Julia Claiborne Johnson Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning

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Inhaltsangabe zu „Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning“ von Julia Claiborne Johnson

Er kann tanzen wie Fred Astaire, er kleidet sich stets wie ein Gentleman, und er kokelt für sein Leben gern – Frank ist neun Jahre alt und anders als alle anderen … Die junge Alice wird nach Los Angeles geschickt, um der Bestsellerautorin Mimi Banning über eine schon seit Jahren währende Schreibblockade hinwegzuhelfen. Dort angekommen, muss sich Alice dann vor allem um Frank, den neunjährigen Sohn der Autorin, kümmern. Doch Frank ist anders als andere Kinder, und seine Welt funktioniert nach eigenen Regeln. Mit viel Herz und Humor und voller filmreifer Momente erzählt Johnson eine außergewöhnliche, grandios komische Familiengeschichte. Name: Julian Francis Banning, genannt Frank Alter: 9 Jahre, fast 10 Besondere Kennzeichen: Ist klüger als 99,7 Prozent der Bevölkerung. Darf auf keinen Fall angefasst werden. Ist stets gekleidet wie ein Gentleman. Schläft nicht. Besondere Interessen: Filmklassiker, Hausdurchsuchungen Bester Freund: ein ständig verschwundener Klavierlehrer Frank Banning ist klüger als der Großteil der Menschheit und verfügt über ein enzyklopädisches Wissen. Dennoch hat er in der Schule so seine Probleme, und das Leben mit ihm ist kein Zuckerschlecken für seine Mutter Mimi. Die Bestsellerautorin schafft es seit Jahren nicht, ihr zweites Buch abzuliefern. Um sie zu unterstützen wird ihr die junge Alice geschickt, die schon bald ahnt, was das Problem ist: Frank. Denn der Junge ist anders als andere Kinder, und in seiner Welt ticken die Uhren anders. Während Alice sich noch fragt, wie eigentlich der adonishafte Klavierlehrer Xander ins Bild passt, überschlagen sich die Ereignisse – bis so einiges in Flammen aufgeht und jeder von ihnen seine Geheimnisse preisgeben muss. Die unglaublich komische und herzzerreißende Geschichte einer ganz besonderen Familie. “Ein großer Spaß – lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Show.” New York Times Book Review „Johnsons Figuren sind so bezaubernd, durchgeknallt und wagemutig, dass man nach der letzten Seite gleich wieder von vorn anfangen müsste.“ Library Journal

Eine herzerwärmende, humorvolle Geschichte mit einem außergewöhnlichen Protagonisten. Leichte Lektüre, die dennoch zum Nachdenken anregt!

— Schmoekermaedchen
Schmoekermaedchen

Gutes Buch, vollgepackt mit zahlreichem Wissen, aber ich hätte mir schon noch einen Epilog gewünscht.

— Sandra_Lessig
Sandra_Lessig

Wunderbares Buch mit berührenden Momenten, die zeigen, wie sehr ein Kind seine Mutter braucht.

— AliceInWonderland
AliceInWonderland

Ein feinfühliges Buch über ein ganz besonderes Kind

— alexfischt
alexfischt

Geniale Geschichte, lienswerte Charaktere!

— ChristinaB
ChristinaB

Anfangs ganz nett zu Lesen, aber einen richtigen Clou gab es nicht. Es war so plötzlich zu Ende und ich habe immer noch keinen Sinn erkannt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Unterhaltsam und gut geschrieben, interessante Charaktere. Trotzdem keine ganz runde Sache.

— PolarBear
PolarBear

Warmherzig und liebenswert, aber zum großen Wurf reicht es nicht ganz.

— Bibliomarie
Bibliomarie

4,5 Sterne für den liebenswerten Frank. Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen - lohnt sich!!!

— Isaopera
Isaopera

Einblicke in das sehr spezielle Leben mit einem Authisten. mit Humor und Gefühl geschrieben, aber der letzte Pfiff hat mir gefehlt.

— calimero8169
calimero8169

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  • Ein Gentleman, wie er im Buche steht und eine herzerwärmende Geschichte!

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Schmoekermaedchen

    Schmoekermaedchen

    17. September 2017 um 14:50

    Julian Francis Banning ist der Inbegriff eines Gentlemans und Neurotikers im Taschenformat. Sein Verhalten, die Art wie er spricht, sein extravaganter Kleidungsstil; das alles macht ihn zu einem ganz besonderen, aber auch sehr anstrengenden Kind.Wir erleben seine unglaubliche Welt aus Sicht der Protagonistin Alice, die mir schnell sympathisch wurde. Bei ihren anfänglichen Schwierigkeiten mit Frank und seiner herrischen Mutter litt ich regelrecht mit und konnte ihre Überforderung gut nachvollziehen.Umso mehr Spaß macht es, die Freundschaft zwischen ihr und dem Jungen wachsen zu sehen. Sein Charme erweicht nicht nur das Herz der jungen Alice im Flug, sondern auch das des Lesers. Besonders die Hänseleien der Klassenkameraden und Franks Probleme in der Schule gingen mir sehr zu Herzen. Die eindeutig autistischen Züge des Jungen boten für mich einen interessanten Einblick in dieses Thema. Da ich mich zuvor nie mit der Krankheit Autismus auseinandergesetzt habe, bekam ich durch das Lesen des Buches vielleicht eine Ahnung davon, wie schwierig es oft für Eltern eines autistischen Kindes sein muss.»Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning« ist eine herzerwärmende Geschichte über Freundschaft, Vetrauen und die besonderen Menschen unserer Gesellschaft. Sie regt - trotz ihrer humorvollen, unterhaltenden Art - zum Nachdenken an. Es gibt keinen echten Spannungsbogen oder eine geradlinige Handlung, doch Franks trockener Humor und sein unerschöpflicher Wissensschatz - den er zu jeder Gelegenheit preisgibt - sorgen für Unterhaltung. Die zahlreichen Zitate aus Szenen alter, amerikanischer Hollywood-Klassiker bringen sicherlich die Cineasten unter den Lesern noch mehr zum Schmunzeln als mich - ich kenne mich auf diesem Gebiet leider nicht gut genug aus, als dass ich alle Anspielungen hätte verstehen können :-)Durch den flüssigen Schreibstil fliegt der Leser regelrecht dem Ende entgegen, welches dann noch eine überraschende Wendung bringt.Es ist ein Buch, das keinen Preis für eine besondere Geschichtsentwicklung oder die Vielschichtigkeit der Charaktere gewinnt. Dennoch hatte ich viel Spaß dabei, in Franks magische und mit Filmzitaten gespickte Welt einzutauchen.

