Julia Freidank Die Fälscherin

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Inhaltsangabe zu „Die Fälscherin“ von Julia Freidank

Das Lazariterspital in Jerusalem ist die Hölle, in welche die Aussätzigen verbannt sind. Auch für die junge Blanka endet der Zweite Kreuzzug hier.Sie wird zum Sterben zurückgelassen. Jahre später, wieder in Bayern, ist Blanka geheilt. Als ihr Vater erkrankt und Blanka ihr Erbe zu verlieren droht, muss sie im Krieg der beiden größten Mächte des Mittelalters Partei ergreifen. Um ihre Familie und ihren Herrn zu schützen, fälscht sie im Auftrag Ottos von Freising Urkunden.So wird sie zur heimlichen Kämpferin gegen die aufstrebenden Wittelsbacher. Bis sie sich in Ortolf verliebt, den gefährlichsten Ritter ihrer Feinde.

Ganz nett, Kulisse und Hintergründe interessant, storyline aber leider zu vorhersehbar.

— black-crown
black-crown

Leider ziemlich schwach und enttäuschend...

— Cellissima
Cellissima

Die Umsetzung dieser realen Ereignisse gefiel mir sehr gut, nur die Liebesgeschichte war mir zu sehr der Gegenwart verpflichtet. *räusper*

— Nemo
Nemo

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  • Mittelalter zwischen Macht und Liebe

    Die Fälscherin
    Nemo

    Nemo

    12. April 2017 um 13:19

    Jerusalem im Jahre des Herrn 1148: Die junge Adelige Heilwig erkrankt auf dem zweiten Kreuzzug an Lepra. Nur ihr Mentor und Lehensherr, Bischof Otto von Freising, glaubt noch an ihre Rettung und tatsächlich kann sie – wie durch ein Wunder vollkommen genesen – nach Baiern zurückkehren. In ihrer Heimat wird die Gezeichnete unter dem Namen Blanka von der Bevölkerung fast schon wie eine Heilige verehrt. Doch als ihr Vater stirbt, droht neues Ungemach: Der Verwalter der Kirchengüter verweigert ihr die Erbschaft des Lehensgutes Burgrain. Das Vogteiamt untersteht nämlich Otto dem Rotkopf vom Geschlecht der aufstrebenden Wittelsbacher. Und diese versäumen keine Gelegenheit, sich strittige Ländereien, notfalls auch mit Gewalt, anzueignen. Bischof Otto weiß sich zu wehren: Indem er in Kloster Neustift Urkunden – unter anderem mit Hilfe der begabten Blanka – fingieren lässt, weist er seinerseits umstrittenen Besitz rechtskräftig dem Bistum zu. In ihrer neuen Wirkungsstätte Neustift pflegt Blanka auch einem schwer verwundeten Ritter; sie verliebt sich in ihn und zeugt mit diesem ein Kind. Was sie noch nicht weiß: Der gutaussehende Mann ist Otho Kopf, ein gefährlicher Kämpe der Wittelsbacher. Um Burgrain für sich und die Kirche zu sichern, heiratet Blanka widerwillig den bischöflichen Richter Pero. Doch die Ehe geht nicht gut, Pero ahnt den Ehebruch und bewirkt ein Gottesurteil, das dramatisch endet: er selbst stirbt an den Folgen seiner Verletzung, der für Blanka kämpfende Otho wird lebensbedrohlich verwundet und Blanka selbst verstoßen. Als sie erfährt, dass sich die Wittelsbacher mit Heinrich dem Löwen verbunden haben und den Markt Föhring angreifen, muss sie sich endgültig zwischen der Macht der Kirche und der Macht der Wittelsbacher entscheiden … Die im Roman genannten – gefälschten – Urkunden existieren wirklich und werden unter anderem in der Bayerischen Staatsbibliothek aufbewahrt. Wer die Fälschungen begangen hat, wird wohl Bischof Ottos Geheimnis bleiben – ein Glücksfall für die Autorin. Die 1973 geborene Julia Freidank ist in Freising aufgewachsen und kam über ihr Hobby, den Schwertkampf, zum Schreiben. In ihrem zweiten Roman fährt sie das ganze Repertoire derzeit gängiger Mittelalterromane auf – oft auch in einer reichlich deftigen und manchmal auch sehr spezifischen Sprache: den Konflikt zwischen der adligen Oberschicht und dem einfachen Volk, die Zurückdrängung des germanischen Götterglaubens durch das Christentum, die Machtansprüche zwischen Kirche und weltlichen Herrschern, die aufkommende Überlegenheit des Geldes gegenüber dem Grundbesitz, den Zwiespalt zwischen Lehenstreue und individueller Überzeugung sowie die Angst vor Seuchen und um das ewige Seelenheil. Dem Geschmack unserer Zeit geschuldet, nehmen natürlich die komplexe Liebesgeschichte sowie die Auseinandersetzung mit dem Frauenleben im Mittelalter besonders großen Raum ein. Die gut recherchierte und virtuos ausgeführte Handlung entwirft ein lebendiges und unterhaltsames Porträt des Mittelalters und wird durch ein informatives Nachwort sowie ein Personenverzeichnis auch für weniger beschlagene Leser aufs Beste ergänzt.

