Julia Heaberlin Mädchentod

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Inhaltsangabe zu „Mädchentod“ von Julia Heaberlin

Kurz vor ihrem 17. Geburtstag wurde Tessa Cartwright halb begraben auf einem Feld in Texas gefunden – inmitten menschlicher Gebeine, kaum am Leben und ohne Erinnerung an ihre Entführung. Als einzige Überlebende eines Serienkillers gelangte sie zu zweifelhaftem Ruhm. Ihr Peiniger wurde schließlich gefasst. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen – doch plötzlich erhält Tessa verstörende Nachrichten. Nachrichten, die nur vom Täter kommen können. Sitzt ein Unschuldiger in Haft? Will der Mörder sein Werk vollenden? Tessa muss die Wahrheit finden – und schneller sein als der Killer.

JULIA HEABERLIN erzählt insgesamt eine unterschwellig spannende und vor allem interessante Geschichte.

— Fascination
Fascination

Von der ersten bis zur letzten Seite spannend, mit überraschendem Ende und toller Kapitelstruktur. Mich hat das Buch überzeugt!

— Elizzy
Elizzy

Tolle Idee, aber unausgereifte Umsetzung

— Lena_AwkwardDangos
Lena_AwkwardDangos

Leider nicht ganz so spannend, wie ich es mir erhofft hatte :(

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Einige Fehler, viele langgezogene Stellen, alles in allem aber dennoch ein interessanter Plot.

— BloodyBird
BloodyBird

Für einen (Psycho-) Thriller recht ungewöhnlich, einige Schwächen, aber alles in allem mochte ich das Buch

— eulenmatz
eulenmatz

Konnte mich wegen seines anstrengenden und ungenauen Erzählstils nicht überzeugen

— Cambridge
Cambridge

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    Mädchentod
    Fascination

    Fascination

    31. January 2017 um 08:45

    MÄDCHENTOD ist ein Buch, das mir in erster Linie durch das leuchtende, hübsch gestaltete Hochglanz-Cover aufgefallen ist. Da ich unter anderem ein Faible für Psychothriller habe und mich zudem die Inhaltsbeschreibung ansprach, kam ich nicht umhin, die Geschichte um Tessa Cartwright und ihre grauenvolle Entführung zu lesen. Der Titel umfasst einen kurzen Prolog, die Vorkommnisse in drei wesentliche Teile rund um Verhandlung, Verurteilung und Hinrichtungstermin, den Epilog und abschließende Worte: Das Ende. JULIA HEABERLIN erzählt im regelmäßigen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit überwiegend in erster Person Singular aus Sicht der weiblichen Hauptfigur Tessa beziehungsweise Tessie. Weitere Personen kommen erst im letzten Drittel des Buches zu Wort. Einschübe aus dem Prozess runden das Bild insgesamt ab. Achtzehn Jahre nach der Tat kehrt Tessa in das Haus ihrer Großeltern zurück, um damalige Zeichnungen, angefertigt kurz nach der Tat, aus einem Versteck im Keller zu bergen. Diese sind allerdings nicht das einzige Geheimnis, das viele Jahre im Verborgenen liegt. Tessie, wie sie einst genannt wurde, hat sich nicht von ihren Psychiatern knacken, andererseits jedoch zu viele Eindrücke von außen an sich herankommen lassen. Die Verhandlung von Terrell Darcy Goodwin, dem zu Lasten gelegt wird, junge Mädchen ermordet und schließlich ihre Knochen und Körper auf ein Feld geworfen zu haben, war kein Paradestück. Indizien sprechen sogar gegen seine Schuld. Heute mehr denn je. Kurz vor Goodwins Hinrichtung wird der Fall neu aufgerollt. Es wird Zeit, die Karten auf den Tisch zu legen. Tessa ist die einzig Überlebende, doch ihre Erinnerungen sind getrübt. Die Leserschaft weiß durch Inhaltsbeschreibung und Anspielungen in etwa, worum es geht. Doch was damals genau geschah, wird erst Schritt für Schritt, aus unterschiedlichen Zeitrahmen betrachtet, zusammengeführt. Die Herangehensweise der Autorin birgt großes Spekulationspotenzial. Die Spannungskurve ist entsprechend hoch, wenn auch eher latent vorhanden. Durch gemäßigtes Erzähltempo macht sich schnell ein gewisses Unwohlsein breit. Genau die richtige Atmosphäre für derlei Ereignisse. Allerlei Andeutungen und Hinweise lassen die Hirnzellen der Leser rotieren. Wichtige Einzelheiten und Zusammenhänge offenbaren sich trotz gewisser Vorahnungen allerdings erst zum Ende des Buches. Die finale Auflösung zeitweise unerklärlicher Begebenheiten ist nachvollziehbar, allerdings auch etwas zu gut terminiert und alles in allem zu sehr konstruiert. Als Psychothriller fehlt es der Geschichte hier und da an Pepp und Überraschung, als Psychogramm hingegen, zeigt MÄDCHENTOD durchaus Wirkung. Und eines muss man JULIA HEABERLIN lassen: Sie hat gut recherchiert und ihr Wissen zu gegebener Zeit in den Verlauf der Handlung einfließen lassen.   Fazit: MÄDCHENTOD betrachtet Geschworenenprozesse und Todesstrafe mit Argwohn. Das Geschehen um Tessa als traumatisiertes Opfer und Goodwin als fragwürdigen Täter führt zu Unbehagen und Denkprozessen beim Leser. JULIA HEABERLIN erzählt insgesamt eine unterschwellig spannende und vor allem interessante Geschichte.

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  • Mädchentod - ein packender Thriller

