Wenn ich dich nicht erfunden hätte

von Julia Dibbern 
4,1 Sterne bei33 Bewertungen
Wenn ich dich nicht erfunden hätte
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Positiv (26):
bibliophilehermines avatar

Und die Gedanken fahren Karussell. Dieses Buch bleibt im Kopf. Beeindruckend.

Kritisch (2):
Booklover88s avatar

Meine hohen Erwartungen wurden leider enttäuscht. Schrecklich nervige Protagonistin trotz sehr spannender Thematik.

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Inhaltsangabe zu "Wenn ich dich nicht erfunden hätte"

Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten. Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen. All-age-Roman ab 14

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B01M6B53T6
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:168 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:01.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    piper1981vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Für die Zielgruppe geeignet
    Klapentext verursacht falsche Erwartungen


    Eigene Meinung:
    Ich bin etwas zwiegespalten.
    Das Buch liest sich gut weg, der Schreibstil ist flüssig zu lesen und an die Zielgruppe (14) angepasst.
    Aufgrund des titels und des Klappentext bin ich leider mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde deshalb etwas enttäuscht. Zuviel will ich nicht verraten, aber wer etwas Paranormales/Fantastisches möchte, sollte lieber zu was Anderem greifen.


    Über die Charaktere hat die Autorin sich viele Gedanken gemacht, mir persönlich ging Leo iwann auf die Nerven.
    Ja, mit 18 und verliebt macht man dumme Sachen, aber teilweise soooo naiv war mir dann doch too much.
    Bösewicht Loris dagegen hat mir sehr gut gefallen.Ja, total unsympathisch, dabei aber glaubwürdig. Der war iwie echt, ein echtes Arschloch.
    Ich weiß nihct warum, vll weil ich ja als Leser mehr wusste, als Leo, aber die Gefühle der Beiden sind leider nicht bei mir angekommen.
    Alles was die Zwei unternehmen, sei es noch so romantisch, zb zusammen wegfahren, endet iwie schlecht.


    Klappentext/Titel haben sich natürlich auch aufgelöst, war mir zu wenig, ja schon fast unglaubwürdig.



    Fazit:
    3/5 Sternen
    Für die Altersgruppe geeignet

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    bibliophilehermines avatar
    bibliophileherminevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Und die Gedanken fahren Karussell. Dieses Buch bleibt im Kopf. Beeindruckend.
    Gedankenkarussell

    Es ist keine Liebe auf den ersten Blick gewesen, aber es ist eine Geschichte die mich im Nachhinein doch ziemlich beeindruckt hat. Es ist kein Buch, das einen sofort loslässt, es bleibt im Kopf und arbeitet dort weiter. Regt zum Nachdenken an. Obwohl es, teils, langatmige Stellen gibt, hat es auch eine unheimliche Sogwirkung . Man kann nicht aufhören, man muss weiterlesen. Julia Dibbern sorgt dafür, dass ihre Worte irgendwie süchtig machen.

    Sucht und Co-Abhängigkeit ist ein ganz großes Thema in diesem Buch. Man kann nach vielen Dingen süchtig sein, auch nach Menschen und ich finde, die Thematik wurde sehr realitätsnah , eindringlich und authentisch rüber gebracht, dabei aber nicht zu schwerfällig. Der Storyverlauf hat es in sich und vieles was mich am Anfang doch eher nervte ergab irgendwann einfach Sinn.

    Da wäre zum Beispiel Leo, oftmals wollte ich mit ihr einfach nur 'Kopf-meets-Tischplatte' spielen, damit sie mal klar denkt und klar sieht, sie ist unheimlich Naiv und oftmals war ich einfach nur genervt, aber dafür macht sie auch eine ziemlich starke charakterliche Entwicklung durch und auf eine gewisse Art und Weise entwickelt man sich mit ihr. Loris hingegen, war frech, vorlaut, arrogant und ziemlich rotzig. er machte mich wütend, zugleich aber auch betroffen. Er für diese Geschichte einfach perfekt. Die beiden sind wie Tag und Nacht und die Anziehung zwischen den beiden ist fast spürbar. Wie Magnete, die sich anziehen und abstoßen, prallen ihre Welten immer wieder aufeinander.

    Leider fand ich auch ein paar Szenen zu schnell abgehandelt, was meistens mit Leos Charakter zusammenhing, aber auch mit Loris, es schwang immer diese Gewisse Gleichgültigkeit mit und mir fehlte es Stellenweise etwas an Tiefe und Emotionen. Zum Ende hin , hat es mich allerdings ziemlich fertig gemacht. Aber auf gute Art und Weise.Denn man sieht auf einmal ganz klar und alles ergibt irgendwie Sinn. Dieses Buch muss man nach dem Lesen sacken lassen und nochmal als ganzes betrachten.

    Erwartet habe ich eine lockere, leichte Geschichte, aber die Thematik ist ziemlich hart. Auch wenn man beim lesen vielleicht das ein oder andere mal genervt ist , beeindruckt die Geschichte Nachhaltig. Sie bleibt im Kopf und eigentlich will man sich noch nicht von den Charakteren verabschieden. Auf den ersten Blick passiert gar nicht so viel aber dennoch irgendwie alles gleichzeitig. Das Buch entwickelt sich von Seite zu Seite und man kann nicht aufhören zu lesen.
    Klare Leseempfehlung.

