „Schilf“ gelesen hatte, bin ich mit großen Erwartungen an „Nullzeit“ herangegangen. Wie gewohnt macht Juli Zehs unverkennbarer Schreibstil das Buch zu einem sprachlichen Meisterwerk. Doch der letzte Funke wollte nicht überspringen. Die Geschichte ist intelligent, führt den Leser in die Irre, lässt ihn Vermutungen anstellen, mit den Figuren auch gelegentlich leiden, doch weitgehend wird er auf Distanz gehalten und Fragen bleiben am Ende offen.

    Vielleicht hat genau das die Autorin gewollt: Dem Leser Raum für weitere Spekulation lassen. Trotz der stilistischen Brillanz und des solide inszenierten Plots, bin ich mit der Geschichte nicht richtig warm geworden, deshalb „nur“ vier Sterne.

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    cocobell23s avatar
    cocobell23vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr spannende teilweise abstoßende Charaktäre und trotzdem ungemein fesselnd. Innerhalb von kürzester Zeit verschlungen.
    NULLZEIT Die Urlaubslektüre, die nicht für den Urlaub geeignet ist

    Im Mittelpunkt des Buches steht der Tauchlehrer Sven. Auf einer abgelegenen Insel welche fast nur vom Tourismus betrieben wird hat er sich einen Tauch Betrieb mit seiner Freundin Antje aufgebaut um vor Deutschland und der Gesellschaft zu fliehen in der immer nur Geurteilt wird( Ironisch das ich um dieses Buch zu bewerten eine Rezension schreibe ;)) Eine Gruppe seiner Gäste sind die Schauspielerin Jola und ihr Mann Theo Hast, ein Schriftsteller. Die beiden führen eine stark ungesunde Beziehung mit gewalttätige und manipulativen Character. Ohne zu bemerken was wirklich vorgeht verliebt sich Sven in Jola und zerstört ohne sich dessen bewusst zu sein alles was er sich aufgebaut hat. 
    Die Autorin stellt die Geschichte aus mehreren Sichten dar so ist man sich bis zum Ende kaum bewusst wer die Wahrheit erzählt und wer sich etwas dazu dichten. Trotz der aggressiven und teilweise abstoßenden Charaktere sympathisiert man beim Lesen mit allen Parteien auch wenn dies teilweise für Verwirrung sorgt. Besonders gut haben mir die Ausschnitte gefallen in denen Teile von Theos Arbeit gezeigt werden und jene in denen Sven seine Fähigkeiten der Analyse, aus dem Jura Studium anwendet. Die Sprache des Buches ist relativ schmucklos was den Lesefluss erleichtert. Ich würde jedem dieses Buch empfehlen der weniger konventionelle Krimis mag in denen mehr Wert auf die zwischenmenschlichen Ebenen als auf die Handlung legt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten
    Nullzeit


    Inhalt

    Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf die nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich aus einem harmlosen Flirt eine fatale Dreiecksbeziehung, die alle bisherigen Regeln außer Kraft setzt. Wahrheit und Lüge, Täter und Opfer tauschen die Plätze. Sven hat Deutschland verlassen und sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Keine Einmischung in fremde Probleme – das ist sein Lebensmotto. Jetzt muss Sven erleben, wie er vom Zeugen zum Mitschuldigen wird. Bis er endlich begreift, dass er nur Teil eines mörderischen Spiels ist, in dem er von Anfang an keine Chance hatte.