    Mädchentod
    Elizzy

    Elizzy

    04. January 2017 um 14:18

    ZusammengefasstDas Buch erzählt die Geschichte von Tessi Cartwright, ein junges Teenager-Mädchen, welches entführt und lebendig begraben wird. Doch es erzählt auch die Geschichte von Tessa Cartwright, einer jungen Frau mit Tochter, die versucht mit ihrer Vergangenheit ins Reine zu kommen, doch dabei immer wieder von ihrem Monster heimgesucht wird.Die Kapitel wechseln von Tessi, die sich in Therapie befindet kurz nach ihrer Befreiung zu Tessa, die entscheiden muss, ob vielleicht der Falsche in Haft sitzt. Tessi ist jung, verstört und kommt mit der ganzen Situation nicht wirklich zurecht, denn sie kann sich an so gut wie gar nichts erinnern. Oder etwa doch? Wie viel weiss sie und wie viel verschweigt sie? Tessa lebt zurückgezogen mit ihrer Tochter und mit ihren „Susannen“, den Stimmen in ihrem Kopf, die ihr immer wieder Ratschläge geben, doch wie wird sie diese Stimmen bloss wieder los?Ihr merkt schnell, die ganze Geschichte ist komplizierter als gedacht, denn vieles ist noch unklar und wird erst nach und nach aufgedeckt.Was geschah mit Tessa und wurde der Falsche festgenommen?Dies gilt es mit ihr zu lösen, seid ihr dabei?Darüber Gedanken gemachtNachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe und meine Rezension so gut wie verfasst habe, machte ich mich auf die Suche nach anderen Rezensionen und musste staunen über die mittelmässige bis schlechte Bewertung. Da sieht man wieder wie unterschiedlich die Meinungen sind. Ich finde es auch immer etwas schwer, wenn Psychothriller mit Bücher von Fitzek und Co. verglichen werden. Natürlich kann kein Buch mit einem seiner Lieblings Autoren herhalten aber ich finde Bücher sollten nicht mit anderen Büchern verglichen werden, sondern als eigenständiges Werk beurteilt werden.Die Geschichte beginnt spannend und wird so detailliert beschrieben, dass ich zu Anfangs Herzrasen bekam und mit Tessa regelrecht mitlitt. Ausserdem fand ich die Kapitelwechsel zwischen den Zeiten sehr gelungen, denn so wurde die Spannung gleich noch ein wenig mehr angehoben. Viele kritisierten, dass die Geschichte mitten im Geschehen beginnt und man zu wenig „Vor-Geschichte“ hat – dies finde ich auf keinen Fall negativ, denn wenn mir alles zu genau beschrieben wird – vor allem am Anfang – nimmt man der Geschichte viel zu viel Spannung weg.Die ganze Sache, um die Therapie und die Hypnose fand ich sehr interessant auch das Gespräch mit ihrer neuen Psychologin, die eigentlich nur Kinder behandelt war wirklich sehr spannend und verständlich geschrieben. Ausserdem fand ich die Therapieform „Zeichnen“ sehr interessant. Ich glaube im Allgemeinen das die Menschliche Psyche ein sehr spannendes Thema ist und man so viel über sich und die Menschen in seiner Umgebung herausfinden kann.Die vielen Bezüge zu den gelben Blumen waren hervorragend strukturiert und  als „roter Faden“ wirklich gut durchdacht!Gefiel mir sehr Die Mutter – Tochter Beziehung von Tessa zu Charlie erinnerte mich ein wenig an Gilmore Girls und gefiel mir somit sehr. Ich mochte beide Protagonisten und musste wirklich oft lachen. Tessa kennt ihre Tochter wirklich sehr gut und die vielen Gedanken, die sie sich ihretwegen macht waren teilweise sehr witzig und liebenswürdig. Für mich ein gelungenes Mutter-Tochter Gespann.Die Stelle, in der Vater von Charlie auftaucht und sein Macho-Gehabe in den Vordergrund bringt war wirklich sehr amüsant und er wurde mir sofort sympathisch!Auch gut fand ich die Länge des Buches, obwohl es etwas dicker ist fiel mir das Lesen gar nicht schwer und es machte mir wirklich sehr viel Spass, die Geschichte wurde in einem guten Tempo erzählt und man erfuhr immer nur so viel, dass man unbedingt weiter lesen mochte.Gefiel mir nichtEinige Stellen, vor allem zu Anfangs waren doch sehr unheimlich und erweckten sehr viel Ekel, natürlich gehört das aber zu einem Psychothriller dazu und deshalb ist es nicht wirklich ein grosser Minus-Punkt.Schreibstil & CoverDer Schreibstil war sehr flüssig und angenehm. Die Kapitel waren sehr spannend strukturiert und das Lesen war so eine reine Freude! Vor allem die Kapitel mit den Akten aus der Gerichtsverhandlung waren interessant und gaben dem Buch noch einen gewissen Pepp.Das Cover ist sehr auffällig und der Titel klingt auf jeden Fall nach Psychothriller pur!FazitEine tolle Leseerfahrung und auf jeden Fall ein spannender Psychothriller mit dem gewissen Etwas. Julia Heaberlin landet somit sofort auf meine Liste, der Autoren, die ich noch weiterhin verfolgen werde. Das Buch kann ich wirklich guten Gewissens an alle Thriller-Liebhaber empfehlen, es wird euch bestimmt nicht enttäuschen!BewertungBuchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

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  • Das Monster mit dem grünen Daumen

