Die Galerie der Düfte

von Julia Fischer 
4,4 Sterne bei56 Bewertungen
Die Galerie der Düfte
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Positiv (47):
M

Ein sensationeller Lesegenuss , Italien Duft und Liebe mit ein bisserl Münchner Mietshaus Charme.

Kritisch (4):
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Hab das Buch auf Seite 57 abgebrochen. War nicht meines. Vielleicht in ein paar Jahren wieder.

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Inhaltsangabe zu "Die Galerie der Düfte"

Ein Sommer-Roman mit hohem Wohlfühlfaktor – zum Schmecken, Riechen und genüsslichen Lesen, und ein Liebes-Roman nicht nur für Florenz-Liebhaber!
Von der bekannten Sprecherin und Schauspielerin Julia Fischer.
Ein Liebesroman, der die Leserin direkt ins Herz von Florenz führt.

Sie ist mehr als nur eine Apotheke: Die ehrwürdige Officina Profumo di Santa Maria Novella, inmitten der lebendigen Gassen und Plätze von Florenz, ist für ihre verführerischen Düfte berühmt. Hier liegt das Aroma von Kräutern, Potpourris und edlen Seifen in der Luft. Ein himmlischer Ort, an dem die junge Münchner Apothekers-Tochter Johanna auf den Spuren eines legendären Dufts zwei ungleichen Brüdern begegnet.
Doch während Luca zaghaft um sie wirbt, hat sie ihr Herz längst an den stürmischen Sandro verloren - der einer anderen versprochen ist.
Der Duft von Florenz und eine große Liebe - eine unwiderstehliche Mischung!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426518717
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 02.05.2017 bei audio media verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Marisalenavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sensationeller Lesegenuss , Italien Duft und Liebe mit ein bisserl Münchner Mietshaus Charme.
    Duft verzaubert Liebe

    ein zauberhafter Roman mit Wurzeln in München Neuhausen, das eine tolle Hausgemeinschaft und die Damit verbundenen Geheimnisse der Bewohner verrät. Die Parfumeria di Maria Santanovella wird so getreu beschrieben da bekommt man das Gefühl selbst dort zu sein und es riechen zu können

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    Tintensports avatar
    Tintensportvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Klischeegetränkte Schwulstsoße, die sich in pseudoliterarischer Manier gefällt und die weibliche Intelligenz beleidigt
    Klischeegetränkte Schwulstsoße, die sich in pseudoliterarischer Manier gefällt ....

    Welch eine manierlich-adrette Satzsoße, in einer Klischeehaftigkeit wie im schlecht gespielten Vorabend-TV-Schinken. Ein Paradebeispiel des angeblichen Frauenromans, in dem wirklich KEIN Versatzstück der Mittelmäßigkeit ausgelassen wird.

    Ich mag auch allmählich kein Cover mehr sehen, auf dem man mir neblig-süßlich mit rosa Blümchen daher kommt (oder mit Früchten oder Herzen oder Backwerk oder Vasen auf nett-antiken Küchentischen ...). Auch kann ich keine Titel mehr ertragen, in denen ich mit weiteren`Küchenacsessoires' (Düften) oder angeblich typisch weiblichen Lebensweltbezügen (Galerie) malträtiert werde!

    Was soll das werden? Die Identitätsbestimmung der Frau im dritten Jahrtausend Anno Domini? Sollen wir uns - auch noch - brav in unsere Frauen- und Küchenwelten hinein `träumen', in denen wir - noch immer - stehen? Muss ich mich als Frau immer wieder mit den altvorderen Insignien der Weiblichkeit abspeisen lassen?

    Das war mit Sicherheit der letzte Roman dieser Art, den ich in die Hand genommen habe!

    Hätte ich nur früher auf meinen Instinkt gehört und der Empfehlung nicht geglaubt, denn das Innenleben ist keinen Deut besser!

    Gleich als Einstieg präsentiert sich der Leserin - neben der Florenzschwärmerei (so abgeschmackt, ernsthaft?) - der Gratis-Urlaubs-Latinlover (nee, oder?), der durch keinste störende Individualität auffällt oder den Lesefluss ruiniert!!!
    Dafür hängt er stimmungsvoll Lampions in den Baum (hach, welch ein Mann!), in den ... Boboligärten?! ... um seiner Angebeteten zu huldigen, wie der ewigen Weiblichkeit; dies in einer so aseptischen Verbrämtheit, wie pseudokünstlerischen Überhöhung, bis jeder Realitätssinn ausgemerzt und heraus-geschmalzt ist ... und ich zu raten begann: Äh, sollte das jetzt etwa Erotik gewesen sein? Und: geht das in dem Stil jetzt etwa so weiter?