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  • Rezension - "Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning" von Julia Claiborne Johnson

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Sandra_Lessig

    Sandra_Lessig

    29. August 2017 um 19:08

    Informationen zum Buch: - Titel: Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning- Autor: Julia Claiborne Johnson- Seiten: 416- Verlag: Aufbau Taschenbuch - Reihe: /  - Ersterscheinung: 2016 (in Deutschland)  - ISBN: 9783746632667- Format: Taschenbuch - Preis: 12,99 € - Originaltitel: Be Frank with me- Sprache: auf Deutsch gelesen  - Genre: Roman- Altersfreigabe: /   Die Autorin: Julia Claiborne Johnson schrieb als Journalistin für große Frauenmagazine. Heute lebt sie mit ihrem Mann, einem TV-Comedy-Autor, und ihren zwei Kindern in Los Angeles. Als ihr Sohn, der sich noch nie in seinem Leben so benommen hat wie andere Kinder, wieder einmal völlig verbeult aus der Schule zurückkam, begann sie diesen Roman zu schreiben. Die ersten Sätze:  Weil der Mercedes-Kombi in dem Feuer explodiert war, fuhren Frank und ich mit dem Bus zum Krankenhaus. Auf meinen Hinweis, dass wir mit dem Taxi in nicht einmal der Hälfte der Zeit dort sein könnten, antwortete er: »Taxi fahre ich nur mit meiner Mutter. Und du, Alice, bist nicht meine Mutter.« Das war unbestreitbar eine Tatsache. Und hatte der Kleine sich an einer solchen Tatsache erst einmal festgebissen, war es sinnlos, ihm mit praktischen Argumenten zu kommen. »Also gut«, sagte ich. »Nehmen wir den Bus.« Nicht lange nachdem wir den Bus bestiegen hatten, sagte Frank: »Die Leute starren mich an.« »Na und? Du bist eben schön anzusehen.« Auch das war eine Tatsache. Frank hatte das engelsgleiche Aussehen, das Jungen in seinem Alter manchmal zu eigen ist: die Haut rosig, hell und glatt, übergroße dunkle Augen mit absurd langen Wimpern, die Nase mit Sommersprossen übersät. Er war ein Rotschopf, hatte aber nicht jene aberwitzig orangefarbene krause Matte, die Kindern im Alter von vier Jahren einen Auftritt im Werbefernsehen beschert und dann, sobald sie zu blassgesichtigen, pummeligen Elfjährigen herangewachsen sind, für ihre Ächtung sorgt. Franks Haar war von einem Irish-Setter-Kastanienrot, wie man es im echten Leben so gut wie nie zu sehen bekommt. Glänzend und kräftig, fiel es mit so lässigem Schwung in seine Stirn, dass man am Rande der Szene einen Stylisten vermutete, der den stets perfekten Sitz überwachte. Die Casting-Agenten zu Technicolor-Zeiten wären verrückt nach ihm gewesen. Was jedoch die anderen Fahrgäste in seinen Bann zog, war nicht Franks Aussehen, nicht an einem Ort wie Hollywood, wo hinreißende Kinder so normal sind, dass man sie sogar in Stadtbussen sieht. Nein, was die Leute zum Starren brachte, war sein Look. Bevor wir an jenem Morgen das Haus verlie- ßen, hatte er sein Haar hartversiegelt wie ein kleiner Rudolph Valentino, und er trug ein Hemd mit Vatermörder, eine weiße Fliege und Weste, einen Frack, passende Hosen und Gamaschen. Außerdem einen Zylinder, den er auf der Fahrt zum Krankenhaus auf den Knien balancierte, nachdem er unserem Busfahrer, der diesen bewundernd musterte, erklärt hatte: »Ein Gentleman legt seinen Hut ab, sobald er einen Raum betritt.« Ich war die einzige Person im Bus, die verstand, welch großes Opfer er brachte, indem er den Zylinder nicht auf dem Kopf trug. Draußen in der Welt musste Frank zu hundert Prozent zugeknöpft sein, verschnürt und behelmt, auch bei vierzig Grad im Schatten. Der Jahreszeit unangemessen würden Vernunftbesessene diese Art, sich zu kleiden, wohl nennen, Modebewusste dagegen sprechen von Style. »Alice, könntest du dafür sorgen, dass die Leute, die mich anstarren, aufhören, mich anzustarren?« »Das kann ich nicht«, sagte ich. »Schließ die Augen, dann siehst du sie nicht.« Er befolgte meinen Vorschlag und lehnte den Kopf an meine Schulter. Beinahe hätte ich den Arm um ihn gelegt, aber ich konnte mich noch rechtzeitig bremsen. Ein Hauch von Feuergeruch stieg mir in die Nase, vielleicht auch ein wenig Schwefel. Normalerweise duftete Frank nach einer Mischung aus Lavendel, Rosmarin und Jungsschweiß, und daher nahm ich an, dass Rauchschwaden bis in seine Kleiderkammer vorgedrungen waren, wenngleich sie selbst vom Feuer verschont geblieben war. Ich würde seine gesamte Garderobe in die Reinigung bringen müssen. Ich würde einen Leihtransporter brauchen. »Sie starren nur, weil du das einzige Kind im Bus bist, das einen Frack trägt«, fügte ich hinzu. »Ich habe mich für den Wrack entschieden, weil ich mich genau so fühle. Ich bin in Trauer«, sagte er. Er richtete sich auf und drehte mir das Gesicht zu, wobei er seine Augen geschlossen hielt. »Deine Mutter wird wieder gesund«, sagte ich. Ich hoffte, dass das keine Lüge war. »Fürs Protokoll, dein Anzug wird F-r-a-c-k buchstabiert, nicht W-r-a-c-k.« »Rechtschreibung liegt mir nicht.« »Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen.« »Ich glaube, Albert Einstein war auch nicht gut in Rechtschreibung«, sagte Frank und lehnte sich wieder an mich. »Seine Rechtschreibung war schlecht, seine Handschrift grauenhaft. Trotz dieser Unzulänglichkeiten hat Albert Einstein jedoch 1921 den Nobelpreis für Physik gewonnen. Glaubst du, Einsteins Mutter scherte sich um seine Rechtschreibung und Handschrift?« »Wahrscheinlich«, sagte ich. »Mütter sind so. Sie müssen sich mit solchen Banalitäten herumplagen, meinst du nicht?« Als Frank nicht antwortete, wurde mir klar, dass er eingeschlafen war, worüber ich froh war. Die Fahrt würde lange dauern, und er schlief so gut wie nie. Er musste total erschöpft sein. Ich jedenfalls war es. Was es nicht gerade leichter machen würde, mit dem umzugehen, was uns im Krankenhaus erwartete. Man hatte Franks Mutter nach dem Brand für drei Tage zur psychiatrischen Beobachtung dabehalten. Die Buchrückseite: Er kann tanzen wie Fred Astaire, er kleidet sich stets wie ein Gentleman, und er kokelt für sein Leben gern – Frank ist neun Jahre alt und anders als alle anderen …Die junge Alice wird nach Los Angeles geschickt, um der Bestsellerautorin Mimi Banning über eine schon seit Jahren währende Schreibblockade hinwegzuhelfen. Dort angekommen, muss sich Alice dann vor allem um Frank, den neunjährigen Sohn der Autorin, kümmern. Doch Frank ist anders als andere Kinder, und seine Welt funktioniert nach eigenen Regeln. Inhalt: Frank Banning ist ein wahrhaft unglaublicher Junge. Er trägt gerne Frack, er legt Wert auf korrekte Manieren und ist ein kleiner Gentleman, doch er legt auch großen Wert auf bestimmte Regeln im Umgang mit ihm. So darf man ihn nur anfassen, wenn er das erlaubt und es gibt unheimlich viele Dinge, die man beachten muss, wenn man Zeit mit ihm verbringt. Diese Erfahrung muß auch Alice machen, die nach L.A. geschickt wird, um Franks Mutter, die einstige Bestsellerautorin Mimi Banning, beim Lektorat ihres neuen Buches zu unterstützen. Mimi schrieb vor vielen Jahren DEN Bestseller ihrer Generation, doch danach wurde es ruhig um sie. Doch nun muss sie aus finanzieller Not heraus "nachlegen". Alice's eigentlicher Job ist es, ihr den Rücken freizuhalten und ihr Manuskript zu lektorieren, doch sie bekommt nicht eine Seite des geheimnisvollen Buches zu Gesicht und der Alltag mit dem besonderen Kind Frank kostet sie all ihre Zeit (und auch so manche Nerven). Dabei kommt Frank sehr skurril, aber ungemein liebenswert rüber. Es ist allerdings kein Wunder, dass er allein durch seine Kleidung schon in der Schule auffällt und keine Freunde findet. Meine Meinung: Eigentlich eine schöne Geschichte und mal was anderes, aber es gab keinen Epilog, der hier meiner Meinung nach angebracht gewesen wäre. Fazit: Ursprünglich wollte ich dem Buch 5 Sterne geben, aber wegen des nicht vorhandenen Epilog bekommt das Buch von mir "nur" 4 Sterne.