    Meine Gedanken zum Buch 

     

    Vor einigen Monaten habe ich meinen ersten Roman von Juli Zeh gelesen: "Treideln". Ich war wirklich begeistert vom Buch, auch wenn es kein herkömmlicher Roman ist. Umso gespannter war ich nun aus "Nullzeit", welches ich in Literatur für die Schule lesen musste, aber auch wollte. Vom Inhalt her klingt das Buch erstmal nach einem normalen Krimi, aber es ist so viel mehr als das. Beim Lesen habe ich mich teilweise ein Stück weit selbst verloren, an meinem eigenen Verstand gezweifelt und Seiten teilweise mehrmals gelesen, weil ich dachte, dass ich etwas falsch verstanden habe. Erst nach einer Weile habe ich bemerkt, wie raffiniert und gelungen Juli Zeh hier die psychischen Befindlichkeiten und Wahnvorstellungen von ihren Figuren beschreibt. 
    Ich kann gar nicht so viel über das Buch und dessen Inhalt verraten, denn wenn ich das tun würde, würde ich euch erstens zu sehr spoilern und zweitens das Leseerlebnis vorwegnehmen. Es wird beim Lesen Momente geben in denen ihr denkt, dass ihr euch verlesen habt. Doch das habt ihr nicht. Hier steht tatsächlich das geschrieben, was ihr eben gelesen habt. Ich bin so sehr ins zweifeln und krübeln gekommen und es ist stellenweise auch wirklich anstrengend dieses Buch zu lesen. Dennoch ist es wirklich spannend und sehr ausdrucksstark geschrieben, ich kann euch diesen Psychothriller nur empfehlen!

    Bewertung

    Ich vergebe 4/5 Sterne für "Nullzeit" und freue mich auf weitere Projekte der Autorin.

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    Tanmarkvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich würde es jederzeit wieder lesen.
    Dramatische, kurze Dreiecksbeziehung mit Tiefe


    Sven - Tauchlehrer, freiwillig gescheiterter Fast-Jurist und Aussteiger, lässt sich auf eine Affäre mit Jola ein. Er schwankt zwischen einer nie gefühlten Lebendigkeit, die er als Liebe interpretiert und der Ansicht, dass die ganze Sache wegen Nichtvollzugs von Geschlechtsverkehr gar keine Affäre und er mithin unschuldig ist.  Jola, reiche Tochter und gescheiterte Schauspielerin ist eigentlich mit "dem alten Mann" Theo, einem gescheiterten Schriftsteller zusammen - beide machen gemeinsam einen Tauchkurs bei Sven. Jola und Theo verbindet eine wie auch immer geartete längere Beziehung, die als psychisch und physisch gewaltbeladen inszeniert wird.
    Das Unglück nimmt seinen Lauf, die Beziehungen zwischen den Personen verweben sich zunehmend; als Randfigur erscheint die einzige Konstante in Sven´s Leben, seine Lebensgefährtin Antje. Im Grunde nicht erwünscht, aber für Sven bequem und stabilisierend.
    In der Tat ist auch am Ende des Buches nicht klar, was "die Wahrheit" ist, es geht um Schuld, um Urteile, um individuell konstruierte Wahrheiten, die die Grenze zum Pathologischen an nur mehr als einer Stelle deutlich überschreiten. Grundlegend sind weiterhin die Fragen nach Täter und Opfer, nach Folgen von Aktivität und Passivität. Ehrlichkeit liegt hier im Auge des Betrachters. Schuld ist hier niemand an irgendetwas, da sich stets eine Begründung für den Freispruch ergibt. So auch für Sven, als Antje ihn mit Jola eng umschlungen erwischt und gleich darauf eine einjährige Affäre mit einem Einheimischen gesteht.
    Wären nicht der Mordversuch an Theo durch - vermutlich - Jola und das Tagebuch sowie die komplette Erzählung als Gegendarstellung zu den von ihr geschilderten Vorgängen durch Sven, bliebe nichts weiter übrig als ein ganz normales, alltägliches Drama aus Betrug und Selbstbetrug - für die männlichen Protagonisten auch noch in der Midlife-Crisis.
    So aber bleiben alle auch ohne Anklage und Richter angeklagt, denn es könnte Folgen haben, irgendwann...

