Julia Brandner

 4,6 Sterne bei 15 Bewertungen
Autorenbild von Julia Brandner (©Nadine Studeny)

Lebenslauf

Julia Brandner, geboren 1995, lernte bereits mit drei Jahren Lesen und Schreiben und ließ sich seitdem mehr nicht vom Traumberuf Schriftstellerin abbringen. Aufgrund einer Abmachung mit ihrer Mutter machte sie zunächst einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, bevor sie sich dem Schreiben und der Stand-up-Comedy widmete. Die Autorin lebt in Wien. Aus Rot und Blau wird Lila ist ihr erster Roman.

Weitere Informationen unter www.diemitdemrotenlippenstift.com sowie unter www.istdasdeutsch.com sowie auf Instagram (@wirdnichtstattfinden).

Botschaft an meine Leser

Hallo, ich freue mich, dass du deinen Weg zu mir gefunden hast!

Ich bin Julia Brandner, frischgebackene Autorin und Stand-up-Comedienne. Mein erster Roman, "Aus Rot und Blau wird Lila" hat am Valentinstag das Licht der Welt erblickt und seitdem ist der 14. Februar auch für mich ein guter Tag :-)

Schön, dass du hier bist!

Alle Bücher von Julia Brandner

Cover des Buches Aus Rot und Blau wird Lila (ISBN: 9798600107304)

Aus Rot und Blau wird Lila

 (12)
Erschienen am 13.02.2020
Cover des Buches Das L in Frau steht für lustig (ISBN: 9783423352055)

Das L in Frau steht für lustig

 (3)
Erschienen am 20.04.2023

Neue Rezensionen zu Julia Brandner

Cover des Buches Aus Rot und Blau wird Lila (ISBN: 9798600107304)
Darcys_Lesestuebchens avatar

Rezension zu "Aus Rot und Blau wird Lila" von Julia Brandner

Toller Humor, aber mir fehlte etwas
Darcys_Lesestuebchenvor einem Jahr

„Dein Vater ist mir auch sympathisch. Aber ich bin mir nicht sicher, ob er mich mag.“


„Oh und wie er das tut!“, versichere ich ihm. „Er hat kein einziges Mal gesagt, dass er dir wehtut, wenn du mir weh tust.“


//S.239//


Klappentext:


„Wer weiß, vielleicht habe ich ja längst einen Freund?“ – Dieser Satz auf der Hochzeit ihrer Zwillingsschwester wird Lila, Single aus Überzeugung, noch zum Verhängnis. Denn ihre Verwandtschaft kann es kaum erwarten, endlich einen Mann an Lilas Seite zu sehen, und brennt darauf, den ominösen Mr. Perfect kennenzulernen. Sobald ihre Zwillingsschwester Lana aus den Flitterwochen zurück ist, wird ein Familientreffen arrangiert. Nun steht Lila vor einem Problem: Wie soll sie innerhalb von drei Wochen einen Freund präsentieren? 


Meine Meinung:


Ich liebe dieses Cover ! Nicht nur, weil die Farben wirklich super zum Titel und einer bestimmten Szene im Buch passen und so schön miteinander harmonieren, sondern auch, weil die verschränkten Hände, die man nicht sofort erkennen kann schlicht und dennoch aussagekräftig sind.


Und auch der Anfang konnte mich sehr überzeugen. Ich bin mit keinerlei Erwartungen an dieses Buch rangegangen und zwar brauchte ich auch ein wenig, um in die Geschichte rein zu finden, weil es alles ein wenig sehr turbulent wirkte, aber der Humor war einfach klasse. Die Geschichte wurde aus der Perspektive von Lila, der Hauptfigur erzählt und mir gefiel es, da man so sehr nah an ihren Gefühlen und Gedanken dran war und so manches Mal dachte ich mir nur: "Das kenne ich nur zu gut". Die blöden Kommentare ihrer Verwandten waren nicht subtil und vielleicht hätte sie von Anfang ehrlich sein sollen, aber ich konnte ihre Ausflucht gut verstehen und der sarkastische Unterton war zu herrlich.