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  • Über ein nicht der Norm entsprechendes Kind

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    uli123

    uli123

    15. August 2017 um 17:13

    Zwar empfand ich es als etwas anstrengend, dieses Buch zu lesen, was vor allem an seinem anstrengenden Protagonisten Frank gelegen hat. Doch war es durchaus ein besonderes Leseerlebnis, über Franks Besonderheiten zu lesen. Der erst Neunjährige unterscheidet sich so gänzlich von seinen Altersgenossen – er ist ein wandelndes Lexikon, liebt alte Filme und kennt sich bestens mit ihnen aus, kleidet sich am liebsten in Nadelstreifenanzug und Zylinder. Sich um ihn zu kümmern und der Mutter den Rücken freizuhalten, damit diese sich mehr als 20 Jahre nach Erscheinen eines erfolgreichen Bestsellers endlich dem Schreiben eines zweiten Werks widmen kann, wird der jungen Alice durch den Verlegers aufgegeben. Für sie ist es ein hartes Stück Arbeit, die Zuneigung von Frank zu erlangen, und auch die seiner Mutter, die sie nicht gerade mit Kusshand aufnimmt. Wer wie ich Familiengeschichten rund um problematische Familien mag, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Der Protagonist Frank ist vermutlich Autist und diese Krankheitsform wird recht liebevoll ausgeleuchtet. Eine gewisse Affinität zu alten amerikanischen Filmen ist nützlich. Denn viele der in Bezug genommenen Filme mit von Frank detailliert beschriebenen Filmszenen und Schauspielern sagen einem ansonsten wenig.

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  • Im Bann Frank Bannings

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    alexfischt

    alexfischt

    02. May 2017 um 16:38

    Die Autorin Mimi Banning hat mit nur einem grandiosen Bestseller die Welt bewegt. Ihr Buch ist mittlerweile Schullektüre und gehört in jedes Bücherregal. Schade nur, dass ihr die Vollendung eines zweiten Buches nicht gelungen ist. Nach zwanzig Jahren muss das neue Werk endlich her, aus finanziellen Gründen. Denn der Sohn Frank ist mit seinen Zündeleien und sonderlichen Verkleidungen ganz schön kostspielig. Nicht nur diese beiden Merkmale sind untypisch für einen Neunjährigen: Franks Sprache, sein Verhalten und auch sein Innenleben unterscheiden sich drastisch von dem der anderen Kinder.Franks Person lernen wir aus der Sicht von Alice Whitley kennen, die vom Verleger unter dem Vorwand geschickt wurde, ein Auge auf Frank zu werfen. Eigentlich soll sie aber ein Auge auf Mimi werfen und berichten, wie die Schriftstellerin vorankommt.Trotzdem verbringt Alice den Tag mit Frank und taucht in seine magische Welt ein. Das kann faszinierend, aber manchmal auch ziemlich anstrengend sein.„Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning“ ist der Debütroman von Julia Claiborne Johnson und hält, was er verspricht: Franks Magie nimmt überhand und öffnet jedes Herz. Dieses Buch hat das besondere Etwas und ich habe es in kurzer Zeit verschlungen. Nun lese ich auf langen Autofahrten daraus vor, zur Freude der ganzen Familie.Der Junge, mit eindeutig autistischen Zügen, hat mich sehr berührt. Die Details der Geschichte stellen den Umgang mit solchen Kindern in Frage: Als Frank von den anderen Kindern abgestoßen zum Opfer wird, bekommt er von den Lehrern einen Dresscode vorgeschrieben, um nicht „unangenehm aufzufallen“. Ein Buch für Kinder, Eltern und Feinfühlige, die eine Diskrepanz zur Außenwelt nicht automatisch negativ bewerten.

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  • Interessanter Anfang

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Wichella

    Wichella

    26. February 2017 um 23:44

    Klappentext Er kann tanzen wie Fred Astaire, er kleidet sich stets wie ein Gentleman, und er kokelt für sein Leben gern - Frank ist neun Jahre alt und anders als alle anderen ... Die junge Alice wird nach Los Angeles geschickt, um derals  Bestsellerautorin Mimi Banning über eine schon seit Jahren währende Schreibblockade hinwegzuhelfen. Dort angekommen, muss sich Alice dann vor allem um Frank, den neunjährigen Sohn der Autorin, kümmern. Doch Frank ist anders als andere Kinder, und seine Welt funktioniert nach eigenen Regeln. Mit viel Herz und Humor und voller filmreifer Momente erzählt Johnson eine außergewöhnliche, grandios komische Familiengeschichte. Oò große Manko dabei ist, es geschieht nichts. Es gibt kaum Handlung. Am Anfang, wo dem Leser noch alles neu ist und man vor allem Frank kennenlernt, ist das noch interessant. Aber irgendwann reicht das nicht mehr. Inhalt Alice bekommt von dem Verlag wo sie arbeitet, den Auftrag, sich der Bestsellerautorin Mimi Banning unterstützend anzunehmen. Diese schreibt nach Jahren ihres ersten Erfolges endlich wieder an einem Buch, kommt aber nicht vorran. Grund ist ihr Sohn, der besonders viel Aufmerksamkeit und Fürsorge benötigt. Ohne dass in der Geschichte eine Diagnose genannt wird, ahnt man schnell, um welche Problematik es bei Frank geht. Frank lernt man schnell kennen und lieben. Sein Verhalten ist besonders und die Geschehnisse die daraus folgen, werden durchgängig gut geschildert. Man leidet, freut und fiebert mit ihm mit. Es gibt im Prinzip nur 4 Personen in diesem Buch, Frank, seine Mutter, ein geheimnisvoller Klavierlehrer und Alice. Nur vereinzelt begegnet man Außenstehenden Kontakten, wie z. B. Lehrern an Franks Schule. Meinung Außer Frank sind für mich die Protagonisten eher unglaubwürdig geschildert. Die Mutter, die sich während der Anwesenheit von Alice kaum um ihren Sohn kümmert .Alice, die als junge Frau abgeschottet von privaten Kontakten, über Monate in diesem Haushalt lebt und von Franks Mutter höchstens als Dienstbotin wahrgenommen wird. Der Klavierlehrer, der gelegentlich eine seltsame Rolle spielt. Auch wenn Alice sehr sympathisch rüber kommt, kann ich doch nicht wirklich viel mit all dem anfangen. Das große Manko dabei ist, es geschieht nichts. Es gibt kaum Handlung. Am Anfang, wo dem Leser noch alles neu ist und man vor allem Frank kennenlernt, ist das noch interessant. Aber irgendwann reicht das nicht mehr. Eine kleine Überraschung am Schluß macht das alles auch nicht mehr wett. Es fehlen Pepp und auch Logik bei diesem Buch. Von mir gibt es 3 Sterne dafür. 

