Julia Friedrichs

 3.9 Sterne bei 157 Bewertungen
Autorin von Gestatten: Elite, Ideale und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Julia Friedrichs

Julia Friedrichs, 1979 im westlichen Münsterland geboren, studierte Journalistik in Dortmund und Brüssel. Seitdem arbeitet sie als Autorin von Reportagen und Dokumentationen für den WDR und das ZDF sowie das Redaktionsteam der Bild- und Tonfabrik „docupy“ und schreibt für die ZEIT. Sie hat mehrere Bücher verfasst, u. a. die Sachbuch-Bestseller »Gestatten: Elite«, »Ideale« und zuletzt »Wir Erben«. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, wie den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten, den Nachwuchspreis des Deutsch-Französischen Journalistenpreises und den Dr.-Georg-Schreiber-Medienpreis. Julia Friedrichs lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Julia Friedrichs

Cover des Buches Gestatten: Elite (ISBN:9783492310390)

Gestatten: Elite

 (133)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Ideale (ISBN:9783453602533)

Ideale

 (9)
Erschienen am 08.07.2013
Cover des Buches Deutschland dritter Klasse (ISBN:9783453601598)

Deutschland dritter Klasse

 (8)
Erschienen am 07.09.2010
Cover des Buches Wir Erben (ISBN:9783492308991)

Wir Erben

 (7)
Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Werder Bremen (ISBN:9783492276832)

Gebrauchsanweisung für Werder Bremen

 (0)
Erschienen am 01.08.2018

Neue Rezensionen zu Julia Friedrichs

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Rezension zu "Gestatten: Elite" von Julia Friedrichs

Mag man sich dem Dank der Autorin an alle anschließen, die den Blick in diese Welt ermöglichten.
Wichmannvor 2 Jahren

Redaktioneller Hinweis: Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Das Cover
Die Rückseite des Covers ist schwarz, die Vorderseite weiß, was implizit an die zwei Seiten einer Medaille erinnert. Worum es geht, deuten dabei kleine Symbole in Form von Kleidung, eines Bürostuhls und eines Handys an, wobei in einem Abzeichen die Symbolkraft vom A und O genutzt wird.

Inhalt
„Man vernetzt sich untereinander, hält aber nach außen dicht“, schreibt die Autorin auf einer der 269 Seiten. Sie jedoch bricht das Schweigen. Zwar durchlief sie erfolgreich das Bewerbungsverfahren, konnte sich nach Kennenlernen ebendieses nicht mehr durchringen, das Job-Angebot anzunehmen. Warum, das schildert sie in ihrem Buch.
Dabei zieht sie Vergleiche mit ihrem abgeschlossenen Studium, schreibt von dem Kollegen, der lange, sehr lange seinen Finger in die Luft hebt. „Ein Finger, der alle Erklärungen (...) überdauert“, so schreibt sie, und deutet das Durchhalteprinzip an, um das es geht. Sie schreibt vom Parallelsystem, zeigt Schwächen und erklärt, wie arrogante Elitetypen entstehen. Seite 155 macht deutlich, ich zitiere: „Was die Eliteschule von staatlich gebildeten Pöbel“ denkt, Seite 182 zeigt auf, was zumindest einer der Elitären bereits unter Harz-IV-Verhältnis versteht.

Bewertung
Der Erfahrungsbericht und ihre Rechereergebnisse präsentiert die Autorin in lockerem Plauderton. Es ist ein interessanter Einblick in diese Welt, in die Sichtweise, Ausbildung und Umsetzung der Mächtigen von morgen. An manchen Stellen erschreckt es, an anderen mag man gewahr werden, dass das Leben selbst zu gestalten ist. Job oder Karriere, ist hier die Frage. Ein jeder hat es selbst in der Hand.

Zum Autor
Julia Friedrichs ist studierte Journalistin, die vor allem für die ZEIT, das ZDF und den WDR arbeitet. Sie erhielt für ihre aufwändig recherchierten Arbeiten zahlreiche Preise.

Fazit
Ein Buch das anfragt, aufzeigt und den Leser nach einem Blick in die Paralellwelt mit einer Antwort zurücklässt. So mag man sich dem Dank der Autorin an alle anschließen, die den Blick in diese Welt ermöglichten.

