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Sandra251

vor 3 Wochen

(26)


Ich bin mit dem Buch leider gar nicht klar gekommen. Die ganze Geschichte ist so dunkel, dass sie eigentlich nur deprimiert


"Ich bin nicht Schneewittchen. Ich bin die böse Königin. Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. »Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns"


Ich hab mich leider komplett von dem Klappentext täuschen lassen. Ich dachte eher an eine Geschichte wie "Maleficent" stattdessen ist "Die Dreizehnte Fee" durchzogen von Gewalt, Blut Grausamkeit, Dunkelheit und deprimierenden Gedanken.


Den Hexenjäger fand ich ganz schrecklich. Ein Mann wie ihn keine an seiner Seite haben sollte. Er ist grob, verschwiegen, schön anzuschauen und absolut unnahbar. Zudem benutzt er sie um zu bekommen was er will und damit sie nicht ganz abgeneigt ist, ist er doch hin und wieder nett. Was mich aber am meisten stört ist, dass er sie immer an ihrem Zopf durch die Gegend zerrt. Noch Frauenfeindlicher geht's fast nicht.


Die Fee ist auch leider gar kein Charakter den man ins Herz schließen könnte. Sie ist schön, aber absolut naiv. Außerdem geht es das ganz Buch über nur um ihre innere Zerrissenheit, kann sie nun fühlen oder nicht. Und bevor man überhaupt mal erfährt wie sie heißt, kurz vor der Mitte des Buches, hat sie schon zweimal mit dem Hexenjäger geschlafen, der sie aber sonst nur an ihrem Zopf anpackt. Sie ist getrieben von Rache und hin und wieder fragt sie sich dann doch, ob das eigentlich richtig ist...


Die Geschichte ist ansonsten einfach nur traurig und war für mich kaum auszuhalten. Einige Stellen waren wirklich sehr gut geschrieben, so dass meine Empathie darauf angesprungen ist, aber trotzdem war mir alles in allem zu genau beschrieben. Zu lesen wie Feuer die Haut von den Knochen brennt, die angebliche Hexe schreit und ihr Kind bitterlich weint, ist einfach zu viel für mich.


Die Todesarten der Schwestern war auch einfach grausam, hingerichtet von ihrer eigenen Magie und doch gab es immer einen letzten, kleinen Moment des Friedens in ihren Augen, was das ganze aber noch einen ticken trauriger gemacht hat.
Die Grausamkeit unter den Schwestern war allgemein einfach heftig. Sie versuchen sich gegenseitig zu töten, weil sie Angst vor der Macht der jeweils anderen haben und im letzten Moment vor Ihrem Tod, merken sie, dass sie sich doch lieben....


Das Cover finde ich wunderschön und auch der Klappentext hat mich überzeugt. Der Schreibstil ist auch gut, für Leute die auf solche Bücher stehen und das Lektorat hat sehr gute Arbeit geleistet.


Mein Fazit: Für Leser die auf dunkle Märchen stehen und zudem keine Happy Ends brauchen, ist dieses Buch einfach perfekt.
Ich persönlich bin froh, dass ich es abschließen kann und werde auch keinen Folgeband mehr in die Hand nehmen.


Kleine Anmerkung noch am Rande: Ich musste dieses Buch innerhalb einer Challenge lesen, daher war es nicht ganz freiwillig.
Wie man Lesen kann war ich sehr enttäuscht, aber bitte lasst euch von meiner Rezension nicht all zu sehr beeinflussen. Ich bin sicher, Leser, die solche Bücher gerne lesen, werden vollends auf ihre Kosten kommen.

Autor: Julia Adrian
Buch: Die Dreizehnte Fee - Erwachen
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