Julia Dibbern Wenn ich dich nicht erfunden hätte

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Inhaltsangabe zu „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“ von Julia Dibbern

Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten. Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen. All-age-Roman ab 14

Meine hohen Erwartungen wurden leider enttäuscht. Schrecklich nervige Protagonistin trotz sehr spannender Thematik.

— Booklover88

​ Dieses Buch macht wütend, nimmt mit und ist anders - aber sehr empfehlenswert!

— LaLecture

Gute Geschichte mit sehr schwacher Protagonistin.

— Sylence

Harte Realität und ein roter Faden, der Sogwirkung entwickelt – LESEN!

— AnnaBerlin

Wow! Ein Jugendbuch mit wirklichem Mehrwert! Toller Stil, spannende Handlung :)

— DasBuecherregal

Ein echter Pageturner mit unvorhersehbaren Inhalt!

— Julyie

Eine nette Geschichte mit ernstem Thema, an die ich allerdings andere Erwartungen hatte.

— Julie209

Interessantes Buch!

— Nelebooks

Habe anfangs eine andere Geschichte erwartet, bin aber keineswegs enttäuscht, sondern wurde von der Tiefe der Handlung positiv überrascht.

— elohweih

Überraschend anders als erwartet aber trotzdem gut.

— Culala

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Naja ich fand es war ganz nett aber die Charaktere sind nicht authentisch genug und die Geschichte eher oberflächlich gehalten.

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  • Spannende Thematik, leider stellenweise recht nervig und unglaubhaft

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Booklover88

    06. August 2017 um 21:55

    Leo zieht nach Hamburg zum Studieren, weil dort auch ihre Jugendliebe Kimo studiert. Dabei lernt sie Loris kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt, der aber sehr dem Alkohol und anderen Drogen zugetan ist ...Ich fühlte mich bei der Lektüre nach einer Weile ein wenig an Twilight erinnert ob der schrecklichen Naivität Leos. Ja, dass man sich gewisse Dinge schön redet, auch beim ersten Freund, kann ich verstehen, aber dann sogar Drogen nehmen und der Meinung sein, dass sie alles zum Guten wenden kann, weil sie und Loris sich aus einem früheren Leben kennen? Und wieso will so ein Bad Boy, der so ziemlich alles im 5m-Radius fachgelegt, egal welchen Geschlechts, eigentlich so jemanden wie Leo, der klammert und keine Ahnung von nichts hat?Das an sich sehr spannende und interessante Thema wurde meiner Meinung nach nicht sehr gut umgesetzt ... Es erschien mir alles sehr wirklichkeitsfern und während der gesamten Lektüre wollte ich Leo einfach nur schütteln, damit sie mal wieder zur Vernunft kommt ...Diese Lektüre habe ich leider nicht genossen.

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  • Ich hab was anderes erwartet...

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Luna0501

    25. July 2017 um 08:40

    Achtung Achtung! Diese Rezension enthält zum ersten Mal kleine Spoiler! Wer das Buch noch lesen möchte, bitte jetzt weiter klicken! Leo zieht mit 18 vom Lande in die große Stadt Hamburg um Anglistik zu studieren. Ihr ganzes Leben lang schwärmt die Hornspielerin schon für Kimo, ihren alten Kindergartenfreund. Das der zufällig auch dort studiert, wäre ja ganz praktisch, wenn Leo nicht plötzlich über Loris stolpern würde. Nach einer ziemlichen Wohnungskatastrophe zieht sie in die WG der ganz anderen Art und verliebt sich. Und da geht es leider schon los. Leo ist ein 18 jähriges Mädchen. Das man da noch etwas naiv und verrückt ist, alles lockerer nimmt und auch nicht die besten Entscheidungen trifft, seh ich ihr ja noch nach. Das wäre vielleicht auch noch ganz süss, wäre ihre Naivität nicht so derart in Dummheit umgeschlagen. Ich war so genervt. Ich wollte sie schütteln und fragen ob sie vielleicht als Kind in einer Glitzerwelt eingesperrt war, oder man sie auf dem Dachboden aufgezogen hat. Selbst wenn man auf dem Lande groß gezogen wird, kommt man nicht so unwissend daher. Loris fand ich ziemlich cool dargestellt, wenn er auch einfach den unsympathischen Part in der Story hatte. Natürlich ist er ein Arsch und will sich nicht verändern. Aber er wirkt eben auch echt und seine Art hat in der Story noch was raus gerissen. Das man ihm dann aber nicht mehr zu getraut hat, fand ich schade und ob ein Playboy, der echt tiefe Probleme hat und jedes Mädel im Umkreis flach legt, so eine klammernde und naive Freundin will, sei mal dahin gestellt. Von der hoffnungslosen Liebelei der Geschichte war ich direkt schockiert. Natürlich kann man sich auch alles schön reden, was Leo recht gut mit ihrer Denkweise schafft, aber Halleluja. Ich finde hier hat es die Autorin sehr übertrieben und Leo damit nicht wirklich geschmeichelt. Das Ende hat mich dann regelrecht wütend gemacht. Ich verstehe, das man auch Bücher schreiben möchte, in denen nicht der Bad Boy das gute Mädchen bekommt. Aber welcher normale Mensch lässt nach ewigen vielen, ergreifenden und dramatischen Erlebnissen einen anderen, der nach Hilfe fast schon bettelt, fallen wie eine heiße Kartoffel? Ehrlich... mir hat es den Boden unter den Füßen weg gerissen. Hätte Julia Dibbern nicht so eine tolle und flüssige Schreibweise, hätte das Buch keine 80 Seiten bei mir durch gehalten. Ihr Stil passt zu einem Jugendbuch, ist frisch und spritzig und besitzt ein paar durchaus unterhaltsame Situationen. Die Emotionen aber haben mich nur bedingt mitgerissen. Ich konnte mich mit keinem Charakter identifizieren, da auch der Background dieser nicht so richtig aufgegriffen wurde. Leider war das Buch für mich kein wirkliches Lesevergnügen und die Schreibweise von Julia Dibbern konnte das nicht mehr raus reißen. Das tut mir wirklich leid, da ich in der Autorin wirklich Talent zu schreibe. Ich gebe 2,5 von 5 Sternen.