    Mädchentod
    Lena_AwkwardDangos

    Lena_AwkwardDangos

    07. December 2016 um 13:41

    Ein Dankeschön an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal von Random House für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Achtung! Dies ist eine sehr lange Rezension, da ich viel zu diesem Buch loswerden möchte und sowohl die positiven als auch die negativen Seiten ausführlich beleuchten werde. In meiner Rolle als Bloggerin und Rezensentin ist es mir mit Abstand am wichtigsten, meine Meinung absolut ehrlich und direkt niederzuschreiben und zu verbreiten. Daher fühle ich mich trotz aller Wertschätzung gegenüber des Werkes eines Autoren verpflichtet, möglichst von diesem Buch abzuraten. Warum dies so ist, könnt ihr in meiner folgenden Rezension nachlesen. ♥ Inhalt ♥ Kurz vor ihrem 17. Geburtstag wurde Tessa Cartwright halb begraben auf einem Feld in Texas gefunden – inmitten menschlicher Gebeine, kaum am Leben und ohne Erinnerung an ihre Entführung. Als einzige Überlebende eines Serienkillers gelangte sie zu zweifelhaftem Ruhm. Ihr Peiniger wurde schließlich gefasst. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen – doch plötzlich erhält Tessa verstörende Nachrichten. Nachrichten, die nur vom Täter kommen können. Sitzt ein Unschuldiger in Haft? Will der Mörder sein Werk vollenden? Tessa muss die Wahrheit finden – und schneller sein als der Killer. Text: Goldmann ♥ Cover & Aufmachung ♥ Das knallgelbe Cover gefällt mir sehr gut und passt perfekt zur Geschichte. Die schwarzen, verwelkenden Blumen sollen die schwarzäugigen Susannen (eine Blumenart mit gelb-schwarzer Färbung) darstellen, die eine zentrale Rolle in der Handlung einnehmen. Ansonsten ist die handliche Klappenbroschur ebenfalls sehr ansprechend gestaltet. Eine orangene Klappe umfasst das letzte Drittel der Seiten und wirbt für ein Gewinnspiel. Optisch ein Hingucker, aber nicht gerade förderlich fürs Lesen. Man kann nämlich den letzten Teil des Buches nicht lesen, ohne es zunächst von diesem Ding zu befreien - das dann heraushängt und festgehalten, vom Buch weggehalten werden muss. Auch ganz hinten hineinstopfen kann man die Pappe leider nicht, was äußerst unpraktisch ist! Dadurch geht doch die eigentliche Intention hinter dem Medium Buch - das Lesen und der Spaß daran - verloren oder wird zumindest erschwert, was einfach nur ärgerlich ist. Mehr als einmal war ich drauf und dran, das Ding einfach abzuschneiden - aber eine Schere würde ich letztendlich doch niemals an meine Bücher lassen. ♥ Umsetzung ♥ Ich bin so unglaublich enttäuscht von diesem Buch. Die Story klang so unglaublich spannend und vielversprechend, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Ich war mir so sicher, dass es mir gefallen würde. Vor allem mir als absoluter Psychothriller-Fan. Psycho ist das Buch tatsächlich, von einem Thriller ist in Mädchentod allerdings nicht viel zu spüren, denn es ist fast durchgehend stinklangweilig. Die Handlung des Romans ist in drei Teile aufgesplittet und spielt in jedem davon jeweils in zwei Zeitebenen, was ich prinzipiell immer total toll finde. Die erste ist die Gegenwart aus der Sicht von Tessa, einige Wochen vor dem Prozess des Angeklagten im Fall der Mädchenmorde. Hier erfahren wir, wie sich das schreckliche Ereignis auf Tessas weiteres Leben ausgewirkt hat und wie sie allmählich Zweifel beschleichen, ob wirklich der Richtige für diese Tat büßen wird. Bei der anderen Zeitebene handelt es sich um die Vergangenheit kurz nach der traumatischen Begebenheit, zunächst Tessies Sitzungen bei ihrem Psychiater und die Vorbereitungen auf ihre Aussage. Im zweiten Teil wird diese Handlungsebene durch die Protokolle aus der Gerichtsverhandlung ersetzt, in Teil 3 durch die Perspektive ihrer besten Freundin Lydia. Diese Unterteilung und die Perspektivwechsel fand ich sehr intelligent ausgearbeitet. Noch dazu bringen sie wenigstens ein bisschen Spannung rein. Insgesamt muss man leider sagen, dass die Vergangenheitsebene natürlich nicht viel zum Fortschreiten der Handlung beiträgt, aber Stück für Stück über die Hintergründe und Ereignisse des Vorfalls sowie Tessas Trauma aufklärt. Diese Kapitel fand ich daher sehr viel spannender als alles andere, da ich ja gerne Antworten auf meine Fragen haben wollte. In der Gegenwartsebene werden jedoch nur immer neue Fragen aufgeworfen und die Handlung bleibt meist vollkommen auf der Strecke. Anstatt die Ereignisse sich überschlagen oder Spannung aufkommen zu lassen passiert einfach kaum etwas. Man hat das Gefühl, Tessa lebt einfach nur so vor sich hin. In wenigen Tagen wird zwar womöglich ein Unschuldiger hingerichtet, aber Tessa bastelt einfach weiter an ihrem zauberhaften Tüllröckchen herum, das bis ins kleinste Detail beschrieben wird. Überhaupt scheint Julia Heaberlin viel mehr Wert auf sinnlose Beschreibungen und unnötige Nebenhandlungen zu legen als auf das Voranschreiten der Geschichte. So wird beschrieben, wie das Training von Tessas Tochter Charlie abläuft, was alles in ihrem Zimmer rumliegt, was die Nachbarin alles ekliges backt, wie irgendwelche Personen aussehen und in welche Markenklamotten sie gekleidet sind, die keinerlei Einfluss oder Wichtigkeit gegenüber der Handlung besitzen, oder Ewigkeiten in reiseführerartige Ausführungen ausgeschweift, während haargenau erklärt wird, welche Sehenswürdigkeiten sich eine vollkommen unwichtige alte Dame ansehen soll sowie warum. Und das seitenlang. Das Buch zu lesen gestaltete sich dadurch in der ersten Hälfte zäher als Kaugummi, weshalb ich sogar in eine regelrechte Leseflaute gerutscht bin und sehnsüchtig die ungelesenen Bücher in meinem Regal betrachtet habe. Dazu kam noch, dass ich immer wieder einfach komplett verwirrt war, sich Dinge und Sachverhalte sogar widersprechen. Als wenn es nicht schon gereicht hätte, dass man die ganze Zeit über vergeblich auf Antworten wartet und etliche Kapitel in fiesen, komplett verwirrenden Cliffhangern enden, die dann oftmals gar nicht aufgelöst oder erklärt werden. Von einem "meisterhaften Thriller", "Must-Read" oder "rasantem Plot" (siehe Buchrückseite) kann hier einfach nicht die Rede sein! Besonders entsetzt bin ich von einem Zitat der Times, die doch tatsächlich von "rasanter Spannung" spricht. Haben die vielleicht ein anderes Buch gelesen? o.O Zum Ende hin kommt dann zum Glück wirklich mal ein bisschen Spannung auf, wodurch ich das Buch längst nicht als grottig bezeichnen würde. Der Plot ist ja auch durchaus intelligent gestrickt, aber es dauert einfach zu lange (fast zwei Drittel des Buches!), bis wirklich mal etwas passiert. Dadurch bin ich mit vollkommen falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, die einfach überhaupt nicht erfüllt werden. Sehr enttäuschend. Da hat es der Shodown am Ende dann auch nicht mehr rausgerissen. Klar, am Ende finden all die losen Fäden zusammen und es gibt noch einmal einige verstörende, spannende und intelligente Wendungen, die mich dann auch wirklich ein bisschen an das Buch gefesselt haben und etwas Gutes aus dem eigentlich fantastischen Grundplot herausgekitzelt haben. Nur leider kommt das alles viel zu spät und Schlag auf Schlag, was gar nicht zum Rest des Buches passt. Die Auflösung ist spannend zu lesen, aber doch recht offensichtlich und wenig überraschend, wenn auch gut inszeniert. Meiner Meinung nach hat Julia Heaberlin sich mit ihrer Geschichte viel zu lange auf der Stelle bewegt und damit sehr viel Potential für ein beeindruckendes Buch verschenkt. Positiv finde ich jedoch die Bemühungen des Verlages, das Wortspiel rund um die schwarzen Susannen, die Blumen, die auf dem Mädchengrab gefunden wurden, so weit es in ihrer Macht stand, aufrechtzuerhalten. Anscheinend istmit dem Begriff Black Eyed Susans in der englischen Originalausgabe nämlich nicht gemeint, was in unserem Raum als schwarze Susanne vertanden wird, weshalb bei der Übersetzung etwas getrickst wurde. Ich finde es immer mehr als schade, wenn in einer Übersetzung tolle Sprichwörter, Wortspiele oder Metaphern wegfallen, weshalb ich es wirklich toll finde, wie viele Gedanken sich um diesen Ausdruck gemacht wurden. Trotzdem konnte ich schon nach einigen Seiten die Wörter "schwarzäugig" und "Susanne" einfach nicht mehr lesen - sie kommen viel zu oft vor und haben mir irgendwann nur noch ein Augenrollen entlockt. Warum mussten es auch unbedingt Blumen mit einem so komischen, langen Namen ein? Kornblumen hätten es doch auch getan. XD ♥ Charaktere ♥ Durchweg unsympathisch, allen voran Tessa. Sie ist nicht nur ein komplett unauthentisches Opfer, sondern noch dazu viel zu aufmüpfig, was ihre Situation betrifft, und ebenso gnadenlos manipulativ und falsch. Die ganze Zeit über wahrt sie ihre Geheimnisse anstatt einem Unschuldigen das Leben zu retten oder bei der Auflösung des Falls weiterzuhelfen. Sie kooperiert einfach mit niemandem und scheint über allen zu stehen, wodurch ich bis zum Schluss nicht mit ihr warmgeworden bin. Noch dazu sitzt sie immer vollkommen untätig auf ihrem Hintern rum und handelt komplett fragwürdig und unnachvollziehbar. Ich kann noch nicht einmal ein Beispiel für das alles nennen, weil ich mich einfach kein einziges Mal mit ihr identifizieren konnte. Von einer "starken, einzigartigen Heldin", wie es auf der Innenklappe des Buches beschrieben wird, kann hier nicht die Rede sein. Eventuell einfach einzigartig unsympathisch und makaber. Besonders komisch finde ich auch noch ihre "Liebesbeziehung" zu einem Anwalt, die einfach nur unglaubwürdig rüberkommt und zum Schluss einfach komplett unter den Tisch fällt. ♥ Schreibstil ♥ Verwirrend von Anfang an. Ich hatte das Gefühl, dass es mit der Zeit besser wurde, aber generell schreibt Heaberlin einfach unglaublich unpräzise, irritierend und unverständlich, sodass man der Handlung nur schwer folgen kann und sich immer wieder fragt, ob man zwischendurch etwas verpasst hat. Die Wortwahl ist eigentlich sehr schön und es fließen immer wieder sarkastische Wortspiele oder etwas makaberer Humor ein, aber, wie bereits erwähnt, hat die Autorin die unvorteilhafte Angewohnheit furchtbar ausschweifend und dazu noch verworren zu schreiben - dadurch war ich bis zum Zuklappen des Buches einfach nicht mit ihr auf einer Wellenlänge. "Ruhig und langsam" passt meiner Meinung nach einfach nicht zu einem Psychothriller. ♥ Fazit ♥ Ich wollte das Buch wirklich mögen, aber es hält einfach nicht, was es verspricht. So kann ich nur noch die armen Seelen aller Thriller-Liebhaber da draußen vor diesem Buch warnen. Spannung wollte kaum aufkommen, aber um über die Handlung lachen kann man leider auch nicht, da es dafür nicht unterhaltsam genug und einfach nicht direkt ein schlechtes Buch ist. Darüber hinaus ist es unglaublich langatmig und verwirrend geschrieben. Von Anfang an habe ich mir die Frage stellen müssen, ob ich etwas verpasst habe, das alles so gewollt ist oder ich einfach nur zu dumm für dieses Buch bin. Ich weiß es bis jetzt nicht. Da die Geschichte an sich aber auf einer tollen Idee basiert und sich das Buch im letzten Drittel noch sehr in seiner Spannung gesteigert hat, bekommt es noch ganz haarscharf 2,5 von 5 Herzchen. Bewertung: 2,5/5

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  • Hier braucht man Durchhaltevermögen

    Mädchentod
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. November 2016 um 10:19