    Und überhaupt: Sex in der Öffentlichkeit - in Italien? Zumal in Florenz, einer der überlaufensten Städte!? Und dann  ausgerechnet die Boboligärten, aus denen man so pünktlich wie todsicher rausgekehrt wird; zumal wenn man das Liebesnest auch noch weithin sichtbar für den Parkwächter mit Positionslichtern ....

    FAZIT: pseudoliterarisch daher geschriebene Phrasen und märchenhafte Anmutungen ergeben noch lange nix Gescheites.

    RATSCHLAG:
    Wer die Toscana im Roman mit integriertem Reisefüher erleben will, der sollte einen Krimi von Michael Böckler lesen (Wer stirbt schon gerne in Italien?). Der scheut zwar auch nicht jedes Klischee,  bedient sich dessen aber immerhin mit einem ironischen Augenzwinkern. Und er kann - neben ordentlich gemachten Infos zu Land, Kultur, Wein, Essen - sogar schreiben.

    Wer lieber einen Liebesroman hat, der greife zu Mhairi McFarlane. Die kann modern und zeitgemäß denken und schreiben, ohne die weibliche Intelligenz zu beleidigen und hat es nicht nötig die Frauen-Klischees von über-vorgestern aufzuköcheln.
    In diesem Sinne (zeitgemäßer Liebesroman) ebenfalls recht vielversprechend scheint mir Alles oder Nichts, von Simona Ahrnstedt zu sein. Mehr dazu demnächst ...

    Kommentare: 3
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    Athenes avatar
    Athenevor 8 Monaten
    Ausflug in die duftende Welt der Falkons


    INHALT:Johanna hat einen großen Traum, sie möchte in ihrem kleinen Laden die Produkte der Officina Profumo di Santa Maria Novella vertreiben. Doch bislang kamen nur Absagen. Nun macht sie sich selbst auf den Weg nach Florenz und findet zwei ungleiche Brüder Luca und Sandro vor. Aufgrund der bemerkenswerten Düfte, dem Flair Italiens und den beiden smarten Italienern ist Johannas Herz bald berauscht.....
    FAZIT:Aufgrund des Klappentextes und der Leseprobe habe ich mich sehr auf dieses Leseerlebnis gefreut. Doch anfänglich hatte ich mit dem Schreibstil der Autorin zu kämpfen.
    Man merkte der Autorin die Begeisterung für Florenz und die Komposition von Düften an. Doch manchmal fand ich die Beschreibungen neben der Handlung zu vielfältig und zu blumig.
    Allerdings passte dies zur Handlung. Hin und her gerissen zwischen der Einstiegsschwiergikeiten und der Neugier auf die besondere Handlung, habe ich das Buch erst einmal eine Weile zur Seite gelegt und vor ein paar Tagen wieder zur Hand genommen. Und da war es um mich geschehen, ich musste mit Johanna um ihre Träume bangen und ich fand Johanna und ihre Familie und ihre schrulligen Hausbewohner einfach zu köstlich, um sie zu ignorieren.
    Johanna lebt und liebt die Komposition der Düfte in ihrem kleinen Naturkosmetikladen und so ist sie natürlich von der traditionsreichen Officina Profumo di Santa Maria Novella stark beeindruckt. So haben es der Playboy Sandro und der in sich gekehrte Luca leicht, ihr Herz zu erobern. Der eine mehr, der andere weniger. Johannas Aussehen gleicht der Venus, so dass die beiden Italiener um sie schwirren wie die Bienen um den Honigtopf. 
    Sowohl die Familien von Johanna und von Sandro und Luca haben jedoch Geheimnisse, die sich auf die drei Menschen auswirken. Wer zu einander findet, sollte jeder selbst herausfinden.
    Etwas merkwürdig und irritierend fand ich, dass Johannas Nachname Stern-Reiter innerhalb des Textes immer variierte (Sternreiter).
    4 von 5 Punkten für diesen Ausflug in die duftende Welt der Falkons.
    https://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2017/10/julia-fischer-die-galerie-der-dufte-von.html

