Julia Jessen Alles wird hell

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Inhaltsangabe zu „Alles wird hell“ von Julia Jessen

„Weiß der Himmel, was wir suchen“, hat er das letzte Mal gesagt. Ich habe gesagt: „Du Abstand und ich Nähe.“ Als kleines Mädchen erprobte Oda die ersten Lügen und lotete ihre Freiheiten aus. Als Sechzehnjährige setzte sie auf Provokation und machte die ersten sexuellen Erfahrungen. Jetzt, als Frau und Mutter, wünscht sie sich ein zweites Kind, ein Wunsch, der ihr von ihrem Mann verweigert wird. Aber wie wird man damit fertig, ohne sich zu trennen? Wie kann man Entfremdung überwinden, die Liebe bewahren? "Julia Jessen schafft es, der Schwere des Daseins zu begegnen." Brigitte

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  • Es wird wirklich alles hell

    Alles wird hell

    Wassollichlesen

    08. October 2015 um 19:31

    Eigentlich ist Oda's Geschichte kein Roman. Sie ist vielmehr ein Kunstwerk. Alles. Die Sprache. Die Art, ihre Geschichte zu erzählen.Aus diesem Grund wird das Buch wahrscheinlich Menschen, die eine einfache Lektüre suchen, nicht so sehr ansprechen. Ich mochte dieses Buch aber sehr gerne. Es war einfach anders. Aber schön.Das ganze Leben der Hauptfigur Oda wird auf 228 Seiten erzählt, alles aus ihrer Perspektive. Alle Höhen und alle Tiefen. Völlig ehrlich und ohne Tabus.Der Titel passt perfekt - Alles wird hell. "Ich fühle es so sehr, dass ich Angst habe, Großmutter könnte es sehen. Wie ich immer dunkler werde. Meine Großmutter steht im Sonnenlicht. Sie ist ganz hell. Ich stehe auch im Licht, aber ich bin mir sicher, dass ich ganz schwarz geworden bin. Vom Lügen." "Und jetzt denke ich an das Dunkle. Die kleinen Geheimnisse, die wir haben. Und das Helle. Das, was alle sehen können. Und ich frage mich, ob es Menschen gibt, die immer nur hell oder immer nur dunkel sind. Und ob eine Familie nicht sichtbar sein müsste füreinander." Ich musste erstmal in die Geschichte reinkommen, aber dann kam ich nicht mehr los. Mal wieder flossen am Ende die Tränen. Aber das ist ja bekanntlich ein gutes Zeichen. Ein Qualitätsmerkmal in gewisser Weise. Großes Lob an den Kunstmann-Verlag!Das Buch ist wunderschön gestaltet. Fazit 1 Eselsohr für die kunstvolle Erzählweise1 Eselsohr für die Sprache. Ein Buch in der "Originalsprache" zu lesen, ist einfach noch schöner.1 Eselsohr für die Gestaltung des Buches.1 Eselsohr, weil mich das Buch sehr berührt hat.

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  • Lichterspiel

    Alles wird hell

    bookscout

    27. September 2015 um 19:12

    Grenzen spielen eine zentrale Rolle in Julia Jessens einprägsamem Debüt. Sie zu erkennen, zu spüren und schließlich zu überschreiten, entgegen aller Vorschriften oder gängigen Moralvorstellungen. Weil man selbst im Dunklen steht und auf der anderen Seite das Licht wartet. Damit am Ende alles hell wird. Am Beginn der Geschichte steht das Verbot der Großmutter, Nachbars Garten zu betreten oder die angrenzende Straße zu überqueren. Oda ist noch keine zehn Jahre alt, als sie sich dieser Regel widersetzt. Angsterfüllt, mit pochendem Herzen und doch wild entschlossen rennt sie wie der Wind durch den Garten und erreicht von der anderen Seite, über die untersagte Straße, die sichere Linie der Bordsteinkante. Das im Höllenritt zerrissene Kleid schiebt sie einem rasch erfundenen Hund in die Schuhe, ihr erstes von vielen wohlgehüteten, dunklen Geheimnissen, die ihr Sicherheit geben. Je älter sie wird, umso besser lernt Oda, mit ihren Geheimnissen umzugehen, ihre Grenzen Stückchen für Stückchen weiter nach außen zu verschieben, im Gleichschritt mit ihrer wachsenden Begierde nach dem Licht. Alles, nur nicht feig sein. Wo kämen wir schließlich hin, wenn wir nicht mutig wären? Mut braucht Oda auch, als sie als Pubertierende vor der gesamten Klasse tanzen soll, sich ganz öffnen, ihre innerste Gefühslwelt preisgeben. Oder als sie sich plötzlich zu Nils. dem Verlobten ihrer Tante, hingezogen fühlt, erste Gefühle aufkeimen, die Oda nicht einordnen kann und die noch weniger ausgelebt werden dürfen, im Kreis der heilen, liebenden Familie. Der Leser begleitet Oda auf ihrer facettenreichen Lebensreise, sieht sie in Momenten des Lichts ebenso wie des Schattens, an den Meilensteinen ihrer Existenz. Lange Strecken dazwischen bleiben gänzlich im Dunklen, erschließen sich nicht, wie ein Kaleidoskop, das sich weiterdreht und kurz darauf ein anderes Bild präsentiert, zusammengesetzt aus den gleichen Steinchen und doch ganz neu. Nichtsdestotrotz hatte ich schon bald das Gefühl, Oda zu kennen, ihre Zerrissenheit, ihre Motivation, ihre sperrige, aber liebenswerte Art. Sie, die sich nie in eine Form hat pressen lassen, die immer versucht, ihren Weg zu gehen, möglichst ohne jemandem wehzutun, aber auch ohne sich selbst zu verleugnen – das Dilemma des Lebens, und zugleich seine wunderbare Schönheit. Wo kämen wir hin, wenn wir nicht mutig wären. Fein geschrieben, klug, anmutig, witzig – und mit der skurrilsten Hochzeit, von der ich je gelesen habe. "Alles wird hell" sollte man sich nicht entgehen lassen.