    Ein wirklich gelungenes Cover, das mich mit seiner "Signalfarbe" magisch angezogen hat, der Titel war jedoch auch nicht ganz unschuldig bei der Auswahl. Bisher kannte ich die Autorin noch nicht aber ich war sehr gespannt, denn der Klappentext hat mich ebenfalls begeistern können. Der Schreibstil ist recht flüssig, die Spannung jedoch muss erst lange gesucht werden. Ich bin recht schwer in die Geschichte hinein gekommen, es gibt keine wirkliche Einleitung, was nicht sonderlich schlimm gewesen wäre, man wird jedoch einfach mitten in die Geschehnisse geschubst und nicht alles lässt sich auf Anhieb entschlüsseln. Die Autorin benutzt viele Rätsel, die man nicht sofort entschlüsseln kann, was auch erstmal nicht weiter schlimm gewesen wäre aber dadurch hat man das Gefühl, nicht wirklich weiter zu kommen.Ich musste das Buch weiter lesen, warum genau kann ich nicht sagen, denn die Spannung war in der ersten Hälfte eigentlich nicht auffindbar. Aber trotzdem musste ich wissen, wie die Geschichte weiter geht. In der zweiten hält hat man das Gefühl, die Autorin ist aufgewacht, plötzlich ist da diese Spannung, die mich gepackt hat und dazu führte, das ich nicht aufhören wollte zu lesen. Ein durchaus positiver Punkt sind all die kleinen Hinweise, die die Autorin spannend mit in die Geschichte einwebt und die die Fantasie anregen.Ein deutlicher Vorteil der Story ist Tessa, die nicht nur das ganz besonders Etwas hat, das man sich von einer Protagonistin erwartet, hat. Sondern auch das sie einfach sehr lebhaft und realitätsnah ist, ihre Ängste sind real und das bringt die Autorin gekonnt rüber. Ohne sie wäre die Geschichte wahrscheinlich sehr viel langweiliger gewesen.Ich muss ehrlich sagen als ich das Buch angefangen habe und nach 50 Seiten irgendwie noch nichts spannendes passierte, war ich enttäuscht und habe mich weiter gequält. Bis dann die rasante Wendung kam und das Buch richtig Fahrt aufgenommen hat. Ich hätte mir das etwas eher gewünscht, dann würde meine Beurteilung deutlich besser ausfallen. Ich bin froh, das ich das Buch nicht nach der ersten Hälfte aufgegeben habe aber ich schätze das nicht jeder Leser die Energie aufbringen wird. Fazit:Mit gemischten Gefühlen habe ich diese Rezension geschrieben, man braucht einfach etwas Durchhaltevermögen, bis es so richtig los geht und das hat mich doch enttäuscht. Die Grundidee der Story ist gelungen aber die Umsetzung hätte ich mir etwas stärker gewünscht. 

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  • Tolle Grundidee aber schlechte Umsetzung

    Mädchentod
    LeseKatze

    LeseKatze

    19. November 2016 um 16:36

    Kurz vor ihrem 17. Geburtstag wurde Tessa Cartwright halb begraben auf einem Feld in Texas gefunden – inmitten menschlicher Gebeine, kaum am Leben und ohne Erinnerung an ihre Entführung. Als einzige Überlebende eines Serienkillers gelangte sie zu zweifelhaftem Ruhm. Ihr Peiniger wurde schließlich gefasst. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen – doch plötzlich erhält Tessa verstörende Nachrichten. Nachrichten, die nur vom Täter kommen können. Sitzt ein Unschuldiger in Haft? Will der Mörder sein Werk vollenden? Tessa muss die Wahrheit finden – und schneller sein als der Killer.Meine Meinung: Als ich der Buchtitel las und die Inhaltsangabe vom Buch was mich sehr angesprochen hat wollte ich gerne das Buch lesen. Dennoch fand ich die Handlung eher mittelmäßig als erwünscht.Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt, in einem erzählt Tessa ihre Geschichte kurz nach der Entführung und im anderen im hier und jetzt, Zwanzig Jahre später.Das Buch enthält immer wieder geheimnisvolle Sätze, die den Leser über ihre damaligen Erlebnisse und die Jahre danach rätseln lassen. In der Gegenwart geht es um den Mann, der für den Mord an den anderen Susannen hingerichtet werden soll und den Zweifeln, die Tessa auf einmal kommen. Haben sie wirklich den Richtigen oder wird in wenigen Wochen ein Unschuldiger wegen ihrer Aussage vor 20 Jahren hingerichtet werden? Und und in der Vergangenheit handelt es sich um die 17-jährigen Tessie, die nach den traumatischen Erlebnissen in Behandlung ist, hin und her wechselt. In den Passagen aus der Vergangenheit mit Tessie und ihrem Therapeuten erfahren wir bruchstückhaft, was damals passiert ist,Während des Lesens habe ich auch so einige Theorien entwickelt, wer der Mörder sein könnte, aber damit lag ich auf dem Holzweg und am Ende war es doch ganz anders.Dennoch fand ich persönlich das sich die Story langsam voran kam es zog sich das kaum Spannung auftaucht. Die Schreibweise der Autorin waren eher abgehackte Sätze, es blieb einige Fragen für mich offen mir haben die Aufklärungen gefehlt. Man wurde quasi mitten in einem Schauplatz geworfen ohne zu wissen was vorgefallen ist. Aber ich konnte mich sehr gut mit der HauptprotagonistinTessa anfreunden mir hat es es gut gefallen das die Autorin die frühere Teenager Tessa beschrieben hat, und die jetzige Erwachsene Tessa die nun selbst Mutter einer Tochter ist. Mehr kann ich eigentlich auch gar nicht zur der Handlung sagen sonst würde ich spoilern. Wenn ihr erfahren wollt wie sich die ganze Story entwickelt lest selber das Buch und bildet eure eigene Meinung.Fazit;Ein paar kleine Mängel gibt es, doch einige Stellen sind gut.

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  • Fängt großartig an und lässt dann immer weiter nach...

    Mädchentod
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    18. November 2016 um 10:29

    Mit 17 ist Tessa einem Serienkiller nur knapp entkommen. Sie ist die einzige der Schwarzäugigen Susannen, die überlebt hat. Doch jetzt, fast zwanzig Jahre nach der Tat, kurz vor der Hinrichtung des vermeintlichen Killers, bemerkt sie seltsame Dinge. Schwarzäugige Susannen, die in ihrem Garten gepflanzt wurden, etwa. Hat die Polizei damals den Falschen verhaftet? Ist der wahre Killer noch immer hinter ihr her, um sein Werk zu vollenden? Nur Tessa kennt die Wahrheit - wenn sie sich bloß erinnern könnte."Bitterkeit steigt in meiner Lunge auf wie heißer Dampf. Ich hole tief Luft. Mein Ziel ist es, nichts zu empfinden."         (Seite 20) Mädchentod ist ein sehr ruhiger, langsam erzählter Thriller, der ständig zwischen der heutigen Tessa und der 17-jährigen Tessie, die nach den traumatischen Erlebnissen in Behandlung ist, hin und her wechselt. In den Passagen aus der Vergangenheit mit Tessie und ihrem Therapeuten erfahren wir bruchstückhaft, was damals passiert ist, an was sie sich erinnern kann und was sie verdrängt hat, und welche Rolle ihre beste Freundin Lydia bei all dem spielte. In der Gegenwart geht es um den Mann, der für den Mord an den anderen Susannen hingerichtet werden soll und den Zweifeln, die Tessa auf einmal kommen. Haben sie wirklich den Richtigen oder wird in wenigen Wochen ein Unschuldiger wegen ihrer Aussage vor 20 Jahren hingerichtet werden? Wer hat die Schwarzäugigen Susannen in ihrem Garten gepflanzt, wer hinterlässt ihr ständig Botschaften, wer lauert ihr und ihrer Tochter Charlie auf? Tessa, ihr Anwalt Bill und die Forensikerin Jo suchen nach Beweisen, die den zu Tode Verurteilten entlassten könnten. Mädchentod ist so ruhig erzählt, dass es im Grunde gar kein Thriller, sondern viel mehr ein Drama ist. Ein amerikanisches Drama. Warum? Die Erklärung findet sich im Epilog, der mir überhaupt nicht gefallen hat, aber mehr möchte ich dazu nicht sagen. Aber auch sonst hat Mädchentod nicht viel von einem Thriller. Sicher, Tessa fürchtet hier und da, dass jemand sie beobachtet. Es gibt kriminalistische Elemente, wenn Tessa und Jo nach Beweisen für die Unschuld des Verurteilten suchen. Aber Grunde geht es extrem viel um die Vergangenheit und ob Tessa es schafft, ihr Leben in der Gegenwart auf die Reihe zu bekommen. Mit alten Dingen abzuschließen, sich auf neue Beziehungen und Freundschaften einzulassen. Und vielleicht auch, einen unschuldig Verurteilten zu retten. Es ist ein Roman, für den ich sehr, sehr lange gebraucht habe. Durch die vielen Zeitsprünge wird man immer wieder aus den aktuellen Geschehnissen herausgerissen, was nicht gerade zum Spannungsaufbau beiträgt. Der Anfang war sehr vielversprechend, aber die anfängliche Spannung verflog sehr schnell wieder. Danach hat die Geschichte eigentlich kontinuierlich abgebaut. Ich hatte sehr schnell eine Ahnung, wer der Susannen-Mörder war - eigentlich ein Klischee - und lange vor Schluss (und auch lange vor Tessa) ahnte ich auch, wer die Blumen im Garten gepflanzt hat. Mädchentod steuert sehr geradlinig auf ein ziemlich kitschiges Ende zu, ihm fehlt es an Ecken und Kanten, an überraschenden Wendungen, an schockierenden Enthüllungen. Es ist gut geschrieben und eine nette Unterhaltung, aber nach dem tollen Start habe ich mir deutlich mehr erhofft und bleibe nun doch recht enttäuscht und unbefriedigt zurück. (c) Books and Biscuit

