Julia Drosten Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman“ von Julia Drosten

Sie sucht ihre Vergangenheit und findet ihre Zukunft

Am Weihnachtsmorgen 1889 wird Fanny im Allgemeinen Wiener Krankenhaus geboren. Ihre Mutter besteht auf einer anonymen Geburt und verlässt das Krankenhaus kurz danach ohne ihr Kind. Fanny wächst im Findelhaus auf, wo sie von der Oberpflegerin Josepha mit liebevoller Strenge erzogen wird.
Sie muss früh lernen, sich durchzusetzen und wird eine erfolgreiche Maßschneiderin, deren Entwürfe in der Modewelt Trends setzen. Das ungelöste Rätsel ihrer Herkunft lässt sie nie los, aber alle Spuren zu ihren Wurzeln führen ins Nichts.

Beruflich äußerst erfolgreich, bleibt ihr in der Liebe das große Glück verwehrt.
Als der Erste Weltkrieg endet, der ihre Karriere jäh unterbrach, tun sich neue Chancen auf: Nicht nur das gemeinsame Leben mit ihrer großen Liebe rückt plötzlich in greifbare Nähe, auch das Geheimnis ihrer Herkunft scheint Fanny endlich lüften zu können.

Beeindruckender Roman, emotionale historische Lebensgeschichte

— Gartenkobold

Ein historischer Roman der durch seine Sprache besticht + eine spannende Lebensgeschichte erzählt.Mit dem wienerisch hatte ich aber Probleme

— LadyOfTheBooks

sehr spannend geschrieben

— Brigilu543

Ein gelungener historischer Roman mit authentischen Dialogen im Wiener Dialekt, was mit teils unterbrach mir aber trotzdem gefallen hat

— Binchen84

Eine fesselnde Geschichte über das Leben von Fanny Schindler, die mich absolut begeistert hat. Unbedingt lesen!!!!

— Marion2505

Ein ermutigendes Buch, das einen daran erinnert, dass Fleiß sich irgendwann auszahlt, und das Liebende immer irgendwann zueinander finden.

— Minje
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  • Leserunde zu "Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman" von Julia Drosten

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    SpreadandRead

    Ende des 19. Jahrhunderts in Wien. Die kleine Fanny wird geboren. Sofort landet sie in einem Waisenhaus und muss lernen für sie selbst einzustehen und zu kämpfen. Habt ihr Lust diese starke Persönlichkeit, gemeinsam mit Autorenehepaar Julia Drosten, in den nächsten Wochen kennenzulernen? Dann bewerbt euch für diese Leserunde.Inhalt:Am Weihnachtsmorgen 1889 wird Fanny im Allgemeinen Wiener Krankenhaus geboren. Ihre Mutter besteht auf einer anonymen Geburt und verlässt das Krankenhaus kurz danach ohne ihr Kind. Fanny wächst im Findelhaus auf, wo sie von der Oberpflegerin Josepha mit liebevoller Strenge erzogen wird.Sie muss früh lernen, sich durchzusetzen und wird eine erfolgreiche Maßschneiderin, deren Entwürfe in der Modewelt Trends setzen. Das ungelöste Rätsel ihrer Herkunft lässt sie nie los, aber alle Spuren zu ihren Wurzeln führen ins Nichts.Beruflich äußerst erfolgreich, bleibt ihr in der Liebe das große Glück verwehrt.Als der Erste Weltkrieg endet, der ihre Karriere jäh unterbrach, tun sich neue Chancen auf: Nicht nur das gemeinsame Leben mit ihrer großen Liebe rückt plötzlich in greifbare Nähe, auch das Geheimnis ihrer Herkunft scheint Fanny endlich lüften zu können.Zur Leseprobe geht's hier entlangSeid ihr neugierig geworden und habt Zeit für einen regen Austausch in den nächsten Wochen? Dann bewerbt euch jetzt und werdet Teil einer fantastischen Leserunde! Unter allen Einsendern verlosen wir 10 eBooks im Wunschformat und 3 Taschenbücher.  Um euch zu bewerben, beantwortet bitte folgende Frage: Was fasziniert dich an historischen Romanen? Wir freuen uns sehr auf eure Bewerbungen.Kleingedrucktes:Die Bewerbung verpflichtet euch automatisch zur zeitnahen Teilnahme an der Leserunde, welche das Bearbeiten der Leseabschnitte und eine Rezension umfasst. Erwiesene Nichtleser werden nicht berücksichtigt. Ebenfalls werden keine Profile berücksichtigt, die nicht min. 3 Rezensionen enthalten und/oder nicht öffentlich einsehbar sind.Es gelten die allgemeinen Richtlinien für Leserunden!