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  • ​ Harter Tobak, anders als man erwartet, aber sehr empfehlenswert

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    LaLecture

    20. July 2017 um 00:18

    ​InhaltLeo ist 18 und gerade von zuhause ausgezogen, nach Hamburg, fürs Studium. Doch mit ihrer gemieteten Wohnung läuft alles schief und plötzlich findet sie sich in einer neuen Wohnung wieder, bei Loris, der ihr so seltsam vertraut vorkommt. Leo fühlt sich zu Loris hingezogen, doch er versteckt etwas vor ihr: die Tatsache, dass er ihr nicht guttun würde.MeinungEs ist verdammt schwer, "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" zu bewerten, beschreiben oder zu erklären, wieso es so empfehlenswert ist. Und gleichzeitig möchte ich genau das unbedingt schaffen, damit dieses Buch nicht untergeht in den vielen anderen Jugendbüchern, denen es auf den ersten Blick vermeintlich ähnelt. Denn das hätte es nicht verdient, auch wenn ich es nicht perfekt fand.Der Roman beginnt wie viele andere Jugendbücher auch: mit dem netten Mädchen von nebenan als Protagonistin, die mit ihrem neuen Leben etwas überfordert ist, und dem geheimnisvollen Bad Boy als Retter, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt.Doch ab da ist dann auch schon alles anders, als ich es von anderen Jugendbüchern kannte.Das fängt schon damit an, dass die beiden Hauptfiguren, insbesondere Loris, unberechenbar sind.Man hält Leo erst für ein schüchternes Mauerblümchen, doch dann entpuppt sie sich als erstaunlich schlagfertig und willensstark, was in Kombination mit dem charismatischen Loris zum Teil zu äußerst unterhaltsamen Dialogen führt. Obwohl Loris selbst sehr genau weiß, was er will, schafft sie es oft, sich ihm entgegenzustellen und seinen Spielchen nicht nachzugeben.Gleichzeitig hat sie aber auch extrem schwache Momente, in denen sie Loris plötzlich hilflos ausgeliefert zu sein scheint und man sie einfach nur schütteln und anschreien möchte, weil sie gefühlt alles mit sich machen lässt - was andererseits aber auch realistisch ist, denn frisch verliebte Menschen tun oft (unbewusst) alles, um der anderen Person zu gefallen und ihr nahe zu sein.Diese beiden Seiten von Leo passten für mich oft jedoch nicht wirklich zusammen.Generell konnte ich sie als Figur schwer einschätzen und bin mir auch einige Tage nach dem Lesen nicht sicher, ob sie authentisch oder inkonsequent entwickelt ist. Zum Beispiel passte die Tatsache, dass sie jahrelang für denselben Typen geschwärmt hat, ohne ihn anzusprechen, für mich nicht zu ihrem plötzlich so offenen Verhalten Loris gegenüber.Loris ist da nicht weniger undurchschaubar und bleibt durch viele Andeutungen über seine "dunklen Seiten" und Geheimnisse anfangs noch recht undurchsichtig.Durch die Kapitel aus seiner Sicht erfährt man zwar von seinem "weichen Kern", der konfliktreichen Beziehung zu seinen Eltern, der Tatsache, dass es ihm oft sehr schlecht geht und findet heraus, dass er Leo mag.Doch oft ist Loris auch einfach nur - auf gut Deutsch - ein Arschloch. Er provoziert, er manipuliert, er akzeptiert kein "Nein" und nimmt sich, was er will, wann er will, und lässt es genauso schnell wieder fallen, wenn es ihm nicht mehr passt. Gleichzeitig sind ihm die Bedürfnisse anderer Menschen scheinbar völlig egal, selbst die von Menschen, denen er etwas bedeutet. Bezeichnend für ihn sind zum Beispiel Szenen wie diese:"Lass das!" Leo drückte ihn weg."Warum? Ich will das."Er war mir das ganze Buch hindurch durchweg unsympathisch, vor allem, weil er Leo größtenteils nur als sexuelles Objekt zu sehen scheint; ein Mädchen, mit der er gerne spielt, die aber für andere Dinge wieder fallenlassen kann, wenn es ihm passt.Das machte es mir schwer, diesen Loris mit den wenigen Dingen, die man über seine verletzlichen Seiten erfährt, zusammenzubringen, und ich hätte mir noch mehr Informationen darüber gewünscht, was ihn sich wann wie ein Arschloch verhalten lässt, obwohl er sicher nicht als eins geboren ist. So kam er mir oft etwas zu einseitig vor und wies eine seltsame Mischung aus Emotionalität und Oberflächlichkeit auf, deren Übergänge für mich nicht verständlich waren. Ich hätte mit entweder mehr oder keine Kapitel aus seiner Perspektive gewünscht.Ein besonderer Aspekt dieses Buches, der im Original-Klappentext Erwähnung findet, ist die Tatsache, dass Loris den Hauptfiguren aus Leos Geschichten extrem ähnelt, was einer der Gründe ist, wieso sie sich so schnell zu ihm hingezogen fühlt. Dieses Element und auch die Erklärung dafür fand ich sehr kreativ, aber nicht hundertprozentig ausgereift umgesetzt, weil man sich lange nicht sicher ist, ob es sich um ein Fantasy-Element handelt und was es mit der restlichen Geschichte zu tun hat.So unberechenbar wie die beiden Hauptfiguren ist auch ihre "Beziehung", auch wenn man diese nicht als Beziehung im herkömmlichen Jugendbuch-Sinne sehen kann.Während Loris' Faszination für Leo in meinen Augen schwach bis gar nicht erklärt wurde, kann man Leos Interesse an ihm trotz seiner etlichen unsympathischen Eigenschaften gut nachvollziehen. Loris versprüht den typischen Bad Boy-Charme, aber auf eine vielschichtigere Weise als die 08/15 Bad Boys in anderen Jugendbüchern. Man versteht schnell, wie Leo auf seine manipulative reinfallen kann.Ein Kompliment muss ich der Autorin auch für die erotischen Szenen machen, die die körperliche Anziehung zwischen den beiden beschreiben. Obwohl sie niemals explizit sind, ist das Knistern zwischen den beiden für die Leser*innen deutlich spürbar.Teilweise entwickelte sich die Beziehung der beiden in meinen Augen aber auch viel zu schnell und dadurch unverständlich, schon angefangen bei dem etwas überstürzten und unrealistischen Einzug. Während ich dann die körperliche Anziehung zumindest von Leos Seite her durchaus nachvollziehen konnte, blieb für mich oft unklar, was die beiden (vor allem sie an ihm) charakterlich aneinander fanden. Zudem kam mir Leo, die eigentlich recht klug ist, oft unfassbar naiv vor, wenn sie bei einem Mann wie Loris so schnell denkt, er sei ihr Freund, obwohl sie nie darüber gesprochen haben. Auch das Wort "Liebe" nimmt sie viel zu schnell in den Mund.Erfrischend fand ich dagegen, wie schnell es zwischen den beiden körperlich wird. Es passte für mich zwar nicht zu der eher romantisch veranlagten Leo, war für ein Jugendbuch aber mal eine ungewöhnliche Abwechslung.Aufgrund der so widersprüchlichen und komplexen Beziehung der beiden war "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" für mich oft sehr anstrengend zu lesen, was jedoch auch ein Kompliment für Julia Dibberns Talent als Autorin ist.Mit Leo zusammen fühlte ich mich zu Loris hingezogen und obwohl ich genau wie sie rational wusste, wenn er unverzeihliche Dinge getan hatte, wünschte ich mir trotzdem immer wieder, er würde sich ändern und die beiden würden zu einander finden, genau wie Leo ihm einerseits sagt, er sei ein Arschloch, und trotzdem wieder zu ihm zurückkommt.Gleichzeitig machte es mich extrem wütend, wieviel Leo mit sich machen lässt, wie selten sie Probleme anspricht und wie leicht sie sich mit Floskeln abspeisen lässt, selbst wenn es um sehr ernste Themen geht.Dadurch nimmt dieser Roman in jedem Fall sehr mit und wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.Zusätzlich zu der ungesunden Beziehung der beiden kommt in der zweiten Hälfte des Buches noch ein sehr wichtiges, ernstes Thema hinzu, das hier von einer ungewöhnlichen und sehr interessanten Seite beleuchtet wird. Obwohl ich mangels Erfahrung nicht beurteilen kann, wie authentisch es dargestellt wurde, faszinierte mich die Thematik und die Art, wie sie behandelt wurde, ungemein.Da ich jedoch nicht zu viel verraten will, kann ich an dieser Stelle nicht genauer darauf eingehen.Der Clou an "Wenn ich dich nicht erfunden hätte", der das Buch so besonders macht, ist der, dass es nicht wie leider viele andere Jugendbücher mit frauenverachtendem Touch das Bad Boy-Gehabe und die manipulativen und selbstsüchtigen Seiten der männlichen Hauptfigur romantisiert. Zwar zeigt der Roman die oberflächliche Anziehungskraft solcher Charaktere auf und macht verständlich, wieso viele Frauen auf solche Männer reinfallen und sie "retten" wollen, verdeutlicht aber auch, was für einen Schaden eine so toxische Beziehung anrichten kann und wie wichtig es ist, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen. Eine solche Botschaft würde ich mir von viel mehr Jugendbüchern mit ähnlichen Figuren wünschen.In diesem Zusammenhang ging mir eine sehr wichtige Entwicklung am Ende leider viel zu schnell und ich konnte nicht nachvollziehen, was genau die betreffende Figur zu dieser Entscheidung und die andere zu ihrer Reaktion darauf gebracht hat.Ein kurzes Wort möchte ich noch zum Schreibstil verlieren, an den ich mich erstmal gewöhnen musste, da er auf mich sehr gehetzt und abgehackt wirkte, mit schnellen und abrupten Szenenwechseln. Durch den Sog der Geschichte tritt das allerdings schnell in den Hintergrund, ebenso wie die Tatsache, dass die meisten Nebenfiguren auf mich eher blass wirkten.Fazit"Wenn ich dich nicht erfunden hätte" ist ein sehr ungewöhnliches, bewegendes Buch mit einem ernsten Thema, das ich so bisher noch in keinem Jugendbuch behandelt gesehen habe. Die Thematik und insbesondere die Botschaft sind sehr wichtig und so anders als alles, was ich bisher gelesen habe, dass ich das Buch jedem Menschen, der auch gerne mal Jugendbücher mit härteren Tobak liest, ans Herz legen kann.Da mir die Persönlichkeiten der Figuren und die Motive für ihre Handlungen nicht immer ganz einleuchteten, kann ich trotzdem nur 4 Sterne vergeben.