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  • Odas Leben

    Alles wird hell

    Buecherschmaus

    19. August 2015 um 18:04

    Leicht macht es Julia Jessen mit ihrem Debütroman weder sich selbst noch dem Leser. Auch wenn das Buch beginnt wie einer der gerade hoch im Kurs stehenden Coming-of-age-Romane.  Denn die Hauptfigur Oda ist zunächst keine besondere Sympathieträgerin. Sie ist sperrig, störrisch, eigenwillig. Hat  "Angst, dass ich alles einfach nur genauso mache wie alle anderen. Und dabei verblasse." "Es muss anders gehen mit mir. Es muss ja nicht besser sein. Nur anders."  Und in ihren Bemühungen, sich selbst und ihren Platz im Leben zu finden, was in ihrer eigenwilligen Familie sicher nicht ganz einfach ist, schießt sie oft über ihr Ziel hinaus. Das kann sich lediglich in eigentümlichen Tanzperfomances äußern, aber auch darin, dass sie auf der Hochzeit ihrer Tante den Bräutigam verführt. Oda ist sehr reflektiert, aber ihr Denken kreist fast ausschließlich um sich selbst und ihr eigenes Verhalten sieht sie ziemlich unkritisch und rechtfertigt es stets vor sich selbst.  Das ändert sich auch nicht, wenn der Roman allmählich in die Geschichte der 40jährigen Oda übergeht. Diese ist in ihrer Beziehung eigentlich ganz zufrieden gewesen. Nun möchte ihr Freund Ulf aber kein zweites Kind mit ihr. Das wirft sie ziemlich aus der Bahn.  Ist das noch einigermaßen verständlich, so sind ihre Reaktionen darauf ziemlich unreif, nicht zuletzt die Wiederaufnahme ihres Verhältnisses mit dem Quasi-Onkel Niels (dem von der Hochzeit).  Überhaupt sind die Familienbande trotz aller Querelen und Zerwürfnisse immer präsent.  " Ja, Familie ist wie Musik, denke ich. Ein Zusammenspiel. Jeder mit seinem Instrument. So gut er eben kann. Und vorne dran steht der Notenschlüssel."  So ist "Alles wird hell" auch ein Familienroman. Ein Roman über eine recht eigenwillige Familie, in der besonders die Frauenfiguren sehr prägnant geschildert werden.  Julia Jessen schafft damit Charaktere, die man so bald nicht vergisst. Und das mit einer schönen, klaren aber auch poetischen Sprache.  Nur mit Oda und ihrem Hadern in der Lebensmitte konnte ich mich lange nicht anfreunden. Aber da macht der Roman noch einmal eine Wende, die für mich ganz unvermutet kam und begleitet Oda bis ins hohe Alter. Zunächst als ihren schwer kranken Mann Ulf aufopferungsvoll pflegende Frau, dann als Witwe und schließlich aufs Sterbebett. Das kam für mich recht überraschend, da die Autorin in keinem Abschnitt irgendwelche direkten oder indirekten Zeithinweise gibt. Eine irgendwie zeitlose Geschichte sozusagen.  Und da hat mich das Buch dann doch sehr für sich eingenommen. Die Geschichte rundet sich, Oda macht eine ziemliche Entwicklung durch.   "War es so? Es könnte so gewesen sein. Es fühlt sich an, als wäre es so gewesen." Mehr können wir über das Leben eines Anderen nicht erfahren. Es ist schon ein Wagnis, mit einem Roman, noch dazu mit einem Debüt ein ganzes Leben, die Entwicklung vom Kind bis zur sterbenden Frau, zu umfassen. Julia Jessen hat es sich damit nicht leicht gemacht. Aber es ist ihr gelungen.

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  • Ein sehr berührendes Buch

    Alles wird hell

    Corsicana

    24. July 2015 um 12:35

    Das Buch erzählt das Leben von Oda. Erzählt wird (sehr kunstvoll gemacht) in den wenigen Minuten zwischen Leben und Tod aus der Retrospektive. Es wird nicht monumental die gesamte Lebensgeschichte ausgebreitet, sondern es werden die wichtigsten Momente und Meilensteine in Odas Leben erzählt. Da ist das Kind, das erstmals gesetzte Grenzen überschreitet. Die 16jährige, die gleichzeitig den Tod ihrer Urgroßmutter, die Hochzeit ihrer Tante und ihre erste sexuelle Erfahrung erlebt. Die fast 40jährige Ehefrau und Mutter, deren Lebensplanung und Ehe zu zerbrechen drohen - und die einen sehr unkonventionellen Weg geht, um damit umzugehen. Und die alte Frau, die wieder einen eher unkonventionellen Entschluss fast, als es um den Tod geht. Das alles ergibt ein rundes, realistisches Bild eines Lebens. Eines gelebten - oder wie Oda es wohl empfunden hätte - getanzten Lebens. Den Oda ist Tänzerin. Und wenn sie etwas ausdrücken oder empfinden möchte, dann tanzt Oda. Tanzen war mir bisher eher fremd - jetzt würde ich doch gerne einmal in eine Tanzvorstellung gehen. So sehr hat mich das Buch beeindruckt. Wie mir überhaupt das Buch neue Impulse gegeben hat. Und mich vor allem tief im Inneren sehr berührt hat. Mir sind oft die Tränen gekommen. Nicht, weil das Buch so traurig ist - nein, weil die Geschichte berührt. Mir persönlich war Oda sehr nahe.  Warum kann ich gar nicht genau beschreiben. Die Sprache des Buches ist schön, bildhaft - aber trotzdem klar und gut verständlich  Es gibt viele Bilder, Metaphern und  Beschreibungen von Gefühlen und Assoziationen. Das erzeugt insgesamt ganz eigene Atmosphäre. Alles das zusammen macht für mich ein Meisterwerk aus.  Und so empfinde ich dieses Buch. Dieses Buch war für mich persönlich das Lese-Highlight des Jahres.