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  • Ein Hascherl macht seinen Weg

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Antek

    19. February 2018 um 18:41

    Dies ist mein erster historischer Roman, den ich von dem Autorenduo Julia Dorsten lese, wird aber mit Sicherheit nicht mein letzter bleiben. Ich durfte mit Fanny eine authentische Zeitreise machen und wurde mit einer berührenden Geschichte, die an keiner Stelle schnülzig wird, sondern eher das Porträt einer sehr starken Frau zeigt, ganz wunderbar unterhalten. In der Weihnachtsnacht 1889 überlebt Fanny als Kind Nr. 6572 des Jahres eine furchtbare Zangengeburt nur knapp. Da das arme „Hascherl“ unerwünscht war und daher anonym auf die Welt kam, nimmt sich Josepha, die Oberpflegerin des Findelhauses, ihrer an. Der kleine Dickkopf ist ihr schnell ans Herz gewachsen und eine bessere Ersatz Mutter könnte sich Fanny wohl kaum vorstellen. Mit liebevoller Strenge gibt ihr Jospeha alles mit auf den Weg, was Fanny braucht um ihren Weg zu gehen. Schon beim Schulabschlussball träumt sie davon einmal Modeschneiderin zu werden. Aber der Traum von der Matura und auch der einer Ausbildung, die Geld kostet, ist schnell ausgeträumt und Fanny landet erst einmal auf der Hauswirtschaftschule. Kammerzofe, andere Frauen hübsch machen, könnte das etwas sein für das junge Ding mit dem festen eigenen Willen? Als Leser begleitet man Fannys von der Geburt im Jahre 1889 bis nach dem Ersten Weltkrieg 1919 und erhält dann noch einen kleinen Ausblick. Man tingelt mit ihr von einer Stelle zur anderen, so einfach ist es schließlich nicht sich unterzuordnen, man reist mit ihr eine Weile nach Budapest, anschließend erlebt man mit ihr einige Monate in der ungarischen Puszta und kehrt dann wieder nach Wien zurück. Man erlebt sie in glücklichen Phasen, muss mit ihr Demütigungen erleiden, darf mit ihr um eine Zukunft kämpfen, muss aber auch Entbehrungen und Kriegselend ertragen. Eine unglückliche, nicht standesgemäße Liebe macht ihr das Leben schwer und im Hintergrund ist stets die Frage um ihre anonymen Eltern präsent. Denn ganz egal kann sie ihnen nicht gewesen sein, schließlich bekommt Josepha monatliche Zahlungen für Kind Nr. 6572, die sie aber nicht verwendet, sondern gewissenhaft anlegt und die Fanny zu ihrer Volljährigkeit bekommen soll. Wird Fanny je erfahren, wer ihre leiblichen Eltern sind, wird sie ihren Traum von der Modeschneiderin verwirklichen können und hat ihre Liebe vielleicht doch noch eine Chance? Der Sprachstil liest sich ganz wunderbar und das Autorenduo hat mich von Anfang an mit ihrer Geschichte gefangengenommen. Ich habe richtig mitgefühlt, habe z.B. die Ernüchterung bei einer Begrüßung wie „Ein so aufgemascheltes Ding haben wir uns nicht erwartet“ gespürt, habe mich über ihre Unbedarftheit amüsiert, wenn sie denkt, „Eine Frau, die mit einer anderen Frau flirtet! So etwas gibt es doch gar nicht!“ oder fast selbst Tränen in den Augen gehabt, wenn sie ihr so erging, weil sie an drei Kinder denkt, die ihre Eltern verlieren. Zorn, Wut, Freude, hier ist auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle alles mit dabei. Es wird sehr bildlich und emotional dargestellt, dass man mit leben kann, dass ein Film im Kopf ablaufen kann, was mir wahnsinnig gut gefallen hat. Bei Fanny ging es mit wie Josepha, man kann das aufgeweckte Kind, dann die junge Frau mit dem eigenen Dickkopf nur ins Herz schließen. Nach ihr war gleich Jospha meine Lieblingsfigur. Sie ist herzensgut und ist, auch wenn sie Fanny nicht begleitet, immer in Gedanken präsent, was mir unheimlich gut gefallen hat. Aber auch alle anderen Nebendarsteller sind toll gezeichnet, bei  der arroganten und kaltherzigen Baronin Ida Bathory angefangen,  der ich am liebsten Gift gegeben hätte,  bis hin zur kleinen Rolle des Türstehers Gustav, der im Modehaus Madame Moreaus seinen Dienst tut und der seine Begeisterung besser anders verwendet hätte.  Ich durfte mit diesem Roman eine wirklich authentische Zeitreise machen. Alltagsleben zur Jahrhundertwende bis hin über den Ersten Weltkrieg wird hier mehr als gelungen transportiert. Die Lebensbedingungen zu dieser Zeit, die Kriegsbegeisterung, die Hoffnung auf einen schnellen Sieg, dann aber Krieg, das Leid der Soldaten, die Entbehrungen in der Heimat wird nicht nur an Einzelschicksalen berührend dargestellt. Als Leser erhält man zudem ganz viel kleines Detailwissen, was Geschichte so spannend macht- Anonyme Geburten z.B. mussten teuer bezahlt werden, erste Kondome wurden vom Arzt verschrieben oder Dr. Freud sah Homosexualität nicht als Krankheit, versuchte aber trotzdem zu therapieren, sind nur drei der unzähligen Beispiele dafür. Wien, Budapest und die Puszta und man merkt stets ganz deutlich, wo man sich im Moment aufhält. Man findet das geschäftige Wien, mit den Modeläden, den Zulieferern der Hofburg, auf der Straße Pferdeomnibusse und Viehacker inmitten der ersten Automobile, die noch mit Handkurbel angetrieben werden, Budapest mit seinem Flair und dem ersten Einkaufstempel mit Rolltreppe nach der Jahrhundertwende, oder auch die Weite und Einsamkeit der Puszta, in der ein Männersattel bei Damen zwar nicht auffällt, aber einer Baronin, der Ansehen und Etikette das Wichtigste ist, dennoch zu Anstoß gereicht. Ein Hauptteil spielt in Wien, daher fließen auch immer wieder Wiener Begriffe mit ein, was mir gut gefallen und auch keine Verständnisschwierigkeiten bereitet hat. Und wer mit „Erdäpfel“, „Gschaftlhuber“ oder „Hascherl“ nichts anfangen kann, findet im Anhang auch noch ein Glossar. Alles in allem bin ich von Anfang bis Ende nur begeistert von dieser tollen Zeitreise und die 5 Sterne sind mit Sicherheit mehr als verdient. Volle Leseempfehlung!