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    Blausterns avatar
    Blausternvor einem Jahr
    Die Galerie der Düfte

    Die junge Apothekerstochter Johanna Stern-Reiter hat neben der elterlichen Apotheke noch ihren eigenen kleinen Laden mit Naturkosmetik zu umsorgen und geht darin voll und ganz auf. Von jeher liebt sie Düfte und kreiert hier ihre eigenen Produkte. Seit langem aber schon hätte sie auch gern die Fabrikate der beliebten Officina Profuma di Santa Maria Novella aus Florenz zum Verkauf. Doch immer wieder erhält sie Absagen von ihnen. Als sie den Tipp erhält, selbst dort vorzusprechen, fährt sie nach Florenz und ahnt nicht, dass diese Reise alles in ihrem Leben ändert. Die bezaubernde Stadt verführt sie und die beiden Inhaberbrüder Luca und Sandro Fortini.
    Eine wunderschöne Geschichte der Düfte für die Sinne, die einem die Autorin hier mit ihrer passenden Stimme vorträgt und verzaubert. Ja, so richtig mit in diese Welt hineinzieht, aus der man gar nicht mehr auftauchen möchte. Man fühlt sich darin einfach nur wohl. Alles wird so bildhaft beschrieben, sei es die Stadt Florenz, die einen nicht mehr loslässt bis man sie selbst gesehen hat, oder die Welt der Düfte, bei der hier sogar jeder Person ihre eigene Duftnote zugeteilt wird. Johanna ist sympathisch, wenn auch eigenwillig und tut alles für ihren Traum. Dabei wird ihr Leben gehörig umgekrempelt, denn die Liebe überrempelt sie dabei. Das Herz sieht oft nicht, wer einem guttut. Die beiden Brüder sind wie Tag und Nacht. Während Luca der Verantwortungsbewusste ist, ist Sandro der Halodri, der auch vor den Damen keinen Halt macht, obwohl er schon vergeben ist. Es gibt verträumte und traurige Momente, aber auch lustige Szenen. Vor allem ist dieses Buch aber eines, eine Hommage für die Sinne.

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    talishas avatar
    talishavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine schöne, spannende und immer wieder überraschende Story, die den Leser durch die bildhafte Sprache einhüllt.
    Die doppelte Venus

    An diesem Klappentext kann wohl kein Selbstrührer vorbeigehen, denn auch wenn es im eigenen Heim oft betörend nach neuen Duftkreationen riecht, ist es extrem verlockend, Romane zu lesen, in denen es um diese Düfte geht.

    In "Galerie der Düfte" begleiten wir Johanna auf ihre Reise nach Florenz. Hier ist der Sitz der bekannten Officina Profumo, deren Produkte Johanna gerne in ihrem Naturkosmetikladen anbieten würde. Doch da nun bereits die vierte Absage eingetroffen ist, entschliesst sie nach Florenz zu reisen und sich vor Ort vorzustellen. Vielleicht bekommt sie ihren Vertrag so doch noch. In der Officina lernt sie gleich die Eigentümer kennen, die Fortini-Brüder Luca und Sandro sowie ihren Onkel Giovanni. Vertraglich sieht es schlecht aus, aber amouröse Gefühle werden aufgewirbelt: Giovanni erinnert sich durch Johannas Auftauchen an eine deutsche Frau, die er nie vergessen hat; Johanna ist ihr wie aus dem Gesicht geschnitten. Luca verliebt sich sofort in Johanna. Sie hingegen ist fasziniert von Sandro, der ihr seine Verlobte verschweigt. Eine Dreiecksgeschichte beginnt.

    Eher eine Vierecksgeschichte, denn zu Hause in München ist der Gärtner Niklas in Johanna verliebt. Niklas kümmert sich um den Garten des Mehrfamilienhauses, in dem Johanna lebt und arbeitet. Die elterliche Apotheke steht gleich nebenan. Anna und Cornelius Stern-Reiter führen sie schon lange. 