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  • Ein gut recherchierter Psychothriller mit einer guten Grundidee, aber nur leidlich spannend

    Mädchentod
    ClaudiasWortwelten

    ClaudiasWortwelten

    14. November 2016 um 13:41

    Inhalt: Tessa Cartwright wurde kurz vor ihrem 17. Geburtstag entführt und auf einem Feld inmitten von Knochen und neben der Leiche eines anderen Mädchens lebendig begraben. Sie ist kaum noch am Leben als sie wie durch ein Wunder in letzter Minute gefunden wird. An die Geschehnisse der letzten zweiunddreißig Stunden hat sie keine Erinnerungen mehr und würde selbst das Wenige, an das sie sich noch erinnern kann, am liebsten aus ihrem Gedächtnis verbannen. Den Anblick der erwürgten Collegestudentin und der Knochen der anderen unbekannten Mädchen, mit denen sie begraben wurde, sowie die Blumen, die Schwarzäugigen Susannen, die an ihrem Grab lagen und den namenlosen Opfern ihren Namen gaben, konnte sie allerdings nie vergessen. Tessa ist die einzige Überlebende des Serienmörders, die einzige Schwarzäugige Susanne, die gerettet werden konnte, und erlangte damit traurige Berühmtheit. Auch siebzehn Jahre später wird sie aufgrund einer halbmondförmigen Narbe, die der Ring eines der anderen Opfer unter ihrem Auge hinterlassen hat, noch immer erkannt. Trotz diverser Therapien sind Tessas Erinnerungen nie zurückgekehrt, aber sie hört noch immer die Stimmen der anderen Schwarzäugigen Susannen, mit denen sie gemeinsam im Grab gelegen hatte. Der Täter konnte allerdings inzwischen gefasst werden und wartet nun im Todestrakt auf seine bevorstehende Hinrichtung. Jedoch hat jemand Schwarze Susannen vor Tessas Fenster gepflanzt und sie erhält außerdem immer wieder rätselhafte Nachrichten, die eigentlich nur vom Täter stammen können. Der vermeintliche Serienmörder soll in wenigen Wochen hingerichtet werden, aber Tessa beschleicht immer mehr der Verdacht, dass ein Unschuldiger verhaftet wurde, der wahre Täter noch immer auf freiem Fuß ist und sein Werk vollenden will. Gemeinsam mit einer Therapeutin, dem Anwalt Bill, der das Wiederaufnahmeverfahren des zum Tode Verurteilten betreibt, und einer Forensikerin begibt sie sich wieder auf die Spurensuche in ihre Vergangenheit, denn sie spürt, dass der wahre Mörder ganz in ihrer Nähe ist. Meine persönliche Meinung: Ich habe dieses Buch schon vor ein paar Monaten beim Stöbern in der Verlagsvorschau entdeckt und war so gespannt darauf, dass ich den Erscheinungstermin kaum abwarten konnte. Und so habe ich mich natürlich gefreut, dass ich Mädchentod gleich am Ersterscheinungstag in den Händen hielt und mit dem Lesen beginnen konnte. Nun ja, ein Buch dieses Umfangs lese ich in der Regel sehr schnell, aber der Einstieg in die Geschichte fiel mir recht schwer und war leider auch so langatmig, dass ich nicht so recht in Lesefluss kam, das Buch immer wieder zur Seite legte, mich zwischendurch anderen Büchern zuwandte und mehrere Wochen brauchte, um es zu beenden. Dies lag allerdings vor allem am Schreibstil bzw. an der Übersetzung des Textes, denn die Sprache ist so holprig und sperrig, dass das Lesen für mich recht anstrengend war und ich einige Kapitel brauchte, um mich daran zu gewöhnen. Außerdem passiert zu Beginn dieses Psychothrillers einfach recht wenig, sodass es ziemlich lange dauert, bis die Geschichte in Fahrt kommt. Mädchentod wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt und die Kapitel wechseln zwischen den Geschehnissen der Gegenwart, kurz vor der Hinrichtung des vermeintlichen Täters, und den Ereignissen des Jahres 1995, kurz nachdem Tessie gerettet wurde. Beide Zeitebenen werden aus der Ich-Perspektive des Opfers geschildert, sodass man nicht nur der damals siebzehnjährigen Tessie, sondern auch der heutigen Tessa sehr nahekommt. Dennoch fiel es mir mitunter recht schwer, mich in die Hauptprotagonistin einzufühlen und ihre Gedankengänge und Handlungen nachzuvollziehen. Dabei ist es der Autorin zunächst wirklich sehr gut gelungen, die traumatischen Erinnerungen, die Tessa an die Stunden kurz vor ihrer Rettung hat, sehr eindrücklich zu beschreiben. Sie erinnert sich nicht an ihre Entführung, sondern nur daran, auf dem Feld inmitten von Knochen und neben der Leiche eines anderen Mädchens begraben worden zu sein, an die Insekten, Ratten und Krähen sowie an die Schwarzäugigen Susannen, also die Blumen, die an ihrem gemeinsamen Grab verstreut wurden. Diese Erinnerungen verfolgen Tessa noch heute, und noch immer träumt sie von den anderen den anderen Opfern des Serienmörders, ihren Schwarzäugigen Susannen, und hört ihre Stimmen. Es war für mich durchaus nachvollziehbar, dass sie diese traumatischen Erlebnisse niemals vergessen konnte, denn Julia Heaberlin hat Tessa sehr fein gezeichnet und gewährt durch die gewählte Ich-Perspektive tiefe Einblicke in ihr Gedanken- und Gefühlswelt. In den Kapiteln, die im Jahre 1995 spielen, begleitet man Tessa während der Therapiestunden mit ihrem Psychologen und erfährt auch, dass sie bereits mehrere Therapeuten hatte, diese jedoch bisher alle ablehnte. Sie leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung, was angesichts ihres Schicksals nicht verwunderlich ist, und einige Zeit auch an einer hysterischen Blindheit, also einer dissoziativen Sehstörung, bei der sich das Unterbewusstsein weigert, etwas zu sehen, obwohl die Augen gesund sind. Schwer nachvollziehbar war für mich, dass das Mädchen während dieser Therapiesitzungen so flapsig und aggressiv ist und wirklich nichts auslässt, um ihren Therapeuten zu provozieren. Für ein schwer traumatisiertes Mädchen fand ich ihr Verhalten nicht nur unangebracht, sondern auch nicht besonders glaubwürdig. Ich konnte zwar noch nachvollziehen, dass sie sich einerseits erinnern und ihre Erlebnisse verarbeiten will, andererseits lieber alles verdrängen und vergessen möchte, aber ihre Aggressionen und Provokationen waren für mich unverständlich. Noch unverständlicher war für mich jedoch ihr Verhalten in der Gegenwart. Der vermeintliche Täter wurde bereits kurz nach ihrer Entführung verhaftet und zum Tode verurteilt. Schon wenige Wochen nach dem Prozess erhält Tessa zum ersten Mal Schwarzäugige Susannen, aber erst siebzehn Jahre später, kurz bevor der Mann, der seit Jahren unschuldig im Todestrakt sitzt, hingerichtet werden soll, kommt sie auf die Idee, dass diese Blumenbotschaften vom wahren Täter stammen könnten. Und nicht nur das, denn selbst nachdem sie endlich beschlossen hat, mit dem Anwalt des offenbar unschuldig Verurteilten den wahren Mörder zu finden, spricht sie mit niemandem über diese Schwarzäugigen Susannen, die über mehrere Jahre hinweg, wo immer sie auch gewohnt hat, vor ihrem Fenster gepflanzt wurden. Das mag verstehen, wer will, aber einleuchtend war dies für mich nicht, zumal sie immer wieder betont, dass sie sehen will, dass ihr „Monster“ stirbt und für seine grauenhaften Taten bestraft wird. Der Spannung des Plots ist dieses fragwürdige Verhalten der Protagonistin natürlich zuträglich, denn die Tage bis zur Hinrichtung sind inzwischen gezählt und so ist der Leser logischerweise sehr gespannt, wie und ob es überhaupt noch gelingen kann, das Leben des unschuldig Inhaftierten rechtzeitig zu retten. Dass er unschuldig ist, steht jedenfalls von Anfang an außer Frage. Obwohl man über diesen Mann, der seit mehr als einem Jahrzehnt unschuldig im Gefängnis sitzt, nur sehr wenig erfährt, war es sein Schicksal, das mich irgendwann am meisten berührte, während Tessa mir häufig ziemlich auf die Nerven ging. Julia Heaberlin erwähnt im Nachwort ihres Thrillers, dass sie sich bei ihren Recherchen nicht nur mit Psychologen und Anwälten, sondern auch mit einem ehemals zu Unrecht inhaftierten Strafgefangenen in Verbindung gesetzt hat, was man in einigen Passagen deutlich merkt und mich sehr beeindruckt und bewegt hat. Nun, immerhin konnte ich mit der erwachsenen Tessa doch deutlich mehr anfangen, als mit der siebzehnjährigen Tessie. Die Kapitel, bei denen man einen Blick in das Jahr 1995 zurückwirft waren leider auch furchtbar langweilig, haben den Spannungsbogen immer wieder unterbrochen, denn außer den recht sinnlosen und wenig fruchtbaren Gesprächen mit ihrem Therapeuten passiert in diesen Passagen leider absolut nichts. Im Nachhinein betrachtet machen diese Kapitel zwar durchaus Sinn, aber da sich in ihnen dasselbe Szenario unendlich wiederholt, hätten sie nicht in dieser Ausführlichkeit und Regelmäßigkeit den gegenwärtigen Handlungsverlauf unterbrechen müssen. Die Kapitel, die in der Gegenwart spielen waren nämlich durchaus spannend, da man die bedrohliche Situation, in der sich Tessa und ihre Tochter befinden, spürbar war und man eben auch hofft, dass der unschuldig zum Tode Verurteilte noch rechtzeitig gerettet werden kann. Sehr interessant war hierbei auch, wie die Arbeit der Forensikerin geschildert wurde, die die sterblichen Überreste der anderen Opfer untersucht und versucht, den Schwarzäugigen Susannen, die bereits vor siebzehn Jahren ermordet wurden, eine Identität und einen Namen zu geben. Man merkt deutlich, dass die Autorin für diesen Thriller sehr akribisch recherchiert und sich umfassend über Methoden der Identifizierung von Leichen- und Knochenfunden informiert hat. Ich bin immer sehr beeindruckt, wenn sich Autoren die Mühe machen, für ihre Bücher gut zu recherchieren, denn das macht einen Thriller einfach glaubwürdiger. Trotzdem war Mädchentod nur leidlich spannend und nahm erst gegen Ende richtig Fahrt auf. Die Auflösung des Falls war durchaus überraschend und nicht vorhersehbar, da die Autorin immer wieder falsche Fährten streut und der Leser eben nur die Perspektive der Hauptprotagonistin kennt, die ebenfalls im Dunkeln tappt und keine Erinnerungen mehr an die Geschehnisse hat. Leider bleiben auch am Ende noch zu viele Fragen offen, sodass mich dieses Buch mit einem ziemlich unbefriedigenden Gefühl zurückließ. Die gute Recherchearbeit und die Einblicke in die Forensik sowie die teilweise sehr tiefgründigen Gedanken zur Rechtspraxis der Todesstrafe haben mich wirklich überzeugt. Auch die bedrohliche Situation, in der sich Tessa befindet, wurde sehr eindrücklich und nachvollziehbar geschildert. Die Idee, die diesem Psychothriller zugrunde liegt, hatte durchaus Potenzial, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht so recht überzeugen und in weiten Teilen hat mir leider auch die Spannung gefehlt.

