Julia Freidank Jasmin und Bittermandeln

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Inhaltsangabe zu „Jasmin und Bittermandeln“ von Julia Freidank

In malerischer Umgebung begleitet das Buch Lara bei ihren Weg sich selbst zu finden.

— Bibliomarie
Bibliomarie
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  • Rom verändert alles

    Jasmin und Bittermandeln
    Dreamworx

    Dreamworx

    16. September 2017 um 12:35

    Studentin Lara steht kurz vor ihrer Abschlussarbeit, privat läuft es nicht so gut und sie wünscht sich insgeheim eine Änderung in ihrem Leben. Da bekommt sie das Angebot, für ein Forschungsprojekt ein halbes Jahr in Rom zu arbeiten und dort Inschriften auf der Pasquino-Statue zu untersuchen, an die von den römischen Bürgern seit Ewigkeiten für anonyme Botschaften über alles, was sie bewegt, angebracht werden. Lara überlegt nicht lange und reist nach Rom, wo sie in einem schönen Palazzo eine Unterkunft findet, sich mit ihrer Vermieterin, der älteren und lebenserfahrenen Jasmin, anfreundet und sich schnell einlebt. Bei der Untersuchung der Statue findet Laura auch kleine Nachrichten, die an sie persönlich gerichtet sind. Wer ist wohl der Autor dieser Botschaften? Laura beginnt, sich diese kleinen Hinweise zu Herzen zu nehmen. Nach und nach beginnt sie, das Leben anders zu betrachten und kommt aus ihrem Schneckenhaus, um sich mit den Mitbewohnern des Palazzo Diskussionen zu liefern und insgeheim nach dem Verfasser der Botschaften zu suchen…Julia Freidank hat mit ihrem Buch „Jasmin und Bittermandeln“ einen sehr unterhaltsamen, aber auch philosophischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, schnell taucht der Leser ein in die Welt von Studentin Lara und geht mit ihr auf eine interessante und lebensverändernde Reise ins malerische und historische Rom. Der Spannungsbogen ist gemächlich angelegt und zieht sich wie ein Faden durch die ganze Geschichte. Die Ortsbeschreibungen von Rom ebenso wie die Beobachtungen rund um die Mentalität der Bewohner der italienischen Hauptstadt sind sehr lebendig und bildgewaltig, schnell fühlt man sich als Leser aufgehoben und inmitten dieser pulsierenden und geschichtsträchtigen Metropole. Die Autorin lässt den Leser neben vielen philosophischen Gedanken teilhaben an den unterschiedlichsten Themen, mit denen sich der Roman beschäftigt.Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt, sie wirken durch ihre persönlichen Eigenheiten sehr individuell und lebensnah. Lara ist eine junge Frau, die der Leser zuerst als eine wenig stabile und in sich gefestigte Person kennenlernt. Sie wirkt unsicher und eher in sich gekehrt, dabei tut sie alles, um von anderen akzeptiert und gemocht zu werden, was andere natürlich für ihre Zwecke ausnutzen. Doch sobald Lara in Rom ist, verändert sie sich schrittweise immer mehr. Es ist, als wenn ein Schmetterling langsam aus seinem Kokon schlüpft. Die Lebensweise der Italiener und die unkonventionelle Art ihrer Vermieterin und neuen Freundin Jasmin geben ihr mehr Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. Schon bald geht sie völlig auf in der neuen Umgebung – es ist, als wenn man eine völlig neue Lara kennenlernt, die auf einmal kraftvoll und kämpferisch ist und der nicht anhaben kann. Jasmin ist eine ältere Frau, die ein offenes Haus führt und ein großes und offenes Herz besitzt. Ihre Lebenserfahrung teilt sie mit den Menschen, die in ihr Haus kommen, wobei sie auch ein Auge auf sie hat und versucht, diese in die richtige Richtung zu lenken. Francesco ist ein schüchterner und zurückgezogener Journalist, dabei sympathisch und mit eigenen Sehnsüchten. Auch er wird eine Entwicklung durchmachen, die den Leser überrascht. Alle weiteren Protagonisten machen mit ihren eigenen kleinen Auftritten die Geschichte rund.„Jasmin und Bittermandeln“ ist ein sehr unterhaltsamer Roman, der verschiedene Themen zum Inhalt hat, hauptsächlich geht es aber um das Leben und was man darauf macht. Schöne Urlaubslektüre und eine Leseempfehlung wert!  

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  • Eine ganz besondere Geschichte