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  • ein schöne Idee,guter Schreibstil aber irgendetwas fehlte

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Ayda

    Ayda

    22. January 2017 um 19:52

    Bewertet mit 3,5 Sternen:) Klappentext: Frank Banning ist klüger als der Großteil der Menschheit und verfügt über ein enzyklopädisches Wissen. Dennoch hat er in der Schule so seine Probleme, und das Leben mit ihm ist kein Zuckerschlecken für seine Mutter Mimi. Die Bestsellerautorin schafft es seit Jahren nicht, ihr zweites Buch abzuliefern. Um sie zu unterstützen wird ihr die junge Alice geschickt, die schon bald ahnt, was das Problem ist: Frank. Denn der Junge ist anders als andere Kinder, und in seiner Welt ticken die Uhren anders. Während Alice sich noch fragt, wie eigentlich der adonishafte Klavierlehrer Xander ins Bild passt, überschlagen sich die Ereignisse – bis so einiges in Flammen aufgeht und jeder von ihnen seine Geheimnisse preisgeben muss. Die unglaublich komische und herzzerreißende Geschichte einer ganz besonderen Familie. Meine Meinung: Die Kurzbeschreibung hatte mich sofort angesprochen,da ich außergewöhnliche Chraktere und das Thema um Autismus sehr interessant finde. Ich kam auch gut in die Geschichte,der Schreibstil ist flüssig. Alice ist eine sehr sympathische junge Frau und Frank ist ganz eindeutig ganz besonders und anders als andere Kinder in seinem Alter,vor allem ist er sehr emotional und haut auch mal den ein oder anderen Spruch raus man hat ihn sehr schnell lieb. Mit seiner Mutter wurde ich nicht so warm. Durch die Ich Erzählweise von Alice hatte die Geschichte etwas persönliches und ich konnte die Dinge aus ihrer perspektive beobachteten. Neben emotionalen und nachdenlichen Momenten gab es auch viele humorvolle Szenen. Trotzdem bin ich bei dem Buch etwas hin und her gerissen,es war gut aber irgendetwas hat gefehlt und konnte mich nicht ganz packen,deshalb musste ich auch immer wieder pausieren. Insgesamt ein mittelmäßiger Roman,der mich nicht ganz packen konnte aber ein sehr interessantes Thema behandelt und eine Lektüre für Leser ist ,die sich für das Thema interessieren. Von mir 3,5 Sterne...

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  • Gut geschriebener Roman mit kleinen Abzügen

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    PolarBear

    PolarBear

    22. January 2017 um 13:55

    Schreibstil und Charaktere dieses Buches gefallen mir wirklich gut und die ersten Kapitel haben richtig Spaß gemacht. Franks Eigenarten und seine Interaktionen mit Alice sind wirklich unterhaltsam, weil man zunächst noch viele kleine Überraschungsmomente erlebt.Am Ende fehlt mir aber etwas. Wer Frank ist, wie er lebt und denkt, das wissen wir irgendwann und ich hätte mich gefreut, auch mehr über die anderen Figuren sowie über Mimis Buch zu erfahren. Stattdessen dreht sich alles hauptsächlich um Frank und auch die Handlung bleibt ein bisschen auf der Strecke, wodurch meiner Meinung nach ein paar Längen entstanden sind. Fazit: Wer skurrile Charaktere mag und nicht zu viel Spannung braucht, könnte Freude an dem Buch haben. :)

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  • Eine liebevoll erzählte familiäre Geschichte

