Julia Hoban

 4.3 Sterne bei 79 Bewertungen
Autorin von Bis unter die Haut, Willow und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Julia Hoban

Julia Hoban ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Autorin. Ihr deutsches Debüt »Bis unter die Haut« erscheint 2011. Ihre beiden Kinderbücher »I Can Read Books Buzby« und »Buzby to the Rescue« wurden beide von John Himmelman illustriert. Hoban lebt in New York City.

Alle Bücher von Julia Hoban

Bis unter die Haut

Bis unter die Haut

 (73)
Erschienen am 09.04.2012
Willow

Willow

 (6)
Erschienen am 23.02.2010
Amy Loves the Rain

Amy Loves the Rain

 (0)
Erschienen am 01.01.1993
Buzby

Buzby

 (0)
Erschienen am 01.09.1996
Quick Chick

Quick Chick

 (0)
Erschienen am 01.04.1995
Amy Loves the Snow

Amy Loves the Snow

 (0)
Erschienen am 01.01.1993
Buzby to the Rescue

Buzby to the Rescue

 (0)
Erschienen am 01.02.1995

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Rezension zu "Bis unter die Haut" von Julia Hoban

Meine Meinung zu "Bis unter die Haut"
annas_zeilenzaubervor 2 Jahren


Autor: Julia Hoban
Seiten: 347
Preis: 16.99 Euro
Inhalt:
》Willow schaut unsicher zu den anderen Mädchen. Sie hat das ungute Gefühl, dass sie über sie reden, und sie ist sich sich auch ziemlich sicher, dass sie weiß, was sie sagen. Das ist die, die keine Eltern mehr hat. Nein, das ist die, die ihre Eltern umgebracht hat《

Vor einem halben Jahr kamen Willows Eltern bei einem Autounfall ums Leben. Hinter dem Steuer saß Willow. Jetzt erträgt sie due Schuldgefühle nur, indem sie sich ritzt. Da kommt Guy in ihre Klasse. Guy kämpft um Willow, entdeckt ihr Geheimnis - und Willow muss sich entscheiden: zwischen dem Ritzen und Guy...


Meine Meinung:
Wenn man das Buch liest, beginnt man sofort darüber nachzudenken, wie schwer es sein würde, wenn man selbst seine Eltern verlieren würde. In der ganzen Geschichte werden Willows Emotionen und vor allem ihre Schuldgefühle sehr gut dargestellt und man kann wirklich mit ihr mit empfinden.



Die Protagonistin Guy und Willow sind eigentlich total unterschiedliche Menschen, man merkt aber das beide eine schwierige Kindheit hinter sich haben. Ihre Offenheit und ihre Charaktere machen beide total sympathisch und man möchte nicht, dass Willow etwas geschieht, weil sie sich ritzt.
Auch Guy ist ein wundervoller Junge, da er sich so rührend um Willow kümmert, ihr aber dennoch sagt, dass sie ihre Probleme falsch angeht.


Die Geschichte wirkt von Anfang an sehr real und regt einen sofort zum nachdenken an, da Julia Hoban das Geschehen auch sehr gut beschreibt und die richtigen Worte dafür findet.


Also für alle die, die beim Lesen des Buches auch denken wollen und hier und da mal ein Tranchen verdrücken können, ist " Bis unter die Haut"  die richtige Wahl.

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Miiis avatar

Rezension zu "Bis unter die Haut" von Julia Hoban

Naja...
Miiivor 2 Jahren

Ein halbes Jahr ist es her, seit Willows Eltern bei einem Autounfall, an welchem sie hinter dem Steuer saß, ums Leben gekommen sind. Seitdem ist nichts mehr wie es war, sie hat sich von ihrem Umfeld und auch von ihrem Bruder entfremdet. Einzig dass sie sich schneidet hält sie aufrecht. Doch dann tritt Guy in ihr Leben und kommt hinter ihr Geheimnis. 

Mir wurde dieses Buch von soviele Leuten empfohlen dass ich irgendwann gar nicht anders konnte, mal hineinzuschauen. Letzten Endes hat sich Schneiden viel mit Psychologie zu tun und letzteres ist ein Themenbereich der mich sehr interessiert. Was SVV angeht, habe ich schon viele Bücher gelesen und ich muss sagen: Dieses hier war mitsamt das schlechteste von allen.