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  • Konnte leider nicht überzeugen

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Sylence

    26. June 2017 um 10:28

    Die Ink Rebels schlagen zur Zeit hohe Wellen. Ihre Bücher sind beliebt und sie stauben ordentliche Rezensionen ab. Klar, dass ich da neugierig wurde und der Klappentext von "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" liest sich großartig. Genau das Richtig, wenn man selbst Schreiberling ist! Also stand die Urlaubslektüre fest. Leo zieht zum Studieren vom Land in die große Stadt und ist zum ersten Mal auf sich allein gestellt. Klar, dass das im Chaos endet. Ihre erste eigene Wohnung ist eine Saubude und zu allem Überfluss kennt sie niemanden in Hamburg. Als sie dann auf Loris trifft, scheint er die Rettung zu sein, denn er hat ein freies Zimmer in einem frisch renovierten Haus und sieht auch noch verdammt gut aus. Doch Loris ist weit davon entfernt perfekt zu sein und zeigt Leo ein aufregendes aber auch gefährliches Leben. Die Story ist eine typisch "unschuldiges Mädchen trifft Bad Boy"-Geschichte. Das kann mal gut gemacht sein und mal fürchterlich nach hinten gehen. Ein Reinfall war das Buch für mich nicht - so viel vorweg. Doch überzeugt hat es mich auch nicht. Stilistisch und handwerklich kann ich mich nicht beschweren. Julia Dippern schreibt flott und frech. Es lässt sich gut lesen und hat einen gewissen Witz. Wahrscheinlich habe ich deswegen auch nicht abgebrochen, da es sich so locker konsumieren ließ. Mein großer Haken sind die Charaktere - allen voran Leo, die Protagonisten. Manchmal wollte ich sie nur packen und schütteln oder sogar erwürgen. Ich meine, dass man mit 18 noch nicht die große Portion Lebenserfahrung hat, ist klar. Und auch eine gewisse Naivität ist ganz süß, aber dieses Mädchen hat den Vogel abgeschossen. Ich komm auch vom Dorf und bin behütet aufgewachsen, aber Leo muss hinterm Mond gelebt haben, in einer Zuckerwatte-Einhorn-Welt oder in irgendeinem Keller. Für mich schlug ihre Naivität irgendwann in Dummheit um und es war für mich echt anstrengend. Viele meiner Leser wissen, wie wichtig mir gute Charaktere sind und dass ich dann auch viele andere Macken verzeihe, wenn mich die Charaktere überzeugen. Hier war es genau anders herum. Eine Story, die vielleicht richtig gut hätte überzeugen können, scheiterte an der Protagonistin. Loris hingegen fand ich ziemlich spannend. Natürlich ist er ein Arsch und er will sich auch gar nicht ändern oder verbiegen und das finde ich super. Er hat es für mich etwas herausgerissen. Und das Ende. Ich fand es sehr gut umgesetzt, will aber nichts verraten. Besonders schade fand ich, dass der Teil mit den Geschichten sehr schnell in den Hintergrund rückte. Eigentlich war das überhaupt nicht interessant für die Story und ich war echt enttäuscht, denn wenn man selbst schreibt, erweckt man seine Charaktere oft und gerne zum Leben. Ich dachte bei dem Klappentext, dass dort auch etwas mehr der Fokus liegen würde. Fazit: Schön schade. Die Geschichte hat Potential, der Stil ist super, die Protagonistin nervt. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet durch den Hype um die Ink Rebels, aber dieses Buch ist dem Ruf leider nicht gerecht geworden. Trotzdem liest es sich schnell und ich zumindest wollte wissen wie es mit Loris weiter geht. Am Ende fühlte ich mich doch irgendwie unterhalten. Für mich war es nette Pool-Lektüre, leider nicht mehr.

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  • Harte Realität und ein roter Faden, der Sogwirkung entwickelt – LESEN!