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    T
    Tanmarkvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ich würde es jederzeit wieder lesen.
    Dramatische, kurze Dreiecksbeziehung mit Tiefe


    Sven - Tauchlehrer, freiwillig gescheiterter Fast-Jurist und Aussteiger, lässt sich auf eine Affäre mit Jola ein. Er schwankt zwischen einer nie gefühlten Lebendigkeit, die er als Liebe interpretiert und der Ansicht, dass die ganze Sache wegen Nichtvollzugs von Geschlechtsverkehr gar keine Affäre und er mithin unschuldig ist.  Jola, reiche Tochter und gescheiterte Schauspielerin ist eigentlich mit "dem alten Mann" Theo, einem gescheiterten Schriftsteller zusammen - beide machen gemeinsam einen Tauchkurs bei Sven. Jola und Theo verbindet eine wie auch immer geartete längere Beziehung, die als psychisch und physisch gewaltbeladen inszeniert wird.
    Das Unglück nimmt seinen Lauf, die Beziehungen zwischen den Personen verweben sich zunehmend; als Randfigur erscheint die einzige Konstante in Sven´s Leben, seine Lebensgefährtin Antje. Im Grunde nicht erwünscht, aber für Sven bequem und stabilisierend.
    In der Tat ist auch am Ende des Buches nicht klar, was "die Wahrheit" ist, es geht um Schuld, um Urteile, um individuell konstruierte Wahrheiten, die die Grenze zum Pathologischen an nur mehr als einer Stelle deutlich überschreiten. Grundlegend sind weiterhin die Fragen nach Täter und Opfer, nach Folgen von Aktivität und Passivität. Ehrlichkeit liegt hier im Auge des Betrachters. Schuld ist hier niemand an irgendetwas, da sich stets eine Begründung für den Freispruch ergibt. So auch für Sven, als Antje ihn mit Jola eng umschlungen erwischt und gleich darauf eine einjährige Affäre mit einem Einheimischen gesteht.
    Wären nicht der Mordversuch an Theo durch - vermutlich - Jola und das Tagebuch sowie die komplette Erzählung als Gegendarstellung zu den von ihr geschilderten Vorgängen durch Sven, bliebe nichts weiter übrig als ein ganz normales, alltägliches Drama aus Betrug und Selbstbetrug - für die männlichen Protagonisten auch noch in der Midlife-Crisis.
    So aber bleiben alle auch ohne Anklage und Richter angeklagt, denn es könnte Folgen haben, irgendwann...

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    histerikers avatar
    histerikervor einem Jahr
    Funktionierte bei mir nicht

    Inhalt:
    Sven ist ein Tauchlehrer und hat für zwei Wochen nur zwei Kunde, die aber sehr gut bezahlen. Diese sind Theo und Jola, ein ungewöhnliches Paar, was Sven auch nicht unbeeinflusst lässt.

    Bewertung:
    Das Buch ist so angelegt, dass es aus zwei Perspektiven erzählt wird. Einderseits aus Svens Perspektive, andererseits gibt es Tagebuchaufzeichnungen von Jola. Dies sollte wahrscheinlich die Spannung steigern, da sich diese Perspektiven mit der Zeit massiv unterscheiden. Ich war am Anfang darüber nur iritiert, später habe ich es einfach so hingenommen, wie es geschrieben wurde, leider konnte ich nur eine Version glauben und das fast das ganze Buch lang. Daher hat sich für mich die Frage, wer lügt, eigentlich gar nicht gestellt. Daher finde ich, dass das Buch in sich und deren Anlage an mich vorbei gegangen ist. Schade.

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kommt nicht ganz an "Unterleuten" ran, hat mir aber trotzdem gut gefallen
    Das Taucherparadies