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  • Familienbilder

    Alles wird hell

    czytelniczka73

    11. July 2015 um 16:06

    "Und jetzt denke ich an das Dunkle.Die kleinen Geheimnisse,die wir haben.Und das Helle.Das,was alle sehen können.Und ich frage mich,ob es Menschen gibt,die immer nur hell oder immer nur dunkel sind.Und ob eine Familie nicht sichtbar sein müsste füreinander"(Seite 24)   Inhalt: " Es ist Odas Geschichte, die Julia Jessen in ihrem wunderbaren Debüt erzählt, die Geschichte einer Frau, die das Glück familiärer Beständigkeit wie das der kleinen Fluchten kennt, die sich nicht in den widersprüchlichen Anforderungen eines »modernen« Lebens verliert, die unkonventionelle Entscheidungen trifft und nicht damit hadert. Da ist das kleine Mädchen, die erste Lüge und das Gefühl von Freiheit. Da ist die provozierende Sechzehnjährige, der gnadenlose, dennoch liebevolle Blick auf die Verwandtschaft und die erste sexuelle Erfahrung. Da ist die junge Frau, die sich ein zweites Kind wünscht, und ihr Mann, der diesen Wunsch verweigert. Wie wird man damit fertig, ohne sich zu trennen? Wie kann man Entfremdung überwinden, die Liebe bewahren? Bis ins Alter? Davon erzählt dieser großartige Roman eines Lebens. Ganz und gar gegenwärtig. Und alles wird hell."   Meinung: Eine Familie kann ein Segen oder auch ein Fluch sein-in Odas Fall ist es eine Mischung von beidem.Zwar ist die Familie nicht sehr groß,aber sehr präsent und vor allem von starken Frauen geprägt.Seit ihrer Kindheit versucht Oda ihren Platz in der Familie einzunehmen und gleichzeitig ihre Persönlichkeit und Individualität aufzubewahren."Alles wird hell" erzählt verschiedene Etapen aus Odas Leben (meisten mit großen Familienfesten verbunden),von der Kindheit bis zu Lebensende.Diesen Roman zu lesen war für mich wie im fremdem Fotoalbum durchzublättern:sehr interessante Momentaufnahmen ,aber leider zu wenig um die Familie richtig  zu verstehen.Ich fand die Geschichte recht interessant,aber mir hat inhaltlich doch irgendwas gefehlt.Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen,angenehm zu lesen und sehr bildhaft.Zweifellos ist Oda eine sehr interessante Protagonistin,ich hatte aber paar Schwierigkeiten mit dem Charakter.Als Teenager   war mir Oda zu wild und zu sehr von sexuellen Frustration geprägt,als 40-jährige zu egozentrisch...Erst die 80-jährige Oda fand ich richtig sympathisch und erst der letzte Abschnitt der Geschichte hat mich emotional bewegt.   Fazit: Es hat mich nicht ganz überzeugt,aber ich finde das Debüt doch recht gelungen.  

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  • überraschendes buch

    Alles wird hell

    Biankas_Buecherkiste

    25. May 2015 um 12:16

    Dieses Buch war zu Beginn etwas verwirrend. Bei mir hat es ein wenig gedauert, bis man wirklich in die Handlung und somit das Verständnis gefunden hat, worum es in diesem Exemplar überhaupt geht. Ich war skeptisch, was dieses Buch zu bieten hat. Letzten endlich hat es mich überzeugt, da man ein Leben liest, wo alles passiert. Es passieren nicht nur schöne gute Dinge, es passieren auch schlechte Dinge, die verarbeitet werden. Das Buch umfasst immerhin ein ganzes Leben. Vom kleinen Mädchen zur Sechszehnjährige in der Pubertät, bis zur älteren Frau. Dazwischen auch einen Abschnitt als Vierzigjährige mit einem weiteren Kinderwunsch. Das Buch hat soviel Gefühl zu bieten, wie ich bisher noch keines gelesen habe. Die tiefe Art und Weise verwandelt das Buch in eine tiefgründige Geschichte, die auch mal traurige Züge annimmt. Es steckt soviel in diesem Roman, dass man auch an sein eigenes Leben nachdenkt. Es steckt immerhin ein ganzen Leben in diesem Roman. Der Band hat überzeugt. Nach anfänglicher Skepsis ist es doch ein schönes Roman zum Nachdenken.

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  • Ein überwältigender Anfang, später leider sinkende Begeisterung