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  • zwischen den Fronten von Kirche und Königen

    Die Fälscherin
    LadySamira091062

    LadySamira091062

    14. June 2014 um 21:03

    Im Aussätzigen Spital in Jerusalem liegt die kleine Bianca   und ist an  Lepra erkrankt.Vater und Bruder lasen sie schmählich im Stich,doch  Bischof Otto von Freising kommt jeden Tag und schaut nach ihr. Jahre später ist Bianca geheilt und lebt als Laienschwester im Kloster in Freising.Eines Nachts  nimmt sie einen geheimnisvollen Fremden auf und versteckt ihr vor den Rittern  und verliebt sich dabei in ihn. Doch ihr Vater hat vor sie zu verheiraten .Bevor es dazu kommt  erkrankt er an Lepra und muss seine Burg verlassen.Damit das Erbe nicht verfällt muss Blanca einen  vom Bischof auserwählten Mann heiraten.Hochzeiten wurde damals nach politischem Kalkül gefeiert und nicht aus Liebe.Und so bleibt Blanca nichts anderes übrig als auf  Ottos  Ansinnen für ihn als Fälscherin von Dokumenten zu arbeiten.Doch das bringt sie in Teufels Küche ,denn der Mann den sie liebt ,den bringt sie mit den gefälschten Papieren  in brenzlige Situationen .Und so beginnt er nach zu forschen wer dafür verantwortlich ist  um denjenigen zur Strecke zu bringen bis hin  zum Tod. Zu dumm nur das Ortolf, ein Ritter der Wittelsbacher ist und somit ein Gegner von Otto von Freisings .Die beiden sind Feinde  fürs Leben  und nicht nur wegen den Dokumenten ,letztendlich auch um Blanca kämpfen sie mit allen Mitteln. eEin wunderschön geschriebener historischer Roman,der sich  super liest und trotz vieler geschichtsträchtiger Fakten nie langweilig wird.

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  • Interessenskonflikt

    Die Fälscherin
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    27. January 2014 um 09:17

    Ein Roman, der in der Zeit der Kreuzzüge spielt. In Jerusalem gibt es ein Spital, das von Aussätzigen für Aussätzige betrieben wird ' den Lazarusrittern. Sie sind leicht erkennbar an ihrem grünen Kreuz auf den Waffenhemden. Das Mädchen Blanka, das hier liegt, wird jeden Tag von Bischof Otto von Freising besucht. Der Vater, Ritter von Otto, und der Bruder Rupert haben Angst vor der Lepra, aber Otto wird nicht abgeschreckt. Jahre später ' Blanka ist wie durch ein Wunder geheilt ' lebt sie als Laienschwester in einem Kloster in Freising. Dort nimmt sie eines Tages einen Verletzten auf, pflegt ihn und verliebt sich in ihn. Sie fühlt sich nicht zum Leben als Nonne berufen und weiß, dass ihr Vater sie verheiraten möchte. Dann holt ihr Bruder sie ab, weil der Vater an Lepra erkrankt ist und nicht überleben wird. Um ihr Erbe zu sichern, lässt Blanka sich in die Politik einspannen und fälscht Urkunden für Otto von Freising, den Gegner der Wittelsbacher. Sie heiratet aus taktischen Gründen Pero, den sie nicht liebt und der sie verachtet, da sie noch eine Narbe von der Lepra im Gesicht hat. Immer wieder begegnet sie dem Verletzen aus dem Kloster, von dem Sie inzwischen weiß, dass es Ortolf, ein Ritter der Wittelsbacher ist. Einerseits fühlt sie sich Otto verpflichtet, andererseits liebt sie Ortolf von ganzem Herzen. Da bleiben Konflikte nicht aus. Ich mag historische Romane und diese Geschichte ist sehr gut und spannend beschreiben.

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  • Zwiespalt

    Die Fälscherin
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    10. November 2013 um 15:18

    Ein Roman, der in der Zeit der Kreuzzüge spielt. In Jerusalem gibt es ein Spital, das von Aussätzigen für Aussätzige betrieben wird ' den Lazarusrittern. Sie sind leicht erkennbar an ihrem grünen Kreuz auf den Waffenhemden. Das Mädchen Blanka, das hier liegt, wird jeden Tag von Bischof Otto von Freising besucht. Der Vater, Ritter von Otto, und der Bruder Rupert haben Angst vor der Lepra, aber Otto wird nicht abgeschreckt. Jahre später ' Blanka ist wie durch ein Wunder geheilt ' lebt sie als Laienschwester in einem Kloster in Freising. Dort nimmt sie eines Tages einen Verletzten auf, pflegt ihn und verliebt sich in ihn. Sie fühlt sich nicht zum Leben als Nonne berufen und weiß, dass ihr Vater sie verheiraten möchte. Dann holt ihr Bruder sie ab, weil der Vater an Lepra erkrankt ist und nicht überleben wird. Um ihr Erbe zu sichern, lässt Blanka sich in die Politik einspannen und fälscht Urkunden für Otto von Freising, den Gegner der Wittelsbacher. Sie heiratet aus taktischen Gründen Pero, den sie nicht liebt und der sie verachtet, da sie noch eine Narbe von der Lepra im Gesicht hat. Immer wieder begegnet sie dem Verletzen aus dem Kloster, von dem Sie inzwischen weiß, dass es Ortolf, ein Ritter der Wittelsbacher ist. Einerseits fühlt sie sich Otto verpflichtet, andererseits liebt sie Ortolf von ganzem Herzen. Da bleiben Konflikte nicht aus. Ich mag historische Romane und diese Geschichte ist sehr gut und spannend beschreiben.