    Als Nebenfiguren fungieren die Mitbewohner: der nervige Buchhändler Ludwig, der nur zu gerne Klassiker zitiert; Mechthild Müller, die jeweils unter der Krankheit leidet, die in der Apothekerzeitschrift vorgestellt wird; Lilo Wunderlich, die das Bio-Bistro vis-à-vis führt; Maria Beck mit ihren drei lauten Kinder, aus dessen Wohnung es nie gut riecht; die Bildhauer Pia und Chong Wang wie auch die Apothekenmitarbeiterinnen Christa Werner und Ilse Neubeck und natürlich Johannas Eltern. In Florenz kommt noch Lucas und Sandros Mutter Giulia Fortini dazu.

    Aus diesen Charakteren und dem Duft-Thema bastelt die Autorin Julia Fischer eine spannende Geschichte, die immer wieder neue Wendungen nimmt und den Leser durch die bildhafte Sprache einhüllt und erst nach dem letzten Wort wieder in die Realität auftauchen lässt. 

    Luca mochte ich am liebsten. Er, der immer nur an zweiter Stelle kommt, weil alle Sandro bevorzugen. Wie Luca leidet und trotzdem immer nett bleibt, hat mich beeindruckt. Luca ist introvertiert, aber poetisch veranlagt; der extrovertierte Duftkünstler Sandro unterteilt nicht nur Düfte in Kopf-, Basis- und Herznote, sondern auch Menschen. Trotz unterschiedlichen Wesenszügen merkt man, dass sie Brüder sind.

    Die Geschichte ich sehr gut recherchiert. Zu kritisieren habe ich nur zwei Szenen: zum einen ist dies die Stelle an der Johannas Seifenleim in nur 3 Minuten andickt. Das erweckt den Eindruck, dass Seifensieden total easy ist und man einfach mal nebenbei welche sieden kann. Solch schnelles Eindicken passiert aber eigentlich nur durch Zugabe von künstlichem Parfum. Der zweite Kritikpunkt ist die Krokodilgeschichte. Ich fand sie unnötig, sie hätte auch ausgelassen werden können, da es auf einmal keine Rolle mehr spielte. 

    Abgesehen von diesen zwei Punkten ist dieser Roman von Julia Fischer so wie man sich ein gutes Buch vorstellt: eine logische Geschichte mit interessanten Figuren, dazu eine fesselnde Handlung samt schönem Schreibstil.

    Fazit: Ein toller Pageturner mit viel Florenz-Flair dank genauen Beschreibungen von Land, Düften und Menschen. 4.5 Punkte.

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor einem Jahr
    Sommer in Florenz


    Cover
    Ich finde dieses Cover unglaublich schön, es erinnert mich immer an einen Urlaub mit meinem Mann, den wir uns gegönnt haben. Dort gab es einen Rosenbogen mit genau den gleichen Rosen. Außerdem ist es sehr passend für den Roman


    Protagonistin
    Johanna ist eine junge Frau, die weiß was sie will. Sie steht mitten im Leben und ist nah bei ihrer Familie und hat auch ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Sie besitzt einen kleinen Laden, der verschiedene Düfte und Tinkturen anbietet und ist damit auch sehr glücklich. Doch dieses eine Rezept, das es nur in Florenz gibt, macht sie noch verrückt. Sie würde den Duft unheimlich gerne verkaufen, weshalb sie auch nach Florenz fährt. 
    Ich mochte ihre ruhige und gelassene Art sehr gerne, auch wenn ich ihr Handeln nicht immer ganz verstanden habe. Manchmal hat sie schon mehr Glück als Verstand. Trotzdem war sie sympathisch und hat mir als Protagonistin sehr gefallen.


    Schreibstil
    Da ich schonmal in Florenz war, konnte ich mir die Orte, die genannt wurden, sehr gut bildlich vorstellen. Es hat mich in meine Lieblingsstadt teleportiert und ich war einfach verzaubert. Der Schreibstil hat einen guten Strang gehabt, an dem sich der Leser festhalten konnte. Besonders auf die Umgebung wurde viel Wert gelegt, was in diesem Buch sehr gut ankam. Auch die Charaktere hatten tolle und unterschiedliche arten sich auszudrücken und man konnte deshalb alle gut auseinander halten. Das Buch hatte zudem auch immer wieder guten Humor mit drin, der die Geschichte auflockert, denn ab der Mitte des Buches sieht es erstmal nicht mehr so rosig aus mit der Geschichte und das war auch der Part an dem ich mit meiner Meinung doch etwas gehadert habe. Denn es passiert etwas, was mir so garnicht gefallen hat. Dennoch war die Geschichte sehr unterhaltsam und hat mir gut gefallen. 