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    Booklover88s avatar
    Booklover88vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Meine hohen Erwartungen wurden leider enttäuscht. Schrecklich nervige Protagonistin trotz sehr spannender Thematik.
    Spannende Thematik, leider stellenweise recht nervig und unglaubhaft

    Leo zieht nach Hamburg zum Studieren, weil dort auch ihre Jugendliebe Kimo studiert. Dabei lernt sie Loris kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt, der aber sehr dem Alkohol und anderen Drogen zugetan ist ...

    Ich fühlte mich bei der Lektüre nach einer Weile ein wenig an Twilight erinnert ob der schrecklichen Naivität Leos. Ja, dass man sich gewisse Dinge schön redet, auch beim ersten Freund, kann ich verstehen, aber dann sogar Drogen nehmen und der Meinung sein, dass sie alles zum Guten wenden kann, weil sie und Loris sich aus einem früheren Leben kennen? Und wieso will so ein Bad Boy, der so ziemlich alles im 5m-Radius fachgelegt, egal welchen Geschlechts, eigentlich so jemanden wie Leo, der klammert und keine Ahnung von nichts hat?

    Das an sich sehr spannende und interessante Thema wurde meiner Meinung nach nicht sehr gut umgesetzt ... Es erschien mir alles sehr wirklichkeitsfern und während der gesamten Lektüre wollte ich Leo einfach nur schütteln, damit sie mal wieder zur Vernunft kommt ...

    Diese Lektüre habe ich leider nicht genossen.

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    Luna0501s avatar
    Luna0501vor einem Jahr
    Ich hab was anderes erwartet...

    Achtung Achtung! Diese Rezension enthält zum ersten Mal kleine Spoiler! Wer das Buch noch lesen möchte, bitte jetzt weiter klicken!


    Leo zieht mit 18 vom Lande in die große Stadt Hamburg um Anglistik zu studieren. Ihr ganzes Leben lang schwärmt die Hornspielerin schon für Kimo, ihren alten Kindergartenfreund. Das der zufällig auch dort studiert, wäre ja ganz praktisch, wenn Leo nicht plötzlich über Loris stolpern würde. Nach einer ziemlichen Wohnungskatastrophe zieht sie in die WG der ganz anderen Art und verliebt sich.

    Und da geht es leider schon los. Leo ist ein 18 jähriges Mädchen. Das man da noch etwas naiv und verrückt ist, alles lockerer nimmt und auch nicht die besten Entscheidungen trifft, seh ich ihr ja noch nach. Das wäre vielleicht auch noch ganz süss, wäre ihre Naivität nicht so derart in Dummheit umgeschlagen. Ich war so genervt. Ich wollte sie schütteln und fragen ob sie vielleicht als Kind in einer Glitzerwelt eingesperrt war, oder man sie auf dem Dachboden aufgezogen hat. Selbst wenn man auf dem Lande groß gezogen wird, kommt man nicht so unwissend daher.

    Loris fand ich ziemlich cool dargestellt, wenn er auch einfach den unsympathischen Part in der Story hatte. Natürlich ist er ein Arsch und will sich nicht verändern. Aber er wirkt eben auch echt und seine Art hat in der Story noch was raus gerissen. Das man ihm dann aber nicht mehr zu getraut hat, fand ich schade und ob ein Playboy, der echt tiefe Probleme hat und jedes Mädel im Umkreis flach legt, so eine klammernde und naive Freundin will, sei mal dahin gestellt.

    Von der hoffnungslosen Liebelei der Geschichte war ich direkt schockiert. Natürlich kann man sich auch alles schön reden, was Leo recht gut mit ihrer Denkweise schafft, aber Halleluja. Ich finde hier hat es die Autorin sehr übertrieben und Leo damit nicht wirklich geschmeichelt.

    Das Ende hat mich dann regelrecht wütend gemacht. Ich verstehe, das man auch Bücher schreiben möchte, in denen nicht der Bad Boy das gute Mädchen bekommt. Aber welcher normale Mensch lässt nach ewigen vielen, ergreifenden und dramatischen Erlebnissen einen anderen, der nach Hilfe fast schon bettelt, fallen wie eine heiße Kartoffel? Ehrlich... mir hat es den Boden unter den Füßen weg gerissen.

    Hätte Julia Dibbern nicht so eine tolle und flüssige Schreibweise, hätte das Buch keine 80 Seiten bei mir durch gehalten. Ihr Stil passt zu einem Jugendbuch, ist frisch und spritzig und besitzt ein paar durchaus unterhaltsame Situationen. Die Emotionen aber haben mich nur bedingt mitgerissen. Ich konnte mich mit keinem Charakter identifizieren, da auch der Background dieser nicht so richtig aufgegriffen wurde.

    Leider war das Buch für mich kein wirkliches Lesevergnügen und die Schreibweise von Julia Dibbern konnte das nicht mehr raus reißen. Das tut mir wirklich leid, da ich in der Autorin wirklich Talent zu schreibe.

    Ich gebe 2,5 von 5 Sternen.

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor einem Jahr
    Kurzmeinung: ​ Dieses Buch macht wütend, nimmt mit und ist anders - aber sehr empfehlenswert!
    ​ Harter Tobak, anders als man erwartet, aber sehr empfehlenswert


    Inhalt

    Leo ist 18 und gerade von zuhause ausgezogen, nach Hamburg, fürs Studium. Doch mit ihrer gemieteten Wohnung läuft alles schief und plötzlich findet sie sich in einer neuen Wohnung wieder, bei Loris, der ihr so seltsam vertraut vorkommt. Leo fühlt sich zu Loris hingezogen, doch er versteckt etwas vor ihr: die Tatsache, dass er ihr nicht guttun würde.