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  • Leserunde zu "Die Giftmischerin" von Bettina Szrama

    Die Giftmischerin
    Arwen10

    Arwen10

    Zusammen mit der Autorin Bettina Szrama möchte ich euch heute zu folgender Leserunde einladen: Die Giftmischerin Zum Inhalt: Die Hansestadt Bremen im frühen 19. Jahrhundert. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, intelligent und schön, sehnt sich die junge Gesche nach Glanz und Reichtum. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihr jedes Mittel recht. Skrupellos und heimtückisch tötet sie alle, die ihrem Erfolg im Weg stehen. Zur Leseprobe: http://www.amazon.de/Die-Giftmischerin-Bettina-Szrama/dp/3899777913/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1345800055&sr=8-1 Der Gmeiner Verlag stellt uns für diese Leserunde 15 Exemplare zur Verfügung. Ein großes Dankeschön an den Gmeiner Verlag für die großartige Unterstützung der Leserunde. Bewerbt euch bitte bis zum 31. August, 12 Uhr. Danach erfolgt die Auslosung der Gewinner. Vorrausetzung sind wie immer eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Diese soll wenn möglich auch bei amazon und anderen Verkaufsplattformen verbreitet werden. Beginn der Leserunde: Wenn alle Teilnehmer ihr Buch haben

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  • Leserunde zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    JuliaFreidank

    JuliaFreidank

    Habt Ihr Lust, ins Dunkel der Historie abzutauchen? Im wahrsten Sinne des Wortes: Denn mit der Leserunde zu meiner „Fälscherin“ möchte ich Euch in die Krypta des Doms zu Freising einladen, die ein bis heute ungelöstes Rätsel birgt. Mich hat „Die Fälscherin“ zu meinen Wurzeln zurückgeführt – jetzt bin ich gespannt zu hören, wohin sie Euch führen wird. Wollt Ihr dabei sein und Euer persönliches Freiexemplar gewinnen? Ich freue mich schon sehr auf den Austausch mit Euch! Und darum geht es: 1148. Das Lazariterspital in Jerusalem ist die Hölle, wohin die Aussätzigen verbannt sind. Auch für die junge Blanka endet der Zweite Kreuzzug hier. Sie wird zum Sterben zurückgelassen, doch Bischof Otto von Freising gibt sie nicht auf. Er bringt sie geheilt nach Bayern zurück und lässt sie im Kloster ausbilden. Als Jahre später Blankas Vater am Aussatz erkrankt, droht die Familie alles zu verlieren. Bischof Otto kann ihr nicht helfen. Er liegt im Streit mit den Wittelsbachern, die seinen Besitz an sich reißen wollen. Otto bietet der begabten Schreiberin einen gefährlichen Pakt an: Blanka soll eine Urkunde fälschen, um ihr Land zu retten. Verzweifelt lässt sie sich darauf ein. Sie ahnt nicht, wen sie herausfordert ... Dies ist die Geschichte der Urkunden-Fälschungen Bischof Ottos von Freising, mit denen er im 12. Jahrhundert der Kirche zu mehr Macht und Besitz verhalf. Bis heute weiß niemand, wer sie geschrieben hat. Bis zum 18. 5. 2012 könnt Ihr Euch für die Leserunde und eines der zwanzig Freiexemplare bewerben, die ich mit meinem Verlag gern vergeben möchte. Die Gewinner sind automatisch dabei. Wer das Buch schon hat oder sich anderweitig besorgen möchte – Ihr seid selbstverständlich auch herzlich willkommen! Und natürlich bin ich schon jetzt gespannt auf Eure Rezensionen! Wenn Ihr mitmachen und eine „Fälscherin“ gewinnen wollt, beantwortet diese Frage im Unterthema „Bewerbung“. Stellt Euch vor, Ihr wäret in Blankas Situation: Ihr erbt eine Burg mitten im Feindesland. Dieser Feind, so heißt es, löst jedes Problem mit dem Schwert – aber Ihr selbst dürft keines tragen. Was würdet Ihr tun? Kämpfen? Aber mit welcher Waffe? Ich wünsche Euch und uns allen eine schöne Leserunde!

