Cover des Buches Finn: Im Reich der unruhigen Krieger (ISBN: 9783741216732)
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Rezension zu Finn: Im Reich der unruhigen Krieger von Julia Jawhari

Wie schmeckt den meine Schokoladenseite?

von claudi-1963 vor 7 Jahren

Kurzmeinung: Die Geschichte eines Jungen mit ADHS dessen Welt mit Medikamente durcheinander gerät

Rezension

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claudi-1963vor 7 Jahren
Finns Mutter sagt zu ihm, er soll in der Schule seine Schokoladenseite zeigen. Was ist, eine Schokoladenseite überlegt Finn. Er sagt aber seiner Mama, dass er es verstanden hat, damit sie beruhigt ist. "Womöglich beißt Frau Nowak, meine Lehrerin mir den Arm ab?" denkt sich Finn. Aber Finns Mutter meint nur das er sich anständig benehmen soll in der Schule, um nicht wieder eine Strafarbeit zu bekommen, weil er auffällt. Den Finn ist ein sehr unruhiger Junge, zu mindestens denken das alle anderen über ihn. Mama ist am überlegen, ob sie ihm Tabletten geben soll, damit er sich besser konzentrieren kann. Finn hat auch keine Freunde, seine Freunde leben in Finns Fantasiewelt. Das sind z.B. Selion, der in der Bandirinwelt mit dem Schwert gegen seine Feinde kämpfen muss. Doch alles Finn dann die Tabletten bekommt, klappt es zwar in der Schule besser, aber er verliert den Kontakt zu seiner Traumwelt. Und in dieser geht gerade alles drunter und drüber und nur Finn kann eine Katastrophe verhindern.

Meine Meinung:
Bei dem Buch war ich erst ein wenig hin- und hergerissen, den es handelt von einem ADHS Kind und den Folgen, mit und ohne Tabletten. Natürlich ist nicht jedes unruhige Kind ein ADHS Fall und auch nicht jedes baut sich eine solche Traumwelt auf wie Finn in diesem Buch. Jedoch denke ich das die Autorin mit diesem Buch den Kindern vermitteln will, das auch diese Kinder eine besondere Gabe haben. Sie will uns zeigen das diese Fähigkeiten durch Medikamente teils oder ganz verloren gehen können und dann diese Kinder zu manipulierten Menschen werden. Durch die gut verständliche, kindliche Sprache und der Fantasiewelt, möchte Julia Jawhari besonders Kinder mit diesem Buch ansprechen. Vielleicht auch um klar zu machen, dass auch diese Kinder normal sind und nicht krank wie sie in unserer Gesellschaft gerne abgestempelt werden. Auch das kindhaft gemalte Cover und die Tintenkleckse vermittelt dem Leser schon ein wenig vom Inhalt des Buches. Ich jedenfalls wünsche der Autorin viel Erfolg, dass diese Botschaft gehört, bzw. gelesen wird und gebe ihr für das Buch 4 von 5 Sterne.

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