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    • 3
  • Emotionale historische Lebensgeschichte

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Gartenkobold

    18. February 2018 um 18:16

    Die Protagonistin des Romans, Fanny wird 1889 anonym im Allgemeinen Wiener Krankenhaus geboren. Ihre Mutter hinterlässt keinen Namen, keine Adresse, selbst die Geburtskarte nimmt sie nicht mit. Fanny teilt das Schicksal von vielen Kindern, sie kommt ins Findelhaus in Wien und findet in der Oberpflegerin Josepha fast so etwas wie eine Mutter, denn sie kümmert sich um Fanny, übernimmt ihre Erziehung und das kleine Mädchen wächst dennoch liebevoll geboren auf. Sie lernt, sich zu behaupten, ihre schulischen Leistungen sind so gut, dass ihre Lehrerin anregt, sie noch weiter zur Schule zu schicken. Doch Josepha hat nicht genügend finanzielle Mittel und Fanny macht eine Ausbildung, die sie zwar abschließt, aber nicht glücklich macht. Durch einen Zufall erhält sie die Möglichkeit einer Ausbildung zu einer Schneiderin in einem renommierten Salon in Wien, ist das ihr Ziel, was sie glücklich und zufrieden machen wird? Und dann das Geheimnis um ihre Herkunft, wird sie es lüften können?Es ist der erste Roman des Autorenehepaars Drosten, den ich gelesen haben und ich kann sagen, dass dem sicherlich weitere folgen werden, denn schon der Prolog hat mich eintauchen lassen in Fannys Geschichte, flüssig und gut geschrieben, die Charaktere werden lebendig und fesseln den Leser von der ersten Seite an. Alle Charaktere sind vielschichtig und erzählen dem Leser aus einer Zeit kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges, dem Attentat von Sarajewo und der Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Sie zeigen auch die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten des damaligen Wiens, ihre Stärken und Schwächen und begeistert hat mich der Wiener Dialekt. Ich habe mit Fanny mitgefiebert und auch mitgelitten.Fanny, die Protagonistin, entwickelt sich im Laufe des Romans zu einer ganz bezaubernden jungen Frau, die klar sagt, was sie denkt, was sie fühlt, voller Ehrgeiz ihr Ziel ansteuert, nachdem sie ihre Berufung gefunden hat und sich rührend um Ihre „Ziehmutter“ Josepha kümmert. Den Roman, der mich von Beginn gefesselt hat, konnte ich nicht mehr aus der Hand legen und war für mich ein wunderbares Leseerlebnis, packend und emotional, von meiner Seite eine klare Leseempfehlung.

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  • Ein wunderbarer historischer Roman

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    zauberblume

    18. February 2018 um 08:16

    In ihrem neuesten Werk "Das Mädchen mit der goldenen Schere" entführt uns Julia Drosten nach Österreich und Ungarn. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein Autorenpaar, das gemeinsam schon viele herrliche Roman geschrieben hat. Und nun begeben wir uns nach Wien ins Jahr 1889.Hier wird an einem Weihnachtsmorgen im Allgemeinen Wiener Krankenhaus Fanny geboren. Ihre Mutter bringt sie anonym zur Welt, sie verheimlicht Namen und Adresse, und lässt Fanny nach der Geburt im Findelhaus. Fanny hat Glück. Sie wächst bei der Oberpflegerin Josepha auf. Sie wird liebevoll, aber streng erzogen. Sie muss sich früh lernen sich durchzusetzen. Schließlich wird sie eine erfolgreiche Maßschneiderin, deren Entwürfe in der Modewelt Trends setzen. Doch das ungelöste Rätsel ihrer Herkunft lässt Fanny nichtlos, aber alle Spuren, die sie verfolgt, führen ins nichts. Als der erste Weltkrieg endet, ändert sich Fannys Leben und plötzlich scheint sich auch das Geheimnis um ihre Herkunft zu lüften.Schade, dass dieses absolute Traumbuch so schnell zu Ende ging. Der tolle Schreibstil der Autoren lässt mich sofort in die Geschichte eintauchen. Ich war von Anfang an von Fannys Schicksal gefesselt und die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen. Das Leben in dieser Zeit in Wien und Ungarn wurde so bildlich beschrieben, ich kann mir alles bestens vorstellen. Die Menschen und das Leben während dieser Zeit. Und dann sehe ich Fanny im Findelhaus. Wir dürfen sie ja bis ins Erwachsenenalter begleiten. Sie hat Glück gehabt, dass die bei Josepha aufwachsen durfte. Eine herzensgute Frau, die sich rührend um die elternlose Fanny gekümmert hat. Auch die ganzen geschichtlichen Hintergründe finde ich total interessant. Man glaubt ja gar nicht, wie viele Kinder im Findelhaus aufgenommen wurde. Für mich ein unglaubliche Zahl. Es war schön, Fanny zu begleiten. Ich habe sie bewundert, mit welchem Ergeiz sie ihr Ziel verfolgt hat. Und sie wurde ja dann eine bekannte Maßschneiderin. Und dann kam ja der erste Weltkrieg. Dieses ganzen schrecklichen Ereignisse haben mich wirklich sehr berührt. Man bekommt auch einen hoch interessanten Einblick in die damalige Zeit. Fand ich total klasse! Und natürlich kommt auch die Liebe in dieser Geschichte nicht zu kurz. Und ich habe gehofft und gebangt, dass alles ein gutes Ende nimmt. Einfach ein geniales Gesamtpaket.Für mich ein herrliches Lesehighlight, das für vergnügliche und spannende Lesestunden gesorgt hat. Besonders gefallenn haben mir auch die wienerischen und österreichischen Dialekte, hat perfekt gepasst. Auf dem Cover - das ein echter Hingucker ist - sieht man die stolze Fanny. Ein absolutes Traumbuch. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon auf das nächste Buch von Julia Drosten.