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    Wildpony

    Wildpony

    17. July 2012 um 12:07

    Die Fälscherin - Julia Freidank Kurzbeschreibung Amazon: Das Lazariterspital in Jerusalem ist die Hölle, in welche die Aussätzigen verbannt sind. Auch für die junge Blanka endet der Zweite Kreuzzug hier.Sie wird zum Sterben zurückgelassen. Jahre später, wieder in Bayern, ist Blanka geheilt. Als ihr Vater erkrankt und Blanka ihr Erbe zu verlieren droht, muss sie im Krieg der beiden größten Mächte des Mittelalters Partei ergreifen. Um ihre Familie und ihren Herrn zu schützen, fälscht sie im Auftrag Ottos von Freising Urkunden.So wird sie zur heimlichen Kämpferin gegen die aufstrebenden Wittelsbacher. Bis sie sich in Ortolf verliebt, den gefährlichsten Ritter ihrer Feinde. Mein Leseeindruck: Mich hat das Buch absolut begeistert. Ich lese sehr gern historische Bücher - und durfte durch dieses Buch erfahren, daß auch schon lang vor unserer Zeit "Dokumente gefälscht" wurden. Es ist also nicht nur eine Erscheinung der modernen Welt - sondern hat auch den Menschen früher zu ihrem Recht... oder zu Besitztum verholfen. Das Buch was super gut zu lesen und ich habe von Anfang an mit Blanke mitgefiebert und mitgelitten, als sie ebenfalls diese schlimme Krankheit hatte. Mir gefällt auch sehr das Ende - und soviel darf ich wohl verraten - ein Happy End ist immer das Schönste! Dem tollen Buch vergebe ich 5 Sterne und gratuliere Frau Freidank zu den fesselnden Buch!

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    mecedora

    mecedora

    11. July 2012 um 10:04

    Die junge Blanka erkrankt auf dem zweiten Kreuzzug an Aussatz. Sogar von ihrer Familie wird das junge Mädchen schon aufgegeben - zu groß ist die Angst vor der unheimlichen Krankheit. Nur Bischof Otto von Freising glaubt an sie und stellt sie unter seinen Schutz. Einen Schutz, der auch zurück in der Heimat weiterbesteht. Blanka hat die Krankheit besiegt und wächst im Kloster zu Freising heran, lernt lesen und sogar die Schriftkunst und steht tief in Bischof Ottos Schuld. Dieser befehdet sich mit den Wittelsbachern, es geht um Land, um viel Geld, um Macht und um Blut. Gekämpft wird mit allem Mitteln - auch mit gefälschten Dokumenten, die Bischof Otto Blanka anfertigen lässt, um seinen Einfluss zu bewahren. Schon bald ist Blanka nicht nur Teil des Zwists zwischen Kirche und weltlicher Macht, sondern sogar ihr Mittelpunkt. Und sie selbst ist zerrissen zwischen ihrer Treue, die sich an Bischof Otto bindet und ihrer brennenden Liebe zu Ortolf, der der Gegenseite ebenso treu verpflichtet ist. Ein spannendes Hin und Her entwickelt sich. Julia Freidanks historischer Roman "Die Fälscherin" ist ein im Grunde ganz klassischer Vertreter seiner Gattung: im Mittelpunkt stehen eine junge Frau mit für ihre Zeit emanzipierter Haltung, historische Querelen und kämpferische Auseinandersetzungen um Macht, Land und Einfluss und eine über allem stehende Liebe. Und doch unterscheidet sich "Die Fälscherin" von vielen anderen historischen Romanen ein wenig. Zum einen dadurch, dass die Protagonistin Blanka keine Hebamme, Heilerin, Hexe oder junge Gräfin ist, sondern im Kloster eine Aufgabe ausübt, die vor allem Männern zukam: das Schreiben. Zum anderen besticht der Roman durch seinen hohen grad an historischer Authentizität, wenngleich die Liebesgeschichte um Blanka und Ortolf frei ersonnen ist. Ein Großteil des Personals ist historisch verbürgt, die meisten Ereignisse, ja sogar die gefälschten Dokumente sind es auch. Und das ist es, was für mich dieses Buch auszeichnet und so interessant macht. Ganz viel historische Realität wurde in eine kurzweilige, spannende und interessante Geschichte verpackt. Julia Freidank erzählt präzise und schnell, fesselnd und nie langweilig, jedoch auch nicht besonders stilistisch hervorstechend, was für mich jedoch bei einem historischen Roman auch nicht zwingend im Vordergrund steht. Mit der Figurenentwicklung geht es mir persönlich an einigen Stellen ein klein wenig zu schnell - ich kann rein gefühlsmäßig manche Dinge, Handlungen und Entscheidungen nicht unbedingt nachvollziehen. Auch der Grad von Blankas Emanzipiertheit ist in meinen Augen für ihre Zeit ein wenig unrealistisch. Die zentrale Liebesgeschichte ist mir ebenso zu sehr der Gegenwart verpflichtet. Aber das spannende Drumherum und vor allem die schon angesprochene Faktizität der Hintergründe wiegen das für mich auf. Sehr interessant war für mich persönlich auch der Schauplatz des Geschehens: das Bistum Freising und die angrenzenden Dörfer und Siedlungen - unter anderem Munichen, wo ich heute lebe - stehen im Zentrum der Ereignisse. Das sind alles Orte und Schauplätze, die ich kenne. 4 Sterne von mir für dieses gelungene Buch, dass mich trotz einiger weniger Schwächen wirklich gut unterhalten und mir die Geschichte meiner Gegend ein wenig näher gebracht hat.