    Alles wird hell

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. May 2015 um 16:41

    Das Buch umspannt das gesamte Leben der Protagonistin Oda. Es beginnt mit Szenen aus der Kindheit und dem Teenageralter, mit der ersten erzählten Lüge und mit dem Erwachen von Odas Sexualität. Im Mittelteil des Buches ist sie dann schon verheiratet, glücklich und mit einem Kind. Sie hat sich schon immer ein zweites gewünscht, und als ihr Mann ihr gesteht, dass er das eigentlich nie wirklich wollte, fühlt sie sich verraten und entfremdet, die Ehe muss eine große Krise überstehen. Es fällt mir schwer, eine einheitliche Meinung zu diesem Roman darzustellen, da mir die einzelnen Teile wirklich sehr unterschiedlich gefielen. Sehr begeistert war ich vom Anfang, als Oda eine Teenagerin war – die Art, wie sie trotzig und wütend in die Welt blickt, über ihre Familie urteilt und dennoch nie ihre Liebe zu diesen Menschen verbergen kann, das alles schien mir sehr wahrhaftig und echt. Auch ihre ständige Zerrissenheit zwischen Arroganz und unglaublich starkem Selbstzweifel, sowie der unbändige Wunsch nach Freiheit und Selbstexpression, gefielen mir sehr. Sie kam mir wie eine sehr überzeugende Teenagerin vor, nicht überspitzt und satirisch verachtend, aber auch nicht auf Sympathie setzend glattgebügelt. Toll! Auch das Ende des Buches wartete mit einem Handlungsstrang auf, den ich sehr berührend fand, und den ich hier natürlich nicht verraten werde … Bleibt also nur noch die Mitte für den Part, den ich etwas enttäuschend fand. Ich weiß nicht ganz, woran es lag, aber hier ging für mich meine Bindung zum Buch stark verloren. Vielleicht, weil ich mich in die oben angesprochene Situation mit der Ehe und dem Kinderwunsch nicht wirklich hineinversetzen kann, aber ich glaube nicht, dass das nur daran liegt – wenn ich nur Bücher mögen würde, in deren Handlung ich mich komplett wiederfinde, wäre ich ja unmöglich zu begeistern, und dem ist nicht so. Es war eher so, dass mich im Mittelteil sowohl der Schreibstil als auch Oda ein wenig nervten. Was den Stil betrifft - ich werde wohl einfach kein Freund von kurzen, knappen Sätzen. Gerade in Bezug zum Plot, der Entfremdung zu ihrem Mann und irgendwie zu ihrem eigenen Leben, kann ich die Wahl eines Stils, der irgendwie distanziert und “befremdlich” wirkt, zwar verstehen, aber statt mich Oda und ihrer Innenwelt näher zu bringen, bewirkte er leider das Gegenteil. Das war auch so ein Problem: dadurch, dass der Stil oft so verkürzt war, oft nur aus Sätzen a la “er tut dies, ich tue jenes” bestand, fehlte mir der Blick in Oda hinein, was sie dann für mich ein wenig unsympathischer machte. Sie schien mir oft zu gedankenlos zu handeln, bzw. Dinge passiv passieren zu lassen (selbst wenn sie scheinbar aktiv Entscheidungen trifft), ohne sich tiefer mit etwas zu beschäftigen. Dies wahr wahrscheinlich nur der Eindruck, den ich gewann (vor allem, da ihre Charakterisation als Teenagerin sie eher aktiv und nachdenklich erscheinen lässt), doch minimierte es meinen Genuss schon ein wenig. Selbst die Metaphern, die vielleicht als Stütze dienen sollten, blieben mir zumeist zu vage und zufällig. Zwar geht es in dem Buch ja stark darum, was nicht gesagt wird, nicht gesagt und gewusst werden kann, aber ich persönlich hätte das halt lieber nicht auch auf die Kommunikation zwischen mir und dem Roman übertragen müssen. ;-)  Es gab zwar einige sehr schöne Stellen und Bilder, ich mochte die Gedanken über die Familie sehr gerne, und über das Tanzen, aber überwältigt hat mich das Buch nicht – bis auf den Anfang, wie gesagt. Ich wünschte, das wäre so weiter gegangen, wie die ersten 100 Seiten es mir zu versprechen schienen!

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  • Wenn der Boden bebt, soll man tanzen

    Alles wird hell

    Ginevra

    13. April 2015 um 15:46

    Dieser außergewöhnliche Debut-Roman der Schauspielerin und Autorin Julia Jessen beschreibt das Leben der Tänzerin Oda und ihrer Familie. Oda bringt Dinge ans Tageslicht, die andere nicht wahrhaben wollen - und setzt damit einiges in Bewegung, was das fragile System ihrer eigenen "Tintenfischfamilie" ins Wanken bringt, aber letztlich immer befreiend wirkt. Als Kind schockiert Oda mit unbequemen Fragen. Als Jugendliche deckt sie den schwelenden Konflikt zwischen der verbitterten Oma Hella und ihrer Mutter, der eigensinnigen Betty, auf. Als erwachsene Ehefrau und Mutter bricht sie ihr Ehegelübde - und rettet damit sich selbst - wie auch ihre festgefahrene Ehe. Als alte Frau bricht sie mit dem Tabu der Sterbehilfe. Oda stellt viele Fragen, als sie jung ist - und findet im Laufe ihres Lebens Antworten. Die Wahrheit tritt aus der Dunkelheit ans Licht, und an Ende "wird alles hell"... Julia Jessen, geb. 1974, studierte Literaturwissenschaften, brach ab, um eine Schauspielausbildung zu absolvieren. Sie spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Seit 2010 betreibt sie ein eigenes Institut für Schauspiel und Persönlichkeitsbildung. Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen, da er in einer ganz eigenartigen, poetischen, nachdenklichen Sprache geschrieben ist. Anfangs brauchte ich einige Seiten, um mich voll und ganz auf diesen "Gedankenstrom" der eigenwilligen Oda einzulassen, doch dann wurde das Lesen geradezu zur Sucht. Besonders beeindruckt hat mich die Weiterentwicklung der Figur, die sich auch in der Erzählsprache zeigt. Viele Stellen haben mich besonders berührt, z.B. die Trauerrede von Odas Vater (S. 70): "Auf gute, leichte Gedanken und schwere Herzen. Lasst uns heute die Hochzeiten und die Tiefzeiten verbinden... Wenn einem der Boden unter den Füßen bebt...dann sollte man tanzen!" Oder Odas "Midlife-Crisis": "Denn es ist schrecklich, immer so müde zu sein. Und es ist schrecklich, wenn niemand schuld ist, nur das Leben, das einfach so vorbeiwellt. Und es ist wunderbar, wenn man aufwacht." Fantasievolle Bilder runden die Geschehnisse ab: Oda tanzt "den Staub in der Luft", und manchmal tanzen die Worte "Breakdance auf der Zunge". Fazit: ein lesenswertes Buch, das zum Träumen einlädt, und auch zum intensiven Betrachten des Augenblicks. 5 von 5 Sternen!

