Spieltrieb

von Juli Zeh 
4,4 Sterne bei10 Bewertungen
Spieltrieb
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Kongenial umgesetzt! Bloß nicht den Film gucken (Aua!) - das Hörbuch hören!!! Sascha Icks liest wie sich Buch & Protagonistin anfühlen

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Inhaltsangabe zu "Spieltrieb"

Ada und Alev, zwei Schüler eines Bonner Gymnasiums, wagen sich an ein intellektuelles Kräftemessen. Sie wählen sich einen beliebigen Lehrer aus und verstricken ihn systematisch in eine ausgeklügelte Erpressung. Schließlich sprengen sie alle Grenzen der Moral, lassen jedes menschliche Mitgefühl außer Acht. Der Erpresste weiß sich schließlich nicht mehr anders zu helfen: Das perfide Spiel endet in einer Gewaltorgie Eine Geschichte über Unmoral und ihre Folgen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783898134484
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Der Audio Verlag
Erscheinungsdatum:01.09.2005
Das aktuelle Buch ist am 15.11.2011 bei btb erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Tintensports avatar
    Tintensportvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Kongenial umgesetzt! Bloß nicht den Film gucken (Aua!) - das Hörbuch hören!!! Sascha Icks liest wie sich Buch & Protagonistin anfühlen
    Vergiss den Film! Hör das Hörbuch!!!!

    (Hier nur die Bewertung zum Hörbuch)

    Einziger Kritikpunkt:
    Sascha Icks liest fast zu schnell, für die kompakte Sprache der Zeh.
    Sätze - die man sich auf dem Gaumen zergehen lassen möchte (muss man auch, ob ihrer Dichte, weil man nicht alles im Überschallmodus erfassen kann) - heizen oft am Ohr vorbei wie Fahrzeuge auf einer Schnellstraße. Der Intellekt wird heraus gekitzelt ... und da steht er dann manchmal wie am Straßenrand, im Zugwind einsam und allein vergessen....

    Andererseits: so lohnt sich der Kauf des Hörbuches. Das Wieder-Hören bringt stets Neues, das er-hört, er-fahren, ent-deckt (und weiter bedacht) werden kann. Eine Eintagsfliege ist "Spieltrieb" nämlich nicht. Da braucht der Leser wie der Zuhörer (wie der Vorleser) schon ein hohes Sprachniveau, sonst macht die literarische Parforcejagd keinen Spaß!

    Umfassendes Lob:
    Die spröde Stimme und der trockene, fast ein wenig atemlos dahingehauchte Vortrag der Icks bringen "Spieltrieb" überhaupt erst auf den Punkt, erfassen und verkörpern die Stimmung des Romans großartig, mit seinen kühl wirkenden und wild pubertierenden Akteuren, die - von ihren scheinbar begnadeten (weil hochbegabten) Hirnen in vielerlei Irren gelenkt - wie übersteuerte Androiden oder Raketen auf einem Crash- oder Abfangkurs anmuten.

    Nachdem ich das Buch zwei Mal zu lesen versucht und es wieder drangegeben hatte (und schon fast am eigenen Intellekt zu zweifeln begann - die sprachliche Dichte und Eloquenz im Geschriebenen sind so einschüchternd wie anstrengend), bin ich glücklich über das gute Hörbuch und die großartige schauspielerische Umsetzung der Vorleserin, die es versteht das (Mit)Lesen zum Hör-Vergnügen, und diese schwere Kost bekömmlich zu machen. Jede weniger intelligente Sprecherin würde das vielschichtige Werk mit seiner differenzierten Sprache verhunzen; aber die Icks ist ihm gewachsen. Chapeau!
    Auch ein Lob an den Verlag, für die gelungene Wahl der Darstellerin, denn mit deren Verkörperung (von etwas lediglich Geschriebenem) stehen und fallen Qualität und sinnliche Erfahrung eines Hörbuches.

    Wie oft fühlt man sich auf dem Hörbüchermarkt - auf der verzweifelten Suche nach etwas Brauchbarem für Ohren und Hirn - wie auf einer Survival-Expedition im Dschungel, als gäbe es nicht Heerscharen begnadeter Sprecher & Schauspieler, die nichtsdestotrotz oft noch arbeitslos sind! Doch es wird bevorzugt, wer nett daher plappern und irgendwie sexy klingen kann, wurscht ob er oder sie mit dem zu Lesenden zu spielen versteht - oder es überhaupt auch nur begreift! - so dass man ihm oder ihr lieber das Besprechen von Telefon-Warteschleifen oder Analsalben-Werbung anraten möchte, damit sie nicht mehr so überfordert wirken müssen.

    Der Icks braucht man keinen Berufswechsel nahe zu legen, die kann ihren Job.

    FAZIT:
    Liebe Hörbuchverlage: KÖNNEN - kann man tatsächlich hören - NIX-KÖNNEN erst recht!!! Den Sinnen kann man kein X für ein U vormachen. Und die Ohren kann man - anders als die Augen - erst recht nicht belügen.
    Doch hier kriegt der Leser eine echte Icks auf die Ohren.
    Meine Empfehlung.

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    Ein LovelyBooks-Nutzer
    Gegen_den_Strom_lesens avatar
    Gegen_den_Strom_lesenvor 8 Monaten
    N
    NarrationAddictvor 5 Jahren
    R
    Rainshinevor 9 Jahren
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    Sarlaschtvor 9 Jahren
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    florestanvor 9 Jahren
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    Fandorinvor 10 Jahren
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    clmvor 10 Jahren
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    nebenmirvor 10 Jahren

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