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    Mika2003

    Mika2003

    03. July 2012 um 15:05

    Eine Einschätzung des Buches fällt mir nicht leicht und ich bin irgendwie zwiegespalten. Die Autorin Julia Freidank hat im großen und ganzen einen angenehmen Schreibstil, der sich recht gut und flüssig lesen lässt. Die Geschichte, die das Buch erzählt, spielt über einen sehr langen Zeitraum. Hier muss man der Autorin zu Gute halten, dass der Spannungsbogen nicht abreist. Aber ich habe auch das Gefühl gehabt, das auf Grund der sehr groß gewählten Zeitspanne Detailinformationen verloren gehen, die vielleicht unwichtig erscheinen könnten, die die Geschichte aber runder gemacht hätten. Die durch die große Zeitspanne auch herbeigeführten Zeitsprünge haben mich manchmal verwirrt und dazu gebracht, die letzten Seiten noch mal zu lesen weil ich den Gedanken nicht loswurde, etwas verpasst zu haben. Soviel Detailliebe bei der Charakterisierung und Beschreibung der Hauptprotagonisten die Autorin an den Tag gelegt hat, lässt die bei den nicht weniger interessanten Nebenfiguren leider vermissen. Diese werden teilweise sehr stiefmütterlich behandelt und bleiben seltsam blass und weniger Aussagekräftig. Manche Begebenheiten wurden sehr schnell abgehandelt, andere teilweise viel zu ausführlich. Hier fehlt ein Mittelmaß – aber ich glaube auch, dass dies schwer zu finden ist. Der eine legt mehr Wert auf eine Liebesgeschichte in einem historischen Roman – die es hier reichlich gibt. Und der andere Leser legt mehr Wert auf eine ganz ausführliche Beschreibung dessen, was damals passiert ist. Es jedem Leser recht zu machen, ist eine Kunst die glaube ich kein Autor zu 100 % beherrscht bzw. beherrschen kann. Ein Pluspunkt des Romanes ist die Detailgenauigkeit in Hinblick auf den historischen Hintergrund. Ich finde es gut, dass das Leben, die Sitten, Gebräuche und auch das Recht der damaligen Zeit nicht beschönigt wird, sondern teilweise auch gnadenlos erzählt wird. Gleiches gilt für die Kämpfe der damaligen Zeit, der Ränke und Intrigen. Ein weiterer Pluspunkt ist das Personenregister am Anfang und der ausführliche Anhang am Ende des Buches.

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    Arwen10

    Arwen10

    25. June 2012 um 06:50

    Die junge Blanka erkrankt am Aussatz. Von allen schon aufgegeben, ist es Bischof Otto, der sie da herausholt und sie nicht aufgibt. Blanka schuldigt ihm ewige Dankbarkeit, die er Jahre später auch von ihr einfordert. Dabei gerät sie in Lebensgefahr und muss sich gegen den Mann stellen, den sie liebt. Ich kenne die Autorin bereits von ihrem ersten Roman "Der Gauklerin" von Kaltenberg, deshalb war ich sehr gespannt, auf dieses Buch. Das Buch ist sehr gut recherchiert. Im Nachwort finden wir die historischen Tatsachen zum Roman, außerdem gibt es ein Personenverzeichnis. Dieses Verzeichnis erleichtert das Namensgedächtnis ungemein. Auch diesmal hat mir der Schreibstil von Julia Freidank sehr gut gefallen. Das Einzige, was mir nicht so gefallen hat, war der lange Zeitraum, in dem die Geschichte spielt. Das hat zur Folge, dass manches sehr kurz abgehandelt wird. Mehr Platz für das Innenleben der Protagonisten hätte ich mir da gewünscht. Begebenheiten der damaligen Zeit werden nicht beschönigt, z.B. die Strafe für Ehebrecher. Das ist vielleicht nicht jedermanns Fall und es zeigt wieder mal, wie froh wir sein können, heute zu leben. Ja, das Leben zu dieser Zeit war alles andere als einfach.