    Autorin
    Julia Fischer (geb. 1966) ist Schauspielerin und lebt mit Mann und drei Kindern in München. Sie arbeitet auch als Sprecherin und hat zahlreiche Hörbücher eingesprochen.


    Einzelbewertungen
    Schreibstil 4/5
    Charaktere 5/5
    Spannung 3/5
    Ende 4/5
    Cover 5/5


    Fazit
    Ein tolles Buch, das mich in meine Lieblingsstadt entführt hat und perfekt zum Sommer passt.

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    Klusis avatar
    Klusivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wundervoller, üppiger und sinnlicher Roman, der zum Träumen, Schwelgen und Genießen einlädt
    Die Galerie der Düfte

    Bei diesem Buch haben mich sogleich das Cover und der Titel sehr angesprochen, und als ich aus der Kurzbeschreibung entnommen habe, dass der Roman zum großen Teil in Florenz spielt, war es quasi schon um mich geschehen.
    Es geht um die junge Münchnerin Johanna, die im Hinterhof der Apotheke ihrer Eltern ein Naturkosmetikgeschäft betreibt. Ihr großer Wunsch ist, die edlen Produkte aus der Officina Profumo die Santa Maria Novella in ihrem kleinen Laden anbieten zu können. Als sie auf ihre schriftliche Anfrage eine Absage erhält, beschließt sie, persönlich nach Florenz zu reisen. Sie gibt die Hoffnung nicht auf, doch noch eine Genehmigung für den Vertrieb der exquisiten Kosmetiklinie zu erhalten. Als sie die Brüder Fortini kennenlernt, hat das für ihr Herz und auch für ihr weiteres Leben ungeahnte Folgen.
    Wie gesagt, zu großen Teilen spielt der Roman in Florenz, dieser wundervollen alten Stadt, die ich so liebe. Aber auch die Abschnitte, die in München handeln, haben mich sofort gefesselt und mein Interesse geweckt, denn auch hier schafft Julia Fischer eine bezaubernde Atmosphäre, in der man sich einfach wohl fühlt. Mit der Wahl ihrer Schauplätze hatte mich die Autorin schon eingefangen, denn sowohl München als auch Florenz sind Städte, denen mein Herz gehört. Dass es in der Geschichte auch noch um erlesene Düfte und Aromen, um feine Seifen, wohlriechende Hydrolate und luxuriöse Cremes geht, hat mich zusätzlich begeistert, denn Naturkosmetik und Aromatherapie sind Themen, mit denen ich mich gerne und mit Begeisterung befasse.
    Die Autorin hat einen sehr angenehmen, eingängigen Schreibstil, der durch brillante, sinnliche Beschreibungen besticht, die zum Teil wundervoll poetisch anmuten. Der ganze Roman hat etwas Ätherisches, wie die Düfte, um die es darin geht. Er ist luftig-leicht,manchmal flüchtig und zugleich doch auch tiefgehend, ein wenig geheimnisvoll und facettenreich. Die beschriebenen Charaktere sind alle außergewöhnlich bzw. gelingt es der Autorin, das Besondere in jedem Menschen, den persönlichen Zauber eines jeden Wesens, hervorzuheben. Sieht man sich nur Johanna an, die nicht nur mit ihrem extravaganten Kleidungsstil aus dem Rahmen fällt, sondern durch ihre feinsinnige Wesensart gleich meine Sympathie gewonnen hat. Auch die Brüder Sandro und Luca sowie die anderen Mitglieder der Familie Fortini sind sehr intensiv und lebendig dargestellt, mit all ihren Charaktereigenschaften, wobei man auch für die weniger positiven Verständnis aufbringt, weil sie so menschlich und feinfühlig dargebracht werden.
    Ich habe diesen Roman sehr genossen, habe in den üppigen Schilderungen geschwelgt und wehmütig meinem Fernweh nachgespürt, denn am liebsten hätte ich sogleich mein Köfferchen gepackt und wäre nach Florenz gereist, um die beschriebenen Schauplätze, die ich so liebe, einmal wieder zu besuchen. Zusammen mit Johanna und Luca habe ich im Geiste die Uffizien besucht, habe Botticellis Venus betrachtet und konnte mich nur allzu gut in diese reizvolle Atmosphäre hinein versetzen.
    Für mich ist dieser Roman etwas ganz Besonderes, so farbenprächtig und bildhaft geschrieben und mit viele wunderschönen Metaphern ausgeschmückt, dass man fast meint, die Düfte zu riechen, von denen die Rede ist. Es ist eine Geschichte über die schönen Dinge des Lebens und über die Liebe in all ihren Schattierungen
    Dieses Buch werde ich sicher noch häufig zur Hand nehmen und ausgewählte Zitate daraus lesen, immer wenn es mir nach besonders schönen Worten ist, die zum Innehalten,Träumen und Genießen anregen. Außerdem verrät die Autorin auch noch ein Rezept für ein wohltuendes, zart duftendes Pflanzenwasser zur Entspannung und Pflege müder Augen. Das werde ich ganz sicher ausprobieren. 