    Meinung

    Es ist verdammt schwer, "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" zu bewerten, beschreiben oder zu erklären, wieso es so empfehlenswert ist. Und gleichzeitig möchte ich genau das unbedingt schaffen, damit dieses Buch nicht untergeht in den vielen anderen Jugendbüchern, denen es auf den ersten Blick vermeintlich ähnelt. Denn das hätte es nicht verdient, auch wenn ich es nicht perfekt fand.

    Der Roman beginnt wie viele andere Jugendbücher auch: mit dem netten Mädchen von nebenan als Protagonistin, die mit ihrem neuen Leben etwas überfordert ist, und dem geheimnisvollen Bad Boy als Retter, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt.
    Doch ab da ist dann auch schon alles anders, als ich es von anderen Jugendbüchern kannte.

    Das fängt schon damit an, dass die beiden Hauptfiguren, insbesondere Loris, unberechenbar sind.
    Man hält Leo erst für ein schüchternes Mauerblümchen, doch dann entpuppt sie sich als erstaunlich schlagfertig und willensstark, was in Kombination mit dem charismatischen Loris zum Teil zu äußerst unterhaltsamen Dialogen führt. Obwohl Loris selbst sehr genau weiß, was er will, schafft sie es oft, sich ihm entgegenzustellen und seinen Spielchen nicht nachzugeben.
    Gleichzeitig hat sie aber auch extrem schwache Momente, in denen sie Loris plötzlich hilflos ausgeliefert zu sein scheint und man sie einfach nur schütteln und anschreien möchte, weil sie gefühlt alles mit sich machen lässt - was andererseits aber auch realistisch ist, denn frisch verliebte Menschen tun oft (unbewusst) alles, um der anderen Person zu gefallen und ihr nahe zu sein.
    Diese beiden Seiten von Leo passten für mich oft jedoch nicht wirklich zusammen.
    Generell konnte ich sie als Figur schwer einschätzen und bin mir auch einige Tage nach dem Lesen nicht sicher, ob sie authentisch oder inkonsequent entwickelt ist. Zum Beispiel passte die Tatsache, dass sie jahrelang für denselben Typen geschwärmt hat, ohne ihn anzusprechen, für mich nicht zu ihrem plötzlich so offenen Verhalten Loris gegenüber.

    Loris ist da nicht weniger undurchschaubar und bleibt durch viele Andeutungen über seine "dunklen Seiten" und Geheimnisse anfangs noch recht undurchsichtig.
    Durch die Kapitel aus seiner Sicht erfährt man zwar von seinem "weichen Kern", der konfliktreichen Beziehung zu seinen Eltern, der Tatsache, dass es ihm oft sehr schlecht geht und findet heraus, dass er Leo mag.
    Doch oft ist Loris auch einfach nur - auf gut Deutsch - ein Arschloch. Er provoziert, er manipuliert, er akzeptiert kein "Nein" und nimmt sich, was er will, wann er will, und lässt es genauso schnell wieder fallen, wenn es ihm nicht mehr passt. Gleichzeitig sind ihm die Bedürfnisse anderer Menschen scheinbar völlig egal, selbst die von Menschen, denen er etwas bedeutet. Bezeichnend für ihn sind zum Beispiel Szenen wie diese:
    "Lass das!" Leo drückte ihn weg.
    "Warum? Ich will das."

    Er war mir das ganze Buch hindurch durchweg unsympathisch, vor allem, weil er Leo größtenteils nur als sexuelles Objekt zu sehen scheint; ein Mädchen, mit der er gerne spielt, die aber für andere Dinge wieder fallenlassen kann, wenn es ihm passt.
    Das machte es mir schwer, diesen Loris mit den wenigen Dingen, die man über seine verletzlichen Seiten erfährt, zusammenzubringen, und ich hätte mir noch mehr Informationen darüber gewünscht, was ihn sich wann wie ein Arschloch verhalten lässt, obwohl er sicher nicht als eins geboren ist. So kam er mir oft etwas zu einseitig vor und wies eine seltsame Mischung aus Emotionalität und Oberflächlichkeit auf, deren Übergänge für mich nicht verständlich waren. Ich hätte mit entweder mehr oder keine Kapitel aus seiner Perspektive gewünscht.

    Ein besonderer Aspekt dieses Buches, der im Original-Klappentext Erwähnung findet, ist die Tatsache, dass Loris den Hauptfiguren aus Leos Geschichten extrem ähnelt, was einer der Gründe ist, wieso sie sich so schnell zu ihm hingezogen fühlt. Dieses Element und auch die Erklärung dafür fand ich sehr kreativ, aber nicht hundertprozentig ausgereift umgesetzt, weil man sich lange nicht sicher ist, ob es sich um ein Fantasy-Element handelt und was es mit der restlichen Geschichte zu tun hat.