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    Lese_gerne

    Lese_gerne

    20. June 2012 um 21:33

    Das Buch handelt im Zeitalter der Kreuzzüge. Als die Leprakrankheit noch Aussatz hieß. In einer Zeit, in der die Menschen glaubten, der Aussatz sei ansteckend und käme nicht vom schwachen Immunsystem, wenig Nahrung und mangelnder Hygiene.Leprakranke wurden damals ausgegrenzt. So wie es Blanka selber erleben mußte. In dieser dunklen Zeit lebt Blanka, die als Kind in einem Kloster aufwächst. Jahre davor ist sie selber in Jerusalem an Lebra erkrankt und hat diese Krankheit mit Gotteshilfe besiegt. Sie selber weiß am besten, wie man sich mit lebensbedrohlichem Aussatz, der ihr Gesicht entstellt hat, fühlt. Der Bischof von Freising sähe Blanka gerne als Nonne, da sie, wie er denkt, gesegnet sei, weil sie die Krankheit überlebt hatte. Doch Blanka soll auf das Lehen ihres Vaters, einem Ritter, zurück. Nach Burgrain. Ihr Vater selber leidet auch an diesem besagten Aussatz und wird von seinem Ländereien vertrieben... Etwas aufzuschreiben bedeutet es für die Ewigkeit zu erhalten. Wie vergänglich sind dagegen gesprochene Worte. Dieser Satz bewegt Blanka dazu Urkunden für Otto von Freisung zu fälschen. Leider wird die Liebesgeschichte zwischen Ortolf und Blanka mehr in den Vordergrund gerückt, als das Fälschen der Urkunden. Trotzdem war die Geschichte schön zu lesen und sehr informativ.

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    xoxoJade

    xoxoJade

    16. June 2012 um 21:10

    "Das hier ist Macht.", sagte er. "Die einzig wirkliche Macht. Die Feder ist gefährlicher als das Schwert, denn was aufgeschrieben ist, bleibt für alle Zeit bestehen." 1151 AD: die junge Ministerialin Blanka von Burgrain erkrankte ein paar Jahre zuvor an Lepra doch im Gegensatz zu der Mehrehit der Betroffenen erholte sie sich davon. Aus diesem Grund wird so von einigen als gesegnet ja beinah heiligengleich angesehen, was ihr aber beinah mehr schadet als nutzt. Der Bischof Otto von Freising der Lehnsherr ihres Vaters verdankt sie mehr oder weniger ihr Leben, eine Schuld die sie bald zu bleichen gezwungen ist. Denn Otto befindet sich praktisch im Dauerzwist mit den Wittelsbachern. Je nachdem welches Recht anerkannt wird, fällt Blankas zukünftigem Mann ihr Erbe zu. Zudem verstirbt bald daraufhin ihr Vater und so gerät sie zum Spielball um die Macht. Blanka, die ja dank Otto größtenteils im Kloster aufwuchs, wo sie das Lesen und Schreiben erlernte, hat eine besonders ausgeprägte Gabe Texte zu kopieren. Otto der glaubt eine Chance gefunden zu haben seinen Gegner ein Schnippchen zu schlagen setzt sie als (Urkunden)Fälscherin ein. Doch das Leben als Fälscherin ist äußerst gefährlich, denn der Mann, den sie liebt, hatte einst geschworen diesen Fälscher umzubringen, wenn er ihm habhaft werden könne. Zwischen all den Intrigen und Machtspielchen muss Blanka auch noch ihr väterliches Erbe sichern, denn de Heiratspolitik spielte damals eine sehr große Rolle. Das Eis auf dem sie sich bewegt wird immer dünner. Wird Blanka einbrechen und untergehen oder besteht doch noch Hoffnung? Fazit: Ich muss sagen, dass ich ein bisschen hin und her gerissen bin was dieses Buch hier angeht. Julia Freidank versteht es flüssig zu schreiben sowie den Spannungsbogen aufrecht zu halten. Obwohl in der Geschichte doch so einige Jahre vergehen wird es nie langweilig. Blanka ist eine angenehme, starke Hauptfigur und andere Protagonisten wie z.B Otto und der Poeta sind interessant. Allerdings so manche Nebenfiguren zu blaß und einiges wurde mir einfach zu schnell abgehandelt vor allem Dinge über die ich sehr gern mehr erfahren hätte. Es ist zu spüren, dass die Autorin Herzblut in ihr Werk gesteckt hat, denn allerlei interessante Details wie z.B die (mögliche) Herkunft der Bestiensäule zeigen, dass Frau Freidank sehr gut recherchiert hat sowie über Einfallsreichtum verfügt. Auch geht es wie imao zu selten in diesem Genre äußerst brutal zu was das Ganze m.E sehr authentisch macht. Also wenn ich brutal sage, dann meine ich jetzt kein zombiemäßiges apokalyptisches Gemetzel sondern eher das mir hier nichts 'beschönigt vor kommt wie so oft in historischen Romanen. Ich hatte zwei große "WTF?!" Momente, in denen ich wirklich geschockt war. Jedoch stand für meinen Geschmack die Liebesgeschichte ein wenig zu sehr im Vordergrund, was sicherlich bei vielen eher einen Pluspunkt darstellt, doch bei mir nun mal leider nicht. Vllt bin ich auch einfach ein bisschen unromantisch, ich weiß es nicht, denn mir wars ein wenig zu seicht (allerdings habe ich da keine große Toleranzgrenze ;o) Nichtsdestotrotz ist "Die Fälscherin" empfehlenswert und so vergebe ich 3,5 Sterne, die zu 4 Sternen aufgerundet werden, was vor allem dem starken Anfang geschuldet ist, nachdem ich mir sicher war den neuen Star am dt. Historienhimmel entdeckt zu haben. Das war sicherlich nicht mein letztes Buch von Julia Freidank. Herzlichen Dank der Autorin und dem Verlag, dafür dass ich mitlesen durfte :)