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  • ein toller historischer Roman!

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Brigilu543

    22. January 2018 um 18:01

    Das Buch ist sehr spannend geschrieben, man will immer wissen wie es weitergeht.
    Man kann nicht aufhören zu lesen, man will nur noch lesen, lesen, lesen.
    Die Hauptprotagonistin gefällt mir vom Charakter her und der inneren Einstellung sehr gut, weil sie sich behaupten konnte und weil sie charmant war.
    Die geschichtlichen Abläufe sind sehr gut beschrieben.
    Ein sehr guter Schreibstil.

  • gelungener Roman

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Binchen84

    21. January 2018 um 13:21

    Dies ist das erste Buch das ich von dem Autorenpaar gelesen habe. Der Klappentext hatte schnell meine Aufmerksamkeit geweckt, da ich historische Romane ja sehr liebe. Julia Drosten hat die damaligen Zustände die Ende des 18. Anfang des 20. Jahrhundert geherrscht haben sehr gut rüber gebracht. Nicht nur dass die Kluft zwischen Arm und Reich sehr groß war, sondern auch die Aufgaben der Frau und die Angst vor dem Krieg sind authentisch wieder gegeben. Die Handlung ist spannend aufgebaut - beginnend mit der Geburt von Fanny und ihr Heranwachsen im Findelhaus. Sie ist eine, für damalige Verhältnisse, ungewöhnliche junge Frau, die weiß was sie will, sich nicht unterkriegen lässt und einen wahren Dickkopf hat den sie einzusetzen weiß. Ich habe sie sehr bewundert wie sie ihr Leben und ihren Weg meistert das nicht immer einfach ist. Aber auch die anderen Charaktere wie ihre "Ziehmutter" - Oberpflegerin Josepha sind authentisch und vielseitig dargestellt und sind mir mehr oder weniger schnell ans Herz gewachsen.Zudem ist dies der erste Roman den ich gelesen habe der in Wien spielt und leider muss ich hier auch anmerken, dass mir der wiedergegebene Dialekt teils etwas schwer gefallen ist und mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat. Andererseits macht es die Handlung dadurch noch realer.Nichts desto trotz konnte mich die Story sehr gut unterhalten und der Schreibstil des Paares ist dennoch gut zu lesen.