    So unberechenbar wie die beiden Hauptfiguren ist auch ihre "Beziehung", auch wenn man diese nicht als Beziehung im herkömmlichen Jugendbuch-Sinne sehen kann.
    Während Loris' Faszination für Leo in meinen Augen schwach bis gar nicht erklärt wurde, kann man Leos Interesse an ihm trotz seiner etlichen unsympathischen Eigenschaften gut nachvollziehen. Loris versprüht den typischen Bad Boy-Charme, aber auf eine vielschichtigere Weise als die 08/15 Bad Boys in anderen Jugendbüchern. Man versteht schnell, wie Leo auf seine manipulative reinfallen kann.
    Ein Kompliment muss ich der Autorin auch für die erotischen Szenen machen, die die körperliche Anziehung zwischen den beiden beschreiben. Obwohl sie niemals explizit sind, ist das Knistern zwischen den beiden für die Leser*innen deutlich spürbar.

    Teilweise entwickelte sich die Beziehung der beiden in meinen Augen aber auch viel zu schnell und dadurch unverständlich, schon angefangen bei dem etwas überstürzten und unrealistischen Einzug. Während ich dann die körperliche Anziehung zumindest von Leos Seite her durchaus nachvollziehen konnte, blieb für mich oft unklar, was die beiden (vor allem sie an ihm) charakterlich aneinander fanden. Zudem kam mir Leo, die eigentlich recht klug ist, oft unfassbar naiv vor, wenn sie bei einem Mann wie Loris so schnell denkt, er sei ihr Freund, obwohl sie nie darüber gesprochen haben. Auch das Wort "Liebe" nimmt sie viel zu schnell in den Mund.
    Erfrischend fand ich dagegen, wie schnell es zwischen den beiden körperlich wird. Es passte für mich zwar nicht zu der eher romantisch veranlagten Leo, war für ein Jugendbuch aber mal eine ungewöhnliche Abwechslung.

    Aufgrund der so widersprüchlichen und komplexen Beziehung der beiden war "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" für mich oft sehr anstrengend zu lesen, was jedoch auch ein Kompliment für Julia Dibberns Talent als Autorin ist.
    Mit Leo zusammen fühlte ich mich zu Loris hingezogen und obwohl ich genau wie sie rational wusste, wenn er unverzeihliche Dinge getan hatte, wünschte ich mir trotzdem immer wieder, er würde sich ändern und die beiden würden zu einander finden, genau wie Leo ihm einerseits sagt, er sei ein Arschloch, und trotzdem wieder zu ihm zurückkommt.
    Gleichzeitig machte es mich extrem wütend, wieviel Leo mit sich machen lässt, wie selten sie Probleme anspricht und wie leicht sie sich mit Floskeln abspeisen lässt, selbst wenn es um sehr ernste Themen geht.
    Dadurch nimmt dieser Roman in jedem Fall sehr mit und wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.

    Zusätzlich zu der ungesunden Beziehung der beiden kommt in der zweiten Hälfte des Buches noch ein sehr wichtiges, ernstes Thema hinzu, das hier von einer ungewöhnlichen und sehr interessanten Seite beleuchtet wird. Obwohl ich mangels Erfahrung nicht beurteilen kann, wie authentisch es dargestellt wurde, faszinierte mich die Thematik und die Art, wie sie behandelt wurde, ungemein.
    Da ich jedoch nicht zu viel verraten will, kann ich an dieser Stelle nicht genauer darauf eingehen.

    Der Clou an "Wenn ich dich nicht erfunden hätte", der das Buch so besonders macht, ist der, dass es nicht wie leider viele andere Jugendbücher mit frauenverachtendem Touch das Bad Boy-Gehabe und die manipulativen und selbstsüchtigen Seiten der männlichen Hauptfigur romantisiert. Zwar zeigt der Roman die oberflächliche Anziehungskraft solcher Charaktere auf und macht verständlich, wieso viele Frauen auf solche Männer reinfallen und sie "retten" wollen, verdeutlicht aber auch, was für einen Schaden eine so toxische Beziehung anrichten kann und wie wichtig es ist, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen. Eine solche Botschaft würde ich mir von viel mehr Jugendbüchern mit ähnlichen Figuren wünschen.
    In diesem Zusammenhang ging mir eine sehr wichtige Entwicklung am Ende leider viel zu schnell und ich konnte nicht nachvollziehen, was genau die betreffende Figur zu dieser Entscheidung und die andere zu ihrer Reaktion darauf gebracht hat.

    Ein kurzes Wort möchte ich noch zum Schreibstil verlieren, an den ich mich erstmal gewöhnen musste, da er auf mich sehr gehetzt und abgehackt wirkte, mit schnellen und abrupten Szenenwechseln. Durch den Sog der Geschichte tritt das allerdings schnell in den Hintergrund, ebenso wie die Tatsache, dass die meisten Nebenfiguren auf mich eher blass wirkten.


    Fazit

    "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" ist ein sehr ungewöhnliches, bewegendes Buch mit einem ernsten Thema, das ich so bisher noch in keinem Jugendbuch behandelt gesehen habe. Die Thematik und insbesondere die Botschaft sind sehr wichtig und so anders als alles, was ich bisher gelesen habe, dass ich das Buch jedem Menschen, der auch gerne mal Jugendbücher mit härteren Tobak liest, ans Herz legen kann.
    Da mir die Persönlichkeiten der Figuren und die Motive für ihre Handlungen nicht immer ganz einleuchteten, kann ich trotzdem nur 4 Sterne vergeben.