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    AnnaBerlin

    20. May 2017 um 07:27

    Inhalt: Leo ist aufgeregt, aber optimistisch, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit hat nicht nur Vorteile, denn plötzlich muss Leo mit zu viel Wasser und einem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klar kommen. Und dann trifft sie eines Tages auf Loris und mit ihm das Gefühl, dass sie ihn längst in- und auswendig kennt. Denn in ihren erfundenen Geschichten ist jeder männliche Charakter ein Loris. Doch wie ist das zu erklären? Kann man sich einen Menschen ausdenken und wenn ja, wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat? Jenen dunklen Seiten, die nicht nur Loris zerstören könnten, sondern auch Leo… Der Story-StapelErster Satz: „Du hast hier nicht wirklich für ein halbes Jahr unterschrieben, oder?“Wir begleiten Leo direkt bei ihrem Umzug in die für sie große Stadt Hamburg. Und landen mit ihr direkt in einem wirklichen Loch von Wohnung. Die wenigen Tage, die wir mit Leo dort verbringen, machen ihre Entscheidung, in die neue WG zu ziehen, auf jeden Fall nachvollziehbar. Mit diesem zweiten Umzug zieht die Spannungskurve stark an und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Und gleichzeitig wird der rote Faden, der wenig Fantasy, dafür viel harte Realität beinhaltet, deutlicher. Die Autorin hat mich zudem mehr als einmal überrascht – mit Wendungen, mit Charakteren und mit der Handlung im Allgemeinen. Der Charakter-StapelLeo ist ein junges Mädchen, dass man durchaus als naiv betrachten kann. Ich würde sie aber eher als Person bezeichnen, der an das Gute im Menschen glaubt.Loris ist zwar irgendwie ein Bad-Boy, aber eben nicht der typische Bad-Boy. Er möchte eigentlich auch gar kein Bad-Boy sein, sondern er ist einfach so. Seine Normalität, seine Echtheit und schlicht seine Schwächen machten ihn so interessant und greifbar und ich konnte Leos Bedürfnis, ihm helfen zu wollen, auf jeden Fall verstehen. Gleichzeitig war er manchmal so fies, so direkt und fast schon „dreckig“ in seiner Sprache, dass mir selbst die Spucke weggeblieben ist. Ein unglaublich greifbarer und tiefgründiger Charakter! Der Stil-StapelDer Schreibstil ist fließend und das Buch lässt sich somit leicht lesen. Die Geschichte hat einen so hohen Spannungsbogen, dass man an den Seiten klebt und kaum aufhören kann. Der Klappentext wirkt niedlich und ein wenig nach Fantasy. Doch das Buch beinhaltet vor allem Realität und viel Härte – einfach Leben. Damit hat mich die Autorin auf jeden Fall überrascht, zumal es sich auch im Stil widerspiegelt, der schon bald alles Weiche verliert. Der Kritik-StapelKann Liebe jeden retten? Das ist die große Frage, die man als Leser verfolgt und hier schafft es die Autorin, keine rosarote Welt aufzubauen, in der alles super ist. Vielmehr sorgt man sich um die Protagonisten und hat wirklich Angst, dass alles einfach nur schiefgeht. Das Buch ist anders, als der Klappentext vermuten lässt – es ist ein Überraschungsei mit einer realistischen Härte als Füllung; mit einem Thema im Mittelpunkt, welches überhaupt nicht Fantasy ist. Die Tiefe und diese Richtung haben mich positiv überrascht und geben mir keinen Platz für Kritik.  Auf den Lesen-Stapel?Ja – dieses Buch ist ganz anders, als der Klappentext vermuten lässt. Hier wird nichts beschönigt, nichts auf heile Welt gemacht. Harte Realität und ein roter Faden, der Sogwirkung entwickelt und dafür sorgt, dass die Autorin aufklärt, ohne, dass es belehrend wirkt. Sehr lesenswert und verdiente 5 Sterne mit Leseempfehlung von mir für „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“.

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    • 3
  • Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    laraundluca

    30. April 2017 um 13:05

    Inhalt: Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten. Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen. Meine Meinung: Der Schreibstilist leicht verständlich, einfach, locker und flüssig zu lesen. Der Einstieg ist mir allerdings nicht ganz so leicht gefallen. Der Anfang hat sich etwas gezogen, war etwas langatmig. Doch dies hat sich glücklicherweise schnell gelegt. Es fällt mir nicht ganz leicht, das Buch zu rezensieren. Ich bin aufgrund des Klapptextes von einer ganz anderen Geschichte ausgegangen, hatte eine süße und romantische Geschichte erwartet. Doch die Handlung wird ziemlich schnell ernst und greift schwere und gravierende Themen auf, entwickelt sich in eine Richtung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Was allerdings nicht negativ gemeint ist. Die Geschichte ist ernsthaft und tiefgründig, dramatisch und tragisch. Sie hat wenig romantisches - anders als erwartet. Etwas schade fand ich, dass Leos Geschichten nicht wirklich einen Einfluss auf die Handlung hatten. Ich hatte erwartet, dass sie eine größere Rolle einnehmen und der Romance etwas Mystisches und Fantastisches verleihen. Am Schluss erfahren wir zwar, weshalb Leos männliche Protagonisten zwar so eine Ähnlichkeit mit Loris haben und wie es zusammenhängt, aber auf ganz unspektakuläre Weise. Die Charaktere sind sehr facettenreich gezeichnet. Loris war mir von Anfang nicht besonders sympathisch, Leo wirkte sehr naiv und beeinflussbar. Mit ihr würde ich leider auch bis zum Schluss nicht ganz warm. Das Buch greift realistische, ernste Themen auf und hielt etwas völlig anderes bereit, als ich erwartet hatte. Vielleicht wurde ich auch deshalb nicht ganz warm mit den Protagonisten und der Richtung der Handlung. Dennoch eine lesenswerte Geschichte, vor allem für junge Leser. Wobei ich 14 Jahre doch etwas tief gegriffen finde. Fazit: Ein interessanter Jugendroman mit ernstem Thema, der allerdings eine ganz andere Richtung als erwartet eingeschlagen hat.

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  • Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    elohweih

    27. April 2017 um 14:19

    Klappentext:Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten. Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen.Meine Meinung:Zuerst muss ich euch sagen, dass der Roman viel tiefgründiger und seriöser ist, als der Klappentext vermuten lässt. Ohne den Inhalt vorweg nehmen zu wollen, kann ich eigentlich nur sagen, dass ich von der Geschichte positiv überrascht wurde. Wenn ich dich nicht erfunden hätte ist soviel mehr als ein einfaches Jugendbuch. Es behandelt ein sehr wichtiges und immer aktuelles Thema. Wenn ihr wissen wollt, welches es ist, dann solltet ihr das Buch unbedingt lesen.Nicht nur der Inhalt, sondern auch der Stil gefällt mir sehr gut. Die Sprache wirkt sehr authentisch und passend. Es liest sich sehr flüssig.Auch die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Gerade die Protagonistin Leo wirkt sehr natürlich. Man kann ihre Handlungen nachvollziehen und von Anfang an hat sie die Sympathie der Leser auf ihrer Seite.Obwohl alle wichtige Fragen im Roman beantwortet werden, ist das Ende relativ offen. Einerseits passt das total zur Geschichte. Andererseits würde man aber natürlich gerne wissen, wie es ausgeht. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass es in irgendeiner Weise eine Fortsetzung geben könnte. Ich bin auf jeden Fall gespannt.Wenn ihr also gerne Jugendbücher mit Tiefgang lest, dann könnt ihr mit Wenn ich dich nicht erfunden hätte garantiert nichts falsch machen.