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  • Eine schöne Geschichte

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Isbel

    20. January 2018 um 19:42

    Der Klappentext hatte mich irgendwie etwas anderes erwarten lassen. Ich dachte, es dreht sich mehr um die Modewelt und die Liebe. Aber stattdessen begleiten wir Fanny von ihrer Geburt bis ins Jahr 1919 und erleben wichtige Abschnitte aus ihrem Leben, die sie verändern und ihr Leben in neue Richtungen verlaufen lassen. Oftmals steht Fanny an einem Scheideweg und muss sich entscheiden, welcher Weg für sie am besten ist. Mode und Liebe sind immer noch ein Thema, aber  hauptsächlich geht es doch darum, sich nicht zu verbiegen und aus dem, was man hat, das Beste zu machen. Fanny hat es nicht leicht. Der Makel ihrer Geburt, ihr Dickkopf, der ihr so manche Stellung kostet, die damaligen gesellschaftliche Verhältnisse, etc. - alles Dinge, denen Fanny sich stellen muss. Aber sie ist ein starker Charakter. Obwohl das Buch in eine völlig andere Richtung ging, als ich erwartete, habe ich es gerne gelesen und Fanny auf ihrem Weg begleitet. Vor allem da ich als Leser ja wusste, dass Fanny und die anderen Personen, die man mit Fanny kennenlernt, den ersten Weltkrieg miterleben werden. Mich hat hier auch der Schreibstil sehr stark von der Geschichte überzeugen können. Am Anfang fand ich den wienerischen Dialekt etwas nervend, weil er meinen Lesefluss gestört hat, aber am Ende ahnte ich meistens, was die Wörter bedeuten. Es gibt zwar ein Glossar, aber da gucke ich bei Ebooks nie rein, weil es mich nervt, immer von Seite zu Seite zu springen. Ich fand, dass die Erlebnisse sehr klar und nachvollziehbar beschrieben werden, ohne dabei aber zu emotionsgeladen zu werden. Gut, bei der Liebesgeschichte hätte es bisschen mehr Tiefe geben können, die ist bei mir nicht so ganz angekommen. Vielleicht lag es auch daran, dass teilweise Monate bzw. Jahre übersprungen wurden. Für die Schrecken im Krieg fand ich das aber sehr passend. Klar, man hätte dies auch viel eindrücklicher schreiben können, aber ich persönlich mochte dann doch die Distanz, die gewahrt wurde. Ich neige dazu, bei Geschichten über wahre grausame Begebenheiten stark mitzuempfinden, weil ich dann immer an die echten Opfer denken muss, weswegen ich es normalerweise vermeide irgendwas über den ersten und zweiten Weltkrieg zu lesen. Fanny hat mich total von sich überzeugen können und ich fand sie und ihre Handlungen authentisch. Auf der einen Seite der Wunsch ihre Pflegemutter nicht zu enttäuschen, auf der anderen Seite aber auch der Wunsch sie selbst sein zu können und herauszufinden, was das Leben für sie bereithält. Ich fand, dass man bei den beiden schon bemerkt hat, wie sich die gesellschaftlichen Verhältnisse damals gewandelt haben. Tradition gegen Moderne. Aber auch die Freundinnen, die Fanny findet, tragen alle ein Last mit sich und müssen entscheiden, wie sie damit umgehen und ob sie für sich selbst einstehen wollen oder nicht. Charakterentwicklung sieht man also nicht nur bei Fanny, was ich sehr mochte. Leider ging aber manchmal die Spannung bei mir verloren, da die erwartete Suche nach ihren Eltern eher nebenbei erwähnt  und nicht aktiv betrieben wurde. Mir fehlte dadurch ein spannender roter Faden, der mit den einzelnen spannenden Abschnitte/Fragen verwoben ist. Besonders da diese durch die Zeitsprünge auch nicht fließend sind. Das Ende des Buches bzw. die Aufdeckung, wer die Eltern von Fanny sind, hat mir allerdings nicht gefallen. Nach der Aufdeckung dessen war mir da eine Begegnung dann doch zu zufällig. Ich gehe mal davon aus, dass nur die Leser des Buches ahnen können, was ich hier grad anspreche und ich will auch nicht sagen, dass es solche Zufälle im realen Leben nicht gibt, aber in Büchern wirkt das auf mich dann immer sehr gewollt und konstruiert. Fazit Mit Das Mädchen mit der goldenen Schere liefert uns Julia Drosten eine unterhaltsame Geschichte durch drei Jahrzehnte. Fanny ist ein sehr interessanter Charakter und ich habe sie auf ihrem Lebensweg gerne begleitet.

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  • Fanny ist einfach wunderbar ♡

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Marion2505

    14. January 2018 um 10:17

    Inhalt:Fanny wird am Weihnachtsmorgen im Jahre 1889 im Allgemeinen Wiener Krankenhaus geboren und blickt in eine ungewisse Zukunft. Denn ihre Mutter verlässt nach einer anonymen Geburt das Krankenhaus ohne Fanny. Somit wächst diese in einem Findelhaus auf, wo sie von der Oberpflegerin Josepha erzogen wird. Fanny leidet sehr unter ihrer unklaren Herkunft und der offensichtlichen Ablehnung ihrer unbekannten Mutter. Doch sie ist sehr zielstrebig und wird eine erfolgreiche Maßschneiderin, die die Modewelt mit ihren Einfällen und Entwürfen begeistert. In der Liebe ist sie allerdings nicht so erfolgreich. Mit Beginn des 1. Weltkrieges endet ihre Karriere abrupt. Doch plötzlich ergeben sich privat Neuerungen. Ob sie dem Geheimnis ihrer Herkunft näher kommen wird?Meine Meinung:Das Buchcover gefällt mir sehr. Die dort abgebildete junge Frau ist sehr vornehm gekleidet und lässt mich sofort an Fanny denken, die viel Wert auf gute Kleidung legt und auch gerne etwas Neues ausprobiert. Auch mag ich die gewählten Farben für dieses Buchcover sehr. Es wirkt auf mich alles sehr harmonisch.Auch der Schreibstil des Buches hat mich sofort begeistern können, denn er ist von der ersten Seite an sehr fesselnd und leicht zu lesen. Da die Geschichte überwiegend in Wien spielt, gibt es des Öfteren auch ein wenig "Wiener Dialekt", was mich beim Lesen immer wieder sehr gefreut hat, denn es passt so wunderbar zum Inhalt des Buches. Und vor allem Josepha hat dieser verwendete Dialekt sehr lebendig und unvergleichlich erscheinen lassen. Josepha ist mir sofort sympathisch gewesen, denn sie schließt die kleine Fanny sofort in ihr Herz und das ist ein großes Glück für Fanny, denn ohne Josepha wäre ihr Leben wohl deutlich anders verlaufen. Auch wenn sie ihr keinen Reichtum geben konnte, so hat sie ihr doch viel Liebe und Nestwärme vermitteln können.Auch Fanny mochte ich von der ersten gelesenen Seite an sehr. Sie wird in kein schönes Leben geboren, wird aber von Josepha liebevoll aufgezogen. Als Fanny älter wird, wird schnell klar, dass sie ihren eigenen Kopf hat und bei Weitem nicht so angepasst ist, wie sie eigentlich sein sollte. Auch ist der Weg bis sie eine angesehene Maßschneiderin wird, noch relativ lang. Vorher muss sie sich mit anderen Tätigkeiten zufrieden geben. Allerdings wird dem Leser schnell klar, dass sie alles andere als glücklich ist mit ihrer Berufswahl. Nichtsdestotrotz habe ich diese Zeit mit ihr sehr genossen, denn ihr Dickschädel sorgt für manch lustige Szene.Doch auch als Fanny ihre Ausbildung bei der berühmten Modeschöpferin Madame Moreau beginnt, wird es nie langweilig mit ihr. Sehr gefallen hat mir auch, dass sie immer Josephas Stimme im Ohr hatte und genau wusste, was diese wohl nun zu ihr sagen würde, auch wenn Josepha stellenweise sehr weit von ihr entfernt gelebt hat.Aber nicht nur Fanny und Josepha haben mich absolut überzeugen können. Auch die anderen Charaktere, denen ich im Laufe des Buches begegnet bin, waren einzigartig und unheimlich interessant. Vorneweg Izabella, über die ich meine Meinung ein paar Mal revidieren musste, die mich aber durchweg fasziniert hat. Und auch Helene konnte sich in mein Herz schleichen und Max ja sowieso ♡Auch hat mich die Geschichte des Öfteren überraschen können. Manche geheimnisvolle Handlung hatte ich bei den vielen Ereignissen, die Fanny durchläuft, schon wieder völlig vergessen, da wurden sie wieder aufgegriffen und aufgeklärt. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen und hat mich immer wieder beim Lesen ziemlich begeistert.Auch hat es mir natürlich viel Spaß gemacht, mit Fanny gemeinsam mehr über ihre geheimnisvolle Herkunft herauszufinden. Fannys Verzweiflung über ihre Unkenntnis ist beim Lesen wirklich spürbar und daher war ich sehr gespannt, ob sie es wohl schaffen wird, das Geheimnis zu lüften. Aber auch hier bin ich wieder sehr überrascht worden. Fanny ist einfach eine unglaublich tolle Frau!Mein Fazit:Das Mädchen mit der goldenen Schere von Julia Drosten ist eine fesselnde Geschichte über das Leben von Fanny Schindler, die sich nie unterkriegen lässt und ein großartiger Mensch ist. Sie ist gespickt mit historischen Ereignissen, die perfekt in die Handlung eingebettet sind. Ein unglaubliches Leseerlebnis, das ich unbedingt weiterempfehlen möchte.