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    Sylencevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gute Geschichte mit sehr schwacher Protagonistin.
    Konnte leider nicht überzeugen

    Die Ink Rebels schlagen zur Zeit hohe Wellen. Ihre Bücher sind beliebt und sie stauben ordentliche Rezensionen ab. Klar, dass ich da neugierig wurde und der Klappentext von "Wenn ich dich nicht erfunden hätte" liest sich großartig. Genau das Richtig, wenn man selbst Schreiberling ist! Also stand die Urlaubslektüre fest.
    Leo zieht zum Studieren vom Land in die große Stadt und ist zum ersten Mal auf sich allein gestellt. Klar, dass das im Chaos endet. Ihre erste eigene Wohnung ist eine Saubude und zu allem Überfluss kennt sie niemanden in Hamburg. Als sie dann auf Loris trifft, scheint er die Rettung zu sein, denn er hat ein freies Zimmer in einem frisch renovierten Haus und sieht auch noch verdammt gut aus. Doch Loris ist weit davon entfernt perfekt zu sein und zeigt Leo ein aufregendes aber auch gefährliches Leben.
    Die Story ist eine typisch "unschuldiges Mädchen trifft Bad Boy"-Geschichte. Das kann mal gut gemacht sein und mal fürchterlich nach hinten gehen. Ein Reinfall war das Buch für mich nicht - so viel vorweg. Doch überzeugt hat es mich auch nicht.
    Stilistisch und handwerklich kann ich mich nicht beschweren. Julia Dippern schreibt flott und frech. Es lässt sich gut lesen und hat einen gewissen Witz. Wahrscheinlich habe ich deswegen auch nicht abgebrochen, da es sich so locker konsumieren ließ.
    Mein großer Haken sind die Charaktere - allen voran Leo, die Protagonisten. Manchmal wollte ich sie nur packen und schütteln oder sogar erwürgen. Ich meine, dass man mit 18 noch nicht die große Portion Lebenserfahrung hat, ist klar. Und auch eine gewisse Naivität ist ganz süß, aber dieses Mädchen hat den Vogel abgeschossen. Ich komm auch vom Dorf und bin behütet aufgewachsen, aber Leo muss hinterm Mond gelebt haben, in einer Zuckerwatte-Einhorn-Welt oder in irgendeinem Keller. Für mich schlug ihre Naivität irgendwann in Dummheit um und es war für mich echt anstrengend. Viele meiner Leser wissen, wie wichtig mir gute Charaktere sind und dass ich dann auch viele andere Macken verzeihe, wenn mich die Charaktere überzeugen. Hier war es genau anders herum. Eine Story, die vielleicht richtig gut hätte überzeugen können, scheiterte an der Protagonistin.
    Loris hingegen fand ich ziemlich spannend. Natürlich ist er ein Arsch und er will sich auch gar nicht ändern oder verbiegen und das finde ich super. Er hat es für mich etwas herausgerissen. Und das Ende. Ich fand es sehr gut umgesetzt, will aber nichts verraten.
    Besonders schade fand ich, dass der Teil mit den Geschichten sehr schnell in den Hintergrund rückte. Eigentlich war das überhaupt nicht interessant für die Story und ich war echt enttäuscht, denn wenn man selbst schreibt, erweckt man seine Charaktere oft und gerne zum Leben. Ich dachte bei dem Klappentext, dass dort auch etwas mehr der Fokus liegen würde.

    Fazit:

    Schön schade. Die Geschichte hat Potential, der Stil ist super, die Protagonistin nervt. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet durch den Hype um die Ink Rebels, aber dieses Buch ist dem Ruf leider nicht gerecht geworden.
    Trotzdem liest es sich schnell und ich zumindest wollte wissen wie es mit Loris weiter geht. Am Ende fühlte ich mich doch irgendwie unterhalten. Für mich war es nette Pool-Lektüre, leider nicht mehr.

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    AnnaBerlinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Harte Realität und ein roter Faden, der Sogwirkung entwickelt – LESEN!
    Harte Realität und ein roter Faden, der Sogwirkung entwickelt – LESEN!


    Inhalt: Leo ist aufgeregt, aber optimistisch, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit hat nicht nur Vorteile, denn plötzlich muss Leo mit zu viel Wasser und einem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klar kommen. Und dann trifft sie eines Tages auf Loris und mit ihm das Gefühl, dass sie ihn längst in- und auswendig kennt. Denn in ihren erfundenen Geschichten ist jeder männliche Charakter ein Loris. Doch wie ist das zu erklären? Kann man sich einen Menschen ausdenken und wenn ja, wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat? Jenen dunklen Seiten, die nicht nur Loris zerstören könnten, sondern auch Leo…
     
    Der Story-Stapel
    Erster Satz: „Du hast hier nicht wirklich für ein halbes Jahr unterschrieben, oder?“
    Wir begleiten Leo direkt bei ihrem Umzug in die für sie große Stadt Hamburg. Und landen mit ihr direkt in einem wirklichen Loch von Wohnung. Die wenigen Tage, die wir mit Leo dort verbringen, machen ihre Entscheidung, in die neue WG zu ziehen, auf jeden Fall nachvollziehbar. Mit diesem zweiten Umzug zieht die Spannungskurve stark an und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Und gleichzeitig wird der rote Faden, der wenig Fantasy, dafür viel harte Realität beinhaltet, deutlicher. Die Autorin hat mich zudem mehr als einmal überrascht – mit Wendungen, mit Charakteren und mit der Handlung im Allgemeinen.
     