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    Charlousie

    Charlousie

    16. June 2012 um 18:41

    Stark wie der Tod ist die Liebe. Ihre Strahlen sind von Feuer, mächtige Wasser sind nicht in der Lage, die Liebe auszulöschen, und Ströme schwemmen sie nicht fort. S. 176 Der Inhalt: Blanka ist ein kleines Mädchen, als sie vom Aussatz für ihr ganzes Leben gezeichnet wird. Eine Narbe verunstaltet ihre Wange. Manche flüstern, sie sei vom Teufel berührt, während ihr Herr, der Bischof Otto von Freising, eine Heilige in ihr sieht. Da kommt es ihm gerade recht, dass Blanka ein großes Talent beim Kopieren von Schriften besitzt. Denn Otto von Freising führt einen Kampf gegen die weltlichen Herrscher, die der Kirche immer mehr Macht zu entreißen versuchen. So kann er Blanka ausgerüstet mit Wort und Feder in diesen Kampf ziehen lassen. Sie fälscht für ihn im Verborgenen Urkunden. Was Otto nicht ahnt, dass jemand Blanka auf die Spur gekommen ist, der Geliebter und Feind zugleich ist. Am Ende wird Blanka sich entscheiden müssen, wem ihre Loyalität gilt und sie sollte weise wählen, denn ihr Leben hängt davon ab. Die Welt des 16. Jahrhunderts mit gänzlich anderen Moralvorstellungen Der historische Roman „Die Fälscherin“ zeichnet sich durch besonders dreierlei aus: Julia Freidanks Werk schildert unverschleiert sowie brillierend die mittelalterlichen und aus heutiger Sicht grausamen Verhältnisse des 16. Jahrhunderts, die ganz andere Moralvorstellungen beinhalten, in welchen Frauen wie Besitzgüter behandelt werden. Deutlich werden diese Verhältnisse durch wechselnde Perspektiven, in denen glaubwürdige Haupt- und Randfiguren gleichermaßen in verschiedenen Richtungen interagieren und letztlich doch in dieser starren Weltordnung gelähmt wie determiniert sind. Historische Ereignisse sind geschickt in einer fiktiven Handlung eingebunden Als zweiter Punkt hat mich die unglaubliche Genauigkeit und Vielfältigkeit der historischen Fakten in diesem Roman beeindruckt. Viele Bücher schwächeln gerade in diesem Punkt, weil es scheinbar schwer ist, reale Fakten in eine fiktive Handlung einzubinden, so dass bei den LeserInnen zum Schluss immer noch eine Balance zwischen den verschiedenen Komponenten ankommt. Die Autorin hat sich für mein Empfinden geradezu darin überschlagen auf eine realistische und spannungsfördernde Art und Weise eine temporeiche Geschichte zu kreieren, die als Hauptmerkmal durch schlaues Wissen zu überzeugen weiß. Julia Freidank verband ihren Erfindungsreichtum mit deutscher Geschichte, die unbedingt gelesen werden will. Ein authentischer Roman, der eine große Zeitspanne umfasst und dadurch tiefer blickt So spielt der dritte lobenswerte Hauptfaktor von „Die Fälscherin“ in den zweiten mit hinein, insofern er durch seine Figuren wie lebendig wirkte, eine realistische Atmosphäre vermittelte, die bewirkte, dass ich mich bei einigen Grausamkeiten ekelte oder das Gesicht verzog und daraus resultierend (und insoweit ich es mir überhaupt anmaßen kann, dies zu beurteilen) ein authentischer historischer Roman vorliegt! „Die Fälscherin“ ist gegliedert in vier Abschnitte, die in der Kapitelzählung jeweils von vorne beginnen und durch diese z.T abrupten Enden, eine große Zeitspanne umfassen und beleuchten können. So wirkt die Geschichte tiefer, weil sie sich nicht nur auf wenige Jahre beschränkt, sondern mit den Hauptfiguren Blanka, Ortolf und Bischof Otto von Freising weit gefächerte Lebensphasen dieser Charaktere durchläuft. Die Figuren durchwandern große und nachvollziehbare Entwicklungen Dabei ist die Entwicklungskurve der einzelnen Charaktere wie ein roter Faden gut mit dem Ende des jeweils letzten Abschnitts verbunden, so dass trotz der Brüche ein flüssiger Inhalt entstanden ist, der durch seinen eindringlichen Schreibstil nach nur wenigen Seiten zu fesseln weiß. Julia Freidank hat für mich einen wahren historischen Pageturner ins Leben gerufen, der vielseitig besticht und dermaßen viele Vorzüge besitzt, dass ich niemals alle aufzählen könnte. Ein attraktiver Handlungskern Man könnte meinen, die Liebesgeschichte würde die Geschichte dominieren, doch ist dies nicht zwangsläufig der Fall, da Julia Freidank die Liebe zwar oft als Motivation ihrer Figuren einsetzt, damit sie in einer bestimmten Richtung handeln, aber nie den Handlungskern aus den Augen verliert. Diesen gilt es selbst zu entdecken. Um ihn grob zu umreißen, würde ich als Handlungskern das möglichst getreue Widerspiegeln der damaligen Machtverhältnisse und Entwicklungen, sowie nähere Einblicke in historische Figuren, definieren. Das und noch viel mehr sickert bis zu den LeserInnen durch, die spüren werden, welch ein kombinatorisches Genie hinter diesen Seiten steckt. Mein Fazit: Wer eine anspruchsvollere Lektüre sucht und mit detaillierten, zum Teil blutigen oder lediglich grausamen Beschreibungen zurechtkommt, wird in „Die Fälscherin“ ein Werk finden, was hohen Ansprüchen mehr als nur gewachsen ist. Ein historischer Roman zum Abtauchen, der nicht nur fordert, sondern viel zu geben hat und in seinen bildreichen Beschreibungen ein einmaliges Werk für mich bleiben wird!

