Julia Holbe

 3,6 Sterne bei 75 Bewertungen
Autorenbild von Julia Holbe (©Stefan Gelberg)

Lebenslauf von Julia Holbe

Julia Holbe, Jahrgang 1969, ist Luxemburgerin. Sie lebt in Frankfurt am Main und in der Bretagne. Zwanzig Jahre arbeitete sie als Lektorin für internationale Literatur im S. Fischer Verlag. »Unsere glücklichen Tage« ist ihr erster Roman.

Alle Bücher von Julia Holbe

Cover des Buches Unsere glücklichen Tage (ISBN: 9783328106463)

Unsere glücklichen Tage

 (75)
Erschienen am 13.04.2021

Neue Rezensionen zu Julia Holbe

Cover des Buches Unsere glücklichen Tage (ISBN: 9783328106463)Q

Rezension zu "Unsere glücklichen Tage" von Julia Holbe

Schade, ich dachte eigentlich, ich würde es mögen
Quacki24vor einem Monat

            


 2,5 Sterne. Leider war die Protagonistin sooo trantütig und so weit entfernt von meiner Wirklichkeit, dass ich überhaupt nicht mit ihr warm wurde. Auch Sean, die männliche Hauptrolle, war mir so unsympathisch. Ich konnte auch nicht verstehen, was alle im Buch so toll an ihm fanden. Der Schreibstil hat mir auch nicht geholfen, näher bei den Charakteren zu sein. Die Landschaftsbeschreibungen von Frankreich, dem kleinen gemütlichen Sommerhaus, die Abende im Garten mit Lichterketten, Hängematte, Pool und viel Wein und leckerem Essen waren etwas, dass ich mir sehr gut vorstellen konnte. Aber über allem lag immer die Melancholie aufgrund von mangelnder Kommunikation. Zum Glück hat die liebe "the reading cat" mich ab der Hälfte unterstützt und das Buch mit mir zusammen gelesen. Ohne dich hätte ich wohl schon vorher abgebrochen.
Lieblingszitat: "Meine einzige Hoffnung ist es, zu deiner Erinnerung zu werden."

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Cover des Buches Unsere glücklichen Tage (ISBN: 9783328106463)milkysilvermoons avatar

Rezension zu "Unsere glücklichen Tage" von Julia Holbe

All die verlorenen Jahre
milkysilvermoonvor 9 Monaten

Als junge Frauen waren sie ein eingeschweißtes Team: die Luxemburgerinnen Elsa, Marie und Fanny sowie die Französin Lenica, kurz Len genannt. An der französischen Atlantikküste verleben sie in jedem Sommer unbeschwerte Tage miteinander. Doch dann bringt Lenica den gleichaltrigen Sean mit – in dem letzten gemeinsamen Sommer, nach dem die vier Frauen getrennte Wege gehen. Nun, 30 Jahre später, treffen sich Lehrerin Elsa, Neurologin Marie und Buchhändlerin Fanny zufällig wieder und beschließen, noch einmal in das Ferienhaus am Meer zu fahren und Zeit zusammen zu verbringen. Was ist damals passiert, das die Gruppe auseinandergebracht hat? Und wird es ihnen gelingen, das Vergangene hinter sich zu lassen und wieder zueinander zu finden? 

„Unsere glücklichen Tage“ ist der Debütroman von Julia Holbe.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus mehreren, unterschiedlich langen Kapiteln, die in Abschnitte untergliedert wird. Erzählt wird ausschließlich in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Elsa, wobei die Handlung teilweise in der Vergangenheit, also vor 30 Jahren, teilweise in der Gegenwart spielt. Dieser Aufbau funktioniert gut.

Der Schreibstil gefällt mir, denn die Autorin beweist, dass sie mit Sprache umgehen kann. Der Roman ist recht dialoglastig, enthält aber auch viele gelungene Beschreibungen der Landschaft, die Lust auf einen Urlaub in Frankreich machen. 

Die Protagonistinnen des Romans können mich leider nicht überzeugen. Vor allem Elsa ist nervig und mir unsympathisch. Noch mit Ende 40 oder Anfang 50, ein genaues Alter taucht nicht auf, verhält sie sich übertrieben unreif, naiv und pubertär. Ihre Denk- und Handlungsweise wird zwar sehr deutlich gemacht, bleibt für mich aber dennoch unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar. Auch die übrigen Charaktere erscheinen ein wenig seltsam. Nicht klar wird für mich zudem bis zum Ende des Romans, warum von Sean eine solche Faszination ausgehen soll. 

Auch ansonsten hat mich der Roman enttäuscht. Inhaltlich gibt es viele Wiederholungen, zum Teil wortwörtlich, was die Geschichte langatmig macht. Zudem bietet die Handlung keine unerwarteten Wendungen. Die Zusammenhänge sind schon früh offensichtlich, das Rätsel der Funkstille zwischen den Frauen ist allzu durchsichtig. Dementsprechend sind die „Enthüllungen“, die bis zum Ende hinausgezögert werden, recht banal. In einem Punkt gegen Ende konnte mich der Roman allerdings doch noch positiv überraschen.Darüber hinaus gibt es einige inhaltliche Ungereimtheiten, die immer wieder ins Auge springen.