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor einem Jahr
    Ein duftende sinnliche Geschichte

    Johanna Stern-Reiter ist Apothekertochter und hat das Wissen um Pflanzen und ihre Wirkung von Kind an aufgesogen. Nun hat sie einen kleinen Laden „Sternwarte – Naturkosmetik und Seelenheil“. Sie hätte aber zu gerne auch Produkte der berühmten Officina Profumo di Santa Maria Novella in Florenz in ihrem Programm. Aber alle Bemühungen sind bisher ins Leere gelaufen. Eine Bemerkung ihrer Nachbarin lässt Johanna nicht los und setzt es in die Tat um. Sie reist nach Florenz, um die Inhaber der Farmacia zu überzeugen. Sie lernt die Inhaber Luca und Sandro Fortini kennen.

    Dieses Buch ist ein richtiges Wohlfühlbuch. Der Schreibstil ist üppig und detailreich. Beim Lesen riecht man die Aromen der Blüten und Kräuter. Auch Florenz ist so bildhaft beschrieben, dass ich es mir sehr gut vorstellen konnte und Lust bekommen habe, einmal dorthin zu reisen.

    Die sympathische Johanna hat einen Traum und sie will ihn umsetzen. Dafür reist sie sogar nach Florenz. Sie lernt die Inhaber kennen, die ungleichen Brüder Fortini. Es kommt wie es kommen muss, ihr Herz schlägt bald für den charmanten Hallodri Sandro, der obwohl bereits gebunden dennoch jede Frau umwirbt. Aber auch der zaghafte Luca hat sich in Johanna verliebt. Dass es da nicht vollkommen problemlos läuft, ist eigentlich klar. Für wen sich Johanna am Ende entscheidet, wird hier nicht verraten. Aber neben diesen Hauptfiguren gibt es noch eine Reihe von Personen, die ebenfalls sehr schön mit ihre Eigenheiten beschrieben sind.

    Durch die Reise nach Florenz wird einiges im Leben von Johanna durcheinander gebracht und alte Familiengeheimnisse aufgedeckt.

    Es ist eine sehr sinnliche Geschichte, in die ich wundervoll eintauchen konnte.

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    SinjeBs avatar
    SinjeBvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Frühlingsfrisch duftend und voll blühender Leidenschaft. Eine zauberhafte Einladung zum Wegträumen. Ein Buch zum Verlieben!
    Frühlingsfrisch duftend und voll blühender Leidenschaft. Eine zauberhafte Einladung zum Wegträumen.

    Zum Inhalt:
    In München betreibt die Mitzwanzigerin Johanna Stern-Reiter, angeschmiegt an die elterliche Apotheke, ein Geschäft, in dem sie mit feinen Sinnen erfolgreich Pflanzenwässer und Naturkosmetik kreiert und verkauft. Von einem besonderen Aqua, mit dem sie aufwuchs, inspiriert, wünscht sie es sich sehnlich, Düfte der ehrwürdigen Florentiner Officina Profumo di Santa Maria Novella in ihrem fantasievollen Sortiment führen zu dürfen. Doch Johanna erntet eine mechanische Absage nach der anderen. Schließlich folgt sie einem kleinen Stups und reist nach Florenz, um die Geschäftsführung der jahrhundertealten Firma persönlich von ihrer „Sternwarte“ zu überzeugen. Bald schon steht sie Kopf und Nase der Officina gegenüber und bringt beide gehörig durcheinander. Während Co-Geschäftsführer Luca Fortini völlig hingerissen von der schönen jungen Frau vorsichtige Annäherungsversuche unternimmt, hat Johanna nur Augen für seinen Bruder Sandro, den Duftexperten. Wie schon ihre Mutter in den 1980ern verfällt Johanna nachhaltig nicht nur dem Charme der Arnostadt ...