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Rezension zu "Gestatten: Elite" von Julia Friedrichs

The real Business
kassandra1010vor 3 Jahren

Auf den Spuren der Mächtigen von morgen! Alles beginnt ganz harmlos mit einer Strophe der Brit-Popper Pulp und schon steckt man in der Krise. Julia Friedrichs war selbst auf der langen aber schmalen Spur zum Erfolgs-It-Girl und zog noch rechtzeitig die Reißleine.

Sie berichtet dem Leser von ihrem Auswahlverfahren bei einem Superunternehmen und kann es nicht fassen, was hier alles auf den Tisch kommt.

Für alle Leser, die gerne mal einen realen Einblick in die Welt des Megabusiness haben will und nach dieser Lektüre froh ist, nur ein "Minderleister" zu sein.


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Rezension zu "Wir Erben" von Julia Friedrichs

Wie Deutschland ungerechter wird...
Queenelyzavor 3 Jahren

Das nächste Jahrzehnt gilt als die Dekade der Erben. Denn all diejenigen, die in der Nachkriegsgeneration zu Wohlstand gekommen sind, kommen so langsam in die Jahre und müssen ihr Vermögen "umverteilen", sprich weitergeben. Kinder und Enkel erben - und damit aber nicht nur Geld, sondern unter Umständen auch Verpflichtungen, Unternehmen und Lebenspläne. Was das mit den Menschen machen kann, beschreibt Julia Friedrichs in ihrem spannenden Sachbuch "Wir Erben".

Mehrere Jahre hat die Autorin versucht, Erben und Erbende zu Interviews zu bewegen und musste dabei feststellen: über Geld spricht man nicht. Je mehr man hat, um so mehr bleibt man unter sich. Warum eigentlich - um den Neid der anderen zu vermeiden? Die Interviews, die sich dann doch ergaben, zeigen ein faszinierendes Panorama: vom Sohn, der sich vom reichhaltigen Erbe eine schöne Wohnung für die Familie kauft, aber ständig die neidischen Blicke seiner Freunde ertragen muss. Von der Enkelin, die in einen Erbstreit sondersgleichen gerät und doch eigentlich "nur" ihren ihr zustehenden Anteil will. Und von Patriarchen, die nicht zulassen, dass ihr Nachwuchs auch nur einen anderen Lebensweg in Betracht zieht. Selbstverständlich wird die Firma übernommen. "Wollten sie dies nicht, hätten meine Frau und ich als Vorbild versagt.", wird ein mittelständischer Unternehmer zitiert.

Neben den Gesprächen mit unmittelbar Betroffenen gibt es viele Informationen über steuerliche Belange und Ämter wie Betreuer und Nachlassverwalter, sodass auch ein gutes Basiswissen zum Thema vermittelt wird. Dabei baut die Autorin das Buch sehr geschickt auf: schildert sie zu Beginn die Fälle, bei denen man einen leisen Anflug von Neid nicht verhehlen kann - wer hätte nicht gerne sein Leben so abgesichert, dass auch eine falsche Entscheidung keine weitreichenderen Konsequenzen hat - so kommen nach und nach die Schattenseiten von festgelegten, fast feudal altmodisch anmutenden Lebensvorstellungen und riesigen Geldsummen zum Vorschein. Die verschiedenen Problematiken werden sehr gut herausgearbeitet, und zum Schluss ist man als Leser dann fast froh, dass dieser Kelch an einem vorübergeht. Dass man sein eigenes Leben leben kann, auch wenn man manchmal auf den Kontostand achten muss. Dass man etwas, für das man spart, viel mehr wertschätzen kann.

Ein sehr informatives und vielseitiges Buch zu einem Tabuthema, das mir zuvor gar nicht bewusst war. Die Interviews lesen sich lebendig und spannend, auch das Basiswissen wird in einer verständlichen Sprache vermittelt, was bei solchen Themen sicher nicht immer einfach ist. Ein wichtiges Gesellschaftsthema, ansprechend verpackt - so muss ein Sachbuch für mich sein!

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