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Girdie

    Girdie

    15. December 2016 um 20:53

    „Willkommen in der unglaublichen Welt des Frank Banning“ ist Alice Whitley im gleichnamigen Buch von Julia Claiborne Johnson. Sie ist 24, hat einen Collegeabschluss in Buchhaltung und bildender Kunst, ist technisch versiert und hat sich mit diversen Jobs weitere Fähigkeiten erworben, unter anderem hat sie an einer Privatschule unterrichtet. Als Leser lernte ich sie an der Seite der Titelfigur im Prolog des Romans während einer Fahrt mit dem Bus kennen. Bereits in diesem kurzen Abschnitt beschreibt die Autorin einige der Eigenheiten von Julian Francis, kurz Frank genannt und machte mir auf diese Weise Lust darauf, den 9-jährigen Jungen näher kennenzulernen. Gemeinsam mit Alice ist er auf dem Weg zum Krankenhaus um seine Mutter, die berühmte Schriftstellerein M.M.Banning, zu besuchen. Sie wurde dort zur psychiatrischen Beobachtung eingeliefert kurz nachdem es in ihrem Haus gebrannt hatte. Dieses tragische Ereignis wird auf dem Cover des Buchs in leichter Form umgesetzt. Doch Frank ist nicht der typische Skateboarder wie er auf der Rückseite zu finden ist, doch dazu später mehr.Nur ein einziges Buch hat Mimi unter ihrem Pseudonym M.M. Banning bisher geschrieben und veröffentlicht. Damit sie ihr Leben und das von Frank weiterhin finanzieren kann ist es notwendig, dass sie endlich einen zweiten Roman schreibt. Ihr Verleger unterstützt sie dabei, indem er ihr seine eigene rechte Hand Alice als Hilfe für Sekretariatsarbeiten aber auch zur Haushaltsführung und Betreuung ihres Sohnes schickt. Rasch merkt Alice, dass Frank nicht so ist wie andere Kinder seines Alters. Er hasst T-Shirts und Jeans und kleidet sich stattdessen in Stoffhosen, Sakkos und Anzügen nach der Mode entsprechender Filmstars. Immer wieder ist die Rede von Filmen, von denen mir einige bekannt waren. Nach meinem Geschmack hat die Autorin diesem Thema einen zu großen Raum gegeben. Für das Zusammenleben mit Frank hat er eigene Regeln aufgestellt. Er darf nicht ohne vorherige Genehmigung von ihm angefasst werden. Das Gleiche gilt für Dinge die ihm gehören. Doch manches Mal wirkt er so schutzbedürftig, dass seine Regeln nicht einfach einzuhalten sind.Alice ist die Ich-Erzählerin des Romans. Bisher lebte sie in einer kleinen, spärlich eingerichteten Wohnung in Brooklyn. Das Haus von Mimi und die Umgebung von Los Angeles bieten ihr eine nie gekannte Freizügigkeit. Doch sowohl Mimi wie auch Frank stehen ihr zunächst zurückhaltend gegenüber. Auf Mimi lastet der Druck, ein Buch möglichst bald fertig zu schreiben und Frank zeigt Anzeichen dafür, dass er seine Mutter vermisst, während sie sich zum Schreiben in ihr Arbeitszimmer zurückzieht. Insgesamt erschien Mimi mir sehr kühl im Auftreten und sie ist mit der Erziehung ihres Sohnes und dem gleichzeitigen Schreiben eines Buchs völlig überfordert. Alice fällt es daher schwer, deren Vertrauen zu gewinnen und die abneigende Haltung der beiden aufzubrechen. Mimi und Frank leben zurückgezogen in ihrem Haus, das von einer Mauer umgeben ist und Frank ist Mimis einziger Lebenssinn. Sie unterstützt die Exzentrik ihres Sohns unter anderem damit, dass sie ihm die gewünschte Kleidung kauft und die Einhaltung seiner Regeln unterstützt. Sie agiert in dem guten Glauben Frank dadurch ein schönes Leben zu gestalten. Warum sie so handelt wird deutlicher als sie Alice von ihrer eigenen Kindheit und Jugend erzählt. Frank konnte mit der Zeit meine Sympathie erlangen, denn er erscheint zwar manchmal neunmalklug, aber er kann genauso charmant auf seine ganz eigene Art sein. Er ist ein guter Beobachter. Seine auffällige Kleidung wirkt auf seine Mitschüler befremdend, so dass dies sicher mit ein Grund ist, dass er keinen Freund hat. Frank liebt enge Räumlichkeiten, eventuell weil sie ihm Schutz bieten vor erstaunten Blicken von anderen. Durch die faktische Betrachtungsweise von Frank und der Art wie er diese Fakten wieder gibt kommt es zu zahlreichen Situationen mit, aus seiner Sicht, ungewolltem Humor. Bewusst verzichtet Julia Claiborne Johnson Franks offensichtliche Störung zu benennen. Dadurch unterbleibt eine automatische Stigmatisierung und er hat die Möglichkeit zwar seine Eigenheiten auszuleben, aber sich dennoch ohne Einschränkungen seinen zukünftigen Platz im Leben zu sichern. Der Roman zeigt auf eindrückliche Weise, dass bereits Kinder sehr verschiedenartig sind, wir Individualität akzeptieren sollten und durch diesen Prozess auch lernen können, sie wert zu schätzen. Zum Schluss erwartete mich als Leser noch eine überraschende Wendung. Frank konnte dadurch nochmals ein paar Sympathiepunkte bei mir hinzugewinnen. Gerne empfehle ich diese liebevolle, familiäre Geschichte weiter.

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  • Unglaublich Toll!

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Dinah93

    Dinah93

    14. December 2016 um 16:03

    Klappentext:Er kann tanzen wie Fred Astaire, er kleidet sich stets wie ein Gentleman, und er kokelt für sein Leben gern – Frank ist neun Jahre alt und anders als alle anderen …Die junge Alice wird nach Los Angeles geschickt, um der Bestsellerautorin Mimi Banning über eine schon seit Jahren währende Schreibblockade hinwegzuhelfen. Dort angekommen, muss sich Alice dann vor allem um Frank, den neunjährigen Sohn der Autorin, kümmern. Doch Frank ist anders als andere Kinder, und seine Welt funktioniert nach eigenen Regeln. Mit viel Herz und Humor und voller filmreifer Momente erzählt Johnson eine außergewöhnliche, grandios komische Familiengeschichte.Inhalt:In dieser kleinen Familiengeschichte geht es um die berühmteste Eremiten, die die Literatur zu bieten hat. M.M.Banning Mitte 50,wohnt mit ihrem 9 Jahre alten Sohn Frank in Bel Air in einem „Glashaus“. M.M.Banning arbeitet an ihrem zweiten Roman, nur kommt sie leider durch ihren Sohn Frank nicht dazu es überhaupt zu beginnen. Frank ist ein kleiner sonderbarer Junge. Er tobt gerne alleine im Garten, spricht als würde er von einem Telepromoter ablesen, er schaut und hört gerne alte Musik/ Filme und erinnert einen an einen gut gekleideten Oliver Twist. Durch seine besondere Art ist es nicht immer leicht für seine Mutter alles unter einen Hut zu bekommen, deswegen beschließt sie sich Hilfe ins Haus zu holen. Mr.Vargas ein bekannter und guter Freund von M.M. Banning möchte ihr helfen und schickt Alice Whitley, 24 Jahre und Mitarbeiterin von ihm zu ihr, damit sie M.M.Banning bei ihrem zweiten Roman unterstützen kann. Einige Tage später steht die junge Alice vor dem riesigen „Glashaus“ der Familie Banning, und ist schon ganz gespannt auf die bekannte Autorin. Das erste was Alice verinnerlichen muss sind 2 Regeln : 1. greife niemals Franks Sachen an und 2. greif niemals Frank an. Wie diese sehr humorvolle Geschichte seinen lauf nimmt müsst ihr schon selbst lesen. ;) Meinen Meinung:Das Buch wird aus der Sicht von Alice geschrieben und durch den einfachen Schreibstiel liest es sich flott von der Hand. Mir hat das Buch von Anfang bis Ende total gefallen, besonders Frank habe ich durch seine Art sehr ins Herz geschlossen. Wer mal eine komplett andere Familiengeschichte lesen möchte und Humor mag ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Mich hat es rund um begeistert. Ich gebe 5 von 5 Sterne.