    Der Charakter-Stapel
    Leo ist ein junges Mädchen, dass man durchaus als naiv betrachten kann. Ich würde sie aber eher als Person bezeichnen, der an das Gute im Menschen glaubt.
    Loris ist zwar irgendwie ein Bad-Boy, aber eben nicht der typische Bad-Boy. Er möchte eigentlich auch gar kein Bad-Boy sein, sondern er ist einfach so. Seine Normalität, seine Echtheit und schlicht seine Schwächen machten ihn so interessant und greifbar und ich konnte Leos Bedürfnis, ihm helfen zu wollen, auf jeden Fall verstehen. Gleichzeitig war er manchmal so fies, so direkt und fast schon „dreckig“ in seiner Sprache, dass mir selbst die Spucke weggeblieben ist. Ein unglaublich greifbarer und tiefgründiger Charakter!
     
    Der Stil-Stapel
    Der Schreibstil ist fließend und das Buch lässt sich somit leicht lesen. Die Geschichte hat einen so hohen Spannungsbogen, dass man an den Seiten klebt und kaum aufhören kann. Der Klappentext wirkt niedlich und ein wenig nach Fantasy. Doch das Buch beinhaltet vor allem Realität und viel Härte – einfach Leben. Damit hat mich die Autorin auf jeden Fall überrascht, zumal es sich auch im Stil widerspiegelt, der schon bald alles Weiche verliert.
     
    Der Kritik-Stapel
    Kann Liebe jeden retten? Das ist die große Frage, die man als Leser verfolgt und hier schafft es die Autorin, keine rosarote Welt aufzubauen, in der alles super ist. Vielmehr sorgt man sich um die Protagonisten und hat wirklich Angst, dass alles einfach nur schiefgeht. Das Buch ist anders, als der Klappentext vermuten lässt – es ist ein Überraschungsei mit einer realistischen Härte als Füllung; mit einem Thema im Mittelpunkt, welches überhaupt nicht Fantasy ist. Die Tiefe und diese Richtung haben mich positiv überrascht und geben mir keinen Platz für Kritik.
     
     
    Auf den Lesen-Stapel?
    Ja – dieses Buch ist ganz anders, als der Klappentext vermuten lässt. Hier wird nichts beschönigt, nichts auf heile Welt gemacht. Harte Realität und ein roter Faden, der Sogwirkung entwickelt und dafür sorgt, dass die Autorin aufklärt, ohne, dass es belehrend wirkt. Sehr lesenswert und verdiente 5 Sterne mit Leseempfehlung von mir für „Wenn ich dich nicht erfunden hätte“.

    Kommentare: 2
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    laraundlucas avatar
    laraundlucavor einem Jahr
    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Inhalt:

    Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten. Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen.

    Meine Meinung:

    Der Schreibstilist leicht verständlich, einfach, locker und flüssig zu lesen.

    Der Einstieg ist mir allerdings nicht ganz so leicht gefallen. Der Anfang hat sich etwas gezogen, war etwas langatmig. Doch dies hat sich glücklicherweise schnell gelegt.

    Es fällt mir nicht ganz leicht, das Buch zu rezensieren. Ich bin aufgrund des Klapptextes von einer ganz anderen Geschichte ausgegangen, hatte eine süße und romantische Geschichte erwartet. Doch die Handlung wird ziemlich schnell ernst und greift schwere und gravierende Themen auf, entwickelt sich in eine Richtung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Was allerdings nicht negativ gemeint ist. Die Geschichte ist ernsthaft und tiefgründig, dramatisch und tragisch. Sie hat wenig romantisches - anders als erwartet.

    Etwas schade fand ich, dass Leos Geschichten nicht wirklich einen Einfluss auf die Handlung hatten. Ich hatte erwartet, dass sie eine größere Rolle einnehmen und der Romance etwas Mystisches und Fantastisches verleihen. Am Schluss erfahren wir zwar, weshalb Leos männliche Protagonisten zwar so eine Ähnlichkeit mit Loris haben und wie es zusammenhängt, aber auf ganz unspektakuläre Weise.

    Die Charaktere sind sehr facettenreich gezeichnet. Loris war mir von Anfang nicht besonders sympathisch, Leo wirkte sehr naiv und beeinflussbar. Mit ihr würde ich leider auch bis zum Schluss nicht ganz warm.

    Das Buch greift realistische, ernste Themen auf und hielt etwas völlig anderes bereit, als ich erwartet hatte. Vielleicht wurde ich auch deshalb nicht ganz warm mit den Protagonisten und der Richtung der Handlung. Dennoch eine lesenswerte Geschichte, vor allem für junge Leser. Wobei ich 14 Jahre doch etwas tief gegriffen finde.

    Fazit:

    Ein interessanter Jugendroman mit ernstem Thema, der allerdings eine ganz andere Richtung als erwartet eingeschlagen hat.

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    elohweihs avatar
    elohweihvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Habe anfangs eine andere Geschichte erwartet, bin aber keineswegs enttäuscht, sondern wurde von der Tiefe der Handlung positiv überrascht.
    Wenn ich dich nicht erfunden hätte

    Klappentext:
    Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten. Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen.