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  • Interessanter Plot. Aber einige Schwächen, sowohl in Stil als auch in der Geschichte.

    Mädchentod
    BloodyBird

    BloodyBird

    12. November 2016 um 17:51

    #Rezension Julia Heaberlin / Mädchentod Kurz vor ihrem 17. Geburtstag wurde Tessa Cartwright halb begraben auf einem Feld in Texas gefunden – inmitten menschlicher Gebeine, kaum am Leben und ohne Erinnerung an ihre Entführung. Als einzige Überlebende eines Serienkillers gelangte sie zu zweifelhaftem Ruhm. Ihr Peiniger wurde schließlich gefasst. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen – doch plötzlich erhält Tessa verstörende Nachrichten. Nachrichten, die nur vom Täter kommen können. Sitzt ein Unschuldiger in Haft? Will der Mörder sein Werk vollenden? Tessa muss die Wahrheit finden – und schneller sein als der Killer. (Randomhouse / Goldmann Verlag) Einstieg in die Geschichte: Ich beginne diesmal mit diesem Überpunkt, weil mir der Einstieg sehr schwer gefallen ist. Man lernt als Leser Tessa heute kennen und Tessie damals kurz nach der Emtführung und vor dem Prozess gegen ihren Peiniger. Im heute... sind eine Menge Zeit und Grammatikfehler unterlaufen, was ich sehr schade und auch im Lesefluss absolut schwierig fand. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass nicht wirklich erklärt worden ist, wer die anderen Figuren in ihrem Leben sind. Das musste sich der Leser aus Nebensätzen zusammen basteln. Generell wird auch über die Geschichte von damals nur in Rätseln gesprochen und einen roten Faden in diesem Buch zu finden, gestaltete sich nicht ganz leicht. Die Geschichte: Zur Erklärung... Tessa ist damals von einem Serienkiller mit einigen anderen Mädchen zusammen entführt und verscharrt worden. Nur Tessa konnte gerettet werden, doch die Mädchen sprechen noch heute mit ihr und werden von ihr "Susannen" genannt. Mittlerweile glaubt Tessa nicht mehr, dass der Mann, der in wenigen Tagen für das Verbrechen hingerichtet werden soll, der wahre Täter ist und gemeinsam mit Jo, einer "Knochendoktorin" und Bill, dem Anwalt des zum tode Verurteilten, versucht sie auf den letzten Drücker ihn zu retten. Die Susannen heißen Susannen, weil Tessa seit dem Verbrechen, vom scheinbar wirklichen Mörder, immer wieder und egal,wo sie wohnt, schwarze Susannen (Blumen) in den Garten gepflanzt werden, unter denen Tessa immer wieder auch persönliche Nachrichten ihres Peinigers findet. Fazit: Der Plot wird nicht selten mit dem von "Gone Girl" verglichen. Auch über dieses Buch scheiden sich ja die Geister, ich jedenfalls habe Gone Girl geliebt und schon einige Male verschlungen und lasst mich eines loswerden. Nein. Ganz klar, nein. Gone Girl war wesentlich durchdachter, wesentlich leichter zu lesen und definitiv auch spannender und flüssiger im Schreibstil. Wie schon erwähnt, gibt es leider einige und auch wirklich schwerwiegende Grammatik sowie Rechtschreibfehler und einige doppelte Wörter... dreifache Buchstaben. Ich hab nichts gegen Fehler, das passiert, aber auf jeder Seite mindestens einen Satz zwei/dreimal lesen zu müssen um ihn zu verstehen, weil mal wieder ein Wort fehlt, die Grammtik falsch ist oder ähnliches, stört und nervt einfach. Im Ganzen, da mir der Plot recht gut gefallen hat und die Charaktere alle soweit sympathisch und gut konstruiert waren und das Ende auch wirklich überraschend, bekommt es dennoch 3,5 von 5 Sternen von mir.