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  • Hörrunde zu "Love Story" von Erich Segal

    Love Story

    TanjaMaFi

    Eine der größten Liebesgeschichten aller Zeiten! Oliver Barrett und Jenny Cavalleri können sich vermutlich in eine Reihe stellen mit Romeo und Julia, Tristan und Isolde, Maria und Tony oder Rose und Jack. Sie alle verbindet eine wunderschöne und doch unglaublich tragische Liebesgeschichte. Und genau deshalb dürft ihr euch "Love Story" von Erich Segal nicht entgehen lassen!Nun habt ihr in unserer Hörrunde die Möglichkeit, dem Schicksal von Oliver und Jenny zu folgen und diese charmante "Love Story" zu entdecken!Mehr zum InhaltWährend seines Jurastudiums an der Harvard-Universität verliebt sich Oliver in seine Kommilitonin Jenny. Er stammt aus einem reichen Elternhaus, sie ist die Tochter armer italienischer Einwanderer. Sein Vater ist strikt gegen die Verbindung, aber Oliver lässt sich lieber enterben, als auf Jenny zu verzichten. Nach der Hochzeit scheint das junge Glück perfekt. Doch da schlägt das Schicksal erbarmungslos zu …Neugierig geworden? Hier geht's zur Hörprobe! Mehr zum AutorErich Wolf Segal wurde 1937 in Brooklyn, New York geboren. Er war Literaturwissenschaftler, Besteller- und Drehbuchautor. 1970 gelang ihm der Durchbruch als Romanautor mit dem Buch "Love Story", wofür er auch das Drehbuch schrieb. 2010 verstarb er im Alter von 72 Jahren.Gemeinsam mit dem Argon Hörverlag vergeben wir 25 Exemplare von "Love Story" unter allen Hörbuchfans (und solchen, die es noch werden wollen), die sich bis zum 05.04.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bewerben und folgende Frage beantworten:Welche tragische Liebesgeschichte mögt ihr am liebsten und warum?Ich freue mich auf eure Antworten und drücke euch die Daumen!* Bitte beachtet unsere Richtlinien zur Teilnahme an Buchverlosungen und Leserunden

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    • 491
  • Suchtgefahr!

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Julyie

    22. March 2017 um 00:22

    "Hätte ich gewusst was dabei rauskommt, hätte ich mir wen anders ausgedacht. Vielleicht." Wissenswertes: Zum Buch: Erschienen ist es im Januar 2017 mit 354 Seiten in 20 beschrifteten Kapiteln als Ebook (Ink Rebels) und Taschenbuch (Amrûn Verlag) Erzählt wird es aus wechselnder Vogelperspektive. Jugendbuch ISBN-10: 3958692796 ISBN-13: 978-3958692794 Cover/Gestaltung: Das ich Julia Dibberns Cover sehr mag, kann man bei bisherigen Rezensionen zu den Ink Rebels ja rauslesen, aber auch hier bei ihrem eigenen Buch hat sie wieder ein Cover kreiert, dass auf jeden Fall ins Auge fällt.  Es spiegelt den Inhalt wieder und verrät nicht zu viel. Vorallem, dass auch die Seitenzahlen in der außergewöhnlichen Schriftart sind, ebenso die Kapitelbeschriftungen gefällt mir gut.  Klappentext: Alles davor ließ sich irgendwie noch logisch erklären – aber das hier?! Konnte man wirklich einen Menschen … erschaffen? Einfach dadurch, dass man sich ihn ausdachte? Und der lief dann quicklebendig durch die Gegend? Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten. Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen. Autorin: Julia Dibbern schweigt stoisch über das Jahr ihrer Geburt. Es ist jedoch überliefert, dass sie bereits mit fünf Jahren erste literarische Versuche in Form einer Bedienungsanleitung für einen neuen Staubsauger unternahm (bei 100Grad ist er am stärksten). Danach füllten romantische Geschichten um schöne Elfenprinzen unzählige Hefte (es war die Zeit, als man noch mit Stift auf Papier schrieb) Mittlerweile verfasst sie lieber Sachbücher und Jugendromane. Wenn Julia nicht gerade mit Texten beschäftigt ist, designt sie Cover für die INK REBELS, ist mit dem Hund draußen, zählt die aktuell im Garte vorhandenen Kaninchen oder träumt von der Sonne Kaliforniens. (Buchklappe) Erster Satz: Du hast hier nicht wirklich für ein halbes Jahr unterschrieben, oder? Worum geht´s? Die 18 jährige Eleonore genannt "Leo", zieht für ihr Studium nach Hamburg, wo ihr Start alles andere als Gut abläuft. Am ersten Abend lesen sie und ihre beste Freundin Miri, ihre selbst geschriebenen Geschichten und mit der Zeit in Hamburg wird Leo immer mehr bewusst, wie nah ihre Geschichten doch an der Realität sind. Vorallem ihre neue Bekanntschaft, welcher ihren Helden aus den Geschichten zum verwechseln ähnlich sieht. Meinung: Nachdem ich ein bisschen Sorgen hatte und es vor mich hingeschoben habe, weil ich wusste, dass es keine Ich-Erzählung ist, habe ich es endlich gelesen und mannomann – ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Wäre da nicht noch so eine Kleinigkeit die sich „Alltag“ nennt, hätte ich es wahrscheinlich sofort durchgelesen. Denn wenn Julia Dibbern eines kann: Dann fesselnd schreiben. Ich fand noch nicht mal das Die Kapitel an sich so „Cliffhangermäßig“ waren, dass man nicht hätte pausieren können, sondern im ganzen durchzieht die Story eine interessante Spannung, sodass man sehr neugierig auf den Rest der Handlung ist. Bis zum Schluss! Es liest sich also sehr, sehr, sehr flüssig, dass die Seiten nur so dahinflogen. Überrascht hat mich auch, dass der Perspektivenstil mir so gut gefallen hat. Das hatte ich bisher bei fast noch keinem Buch. Man konnte also durch die Vogelperspektive nicht nur Leo hautnah kennenlernen, sondern auch Loris Seite der Geschichte, ohne das die Spannung verloren ging. Wichtig sei auch gesagt, dass es sich hier nicht um eine 0-8-15 Lovestory handelt. Dieses Buch greift mehrere schöne und unschöne Themen der Jugend, des Erwachsenwerdens und vor allem zwischen Liebe und Freundschaft auf. Die Charaktere, vor allem unsere Protagonistin Leo kommt nicht nur durch den angenehmen -ihrem Alter entsprechenden- Schreibstil authentisch rüber, sondern man gewinnt sie ganz schnell ins Herz. Man möchte sie knuddeln, schütteln, küssen, anbrüllen und manchmal alles zusammen. Insgeheim hoffe ich sehr, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Ob nun für die gleichen Protas, lass ich mal so dahingestellt. Das Ende hat mich nämlich ziemlich staunen lassen, feuchte Augen und der Gedanke "Das lässt sie doch nicht SO enden?".  Es könnte sofort ein zweiter Band her! Kurz erwähnenswert ist auch, dass überraschende „Gastauftritte“ von einem anderen Rebellischen Charakter in dieses Buch verwebt sind, was ich ziemlich interessant finde. Als würde man die Handlungen der Bücher, als großes Ganze betrachten. Zusammenfassend finde ich die Geschichte von Leo und den anderen sehr gelungen und ich wurde gut unterhalten. Es ist eine gut portionierte Mischung aus Jugendbuch und Dramatik die mein einfach mögen muss. Warnung zum Abschluss: Grünohrhasen und Oreos beim Lesen auf Vorrat haben! Suchtgefahr! Also: Unbedingt lesen!  Zitate: -Das war kein Zufall mehr. Alles davor ließ sich irgendwie noch logisch erklären – aber das hier?! Konnte man wirklich einen Menschen erschaffen? Einfach dadurch, dass man sich ihn ausdachte? Und der lief dann quicklebendig durch die Gegend?-Wie viele von den Sternen da oben sind bewohnt, was denkst du?  Was, wenn es tatsächlich für jeden Menschen ein Gegenstück auf der Welt gab?-Leute, die andere sinnlos zur Schnecke machten, sind scheiße, dachte Leo.-Lichtgötter. Vielleicht gibt es Lichtgötter, die so hell und unschuldig sind, dass sie in der Sonne nicht verbrennen. Vielleicht sind Lichtgötter auch bloß zu dämlich, um zu merken, wenn man sie verarscht.-Der feind – der so glücklich machte. Und so unglücklich. Er wollte sie. Und sie wollte ihn.