    Meine Meinung:

    Passend zu einer Jahreszeit, in der uns jeden Tag neue Düfte frisch die Nasen kitzeln oder - bisweilen unerträglich - die Luft schwängern, um Bienen zu locken, ist Julia Fischers "Die Galerie der Düfte" erschienen. Ein Sommer-Muss für alle, die Sprache und Liebesromane ohne Kitsch mögen.
    Bereits im Prolog verlockt uns die Autorin detailreich, aber intensiv mit Florentiner Stadtansichten, die mitnehmen und neugierig machen, ohne das Geschehen zu überfrachten. Nicht alltägliche, mit ihren Synonymketten vielleicht nicht immer gefällige, aber nicht minder bildreiche und schöne Sprache verleihen der Liebesepisode des Prologs geradezu ätherisches Flair. Eine Stimmung, die verliebt macht in die toskanische Stadt und das Strohfeuer von Leidenschaft. Trotzdem tropft kein Kitsch in den Arno.
    Wer flotte Handlungseinstiege mag, sollte geduldig sein und die Flinte nicht gleich ins Korn werfen. In ihrer Gegenwartshandlung, die 2011 beginnt, erdet uns Julia Fischer nämlich wieder. Trotz allerlei Duftbeschreibungen, die ein gewisses Faible erfordern und in einem Roman um Düfte unverzichtbar sind, wird Johannas Geschichte greifbarer. Julia Fischers Sprache bleibt schön, wird aber mit gut platzierten Dialogen nahbarer, weniger detailliert und passt sich stets der Stimmung an. Mit jeder Szene, jedem Handlungsort und jeder Figur wird deutlich, dass dieser Roman ein Herzblutbuch ist. Nichts erweckt den Eindruck simpler Bildersuche, sondern sprüht vor Leidenschaft für Thema und Figuren. Fachthemen sind kompetent verpackt, ohne abgehoben zu wirken und den Leser auf der Strecke zu lassen. Orte werden lebendig, ohne den Protagonisten die Schau zu stehlen. Alles fügt sich zu einer Einheit, in der alles seinen Platz hat.
    Vermeintlich Vorhersehbares wendet sich und lässt die Herzen höher schlagen.
    Leicht skurril angehauchte Figuren geben dem Roman, der, wenngleich voller Licht, durchaus auch Schattenmomente thematisiert, immer wieder lebendige Leichtigkeit und animieren zum Schmunzeln.
    Johanna ist als herrlich unaufdringliche, besonnene Hauptfigur dargestellt, die genauso individuell wie ihr Kleidungsstil ist, weiß, was sie will und zudem von einem intakten Umfeld profitiert. Wie sehr habe ich diese vermeintlich eigenständigen Heldinnen Mitte Zwanzig satt, die schlussendlich doch nur all ihre Individualität an der Brust eines starken Mannes aushauchen. Schon fast befremdlich schön, hat Johanna in dieser Hinsicht erst einmal nicht viel Glück. So trifft sie ungebunden in Florenz ein, wo Lucas und Sandro um sie buhlen.
    Oh Gott! Nicht noch ein Liebesdreieck!
    Doch, wenn es richtig funktioniert!
    Julia Fischer spielt nämlich mit der Liebe, lässt uns für den einen oder anderen Fortini Partei ergreifen, zeichnet die männlichen Parts so nuanciert, wie die Liebe nun mal ist. Nicht schwarz und weiß.
    So werden Entscheidungen und Verhaltensweisen nachvollziehbar und glaubhaft. Und keine Figur fällt aus ihrer Rolle. Nebenfiguren sind keine Statisten, sondern echte Sympathieträger, wenn auch nicht auf den ersten Blick: Da sind der schüchterne Niklas, der ein bisschen in Johanna verliebt ist, die hypochondrische Mechthild, die Johanna den nötigen Tritt in den Hintern gibt, um nach Florenz zu reisen, Buchhändler Korn, der gar nicht so steif ist, wie er tut, und über einen schier unerschöpflichen philosophischen Zitatfundus verfügt, und, und, und. Sie alle wachsen ans Herz, holen den Leser mitten ins Geschehen und tragen nicht zuletzt auch dazu bei, dass die Dreiecksgeschichte nicht aufgebauscht wird.
    Überhaupt ist "Die Galerie der Düfte" eine sehr harmonische Geschichte – freilich nicht konfliktfrei, denn Konflikte sind die Würze guter Geschichten – aber erwachsen und unaufgeregt erzählt. Ein Roman der leisen Töne, dem es dennoch nicht an Kraft fehlt. Vielleicht weht auch ein sanfter Hauch von Magie zwischen den Zeilen.