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  • Trotz einiger Schwächen, ein lesenswerter Thriller

    Mädchentod
    eulenmatz

    eulenmatz

    07. November 2016 um 14:06

    INHALT: Kurz vor ihrem 17. Geburtstag wurde Tessa Cartwright halb begraben auf einem Feld in Texas gefunden – inmitten menschlicher Gebeine, kaum am Leben und ohne Erinnerung an ihre Entführung. Als einzige Überlebende eines Serienkillers gelangte sie zu zweifelhaftem Ruhm. Ihr Peiniger wurde schließlich gefasst. Knapp zwei Jahrzehnte sind seitdem vergangen – doch plötzlich erhält Tessa verstörende Nachrichten. Nachrichten, die nur vom Täter kommen können. Sitzt ein Unschuldiger in Haft? Will der Mörder sein Werk vollenden? Tessa muss die Wahrheit finden – und schneller sein als der Killer. MEINUNG: Man wird relativ unsanft mitten in die Handlung hinein geworfen. Es fehlen hier zunächst eine Menge Erklärungen, die sich erst nach und nach erschließen oder auch gänzlich aus bleiben. Da ich zu den Leuten gehöre, die den Klappentext meistens gar nicht oder nur flüchtig lesen, bin ich auch immer wieder über die Schwarzköpfigen Susannen bzw. Susannen gestolpert und wusste nicht so recht was damit gemeint ist…bis ich es gegoogelt habe. Auch der Schreibstil von Julia Heaberlin machte es mir deutlich schwerer als sonst bei anderen Thrillern in die Geschichte rein zu kommen. Ich möchte nicht sagen, dass ich mich gequält habe, aber es war vergleichsweise wirklich anstrengend. Die Autorin benutzt viele Metaphern und man muss auch ein wenig geübt sein zwischen den Zeilen lesen zu können. Leider ist auch bis zur Mitte ein etwas längerer Atem notwendig, da das Buch bis dahin nur wenig Spannung aufweist. Trotzdem schaffte es die Autorin, dass ich weiter lesen wollte. Geschickt streut Julia Heaberlin immer wieder kleine Hinweise ein und ab der zweiten Hälfte endet so gut wie jedes Kapitel mit einem kleinen Cliffhanger. Da das Buch sich in den Kapiteln immer zwischen der Tessa aus der Gegenwart und der 17-jährigen Tessie aus der Vergangenheit abwechselt, wollte ich natürlich immer weiter lesen. Spannung wird auch durch die Länge der Kapitel erzeugt, die in besonderen Schlüsselsituation gemeinerweise auch mal nur aus ein paar Sätzen bestehen können. Das Spiel mit dem Erzählperspektiven und den Längen hat mir sehr gut gefallen und sorgt für nötige Spannung in der zweiten Hälfte. Was in diesem Thriller allerdings fehlte, ist die genaue Beschreibung des Tathergangs. Immer wieder werden Fragmente eingestreut, aber nach Beenden des Buches kann ich nicht genau sagen, wie es dazu gekommen ist, dass Tessa in dem Grab gelandet ist. Das bleibt ein Stück weit der Fantasie des Lesers überlassen. Den Tatbestand muss man von Anfang an als gegeben hinnehmen. Das ist ungewöhnlich und ich weiß nicht so recht, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Das Buch lebt von seiner Hauptprotagonistin Tessa, die für mich auch der tragende Punkt gewesen ist, warum ich das Buch trotz aller bereits aufgezählten Kritikpunkte wirklich gerne mochte. Ich fand es besonders interessant, wie sie sich nach dem Vorfall als jugendliche Tessie verhalten hat und zwar mit überraschend messerscharfen Verstand. Die erwachsene Tessie führt trotz allem, was passiert ist, ein relativ normales Leben mit ihrer jugendlichen Tochter Charlie. Die Beziehung der beiden hat mich ein bisschen an die Gilmore Girls erinnert. Natürlich ist sie durch die Nachrichten, die nur vom Täter sein können, stark verunsichert und fühlt sich noch unsicherer in ihren eigenen vier Wänden. Auch die kleine Liebesgeschichte am Rand hat mir ausnahmsweise sehr zu gesagt. In der Regel finde ich diese eher störend in Thrillern, wenn sie so einen großen Raum einnehmen oder im Rahmen der Handlung einfach unangebracht sind. Bevor ich einen Thriller lese, schaue ich immer, welchen beruflichen Background der Autor/ die Autorin hat. Grundsätzlich bin ich immer skeptisch, wenn diese nicht „vom Fach“ sind, wie es auch bei Julia Heaberlin der Fall ist. Mädchentod zeichnet sich aber durch eine sehr gute Recherche der Autorin aus. Ich bin großer Fan von Forensik und das bekommt man hier während des gesamten Romans geliefert. Außerdem bekommt man einen interessanten Einblick in die Arbeit von Anwälten und Psychologen. Man merkt beim Lesen nicht, dass die Autorin Laie ist. Auch das Thema Todesstrafe wird eingehend beleuchtet und lädt dazu ein, sich selbst einmal zu seinem eigenen Standpunkt dazu Gedanken diesbezüglich zu machen. Während des Lesens habe ich auch so einige Theorien entwickelt, wer der Mörder sein könnte, aber damit lag ich auf dem Holzweg und am Ende war es doch ganz anders. Das Ende ist sehr lange nicht vorhersehbar. Die Autorin spielt mit dem Leser und lockt ihn auf falsche Fährten, wodurch man vom wahren Täter schnell abgelenkt wird. Der Roman wird auch mit Gone Girl verglichen, aber das halte für nicht ganz so passend. Es gibt allerdings eine Person, die vergleichbar mit Amy wäre. Sie spielt aber bis zum Schluss nur eine neben geordnete Rolle bis sie sich als Schlüsselperson entpuppt. FAZIT: Ich habe relativ viele Kritikpunkte aufgezählt, die den Anschein erwecken könnten, dass mir das Buch nicht gefallen hat, aber dem ist nicht so. Ich habe das Buch trotz des schweren Einstiegs und dem mit wenig mit Spannung behafteten ersten Teil wirklich gemocht. Das lag vor allem an der Protagonistin Tessa/ Tessie, der guten Recherche, vor allem im Bereich der Forensik, und dem gutem Mix, den der Thriller bietet. Ich werde Julia Heaberlin im Auge behalten und bin gespannt auf ihre nächsten Romane.