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  • Aufstieg eines Findelkindes

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Minje

    02. January 2018 um 19:04

    "Das Mädchen mit der goldenen Schere" von Julia Drosten erschien im Dezember 2017. Julia Drosten ist das Autorenehepaar Julia und Horst Drosten, die das Buch als Selfpublisher herausbrachten.InhaltWien/ Budapest/ Gut Barthory 1889- 1919 In einem Wiener Findelhaus kommt ein Mädchen zur Welt. Jahrelang werden hohe Geldsummen für sie eingezahlt. Fanny tritt ins Berufsleben ein und arbeitet sich hoch. Doch wird sie jemals etwas über ihre Herkunft erfahren?MeinungDas CoverDas Cover gefällt mir. Im Hintergrund das Profil einer Stadt, im Vordergrund eine extravagant gekleidete Dame. Ein wichtiger Punkt, denn diese innige Liebe zur Modewelt hat Fanny die Arbeit als Haushälterin erschwert.AufbauDas Buch ist unterteilt in 18 Kapitel (sowie ein Nachwort), die abwechselnd in Wien, Budapest und dem Gut Barthory in Ungarn spielen. So erfahren wir die wichtigsten Etappen aus Fannys Leben. Zeitsprünge sind vorhanden, stören den Lesefluss jedoch nicht.CharaktereFanny: eine Person, die sich im Laufe des Romans entwickelt (beruflich, aber auch gefühlsmäßig). Und doch gibt es einige Charakterzüge, die gleichblieben. Als Leser merkt man, in welche Richtung sie ihre Leidenschaft beruflich treibt. Was die Gefühle betrifft, versucht Fanny, ihre Gefühle nicht zuzulassen, was seine Gründe hat.Trotz aller Niederlagen gibt Fanny nie auf, sondern versucht immer wieder, aufzustehen, was ich sehr schön finde. Hiermit hat sie eine Vorbildfunktion.1. WeltkriegAuf geschichtliche Ereignisse wird Bezug genommen, so dass man sich die ganze Zeit besser vorstellen kann. Das Buch ist jedoch nicht überladen damit.HomosexualitätDas Thema wurde aufgegriffen und auf äußerst sensible Art behandelt.große GefühleWas soll man tun, wenn man sich als Kammerzofe in den zukünftigen Mann der Dienstherrin verliebt? Den Gefühlen und Leidenschaften nachgeben? Oder abwehren? Was für ein innerer Konflikt daraus über Jahre entstehen kann, wird feinfühlig aufgezeigt.ÜberraschungDas Ende des Buches hielt für mich eine Überraschung bereit. Was ich als Leserin daraus ziehen  kann: "Es ist nicht entscheidend, wer die Eltern sind, es ist nicht entscheidend, wie sie dich behandeln. Es ist entscheidend, wie dein Umfeld zu dir ist und ob du an dich selber glaubst und den Willen hast, etwas aus deinem Leben zu machen."(kein Zitat, meine Worte)FazitEin ermutigendes Buch, das einen daran erinnert, dass Fleiß sich irgendwann auszahlt, und das Liebende immer irgendwann zueinander finden.Vielen Dank an Julia und Horst Drosten sowie an Spread and Read für das Rezensionsexemplar.