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  • Ein Leben - mal dunkel und mal hell

    Alles wird hell

    vielleser18

    Julia Jessen lässt ihre Protagonistin Oda erzählen, sich erinnern. Was bleibt am Ende ? Welche Begegnungen haben die tiefsten Eindrücke hinterlassen ? Zahlreiche Tage ziehen an ihrem Auge vorbei. Tage, an denen Oda viel gefühlt hat. Denn Gefühle hinterlassen Spuren. Es sind die schönsten Tage, die dunkelsten Stunden, das sind die, die bleiben. Es ist Julia Jessens ganz besonderer Schreibstil, der mich von Anfang an gefesselt hat. Der mich gefanngen genommen hat. Wir tauchen ein in Oda, können uns mit ihr identifizieren. So klar sind ihre Gedanken, Emotionen. So nachvollziehbar. So ehrlich. Und ich habe mir genau vorstellen können, dass es so jemanden wie Oda tatsächlich geben kann. Auch die Entwicklung von der jungen, fünfjährigenOda, dann die sechzehnjährige, über die fast vierzigjährige, bis hin zur alten Oda, ist realistisch. Die Veränderungen der Gedanken, der Taten, von jung bis alt, ist absolut nachvollziehbar. Der Sprache von Julia Jessen ist schnörkellos einfach. Keine Bandwurmsätze, sondern punktiert auf den Punkt gebracht, im wahrsten Sinne des Wortes. Immer wieder sind es gerade die kürzesten Sätze, die die Emotionen freilegen. Ein Beispiel: " Und ich bin sogar ganz glücklich beim Schlafen. Zwischendurch. Es ist so. Ich kann es nicht ändern gerade. Mein Leben steht irgendwie im Regal, denke ich. Und alles ist doch gut. Eigentlich ist doch alles gut. Ich habe eine sehr schöne Sammlung da. Im Regal." (S. 116/117) "Wenn man etwas in einem Loch verbuddelt, ist es fort. Man sieht es nicht mehr. Man hat es nach unten verschoben. Unter die Oberfläche, auf der das Leben sich bewegt. Es steht nicht mehr im Weg rum. Und es ist mir ganz klar, dass ich das tun muss. Ich werde begraben müssen .So einiges......." (S. 215) Sie lässt Oda als Ich-Erzählerin erzählen und in der Gegenwartsform. So können wir in ihre Haut schlüpfen. Es ist ein lebendiger Schreibstil, mit viel wörtlichen Reden, mit einer großen Familie, die alle etwas zu sagen haben, die Oda durch ihr Leben begleiten. Die Geschichte einer Frau, deren Leben nicht nur eitler Sonnenschein ist, die sich finden muss, die ausbrechen will, aber nicht kann, die Schicksalsschläge zu verkraften hat, Wege finden muss und deren Leben gar nicht so außergewöhnlich ist. Eine Geschichte, die einem zum Nachdenken bringt - über das Leben, die Vergänglichkeit und über das was man eigentlich will. Ein Buch, das poetisch und realistisch zugleich ist. Bei dem man genußvoll lesen kann, das einem aber auch ans Herz und unter die Haut geht.