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  • Seelenverwandte?

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Legeia

    13. March 2017 um 11:23

    Klappentext:Endlich achtzehn!Leo ist aufgeregt, aber bester Dinge, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit stellt sich als gar nicht so einfach heraus, denn plötzlich muss Leo mit einem Biotop im Badezimmer und dem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klarkommen.Und dann trifft sie auch noch auf Loris, was nur halb so kompliziert wäre, hätte sie nicht das Gefühl, ihn längst in- und auswendig zu kennen: aus den Geschichten, die sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann.Doch wie ist das zu erklären? Kann es Seelenverwandtschaft wirklich geben?Und … wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat – den dunklen Seiten?Die Autorin:Julia Dibbern schreibt Sachbücher und Romane. Als Nachhaltigkeitsjournalistin schlägt sie in ihren Büchern und Vorträgen den Bogen zwischen Familienleben und Planetenglück. Sie lebt mit ihrer Familie vor den Toren Hamburgs.Meine Meinung:Eleonore - Leo genannt - wagt einen entscheidenden Schritt im Leben. Sie ist 18, zieht nach Hamburg, in eine recht verwahrloste Gegend, mit einer Wohnung, in der sich vermutlich nur Kakerlaken wohlfühlen würden, und will endlich unabhängig sein. Zumal ihr Schwarm nun auch in dieser Stadt wohnen soll und sie dort studieren will. Doch in Hamburg angekommen, hilft das Schönreden der Bruchbude, in der sie nun leben soll, nichts mehr. Welch ein Glück, dass sie auf den geheimnisvollen Loris trifft, der ihr ganz selbstlos anbietet, ein Zimmer in dem Haus zu bewohnen, das gerade saniert wird. Und wie es der Zufall will, scheint sie ihn zu kennen. Aus ihren Geschichten, die sie schreibt. Er scheint der Akteur zu sein, den sie sich immer mit abgewandelten Namen vorgestellt hat.Gibt es so etwas wie Seelenverwandtschaft? Oder bildet sie sich das alles nur ein? Während sie sich langsam in den gutaussehenden, aber sehr rebellischen Loris verliebt, merkt sie nicht, dass sie in einen dunklen Strudel gezogen wird. Denn Loris ist nicht nur anziehend, sondern er zieht sie auch noch in dunkle Tiefen hinab, dorthin, wo es bald kein Licht mehr für sie gibt."Wenn ich dich nicht erfunden hätte" ist ein realistisches Jugendbuch aus der Feder von Julia Dibbern. Mit viel Fingerspitzengefühl erzählt sie die Geschichte von Leo und Loris, die kein knallbunter Roman voller Geigen und schwülstigen Liebeserklärungen ist. Man ahnt schon früh, dass das alles vielleicht nicht gut enden kann und ist gespannt, wie sich die Geschichte der beiden entwickeln wird.Leo ist mit ihren 18 Jahren oft zu gutherzig und recht naiv. Natürlich kann man das junge Alter anführen, aber sie redet sich viel zu viel schön, wodurch mal als Leser ihr gern mal ins Gewissen reden möchte. Ihre Freundin Miriam hingegen ist da eher die Realistin, die nicht mit ihrer Meinung geizt. Ich mochte sie sehr.Mit Loris bin ich gleich zu Anfang nicht warm geworden. Solche Typen, die sich für obercool halten und denken, dass sich die Welt um sie dreht, sind mir suspekt. Es gibt viele Menschen, die es nicht leicht im Leben haben und trotzdem sich nicht so fallen lassen und andere ausnutzen.Der Schreibstil ist herrlich locker leicht und jugendlich frisch, sodass man nur durch die Seiten fliegt.Die Autorin hat auf interessante Weise gezeigt, wie leicht man dorthin geraten kann, wo man ohne diesen Menschen nie hingekommen wäre - und das aus Liebe.4 Sterne.

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  • Wenn ich dich nicht erfunden hätte -> Geschichte mit ernstem Thema

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Julie209

    08. March 2017 um 16:40

    „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“ von Julia Dibbern (12,90€ Taschenbuch, erschienen am 01.01.17 im Selfpublishing der Redaktion ink rebels)   Eleonore, genannt Leo, schreibt heimlich Geschichten und zieht für ihr Studium nach Hamburg, wo sie zunächst in einer sehr ranzigen Wohnung wohnt. Auf der Suche nach Secondhand-Möbeln trifft sie auf Loris, der die Verkörperung des Helden in ihren Geschichten ist. Für Leo ist es ganz klar Seelenverwandtschaft. Doch leider hat sie beim Erfinden ihres Traummannes ein paar Kleinigkeiten übersehen.   Die Inhaltsangabe hat mich gleich angesprochen und auch der Start in die Geschichte war relativ angenehm, dennoch habe ich den Schreibstil anfangs ein klein wenig holprig empfunden. Das konnte sich allerdings nach ein paar Kapiteln legen und man fühlt mit Leo mit, aus deren Sicht vornehmlich geschrieben ist. Die Charaktere sind zwar sympathisch, aber durch deren gesundheitsschädliches Verhalten konnte ich leider kaum eine Bindung zu Leo und Loris aufbauen. Leider hat sich das Buch weniger als romantische Liebesgeschichte, sondern eher als realistisch dramatische Tragödie entpuppt, die auch das Thema Drogen sehr in den Mittelpunkt rückt. Ich muss gestehen, dass mich das Buch letztlich nicht so richtig überzeugen konnte, weil ich durch den Klappentext einfach eine andere Erwartung hatte. Auch wenn das Cover eigentlich schon einen deutlicheren Hinweis gibt. Die Themen sind sehr gut recherchiert und auch die Sprache ist an die jugendliche Sprecherin angepasst. Gut hat mir gefallen, dass die Geschichte mit der Seelenverwandtschaft anfangs teilweise einen fantastischen Touch bekommen hat. Das Ende war nicht so, wie ich es mir erhofft hatte, auch wenn es für den Handlungsverlauf durchaus realistisch gewählt war.   Zusammenfassend gesagt: Eine nette Geschichte mit ernstem Thema, an die ich allerdings andere Erwartungen hatte.

