Julia Hoban

 4.3 Sterne bei 80 Bewertungen
Autorin von Bis unter die Haut, Willow und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Julia Hoban

Julia Hoban ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Autorin. Ihr deutsches Debüt »Bis unter die Haut« erscheint 2011. Ihre beiden Kinderbücher »I Can Read Books Buzby« und »Buzby to the Rescue« wurden beide von John Himmelman illustriert. Hoban lebt in New York City.

Alle Bücher von Julia Hoban

Bis unter die Haut

Bis unter die Haut

 (74)
Erschienen am 09.04.2012
Willow

Willow

 (6)
Erschienen am 23.02.2010
Amy Loves the Snow

Amy Loves the Snow

 (0)
Erschienen am 01.01.1993
Buzby

Buzby

 (0)
Erschienen am 01.09.1996
Quick Chick

Quick Chick

 (0)
Erschienen am 01.04.1995
Buzby to the Rescue

Buzby to the Rescue

 (0)
Erschienen am 01.02.1995
Amy Loves the Rain

Amy Loves the Rain

 (0)
Erschienen am 01.01.1993

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Rezension zu "Bis unter die Haut" von Julia Hoban

Bis unter die Haut
michelles-book-worldvor 4 Monaten

SVV, oder auch Selbverletztendes Verhalten ist leider ein sehr trauriges Thema, dass meiner Meinung nach viel zu wenig besprochen wird. Da ich das Thema und die Beweggründe schon immer sehr interessant fand, schaue ich zwischendurch immer mal wieder nach Büchern, die sich mit der Thematik auseinandersetzen. Dabei ist mir immer wieder "Bis unter die Haut" ins Auge gesprungen - Grund genug, diesem Buch eine Chance zu geben. Nebenbei möchte ich eine Trigger Warning für die Rezension und für das Buch aussprechen! "Bis unter die Haut" ist kein Buch, um sich ein paar schöne oder lockere Stunden zu machen. Es ist auch nicht zum Herunterlesen geeignet oder um dem Alltag für einige Stunden zu entfliehen. "Bis unter die Haut" ist ein Buch, was mein Herz berührt hat und mir zeigte, wie schwer es für einige Menschen ist in ihren eigenen Gefühlen und Gedanken gefangen zu sein und sich nur mittels Schmerzen daraus befreien zu können. Julia Hoban hat mit ihrem Werk kein typisches Jugendbuch gezeichnet. Viele denken, dass die Jugend ein so schwieriges Thema nicht verkraften würde. So wird dann oft eine Figur genommen, die sich selbst verletzt o.ä. und am Ende glücklich und zufrieden ist, weil sich ihre Probleme von selbst geklärt haben und der Prinz auf einem weißen Ross angeritten kam und sie rettete. Doch solche beschönigenden Verdrehungen der Realität belügen nur uns selbst. Denn wenn die Jugend so ein Thema nicht verkraftet, wie verkraften es dann gerade viele Jugendliche sich selbst zu verletzen? Wie können sie in eine solche Spirale der endlosen Verzweiflung geraten, an der sie meistens zerbrechen? Was ich damit andeuten möchte ist, dass Julia Hoban in "Bis unter die Haut" nichts beschönigt hat. Sie hat beschrieben, was Willow tut, warum sie es tut, wie sie sich fühlt und wie kaputt eine gesamte Familie nach dem Tod zweier geliebter Menschen sein kann. Deswegen war es für mich sehr überraschend, wie intensiv ich dieses Buch wahrgenommen habe und wie authentisch es durch die Beziehung zwischen Willow und Guy wird. Er entdeckt Willows Selbstzerstörung und reagiert nicht so wie ich annahm. Es ist schwer das zu beschreiben, was sich zwischen den Beiden abspielt, doch an einigen Stellen habe ich schlucken müssen, denn sie öffnen sich gegenseitig vollkommen und was sie einander anvertrauen, würde nicht einmal ich irgendeinem Menschen erzählen wollen, so intim und privat erscheint es mir. Es ist ganz toll, wie genau und detailliert die Autorin die Charaktere darstellt, wie sie ihr Innerstes vor dem Leser ausbreitet, wie sie die Gedanken und Gefühle zum einen der selbstverletzenden Person darstellt und zum anderen der Menschen, die mit ihr zu tun haben, die vieles falsch machen, die ihr hätten besser helfen sollen, wie aber dann ein Mensch kommt, der auch gefühlvoll ist, der auch sensibel ist und der sich nicht von ihrer abweisenden Art wegdrängen lässt, sondern beharrlich bleibt und sicher nur so helfen kann ' Aber das Willow da auch mithelfen muss, das wird uns klar. Allein kann man da nicht rauskommen aus einem solchen tiefen Loch und es gibt sicher auch viele Gründe, wie man hinein fallen kann. Das man Menschen braucht, die um einen kämpfen, das ist sicher jedem klar. Willow hatte Guy ' zum Glück. Und wir haben das Buch, welches gefühlvoll, herzlich aber auch irgendwie sachlich und detailliert in einer fiktiven Handlung schildert, was so oder ähnlich tagtäglich passieren könnte. Julia Hoban schreibt einfühlsam, sie schreibt detailliert ausschweifend und aufrüttelnd, bringt aber auf den Punkt, wenn es notwendig ist. Sie nutzt viele bildhafte erklärende Adjektive und auch die wörtliche Rede, die es möglich macht, dass man sich als Leser sehr schnell in der Handlung wieder findet. Das Buch ist auf jeden Fall nachdenklich geschrieben, aber auch sehr real. Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und dicht. Man wird am Buch festgehalten und kann es nicht aus der Hand legen. Und als hätte mich das Buch nicht schon durch seine tollen Charakter und einfach schön erzählte Geschichte mit interessantem Thema überzeugt, kommt noch ein Aspekten dazu, der das Buch für mich zu einem Lieblingsbuch werden lassen hat: Bücher. Nichts kam mir unlogisch, nicht vollziehbar oder konstruiert vor. Wer sich gerne mal mit einem solchen ernsten Thema beschäftigen möchte und dabei auf ganz tolle Weise unterhalten werden möchte, ist bei Willow genau richtig. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen und werde es ganz sicher noch einmal lesen, einfach weil es so toll und realitätsnah ist..