Natürlich muss man hier sagen, dass jemand, der dieses Verhalten nur vom Hören kennt, da einen komplett anderen Bezug darauf hat, als jemand, der tatsächlich in diesem Teufelskreis steckt. Aber dennoch hatte ich in diesem Buch wirklich nur sehr sehr selten einen Moment, in dem ich mir gedacht habe „Ich kann Willow verstehen.“

Vieles wurde sehr oberflächlich gehalten, andere Dinge sind sehr abrupt geschehen und eine Menge Fragen die hätten beantwortet/geklärt werden sollen, stehen offen. Ich verstehe zwar so halbwegs, wieso Willow nicht davon loskommt, aber ihr Gefühlsleben, ihre Perspektiven, ihre Vorstellungen, etc. sind mir ehrlich gesagt nach wie vor suspekt.

Ich kann mir vorstellen, dass das ein Thema ist, was nur sehr schwer auf Papier zu bringen ist und dass (wie oben genannt) ein „Außenstehender“ nie die gleiche Sichtweise haben werden kann, wie jemand direkt betroffenes.

Dennoch würde ich den Roman hier definitiv nicht weiterempfehlen.

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tuesdayblinds avatar

Rezension zu "Willow" von Julia Hoban

Ein gutes Buch zu einem sensiblen Thema mit einigen, kleinen Schwächen
tuesdayblindvor 3 Jahren


Diese und weitere Rezensionen findest du auch in meinem kopf.kino! :)

// Was passiert //

Bis vor ein paar Monaten hat die 16jährige Willow ein normales Leben geführt: sie hatte eine beste Freundin, mit der sie über Jungs getratscht und ihre Zukunft geplant hat. Doch dann starben ihre Eltern bei einem Autounfall – den sie verursacht hat. Zumindest ist es das, was sie sich einredet. Seit der Tragödie lebt sie bei ihrem großen Bruder David, was bei ihr noch mehr Schuldgefühle auslöst. Einzig alleine das Schneiden hält sie davon ab, von ihrem emotionalen Schmerz verschlungen zu werden. Und dann lernt sie Guy kennen, einen Jungen aus ihrer Klassenstufe, der als erster und einziger Mensch von ihrem Geheimnis erfährt und sich in den Kopf setzt, sie davon zu befreien.


// Was ich denke //

Well well well… this was in interesting read. Willow hat in mir sehr zwiespältige Gefühle hervor gerufen, sowohl positive als auch negative. Genau genommen wusste ich schon, was passiert, denn ich habe das Buch bereits vor ein paar Jahren gelesen. Da ich mich erinnern konnte, dass ich es sehr gut fand, wollte ich es schon seit einiger Zeit noch einmal lesen.
Und tatsächlich ist meine Meinung noch die selbe: es ist eines der besten Bücher, die ich über das Thema SVV (Selbstverletzendes Verhalten) gelesen habe – und das waren einige. Julia Hoban schafft es unheimlich gut, die Gefühls- und Gedankenwelt von Willow, die sich seit ca. sieben Monaten selbst verletzt, darzustellen. Komplett von Schuldgefühlen zerfressen, ist das Schneiden für sie die einzige Möglichkeit, den emotionalen Schmerz zu unterdrücken. Sie macht sich nicht nur für den Tod ihrer Eltern verantwortlich, sondern genauso für alles, was dieser mit sich gebracht hat: dass sie nun bei ihrem Bruder David und dessen Frau Cathy wohnen muss, wo eigentlich weder der Platz noch das Geld für ein weiteres Familienmitglied übrig sind; dass sich eben dieser um Angelegenheiten kümmern muss, die eigentlich Eltern übernehmen, wie z.B. Elternsprechtage und schlechte Noten; dass sie ihn jeden Tag aufs Neue daran erinnert, dass sie ihrer beiden Eltern auf dem Gewissen hat. Willow schottet sich von allem und jedem ab, versinkt in ihrer eigenen Welt und hält sich eigentlich nur noch an ihren Klingen fest.
Und ich muss einfach sagen, dass diese ganze Sache so eindringlich und realistisch beschrieben wird, dass ich es fast selber fühlen konnte. Ich hätte wirklich erwartet, dass ich zwischendurch denken würde “Gott, Mädchen, reiß dich doch mal zusammen”, aber das passierte nicht. Auch wenn alles sehr dramatisch ist und einem normalen Verstand vollkommen klar ist, dass Willow nicht für den Unfall, der ihre Eltern das Leben kostete, verantwortlich ist, kann man sie irgendwie nicht verurteilen.