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    • 3

    19angelika63

    17. March 2015 um 10:49
  • Und am Ende wird alles hell

    Alles wird hell

    19angelika63

    Klappentext Da ist das kleine Mädchen, die erste Lüge und das Gefühl von Freiheit. Da ist die Sechzehnjährige, der gnadenlose, dennoch liebevolle Blick auf die Verwandtschaft und die erste sexuelle Erfahrung. Da ist die junge Frau, die sich ein zweites Kind wünscht, und ihr Mann, der diesen Wunsch verweigert. Wie wird man damit fertig, ohne sich zu trennen? Wie kann man Entfremdung überwinden, die Liebe bewahren? Bis ins Alter? „Mein Leben ist ein bunter Teppich, der sich vor mir ausbreitet. Bis jetzt habe ich nur die Rückseite des Teppichs gesehen. Diese vielen bunten Fäden, lauter lose Enden, Knoten und Verknüpfungen, die keinen Sinn ergeben haben. Nichts passte. Aber jetzt breitet sich dieser Teppich vor mir aus. Alle Farben. Sie rauschen durch diese graue Halle wie Flutwellen. Und da ist es. Das Muster. Auf der anderen Seite von all diesen Knoten und Verknüpfungen ergibt sich ein Muster.“ (Seite 99) Im ersten Abschnitt ist Oda fünf Jahre alt. Sie widersetzt sich das erste Mal den Anordnungen ihrer Großmutter, und als alles aufzufliegen droht, lügt sie. Es ist ihre erste Lüge, und ich als Leser erlebe wie es sich für Oda anfühlt zu lügen. „Ich sehe den ruhigen Flug des Staubs und denke plötzlich: Das würde ich gern tanzen. Einfach weil ich dieses sanfte Gleiten und Wirbeln spüren kann. Und irgendwie hat das mit mir zu tun. Der Staub. Und wie er wirbelt. Sollten wir eine Seele haben, dann stelle ich sie mir so vor.“ (Seite 28) Oda ist sechzehn Jahre alt im nächsten Abschnitt. Ich erlebe eine rebellische Oda und erinnere mich an meine eigene Jugend. Immer contra gegen die Eltern, auch obwohl diese ja eigentlich Recht haben. Aber dennoch, die Devise lautet … immer dagegen sein. Sie hasst die Schule, und möchte am liebsten gleich Tänzerin werden, der Bruder ist doof und die Verwandtschaft einfach nur langweilig und öde. Auf der Hochzeit ihrer Schwester, zu der sie aus Protest schwarz trägt, stirbt ihre Urgroßmutter. Doch dieser Tag wird zu einem besonderem in Odas Leben. Denn neben den schon erwähnten Ereignissen, hat Oda an diesem Tag ihre ersten sexuellen Erfahrungen. „Das dunkle, kalte Wasser nimmt mir kurz die Luft zum Atmen. Und dann denke ich, wie dünn die Linien sind. Zwischen dem, was ist, und dem, was sein könnte. Und dass man die Vorzeichen alle ändern kann. Die für sich. Die für die anderen.“ (Seite 57) Dritter Abschnitt. Oda ist vierzig Jahre alt. Sie lebt mit ihrem Mann Ulf (sie sind jedoch nicht verheiratet) und ihrem kleinen Sohn in einem beschaulichen Heim. Doch zu ihrem Glück fehlt noch ein weiteres Kind. Ulf möchte jedoch kein weiteres Kind haben. Das stürzt Oda in eine Krise. Sie hinterfragt ihr Leben … ob alle bisherigen Entscheidungen gut so waren … wie es weiter gehen soll … ob es ein weiteres Leben mit Ulf geben kann … Sie begeht eine folgenschwere Entscheidung … „Und ich atme einfach nur ein. Und aus. Und ein. Und aus. Und denke, dass so das Leben ist. Ein und aus. Und das alles, was falsch ist, gleichzeitig richtig ist. Und andersherum. Und dass einen niemand sehen kann. Bis man raushat, wie man sich zeigt.“ (Seite 92) Im letzten Abschnitt ist Oda weit über achtzig Jahre alt. Sie pflegt und begleitet ihren schwerkranken Mann auf seiner letzten Reise. Aber es ist auch noch einmal eine Reise in ihr inneres Ich. Ein Zurückblicken auf ihr Leben. Ihre Entscheidungen. Ihre Liebe. Und dann … „Es muss die Müdigkeit sein. Meine Gedanken. Sie tragen mich fort. Ich blinzle gegen die Sonne. Es ist nur Müdigkeit. Sein kranker Körper, den ich stützen und halten muss. Baden. Trösten. Lieben. An all den Tagen. Und die Liebe ist wie ein See geworden. Tief. Ruhig. Fast unbeweglich. In vielen Schichten. Warm, kühl. Klar. Immer. Eine Ewigkeit an Wasser. Jahre voller Wasser. Ein See, der fließen kann wie ein Fluss.“ (Seite 243) Was für ein wundervoller Roman. Voller Poesie, Wärme und Liebe. Am Anfang ist mir Oda noch etwas fremd. Doch mit jeder Seite mehr, sehe ich mich in ihr. Am stärksten verbunden fühle ich mich ihr als sechzehnjährige und als vierzigjährige. Vielleicht liegt es daran, weil ich das Gefühl habe, ich bekomme in einigen Situationen einen Spiegel vorgehalten. Oda ist eine solch reale Person, dass sie auch meine Geschichte erzählen könnte. Auch die achtzigjährige Oda berührt mein Herz. In ihren Gedanken zum Tod gibt sie mir das Gefühl, dass alles gut wird und dass am Ende, wenn wir gehen … alles hell wird ♥♥♥ „Meine Liebe ist ein See, in den ich springe. Ich sinke durch alle Schichten. Warme und kalte. Bis zum Grund. Dort unten lege ich mich zur Ruhe.“ (Seite 250) Julia Jessen hat mich mit ihrem Debüt vollkommen überzeugt. Ihr Stil ist eigenwillig. Die Kurzen und prägnanten Sätze treffen mich als Leserin mitten ins Herz. Die Sprache ist voller Poesie, Wärme und Liebe. Ein Buch, das noch lange in mir nachwirken wird und ich kann nur sagen … unbedingt lesen!!!

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    • 8

    dicketilla

    15. March 2015 um 10:29
    parden schreibt Klingt mal wieder ganz nach meinem Geschmack!

    Schließe mich Anne an ;-)

  • Alles wird hell

    Alles wird hell

    Looony

    03. March 2015 um 10:07

    Julia Jessen - Alles wird hell ***** „Alles wird hell“: Ein Roman. Ein Leben. Dein Leben. Mein Leben. Ein Roman wie ein Leben. Auf und ab, wartend und rennend, plätschernd und reißend. Und immer auf der Suche nach dem Sinn, der Wirklichkeit, der Wahrhaftigkeit. Der Roman erzählt die Geschichte von Odas Leben, alltäglich und bedeutsam zugleich. Wie in Streiflichtern bekommt der Leser einen Einblick in die entscheidenden Wendepunkte, die Oda zu der Person gemacht haben, die sie ist und ihr Leben zu dem, wie es erscheint und wie es wahrhaftig ist! Der Leser taucht gemeinsam mit der am Ende ihres Lebens stehenden Oda ein in deren Leben, beleuchtet es von allen Seiten, den hellen wie den dunkeln. Dabei wird Oda hell und immer heller, Stück für Stück, Seite für Seite. Bis der Leser sie am Ende sehen kann. Ganz deutlich. So wie sie ist. Mit allem. Auch, wenn sie ganz dunkel ist und das ist sie nicht selten. Am Ende wird alles hell. Für Oda und den Leser. Der Roman ist ein Suche nach dem, worauf es wirklich ankommt im Leben: Gesehen zu werden und andere zu sehen! Sich selber und andere zu spüren. Sich nicht von der Müdigkeit des Alltags und dem zermürbenden Trott des Lebens unterkriegen zu lassen, wach zu bleiben, immer wieder für sich und andere und vor allem für die Liebe zu kämpfen. Nicht zuletzt konnte „Alles wird hell“ mich auch sprachlich überzeugen: Voller Poesie und trotzdem in einer wahnsinnigen Direktheit und Unmittelbarkeit durch kurze prägnante Sätze. Die Sprache transportiert Emotionen, wie ich es selten bei einem Roman erlebe. Ich habe Absätze wieder und wieder gelesen und sie haben mir Tränen in die Augen getrieben ohne, dass ich direkt sagen, mit Worten ausdrücken könnte warum. Die Autorin lässt Bildern, Träumen und Metaphern sprechen. Die Protagonistin Oda ist wie die Autorin selber eine Künstlerin, Oda Tänzerin, Julia Jessen Schauspielerin. Das spürt man in jedem Satz, im Blick auf die Welt, auf Beziehungen und Menschen, in der Art sich auszudrücken und zu spüren. Das Ende ist für mich das Herzstück des Romans, das, was ihn zu dem macht was er ist. Stille Tränen sind geflossen – eine besondere Art der Traurigkeit, die weniger Traurigkeit als tiefes Gefühl von Wahrhaftigkeit und unvollkommener Erfüllung war. Ein Gefühl, das mit der Geschichte von Odas Leben, aber auch mit meinem eigenen, meinen Entscheidungen und Wünschen und Sehnsüchten zu tun hatte. Und mit dem Leben an sich. „Alles wird hell“ ist ein wunderbares Debüt, das sich tief in meinem Herzen verankert hat. Ich bin unendlich froh diesen Roman entdeckt und erlesen zu haben. Eine wahre Bereicherung! Einmal darauf eingelassen lässt es seine Leser nicht wieder los, fordert sie auf aufzuwachen, zu spüren, der Helligkeit und dem Licht entgegenzugehen.