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  • - Rezi - Das Mädchen mit der goldenen Schere/ Julia Drosten

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Fulden

    30. December 2017 um 01:13

    Titel: Das Mädchen mit der goldenen SchereAutor: Julia & Horst DrostenSeiten: 393Preis: 4,99€ E-Book/ 10,95€ TBVerlag: -Erscheinungsdatum: 1. Dezember 2017CoverIch mag das Cover dieses Buches. Ich finde die Farben sehr ansprechend, liegt wahrscheinlich daran, dass ich Rosatöne sehr gerne in meinem Bücherregal sehe. Auf dem Cover ist eine Dame abgebildet. Für mich sieht sie sehr vornehm und wohlhabend aus. Da das Buch im neunzehnten Jahrhundert spielt, finde ich die Kleidung, die sie trägt sehr passend. Ich muss dazu sagen, dass ich selbst erst mal googeln musste, was man damals als Frau getragen hat, dazu findet ihr hier mehr. Das einzige was mich stört, ist das die Dame aussieht, wie eine Figur aus Sims, so unecht. Im Hintergrund befindet sich eine Gebäudereihe, welche meine Aufmerksamkeit aufgrund der ineinander fließenden Farben direkt auf sich gezogen hat, sehr interessant. Ich habe mich mal etwas genauer damit befasst und erkenne das Wiener Rathaus, die Votivkirche und die Wiener Karlskirche. Also super passend.Titel "Das Mädchen mit der goldenen Schere", darunter vorgestellt habe ich mir eine Frau, die als Schneiderin arbeitet. Das stimmt so ja auch, jedoch hätte ich nicht gedacht, dass auch Liebe ein Thema ist und Familie.Inhalt Die Geschichte spielt in Wien, wo eine unbekannte Frau ein Kind im Allgemeinen Wiener Krankenhaus, zu Welt bringt. Die Frau möchte ihr Kind nicht behalten und so landet Fanny in einem Findelhaus (Waisenhaus) auf. Sie wird von der Oberpflegerin Josepha gut erzogen, auch wenn Fanny sich nicht immer an die Regeln hält. Fanny wird eine junge Maßschneiderin, deren Entwürfe sehr gefragt sind. Trotz allem möchte Fanny, das Rätsel um ihre leiblichen Eltern lösen. FazitDas zweite Buch von Julia und Horst Drosten, welches ich lesen und rezensieren darf. Und wieder einmal bin ich begeistert. Ich hatte Spaß dabei herauszufinden, wie Fanny sich entwickelt. Fanny die immer ihren eigenen Kopf durchsetzt und sich nicht von anderen runtermachen lässt, ist ein starker Charakter, den ich im echten Leben sehr schätzen würde. Sie zeigt mir, dass man zu sich stehen muss und sich nicht unter kriegen lassen sollte, um das zu erreichen, was man auch wirklich möchte.Das Buch beschreibt aber nicht nur Fannys leben, sondern auch die Zustände in der Zeit der Handlung. Arm und Reich, der Stand der Frauen und auch die stets andauernde Kriegsangst, sind ein Thema, welches in die Handlung perfekt eingewoben worden sind. Zwei Kleinigkeiten haben mich aber gestört. Das erste ist die Frau auf dem Cover, ich finde diese leider, trotz zeitgemäßer Kleidung, nicht passend. Als zweites: Der Wiener Dialekt. Der im Buch auch wirklich so ausgeschrieben ist. Für einige hat dies vielleicht Abwechslung hereingebracht oder auch das Gefühl wirklich in Wien zu sein, für mich jedoch, war es etwas nervig, da ich immer wieder darüber gestolpert bin beim lesen. Ich bin immer wieder beim lesen rausgebrochen und das hat immer wieder gestört.Alles in allem kann ich aber sagen, dass auch das zweite Buch (für mich das zweite) mich begeistert hat! Ich mag es in eine andere Zeit entführt zu werden, gewohnt bin ich immer Zeiten, die in der Zukunft liegen. Ich merke jedoch jedes Mal nachdem ich ein Buch von Julia und Horst gelesen habe, dass auch die Vergangenheit sehr interessante Aspekte zu bieten hat.Preis Über den Preis dieses Buches kann man sich wirklich nicht beklagen. 4,99€ für 393 Seiten, als E-Book ist völlig in Ordnung. Und wenn man Amazon Publishing hat, ist es sogar kostenlos! Als Taschenbuch kostet das Buch 10,95€. Über die AutorinIch kenne Julia und Horst jetzt seit zwei Jahren und haben sie als ein sehr freundliches Autorenpaar kennen gelernt. Beide unternehmen viele Reisen um ihre Bücher noch echter zu gestalten. Auch weiß ich, dass ihre Recherchen zu ihren Büchern nie zu kurz kommen.