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. June 2012 um 20:45

    Anfangs war ich etwas skeptisch gegenüber dem Buch eingestellt, denn es ist ein historischer Roman und Geschichte war eines meiner Hassfächer in der Schule. ^^' Ich musste mich aber ganz schnell eines Besseren belehren lassen, denn obwohl die Geschichte um Blanka und Ortolf und Otto zwischen 1148 und 1158 spielt, ist sie ein sehr interessantes Stück Geschichte und auch noch sehr gut umgesetzt. :) Ich hatte ein wenig die Befrüchtung, mich in dieser Zeit nicht ganz so zurecht zu finden, aber durch detaillierte Beschreibungen, die auch nicht ins Langweilige abrutschen, war ich mitten in der Geschichte drin. Man wird öfter mal im Unklaren gelassen und somit gezwungen, weiter zu lesen, aber genau das sind die Spannungsmomente, die Julia Freidank gekonnt einzusetzen weiß. Auch wenn das Buch "die Fälscherin" heißt, kommen mir am Ende doch irgendwie zu viele Fälschungen ins Spiel.. =/ ..und ich finde, gerade die letzte hätte nicht sein müssen, obwohl ich es mir für die beiden vom Herzen wünsche, denn Blanka und Ortolf gehen sooo liebevoll miteinander um, dass sie einfach füreinander geschaffen sein müssen.. Ich gebe dem Buch 4 Sterne, werde es auf alle Fälle weiter empfehlen und mir wahrscheinlich noch das erste Buch, "Die Gauklerin von Kaltenberg", zulegen. ^^

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  • Rezension zu "Die Fälscherin" von Julia Freidank

    Die Fälscherin
    irismaria

    irismaria

    10. June 2012 um 14:24

    Julia Freidank hat mit „Die Fälscherin“ einen historischen Roman geschrieben, der sich von vielen Büchern im Stil von „junge Frau widersetzt sich den Konventionen ihrer Zeit, zieht in Männerkleidern umher, erlebt viele Abenteuer und findet die große Liebe“ wohltuend absetzt, obwohl der Klappentext für mich in diese Richtung deutete. Die meisten Figuren des Romans haben nämlich wirklich gelebt und die erzählte Geschichte orientiert sich an der tatsächlichen mit Machtkämpfen zwischen Adel und Kirche, mit gefälschten Urkunden und der Freisinger Bestiensäule. Dabei merkt man an der Schilderung des Lebens im mittelalterlichen Baiern, dass Julia Freidank Historikerin ist und sich demnach auskennt. Die Geschichte dreht sich um die Hauptfigur Blanka von Burgrain. Beim zweiten Kreuzzug unter Bischof Otto von Freising, an dem sie mit ihrem Vater und ihrem Bruder teilnahm, erkrankt sie an Lepra und soll zurückgelassen werden. Doch Bischof Otto rettet sie und bringt sie in ein Kloster, wo sie lesen und schreiben lernt und wegen der Heilung als Heilige angesehen wird. Otto entdeckt Blankas Talent, Schriften genau kopieren zu können und lässt sie Urkunden fälschen, mit denen der Bischof seine Machtansprüche gegen die Wittelsbacher untermauern kann. Doch Blanka verliebt sich in einen der Wittelbacher Ritter, Ortolf. Von nun an wird sie zwischen der Loyalität zu ihrem Retter und ihrem Geliebten hin- und hergerissen… Ein schöner historischer Roman, der neben der interessanten Geschichte um Blanka einiges von der Zeit um 1200 in Bayern erzählt.

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