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  • Was war und ist das für ein Leben, das man nur einmal lebt?

    Alles wird hell

    VeraPestel

    18. February 2015 um 13:38

    Oda erzählt aus ihrem Leben. Sie ist fünf Jahre alt und im Garten ihrer Großmutter unterwegs, als wir auf sie treffen, von da ab mit ihr gehen. Die nächste Station ist ihre Pubertät. Sie rebelliert, trägt schwarz auf einer Hochzeit und ist letztendlich passend angezogen. Sie beobachtet ihre Familie, fühlt sich fremd und fern und hegt manchmal den Wunsch unsichtbar zu sein, nicht teilnehmen zu müssen, nicht entscheiden zu müssen. Unsichtbar wird man in Ruhe gelassen, wird fast neutral. Und dann ist Oda schon Vierzig. Sie hat einen Partner und einen fünfjährigen Sohn. Sie wünscht sich ein weiteres Kind. Wo befindet sich die eigene Position in diesem Leben, wie gehen wir mit uns selbst um, ja, wie fühlen wir uns im Detail? Über diese Frage huschen viele, Oda bleibt kurz stehen und fragt, überlegt. Das was sie will ist nicht immer das, was die anderen wollen. Sie will noch ein Kind, ihr Freund aber nicht. Führt dieser Konflikt zu einer Lösung, übersteht er die Partnerschaft? Und wird sie ihm das jemals verzeihen können? Sie ist durcheinander, benimmt sich daneben, wirkt irrational und versteht sich dabei selbst nicht. Sie schaut sich zu und findet sich selbst oft unmöglich, erkennt, dass sie das Verhalten ihres Vaters oder einer alten Lehrerin kopiert, aber gar nicht so sein will. Vieles liegt im Dunkeln. Die Lügen und Heimlichkeiten, die im Laufe des Lebens angesammelt werden, weil man nicht durchgehend ein ehrliches Leben führt. Kompromisse eingeht. Sich ablenkt und auf der Suche nach Antworten und Lösungen ist. Manchmal verliert man sich. Findet wieder zurück. Kann aus Abstand wieder Nähe machen. Dann wird es hell. Dunkel fühlt sich Oda auch oft in der Familie. Familie bedeutet nicht, dass sich alle Personen gut kennen. Sich einig sind. Im Gegenteil. Die familiäre Nähe ist eine erzwungene, in der man Abstand nimmt. Vieles wird nicht ausgesprochen und wenn doch, ist es eine Konfrontation, so viele Dinge sollen im Dunkeln bleiben, dort liegen sie ruhiger, stören niemanden. Durch das Aussprechen werden sie in die Helligkeit gezerrt, beleuchtet, wahrgenommen. Schließlich ist Oda über Achtzig. Sie wohnt immer noch in ihrem Haus, hat Enkel. Es ist die letzte Station in diesem Buch, die eindringlichste und stärkste. Wurde uns Oda oft unverständlich in ihren Vierzigern, glättet sie diese Zeit im Nachhinein durch ihre Reife. Wir sind nur Menschen, mit Fehlern und Lügen. Und wie hört man auf? Wie fällt der Rückblick aus? Was war und ist das für ein Leben, das man nur einmal lebt? Julia Jessen erzählt langsam. Ihre kurzen Sätze werden nicht zu einem Stakkato, sondern sie lassen uns kurz absetzen, Punkt, einatmen, weiterlesen, ein neuer Satz beginnt, der eigentlich zum Vorherigen gehört, unerhört getrennt und doch eins. Wir setzen zusammen. Ihre Sprache ist so eigenwillig wie die Person Oda. Beides verschmilzt zu einer kompakten, grandiosen Gesamtheit. Sie kippt Odas Leben über uns, mit allen Freuden und dem Leid. Als Mensch und Leser musste ich heulen. Oda war mir nach den vielen Seiten so vertraut, das Leben so nah, zerbrechlich und endlich, und sie lässt mich in Aufruhr zurück und was mir bleibt, ist die Aussicht, dass es bestimmt hell wird. Videobesprechung folgt.

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  • Ihre Familie zwingt sie, Geheimnisse zu haben.