    Meine Meinung:
    Zuerst muss ich euch sagen, dass der Roman viel tiefgründiger und seriöser ist, als der Klappentext vermuten lässt. Ohne den Inhalt vorweg nehmen zu wollen, kann ich eigentlich nur sagen, dass ich von der Geschichte positiv überrascht wurde. Wenn ich dich nicht erfunden hätte ist soviel mehr als ein einfaches Jugendbuch. Es behandelt ein sehr wichtiges und immer aktuelles Thema. Wenn ihr wissen wollt, welches es ist, dann solltet ihr das Buch unbedingt lesen.
    Nicht nur der Inhalt, sondern auch der Stil gefällt mir sehr gut. Die Sprache wirkt sehr authentisch und passend. Es liest sich sehr flüssig.Auch die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Gerade die Protagonistin Leo wirkt sehr natürlich. Man kann ihre Handlungen nachvollziehen und von Anfang an hat sie die Sympathie der Leser auf ihrer Seite.
    Obwohl alle wichtige Fragen im Roman beantwortet werden, ist das Ende relativ offen. Einerseits passt das total zur Geschichte. Andererseits würde man aber natürlich gerne wissen, wie es ausgeht. Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass es in irgendeiner Weise eine Fortsetzung geben könnte. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

    Wenn ihr also gerne Jugendbücher mit Tiefgang lest, dann könnt ihr mit Wenn ich dich nicht erfunden hätte garantiert nichts falsch machen.

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    Julyies avatar
    Julyievor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein echter Pageturner mit unvorhersehbaren Inhalt!
    Suchtgefahr!

    "Hätte ich gewusst was dabei rauskommt, hätte ich mir wen anders ausgedacht. Vielleicht."


    Wissenswertes:


    Zum Buch:

    Erschienen ist es im Januar 2017 mit 354 Seiten in 20 beschrifteten Kapiteln als Ebook (Ink Rebels) und Taschenbuch (Amrûn Verlag)

    Erzählt wird es aus wechselnder Vogelperspektive.

    Jugendbuch

    ISBN-10: 3958692796

    ISBN-13: 978-3958692794


    Cover/Gestaltung:

    Das ich Julia Dibberns Cover sehr mag, kann man bei bisherigen Rezensionen zu den Ink Rebels ja rauslesen, aber auch hier bei ihrem eigenen Buch hat sie wieder ein Cover kreiert, dass auf jeden Fall ins Auge fällt.  Es spiegelt den Inhalt wieder und verrät nicht zu viel. Vorallem, dass auch die Seitenzahlen in der außergewöhnlichen Schriftart sind, ebenso die Kapitelbeschriftungen gefällt mir gut. 


    Klappentext:

    Alles davor ließ sich irgendwie noch logisch erklären – aber das hier?! Konnte man wirklich einen Menschen … erschaffen? Einfach dadurch, dass man sich ihn ausdachte? Und der lief dann quicklebendig durch die Gegend?
    Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten.
    Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen.


    Autorin:

    Julia Dibbern schweigt stoisch über das Jahr ihrer Geburt. Es ist jedoch überliefert, dass sie bereits mit fünf Jahren erste literarische Versuche in Form einer Bedienungsanleitung für einen neuen Staubsauger unternahm (bei 100Grad ist er am stärksten). Danach füllten romantische Geschichten um schöne Elfenprinzen unzählige Hefte (es war die Zeit, als man noch mit Stift auf Papier schrieb) Mittlerweile verfasst sie lieber Sachbücher und Jugendromane. Wenn Julia nicht gerade mit Texten beschäftigt ist, designt sie Cover für die INK REBELS, ist mit dem Hund draußen, zählt die aktuell im Garte vorhandenen Kaninchen oder träumt von der Sonne Kaliforniens. (Buchklappe)


    Erster Satz:

    Du hast hier nicht wirklich für ein halbes Jahr unterschrieben, oder?


    Worum geht´s?

    Die 18 jährige Eleonore genannt "Leo", zieht für ihr Studium nach Hamburg, wo ihr Start alles andere als Gut abläuft. Am ersten Abend lesen sie und ihre beste Freundin Miri, ihre selbst geschriebenen Geschichten und mit der Zeit in Hamburg wird Leo immer mehr bewusst, wie nah ihre Geschichten doch an der Realität sind. Vorallem ihre neue Bekanntschaft, welcher ihren Helden aus den Geschichten zum verwechseln ähnlich sieht.


    Meinung:

    Nachdem ich ein bisschen Sorgen hatte und es vor mich hingeschoben habe, weil ich wusste, dass es keine Ich-Erzählung ist, habe ich es endlich gelesen und mannomann – ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Wäre da nicht noch so eine Kleinigkeit die sich „Alltag“ nennt, hätte ich es wahrscheinlich sofort durchgelesen.

    Denn wenn Julia Dibbern eines kann: Dann fesselnd schreiben. Ich fand noch nicht mal das Die Kapitel an sich so „Cliffhangermäßig“ waren, dass man nicht hätte pausieren können, sondern im ganzen durchzieht die Story eine interessante Spannung, sodass man sehr neugierig auf den Rest der Handlung ist. Bis zum Schluss!

    Es liest sich also sehr, sehr, sehr flüssig, dass die Seiten nur so dahinflogen.

    Überrascht hat mich auch, dass der Perspektivenstil mir so gut gefallen hat. Das hatte ich bisher bei fast noch keinem Buch. Man konnte also durch die Vogelperspektive nicht nur Leo hautnah kennenlernen, sondern auch Loris Seite der Geschichte, ohne das die Spannung verloren ging.