    Wer Lust hat, an lauen Sommerabenden gemächlich zwischen Florenz und München zu schweben und Teil einer sanft erzählten, bezaubernden Geschichte mit nuancenreichen, glaubhaften Figuren und einnehmenden Szenerien zu werden, wird sich in „Die Galerie der Düfte“ verlieben.

    Gesamteindruck:
    5 von 5 Punkten

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    Booky-72s avatar
    Booky-72vor einem Jahr
    Galerie der Düfte

    Der Duft, den man hier auch Hören kann, sehr gut kann man eintauchen in die verschiedenen Empfindungen, die zu Beginn Anna und im Großteil der Geschichte Johanna beschäftigen. Von ihrem ersten Besuch in Italien, dem Kennenlernen der Brüder Luca und Sandro bis hin zur Entscheidung, welchen der beiden sie wohl lieben kann. Alles wird unterstützt und wundervoll begleitet von der Beschreibung der Düfte, die sie, ihre Tochter und ihre Familie ebenso durchs ganze Leben führen. Alle Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet . Johanna und ihre Eltern in München, die umgeben sind von sehr lieben Menschen in ihrem Wohnhaus, die alle ihre eigene Rolle in der Geschichte innehaben, sowie ihre bald neue Familie in Italien, die ebenso liebenswürdig sind. Besonders schön fand ich die Stimme hierselbst von der Autorin.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    juliafischers avatar
    Liebe LB-Community, liebe Hörbuchfans,
    die Leserunde meiner Galerie der Düfte läuft noch, trotzdem würde ich paralell gerne mit dem HÖRBUCH des audio media Verlags eine HÖR-Runde eröffnen. Es ist ein Sommertitel, der zwischen München und Florenz spielt, und Urlaubsstimmung verbreitet. Ein Duftroman mit ausgeprägter Herznote für die Romantiker unter euch.
    Wer hat Lust, Bilder zur Recherche zu sehen, etwas über die Parfumherstellung und das Destillieren feiner Hydrolate zu erfahren, während er gemeinsam mit mir eintaucht?
    Ich freue mich über eure Bewerbungen!
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    juliafischers avatar
    Liebe LovelyBooks-Community,
    am 2.Mai erscheint mein neuer Roman, "Die Galerie der Düfte", der zwischen München und Florenz und dort in der wunderschönen Officina Profumo di Santa Maria Novelle spielt: Feine Naturkosmetik und unglaubliche Düfte! Ein Sommerroman, mit dem wir endlich den Frühling begrüßen können, eine leichte, humorvolle und wie ich hoffe betörende Liebesgeschichte für alle, die es romantisch mögen, aber Kitsch nicht leiden können.
    Ich würde die Verlosung von 10 Büchern, mit denen ich in eine Leserunde gehen möchte (nicht mit den Büchern, mit euch natürlich!) gerne am Muttertag um 18.00 Uhr beenden und die Gewinner dann bekannt geben.
    Wer hat Lust, mit mir zusammen zu lesen, Hintergründe zu meiner Florenz und Duft-Recherche zu erfahren und sich mit mir auszutauschen?
    Bitte bewerbt euch und sagt mir, warum ihr Liebesromane mögt und Lust auf meinen habt.
    Ich freue mich schon sehr auf eine neue, inspirierende Leserunde!
    Eure Julia Fischer
    Zur Leserunde

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