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  • Monster im Kppf

    Mädchentod
    Cambridge

    Cambridge

    05. November 2016 um 16:26

    Tessa ist die einzige Überlebende eines Serienmörders. Halbtot wurde sie mit einer anderen Mädchenleiche und Knochen in einem Erdloch gefunden. Der Täter wurde angeblich gefasst und verurteilt. Tessa erinnert sich aber an nichts mehr. Ihre Entführung und was genau geschah ist aus ihrem Gedächtnis gelöscht. Auch 20 Jahre später weiß sie noch immer nicht, was damals geschah. Der Täter, ihr „Monster“ steht kurz vor der Hinrichtung. Ein junger Anwalt sucht Tessa auf, da er von seiner Unschuld überzeugt ist. Auch Tessa hat ihre Zweifel an der Täterschaft. Und zwar in erster Linie, weil immer mal wieder eine bestimmte Blumenart in ihrer Umgebung gepflanzt wurden. Die gleichen Blumen, mit denen damals ihr Fundort bedeckt war und den Opfern ihren Spitznamen gaben: Schwarzäugige Susannen. Tessa ist sicher, dass der Täter noch frei ist und sie mit diesem Psychospielchen quält. Und damit begann auch schon mein erstes Problem mit dem Buch. Die ersten Blumen tauchten kurz nach der Verurteilung auf. Aber erst 20 Jahre später kommt sie auf die Idee, dass dann der Mann im Gefängnis wohl kaum der Täter sein kann.  Sie lebt deswegen in ständiger Angst, besonders auch um ihre 14jährige Tochter. Diese Ausgangslage ist mir gleich etwas Stirnrunzeln verursacht. Man sollte sich auf keinen schnellen Thriller einstellen, wenn man zu diesem Buch greift. Die Spannung lässt lange auf sich warten. Der Schreibstil ist recht anstrengend, voller Bilder und seltsamen Metaphern. Ein Beispiel: „Ihr Büro hingegen erinnerte mich an einen dicken Lieblingsonkel, der schrille Hemden trägt und einem ein leicht zerdrücktes Stück Twinkie-Kuchen aus der Hosentasche anbietet“ Ein Büro wie ein Lieblingsonkel. Nett, vielleicht auch witzig, aber auf Dauer anstrengend und überladend. Und trotz der vielen Worte ist die Autorin sehr ungenau in ihrer Beschreibung. Ich hatte oft das Gefühl, etwas überlesen zu haben. Wir sind viel in Tessa Kopf, in dem ja die Susannen spuken und sie hin und her gerissen ist zwischen dem Wunsch, sich auch weiterhin nicht zu erinnern oder sich lieber doch die Wahrheit wissen zu wollen. Es gibt zwei Erzählebenen, Tessa im heute und Tessa (Tessie) 1995, kurz nach dem Verbrechen. Mir haben die Rückblicke weniger gefallen als das heute. Aber Tessa ist so oder so eine anstrengende Figur. Spannend wird es erst etwas nach der Hälfte und gegen Ende. „Mädchentot“ ist ja leider wieder einmal ein Buch, das als nächstes „Gone Girl“ beworben wird. Ein großer Fehler. Ich hoffe, dass es endlich bei Verlagen mal ankommt, wie nervig und unnötig und auch schädigend dieser Werbespruch ist. Dieses Buch hat gar nichts mit „Gone Girl“ zu tun. Ja, es gibt einen Twist, aber es ist viel geschwätziger, nicht so böse und auch nicht so spannend.  Und Tessa ist nicht unzuverlässig als Erzählerin, sie hat eine Erinnerungslücke. Zwischendurch gibt es viel Polizeiarbeit, Anwaltssachen, und interessante Einschübe aus der Forensik. Das hat mir überraschend gut gefallen. Die Story an sich ist auch gut, aber ich hatte am meisten Probleme mit dem Schreibstil, der so wage ist und doch so überbordend. Man wird als Leser mit dem Geheimnis geködert, aber am Ende ist man dann auch nicht wirklich viel schlauer. Für mich sind nicht alle Dinge geklärt, ich habe da noch ein paar Fragezeichen im Kopf. Ein seltsames Buch, für das ich nur 2-3 Sterne geben kann.

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  • Mädchentod

    Mädchentod
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    23. October 2016 um 22:31

    Ein Psychothriller von Autorin Julia Heaberlin, der mich leider nicht wirklich begeistern konnte.Tessa Cartwright wird mit fast 17 Jahren entführt und mit anderer menschlichen Gebeinen eingegraben. Nur mit viel Glück wurde sie auf diesem Feld gefunden, als einzige die noch gelebt hat. Allerdings kann sich Tessa an gar nichts mehr erinnern und kann daher nichts zur Aufklärung des Falls beitragen.Monate später wird ein Mann verhaftet, den man die Taten anlasten konnte.Zwanzig Jahre später macht sich Tessa Gedanken über die Schuld jenes Mannes und bekommt starke Zweifel an seiner Schuld. Ihre Erinnerungen sind immer noch nicht zurückgekehrt, darum macht sie erneut eine Therapie und hofft endlich, sich an die Entführung zu erinnern.Der Einstieg in die Geschichte hat mir nicht gut gefallen und ich war nahe dran, das Buch auf die Seite zu legen. Julia Heaberlin hat einen Schreibstil, der für mich wie abgehackt empfunden wurde und der mich oft das gelesene nicht verstehen lies. Ich wurde mitten in einen Schauplatz geworfen, ohne eine Ahnung über irgendwelche Geschehnisse und mir fehlten an allen ecken Erläuterungen und Erklärungen. Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt, in einem erzählt Tessa ihre Geschichte kurz nach der Entführung und im anderen im hier und jetzt, Zwanzig Jahre später. Das wurde gut gemacht und wurde gut betitelt, ich wusste also immer wo wir gerade sind.Die Grundidee finde ich spannend, nur für mich wurde sie nicht gut umgesetzt. Mich lässt die Geschichte etwas ratlos zurück, da mir vieles nicht logisch erscheint.

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  • Mädchentod

    Mädchentod
    Kleine8310

    Kleine8310

    22. October 2016 um 19:50

    "Mädchentod" ist ein Psychothriller der Autorin Julia Heaberlin. Bei diesem Buch hat mich der vielversprechende Klappentext direkt angesprochen, daher war ich mir schnell sicher, dass ich es lesen möchte!   In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Tessa Cartwright. Tessa ist fast siebzehn Jahre alt, als sie entführt und inmitten menschlicher Gebeine eingegraben, auf einem Feld aufgefunden wird. Die junge Frau kann sich allerdings an nichts erinnern, was mit ihrer Entführung zu tun hat und zudem hat sie selbst nur äußerst knapp überlebt! Doch schon einige Monate nach den fürchterlichen Erlebnissen wird ein Mann verhaftet, dem die Taten angelastet werden.    Nun beinahe zwanzig Jahre nachdem Tessa vor Gericht ausgesagt hat, kommt es zu Zweifeln an der Schuld des Täters. Zudem sind Tessa's Erinnerungen immer noch nicht wieder zurückgekehrt, weshalb sie eine erneute Therapie beginnt. Zudem machen Tessa die Nachrichten zu schaffen, die sie seit Jahren bekommt, denn diese führen bei ihr zu starken Zweifeln, ob überhaupt der richtige Täter im Gefängnis sitzt ...   Der Einstieg in diesen Thriller ist mir gut gelungen. Julia Heaberlin hat einen angenehm zu lesenden und flüssigen Schreibstil! Erzählt wird die Geschichte in zwei verschiedenen Erzählstrangen, aber beide Male aus der Sicht von der Protagonistin Tessa. Unterscheiden kann man die Erzählstränge gut, da sie mit Tessie und Tessa und manchmal auch mit Jahreszahlen betitelt sind, was mir gut gefallen hat.    Zu Beginn hatte ich so meine Probleme mit dem Buch, da die Autorin einen als Leser/Leserin plötzlich in die Geschehnisse hineinwirft. Nach einer Weile hatte ich mich zwar daran gewöhnt, aber mir haben einige Erklärungen oder Erläuterungen gefehlt, was sich leider wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Die Charaktere hat die Autorin gut ausgearbeitet, aber ich muss gestehen, dass mir manches ein bisschen zu unglaubwürdig war. Zum Beispiel merkt man bei den verschiedenen Erzählsträngen keine Unterschiede in der Art der Protagonistin, obwohl ja zwanzig Jahre dazwischen liegen sollen. Das hat mich schon ein wenig gestört. Zudem ist die junge Tessa häufig viel zu flapsig und gewollt ironisch und sarkastisch, was ich mir für einen Traumapatienten nicht so ganz vorstellen kann. Hier wäre weniger, für mich, mehr gewesen.   Die Handlung ist interessant aufgebaut und ich habe die Entwicklung interessiert verfolgt. Ich habe es genossen, wie die Autorin die Spannung aufgebaut hat und ich fand es faszinierend, wie sie mich als Leserin immer wieder in die Irre geführt hat. Das war sehr gelungen. Leider gab es aber neben den klasse aufgebauten Passagen, auch Momente in denen die guten Ansätze leider nicht weiterverfolgt wurden und das fand ich echt schade. Denn ohne diese Dinge hätte dieses Buch das Zeug für einen sehr guten Psychothriller. So wurde das Potenzial leider nicht richtig genutzt! Von mir gibt es daher 2,5 Rosen, aufgerundet auf 3! Positiv: * angenehmer und flüssiger Schreibstil * gute und spannende Grundidee   Negativ:  * einige Ansätze wurden nicht weiterverfolgt * manche Beschreibungen wirkten unglaubwürdig auf mich * es gibt kein Vorwissen für den Leser, was den Fall betrifft   "Mädchentod" bietet sehr gute Ansätze und einiges an Spannung, aber leider gab es auch viel Potenzial, welches leider ungenutzt blieb, wodurch mich die Geschichte etwas zwiegespalten zurückgelassen hat!

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