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  • Die Welt durch Franks Augen

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Kaito

    Kaito

    11. December 2016 um 15:35

    Frank ist neun Jahre alt (fast zehn) und anders als andere … Die junge Alice wird nach Los Angeles geschickt, um der Bestsellerautorin Mimi Banning über eine schon Jahre währende Schreibblockade hinwegzuhelfen. Dort angekommen, muss sich Alice dann aber vor allem um Frank, den neunjährigen Sohn der Autorin, kümmern... Die Protagonistin Alice hat im Verlauf des Buches nicht nur mit den Eigenheiten ihres unfreiwilligen Schützlings, sondern auch mit der schlechten Laune seiner Mutter und dem undurchsichtigen Klavierlehrer Xander zu kämpfen. Man merkt dabei, dass der Autorin sich ausführlich mit ihren Figuren beschäftigt hat und viele Mühe in ihre Entwicklung gesteckt hat. Frank ist in jeder Beziehung besonders - besonders intelligent, besonders sensibel, besonders ehrlich und vor allem besonders gekleidet. Er zeigt deutliche Anzeichen von Autismus. Wobei dies eher durch besondere Talente auf speziellen Gebieten dargestellt wird und nicht durch irgendwelche Einschränkungen. Alice dagegen schwankt immer wieder zwischen Resignation und Selbstüberschätzung. In Verbindung mit Frank und seiner wankelmütigen Mutter sorgt das für dramatische und nachdenkliche aber auch für allerleid witzige Momente. Der Verlauf der Story ist in weiten Teilen sehr ruhig, so dass man sich auf die Beziehungen der Figuren konzentrieren kann. Jeder von ihnen hat sein ganz eigenes Päckchen zu tragen, welches den Umgang miteinander beeinflusst. Das schlägt sich auch im Sprachstil nieder. Sind die Unterhaltungen zwischen Mimi und Alice eher unterkühlt, so sind die Gespräche mit Frank sehr unterhaltsam und manchmal sogar extrem lustig. Dieses Buch zählt eher nicht zu meiner alltäglichen Lektüre. Es hat mir aber besonders viel Spaß gemacht Franks Alltag zu verfolgen. Und manchmal habe ich auch einige meiner eigenen Macken und Besonderheiten in dem kleinen Gentleman widergefunden. Das Buch macht großen Spaß, regt aber auch zum Nachdenken an. Ich kann es sehr empfehlen!

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  • Frank und wie er die Welt sieht

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    06. December 2016 um 12:27

    Frank Banning ist wirklich ein besonderes Kind. Das muss Alice recht schnell feststellen, als sie ihn kennenlernt.Eigentlich sollte sie sich um das Manuskript von Mimi Banning kümmern, einer Kultautorin, die nach ihrem Erstling nie wieder etwas veröffentlichte. Aber nun ist ein neues Buch in Sicht und der Lektor schickt seine Assistentin nach Los Angeles. Aber Mimi braucht niemand für sich, sie braucht jemand für Frank. Ihr charmantes, liebenswertes und so anstrengendes Kind. Frank liebt alte Filme, elegante Kleidung – er bevorzugt Frack und Weste – und verfügt über ein enzyklopädisches Wissen, ganz besonders was die Glanzzeit Hollywoods angeht, an der er auch seine Kleidung anlehnt.  Glücklich ist er, wenn alles nach seinen Regeln und seinen gewohnten Bahnen verläuft. Kein Wunder, dass Schule für Frank zur Hölle wird. Alice findet Zugang zu Frank, wer könnte sich seinem Charme entziehen, auch wenn seine Ehrlichkeit und seine fehlende Fähigkeit zu Emotionen, sie immer wieder traurig stimmen. Allerdings dem Manuskript kommt Alice keinen Schritt näher, dazu ist Mimi viel exzentrisch. Die Beziehung Alice-Frank ist zauberhaft geschildert, sehr emotional und voller Charme, mal tiefberührend, mal urkomisch. Frank besitzt eine Lebensklugheit, ohne es zu wissen und seine Ehrlichkeit hat mich immer wieder zum Lachen gebracht. Die Autorin beschreibt Franks Autismus ganz natürlich und leicht, es ist ein Kind, wie jedes andere auch, nur eben ein bisschen speziell. Das hat mir sehr gut gefallen und gerade auch in den Beschreibungen der Menschen liegt die Stärke der Autorin. Aber ich vermisste eine Handlung, es gab keinen Spannungsbogen, zwar einige Überraschungen, aber am Ende fehlte mir das gewisse Etwas. Auch bei den Figuren gab es kaum eine Entwicklung. So bleibt es ein kurzweiliges, warmherziges Buch, das gut unterhält, aber auch nicht mehr.

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  • Ausflug in eine ganz andere Familie

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Isaopera

    Isaopera

    04. December 2016 um 22:53

    4,5 Sterne von mir für den wunderbaren Frank, der nicht nur seine Welt auf den Kopf stellt, sondern auch mein Bücherregal bereichert hat. In diesem Buch sind besonders die liebevoll gestalteten Charaktere hervorzuheben. Alice, die Protagonistin, wird eher unfreiwillig quasi Franks Nanny und ist wirklich eine super Frau. Sie kämpft sich auch durch schwierige Situationen und ist viel stärker, als sie selbst glaubt. Frank ist ein auffälliger Junge, der aber ein großes Herz besitzt. Er zeigt ganz klar Strukturen der Autismus-Spektrumsstörung, allerdings gefiel mir sehr gut, wie die Symptomatik in diesem Buch dargestellt wurde. Solche Darstellungen sind häufig sehr stereotyp, aber hier wird wirklich sehr sensibel und selbstverständlich mit dem Thema umgegangen. Die Figuren werden bereichert durch Alices Chef, Mr. Vargas, den geheimnisvollen Xander und zuletzt auch durch Franks schwierige Mutter Mimi, mit der ich nicht so recht warm wurde. Manche mögen kritisieren, dass dieses Buch zu wenig Handlung hätte. Ja, es stimmt, das Buch schreitet nicht die ganze Zeit forsch voran. Allerdings hatte ich persönlich beim Lesen sehr viel Freude und finde, dass das Buch von den Figuren lebt. Jede Seite hat sich gelohnt, denn für mich gab es keine Längen. Gegen Ende nimmt die Geschichte auch nochmal zusätzlich Fahrt auf ;) Ich kann das Buch in jedem Fall empfehlen und rate: Lasst euch von Frank entführen, er wird euren Blick auf besondere Menschen vielleicht verändern ;) 

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  • "Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning"

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    calimero8169

    calimero8169

    01. December 2016 um 20:49

    InhaltFrank Banning ist klüger als der Großteil der Menschheit und verfügt über ein enzyklopädisches Wissen. Dennoch hat er in der Schule so seine Probleme, und das Leben mit ihm ist kein Zuckerschlecken für seine Mutter Mimi. Die Bestsellerautorin schafft es seit Jahren nicht, ihr zweites Buch abzuliefern. Um sie zu unterstützen, wird ihr die junge Alice geschickt, die schon bald ahnt, was das Problem ist: Frank. Denn der Junge ist nicht wie andere Kinder, und in seiner Welt ticken die Uhren anders. Während Alice sich noch fragt, wie eigentlich der adonishaft Klavierlehrer Xander ins Bild passt, überschlagen sich die Ereignisse - bis so einiges in Flammen aufgeht un jeder von ihnen seine Geheimnisse preisgeben muss.EindruckWillkommen in der Welt von Frank Banning. Mit dieser humorvollen, heiteren und doch auch ein wenig traurigen und nachdenklich stimmenden Geschichte, erhält der Leser Einblicke in den Alltagmit einem authistischen Kind. Frank ist besonders in jeder Beziehung - besonders intelligent, besonders sensibel, besonders ehrlich und vor allem besonders gekleidet. Alles zusammen macht ihneinerseits zu einem willkommenen Mobbingopfer in der Schule, zu einer unverstandenen Kuriosität in der "normalen" Welt sowie zu einer psychischen und physischen Herausforderung in seinem familiären Nest. Aber andererseits - hat meine seine Regeln verstanden, akzeptiert und respektiert bekommt man einen liebenswerten und auf seine Art liebevollen Kerl, den man nur schwer emotional wieder loslassen kann.Für den Leser erscheint Frank einsam, allein und verloren - doch für sich selbst ist er zufrieden und glücklich, solange seine Mutter Mimi, sein väterlicher Freund und Klavierlehrer Xander und für eine kurze Zeit auch die Nanny Alice um ihn herum sind und die eingefahrenen Bahnen nicht verlassen werden.Das Leben mit so einem - in jeder Beziehung - besonderen Menschen muss unendlich schwierig und anstrengend sein, aber auch ebenso bereichernd für das eigene Leben und das eigene Ich. Denn man lernt bestimmt eine ganze Menge über sich selbst und entdeckt mit Sicherheit auch die eine oder andere Seite an sich, die man nie vermutet hätte.Fazit"Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning" - humorvoll, witzig und mit vielen Herz zerreißenden Momenten. Dennoch plätscherte das Buch ein wenig vor sich hin und ich hatte einige Längenhänger. Der letzte Pfiff hat mir gefehlt. Von daher 3,5 Sterne.