    Jola und Theo kommen auf die kanarische Insel, um einen Tauchkurs zu absolvieren. Sven und Antje sind die Veranstalter und stellen neben Kost und Logis auch den Kurs zur Verfügung. Während Antje sich um jeglichen organisatorischen Kram kümmert, die Korrespondenz, sowie das Ferienhaus und Probleme, besteht Svens einzige Aufgabe im Tauchkurs. Die Geschichte wird aus Svens Sicht erzählt, was ich erst im zweiten Kapitel festgestellt habe. Von Anfang an scheinen Jola und Theo nur zu kabbeln, sich gegenseitig zu ärgern und Sven damit gehörig auf die Nerven zu gehen. Doch dann kann der Leser plötzlich feststellen, dass etwas nicht stimmt. Svens Erzählung wird immer wieder von Jolas Tagebucheinträgen abgelöst und in diesen Einträgen erzählt Jola etwas ganz anderes als das, was Sven erzählt. Wer ist hier der Lügner? Wer erzählt tatsächlich die Wahrheit? Und welche Rolle spielt Theo denn nun genau?
    Neben den interessanten Fakten zum Tauchen, baut sich die Spannung immer weiter auf und man wartet regelrecht auf eine Katastrophe. Ich hatte mir meine Gedanken gemacht, war mir aber bis zum Schluss nicht 100%ig sicher, wer denn nun wirklich lügt.
    Zwei Paare, die beide eine irgendwie geartete Beziehung haben und nicht wirklich vor oder zurück können. Ein schönes psychologisches Spiel, das mir durchaus gefallen hat, und mich auch weitere Juli Zehs lesen lassen wird. Eine tolle Schriftstellerin!

    Kommentare: 2
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    thiefladyXmysteriousKathas avatar
    thiefladyXmysteriousKathavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Super Buch mit kleinen Schwächen. Sehr spannend und verwirrend.
    Nullzeit

    Nullzeit
    Dieses Buch un dmeine Emotionen bezüglich der Geschichte lassen sich schwer in Worte fassen, denn es ist ein ganz eigenes Buch. So etwas habe ich in der Form noch nicht oft gelesen. Juli Zeh ist ohne Zweifel talentiert, trotzdem habe ich auch etwas zu kritisieren. Ich freue mich aber auf mehr Bücher der Autorin.

    Inhalt

    Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf die nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich aus einem harmlosen Flirt eine fatale Dreiecksbeziehung, die alle bisherigen Regeln außer Kraft setzt. Wahrheit und Lüge, Täter und Opfer tauschen die Plätze. Sven hat Deutschland verlassen und sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Keine Einmischung in fremde Probleme – das ist sein Lebensmotto. Jetzt muss Sven erleben, wie er vom Zeugen zum Mitschuldigen wird. Bis er endlich begreift, dass er nur Teil eines mörderischen Spiels ist, in dem er von Anfang an keine Chance hatte.

    Meinung
    Ich bin immer noch verwirrt bezüglich dieses Buches und wusste lange nicht, wie ich meine Gedanken in Worte fassen Soll. Die Geschichte ist genial, absolut verwirrend und voller Wendungen, man weiß irgendwann nicht mehr was richtig und was falsch ist. Das Tauchen und die Unterwasselwelt wurde sehr toll beschrieben und man erfährt einiges über diesen Sport. Juli Zeh schafft es mit nur ein zwei Sätzen ganze Szenerien umzuschmeißen und alles zu ändern. Man weiß nie genau was stimmt und wer nun verrückt ist und zweifelt an jedem. Dies kennt man eigentlich von Autoren wie Patricia Highsmith. Es gab wirklich tolle Sätze, die ich mir auhc markiert habe und mit dem Ende habe ich so nicht gerechnet. Allerdings muss ich auch ein  zwei Kritikpunkte äußern. Man erwartet nach dem ganzen verwirrenden Aufbau einfach ein spektakuläreres oder verzwickteres Ende. Mir war die Auflösung fast zu einfach. Außerdem haben mich die ganzen sexistischen Szenen gestört, da sie nicht zum Rest des Buches passen. Es ist interessant, dass Bücher, die hochliterarisch vom Schreibstil her wirken oft ihre Wirkung fast schon zerstören durch das EInbauen solcher Szenen. Das hat für mich nichts mit guter Literatur zu tun, nur wenn das ganze poetisch beschrieben wird oder zur Romanhandlung passt. Hier wirkte es leider als müsse die Autorin immer mal wieder gezwungener Maßen etwas perverses oder sexistisches einbauen. Daher gibt es 4 Sterne von mir für Nullzeit, es war aber dennoch ein interessantes Buch.

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