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  • interessantes Buch

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Nelebooks

    15. February 2017 um 08:43

    Inhalt: "Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten. Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen." Cover: Das Cover ist ansprechend und auch interessant. Mir gefällt besonders die Schridtart sehr gut. Auch der Titel an sich erweckt Interesse. Schreibstil: Der Schreibstil von Julia Dibbern ist gut und somit konnte ich schnell und flüssig lesen. Charaktere: Die Charaktere sind sehr gut und lebendig beschrieben. Leo war mir am Anfang sehr sympathisch. Allerdings habe ich mich im Laufe der Geschichte mehr und mehr von ihr befremdet und entfernt. Miri und Sina sind mir sehr ans Herz gewachsen - sehr sympathische Mädchen und gute Freundinnen. Mit Loris bin ich die ganze Zeit über nicht richtig warm geworden. Kimo konnte ich die ganze Zeit über nicht richtig einschätzen. Handlung: Die Geschichte ging schon sehr interessant los und es haben sich mir immer wieder neue Fragen aufgetan, was mich zum schnellen Weiterlesen getrieben hat. Es war interessant und spannend, weshalt ich es kaum aus der Hand gelegt habe. Die Thematik ist interessant und auch erschreckend. Die Eindrücke und Beschreibungen waren sehr gut und überzeugend ausgearbeitet. Das es in die Richtung Esoterik teilweise abgedriftet ist, hat mir nicht gefallen. Das Ende hat ist gut, da es realistisch ist, hat mir aber nicht so gut gefallen. Fazit: Eine interessante Geschichte mit gut beschriebenen Charakteren! (c) Nelebooks

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  • Leserunde zu "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" von Julia Dibbern

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Ink-Rebels

    Alles davor ließ sich irgendwie noch logisch erklären – aber das hier?! Konnte man wirklich einen Menschen … erschaffen? Einfach dadurch, dass man sich ihn ausdachte? Und der lief dann quicklebendig durch die Gegend?Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten.Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen.Ihr Buchsüchtigen,wir laden euch herzlich zu unserer zweiten Ink-Rebels-Leserunde ein, zu Julia Dibberns Roman Wenn ich dich nicht erfunden hätte.Ink Rebels, das sind die fünf Autorinnen Jennifer Benkau, Daniela Ohms, Kira Minttu, Julia Dibbern und Franziska Fischer, die unter diesem Label ihre Herzensbücher veröffentlichen. So professionell wie ein Verlag, nur viel selbstständiger und mit kiloweise Herzchenkonfetti im Büro. Außerdem gibt es bei uns jeden Tag Kuchen. Wer mehr über die Tintenrebellinnen wissen möchte, klicke bitte hier.Liebe Lovelybooker,alle Jugendbuchliebhaber ab ca. 15 (bis ca. 115 ;- ) ) lade ich ganz herzlich zu meiner allerersten Leserunde ein. Eine Leseprobe und Beschreibung meines Romans Wenn ich dich nicht erfunden hätte findet ihr hier: https://www.ink-rebels.de/index.php/wenn-ich-dich-nicht-erfunden-hatte/ Wenn ihr euch davon angesprochen fühlt, bewerbt euch sehr gern bis zum 17.01.17 um eins der zehn Rezensionsexemplare (fünf eBooks, fünf Prints). Einen Tag danach gebe ich die Gewinner bekannt.Bitte schreibt gleich zu eurer Bewerbung dazu, ob ihr lieber ein Print oder ein eBook hättet (und in welchem Format das eBook sein soll).Für alle, die sich bewerben möchten, habe ich folgende Fragen: Wie hat euch die Leseprobe gefallen, welchen ersten Eindruck habt ihr von Leo? Was glaubt ihr, wie es weitergeht mit Leo und der Katastrophenwohnung? Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen und auf die anschließende Leserunde. 🙂Mitlesen und mitdiskutieren kann natürlich außer den Gewinnern gern jede/r, die/der das Buch besitzt bzw. selbst kauft und Lust dazu hat. 🙂 Die Klappenbroschurausgabe könnt ihr direkt beim Amrûn Verlag (www.amrun-verlag.de) bestellen, sogar signiert.Lieben Gruß,Julia DibbernEs gelten die üblichen Lovelybooks-Leserunden-Richtlinien, also aktive Teilnahme an der LR und das Verfassen einer aussagekräftigen Rezension spätestens vier Wochen nach Erhalt des Buches.

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  • Nicht süß, sondern kantig