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  • 3,5 Sterne für einen soliden Roman, der mich aber am Ende nicht vollständig begeistert hat

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    13. November 2016 um 11:55

    Kurzbeschreibung:Frank Banning ist klüger als der Großteil der Menschheit und verfügt über ein enzyklopädisches Wissen. Dennoch hat er in der Schule so seine Probleme, und das Leben mit ihm ist kein Zuckerschlecken für seine Mutter Mimi. Die Bestsellerautorin schafft es seit Jahren nicht, ihr zweites Buch abzuliefern. Um sie zu unterstützen wird ihr die junge Alice geschickt, die schon bald ahnt, was das Problem ist: Frank. Denn der Junge ist anders als andere Kinder, und in seiner Welt ticken die Uhren anders. Während Alice sich noch fragt, wie eigentlich der adonishafte Klavierlehrer Xander ins Bild passt, überschlagen sich die Ereignisse – bis so einiges in Flammen aufgeht und jeder von ihnen seine Geheimnisse preisgeben muss.Meinung:Da ich solche Geschichten über außergewöhnliche und herzergreifende Figuren mag, hat mich die Kurzbeschreibung sofort angesprochen.Und Frank ist auch wirklich ein ganz besonderer Junge. Nicht nur, dass er durch seine Fracks und seine Ausdrucksweise wie aus der Zeit gefallen wirkt, er hat auch eine oft ganz trockene Art seine Argumente vorzubringen und einen ganz eigenen Charme. Obwohl er wirklich kein leichtes Kind ist, erweicht er nicht nur das Herz von Protagonistin Alice sehr schnell, sondern auch das des Lesers.Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Ich-Perspektive von Alice, sodass man ihre Gedanken wirklich hautnah miterlebt. So ist ihre anfängliche Überforderung deutlich nachvollziehbar, aber auch die Gründe dafür, wieso sie Frank in ihr Herz schließt und die beiden ein gutes Team werden. Sie ist eine sehr sympathische und offene Protagonistin, die sich auch im Verlauf der Geschichte noch weiterentwickelt.Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich aber nicht nur Alice sondern auch die meisten anderen Figuren weiter. Man erfährt viel über die Hintergründe der Figuren und es ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.Nur der Charakter von Franks Mutter Mimi hat mir leider gar nicht gefallen. Sie ist kalt und biestig zu Alice und verhält sich auch Frank gegenüber oft sehr enttäuschend für eine Mutter. Es werden zwar durchaus nachvollziehbare Erklärungsansätze dafür geliefert und manchmal hat man das Gefühl, dass sich jetzt etwas verbessert, aber gleich darauf ist sie wieder genauso unsympathisch und kalt wie vorher. Hier hat mir irgendein positiver Entwicklungsansatz doch etwas gefehlt.Den Schreibstil empfand ich durchaus als flüssig, aber nicht immer ganz leicht zu lesen. Durch die vielen, manchmal interessanten, aber manchmal auch unnötigen Details und die ungewöhnliche Ausdrucksweise von Frank muss man manches schon sehr genau lesen um den Punkt zu erfassen und dabei zu bleiben. Manche Szenen laden mit trockenem Humor zum Schmunzeln ein und auch wenn ich Frank in mein Herz geschlossen habe, hätte ich mir manchmal doch noch ein bisschen mehr Gefühl gewünscht. So fand ich vor allem den Abschied am Ende leider irgendwie sehr einfach und der Beziehung der beiden nicht ganz gerecht.Fazit:Ein solider Roman mit einer sympathischen Protagonistin und einem besonderen Jungen, den man schnell ins Herz schließt. Auch wenn das Grundgerüst passt, man die emotionalen Höhepunkte gut nachfühlen und auch öfter mal über die trockenen Argumente von Frank Schmunzeln kann, hätte man die emotionale Darstellung noch etwas verfeinern können. Vor allem das Ende fand ich doch recht einfach und nicht ganz zufriedenstellend. Auch mit der Figur von Franks Mutter Mimi bin ich leider gar nicht warm geworden, weshalb sie für mich irgendwie ein bisschen ein Störfaktor in der Geschichtsentwicklung war. Deshalb war ich am Ende nicht ganz so überzeugt, wie ich mir das erhofft hatte, vergebe aber trotzdem solide 3,5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die solche Geschichten mögen.