Mehr versprochen hatte ich mir ebenfalls von der Freundschaftsthematik, aus der man einiges hätte machen können. Neben einer viel Raum einnehmenden Liebesgeschichte steht die Freundschaft der vier Frauen tatsächlich auch im Vordergrund. Allerdings wird ein wenig authentisches Bild davon gezeichnet. Die Verbindung von Elsa, Fanny, Marie und Lenica wird mit viel Pathos und Pseudo-Tiefgründigkeit überhöht. Dass die Frauen einander nach all‘ den Jahren und den vorgefallenen Ereignissen noch so wichtig sind und die Freundschaft so eng sein soll, wirkt unglaubwürdig – nicht nur angesichts der Tatsache, dass keine von ihnen in der Zwischenzeit einen ernsthaften Kontaktversuch unternommen hat. 

Das Cover wiederum spricht mich sehr an und passt gut. Auch der Titel ist durchaus treffend.

Mein Fazit:
„Unsere glücklichen Tage“ von Julia Holbe ist ein Roman, der sein Potenzial leider nicht ausschöpft. Eine Lektüre, die zwar sprachlich gelungen ist, mich aber in anderer Hinsicht enttäuscht hat.

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Cover des Buches Unsere glücklichen Tage (ISBN: 9783328601104)MerleBuecherPerles avatar

Rezension zu "Unsere glücklichen Tage" von Julia Holbe

Tolle Grundidee - Umsetzung langweilig
MerleBuecherPerlevor einem Jahr

  • drei Freundinnen haben sich Jahrzehnte nicht gesehen
  • Jede einzelne bereut es, stellenweise auch mit Vorwürfen den anderen gegenüber 
  • Elsa, die Protagonistin und Ich-Erzählerin betont oft dass es keinen Grund für die Auszeit gibt, unterbewusst aber doch jede weiß warum
  • Es wird Absatzweise im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, erzählt wie die Freundinnen sich wiederfinden und welch schöne Zeit sie damals gemeinsam hatten 
  • Die Kapitel haben keine Nummer, keine Überschrift- garnichts. Das finde ich langweilig- sowas peppt ein Buch auf
  • Es wird etwas spät erklärt, dass die Freundschaften ihren Höhepunkt in einem Sommer im (Wochenend-?)Haus von Elsa hatten. Der Sinn dieses Hauses erschließt sich nicht. Wer besitzt ein Haus am Strand und war nur einen Sommer mit seinen Freundinnen dort und dann ca 15 Jahre nicht mehr. 
  • Wenn die Freundschaften so prägend waren, wie kam es dass garkein Kontakt war? 
  • Wieso arrangiert Marie plötzlich ein Wiedersehen? 
  • Mir fehlen Jahres- und Zeitangaben. Ich kann Vergangenheit und Gegenwart nicht greifen beim Lesen. 
  • Ebenfalls fehlen mir Ortsangaben, einmal geht es um Paris aber wo das (Wochenend-?)Haus von Elsa steht, wird nicht erwähnt
  • Mehrere Geschehen werden geheimnisvoll erzählt und mit dem Satz „erst später erfuhr ich warum“ o.ä. beendet -als Leser steht man da, wie doof und das nach der Hälfte des Buches. Logisch dass man wissen will, was da so geheimnisvoll war, aber dadurch dass man so doof stehen gelassen wird, vergeht einem die Freude am Lesen
  • Die Liebe zu Sean wird als trocken, kindisch und distanziert beschrieben, dass ich mich beim Lesen frage, was Elsa an diesem Mann fasziniert und wenn er für sie ein so toller Mann (vergleichsweise die Große Liebe war) warum ist so viele Jahre auch zwischen denen Funkstille?! Bzw beim Wiedersehen eine sofortige Bindung als wären sie nie getrennt gewesen?!
  • Die Stimmung in der Story wechselt zwischen leicht und unbeschwert zu bedrückt und betrübt- immer hin und her
  • Landschaftsbeschreibungen wurden sehr gut umgesetzt sodass man beim Lesen eine bildliche Vorstellung bekam
  • Die Nebendarsteller wurden detailliert beschrieben und waren sehr sympathisch 
  • S. 312 „...das Leben läuft uns davon, wenn wir es immer auf morgen verschieben.“

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Gespräche aus der Community

Mit ihrem Debütroman "Unsere glücklichen Tage" verwandelt die Luxemburgerin Julia Holbe graue Wintertage in sonnige Urlaube im Süden. Sie erzählt darin von den wirklich wichtigen Dingen des Lebens: Liebe und Freundschaft, Schuld und Verrat, Zufall und Schicksal ... Und häufig verbirgt sich in der Vergangenheit viel mehr, als wir selbst wahrhaben möchten! Zusammen mit dem Penguin Verlag verlosen wir 25 Exemplare des Buches in schönen Überraschungsboxen.

"Früher war es nie mühsam gewesen. Alles war immer leicht gewesen."

Möchtet ihr mehr über Lenica, Marie, Fanny und Elsa erfahren und auch darüber, was in der Vergangenheit geschehen ist?

Dann bewerbt euch für eins von 25 Exemplaren von "Unsere glücklichen Tage", die wir zusammen mit Penguin für unsere Leserunde verlosen.

Bewerbt* euch bis zum 22.3.2020, indem ihr auf folgende Frage antwortet:

Lenica, Marie, Fanny und Elsa verbringen glückliche Tage an der französischen Atlantikküste. Aber die Erinnerung trügt: Nicht alles scheint perfekt gewesen zu sein. Warum, denkt ihr, erinnern wir uns meistens nur an die positiven Dinge in der Vergangenheit?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!


*Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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abas avatar
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