Ja, es ist eines der best geschrieben Bücher zum Thema SVV…
Ja, es nimmt einen richtig mit…

ABER…

Wir können uns alle denken, dass irgendwann ein junger Mann auftaucht; immerhin handelt es sich hier um ein Jugendbuch und ein Mädchen mit Problemen. Und wir können uns genauso gut denken, was zwischen ihm – in diesem Fall Guy – und Willow passiert. Und genau da liegt für mich das große Aber.
Willow und Guy lernen sich eher zufällig in der Bücherei der Universität, in der Willow arbeitet, kennen – sie muss ihm bei der Suche nach einem Buch helfen. Man versteht sich, man hat ähnliche Interessen, man mag sich irgendwie. Auch wenn Willow das an dieser Stelle noch nicht einmal annähernd zulassen kann. Und doch ist es Guy, der als erster ihr Geheimnis entdeckt, wenn auch eher unfreiwillig. Doch von da an fühlt er sich irgendwie für sie verantwortlich… was ich doch ein wenig merkwürdig fand. Ich meine, wenn ihr entdeckt, dass jemand – ein komplett Fremder wohl gemerkt – sich selbst verletzt, seine vernarbten Arme seht, würdet ihr euch an an ihn ran heften, damit ihm ja nichts passiert? Eher nicht. Hinzu kommt noch, dass er ihr vor allem immer wieder sagt, dass er da eigentlich keinen Bock drauf hat und nicht für sie verantwortlich sein will.
Guy ist alles in allem ein Charakter, der zwischen Sorge und Unverständnis hin und her gerissen ist. An vielen Stellen wollte ich ihm einfach nur mal so richtig eins in die Fresse hauen… Andauernd fragt er Willow, warum sie nicht einfach aufhört, sich zu verletzten, verlangt es sogar von ihr, und sagt ihr, dass ihre Narben hässlich sind. Ich kann vollkommen nachvollziehen, dass man als Außenstehender die Gedanken und Gefühle, die mit dieser Klinge zusammenhängen, nicht verstehen kann, aber ein wenig Einfühlungsvermögen kann man doch wohl an den Tag legen. Und in anderen Situationen kümmert er sich dann rührend um Willow, verarztet sogar einen frischen Schnitt und berührt voller Zärtlichkeit ihre Wunden. Ich kann mir gut vorstellen, dass man im Alter von 16 Jahren mit einer solchen Sache vollkommen überfordert ist, aber Guy erschien mir teilweise einfach so uneinsichtig, hart und einfach gefühlslos.

Kommen wir also zum letzten Kritikpunkt an Willow: die Beziehung zwischen den beiden.
Theoretisch hatte ich überhaupt keine Probleme mit der Entwicklung. Wie schon gesagt: wir haben hier ein Jugendbuch vor uns und da gehört es ja irgendwie zum guten Ton, dass die Liebe Einzug erhält. Und Willow hat es wirklich verdient, aber… *seufz*
Obwohl, ich glaube, ich muss etwas anders anfangen, denn im Grunde fand ich die Entstehung der Liebe okay. Es war nicht ganz so von Knall auf Fall wie man es aus anderen Romanen kennt, was ich sehr positiv fand. Auch, dass Willow am Anfang sehr gezweifelt hat und sich aufgrund ihrer tiefen Schuldgefühle gar nicht erlaubt hat, an so etwas zu denken, gefiel mir gut – weil es eben realistisch(er) ist. Dass sie irgendwann auftaut, ist nur logisch, aber wieder ist es ein Junge, der das Mädchen rettet. Ich möchte nicht bezweifeln, dass Liebe beim Überwinden einer Sucht helfen kann, aber ist eben keine Lösung! Ich habe zwar schon Bücher zu dem Thema gelesen, in dem es wesentlich krasser dargestellt wurde (Mädchen trifft Junge – bums, geheilt!) – was mich dann aber auch entsprechend doll aufgeregt hat -, da bekommt Willow einen Pluspunkt, aber trotzdem ist dieser Vibe doch spürbar. Und ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich es vollkommen nachvollziehen kann, dass Betroffene die ganze Sache scheiße fanden, ganz ehrlich. Wenn einen dieses Problem selber betrifft, empfindet man so etwas noch einmal ganz anders… I feel with you!

Wie man sieht, hat das Buch mich ein wenig zerrissen. Auf der einen Seite hat es mich wirklich in Tränen zurück gelassen, doch im gleichen Moment klopfte eben dieses laute ARGH an. Dennoch bekommt das Buch von mir 4 Sterne, weil es alles in allem einfach sehr intensiver Stoff ist, der an einem zerrt.

Und um die Rezension mit einem positiven Statement zu schließen: das Ende des Buches hat mir unheimlich gut gefallen, denn Willow ist eben nicht geheilt, sondern sieht einfach nur eine Chance, die Klingen irgendwann hinter sich zu lassen.



// Schlusswort //
Willow von Julia Hoban ist ein unheimlich berührendes Buch zum Thema Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen. Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, so ist es für mich doch einer der besten Romane, die ich bisher über dieses Thema gelesen habe. Intensiv, weitestgehend realistisch dargestellt und alles in allem einfach gut.

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