    Alles wird hell

    JulesBarrois

    11. February 2015 um 11:52

    Es wird nicht viel geredet. Trotzdem kommt einiges ans Licht. Aus dem Leben von Oda und ihrer Familie. Oda ist Hauptperson und Erzählerin in einem. Sie nimmt uns mit auf eine Reise zu den wichtigsten Stationen ihres Lebens. In vier großen Kapiteln erleben wir: Oda als 5-Jährige in einem kurzen Vorspannkapitel. „Dahin soll ich nicht, sagt Oma. Nachbars Garten ist verboten.“ (Seite 9) In Aufbrüche versucht die pubertierende 16-jährige Oda sich zurecht zu finden. „Es ist ein Universum aus Staub. Und es dreht sich ganz sanft.“ (Seite 91) In Dornröschens Traum die 40-jährige Oda. „Und immer wieder ist es mir so schwer. Das mit den richtigen Worten. Und dem richtigen Zeitpunkt.“ (Seite 109) In Entfremdung Oda mitten im Leben „Die Tage sind ineinander geflossen und ich höre mir zu wie ich nichts sage.“ (Seite 113) „Alles ist in ihr klein geworden. Die Wunder, die Gedanken, sogar die Sehnsucht.“ (Seite 116) In Abschiede, Oda als über 80-Jährige ältere Dame. „Ich versuche mich zu erinnern, wie man im Sommer in der Wärme sitzt, jung und mit nackten Armen. Und der Körper so kräftig ist, so aus allen Nähten platzt.“ (Seite 240/241) Neben Oda treten auf: Tante Anneke und ihr Mann Nils, ihr eigener Mann Udo, Odas Bruder Kalle, Hella ihre Großmutter und ihr Opa Ludwig, Berry ihre Urgroßmutter, die Mutter von Hella, Fritz ihr Vater und ihre namenlose Mutter (irgendwann ganz spät erfahren wir in einem Nebensatz, dass sie Luisa heißt). Dieser Roman ist nicht Plot orientiert. In einzelnen Szenen zeigt uns Oda in einem bunten Kaleidoskop die Stärken und Schwächen ihrer Familie und ihr eigenes Leben, ihre Sehnsüchte, ihre Abgründe, ihr Leben als Tänzerin. „Oda hat ihre eigene Art zu tanzen.“ „Dann verstehe ich. Dass sie gar nichts verstanden hat. Ich hab mich nämlich für gar nichts geschämt. Für gar nichts.“ (Seite 98) Julia Jessen schreibt eine schnörkellose Prosa. Kurz. Schonungslos. Fast spröde. Sie lässt dem Leser viel Raum um unter die Oberfläche zu tauchen und seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. Ein Roman für denkende Leser. Sehr zu empfehlen.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Antje Kunstmann-Verlages: http://www.kunstmann.de/titel-0-0/alles_wird_hell-1044/  

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  • Es bleibt dunkel, um was es letztlich der Hauptperson geht

    Alles wird hell

    WinfriedStanzick

    06. February 2015 um 10:54

    Ausgesprochen gerne nehme ich Bücher zur Hand von Autorinnen und Autoren, die zum ersten Mal sich mit einem Roman auf den Büchermarkt wagen und denen es, manchmal nach langen vergeblichen Versuchen gelungen ist, einen Verlag davon zu überzeugen, dass ihr Debüt es wert ist, einem breiten Publikum präsentiert zu werden. Und nicht selten war ich in den letzten Jahren sehr positiv überrascht, von dem, was ich da entdeckt hatte. Zunächst ging mir das mit dem hier anzuzeigenden Debütroman der 1974 geborenen und in Hamburg lebenden Julia Jessen ebenso. Mit einer knappen, hauptsächlich aus kurzen Hauptsätzen und immer wiederkehrenden Wiederholungen bestehenden Sprache soll der innere Zustand der ich-erzählenden Hauptperson charakterisiert werden.  In einem ersten Teil geht es um die kleine Oda, gerade einmal fünf Jahre alt. Schon in diesem Alter, versucht sie ihre Grenzen auszuloten, sich abzunabeln und sich mit der ersten Lüge einen Vorteil zu verschaffen. Ein überwältigendes Erlebnis: „Die Tränen habe ich abgewischt. Jetzt fühle ich mich wie eine Fee. Oder ein Zauberer. Ich habe ein Geheimnis. Und das werde ich behalten, denke ich.“ Im nächsten Hauptteil geht es um „Aufbrüche“. Oda ist mittlerweile 16 Jahre alt und sie schildert auf eine urkomische Art die Vorbereitungen und die Durchführung der Hochzeit ihrer Tante Anneke mit dem angehenden Arzt Nils. Auf der Insel Sylt findet alles statt und eine Schamanin ist beauftragt, die Zeremonie zu gestalten. Die wird jedoch durch das Auftauchen der Urgroßmutter Betty und deren von ihr geplanten spektakulären Tod (sie fällt in die Fischsuppe!) erheblich gestört und durcheinander gebracht. Doch bei aller Schrägheit und Unübersichtlichkeit: die Familie, in der Oda lebt, trägt sie mit ihren vielfältigen Strukturen und Personen. Aber bei aller Geborgenheit spürt sie, dass ihr etwas fehlt. Sie flieht die Dunkelheit und strebt ins Helle, von dem sie nicht genau weiß, was das sein könnte. In einem dritten Teil ist Oda schon einige Zeit mit dem Unternehmensberater Ulf verheiratet, vierzig Jahre alt und hat einen  fünfjährigen Sohn, den kleinen Fritz. Sie möchte gerne ein zweites Kind, aber Ulf weigert sich. Oda beginnt eine sexuelle Beziehung mit Nils, dem sie sich fast ein Vierteljahrhundert vorher auf der Hochzeit in Sylt schon an den Hals geworfen hatte.  Alles ist unklar, Oda ist unglücklich und mir als Leser, der ich mich ab etwa der Hälfte des Buches nur noch durch die irgendwann langweilig werdende abgehackte und gehetzte Sprache gequält, bleibt dunkel, um was es letztlich der Hauptperson geht.  Natürlich: es geht um Familie, es geht um Liebe und ihre Enttäuschung und insofern um das Leben. Aber es ist ein Leben, das Oda leichtsinnig wie ich finden aus der Hand gleiten lässt. Ob sie am Ende die Helle findet? Und wie ?

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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