    Wichtig sei auch gesagt, dass es sich hier nicht um eine 0-8-15 Lovestory handelt. Dieses Buch greift mehrere schöne und unschöne Themen der Jugend, des Erwachsenwerdens und vor allem zwischen Liebe und Freundschaft auf.

    Die Charaktere, vor allem unsere Protagonistin Leo kommt nicht nur durch den angenehmen -ihrem Alter entsprechenden- Schreibstil authentisch rüber, sondern man gewinnt sie ganz schnell ins Herz. Man möchte sie knuddeln, schütteln, küssen, anbrüllen und manchmal alles zusammen.

    Insgeheim hoffe ich sehr, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Ob nun für die gleichen Protas, lass ich mal so dahingestellt.

    Das Ende hat mich nämlich ziemlich staunen lassen, feuchte Augen und der Gedanke "Das lässt sie doch nicht SO enden?".  Es könnte sofort ein zweiter Band her!

    Kurz erwähnenswert ist auch, dass überraschende „Gastauftritte“ von einem anderen Rebellischen Charakter in dieses Buch verwebt sind, was ich ziemlich interessant finde. Als würde man die Handlungen der Bücher, als großes Ganze betrachten.

    Zusammenfassend finde ich die Geschichte von Leo und den anderen sehr gelungen und ich wurde gut unterhalten. Es ist eine gut portionierte Mischung aus Jugendbuch und Dramatik die mein einfach mögen muss.

    Warnung zum Abschluss: Grünohrhasen und Oreos beim Lesen auf Vorrat haben! Suchtgefahr!

    Also: Unbedingt lesen! 


    Zitate:

    -Das war kein Zufall mehr. Alles davor ließ sich irgendwie noch logisch erklären – aber das hier?! Konnte man wirklich einen Menschen erschaffen? Einfach dadurch, dass man sich ihn ausdachte? Und der lief dann quicklebendig durch die Gegend?

    -Wie viele von den Sternen da oben sind bewohnt, was denkst du?
      Was, wenn es tatsächlich für jeden Menschen ein Gegenstück auf der Welt gab?

    -Leute, die andere sinnlos zur Schnecke machten, sind scheiße, dachte Leo.

    -Lichtgötter. Vielleicht gibt es Lichtgötter, die so hell und unschuldig sind, dass sie in der Sonne nicht verbrennen. Vielleicht sind Lichtgötter auch bloß zu dämlich, um zu merken, wenn man sie verarscht.

    -Der feind – der so glücklich machte. Und so unglücklich. Er wollte sie. Und sie wollte ihn.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Alles davor ließ sich irgendwie noch logisch erklären – aber das hier?! Konnte man wirklich einen Menschen … erschaffen? Einfach dadurch, dass man sich ihn ausdachte? Und der lief dann quicklebendig durch die Gegend?

    Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten.
    Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen.



    Ihr Buchsüchtigen,

    wir laden euch herzlich zu unserer zweiten Ink-Rebels-Leserunde ein, zu Julia Dibberns Roman Wenn ich dich nicht erfunden hätte.

    Ink Rebels, das sind die fünf Autorinnen Jennifer Benkau, Daniela Ohms, Kira Minttu, Julia Dibbern und Franziska Fischer, die unter diesem Label ihre Herzensbücher veröffentlichen. So professionell wie ein Verlag, nur viel selbstständiger und mit kiloweise Herzchenkonfetti im Büro. Außerdem gibt es bei uns jeden Tag Kuchen. Wer mehr über die Tintenrebellinnen wissen möchte, klicke bitte hier.


    Liebe Lovelybooker,

    alle Jugendbuchliebhaber ab ca. 15 (bis ca. 115 ;- ) ) lade ich ganz herzlich zu meiner allerersten Leserunde ein. Eine Leseprobe und Beschreibung meines Romans Wenn ich dich nicht erfunden hätte findet ihr hier: https://www.ink-rebels.de/index.php/wenn-ich-dich-nicht-erfunden-hatte/

    Wenn ihr euch davon angesprochen fühlt, bewerbt euch sehr gern bis zum 17.01.17 um eins der zehn Rezensionsexemplare (fünf eBooks, fünf Prints). Einen Tag danach gebe ich die Gewinner bekannt.
    Bitte schreibt gleich zu eurer Bewerbung dazu, ob ihr lieber ein Print oder ein eBook hättet (und in welchem Format das eBook sein soll).

    Für alle, die sich bewerben möchten, habe ich folgende Fragen:
    1. Wie hat euch die Leseprobe gefallen, welchen ersten Eindruck habt ihr von Leo?
    2. Was glaubt ihr, wie es weitergeht mit Leo und der Katastrophenwohnung?
    Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen und auf die anschließende Leserunde. 🙂

    Mitlesen und mitdiskutieren kann natürlich außer den Gewinnern gern jede/r, die/der das Buch besitzt bzw. selbst kauft und Lust dazu hat. 🙂 Die Klappenbroschurausgabe könnt ihr direkt beim Amrûn Verlag (www.amrun-verlag.de) bestellen, sogar signiert.

    Lieben Gruß,
    Julia Dibbern


    Es gelten die üblichen Lovelybooks-Leserunden-Richtlinien, also aktive Teilnahme an der LR und das Verfassen einer aussagekräftigen Rezension spätestens vier Wochen nach Erhalt des Buches.
    JuliaDibberns avatar
    Letzter Beitrag von  JuliaDibbernvor 2 Jahren
    Vielen lieben Dank für deine Rezension! :-)
    Zur Leserunde

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