Worum geht’s?
Die fünfzehn jährige Charlie kämpft mit dem Alleinsein. Ihr Vater ist weg und auch ihre beste Freundin wendet sich von ihr ab. Aber dann wird plötzlich Pommes Teil ihrer Welt und zeigt ihr wie unendlich weit der Himmel eigentlich sein kann.
Wie war’s?
Dieses Buch ist so unglaublich schön! Ich glaube, es liegt in meinem Fall auch nicht zuletzt daran, dass ich das Glück hatte bei ihrer Lesung dabei zu sein. Und wirklich: Dadurch bekommt das Buch nochmal eine ganz andere Qualität und Tiefe.
Julia Engelmann versteht es wie keine Zweite mit Worten umzugehen. Sie verpackt die Empfindungen und Gedanken und das ganze Chaos, das mit 15 im Kopf herrscht in passende und zugleich wunderschöne Worte. Sie schreibt berührend, emotional und sehr poetisch auf eine authentische Weise. Gleichzeitig aber auch humorvoll.
Charlie ist eine sehr nahbare Protagonistin, ihre Gefühlswelt für mich sehr nachvollziehbar. Genauso liebevoll sind die Nebenfiguren dargestellt, gerade Charlies Mutter oder der Italiener. Was ich so Besonders finde: Es gibt kein großes Drama. Es geht vielmehr um das Leben selbst. Das Erwachsenwerden, den Umgang mit alltäglichen Problemen, Freundschaft, Trauer, Familie, den Umgang mit Ängsten und dem Gefühl von Einsamkeit. Es hat mir wirklich viel Freude bereitet Charlie zu begleiten, sie über sich hinauswachsen zu sehen und zu beobachten, wie sie feststellt, dass es im Grunde anderen auch nicht so viel anders geht als ihr selbst.
Der Himmel als hoffnungsvolles Symbol zieht sich dabei wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Und auch das ein oder andere Gedicht hat Julia Engelmann mit in den Text integriert.
Mich hat dieses Buch ganz selig zurückgelassen und ich kann es euch nur wärmsten ans Herz legen. Und genauso: Nutzt die Gelegenheit Julia Engelmann einmal live zu sehen, wenn ihr sie haben solltet. Es lohnt sich sehr!




