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Lainybelle

    08. February 2017 um 14:40

    Worum geht's? Jetzt kann das Leben so richtig losgehen! Leo ist neu in Hamburg, um ihr Studium anzufangen. Allerdings hat sie sich das mit der ersten eigenen Wohnung etwas anders vorgestellt - ohne Ekelfaktor und gemeingefährliche Nachbarn. Als sie Loris begegnet, stellt sich ihre Welt auf den Kopf - er ist die Hauptfigur aus ihren selbst geschriebenen Geschichten! Wie kann das möglich sein? Doch allzu schnell erkennt Leo, dass sie doch nicht alles über ihn weiß und es Dinge gibt, die sich mit aller Macht zwischen sie stellen ... Was mich neugierig gemacht hat: Neugierig war ich vor allem auf Leos Liebe zum Schreiben und auf die Konflikte, die entstehen würden, wenn sie ihrem "Charakter" im echten Leben über den Weg läuft. Ich hatte das Glück, bei einer tollen Leserunde mit der Autorin dabei sein zu dürfen, und es wird defintiv nicht mein letztes Buch von ihr und den ink rebels gewesen sein. Wie es mir gefallen hat: "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" ist anders als erwartet und zwar auf eine positive Art und Weise.  Eigentlich lässt das Cover die so gar nicht leichte Stimmung des Buches schon gut erahnen; trotzdem können die ersten Assoziationen zu Titel und Geschichte einen ein wenig in die Irre leiten. Ich persönlich dachte, es gehe vor allem ums Schreiben und darum, wie die Protagonistin einem ihrer Charaktere im echten Leben begegnet und sich mit der quasi Gestalt angenommenen Idee auseinandersetzen muss - und dass sich im Verlauf dann vielleicht ihr Buchprojekt und sie selbst weiterentwickeln. Trotz des Hinweises im Klappentext auf Loris' "dunkle Seiten" war ich erst mal von einer eher fröhlichen Geschichte mit viel Gefühlschaos, aber Happyend-Garantie (á la die Liebe besiegt die düstere Vergangenheit) ausgegangen. Das wäre vermutlich auch kein schlechtes Buch gewesen, aber es ist nicht, womit man es hier zu tun bekommt. "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" ist realistisch, mitunter hart und traurig, eine Berg- und Talfahrt (mit vielen tiefen Talstrecken). Die meiste Zeit während des Lesens war ich hin- und hergerissen zwischen der Faszination, wie Julia Dibbern es schafft, Leos und Loris' Leben so scharf zu beobachten, und dem Widerwillen gegenüber der Tatsache, dass solche Geschichten sich wirklich ereignen, da draußen in unserer Welt. Leo ist schwierig, aber oder gerade deswegen menschlich. Sie hat schwache Momente, naive Momente, unbedacht blinde Momente und von alldem nicht wenig. Sie redet sich viel ein, redet sich viel schön, redet sich viel zurecht. Es fällt schwer, sich in ihre Lage hineinzuversetzen, aber vielleicht soll man auch gerade das nicht tun. Vielleicht soll man vielmehr zusehen, hoffen und wütend werden und wieder hoffen. Die Geschichte wird aus personaler Sicht von Leo aus erzählt und wechselt für kürzere Passagen zu Loris. Auch er ist als Figur sehr gut gelungen und seine Einstellung und Art werden sehr überzeugend vermittelt. Unter den Nebencharakteren finden sich einige sehr sympathische Figuren wie z.B. zwei polnische Handwerker oder Leos beste Freundin Miriam. Andere Personen dagegen hätte ich gern noch etwas näher kennengelernt, darunter Leos Kommilitonin Sina oder Loris' Freund Rafael. Dass das Schreiben nur am Rande vorkommt, finde ich ein bisschen schade. Dafür, dass Leo schon so lange heimlich Geschichten erfunden hat, hätte ich erwartet, dass das mehr zum Tragen kommt und sie vielleicht zumindest hintergründig durch all die Wirrungen hindurch begleitet. Kleine Auszüge aus ihren Geschichten an den Kapitelanfängen oder etwas Ähnliches hätten aus meiner Sicht gut gepasst. Mir gefällt gut, wie unvorhersehbar die Geschichte ist. Man weiß nicht, was als Nächstes passiert, ob Leo Fehler an Fehler reihen und gegen die Wand fahren oder die Kurve bekommen wird. Bis zum Ende bleibt im Hintergrund immer das Rätsel, warum Loris aus Leos Geschichten entsprungen ist. Hier möchte ich natürlich nichts vorwegnehmen, kann aber sagen, dass es ein sehr glaubhaftes und rundes Ende ist. (Für wen) Lohnt es sich? Es lohnt sich für all diejenigen, die hier nicht die millionenste seichte Liebesgeschichte erwarten, sondern auch mit einer Handlung umgehen können, die nicht plüschig und rosa ist. Ich finde, die perfekte Zielgruppe sind junge Erwachsene zwischen 18 und Mitte/Ende 20, aber auch Jugendliche ab ca. 14, die auch mit "erwachseneren" Themen und Szenen nicht überfordert sind, spricht es an. In einem Satz: "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" ist keine süße Geschichte, sondern eine mit Kanten, eine, die nichts beschönigt, einem nichts schenkt und gerade dadurch so überzeugend wird.

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  • Wenn man das Gefühl hat sich zu kennen

    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Culala

    02. February 2017 um 13:37

    Julia Dibbern, von der ich bisher nur Sachbücher kannte, hat ihren ersten Roman veröffentlicht und dazu eine Leserunde veranstaltet an der ich teilgenommen habe. Und da in dem Beitrag zur Leserunde so viele Spoiler sind kommt hier noch eine Rezension zu Wenn ich dich nicht erfunden hätte. Leo zieht nach dem Abi nach Hamburg, eigentlich nur aus einem Grund, ihr Schwarm Kimo studiert dort und sie hofft ihm zufällig an der Uni über den Weg zu laufen. Leider ist ihr Start in Hamburg aber alles andere als toll, die Wohnung in der sie gelandet ist ist dreckig, verschimmelt und bei Regen läuft das Wasser die Wand runter. Dazu kommen asoziale Nachbarn, die ihr mehrfach vor die Wohnungstür kotzen. Leo ist klar, dass sie aus dem Loch so schnell wie möglich raus muss. Als sie nach einem Laden für gebrauchte Dinge sucht trifft sie im Treppenhaus der angegebenen Adresse einen jungen Mann, der ihr irgendwie vertraut vorkommt. Beinahe hätte sie ihn mit den Worten: „Hier bist du also“ begrüßt. Lange grübelt sie, woher sie den Mann kennt und plötzlich fällt es ihr wie Schuppen von den Augen, er ist der Junge aus ihren Geschichten, die sie schreibt. Leo bekommt durch Zufall Kontakt zu dem jungen Mann, Loris und zieht wenig später bei ihm ein, denn er renoviert gerade mit zwei polnischen Arbeitern die Wohnungen in dem Haus und hat ein Zimmer frei. Schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine Liebesaffäre, die aber besonders Leo nicht gut tut. Denn Loris ist kein normaler durchschnittlicher junger Mann, sondern eher der Typ „Bad Boy“ (mehr möchte ich hier nicht verraten). Leo lässt sich von ihm mitreißen und vernachlässigt Studium und Freunde. Doch kann sie Loris retten? Und wie kommt es, dass der Junge aus ihren Geschichten plötzlich Realität ist? Ich weiß nicht wie oft ich beim Lesen dachte: Bitte nicht Leo, bitte tu das nicht! Ich habe mitgelitten und mich manchmal gefragt, warum sie so naiv ist und fast alles mit sich machen lässt. Doch dann ist mir klar geworden, dass sie erst 18 Jahre alt ist und bisher sehr behütet aufgewachsen ist. Leo hatte noch nie einen Freund, hat nur jahrelang für Kimo geschwärmt und sich ausgemalt wie es sein könnte, wenn sie endlich ein Junge wahrnehmen würde. Dass dann gleich so ein Typ wie Loris auf sie steht ist für ein Mädchen wie Leo etwas ganz besonderes, haben doch sonst die Lorises dieser Welt eher die coolen, schönen Freundinnen und nicht ein Mädchen wie Leo. Zum Glück ist der Roman aber nicht überall ab 14 Jahren frei gegeben, denn einige Szenen sind sehr heftig, zumindest für eine 14 jährige. Ich selbst hätte in dem Alter so meine Schwierigkeiten damit gehabt, bin ich doch genauso naiv, ungeküsst und behütet wie Leo gewesen. Trotz allem hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn ich bis zum Schluß mit Loris nicht warm geworden bin. Es mag ja sein, dass Frauen auf die bösen Kerle stehen, ich wohl dann eher nicht. Eigentlich kann er einem auch Leid tun, da er so viele Probleme mit sich herumschleppt und wahrscheinlich niemandem hat der ihm wirklich helfen möchte.

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