Ich hatte echt Spaß an dem Buch und fand auch das Geschehen danach noch sehr interessant und humorvoll. Denn jetzt braucht Lila natürlich einen Freund, aber wie soll sie an den so schnell kommen ? Sie und ihre Partnerin/Freundin Elina kommen da schon auf Ideen, aber die erste fand ich gar nicht gut und irgendwie war das Ganze nur kindisch und albern. Zumal die Szenen mich auch nicht ansprachen und ich sie schon sehr schräg und unnötig fand, eher wie Seitenfüller. Und auch danach fand ich nicht mehr so den Bezug zu der Geschichte und vieles las sich abgehackt und mehr Seiten, mehr Zeit, weniger Hektik hätte der doch gut getan. 


Das Drama um ihre Zwillingsschwester und den Geschäftspartner war zeitweilig albern und wirkte auf mich aufgesetzt. Mir war es an einigen Stellen zu viel und zu überdramatisiert. Toll fand ich aber die Gespräche zwischen Felix und Deniz, die mich echt zum Lachen brachten.


Die Charaktere überzeugten mich leider auch nicht so wirklich. Anfangs gefielen sie mir noch ganz gut, aber vor allem Lila, Alex und Lana wirkten mitunter schwierig. Felix mochte ich an sich gerne, aber ich fand keinen Draht zu ihm.


Vor Lila hatte ich anfangs großen Respekt. Sie war mit ihrer besten Freundin selbstständig und liebte ihren Job und war mit sich und ihrem Single Leben zufrieden. Daher konnte ich es auch nicht so ganz verstehen, warum sie auch nicht dazu stand, sondern den Sticheleien ihrer Tante Gerda so nachgab. Auf der einen Seite konnte ich es schon verstehen, aber irgendwie auch nicht. Vor allem fand ich es nicht toll, dass sie sich selber so einen Druck machte und verzweifelt einen Freund suchte, nur um Ruhe vor ihrer Familie zu haben. Sie ist recht oberflächlich, trinkt zu viel und hat eine ungesunde Fixierung auf Zähne. Optik spielt bei mir auch eine Rolle, das will ich nicht bestreiten, aber die ständigen Bemerkungen über Zähne und das Aussehen fand ich nicht toll. Zum Ende hin war sie mir zu anstrengend und dieses hin und her nervte. Ich fragte mich, was sie wirklich wollte und warum so auf Krampf einen Partner suchte, nur um vor ihrer Familie gut dar zustehen. Klar, der Klappentext machte es schon deutlich, aber mir wurde es zu viel darauf fixiert.


Alex und Max fand ich eher unsympathisch und vor allem bei Alex lief mir eher ein unangenehmer Schauer über den Rücken. Er war großspurig und fand sich selber recht unwiderstehlich. Da war ich mit Lilas Vater definitiv einer Meinung. Bei Max dachte ich zuerst, dass er eine größere Rolle spielen würde, aber da war er auch schon Geschichte und ich hätte ihn hier absolut nicht gebraucht.


Felix mochte ich an sich schon gerne, aber mir blieb er einfach zu blass und außer, dass er mit Leib und Seele Autor ist, keinen Döner essen kann, ohne eine Sauerei zu veranstalten und Geschwister hat, weiß ich jetzt ehrlich gesagt auch nichts mehr über ihn. Allerdings gefiel es mir, dass er Lila bei dem Streit mit ihrer Schwester zu Seite steht und die Situation gut überblickt.


Meine Highlights waren aber definitiv der Vater von Lila und Lana, der mir mit seiner ruhigen, fast schon zu gelassenen Art und seinen Sprüchen mir sehr sympathisch war und Tante Gerda, die ich so unmöglich, aber auch schon wieder zu herrlich fand. Das Verhalten von Lilas Mutter dagegen stoß mir manchmal etwas sauer auf, auch wenn ich ihre Beweggründe schon verstehen konnte.


Der Schreibstil sagte mir nicht immer zu und zum Ende hin fand ich ihn anstrengend. Irgendwie war er zu chaotisch, sprang zu viel hin und her und blieb mir nicht im Gedächtnis. Aber den Humor fand ich wirklich klasse.