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  • Mein Herz gehört zu dir

    Willkommen in der unglaublichen Welt von Frank Banning
    Antek

    Antek

    04. November 2016 um 18:38

    Die Geschichte beginnt mit einer Szene mit Alice und Frank im Bus. Frank trägt einen Frack, weil er sich angeblich wie ein Wrack fühlt, und alle Leute starren Frank an, was ihm überhaupt nicht gefällt. Schon bei dieser ersten Szene ist klar, dass dies keine alltägliche Geschichte werden wird und dass Frank ein wirklich ganz besonders unglaublicher Junge ist. „Sie wird sie lieben, sobald sie es gestattet. Bis es soweit ist, lassen sie sich nicht verschrecken.“ Mit diesen Worten schickt Isaac Vargas, ihr Chef, die 24-jährige Alice Whitley auf die Reise nach Bel Air. Sie soll dort der, durch einen legendären Roman weltbekanten, Autorin M.M. Banning unter die Arme greifen, bis diese ihr neues Buch geschrieben hat. Alice Aufgaben werden es sein, sich um Sohn Frank zu kümmern, die Arbeit am Roman voranzutreiben und die Seiten, die die Autorin bereits auf ihrer alten Schreibmaschine getippt hat in den Computer zu übertragen. Was sich aber eigentlich recht einfach anhört, ist wohl weit schwieriger als Alice sich je erträumen hätte lassen. Alice beschreibt ihren Aufenthalt in Bel Air aus der Ich-Perspektive, was den Leser noch tiefer in die Geschichte versetzt. Sie beschreibt Franks Eigenheiten so wie sie auf sie wirken und man wird Zeuge, wie die beiden immer näher zusammenwachsen. Alice muss anfangs viel lernen und einfach ist eindeutig anders. Man fühlt als Leser z.B. fast den Schmerz als ihr der Klavierdeckel die Finger beinahe zerquetscht, weil sie anfangs nicht sofort überrissen hat, was die erste, der zwei wesentlichen Regeln, „nie Franks Sachen anfassen“ wirklich bedeutet. Das muss sie erst nach und nach lernen. Da es Ausnahmen gibt, denn die dreckige Wäsche darf sie im Gegensatz zu frischer aus der Wäscherei z.B. anfassen, ist dies auch gar nicht so einfach. Die zweite Regel „nie Frank anfassen“ macht ihr wohl anfangs weniger zu schaffen, zumal Frank ja ihre Hand nehmen darf, nur sie nicht seine.  Lernen muss sie auch, dass man am besten nie mit Frank ohne die Nummer der Notallambulanz griffbereit zu haben aus dem Haus geht. Ebenso muss sie sich erst einmal zur begnadeten Cineastin ausbilden lassen. Alice muss sich von ihm schocken lassen, wenn er demonstriert, dass etwas nicht nach seinem Gusto läuft. Sie begleitet ihn zur Schule, was immer ein besonders schwerer Gang ist, sie durchlebt mit ihm, in den Zeiten in denen sich Frank nicht zur „Schule expedieren“ lässt, eine regelrechte Kulturodyssee, auf der Frank mit ihr durch Museen und Ausstellungen hechtet, und vieles mehr. Alice beschreibt aber auch ihr Verhältnis zu Mimi, wenn man hier überhaupt von Verhältnis sprechen kann. Dieses gestaltet sich sicher noch schwieriger als das zu Frank, denn manchmal ist es sogar zu viel, dass Alice nur vor der verschlossenen Bürotür atmet, wenn sie ihr das Mittagessen vor die Tür stellen muss. Man lernt mit Alice auch Xander kennen. Im Verlauf der Geschichte erfährt man natürlich auch immer mehr über Frank, Mimi und den ganz speziellen Klavierlehrer. Der Schreibstil der Autorin liest sich locker leicht und ich bin fast durch die Seiten geflogen. Treffende Sprüche  wie „Ich kann mir ja mit Filzer Alice auf die Stirn schreiben“ haben mich ebenso zum Schmunzeln gebracht, wie Franks für ihn logische Antworten, die die Sache im Grunde genommen nicht besser machen, wie z.B. dass man das mitten in der Nacht bereden muss, weil er sonst seine tolle Taschenlampe nicht benutzen kann. Ich war nicht nur einmal überrascht, wenn Frank z.B. in dramatischen Szenen plötzlich komplett vom Thema abschweift und Alice Belangloses, aber dennoch Interessantes erzählt,  wie z.B. dass Kaugummi schon in der Steinzeit gekaut wurde. Es gab aber auch zahlreiche herzergreifende und berührende Momente, da ist die eine Szene, als er sich zusammengekauert vor die Bürotür legt, weil er seine Mutter so vermisst, nur eine der wenigen.   Alice war mir von Anfang an super sympathisch. Ich konnte mich prima in sie hineinversetzen. Sie ist eine junge Frau, die das Herz am rechten Fleck hat, stets das Gute im Menschen sucht und es eigentlich auch jedem Recht machen will. Ein Wunsch, der hier auf eine harte Probe gestellt wird. Denn Frank hat seine ganz eigen Regeln und entscheidet selbst, wann er Alice an sie heranlässt und wann nicht. Dass sie ihm trotz seiner ganzen „Special Effects“ nicht böse sein konnte, kann ich nur zu gut verstehen, denn er ist zwar speziell, aber im Grunde genommen auch ein super liebenswerter Junge. „Julian Francis Banning außergewöhnlich hübsch durch ein Wurmloch im Raumzeitkontinuum in unser Jahrhundert gestolpert“, damit könnte man sicher sein Äußeres bis auf eine kurze experimentelle Phase mit T-Shirts und Jeans, der Schule wegen, zu jeder Zeit beschreiben. Er liebt es sich wie Schauspieler zu kleiden und er liebt Filmklassiker. Ein Teil seiner Besonderheiten hat er bestimmt vererbt bekommen, schließlich ist seine „Exzentrität ein genetisches Element“, ganz viel könnten aber ihren Ursprung im Verhältnis zu seiner Mutter Mimi Banning haben, denke ich zumindest. Die Dame ist äußerst launisch. Dachte ich stellenweise, oh sie mag Alice, war im nächsten Moment alles wieder ganz anders. Ob ihre Schreibblockade darin begründet ist, dass Frank sie überlastet oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Es hatte oft den Anschein, dass sie ihren Sohn nicht besonders mag, „Mein Leben war so viel einfacher, als Frank noch nicht da war.“ Vielleicht hatte sie in diesen Momenten aber einfach auch nur zu viel mit sich selbst und ihrem neuen Roman zu kämpfen oder hat an ihrem gewaltigen Päckchen aus der Vergangenheit zu knabbern. Ein weiterer äußerst spezieller Charakter ist sicher Xander, der Klavierlehrer, der auftaucht und verschwindet, nach welchen Grundsätzen auch immer.  „Das Tolle an Xander ist, dass man manchmal auf ihn zählen kann.“ Diese Worte aus Franks Mund treffen es wohl ganz richtig. Er gibt nicht viel von sich preis, was ihn nicht nur für Alice interessant macht. Nicht ganz so viel anfangen konnte ich mit den zahlreichen Anspielungen auf Filmszenen und Schauspieler, da ich einfach kaum Filme ansehe. So haben mir Vergleiche zwar mit Peter Pan oder Robin Hood etwas gesagt, aber bei vielen hatte ich kein passendes Bild im Kopf. Hier werden Cineasten, so wie es auch Alice nach der Ausbildung durch Frank ist, sicher noch mehr Vergnügen haben wie ich.   Richtig gut hat mir auch die Umschlaginnenseite der Klappbroschur gefallen, auf der man eine Zeichnung von Frank und die folgenden wichtigsten Informationen über ihn findet. Name: Julian Francis Banning, genannt Frank - Alter: 9 Jahre, fast 10 - Besondere Kennzeichen: Ist klüger als 99,7 Prozent der Bevölkerung. Darf auf keinen Fall angefasst werden. Ist stets gekleidet wie ein Gentleman. Schläft nicht. - Besondere Interessen: Filmklassiker, Hausdurchsuchungen -  Bester Freund: ein ständig verschwundener Klavierlehrer Alles in allem hat mir das Buch, trotzdem ich kein Filmprofi bin, wirklich sehr gut gefallen und deshalb bekommt es von mir auch noch 5 Sterne. Ich hatte tolle, humorvolle und auch sehr ergreifende Unterhaltung mit Frank, dem Jungen dessen Gehirn der Ausschalter fehlt.

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