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A

Rezension zu "Bis unter die Haut" von Julia Hoban

Meine Meinung zu "Bis unter die Haut"
annas_zeilenzaubervor 2 Jahren


Autor: Julia Hoban
Seiten: 347
Preis: 16.99 Euro
Inhalt:
》Willow schaut unsicher zu den anderen Mädchen. Sie hat das ungute Gefühl, dass sie über sie reden, und sie ist sich sich auch ziemlich sicher, dass sie weiß, was sie sagen. Das ist die, die keine Eltern mehr hat. Nein, das ist die, die ihre Eltern umgebracht hat《

Vor einem halben Jahr kamen Willows Eltern bei einem Autounfall ums Leben. Hinter dem Steuer saß Willow. Jetzt erträgt sie due Schuldgefühle nur, indem sie sich ritzt. Da kommt Guy in ihre Klasse. Guy kämpft um Willow, entdeckt ihr Geheimnis - und Willow muss sich entscheiden: zwischen dem Ritzen und Guy...


Meine Meinung:
Wenn man das Buch liest, beginnt man sofort darüber nachzudenken, wie schwer es sein würde, wenn man selbst seine Eltern verlieren würde. In der ganzen Geschichte werden Willows Emotionen und vor allem ihre Schuldgefühle sehr gut dargestellt und man kann wirklich mit ihr mit empfinden.



Die Protagonistin Guy und Willow sind eigentlich total unterschiedliche Menschen, man merkt aber das beide eine schwierige Kindheit hinter sich haben. Ihre Offenheit und ihre Charaktere machen beide total sympathisch und man möchte nicht, dass Willow etwas geschieht, weil sie sich ritzt.
Auch Guy ist ein wundervoller Junge, da er sich so rührend um Willow kümmert, ihr aber dennoch sagt, dass sie ihre Probleme falsch angeht.


Die Geschichte wirkt von Anfang an sehr real und regt einen sofort zum nachdenken an, da Julia Hoban das Geschehen auch sehr gut beschreibt und die richtigen Worte dafür findet.


Also für alle die, die beim Lesen des Buches auch denken wollen und hier und da mal ein Tranchen verdrücken können, ist " Bis unter die Haut"  die richtige Wahl.

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Rezension zu "Bis unter die Haut" von Julia Hoban

Naja...
Miiivor 2 Jahren

Ein halbes Jahr ist es her, seit Willows Eltern bei einem Autounfall, an welchem sie hinter dem Steuer saß, ums Leben gekommen sind. Seitdem ist nichts mehr wie es war, sie hat sich von ihrem Umfeld und auch von ihrem Bruder entfremdet. Einzig dass sie sich schneidet hält sie aufrecht. Doch dann tritt Guy in ihr Leben und kommt hinter ihr Geheimnis. 

Mir wurde dieses Buch von soviele Leuten empfohlen dass ich irgendwann gar nicht anders konnte, mal hineinzuschauen. Letzten Endes hat sich Schneiden viel mit Psychologie zu tun und letzteres ist ein Themenbereich der mich sehr interessiert. Was SVV angeht, habe ich schon viele Bücher gelesen und ich muss sagen: Dieses hier war mitsamt das schlechteste von allen.

Natürlich muss man hier sagen, dass jemand, der dieses Verhalten nur vom Hören kennt, da einen komplett anderen Bezug darauf hat, als jemand, der tatsächlich in diesem Teufelskreis steckt. Aber dennoch hatte ich in diesem Buch wirklich nur sehr sehr selten einen Moment, in dem ich mir gedacht habe „Ich kann Willow verstehen.“

Vieles wurde sehr oberflächlich gehalten, andere Dinge sind sehr abrupt geschehen und eine Menge Fragen die hätten beantwortet/geklärt werden sollen, stehen offen. Ich verstehe zwar so halbwegs, wieso Willow nicht davon loskommt, aber ihr Gefühlsleben, ihre Perspektiven, ihre Vorstellungen, etc. sind mir ehrlich gesagt nach wie vor suspekt.

Ich kann mir vorstellen, dass das ein Thema ist, was nur sehr schwer auf Papier zu bringen ist und dass (wie oben genannt) ein „Außenstehender“ nie die gleiche Sichtweise haben werden kann, wie jemand direkt betroffenes.

Dennoch würde ich den Roman hier definitiv nicht weiterempfehlen.

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