Fazit:


Eine Geschichte, die ich anfangs echt klasse fand und deren Humor ich liebte. Aber irgendwie war es mir zu chaotisch und ich konnte zu viele Charakteren keine Beziehung aufbauen, bzw. sie waren mir unsympathisch. Vor allem hätte ich es toll gefunden, wenn die Geschichte nicht den üblichen Weg genommen hätte. Von mir gibt es:


3 von 5 Sterne

Cover des Buches Das L in Frau steht für lustig (ISBN: 9783423352055)
seschats avatar

Rezension zu "Das L in Frau steht für lustig" von Julia Brandner

Frausein in 2023
seschatvor einem Jahr

Die österreichische Influencerin und Comedienne Julia Brandner lässt sich nicht gern von Männern in Schubladen stecken. Sie lebt ihr Leben, so wie es ihr und nicht der patriarchalischen Gesellschaft gefällt. Als überzeugte Feministin nimmt sie gleich Alice Schwarzer kein Blatt vor den Mund und beschwört die Vielfalt. Body Positivity und Authentizität sind ihre Themen. Verstaubte Rollenbilder waren gestern. Die Mitzwanzigerin berichtet in ihrem Buch von Männern, die ihr ungewollt, Tipps zum optimalen Frauenbild/Frausein gaben. Sie ist es leid, nur nach Äußerlichkeiten bewertet zu werden, was ich gut verstehen kann. Denn Frausein im 21. Jh. ist so viel mehr als. Es bedeutet vor allem Unabhängigkeit. Indem Julia Brandner gern das Gegenteil vom klischeebehafteten Frauenbild abgibt, provoziert sie die Männerwelt bewusst, um den ein oder anderen zum Nachdenken zu bewegen. Selbstbewusst und um keinen Kommentar verlegen, zeigt Brandner, dass Frauen sich nicht mehr verstellen müssen, um gesehen zu werden. Ihr selbstredender Buchtitel hat mich sofort angesprochen und an typische Männerkommentare à la  "Lach doch mal!" denken lassen. 

Cover des Buches Das L in Frau steht für lustig (ISBN: 9783423352055)
Olivia_Groves avatar

Rezension zu "Das L in Frau steht für lustig" von Julia Brandner

Eine persönliche Aufarbeitung & Spiegelbild unserer Gesellschaft
Olivia_Grovevor einem Jahr

"Wenn du als Frau auf sozialen Medien gesellschaftliche Strukturen anprangerst und noch dazu versuchst, dabei witzig zu sein, bist du gefährlich unterwegs." (S. 132)

Mit scharfer Zunge kritisiert die österreichische Comedienne Julia Brandner die gesellschaftlichen Erwartungen an junge Frauen und verdeutlicht humorvoll und intelligent, wie unsinnig und überflüssig diese oft sind. Dabei kreiert sie einen Feminismus 3.0, mit dem sich alle Geschlechter identifizieren können, ohne dabei zu verbissen wirken.

Diese klug beobachtete, dynamische Lektüre ist so scharf und spitz, dass sie fast wehtut. Gleichzeitig ist sie sehr persönlich, denn Julia macht sich so richtig Luft in ihrem Daily Struggle. Auch wenn das Buch für meinen persönlichen Geschmack etwas kürzer hätte ausfallen können, halte ich es dennoch für äußerst wichtig, dass die im Text aufgezeigten Ungerechtigkeiten und Unverschämtheiten so deutlich hervorgehoben werden.

So richtig mitreißen und aus der Reserve locken, konnte es mich insgesamt leider nicht wirklich. Klar, Humor ist Geschmackssache, nicht jeder findet alles gleich unterhaltsam und spritzig witzig. "Das L in Frau steht für lustig" ist für mich nicht nur eine persönliche Aufarbeitung von Julias Erfahrungen, sondern auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft  und daher eine Leseempfehlung wert.

"Frauen, die sich ihrer selbst und ihrer Fähigkeiten bewusst sind, haben es nicht nötig, andere Frauen kleinzumachen, denn sie wissen, dass die Schönheit oder das Talent einer anderen Frau ihre eigene Genialität nicht schmälert." (S. 15)

3,5 ☆

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Zusätzliche Informationen

Community-Statistik

in 25 Bibliotheken

auf 6 Merkzettel

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