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  • Eine junge Frau geht ihren Weg

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    nirak03

    17. December 2017 um 17:18

    Wien im Jahre 1889. Es ist Weihnachten und in einem Krankenhaus wird ein Kind geboren. Doch Fanny ist ein Kind, welches die Mutter nicht will. Fanny bleibt im Findelhaus zurück und die Mutter geht ihre eigenen Wege. Einzig die Oberpflegerin Josepha kümmert sich um das Mädchen. Sie erzieht sie und ersetzt ihr die Familie. Fanny wird erwachsen und hat schnell gelernt, will sie etwas aus ihrem Leben machen, muss sie es selbst in die Hand nehmen. Sie wird eine Maßschneiderin und das mit Erfolg. Aber der Weg dorthin war nicht einfach. Ihre Vergangenheit lässt sie einfach nicht los. Die Frage nach ihrer Herkunft quält sie immer wieder. Das Autorenpaar Julia und Horst Drosten nimmt ihre Leser mit nach Wien zur Jahrhundertwende. Sie erzählen die Geschichte einer jungen Frau, die nicht so recht in das Bild der Frau dieser Zeit passen will. Fanny hat ihren eigenen Kopf und setzt diesen auch durch. Den Ärger, den sie sich mit ihrer manchmal forschen Art einhandelt, ist vorprogrammiert. Immer wieder stößt sie an ihre Grenzen oder an Grenzen, die ihr von anderen aufgelegt werden. Aber am Ende erreicht sie ihr Ziel doch. Es wird eindrucksvoll geschildert, wie Fanny sich durchsetzt und was sie für Höhen und Tiefen durchleben muss. Durch Fanny erfährt der Leser aber auch von dem Leben dieser Zeit. Davon was Frauen durften und was eben nicht. Die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Dienern und Herren wird ebenfalls gut sichtbar. Aber eben auch, dass es möglich ist, von ganz unten aufzusteigen und sein Schicksal eben auch selbst in die Hand zu nehmen. Es ist eine Zeit, in dem sich gerade auch die Frauen langsam bewusst werden, dass es mehr im Leben gibt, als ihnen die Vergangenheit zeigt. Mir hat gut gefallen, wie gerade Fanny es schafft voran zu kommen. Fanny startet ihr Arbeitsleben als Dienstmagd bei adligen Damen und muss bald erkennen, dass es ihr nicht gefällt, so behandelt zu werden, wie es eben mit Dienstpersonal üblich war. Mir hat Fanny ihre Art gut gefallen. Sie hat versucht sich durchzusetzen, und zwar mit allen Konsequenzen, die es manchmal für sie hatte. Gerade weil Fanny auch für ihre Fehler eingestanden ist, war sie mir von Anfang an sympathisch. Sie duckt sich nicht, sondern stellt sich gerade hin und zeigt wer sie ist. Geschickt haben die beiden Autoren das politische Zeitgeschehen mit ihrer Geschichte verwoben. Auf diese Weise erzählen sie eben auch von der Kriegsangst und wie es in Wien in den Kriegsjahren zuging. Der Erzählstil ist dabei flüssig zu lesen. Der immer wieder einfließende Wiener Dialekt sorgt für einen gewissen Charme. Die Mischung hat mir gut gefallen und es hat Spaß gemacht, hier zu lesen. „Das Mädchen mit der goldenen Schere“ ist ein weiterer historischer Roman von Julia und Horst Drosten, der mich gut unterhalten hat. Es gab einige Wendungen und Handlungen, die ich so nicht erwartet hatte oder auch noch nicht gelesen habe, die mir aber gut gefallen haben. Sie machen diese Geschichte zu etwas Besonderem. Ich habe gern von Fanny und ihrem Leben gelesen.  

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  • Das Mädchen mit der goldenen Schere

    Das Mädchen mit der goldenen Schere. Historischer Roman

    Maerchenfee

    06. December 2017 um 07:59

    Wir befinden uns in Wien, wo eine unbekannte Frau Fanny anonym zur Welt bringt. Nach der Geburt will sie ihr Kind nicht einmal ansehen, daher kommt Fanny sofort ins Findelhaus.Somit beginnt ihr Start ins Leben schon ziemlich schwer und auch im weiteren Leben wird ihr nichts geschenkt. Nur gut, dass es die Oberpflegerin Josepha gibt, die eine ganz besondere Bindung zu Fanny verspürt und sie liebevoll, aber auch streng erzieht.Fanny hört aber nicht immer auf Josepha und setzt ihren eigenen Willen durch, was aber letztendlich dazu führt, dass sie eine sehr erfolgreiche Maßschneiderin wird.Allerdings läßt ihr die Vergangenheit keine Ruhe und sie würde zu gerne wissen, wer ihre Eltern sind und beginnt nachzuforschen.....Julia und Horst Drosten schaffen es wirklich mit jedem Buch, mich noch mehr zu begeistern. So ist mir Fanny auch sofort ans Herz gewachsen und ich habe mit ihr gelitten, gekämpft und mich mit ihr gefreut. Sie hatte als Bezugsperson ja nur Josepha und daher ist es umso bewunderswerter, wie sie allen Hürden in ihrem Leben getrotzt hat und zu einer wunderbaren, selbständigen und erfolgreichen Frau herangewachsen ist.Der Schreibstil der Autoren ist wie immer sehr schön und flüssig zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin und leider ist man wieder viel zu schnell am Ende.Gut gefallen hat mir, dass in der Geschichte viel Wiener Dialekt vorkommt, den ich sehr mag und der der Geschichte auch eine Prise Humor verleiht. So hat Josepha ihre Fanny stets "Hascherl" genannt, was ich so liebenswürdig fand und ich hätte Josepha, die soviel für Fanny getan hat, am liebsten geknuddelt.Wem der Wiener Dialekt fremd ist, findet am Schluß ein Glossar, wo alle Begriffe erklärt werden.Das Cover finde ich passt sehr gut zur Geschichte, welche auf meine Jahresbestenliste kommt und ich möchte das Buch unbedingt weiterempfehlen. Jetzt heisst es leider wieder warten, aber ich bin schon sehr gespannt, mit was für einer Geschichte uns die beiden nächstes Jahr verwöhnen werden.

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