    Jasmin und Bittermandeln
    zauberblume

    zauberblume

    10. September 2017 um 18:11

    "Jasmin und Bittermandeln" ist für mich das erste Buch, das ich aus der Feder der Autorin Julia Freidank gelesen habe. Und ich bin und war restlos begeistert. Die Autorin entführt uns in die wunderschöne Stadt Rom und hier dürfen wir mit unserer Protagonistin Lara interessante Tage verbringen.Die Geschichte: Die Studentin Lara, die kurz vor dem Abschluss ihrer Masterarbeit steht, darf nach Rom reisen. Hier soll sie das Geheimnis um eine Statue, und zwar den für Rom wichtigen Pasquino, untersuchen. Hier an dieser Statue hinterlassen Menschen anonypme Botschaften, in denen es um Liebe, Politik und die Welt im allgemeinen, geht. Kaum in Rom angekommen, lernt Lara Jasmin kennenn und in ihrem Haus bekommt sie auch ein Zimmer in einer WG, in der auch der Student Momus wohnt. Jasmin ist eine unkonventinelle Femme fantale, die ihre Lebensweisenheiten gerne mit Lara teilt. Außerdem wohnt in dem Haus auch noch der schüchterne Journalist Francesco. Lara besucht den Pasquino jeden Tag und plötzlich findet sie eine Nachricht, die an sie persönlich gerichtet ist. Lara verliebt sich in den Schreiber und macht sich auf die Suche. Doch mit dem Erhalt der Nachrichten vollzieht sich eine Wandlung mit Lara ......Ein tolles Buch, bei dem die Philosophie nicht zu kurz kommt. Ich fand es klasse. Es war total unterhaltsam, hat jedoch auch zum Nachdenken angeregt. Lara ist ja eine wirklich symphatische Protgonistin. Sie hat sich aber durch ihren Aufenthalt in Rom verändert. Denn wer ist wirklich der wichtigste für jeden Menschen? Die Nachrichten am Pasquino haben sie wachgerüttelt. Und die neue Lara hat mir sehr gut gefallen. Sie hat sich von vielen alten Dingen gelöst und nach vorne geschaut. Besonders toll fand ich auch, wie sie sich für andere Mitmenschen eingesetzt hat. Ihren Blog, den sie gegründet hat, fand ich hochinteressant. Und es war auch schön zu beoabachten, wie sich Franesco geöffent hat. Den Duft der gerösteten Bittermandeln habe ich noch immer in der Nase und gerne hätte ich von dem köstlichen Marzipan, das Lara zubereitet hat, probiert. Besonders sympathisch fand ich auch Jamin, Laras Vermieterin. Sie ist ein ganz besonderer Mensch, den man sofort ins Herz schließt. Durch die tollen Beschreibungen der Autorin habe ich meinen Aufenthalt in Rom sehr genossen, habe vieles entdeckt, das ich gerne selbst besichtigen würde. Wenn man die Augen schließt, kann man sich wirklich vieles bildlich vorstellen. Eine wundervolle Geschichte, die unter die Haut geht und die mich sehr berührt hat. Das Cover könnte ja nicht besser sein, passt hervorragend - ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf das nächste Buch der Autorin.

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  • Philosophische Liebesgeschichte

    Jasmin und Bittermandeln
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    11. August 2017 um 13:58

    Lara ist eine junge Studentin, die sich selbst noch nicht gefunden hat. Für einen wenig Aufmerksamkeit von Freund und Kommilitone Tobias nimmt sie alles auf sich, schreibt die Referate, schluckt Zurückweisungen und ist auf Abruf zur Stelle. WG Genosse Momus nützt sie genau so aus, das alles nimmt sie als selbstverständlich hin, ohne es groß zu hinterfragen.Fast wie ein Rettungsanker kommt da ein mehrmonatiger Aufenthalt in Rom, sie soll im Rahmen eines Forschungsprojekts ihrer Professorin die Inschriften auf dem Pasquino untersuchen. Der Pasquino ist eine geheimnisvolle Statue, an die die Römer schon seit Jahrhunderten ihre anonymen Klagen und Botschaften gegen Ungerechtigkeiten von Staat und Obrigkeiten anheften. Sie findet eine kleine Wohnung bei Jasmin, einer älteren, aber außergewöhnlichen Frau und merkt bald, dass der Pasquino auch Botschaften für sie enthält und das sie ihr Leben endlich selbst in die Hand nehmen muss. Ihre Neugierde, wer der Verfasser dieser Botschaften ist, bewirkt eine Änderung in Lara. Sie beginnt ihre Mitmenschen mit anderen Augen zu sehen, sie Welt wahrzunehmen und sich für neue Erfahrungen zu öffnen. Das bleibt nicht ohne Folgen, lebhafte Philosophie-Diskussionen mit ihrem Mitbewohner im alten Palazzo und das Engagement für andere Menschen und ihre Umwelt lassen sie erwachsen werden und vielleicht auch die echte Liebe zu entdecken. Die Beschreibung der römischen Viertel, des Alltagsleben der Bewohner ist farbig und bildhaft. Lara ist eine sympathische junge Frau, die man nur zu gern begleitet. Die langen philosophischen Gespräche mit Francesco inspirieren Lara zu einem eigenen Blog. Das liest sich angenehm und nicht belehrend, aber sie zogen sich trotzdem in die Länge. Auch fand ich den Roman leicht überfrachtet, alle Probleme unserer Zeit werden Lara aufgebürdet. Sei es die Bürgerferne der Verwaltung in Rom, die Unterdrückung der islamischen Frau und Gewalt gegen Frauen allgemein, Arbeitslosigkeit und fehlende soziale Anerkennung Alleinerziehender, alles prasselt auf Lara herein. Es ist der Stilsicherheit der Autorin zu verdanken, dass das Buch trotzdem eine gewisse Leichtigkeit behält und amüsant zu lesen ist. Sehr gut gefallen hat mir ein ausführliches Literaturverzeichnis im Anhang. Dieses Manuskript wurde dankenswerter Weise von Netgalley.de  zur Verfügung gestellt

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